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Autor Thema: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview  (Gelesen 65225 mal)

Offline Naudiz

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #60 am: 26. Juli 2011, 18:18:08 »
@Malinche: WTH? Rufus ist ja mal einer der coolsten Charaktere, der mir je untergekommen ist!

Okay, ich lade jetzt mal
Evan Halvardsson, Söldner und Perspektivträger in Göttertöter;
Callais, Sohn einer sich im Exil befindenden Schöpfergottheit,
und
Audrey Dupont, Rebellin und Mutter einer ermordeten Tochter, aus meinem neuen, noch unbetitelten Projekt
zu diesem Interview vor.

(Himmel, ist das viel geworden... nie wieder mit diesen dreien...)

Hallo, ihr drei! Wärt ihr so nett, mir ein paar Fragen zu beantworten?

Evan: Ich muss ja.
Callais: (mit einem Funkeln in den Augen) Du könntest uns ja einfach niedermetzeln und losgehen. Das heißt, wenn du es mit mir aufnehmen kannst.
Evan: Das schreit geradezu nach einem Versuch, aber nein, danke. Es sind Damen anwesend.
Audrey: (starrt Evan entgeistert an und zetert dann mit original französischen Akzent los) Glaubst du etwa, ich könnte mich nicht wehren? Schweinehund!
Evan: (säuerlich) Von wegen, Frauen mögen es, wenn man auf sie Rücksicht nimmt...

1) Wie alt bist du?

Evan: 18.
Callais: (grinst schief) Süße, ich zähle die Jahre wie ihr die Sekunden. Denkst du, ich hab' mir einen Strichkalender gemacht?
Audrey: (an Callais gewandt) Richtig so. So etwas bringt Unglück.
Evan: Also, ich hatte deswegen bisher nicht mehr Pech als sonst auch.
Audrey: Dann musst du ein sehr großer Pechvogel sein.
Evan: [-.-]
Callais: (lacht hämisch)

2) Wie groß?


Evan:
(setzt an, etwas zu sagen, wird aber von Callais unterbrochen)
Callais: (lächelt süßlich) Groß genug, um dir zu zeigen, was-
Evan: Ich glaube nicht, dass sie das interessiert. Sie meint die Körpergröße.
Callais: (leicht enttäuscht) Ach, tatsächlich? Wie schade. Dann wären das wohl 1,85 m.
Evan: (zu Audrey) Ladies first.
Callais: He, Moment mal, woher kennst du diesen Satz?
Evan: Wenn man mit einem Anderweltler unterwegs ist, lernt man so etwas eben.
Audrey: (entzürnt) Wenn ihr nicht sofort die Klappe haltet, schneide ich euch eure Schwänze ab, dann bracht ihr darüber nicht mehr zu diskutieren!
Callais: (zeigt ihr die Zähne) Oh, ich wusste ja nicht, dass du so scharf auf mich bist!
Evan: (mit Blick in Audreys zornesrotes Gesicht) Ich würde vorsichtig sein, die Kleine meint das nicht als Scherz.
Callais: Nicht? Och.
Audrey: (genervt) Ich bin klein genug, um in enge Schächte zu passen, mehr muss ich gar nicht wissen.
Callais: (interessiert) Was für Schächte?
Audrey: Nicht die, an die du denkst, du Schuft!

3) Hast du irgendwelche schlechten Angewohnheiten?


Audrey: (schaut zu Callais herüber) Der da bestimmt!
Callais: Hey, „der da“ hat auch einen Namen, nämlich Callais. Preise mich gefälligst!
Audrey: Sage ich doch. Größenwahn.
Callais: Gib' es doch zu, du stehst darauf!
Audrey: (lacht schrill) Auf so einen Lump wie dich? Vergiss' es.
Evan: (kopfschüttelnd) Wer in Hels Namen hat dieses Weibstück eingeladen? Hätte es nicht eine nette kleine Schankmagd sein können?
Callais: Oh, ich wette, der Kleinen würde Rollenspiel gefallen.
Audrey: (ballt die Hände zu Fäusten) Ich bin nicht Estelle!
Callais: Hört sich nach einer Hure an. Wo finde ich sie?
Audrey: Such' sie doch, dann habe ich wenigstens meine Ruhe vor dir.
Evan: Gut, bevor das hier noch ausartet, beantworte ich mal die Frage: Ich bin oft sehr lustlos.
Callais: Mein Beileid.
Evan: Nicht in diesem Sinne!

4) Bist du noch Jungfrau?

Callais: (wie aus der Pistole geschossen) Was für eine Frage, natürlich nicht!
Audrey: Das war mir klar. Nein, bin ich nicht.
Evan: Mein Leben wäre in diesem Fall ziemlich trostlos.

5) Bist du verheiratet oder Single?


Evan: Gibt es etwas Langweiligeres als eine dauerhafte Beziehung?
Callais: Ja. Eine dauerhafte Beziehung ohne Sex.
Evan: (leicht überrascht) Was, ausgerechnet du warst schon einmal in einer festen Beziehung?
Callais: Natürlich nicht! Aber ich kann es mir vorstellen.
Audrey: Lustmolche!
Callais: Immer doch. Wenn du mich brauchst, ich stehe bereit!
Audrey: Lieber nehme ich einen Hund!

6) Hast du Kinder?

Evan: Nicht, dass ich wüsste.
Callais: Keine Ahnung. Ich bin Jahrtausende alt, schon vergessen?
Audrey: (wirkt auf einmal niedergeschlagen) Ich hatte eine Tochter, aber man hat sie umgebracht.
Callais: Vielleicht auch besser so, eine von deiner Sorte reicht vollkommen aus!
Audrey: Du Schweinehund!
Callais: Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass du mich so nennst. Ist das eine Art Liebeserklärung?
Audrey: Nein!
Callais:lehnt sich zufriede zurück Also doch.

7) Was ist dein Lieblingsessen?


Evan: Solange es warm ist, esse ich so ziemlich alles.
Audrey: Das sehe ich genauso.
Callais: (geht nach draußen und kommt mit einer Handvoll frischen Pferdedungs zurück) Bittesehr, guten Appetit!
Evan: Schön, dass du dein eigenes Essen mitbringst.

8 ) Hast du irgendwelche Geheimnisse?

Evan: Ja, aber ich werde mich hüten, sie hier zu erzählen.
Callais: Tststs, unser kleiner Lustmolch will uns wohl seine Erfahrungen vorenthalten?
Evan: Deine will ich gar nicht erst hören.
Callais: Wirklich nicht? Ich denke, du könntest noch eine Menge von mir lernen!
Evan: Ich hätte nicht gedacht, dass du auf Kerle stehst.
Callais: Tue ich auch nicht. Aber wenn ich mir unsere Süße hier schnappe, kannst du gerne zusehen!
Audrey: Schlag' dir das aus dem Kopf, du Schuft!
Callais: Nein danke, ich bin nicht masochistisch. Aber sadistisch, falls dir das gefällt.

9) Bist du gerade verliebt?

Evan: Nein. Und wenn ich es mir recht überlege, war ich es auch noch nie. Jedenfalls nicht ernsthaft.
Audrey: Du bist armselig.
Evan: Entschuldigung, kann ich was dafür, dass mir die Richtige bisher noch nicht über den Weg gelaufen ist?
Callais: Sie hat Recht. Du bist armselig. Auf die Richtige warten, pah!
Evan: Dich schaut ja nicht einmal eine Frau von hinten an.
Callais: Stimmt, sie konzentrieren sich eher darauf, was ich vorne zu bieten habe (lacht grollend)

10) Welche Kunst sagt dir etwas?

Evan: Musik. Es gibt einen Haufen Barden in den Städten. Allerdings kann ich selbst weder singen noch irgendein Instrument spielen.
Callais: (bricht in Gelächter aus) Wenigstens eines wirst du doch wohl spielen können, oder?
Evan: Das ja. Aber das ist keine Kunst.
Callais: Oh, da habe ich aber schon ganz Anderes gehört.
Audrey: Kein Wunder.
Callais: Siehst du endlich ein, dass ich unwiderstehlich bin?
Audrey: Nein. Ich sehe nur, dass du nicht in der Lage bist, eine Frau -
Evan: Ich will ja nicht kleinlich sein, aber hier laufen Minderjährige herum.
Callais: Wo? Die Kleinen sind immer besonders gut. So schön unschuldig!
Audrey: Da hat er allerdings Recht.
Evan: (baff) Was?
Audrey: Ich sagte, er hat Recht mit seiner Behauptung.
Evan: Hel, wo bin ich hier nur hingeraten?

11) Welche Augenfarbe hast du?

Evan: (an Callais gewandt) Jetzt bin ich mal gespannt, wie du aus diesem Satz etwas Perverses machen willst.
Callais: (mit schiefen Grinsen) Oh, ich denke, mir würde etwas einfallen... Aber ich will ja keinen Ärger mit dir.
Evan: Das will ich dir auch geraten haben.
Audrey: Grau.
Callais: (schaut genauer hin) Huh, das ist doch hellblau?
Audrey: Nein, es ist grau.
Evan: Scheint, als wäre sie farbenblind. Welche Farbe haben meine Augen, Audrey?
Audrey: Dunkelgrau.
Callais: Vielleicht hat sie auch nur einen an der Klatsche?
Evan: (an Audrey gewandt) Sie sind dunkelgrün.
Audrey: Was ist denn bitteschön dunkelgrün?
Callais: Sag' ich doch, sie hat einen an der Klatsche.
Evan: Halt die Klappe. Sie kann nichts dafür, so etwas ist erblich bedingt.
Callais: Ich weiß das! Ich bin ein Gott!
Evan: Wenn du dich wenigstens wie einer benehmen würdest...
Audrey: Können wir jetzt weitermachen?
Callais: Nein!
Audrey: Warum nicht?
Callais: Meine Augen sind violett.
Audrey: *hrmpf*

12) Badest du lieber im Pool oder am Strand?


Evan: Die Gasthäuser verfügen über Badezuber. Die reichen mir vollkommen aus.
Callais: Ich habe auch nichts gegen einen Pool. Da passen mehr Frauen rein.
Audrey: Ts. In den Outlands gibt es nur Flüsse.
Evan: Outlands? Hört sich ja nicht gerade angenehm an.
Audrey: Sind sie auch nicht. Aber sie sind meine Heimat.

13) Campst du gern oder bleibst du lieber zu Hause?


Evan: Wenn ich genug Geld habe, bin ich lieber in Tavernen als draußen in der Wildnis.
Callais: Mir ist es einerlei, solange ich nicht in irgendeiner frauenleeren Wildnis unterwegs bin.
Audrey: Es ist nirgendwo sicher, deswegen ist es mir egal.
.
14) Bist du auf natürliche Art “entstanden” oder geklont?

Evan: Ich wurde gebissen, falls du darauf anspielst.
Callais: Für alle, die nicht wissen, was ein Klon ist: Man nehme ein x-beliebiges weibliches Lebewesen, lasse es schwängern, nehme den Embryo und pflanze es einem anderen, weiblichen Lebewesen ein. Et voilá, schon hat man einen Klon.
Audrey: (widerwillig fasziniert) Bist du so entstanden?
Callais: Ahahaha, haha, ha. Nein.
Audrey: Und wie dann?
Callais: Frag' doch mal meinen Vater. Vielleicht hat er mich ja auch einfach nur geschaffen?

15) Welche Eiskrem ist deine liebste?

Evan: Eiscreme?
Callais: Gefrorene Milch mit Früchten drin.
Evan: Warum sollte man so etwas essen?
Callais: Und du behauptest ernsthaft, mit einem Anderweltler unterwegs zu sein?
Evan: Deswegen muss ich ja nicht gleich alles wissen.
Audrey: Wir haben so etwas nicht in den Outlands.

16) Hast du jemals einen Menschen getötet?

Evan: Ich bin ein Vampir, falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte.
Callais: Du könntest dich ja auch von Tieren ernähren.
Evan: Sehr witzig. Davon werde ich nicht satt.
Callais: Gut so. Moral ist für die Schwachen.
Evan: Deswegen hast du wohl auch schon Menschen getötet?
Callais: Nicht nur Menschen, aber von denen genug.
Audrey: In den Outlands muss man um sein Leben kämpfen. Also ja.

17) Bist du dick oder dünn?


Audrey: (an Callais gewandt) Denk' gar nicht erst daran, irgendetwas zu sagen.
Callais: (mit Unschuldsblick) Ich wollte doch nur sagen, dass ich -
Audrey: (verpasst ihm eine Ohrfeige) Klappe!
Callais: (zuckt nicht einmal mit der Wimper) – breitschultrig, aber nicht fett bin.
Evan: Ich bin recht schlank.
Audrey: Eher dick.
Callais: Dir ist bewusst, dass man deine Rippen sehen kann?
Audrey: Die Anderen sind viel dünner als ich.
Callais: Wie eklig.

18 ) Gibt es irgend etwas Seltsames über dich zu erzählen?

Evan: Hm. Ich bin ein Vampir, ich habe einen Geistergefährten und bin ein ehemaliger Assassine.
Callais: Was, du und ein Assassine? Du willst uns doch einen Bären aufbinden!
Evan: Ein ehemaliger Assassine. Ich bin desertiert.
Callais: Bescheuert. Dabei macht Töten doch so viel Spaß!
Evan: Dir vielleicht, aber nicht mir.
Audrey: (mustert Evan mit einem seltsamen Glitzern in den Augen)
Evan: Was ist?
Callais: Sag' jetzt nicht, er gefällt dir besser als ich!
Audrey: Nein. Ich habe das Bedürfnis, ihn umzubringen.
Evan: (irritiert) Warum denn das? Ich hab' doch gar nichts gemacht.
Audrey: Du bist ein Untoter.
Evan: Und das ist ein Grund, mich gleich zu töten? Dämliche Rassisten!

19) Lieblingsfilm?

Callais: Das erklär' ich euch jetzt nicht, das würdet ihr eh nicht verstehen.
Audrey: Ich weiß sehr wohl, was ein Film ist!
Callais: Ach, Fernsehen habt ihr also in den Outlands?
Audrey: Nein, aber die Flüchtlinge aus den Slums reden davon.
Evan: Genauso wie Jaeela.
Callais: Ist das die Anderweltlerin?
Evan: Ja und nein.
Callais: Hm?
Evan: Sie wurde in Corenaa geboren, hat aber eine Weile in der Anderswelt gelebt.
Callais: Na dann...

20) Träume?

Evan: … hatte ich früher mal. Vampire schlafen nicht, deswegen hat sich dieses Thema für mich erledigt.
Callais: Träume können sehr angenehm sein.
Audrey: Außer, es sind Albträume.
Callais: (entrüstet) Das sind die Besten!
Audrey: Du bist seltsam.
Callais: Aber attraktiv?
Audrey: Nein.
Callais: Aber du kommst doch trotzdem mit mir mit?
Audrey: (läuft rot an und greift nach ihrer Pistole)

Okay, okay, Schluss jetzt! Hier wird kein Blut vergossen! Leute, bringt Audrey hier raus. Ich habe keine Lust, die Sauerei wegzumachen.
Evan, Callais, ihr könnt gehen. Danke für dieses, öhm, lehrreiche Interview.

Offline Malinche

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #61 am: 26. Juli 2011, 23:35:01 »
Zitat
@Malinche: WTH? Rufus ist ja mal einer der coolsten Charaktere, der mir je untergekommen ist!

Oh-oh. Sowas darfst du doch nicht sagen, solange er in Hörweite ist.  ;D Freut mich, dass du ihn magst. Er lässt übrigens ausrichten, dass er mit Callais mal einen trinken gehen würde. Ich habe die Befürchtung, dass die beiden sich verstehen könnten.  :d'oh:
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que detenga tu canto rebelde ...«
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Offline Naudiz

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #62 am: 26. Juli 2011, 23:55:39 »
Oh-oh. Sowas darfst du doch nicht sagen, solange er in Hörweite ist.  ;D Freut mich, dass du ihn magst. Er lässt übrigens ausrichten, dass er mit Callais mal einen trinken gehen würde. Ich habe die Befürchtung, dass die beiden sich verstehen könnten.  :d'oh:

Mist, stimmt, Kojoten haben ja gute Ohren.
Ohoh, Rufus und Callais auf einem Haufen? Bringt eure Frauen und Kinder in Sicherheit und verriegelt eure Türen!  :versteck:

Offline Nachtblick

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #63 am: 27. Juli 2011, 00:14:07 »
Ich lese gerade mit großem Vergnügen eure Interviews.  ;D
Über die Schulter schauen mir Faroth, Ascar und Nirva, die allerdings nur eine Frage zu meiner Zufriedenstellung beantworten.

Badest du lieber in der Badewanne oder am Strand?
Ascar: Was ist eine Badewanne?
Faroth: Was ist ein Strand?
Nirva: Was ist baden?

Örks. :gähn:
FEAR stands for Fuck Everything and Run.

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Offline Zitkalasa

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #64 am: 27. Juli 2011, 02:34:36 »
Haha, einer dieser Steigerungs-Witze. :jau:

Offline Romy

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #65 am: 27. Juli 2011, 02:47:32 »
Vor einigen der Herrschaften hier kann man ja wirklich Angst kriegen. ;D

@ Nachtblick: Dein Trio scheint ja auch seeeehr reinlich zu sein *schüttel* ;D


Ich habe mal meine drei Vögel interviewt:
Arlin = Der junge, frisch gekrönte König von Anrodh, der im Auftrag seines neidischen Cousins in einen Schwarzmilan verwandelt wird.
Rysca = ein Gimpelweibchen, das versehentlich in einen Menschen verwandelt wurde
Iiro = ein Habichtmännchen, das versehentlich in einen Menschen verwandelt wurde


1) Wie alt bist du?
Rysca: Ein Jahr. Also erwachsen.
Arlin: Sie sieht in ihrer Menschengestalt aus wie eine etwa sechszehnjährige.
Rysca: Tue ich das?
Arlin: Ja. So ungefähr halt. Und Iiro sieht ähnlich alt aus, oder vielleicht wenige Jahre älter.
Iiro: Eigentlich bin ich zwei und auch schon seit einer ganzen Weile erwachsen.
Arlin: Ich bin übrigens zwanzig.
Rysca: Oh wow, du bist ja wirklich schon uralt! So alt werden Gimpel nie!
Arlin *lächelt*: Für Menschen ist das noch ziemlich jung.
Rysca: Wahnsinn!
Iiro: Sie übertreibt schon wieder.

2) Wie groß?
Rysca: Naja, so groß wie Gimpel nun einmal sind.
Arlin: Ich glaube, es ist nach deiner Größe als Mensch gefragt.
Rysca: Das weiß ich doch nicht. Wie soll man das denn messen? Halt wesentlich größer als Gimpel. *schulterzuck*
Arlin: Derzeit stecke ich ja bekanntlich im Körper eines Schwarzmilans, beziehungsweise sehe ich so aus. Wie auch immer. Ich glaube, ich bin derzeit ungefähr einen halben Meter groß, ganz genau nachmessen kann ich das natürlich nicht. Als Mensch war ich ganz genau 1,81m groß. – Und bevor Iiro jetzt darauf hinweißt, dass er auch keine Ahnung hat, wie groß er ist und das er ja in Wahrheit ein Habicht ist, kann ich sagen, dass seine Menschengestalt auf jeden Fall ein wenig kleiner ist als meine.
Iiro: Das ist mir alles so egal. Warum noch mal sind wir hier?
Arlin: Weil unsere Autorin uns um ein Interview gebeten hat und wir brave Protas sind.
Rysca: Außerdem ist das doch ein spannender Zeitvertreib, wo wir gerade sowieso nichts anderes zu tun haben.
Iiro: Wenn man so gerne quasselt wie du, dann glaube ich gerne, dass man Interviews spannend findet.

3) Hast du irgendwelche schlechten Angewohnheiten?
Rysca: Da fällt mir nichts ein.
Iiro: Sie redet ständig. Ununterbrochen. Sie ist eine ganz entsetzliche Nervensäge, das sagt sogar unsere Autorin.
Autorin: Psssst, das solltest du doch nicht verraten. Das habe ich dir ganz im Vertrauen erzählt. *schmoll*
Rysca: Naja, besser zu viel reden, als so wortkarg zu sein wie du Iiro! Am liebsten würdest du ja kein Wort von dir geben!
Iiro: Ja und? Was ist daran bitte schlimm?
Rysca: Ich finde das auch ziemlich nervig! Aber mache ich dir einen Vorwurf daraus?
Iiro: Jetzt gerade offensichtlich schon.
Rysca: Es war lediglich eine Feststellung, kein Vorwurf!
Iiro: Ach halt doch den Schnabel!
Autorin *kichert*: Ich liebe es, wenn er das zu ihr sagt. ;D
Arlin: Manche Leute sagen mir nach, dass ich ein Bücherwurm und Langweiler wäre. Naja, zumindest wurde mir das nachgesagt, ehe ich König wurde, seitdem hat sich niemand mehr so recht getraut, mir das zu sagen. Aber die Leute haben andererseits ja lieber einen Bücherwurm zum König, als einen überengagierten Unruhestifter, von daher ist es vermutlich doch keine schlechte Eigenschaft. – Lionos bezeichnet mich ja stets gerne als arrogant und besserwisserisch. Aber mein hochgeschätzter Cousin ist ja schließlich nicht umsonst der Anta, also muss ich auf diesen Vorwurf wohl nicht allzu viel geben.

4) Bist du noch Jungfrau?
Rysca: Was ist eine Jungfrau?
Arlin: Damit ist gemeint, ob … naja, ob du schon mal mit einem Mann … äääääh … zusammen gewesen bist.
Rysca: Häh?
Arlin: Also wenn du schon mal mit jemandem geschlafen hast, bist du keine Jungfrau mehr.
Rysca: Ach so? Also seit ich ein Mensch bin, schlafe ich immer neben jemandem im Bett. In den ersten Nächten immer neben Chelia, dann meistens neben Sorroll. – Also bin ich wohl keine Jungfrau mehr.
Arlin *kichert hilflos*: Nein, nebeneinander schlafen meinte ich nicht. Wir drücke ich das am besten aus?
Iiro: Ich wüsste auch gerne, was genau mit diesem Wort gemeint ist. Aber mit Frau ist doch auf jeden Fall ein Menschenweibchen gemeint, so viel weiß ich. Und ich bin immer noch ein Männchen, also bin ich wohl keine Jungfrau.
Arlin *stöhnt auf*: Um es in Vogelsprache auszudrücken: Habt ihr euch schon mal mit einem Partner gepaart? Das hat nichts damit zu tun, ob ihr ein Männchen oder Weibchen seid.
Rysca *lacht*: Ach soooo, darum geht’s, sag das doch gleich. Also nö, ich bin keine Jungfrau mehr, weder als Vogel noch als Mensch.
Iiro: Ich auch nicht.
Rysca: Echt nicht? Ich wusste gar nicht, dass du eine Partnerin hattest, ehe du verwandelt wurdest.
Iiro: Halt den Schnabel.
Autorin *kichertvorsichhin*
Arlin *murmelt*: Ich bin jedenfalls auch keine Jungfrau mehr. Ja ich weiß, ich bin unverheiratet, eigentlich gehört sich das nicht, aber … naja … es soll nicht angeberisch klingen, aber … irgendwie kriege ich ständig … Angebote … von hübschen, jungen Frauen … auch schon vor meiner Krönung und ehe klar wurde, dass ich meinem Onkel auf dem Thron nachfolgen soll … also jedenfalls … ist es halt passiert. *wird rot*

5) Bist du verheiratet oder Single?
Rysca: Was bedeutet das nun wieder?
Arlin: Verheiratet bedeutet, dass man einen festen Partner hat, mit dem offiziell und bis zum Ende seines Lebens zusammen ist. Single bedeutet, dass man unverheiratet ist.
Rysca: Ach so dann war ich also verheiratet, als ich ein Gimpel war. Aber jetzt bin ich schon so lange menschlich, dass mein Liebster sich bestimmt längst eine andere gesucht hat. *schmoll* Und wie würde man meine Beziehung zu Sorroll bezeichnen? So richtig hochoffiziell sind wir ja eigentlich nicht zusammen, aber irgendwie ja schon, weil …
Arlin: Bitte rede nicht weiter! – Ich bin nicht verheiratet, wie gesagt.
Iiro: Ich war mal mit einem Habichtweibchen zusammen, aber es ist gestorben. Seitdem bin ich wieder alleine.
Rysca: Oh Iiro, das wusste ich gar nicht! Es tut mir leid!
Iiro: Wehe du umarmst mich! Bleib mir fern!
Rysca: Ich meine es doch nur gut! Was ist passiert?
Iiro: Wir haben uns im Spätsommer zusammengetan und wollten im Frühjahr darauf zum ersten Mal gemeinsam brüten und Jungen aufziehen, aber im Winter ist sie gestorben. Das war in der Tat nicht gerade der glücklichste Moment meines Lebens. – WAG ES NICHT MICH ANZUFASSEN!

6) Hast du Kinder?
Arlin: Nein.
Iiro: Nein.
Rysca *zögert*
Arlin: Rysca?
Rysca: Also … ich glaube, ich bin schwanger.
Arlin und Iiro gleichzeitig: WAS?!
Iiro: Von wem?
Rysca: Von Sorroll natürlich, was denkst du denn?
Iiro: Dir ist hoffentlich klar, dass das ein großer Fehler ist. Menschenkinder brauchen etliche Jahre, bis sie flügge werden. Wenn du das Kind selbst aufziehen willst, kannst du dich davon verabschieden, jemals wieder ein Vogel zu werden!
Rysca: Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich das will. Aber Sorroll freut sich jedenfalls total und ich weiß, dass er gut für unser Kind sorgen würde, auch wenn ich gehe.
Iiro *schüttelt fassungslos und sprachlos den Kopf*

7) Was ist dein Lieblingsessen?
Rysca: Oh ich liebe alle Arten von Früchte und alles was süß ist. – Verschiedene Samen und Knospen habe ich auch immer gerne gegessen, aber als Mensch schmeckt mir das alles nicht mehr so recht, das ist wirklich schade.
Arlin: Ich esse sehr gerne Fisch. Das Nationalgericht unseres Landes und ironischerweise mag ich als Schwarzmilan immer noch am liebsten Fisch.
Iiro: Vogel- oder Mäusefleisch, am liebsten schön frisch und blutig. Diesem totgebratenen, trockenen Fleisch, das die Menschen so gerne essen, kann ich nichts abgewinnen und von Fisch halte ich auch nicht so furchtbar viel.
Rysca: Ich mag das gar nicht, wenn du tötest.
Iiro: Deinen Speiseplan finde ich auch ziemlich widerlich.

8 ) Hast du irgendwelche Geheimnisse?
Rysca: Nö.
Arlin: Ich glaube nicht.
Iiro: Nein.

9) Bist du gerade verliebt?
Rysca: Was ist Liebe?
Arlin: Du weißt nicht, was Liebe ist? Was ist mit deinem Partner, den du als Gimpel hattest?
Rysca: Was soll mit ihm sein?
Arlin: Warum hast du dich für ihn entschieden?
Rysca *grinst*: Bobys Brustgefieder war oder ist röter als das vieler anderer Gimpelmännchen und er ist einfach ein stattlicher Kerl, der sicherlich fast jede hätte haben können! Allgemein macht er einen sehr gesunden und starken Eindruck, der darauf hinweist, dass eine Brut und Jungenaufzucht höchstwahrscheinlich sehr erfolgreich sein wird.
Arlin: Liebe bedeutet, dass man seinen Partner nicht aus solchen sachlichen, vernünftigen Gründen wählt, sondern weil … nun ja, weil man sich voneinander angezogen fühlt. Weil man den Charakter des anderen mag. Oder auch das Äußere, ja das spielt wohl immer noch mit rein. Liebe kann man nicht erklären, sie passiert einfach. Man hat ein Kribbeln im Bauch, wenn man an den anderen denkt, oder ihn sieht und kann überhaupt an nichts anderes mehr denken.
Rysca: Ich glaube, ich verstehe immer noch nicht so richtig, was du meinst. – Also irgendwie habe ich Boby wohl schon geliebt, wenn du meinst, dass das Äußere mit rein spielt. Aber es gibt ja vieles, was ich an ihm geschätzt habe. Manchmal vermisse ich ihn noch immer ein wenig und bedauere es, dass ich ihn wohl nie wieder sehe. – Als Mensch will ich mich nicht zu sehr an einen anderen Menschen binden. Mit Sorroll paare ich mich zwar gelegentlich und erwarte jetzt ein Kind von ihm, aber ist das Liebe?
Arlin: Wirst Du Sorroll vermissen, wenn du jemals wieder ein Gimpel wirst?
Rysca: Das weiß ich jetzt noch nicht. Das wird die Zeit zeigen.
Arlin: Und was ist mit Iiro?
Rysca: Was soll mit dem sein?
Arlin: Manchmal denke ich, da ist was zwischen euch.
Iiro: Was soll da sein? Wir sind unterschiedliche Arten. Das wäre wohl wider die Natur.
Arlin: Aber derzeit seid ihr beide ziemlich menschlich.
Rysca: Das wäre unmöglich. Ich mag Iiro ja, aber …
Iiro: Das wäre widernatürlich. Darüber müssen wir nun wirklich nicht nachdenken oder gar sprechen.

10) Welche Kunst sagt dir etwas?
Rysca: Was ist Kunst?
Arlin: Gibt es eigentlich überhaupt irgendetwas, was man dir nicht erklären muss?
Iiro: Ich habe ja anfangs gesagt, dass sie und ihr Gequassel ziemlich nervtötend sind.
Arlin: Unter Kunst fallen alle kreativen Tätigkeiten. Malerei, Schriftstellerei, Schauspiel, Gesang und Musizieren, Tanz … Ich mag eigentlich alle Künste und übe sie teilweise selbst aus. Oder das habe ich zumindest, solange ich ein Mensch war.
Rysca: Gesang ist natürlich was Schönes. Bei den anderen Sachen weiß ich schon wieder nicht, was das sein soll ...
Iiro: Gesang kommt ja deinem Gequassel auch ziemlich nahe.
Rysca: Ach halt doch den Schnabel.
Autorin *gnihihihihihi*

11) Welche Augenfarbe hast du?
Rysca: Als Gimpel schwarz, als Mensch eher ganz dunkelbraun.
Arlin: Von Natur aus als Mensch blau. Jetzt als Schwarzmilan wohl eher schwarz. Ich habe mich selbst noch nicht so genau angesehen, seit ich ein Vogel bin.
Rysca: Ja genau, deine Augen jetzt im Moment sind schwarz. Ein Schwarzmilan mit blauen Augen wäre aber auch zu auffällig gewesen. Darauf hat Sorroll bei der Verwandlung sicherlich genau geachtet.
Iiro: Als ob. So dusselig wie dein Sorroll ist. Das war bestimmt purer Zufall.
Rysca: Du unterschätzt ihn. Er ist ein mächtiger Hexer, der mächtigste in ganz Anrodh.
Iiro: Jaja schon klar. – Meine Augen sind eigentlich gelb. Derzeit gehen sie ins bräunliche, sind aber immer noch ziemlich hell. Viele Menschen scheinen meine Augen wohl ziemlich ungewöhnlich zu finden, ich werde häufig darauf angesprochen. *schulterzuck*

12) Badest du lieber im Pool oder am Strand?
Rysca: Pool? Strand? – Ich bade am liebsten in einer Pfütze oder ganz am Rand eines Baches, wo das Wasser ganz flach ist. Als Mensch habe ich noch nie so richtig gebadet. Menschen sind irgendwie nicht so reinlich wie Gimpel, habe ich festgestellt.
Arlin: Also bitte, das stimmt ja nicht.
Rysca: Es ist aber mein Eindruck. Ein bißchen waschen am Wassereimer oder so, aber richtig gebadet habe ich als Mensch noch nie und ich bin jetzt schon seit mehreren Wochen Mensch.
Arlin: Ich bade jedenfalls am liebsten in einer Wanne und zwar mindestens einmal wöchentlich. Als Mensch jedenfalls, versteht sich. – Aber diese Möglichkeit haben zugegebenermaßen nicht so viele Menschen, die Vorbereitungen sind ja auch ziemlich aufwendig. Aber im Fluss baden kann man ja auch noch, dafür gibt es ja speziell ausgezeichnete Badeplätze am Fluss, die nach Männern und Frauen getrennt sind.
Rysca: Warum sind die Plätze denn nach Geschlechtern getrennt? Ihr Menschen seid da ja echt seltsam, was solche Sachen angeht. – Aber wie auch immer. Ich muss mich wohl mal danach umsehen.
Iiro: Diese Frage finde ich total bescheuert. Ich wasche mich derzeit jedenfalls immer nach dem Essen, weil ich das nicht so toll finde, Blut im Gesicht und an den Händen zu haben. Mit Händen und Zähnen ist das Essen irgendwie umständlicher. Selbst wenn ich ein Messer zu Hilfe nehme, schmiere ich noch mehr rum, als mit Schnabel und Klauen.

13) Campst du gern oder bleibst du lieber zu Hause?
Rysca: Häh? Was ist schon wieder campen?
Arlin: Ich ziehe es jedenfalls vor, Zuhause zu bleiben. Von Tagesausflügen in den Wald einmal abgesehen. – Campen, das ist, wenn man draußen schläft.
Rysca: Mein Zuhause ist ja quasi draußen. Da weiß ich nicht, wie ich die Frage beantworten soll. Ich würde auch jetzt als Mensch lieber draußen schlafen und mich möglichst viel draußen aufhalten, aber entweder verbringe ich die Nächte mit Sorroll oder mit Chelia und beide scheinen vom draußen schlafen nicht so viel von zu halten.
Iiro: Ich schlafe meistens draußen.

14) Bist du auf natürliche Art “entstanden” oder geklont?
Rysca: Ich weiß zwar nicht, was mit geklont gemeint ist, aber geschlüpft bin ich jedenfalls ganz natürlich aus dem Ei im Nest meiner Eltern. – Und dann wurde ich vor einigen Wochen verhext und sehe jetzt aus wie ein Mensch. Das hier ist jedenfalls nicht meine natürliche Gestalt, die die Götter für mich vorgesehen hatten. Und bei Iiro war es genauso.
Arlin: Ich bin auf ganz natürliche Art von meinen Eltern gezeugt und von meiner Mutter zur Welt gebracht worden.

16) Hast du jemals einen Menschen getötet?
Rysca: Nein.
Arlin: Nein.
Iiro: Einen Menschen nicht.
Rysca: Aber zahlreiche andere Lebewesen. Kleinere Vögel und Mäuse. Beinahe hättest du mich erwischt.
Iiro: Dein Glück, dass ich das nicht habe. Aber Habichte essen nun einmal andere, kleinere Lebewesen und dazu müssen sie töten. Das ist der Lauf der Natur und dafür werde ich mich ganz sicher nicht entschuldigen.

17) Bist du dick oder dünn?
Rysca: Ich habe Normalgewicht, denke ich. Ich bin gut genährt, aber es ist auch nicht zu viel dran an mir. – Und für Iiro gilt wohl dasselbe.
Iiro: Darf ich es als Kompliment auffassen, mit einem Gimpel verglichen zu werden?
Arlin *schmunzelt*: So was Ähnliches könnte man von mir wohl auch sagen. – Obwohl ich als Mensch normalerweise immer etwas zu dünn gewesen bin. Als Vogel hat sich das etwas relativiert, ich bin jetzt viel sportlicher und körperlich fitter geworden. Ich hoffe, das kann ich beibehalten, wenn ich hoffentlich eines Tages wieder zum Menschen werde.

18 ) Gibt es irgend etwas Seltsames über dich zu erzählen?
Rysca: Ein normaler Gimpel bin ich bestimmt nicht und Iiro ist kein normaler Habicht.
Iiro: Hörst du wohl endlich mal auf für mich zu sprechen?
Rysca: Aber du sprichst doch selbst so ungern, da kann ich doch für dich antworten, wenn ich die Antwort kenne.
Arlin: Wir sind wohl alle drei für unsere Spezies nicht normal, weil wir nicht in unserer richtigen Gestalt stecken.

20) Hast du Träume?

Iiro: Ich träume davon, wieder ein Habicht zu sein und zu fliegen und das endlich wieder alles normal ist. Ich hasse dieses Menschendasein.
Rysca: Ich träume häufig von der Vergangenheit, von meinen Geschwistern und Eltern und natürlich von Boby. Das Fliegen vermisse ich auch ganz schrecklich. – Aber dass ich das Menschendasein so absolut hassen würde, kann ich nicht sagen. Es hat auch seine Vorteile.
Iiro: Nein hat es nicht. Es ist scheußlich mit diesen lächerlichen Menschenfüßen an den Erdboden gefesselt zu sein! Ich will endlich wieder frei sein!
Arlin: Aber du bist frei.
Iiro: Solange ich nicht wieder fliegen kann fühle ich mich gefangen.
Rysca *flüstert Arlin zu*: Hörst du das? Er redet über seine Gefühle.
Arlin: Ich höre es. *grinst*
Iiro: Ach haltet doch alle beide den Schnabel! *schmoll*
Arlin: Ich träume übrigens auch davon, wieder ich selbst zu werden. Das Fliegen und die neue körperliche Konstitution machen schon Spaß, aber es gibt einfach zu viel, was ich aus meinem Menschendasein vermisse. Damit meine ich nicht mein Königtum, sondern vieles anderes. Allein mit anderen Menschen als mit euch beiden sprechen zu können. Nichts gegen euch beide, aber ich würde sehr gerne endlich wieder mit meiner Schwester und Diano und allen anderen sprechen können. – Und ich würde sehr gerne mal wieder was Vernünftiges essen können. Ja ich mag Fisch, aber roh ist er nur halb so lecker … Ach und im Gegensatz zu Iiro finde ich richtige Füße und gehen auch gar nicht so schlecht. Fliegen ist ja schön, aber das ich auf diesen Krallen nicht richtig gehen kann, ohne wie ein Trottel auszusehen ist schon lästig. – Ach und ich erwähnte ich, dass ich Sibelle und Diano vermisse? Und meine Eltern. Ich träume häufig davon, wieder richtig und alleine ohne Iiro und Rysca als Dolmetscher, mit meinen Lieben sprechen zu können.

Autorin: Danke für das Interview und eure geduldigen Antworten.
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Offline Aryana

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #66 am: 27. Juli 2011, 18:39:52 »
 :rofl: Leute, ich schmeiß mich weg. Ist das herrlich!
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Offline Shin

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #67 am: 29. Juli 2011, 05:26:06 »
So, endlich genug Zeit und Ruhe für dieses Interview!

Meine 3 Charaktere:
Lycien: Vampir mit Wolfsanteil
Miakoda: Inkubus und ehemaliger Zwangsprostituierter
Tyen: Der Inkubus in Miakoda, der als Art 'Coach' fungiert. 

1) Wie alt bist du?
Tyen: Och nee, kommen jetzt die ganzen Standardfragen?
Lycien: Was?
Tyen: Na diese wunderbar kreativen Fragen immer! Geschlecht, Alter, Wohnort, Aussehen, Hobbys.
Lycien: Na und, das ist ein Interview, da beantwortet man halt Fragen!
Tyen: Ja, aber nicht solche bescheuerten!
Miakoda: Hört auf mit dem Mist und antwortet!
Lycien: 20.
Tyen: Was weiß ich, um die 730 vielleicht.
Lycien: *schnurrt* Hast dich gut gehalten!
Miakoda: Ich bin 16.

2) Wie groß?
Tyen: *schaut Lycien in den Schritt* Darf ich jetzt messen? *hoffnungsvoll*
Miakoda: Reiß dich mal zusammen, du bist mir heute zu geil!
Tyen: Ich bin ein Inkubus und ernähre mich von sexueller Energie und du hast mich seit 3 Tagen nicht jagen lassen!
Miakoda: Ich bin der Chef, also Klappe.
Tyen: Phh! Ich bin jedenfalls 1,72m groß.
Lycien: Stolze 1,89m.
Miakoda: 1,57m.
Tyen: Hah! Wohl eher Chefchen.

3) Hast du irgendwelche schlechten Angewohnheiten?
Lycien: Ich rede mit mir selbst, werde nach aggressiven Anwandlungen manchmal in 'ne Irrenanstalt gesteckt und bin manchmal ziemlich eifersüchtig.
Tyen: Oh wow, wird das hier für eine Partnerböse gefragt?
Lycien: Sag mal, geht's dir noch gut?
Tyen: Klar doch. Also ich hab keine schlechten Angewohnheiten.
Miakoda: Du bist narzisstisch, sexbesessen und hast 'ne große Klappe.
Tyen: Das ist mein Beruf, Kleiner! Und du bist auch nicht ohne Makel.
Miakoda: Nämlich?
Lycien: Du hälst dich selbst für den letzten Dreck, für schmutzig, bist total pessimistisch und stur.
Miakoda: Und du...! Du bist doof!
Tyen: Amen.

4) Bist du noch Jungfrau?
Tyen: *lacht auf* Wäre ich das, wäre ich tot!
Lycien: Ich bin keine Jungfrau mehr.
Miakoda: Mhmm.... ich leider auch nicht...
Lycien: Denk nicht mehr daran, okay? Das ist vorbei.
Miakoda: Was ist vorbei? Mein Leben? Erst dann kann ich nicht mehr daran denken. So lange man lebt, denkt man. Und das ist nun mal meine Vergangenheit.
Lycien: Schon gut, wir machen lieber weiter.

5) Bist du verheiratet oder Single?
Tyen: Ich bin Single, aber... *schaut zu Lycien* Ich hole mir mein Futter am Liebsten bei meinem Prachtexemplar von Vampir! ♥
Miakoda: Sei leise, ich will gar nicht wissen, wie oft du dich über ihn her machst!
Lycien: Also ich bin nicht verheiratet, aber auch kein Single.
Miakoda: Single.
Lycien: *springt auf* Was?!
Tyen: Korb.
Lycien:*zieht Miakoda mit sich und von Tyen weg* Hör mal, was soll das? Wir zwei sind schließlich zusammen!
Miakoda: Sind wir das?
Lycien: J-Ja, klar! Ich mag dich und du wohnst doch bei mir und wir hatten Sex und... ahh...
Miakoda: Sex hatte ich mit meinen Kunden früher auch.
Lycien: Ja, aber unfreiwillig! Und ich bin nicht dein Kunde!
Miakoda: Du zahlst ja auch nicht.
Lycien: Siehst du. Dann sind wir doch zusammen.
Miakoda: Phh. Hast du mich je gefragt, ob ich mit dir zusammen sein will?
Lycien: Öhm, Nein. Aber das war doch klar! Oder nicht?
Miakoda: Naja...
Lycien: *lächelt* Sag mal, möchtest du denn von mir gefragt werden? Wartest du darauf?
Miakoda: Pah! So was lächerliches! Das ist doch...! .... Ja...
Lycien: Willst du mit mir zusammen sein?
Miakoda: Du bist scheiß kitschig geworden! Ja will ich, du Trottel! *läuft stur zurück*

6) Hast du Kinder?
Lycien: Nope.
Tyen: Kann sein.
Miakoda: Häh?
Tyen: Hör mal, ich bin ein Inkubus! Was meinst du, mit wie vielen Frauen ich schon geschlafen habe? Keine Ahnung, wie gut mein Sperma wirkt. Vielleicht habe ich ja lauter Mutanten geschaffen! Nyahaha!
Lycien: Zu viel Information.
Miakoda: Ich habe auch keine Kinder.
Lycien: *schnurrt* Soll ich dich schwängern?
Miakoda: Geh sterben.
Lycien: *lacht*
Miakoda: Ernsthaft. Tu's einfach.

7) Was ist dein Lieblingsessen?
Tyen: Lyciens Energie.
Lycien: Miakodas Blut.
Miakoda: Ich will hier weg.

8 ) Hast du irgendwelche Geheimnisse?
Lycien: Ja... Und ich habe gerade keine Lust, darüber zu reden.
Miakoda: Meine meisten Geheimnisse sind mittlerweile offen. Mein Beruf, meine Vergangenheit, mein Wesen. Das ganze Bla Bla eben.
Tyen: Ich hab keine Geheimnisse.
Lycien: Echt nicht?
Tyen: Wozu? Man sieht ja an euch, wie kompliziert das Ganze werden kann! Sonst hätte unsere Autorin ja nicht so viel Dramatik in die Geschichte packen können!

9) Bist du gerade verliebt?
Tyen: Nein, das ist schlecht, ich bin schließlich ein Inkubus.
Lycien: Mhm, ja, schon. Das war nicht geplant, aber es ist passiert.
Miakoda: Bitte? Bin ich ein Betriebsunfall, oder wie?
Lycien: Klar. Bei unserer ersten Begegnung wollte ich schließlich einfach nur von dir trinken.
Miakoda: Tss. Na gut, machen wir weiter.
Tyen: Miaaa, du hast die Frage noch nicht beantwortet.
Miakoda: ...
Lycien: Na los, sag doch.
Miakoda: Dazu lasse ich mich nicht herab.
Lycien: Du hast die Frage immer noch nicht beantwortet.
Miakoda: *küsst ihn kurz* Sei mit der Antwort zufrieden oder leck mich.
Lycien: *grinst* Am Liebsten beides!
Miakoda: Okay, es reicht, ich bin weg!

10) Welche Kunst sagt dir etwas?
Lycien: Die Kunst spricht mit mir?
Tyen: *räkelt sich auf dem Stuhl* Verführung!
Lycien: Schleichen. Stehlen. Mord. Ich versteh mein Handwerk.
Tyen: Ich muss aber sagen, du bist auch ein sehr guter Verführer.
Lycien: Das von dir zu hören, oh Wunder! Miakoda muss noch antworten. Miakoda?
Tyen: Ich glaube, der Kleine schmollt noch.
Lycien: Och Mia-chan, jetzt komm schon.
Miakoda: Jajaja...
Tyen: Na, welche Kunst sagt dir was?
Miakoda: Hmm... Demütigung und Folter. Zu erleben.
Lycien: Das nennst du Kunst?
Miakoda: Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist.
Lycien: Hast du mal wieder Wikipedia gelernt? Wie damals mit dem Whisky.
Miakoda: Sei leise oder ich geh wieder.

11) Welche Augenfarbe hast du?
Miakoda: Violett.
Tyen: Gelb.
Lycien: Rot.
Miakoda: Und Schwarz!
Lycien: Das zählt nicht, das ist nur bei Vollmond!
Tyen: Boah, sind wir krank.
Lycien: Hmm?
Tyen: Na was wir für Augenfarben haben! Das ist ja regelrecht paranormal!
Miakoda: Tss. Wir sind auch keine Menschen, wir dürfen das.

12) Badest du lieber im Pool oder am Strand?
Tyen: Weder noch! Chlor und Salzwasser sind schlecht für meine Flügel.
Lycien: Nachts am Strand... Alleine, niemand da. Mit einer geliebten Person im Wasser.... Nackt!
Miakoda: Träum weiter.
Lycien: Wenn du mitträumst!
Miakoda: Mir ist ein Pool lieber.
Tyen: Warum?
Miakoda: Um mit DEM *zeigt auf Lycien* nicht allein am Strand sein zu müssen!

13) Campst du gern oder bleibst du lieber zu Hause?
Tyen: Ja geil! Wir müssen mal campen gehen! Guter Einfall!
Miakoda: Na danke, bringt den Knallkopf auf noch mehr dumme Ideen!
Lycien: Also draußen gefällt's mir nicht so. Vorm Fernseher finde ich es weitaus gemütlicher.
Miakoda: Seh' ich auch so.

14) Bist du auf natürliche Art “entstanden” oder geklont?
Tyen: Ist doch egal wie ich entstanden bin, freut euch lieber, dass ich da bin!
Lycien: Als Mensch geboren, dann gebissen und mit nem Vampir gestraft.
Miakoda: Daran erinner' ich mich nicht mehr.
Lycien: Was ist denn das für eine dumme Antwort?
Miakoda: Erinnerst du dich an deine Geburt?
Lycien: Nein...
Miakoda: Na also! Vielleicht bist du ja doch geklont! Obwohl, Nein, vergiss es, noch mehr von der Sorte ertrag' ich nicht.

16) Hast du jemals einen Menschen getötet?
Miakoda: Nein.
Lycien: Jupp.
Tyen: Beim Sex hatte einer Mal nen Herzstillstand.
Lycien: ...
Miakoda: ...
Tyen: Was?! Ich hab ihn auch wieder belebt!

17) Bist du dick oder dünn?
Tyen: Schmal.
Lycien: Muskulös, gut gebaut.
Miakoda: Normal.
Lycien: Du bist viel zu dünn!
Miakoda: Gar nicht wahr.
Lycien: Ich kann deine Knochen sehen!
Miakoda: Dann schau halt nicht hin.
Tyen: Korb.
Lycien: Ach sei leise.
 
18) Gibt es irgend etwas Seltsames über dich zu erzählen?
Miakoda: Ich werde im Laufe dieses Interviews immer aggressiver.
Tyen: Ich glaube, das soll so sein.
Lycien: Also ich bin ein halber Werwolf und ein halber Vampir, der bricht vor allem in Vollmondnächten heraus und übernimmt die Kontrolle. Danach kann ich mich an nichts mehr erinnern.
Tyen: Psycho.
Lycien: Aber du!
Tyen: Ich steh dazu!
Miakoda: Tja... Ich bin mit den Beiden hier geplagt...

19) Lieblingsfilm?
Tyen: Die Saw-Reihe! Ich finde die Filme so waaahnsinnig lustig!
Lycien: Ich schaue gerne Vampir-Filme.
Miakoda: Was weiß ich. Ich hab bei Lycien zum ersten Mal nen Fernseher gehabt.

20) Träume?
Tyen: Kapier ich nicht. Ist jetzt gemeint, ob ich nachts träume, oder ob ich Träume für mein weiteres Leben habe?
Lycien: Was weiß ich.
Tyen: Also nachts träume ich nicht, aber ich schicke anderen ganz gerne Mal feuchte Träume. *kichert* So wie bei Lycien!
Lycien: *wird rot* Sei leise!
Tyen: Und sonst bin ich mit meinem Leben recht zufrieden.
Lycien: Ich schau Miakoda nachts meistens beim Schlafen zu.
Miakoda: Spanner.
Lycien: Und wenn ich mal träume... oft nicht jugendfrei. Ich wünsche mir Konntrolle über den Vampir und natürlich ein glückliches Leben mit Miakoda.
Miakoda: Du bist ein Vampir und daher eigentlich tot.
Lycien: Du kannst manchmal so verdammt unromantisch sein!
Miakoda: Ich wünsche mir für mein Leben... nie mehr Gewalt erleiden zu müssen... Ich will nicht mehr der kleine schwache Junge sein, den alle ausnutzen.
Tyen: Och hör, wie niedlich!


Miakoda: Nein. Ich protestiere.
Tyen: Häh?
Miakoda: Ich finde das total unhöflich! Da beantworte ich diese ganzen Fragen und höre nicht mal ein Wort des Dankes und auch keine freundliche Verabschiedung! Außerdem will ich eine Belohnung!
Lycien: Ohh ja, ne Belohnung will ich auch!
Tyen: Aha?
Lycien: Ich will Sex! Und Schokolade! Und zwar gleichzeitig!
Miakoda: Hatten wir das nicht schon mal?
Lycien: Ich will Sex! Und ein Liebesgeständnis! Und zwar gleichzeitig!
Miakoda: Darauf kannst du lange warten.
Tyen: Korb.
Lycien: Na gut, was bekomme ich denn dann?
Miakoda: Mhmm... Sex. Und Pudding.
Lycien: Gleichzeitig?
Miakoda: Bleibst du ordentlich oder veranstaltest du wieder eine Sauerei?
Lycien: Letzteres.
Miakoda: Hmm. Von mir aus.
Lycien: *schreit freudig auf* Komm mit! Sofort! *zieht Miakoda hastig mit sich*

Tyen: Hey? Ihr geht jetzt...?
Und ich? Darf ich mitmachen?

Wo geh ich jetzt hin?
*sieht die Tür, die Rufus offen gelassen hat*
Huch. Na okay.
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Offline Naudiz

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #68 am: 29. Juli 2011, 11:17:37 »
@Shinya:  :rofl: Deine drei sind ja noch schlimmer als meine!

*Callais sieht Tyen durch die offene Tür verschwinden* Hm, mal schauen, ob ich diesen Rufus finde. Dem werd' ich zeigen, was Saufen bedeutet!

Offline Shin

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #69 am: 29. Juli 2011, 12:05:28 »
Vielen Dank für das Kompliment!   ;D

Rufus und Callais zusammen? Ohje! Und Tyen würde die Beiden wohl auch noch anstacheln! *lach*
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Offline Naudiz

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #70 am: 29. Juli 2011, 12:08:05 »
Trinity of Chaos!  ;D

Ich mach' mal lieber die Tür zu, bevor noch mehr Charaktere entwischen.
Ist euch schon aufgefallen, dass immer nur die nicht ganz jugendfreien Helden abhauen?

Offline Shin

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #71 am: 29. Juli 2011, 12:11:33 »
Mhm, da frage ich mich gerade, wer denn schlimmer ist. Lycien oder Tyen. Uhmm...
Aber ja, mach lieber die Tür zu, bevor Lycien auch noch abhaut (nachdem er mit Mia fertig ist...)!
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Offline Felsenkatze

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #72 am: 29. Juli 2011, 13:16:41 »
Meine Herren, habt ihr aber mal ... interessante Charaktere. Da können meine kaum mithalten. Aber mal sehen.

Charaktere:

Franja Eiriksson - unfreiwillige Magierin und Protagonistin aus meinem Fantasy-Western
Oreyn - Feenfürst (aus den Nachtschatten)
Kaja - eine recht gewöhnliche Teenagerin


1) Wie alt bist du?

Franja: 21. *sieht ein wenig verlegen aus* Ich weiß, es ist eine Schande, dass ich noch nicht verheiratet bin.
Oreyn: Schätzchen, ich kann dir überhaupt nicht sagen, wie alt ich in Menschenjahren bin, aber ich bin auch noch nicht verheiratet. Muss man auch nicht sein. *hebt die Augenbraue* *anzüglich* Wenn du Erfahrungen sammeln willst ...
Franja *wird rot und wendet sich ab*
Kaja: Wie wäre es, wenn du die Frage beantwortest, Alter?
Oreyn: Keine Ahnung, sag ich doch. Irgendwas zwischen 50 und 500 oder so. Das mit der Zeit ist so eine Sache.
Kaja: *murmelt* Alter Sack. Ich bin 15.

2) Wie groß?

Franja: 1,78. *wird schon wieder rot* Meine Eltern waren nun mal groß.
Oreyn: Vielleicht 1,80? Ist das wichtig?
Kaja: 1,65.

3) Hast du irgendwelche schlechten Angewohnheiten?

Franja: *starrt auf den Boden und schweigt*
Oreyn: Ich lüge, betrüge, intrigiere, stehle Kinder und spiele Frauen Liebe vor. *zwinkert verwegen*
Kaja: Echt jetzt?
Oreyn: Schätzchen, ich bin eine Fee, ich darf das.
Kaja: Dann ist es keine schlechte Angewohnheit. *fängt an zu kichern* Ich dachte immer, Feen wären Frauen. Wo hast du denn dein Kleidchen gelassen? *kichert weiter*
Oreyn: *funkelt wütend* Ich geb dir gleich Kleidchen, junge Dame!
Kaja: *zuckt mit den Schultern*
Oreyn: Was ist denn nun mit deinen schlechten Angewohnheiten?
Kaja: Ich ... hm ... streite mit meinem Bruder. Außerdem bin ich neidisch auf Emilia, weil sie mehr Geld hatte, als ich. Und das ist nicht schön, wo sie doch tot ist. Oh, un ich glaube, ich gebe ein bisschen viel an.
Franja: *murmelt* Ich spreche mit mir selbst.
Oreyn: Keine besonders schlechte Angewohnheit.
Franja: ... außerdem ...
Kaja: Ja?
Franja:  ... bringe ich manchmal Leute um, ohne es zu wollen.
Kaja: *rückt entsetzt ein Stück ab und starrt Franja an*
Oreyn: *mustert Franja interessiert* Sehr spannende Angelegenheit.

4) Bist du noch Jungfrau?

Franja: Natürlich.
Kaja: *läuft ein bisschen rot an* Na, wenn's nach mir ginge ... aber, ja, bin ich.
Oreyn: Ja
Franja und Kaja: *starren verblüfft*
Kaja: Glaub ich jetzt nicht.
Oreyn: Bin ich verheiratet, oder was?

5) Bist du verheiratet oder Single?

Franja: Single
Kaja: Weiß ich nicht recht. Also, nicht verheiratet. Aber ich glaube, auch nicht Single. Aber gefragt hat er noch nicht.
Oreyn: *seufzt* Ich bin verlobt.
Franja: Gratuliere.
Oreyn: *zuckt mit den Schultern* Politische Ehe. Nichts zu Gratulieren.

6) Hast du Kinder?

Kaja: Was für eine dämliche Frage. Wir haben doch alle gerade gesagt, dass wir noch nicht ... *wird rot* Außerdem, hallo, ich bin 15!
Oreyn: *verdreht die Augen*
Franja: *schweigt*

7) Was ist dein Lieblingsessen?

Franja: Hm ... Ein schönes, saftiges Steak und dazu frischgebackenes Brot. *seufzt* Ach, ich will mal wieder was Anständiges essen.
Kaja: Pizza. Mit Schinken, Auberginen und Blauschimmelkäse.
Franja: *verzieht das Gesicht*
Kaja: Was? Ist halt so.
Oreyn: Frisches Wildragout mit Pilzen und Wildkräutern. Dazu einen schönen Wein.

8 ) Hast du irgendwelche Geheimnisse?


*allgemeines Schweigen*
Autorin: Na los, hopp, ist ja niemand aus euren jeweiligen Romanen hier!
Oreyn: *zu Franja* Also, wie war das mit dem Menschen umbringen?
Kaja: Fang du erst mal an, du schwule Fee.
Oreyn: Wer ist hier schwul? Pass auf, was du sagst!
Kaja: Ich kenn sonst keine Kerle, die sich freiwillig als Fee bezeichnen würden. *verschränkt die Arme* Also, ich steige in verlassene Gebäude ein und mache Fotos dort. Sonst ... neee ... ich glaube, nicht.
Oreyn: *gelangweilt* Wie öde. Ich ... hm ... ich glaube, ich mag Seonail nicht heiraten. Außerdem stehe ich unter einem Geas.
Kaja: Was'n das? So eine Art Schwert? Wie Damokles?
Oreyn: Ein Schwur.
Kaja: Wie öde ...
Oreyn: Ein magischer Schwur, der mich am Reden hindert.
Kaja: Schön wärs.
Oreyn: *funkelt wütend*
Franja: *versucht leise murmelnd sich durch die Antwort zu mogeln* Ich bin für den Tod meiner Eltern und meines Bruders verantwortlich, sehe Gesichter und glaube, dass ich eine Magierin bin. Oder verrückt.
Oreyn: *grinst* Spannend.
Kaja: *beleidigt* Urban Exploration ist auch spannend.

9) Bist du gerade verliebt?

Kaja: *nickt, wird rot und sieht demonstrativ zur Seite* Aber nur ein bisschen.
Franja: Dafür habe ich nun echt keinen Nerv.
Autorin: Ja, danke auch, du sollst ein Romantasy-Charakter sein. *seufz*
Oreyn: *zuckt mit den Schultern* Jedenfalls nicht in Seonail.
Kaja: Sondern?
Oreyn: *zuckt mit den Schultern* In niemanden. Glaube ich.
Kaja: Glaubst du?
Oreyn: Ich schwöre, das ist alles nur gespielt.
Franja: Toller Schwur, wirklich. *schnaubt*

10) Welche Kunst sagt dir etwas?

Kaja: Oh, das ist einfach: Fotographie. Und Zeichnen. Ich könnte mir stundenlang Bilder ansehen.
Franja: *überlegt* Literatur. Ich lese gerne. Und Musik ist auch schön, aber davon bekommen wir hier im Westen nicht so viel. Nur diese unsäglichen Klaviere ...
Oreyn: *zuckt mit den Schultern* Ach, ich hab schon ziemlich viel versucht. Musik, Malerei, Handwerk, kann mich alles nicht recht fesseln. Ich weiß: Falkenjagd. Und die hohe Kunst der Intrige.
Franja: *zieht missbilligend eine Augenbraue hoch*
Oreyn: Schätzchen, wenn du dich für die Ewigkeit in unserer Welt beschäftigen müsstest, würdest du auch da landen.

11) Welche Augenfarbe hast du?

Kaja: Braun.
Franja: Blaugrau.
Oreyn: Grün.
Kaja: Aber so richtig leuchtend. Voll der Hammer.
Oreyn: Danke.

12) Badest du lieber im Pool oder am Strand?

Kaja: Strand. Aber da sind wir viel zu selten.
Franja: *zögert* Wir baden in der Wanne. Öffentlich gehört sich das nicht. Manchmal, in letzter Zeit bade ich im Fluss, aber das ist ziemlich kalt.
Oreyn: Bin ich ein Kelpie? Ich bade im Fluss, und zu Hause in einer großen Wanne mit viel Schaum und Kräutern und Duft. Wozu ist man denn reich?
Kaja: Snob.

13) Campst du gern oder bleibst du lieber zu Hause?

Kaja: Ich würde gerne mal richtig campen fahren. Stell ich mir cool vor. Aber wir waren noch nie. Wäre sicher auch mal cool, in einem von den verlassenen Gebäuden zu übernachten, aber das ist sicher tierisch gefährlich.
Franja: Definitiv zu Hause. *schüttelt sich* Seit ich mit dieser Expedition unterwegs bin, fühle ich mich ständig dreckig, hungrig und erschöpft. Und niemand weiß, wohin es geht. Und dann dieser Typ ... nein, ich wäre lieber wieder zu Hause.
Oreyn: *neugierig* welcher Typ?
Franja: Aaron. Der sieht mich immer so seltsam an. Ich glaube, der führt was im Schilde.
Kaja: Vielleicht steht er auch nur auf dich.
Franja: Ach nein, sicher nicht.
Oreyn: Um zur Frage zurück zu kommen: Ich schlafe gerne draußen, wenn ich die Möglichkeit habe, jederzeit wieder nach Hause zurück zu kehren. So auf Jagdausflügen oder so.

14) Bist du auf natürliche Art “entstanden” oder geklont?

Kaja: Soll wohl ein Witz sein? Soooo lange gibt's noch gar keine Klone.
Franja & Oreyn: Was sind Klone?
Kaja: Egal. Ihr seid keine.

15) Welche Eiskrem ist deine liebste?

Franja: Schokolade
Kaja: Kirsche, Himbeere und Schokolade.
Oreyn: Hm ... Honig?
Kaja: Das gibt's nicht.
Oreyn: Bei uns schon.
Kaja: Gib doch zu, dass du nicht weißt, was Eiskrem ist!

16) Hast du jemals einen Menschen getötet?

Kaja: Nein! Und ich hab's auch nicht vor.
Franja: War keine Absicht ...
Oreyn: Nein. Aber Feen massig.
Kaja: Psycho.

17) Bist du dick oder dünn?

Franja: Normal. Bisschen habe ich abgenommen in den letzten Wochen.
Oreyn: Trainiert und sehnig.
Kaja: Eher dünn. Kann auch ganz praktisch sein.
Franja: Du bist viel zu dünn. Solltest mehr essen.
Kaja: *zuckt mit den Schultern* Tu ich. Hilft nicht.

18 ) Gibt es irgend etwas Seltsames über dich zu erzählen?

Kaja: Hm ... nein?
Oreyn: Ich sollte eigentlich gar nicht hier sein ...
Franja: Ich hab doch schon alles gesagt ...

19) Lieblingsfilm?

*verständnislose Blicke von Franja und Oreyn*
Kaja: Tomb Raider.

20) Träume?

Oreyn: Meine Welt aus ihrer Starre erlösen. Und endlich diese lästigen Progressiven loswerden. *fuchtelt mit der Hand in der Luft herum*
Franja: Ein stabiles Zuhause haben. Und nicht mehr Magierin sein. Aber ich glaube, das geht nicht. Okay ... dann wenigstens diese verflixte Reise überleben und ein kleines Plätzchen für mich in der Welt finden.
Kaja: Ich würde ja gerne mal in diese Geisterstadt in Amerika. Wo der Boden seit 50 Jahren brennt. Außerdem will ich einen Mörder finden.
Oreyn: *grinst* Irgendeinen? Ich kann dich mal ein paar vorstellen.
Kaja: Psycho.


Äh, okay, vielen Dank. Das ging ja fast zivilisiert ab. Ich lasse euch jetzt wieder in eure Geschichten zurück. :)
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Offline Romy

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #73 am: 30. Juli 2011, 02:41:21 »
Zitat
Tyen: Korb.
:rofl:   :rofl:
Als das gerade bei Frage 5 zum ersten Mal kam, hatte ich sooooo einen Lachanfall. Echt. Ich bin hier fast vom Stuhl gekippt. Zuuuuu herrlich. ;D :rofl:


EDIT:
@ Felsi: Das würde er sicherlich nicht gerne hören, aber Oreyn ist irgendwie voll ... tuffig. :D
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Offline Maja

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #74 am: 31. Juli 2011, 01:12:11 »
Ich habe mich jetzt auch einmal an das Interview gewagt und schicke mein Dreamteam ins Rennen:
Dylan Rumeau aus »Geistersaat«
Trosca Aynion aus der »Gauklerinsel« und
Rufus Molyneux aus dem »Haus der Puppen
Film ab!


1) Wie alt bist du?
Dylan: Wirklich, fällt euch nichts anderes zu fragen ein?
Rufus: Ich wüsste nicht, was euch das angeht.
Trosca: Ich bitte Euch, jetzt haben wir uns zu diesem Gespräch bereiterklärt - und wirklich, ich kann mir schlimmere Fragen vorstellen als diese.
Dylan: Ich bin enttäuscht. Ich hatte mehr Tiefgang erwartet als diese bloße Statistik
Rufus: Es ist jedenfalls nichts, was man einen Gentleman fragt
Trosca: In meinem Fall ist es kein Geheimnis. Ich bin siebenundvierzig.
Dylan: Zum wievielten Mal?
Trosca: Wäre es Euch lieber, ich würde verraten, wie alt Ihr seid? Und seit wenn?
Rufus: Die nächste Frage, bitte.
Dylan: Dem schließe ich mich an.

2) Wie groß?

Dylan: Ich bitte euch… Außer Statistik fällt euch wirklich nichts ein?
Trosca: Wahre Größe lässt sich nicht messen.
Rufus: Ich habe keinen Grund zu lügen. Sechseinhalb Fuß.
Trosca: Oder meint Ihr vielleicht meine -
Dylan: Die nächste Frage, bitte.
Rufus: Dem schließe ich mich an.

3) Hast du irgendwelche schlechten Angewohnheiten?
Dylan: Fragen wir lieber: Habe ich irgendwelche Guten?
Trosca: Das wüsste ich auch gern.
Rufus: Ich habe mich vorschnell für ein Interview angemeldet
Dylan: Danach haben die nicht gefragt
Rufus: Was soll ich sagen? Ich bin passionierter Leichenräuber? Ich bitte euch, das will doch kein Mensch hören
Trosca: Die nächste Frage, bitte.

4) Bist du noch Jungfrau?
Dylan: Wenigstens fragt ihr nicht, ob ich schon mal mit einer Frau geschlafen habe
Trosca: Hättet Ihr ein Problem damit?
Dylan: Das müssen Sie gerade sagen!
Trosca: Ich habe drei Kinder, die mir sehr ähnlich sehen
Rufus: Das ist die übernächste Frage
Trosca: Woher wisst Ihr das?
Rufus: …
Dylan: Die nächste Frage, bitte

5) Bist du verheiratet oder Single?
Trosca: Endlich wieder etwas, das sich eindeutig beantworten läßt. Verwitwet.
Dylan: Verwitwet und Single oder verwitwet und…
Trosca: Ihr seid hier, um Fragen zu beantworten, und nicht, um welche zu stellen.
Rufus: Ich zumindest bin ungebunden. Aber Mr Rumeau, in Ihrem Haus sehe ich immer so einen anderen Mann ein und aus gehen
Dylan: Das ist mein Untermieter
Trosca: Ja, so nenne ich das auch immer.
Dylan: Und wenn es so wäre, ich hätte kein Problem damit
Rufus: Die nächste Frage, bitte.

6) Hast du Kinder?
Rufus: Habe ich es nicht gesagt?
Trosca: Zwei Mädchen, ein Junge. Prachtvolle Kinder. Sie kommen nach mir.
Dylan: So genau will das niemand wissen.
Trosca: Sonst hätten sie nicht gefragt, oder?
Dylan: Aber sonst legen Sie solchen Wert darauf, Ihre Kinder aus dem Spiel zu lassen
Rufus: Was mich betrifft, ich spiele mit dem Gedanken zu adoptieren
Trosca: Mädchen oder Junge?
Rufus: Ich denke an ein Mädchen
Trosca: Die nächste Frage, bitte

7) Was ist dein Lieblingsessen?
Trosca: Austern, aber sie müssen richtig zubereitet sein
Dylan: Das ist schon wieder so typisch!
Trosca: Zumindest mache ich mir die Mühe, die Fragen auch zu beantworten!
Rufus: Ich selbst muss nichts essen. Aber ich freue mich, wenn jemand anderes bereit ist, eine Mahlzeit mit mir einzunehmen.
Dylan: Ist das ein Fetisch?
Rufus: Höchstens ein Fee-tisch. Wer von uns etwas zu Essen annimmt, dient uns danach hundert Jahre und einen Tag. Das nenne ich nützlich.
Trosca: Und das funktioniert? Ich finde es immer sehr schwer, geeignetes Personal zu finden.
Dylan: Die nächste Frage, bitte.

8 ) Hast du irgendwelche Geheimnisse?
Trosca: Selbstverständlich. Sie definieren sich dadurch, dass ich sie nicht verrate. Auch hier nicht.
Dylan: Dem schließe ich mich an.
Rufus: Die nächste Frage, bitte.

9) Bist du gerade verliebt?
Dylan: Nur in mich selbst.
Trosca: Bis gerade hätte ich gesagt nein, aber wenn ich mir Dylan so ansehe…
Dylan: Tun Sie sich keinen Zwang an. Aber warum nicht Rufus?
Trosca: Er ist mir zu blass
Rufus: Was erwarten Sie? Ich habe diesen Körper sorgfältig ausgewählt. Er gefällt mir eigentlich sehr gut.
Dylan: Das ist keine Antwort auf die Frage.
Rufus: Weil ich sie nicht beantworten kann. Was ist lieben? Das können wir nicht.
Dylan: Nächste Frage, bitte.

10) Welche Kunst sagt dir etwas?
Trosca: Ich bin ein großer Anhänger jeder Art von Kunst. Malerei, Literatur…
Dylan: Wissen Sie, ich bin selbst Künstler.
Trosca: Ach ja? Lebenskünstler vielleicht?
Dylan: Nein, Komponist.
Trosca: Bemerkenswert!
Rufus: Wenn Sie mit dem Herumsülzen fertig sind, würden Sie mir dann Bescheid geben?
Trosca: Ich verstehe Ihr Problem mit dieser Frage nicht?
Rufus: Ich finde sie entwürdigend. Beleidigend sogar. Als ob wir keinen Kunstverstand hätten!
Dylan: Das ist die erste Frage, zu der ich wirklich etwas zu sagen habe.
Rufus: Wenn Sie sich dazu herablassen wollen, bitte. Aber verschonen Sie mich.
Dylan: Ich denke, Sie wollen nur davon ablenken, dass Sie wirklich nichts mit Kunst anfangen können.
Trosca: Nächste Frage, bitte.

11) Welche Augenfarbe hast du?
Trosca: Grau
Dylan: Grün
Rufus: …
Dylan: Jetzt sagen Sie nicht, bei der Frage haben Sie auch Probleme?
Rufus: Nein, ich warte nur darauf, dass jemand es schafft, mir in die Augen zu sehen. Das ist nicht so einfach, müssen Sie wissen. Es sind nicht die Augen eines Menschen
Trosca: Wirklich? Darf ich mal sehen?
Rufus: …
Trosca: Nächste Frage!!!

12) Badest du lieber im Pool oder am Strand?

Trosca: Weder noch. Ich bevorzuge Wannenbäder. Schon heiß, und in der richtige Gesellschaft…
Rufus: Ich bade nicht.
Dylan: Urgh…
Rufus: Feen müffeln nicht. Feen riechen immer nach frischen Blumen.
Trosca: Ich bitte Euch. Ihr benutzt den Körper einer Leiche!
Dylan: Nächste Frage, bitte!

13) Campst du gern oder bleibst du lieber zu Hause?

Dylan: Camp, sagt ihr? Meine beiden Mitstreiter hier vielleicht, ich nicht.
Trosca: Was bedeutet Camp? Das Wort ist mir unbekannt
Dylan: Das heißt tuckig.
Rufus: Ich denke nicht, dass ich mich hier weiter beleidigen lassen muss.
Dylan: Das war keine Beleidigung, das war eine Feststellung.
Rufus: Die nächste Frage, bitte.

14) Bist du auf natürliche Art "entstanden" oder geklont?
Rufus: Endlich einmal eine interessante Frage!
Dylan: Das heißt, Sie wollen sie beantworten?
Rufus: Nein, aber ich finde sie interessant.
Trosca; Mich würde auch interessieren, wie Sie entstanden sind?
Rufus: Wir entstehen nicht. Wir sind.
Trosca: Macht Ihr es Euch damit nicht etwas einfach?
Rufus: Nichts an mir ist einfach. Aber so sind wir nun einmal.
Dylan: Ich jedenfalls bin kein Klon.
Trosca: Eine hochinteressante Technik. Ich wünschte, wir wüssten schon mehr darüber.
Rufus: Die nächste Frage, bitte.

15) Welche Eiskrem ist deine liebste?

Rufus: Ich mag alles, was kalt ist.
Dylan: Ich dachte, Sie essen nichts?
Rufus: Ich sagte nicht, dass ich es esse.
Trosca: Das heißt, Ihr…
Dylan: Die nächste Frage, bitte!

16) Hast du jemals einen Menschen getötet?
Trosca: Nein. Das habe ich nicht nötig.
Dylan: Sie haben Handlanger dafür, nicht wahr?
Trosca: Ich sagte doch, gutes Personal ist viel wert.
Dylan: Ich ziehe es auch vor, mir nicht die Hände schmutzig zu machen.
Rufus: Stellen Sie sich nicht an wegen ein paar Menschen?
Dylan: Oho! Wir haben einen Killer unter uns?
Rufus: Denken Sie, was sie mögen.
Trosca: Die nächste Frage, bitte.

17) Bist du dick oder dünn?

Rufus: Feen sind niemals dick.
Dylan: Mir sagt man regelmäßig, dass ich zu dünn bin.
Trosca: Wer sagt das? Euer Untermieter? Ich würde sagen, er hat Recht. Aber Eure Wangenknochen sind delikat
Dylan: Ich gehöre wie Mr. Molyneux hier zur Fraktion der Leute, die nicht essen müssen.
Trosca: Mich finden Sie also zu dick?
Dylan: Das habe ich nicht gesagt.
Rufus: Aber er hätte es sagen können.
Trosca: Wo ich herkomme, zeigt man seinen Wohlstand.
Dylan: Sie werden sehen, was Sie davon haben.
Trosca: Meint Ihr im Bett?
Dylan: Das haben Sie gesagt.
Rufus: Die nächste Frage, bitte!

18 ) Gibt es irgend etwas Seltsames über dich zu erzählen?
Dylan: Es gibt jedenfalls wenig Normales über mich zu erzählen
Trosca: Über mich erzählt man sich nichts seltsames. Meine Geheimnisse geben auf sich acht, und was soll man sonst über mich sagen? Ich bin ein erfolgreicher Geschäftsmann, sonst nichts.
Rufus: Ich arbeite aus dem Hintergrund. Über mich erzählt man sich nichts. Wenn ich will, erinnert sich überhaupt niemand an mich.
Dylan: Wenn das nicht mal seltsam ist!
Rufus: Ich bin eine Fee. Wir haben seltsam erfunden.
Trosca: Bin ich jetzt dran?
Dylan: Sie haben doch schon geantwortet, und ausführlich, was das betrifft.
Trosca: Nein, ich meine, mit ‘Nächste Frage’
Rufus: Ich habe nicht darauf geachtet
Dylan: Also, von mir aus sind Sie dran.
Trosca: Dann die nächste Frage, bitte.

19) Lieblingsfilm?
Dylan: Ich fürchte, da bin ich hier der einzige, der antworten kann
Rufus: So? Für was halten Sie mich?
Dylan: Gibt es zu Ihrer Zeit schon Kino?
Rufus: Sie haben Ihre Hausaufgaben schlecht gemacht, mein Freund.
Trosca: Hat er nicht. Er will nur darüber hinwegtäuschen, dass er schon deutlich länger auf der Welt ist, als er vorgibt. Habe ich Recht?
Dylan: ‘Wenn die Gondeln Trauer tragen’ und ‘Der Tod in Venedig’
Trosca: Das war keine Antwort auf meine Frage.
Dylan: Das weiß ich. Gewöhnen Sie sich an Enttäuschung
Trosca: Oh, das bin ich schon… Das bin ich schon. Aber ich mache das beste daraus.
Rufus: Ich halte jedenfalls nicht viel von Lichtspielen. Nur schwarz und weiß -
Trosca: Freut Euch! Auf meiner Insel gibt es so etwas überhaupt nicht.
Dylan: Wollen wir hier ernsthaft über das Kino diskutieren?
Rufus: Ich kann mir Interessanteres vorstellen.
Trosca: Ich auch.
Alle drei: Nächste Frage!

20) Träume?
Rufus: Ja, bitte.
Dylan: Irre ich mich, oder sehen Sie gerade hungrig aus?
Rufus: Ich sagte, ich nehme keine Nahrung zu mir. Ich sagte nicht, dass ich mich nicht erähren muss
Dylan: Aber von Träumen?
Trosca: Kein Wunder, dass Ihr so dünn seid!
Rufus: Was träumen Sie denn so?
Dylan: Nein, das beantworte ich nicht. Nicht, wenn er hier gleich meine Träume fressen will.
Rufus: Ich bitte Sie. Ich habe Tischmanieren.
Trosca: Meine Träume wollen Sie gar nicht kennen.
Rufus: Vielleicht kenne ich sie schon längst? Unterschätzen Sie mich nicht.
Dylan: Meine behalte ich jedenfalls für mich.
Trosca: Und meine haben sich größtenteils erfüllt
Dylan: So genau will ich das gar nicht wissen.
Rufus: Es kommt aber nichts mehr.
Dylan: Wie meinen Sie das?
Rufus: Das hier ist die letzte Frage. Mit der müssen wir uns jetzt für alle Zeit rumschlagen.
Trosca: Was für ein Glück! Ich bin sterblich!
Rufus: …
Dylan: …
Trosca: Dann diskutiert mal schön!
Rufus: Das macht mir nichts aus. Träume sind ein schönes Thema.
Autorin: Äh… schon gut. Vielen Dank für das Gespräch.
Rufus: Bleiben Sie noch einen Moment. Wir haben auch ein paar Fragen an Sie.
Autorin: *wegrenn*
   Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen
Robert Gernhardt

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