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Autor Thema: Respekt vor Sprachvarietäten  (Gelesen 2810 mal)

Online Nikki

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #30 am: 15. Februar 2020, 21:55:01 »
Zitat
Ohuuh Mann!!  :d'oh:  :no:

Zitat von: Ahneun am Heute um 01:41:05

    Nina, könntest Du nicht ~


Ich hab ->"Nina"<- geschrieben.  :omn:

Alles gut  :knuddel:  ;D

Zitat
Ich hab das aus dem Salzburger Land. Genauer; Filzmoos am Dachstein. Dort fahre ich seit gut 1992 hin. Naa ja, so nach und nach freundet man sich mit den Einheimischen an und da erfuhr ich, das das "Servus" eher nicht so beliebt ist.

Interessant. Ich hätte jetzt gesagt, aufgrund der mangelnden Intimität käme der Gruß nicht gut an, aber scheinbar bist du mit den Leuten dort ja befreundet? Ich selbst benütze den Gruß nicht, aber von meinen Eltern kenne ich ihn und ich kann mir auch gut vorstellen, dass lustige Tweens "Servaaaaaaaas" zu ihren Freund*innen sagen, um sich kollegial zu begrüßen.
Am Land kann dieser Gruß vielleicht noch bis heute vorbelastet sein von den Beziehungen zwischen Bauern und Fürsten? Als eine Reminiszenz der Leibeigenschaft?  :hmmm:

Zitat
Ich bin, wenn ich in Österreich bin, in Kärnten, Tirol, Salzburger Land und in der Steiermark unterwegs. Mit Österreichisch hab ich keine Probleme. In einem Buch Österreichisch zu lesen, ist dann eher etwas anderes und ich komme aus dem Lesefluss.

Was ich sehr schade finde. Mein Gefühl ist eben, österreichische Autor*innen tauschen ihre Standardsprache gegen die Reichweite eines Großverlages ein, wenn sie bei einem unterkommen. Ob eine große Reichweite mit der österreichischen Standardvarietät von Haus aus im Widerspruch steht? Ich glaube es nicht. Es gibt, soweit ich weiß, eben keine namhaften internationalen Beispiele für die österreichische Standardvarietät (die noch leben, Thomas Bernhard hat, glaube ich, in einem sehr schönen Deutsch geschrieben. Ahja Handke und Jelinek leben auch noch, die sollten im Großteil ihrer Werke auch bei der Standardvarietät sein, wenn ich das richtig im Kopf habe). Vielleicht Thomas Brezina? Ich mache das immer an der Vorvergangenheitsbildung fest: Benützt der ist statt haben bei den entsprechenden Verben? Kennen den eigentlich andere als Österreicher*innen?  ;D Ich habe das Gefühl, wenn die "Österreichisch" schreiben willst, dann entweder vollepulle siehe Haas oder man sollte es ganz lassen und sich dem Bundesdeutschen unterordnen. Wie gesagt, das ist mein Empfinden und meine Wahrnehmung, wenn jemand andere Beobachtungen gemacht hat, bin ich sehr dankbar dafür.

Zitat
Strafzettel in Österreich?  :hmmm: Ich weiß gerade nicht was man anderes dazu sagt.

Kennst du das Wort? Benützt du das selbst oder hat das den Österreichisch-Stempel?

Zitat
Interessant finde ich auch "Broiler", - in Österreich eher als "Brathändl" bekannt.

Okay, Broiler habe ich noch nie gehört. Brathendl ist hier tatsächlich gängig. Brathuhn ist die nivellierte Variante?

Zitat
Sich darüber auszutauschen, darum geht es doch in diesem Thread. 

Dass wir darüber reden und voneinander lernen können, ist wichtig und toll.  :) Aber solange es nicht das eine richtige Deutsch gibt, wird es kein Buch geben, das nicht irgendjemanden aufgrund seiner sprachlichen "Eigenheiten" irritiert. Eigentlich ist das auch kein Problem, es geht eher darum, wie irritierte Leser*innen mit ihrer Irritation umgehen. Wenn diese sofort zumachen und dem*r Autor*in Inkompetenz unterstellen, kämpft/schreibt man schon auf verlorenem Posten. Ich denke, die Wenigsten reagieren positiv auf sprachliche Irritationen, sondern genau so: irritiert. Es ist interessant. Wir schreiben Fantasy, das eine Genre, von dem man meinen sollte, es kenne keine Grenzen, doch das ändert nichts an Sprachbarrieren, die die Illusion der Sprache als in Stein gemeißeltes von Gott gewolltes Konstrukt untermauern.  :hmmm:

Zitat
Halb Drei, ist und bleibt halb Drei.

Na da bin ich beruhigt. Habe schon befürchtet, halb 3 wäre auch ein österreichisches Ding.  :rofl: Viertel zwei bzw. viertel nach eins liefert tatsächlich im ganzen deutschsprachigen Bereich Zündstoff. In Österreich scheint es ein Ost-West-Gefälle zu geben, im Osten ist die viertel zwei Variante weiter verbreitet als im Westen. In der Schweiz habe ich regelmäßig damit Verwirrung gestiftet  :snicker:

Es gab mal so einen schönen Link (von einer Zeitung?), die abgefragt hat, wie man gewisse Dinge bezeichnet und konnte anhand der Antworten genau verorten, aus welcher deutschsprachigen Region man stammt.

Was mich auch interessiert: Wie schaut es eigentlich mit dem Deutsch in Liechtenstein aus? :hmmm:

Offline Ahneun

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #31 am: 16. Februar 2020, 17:24:54 »
Ich würde hier sehr gern @Yamuri einladen und mal ihre Meinung zum Thema lesen. Yamuri  :knuddel: Was meinst Du?
 

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Offline DoroMara

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #32 am: 17. Februar 2020, 19:39:21 »
Ich kann mich @Sonnenblumenfee nur anschliessen.
Spielt die Geschichte in der Schweiz, färbe ich mit Helvetismen und geniesse das auch. Spielt der Text nicht in der Schweiz, schreibe ich Hochdeutsch und meine Lektorin macht mich dann auf die zig Ausdrücke aufmerksam, bei denen ich gar nicht merkte, dass sie aus der Schweiz sind, wobei nicht alles, was für eine Lektorin seltsam klingt, auch ein Helvetismus ist.

@Nikki : Ich finde, wir können die Sprachenvielfalt geniessen und in unsere Texte einbauen, wie wir es hören. Es ist mir zwar noch nie eingefallen, im Weltraum Helvetismen zu gebrauchen, da ich die Leser*innen nicht irritieren möchte. Aber ... was nicht ist, kann ja noch werden.

Online Nikki

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #33 am: 18. Februar 2020, 05:12:40 »
Spielt der Text nicht in der Schweiz, schreibe ich Hochdeutsch und meine Lektorin macht mich dann auf die zig Ausdrücke aufmerksam, bei denen ich gar nicht merkte, dass sie aus der Schweiz sind, wobei nicht alles, was für eine Lektorin seltsam klingt, auch ein Helvetismus ist.

Setzt du hier Hochdeutsch mit Bundesdeutsch gleich? Wie gesagt, ich finde, man kann auch Hochdeutsch schreiben, ohne sich dem Bundesdeutschen anzunähern. Indizien für österreichisches Hochdeutsch zB. ist die Perfekt- / Plusquamperfektbildung von sitzen, stehen, liegen etc. Es sind dann meistens die Vokabeln, die kennzeichnen, ob ein Text in dialektale Gefilde abrutscht oder dem / einem Standarddeutsch treu bleibt.

Das Schweizerische kennt kein Riechen, oder?  :) Schmecken wird im selben Kontext wie Riechen verwendet, wenn ich das richtig im Kopf habe. Würdest du in deinen "hochdeutschen" Texten darauf Rücksicht nehmen?

Zitat
@Nikki : Ich finde, wir können die Sprachenvielfalt geniessen und in unsere Texte einbauen, wie wir es hören. Es ist mir zwar noch nie eingefallen, im Weltraum Helvetismen zu gebrauchen, da ich die Leser*innen nicht irritieren möchte. Aber ... was nicht ist, kann ja noch werden.

Ich stehe am Anfang meines schriftstellerischen Schaffens  ;D und bin noch (und werde es wohl immer sein) am Experimentieren. Irgendwo halte ich es als Österreicherin, die in Österreich aufgewachsen ist und lebt, für meine Verantwortung, das österreichische Hochdeutsch als meine Basis anzusehen, auf der ich aufbaue, anstatt von Anfang an mit dem Bundesdeutschen zu liebäugeln. Das machen genug andere (und das besser). Ich bin mir bewusst, dass ich damit eine größere Irritation bei Leser*innen in Kauf nehme, als würde ich mich der (Bundesdeutsch schreibenden) Mehrheit anschließen.

Bei meinem aktuellen Projekt ist die Entscheidung eigentlich ziemlich leicht, da der Anfangsschauplatz Wien ist und der Großteil aus menschlichen Protagonist*innen gebürtige Wiener*innen/Österreicher*innen besteht. Die Mehrheit eurer Antworten hat mich in dieser Hinsicht bestärkt.  :vibes:

Hier mein idealistischer Ansatz: Ich will weder für den österreichischen noch den deutschen oder den Schweizer Buchmarkt schreiben, sondern für den deutschsprachigen. Deutsch ist eine Sprache mit zahlreichen Facetten, dazu gehört auch die österreichische Standardvarietät. Ich empfinde mich als eine Repräsentantin dieser Ausprägung (wobei selbst diese Ausprägung weitere Ausprägungen hat, wie man am Beispiel von "tapezieren" unter den österreichischen Wortmeldungen gesehen hat), mit all den Vor- und Nachteilen.

Offline Yamuri

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #34 am: 18. Februar 2020, 07:30:35 »
@Ahneun: Meine Meinung betrachte ich nicht unbedingt als repräsentativ oder besonders. Sie ist nur eine von vielen und immer im Kontext meiner persönlichen Beobachtungen und sich im stetigen Wandel befindlichen Erfahrungswelt zu betrachten. Ich nehme Meinung und auch Sprache nicht als etwas Statisches wahr, sondern etwas, das sich durch neue Erfahrungen und Erkenntnisse verändert. Sprache entwickelt sich, verwandelt sich. Begriffe die vor 20 Jahren noch keine negative Bedeutung hatten, können heute plötzlich negativ besetzt sein und umgekehrt. Manche Begriffe, die wir heute verwenden, kannten die Menschen vor 50 Jahren noch nicht, andere Ausdrücke gelten heute als veraltet. Der Sprachgebrauch von Menschen auf dem Land ist vermutlich anders, als der Sprachgebrauch der Menschen in der Stadt. Auch der Beruf eines Menschen beeinflusst Sprache. Archäologen unter sich, reden ganz anders als Banker oder Polizeibeamte unter sich. Manche Begriffe können in einem anderen Kontext etwas anderes bedeuten.

Ich differenziere daher und mein eigener Sprachgebrauch ist eher eine Mischung aus Hochdeutsch, manchmal auch bayerische Ausdrücke, und dann wiederum österreichisch. Das hat dazu geführt, dass Deutsche oft meinen, man höre, dass ich nicht Deutsch sei, und Österreicher*innen sagen mir, ich würde doch eher deutsch sprechen. Ich orte mich irgendwo dazwischen. Hinzu kommt, dass ich die Hochsprache, egal ob die deutsche oder österreichische Hochsprache, einfach gerne mag. Ich verwende ab und an Umgangssprache, aber selten bis gar nicht Dialekt, so meine Wahrnehmung. In meinen Sprachmischmasch fließt außerdem Wissenschaftssprache mit hinein. Wobei Wissenschaftssprache auch weiter differenziert werden kann. Daher klingen vermutlich manche Textstellen in meinen Romanen etwas distanziert, weil ich, wie mir beim Überarbeiten aufgefallen ist, teilweise wissenschaftliche Begriffe zum Verbinden von Sätzen nutze. Diese Wörter hören sich dann eher erklärend an und im wissenschaftlichen Kontext werden sie auch durchaus so verwendet, um eine Begründung einzuleiten. Zumindest mache ich das so. So viel zu meinen allgemeinen Gedanken.

Ich denke das Genre bedingt auch die Sprache. Im Fließtext würde ich mich bemühen Hochsprache zu schreiben und ich bin mir bewusst, dass bei mir keine sprachlichen Grenzen vorhanden sind, ich selbst betriebsblind bin zu erkennen, wann ich österreichische Hochsprache und wann ich deutsche Hochsprache verwende. Ich denke daher meine Texte werden deshalb immer eine Mischung beinhalten, sofern mich niemand darauf aufmerksam macht. Vielleicht ist das aber gar nicht so schlimm. Ich finde Nikkis Anmerkung sehr gut, dass sie die österreichische Sprachvarietät repräsentieren möchte. Ich mag als Deutsch-Österreicherin Mix, aufgewachsen in Bayern, zu einer Minderheit gehören, aber warum sollte ich nicht meine eigene Sprachvarietät repräsentieren? Wir sprechen in anderen bereichen von Diversität und Vielfalt. Weshalb sollten unsere Büber nicht Vielfalt repräsentieren dürfen, in all ihren Facetten? Wichtig ist doch, dass die Leser*innen den Text verstehen. Und dank Betaleser*innen und Lektor*innen sollte es weitgehend möglich sein Begriffe zu eliminieren, die all zu speziell sind und nicht im wörtliche Rede Kontext verwendet werden. Bei der wörtlichen Rede finde ich Sprachvarietät eigentlich wichtig, glaube aber, dass ich noch nicht gut darin bin, sie im Text abzubilden. Aber das wird durch viel Schreiben sicher noch besser werden. Manchmal merkt man bei mir auch, dass ich sehr lange nur englisch geschrieben habe.

Und was "Servus" anbelangt. Ich mag das Wort nicht, mochte es noch nie. Ich weiß manche Leute verwenden es, sowohl in Bayern, als auch in Österreich. Ich bevorzuge es, wenn es nicht verwendet wird, weil sich mir die Nackenhaare dabei aufstellen. Ich weiß nicht warum, vielleicht weil ich so viel Latein noch beherrsche, dass ich die ursprüngliche Wortbedeutung kenne und ich das Wort daher einfach nicht mag. Es hat für mich eine eher negative Bedeutung.


“Every human being relies on and is bounded by his knowledge and experience to live. This is what we call “reality”. However, knowledge and experience are ambiguous, thus reality can become illusion. Is it not possible to think that, all human beings are living in their assumptions?” ― Masashi Kishimoto, Naruto, Vol. 42: The Secret of the Mangekyo

Offline Ahneun

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #35 am: 18. Februar 2020, 19:36:58 »
@Yamuri ich dank Dir für die durchaus sehr ausführliche Antwort. Da ich Dich auch persönlich kenne weiß ich sehr gut was Du meinst. Neu ist mir allerdings Deine Meinung zu "Servus" Ich werde es bei den kommenden Zusammentreffen beherzigen.   :knuddel:
@Nikki schrieb hier von der österreichischen Form, sie schrieb; "Servaaaaaaaas".

Ehrlich gesagt ist mir schlichtweg Schnuppe wie man sich im jeweiligen Gastland begrüßt. Ich werde den dort gebräuchlichen Tagesgruß verwenden, sobald ich ihn kenne. Das kann ein "Moin" sein, aber auch ein "Moin Moin", wenn ich es mitbekomme dann eben auch ein -> "Servaaaaaaaas", oder auch ein "Griß di God".
Beim Schreiben umgehe ich die entsprechenden Grußformen. Meistens ist es ein; "Ja Hallo, grüß Dich"

Was mir aber noch zu diesem Thread und zu den Aussagen von Nikki eingefallen ist, Nikki, nimm Dir doch mal eine österreichische Zeitung und sieh dort nach, welcher Sprachgebrauch dort seine Anwendung findet. Ich glaube, da bist Du auf der sicheren Seite. Ich kenne durch meine Urlaube nur die "Krone" oder die "Salzburger Nachrichten".

Ich habe mich auch ein klein Wenig gewundert, was mit "Bundesdeutsch" und, oder "Hochdeutsch" gemeint ist. Es ist sicher das Gleiche.  :omn:
Sag, was ist "österreichisches Hochdeutsch"?
 

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #36 am: 18. Februar 2020, 20:35:42 »
@Ahneun mit dem österreichischen Hochdeutsch dürfte ein dialektfreies Deutsch entsprechend der österreichischen Regeln gemeint sein. Und mit Bundesdeutsch vermutlich das deutsche Hochdeutsch.
Analog vermutlich zu britischem, amerikanischem oder australischem Englisch, die ja auch z.T. unterschiedliche Regeln und Begriffe haben.

Online Nikki

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #37 am: 18. Februar 2020, 20:46:26 »
Zitat
Was mir aber noch zu diesem Thread und zu den Aussagen von Nikki eingefallen ist, Nikki, nimm Dir doch mal eine österreichische Zeitung und sieh dort nach, welcher Sprachgebrauch dort seine Anwendung findet. Ich glaube, da bist Du auf der sicheren Seite. Ich kenne durch meine Urlaube nur die "Krone" oder die "Salzburger Nachrichten".

Uff, danke für den Vorschlag, aber wie eine Zeitung will ich ganz sicher nicht schreiben.  ;D Mal davon abgesehen, dass da ein ganz anderer Fachjargon verwendet wird, sind (Tages-)Zeitungen sogar ziemlich umgangssprachlich angehaucht, um Nähe zur Leser*innenschaft zu suggerieren. Sprachwandel lässt sich darin auch sehr gut verfolgen. Je nach Medium wird man bei abenteuerlichen Anglizismen und progressiven Genderversuchen fündig.

Zitat
Ich habe mich auch ein klein Wenig gewundert, was mit "Bundesdeutsch" und, oder "Hochdeutsch" gemeint ist. Es ist sicher das Gleiche.  :omn:
Sag, was ist "österreichisches Hochdeutsch"?

Bundesdeutsch ist das Hochdeutsch in Deutschland, aber nicht das Hochdeutsch per se, denn das gibt es nicht. Eine Hochsprache ist eine standardisierte Form einer Sprache in einem Gebiet, sprich, die Standardsprache innerhalb Landesgrenzen - so zumindest in der Idealform. Personen, die an Landesgrenzen leben, in mehreren deutschsprachigen Ländern arbeiten oder aufgewachsen sind, werden da wohl andere Erfahrungen gemacht haben. Darum gibt es eine deutsche, österreichische und Schweizer Hochsprache. Die Illusion, Bundesdeutsch wäre das eine richtige Deutsch, rührt (meiner Meinung) daher, dass Deutschlands Bewohner*innen denen Österreichs und der Schweiz zahlenmäßig überlegen sind und selbst österreichische Autor*innen dem Bundesdeutschen den Vorzug gegenüber ihrer ursprünglichen Standardsprache geben. Außerdem gibt es viel mehr deutsche Medien, die international rezipiert werden, als österreichische oder Schweizer Medien, sodass auch auf diese Weise das Bundesdeutsche präsenter ist. Die Synchronisation von Filmen ist in der Regel auch von deutschen Personen vorgenommen, sodass auch hier das Bundesdeutsche Einzug hält. Auch Übersetzungen sind mEn in Bundesdeutsch verfasst.

Zitat
Wichtig ist doch, dass die Leser*innen den Text verstehen. Und dank Betaleser*innen und Lektor*innen sollte es weitgehend möglich sein Begriffe zu eliminieren, die all zu speziell sind und nicht im wörtliche Rede Kontext verwendet werden.

Hm. Ich verstehe diesen Gedanken und kenne ihn von mir selbst auch sehr gut, andererseits trägt das zu einer Nivellierung der sprachlichen Unterschiede bei. Manche Wörter sind sogar so speziell und treffend, dass es keine Synonyme für sie gibt. Ich denke, wenn sich die Bedeutung aus dem Kontext erschließen lässt, sollte man zweimal drüber nachdenken, ob man den Begriff wirklich durch einen gängigeren austauschen will. Ich fand die ersten Beiträge hier sehr Augen öffnend, die sich darauf beziehen, dass die Leser*innen so auch neue Wörter und Erfahrungswelten kennenlernen.

Offline DoroMara

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #38 am: 18. Februar 2020, 22:25:42 »
Zitat
Setzt du hier Hochdeutsch mit Bundesdeutsch gleich? Wie gesagt, ich finde, man kann auch Hochdeutsch schreiben, ohne sich dem Bundesdeutschen anzunähern. Indizien für österreichisches Hochdeutsch zB. ist die Perfekt- / Plusquamperfektbildung von sitzen, stehen, liegen etc. Es sind dann meistens die Vokabeln, die kennzeichnen, ob ein Text in dialektale Gefilde abrutscht oder dem / einem Standarddeutsch treu bleibt.

Hochdeutsch ist für Schweizer*innen das, was sie in der Schule lernen, um sich in Deutschland / Österreich verständlich auszudrücken. Dabei kann man Varianten nutzen die "Bundesdeutscher" klingen als andere. Darüber schreibe ich jetzt keine Abhandlung, bringe nur als Bsp.: Trottoir und Bürgersteig / Gehsteig. Das erste Wort würde ich nur in Texten schreiben, die in der Schweiz spielen.

Zitat
Das Schweizerische kennt kein Riechen, oder?  :) Schmecken wird im selben Kontext wie Riechen verwendet, wenn ich das richtig im Kopf habe. Würdest du in deinen "hochdeutschen" Texten darauf Rücksicht nehmen?

Wow, das stimmt. Schmecken als Riechen ist Dialekt. Deswegen benütze ich das nicht in dieser Form.

Und allgemein: Ich habe schon Bücher von Österreichischen Schriftstellern gelesen (Wolf Haas und Co.), die durch ihre Satzstellung und auch Wortwahl einen eigenen Klang hatten und ich mochte die Texte sehr.

Online Nikki

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #39 am: 18. Februar 2020, 22:36:12 »
Zitat
Hochdeutsch ist für Schweizer*innen das, was sie in der Schule lernen, um sich in Deutschland / Österreich verständlich auszudrücken. Dabei kann man Varianten nutzen die "Bundesdeutscher" klingen als andere. Darüber schreibe ich jetzt keine Abhandlung, bringe nur als Bsp.: Trottoir und Bürgersteig / Gehsteig. Das erste Wort würde ich nur in Texten schreiben, die in der Schweiz spielen.

Trottoir würde ich sogar verstehen und als "gehoben" verbuchen.  ;D Papyrus markiert mir "Gehsteig" als österreichisch. Gefühlsmäßig würde ich sowohl Bürgersteig, als auch Gehsteig verwenden, wobei Gehsteig sich "richtiger" anfühlt. (Anm.: Ich finde alle 3 Varianten nicht sonderlich toll, da Bürgersteig klassistisch angehaucht ist und die anderen beiden die Betonung auf gehen legen, wobei ich mir z.B. in Verbindung mit Figuren in einem Rollstuhl komisch vorkomme).

Zitat
Und allgemein: Ich habe schon Bücher von Österreichischen Schriftstellern gelesen (Wolf Haas und Co.), die durch ihre Satzstellung und auch Wortwahl einen eigenen Klang hatten und ich mochte die Texte sehr.

Haas ist kein Paradebeispiel für das Österreichische Hochdeutsch.  ;D Er schreibt extrem dialektal und scheinbar stellenweise sogar grammatikalisch falsch (ich kenne nur die Filme, eine Freundin, Deutschlehrerin hat ein Buch von ihm gelesen - das erste und letzte wie sie sagt  ;D. Glavinic würde mir jetzt einfallen, der sich eines relativ "neutralen" Deutsches bedient. Thomas Brezina womöglich auch.

Offline Ahneun

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #40 am: 19. Februar 2020, 00:15:54 »
Hier mein idealistischer Ansatz: Ich will weder für den österreichischen noch den deutschen oder den Schweizer Buchmarkt schreiben, sondern für den deutschsprachigen. Deutsch ist eine Sprache mit zahlreichen Facetten, dazu gehört auch die österreichische Standardvarietät.

Na ja, durch diese Aussage bin ich auf die Idee gekommen, Dir die österreichische Zeitung vorzuschlagen. Sicher, Du wirst Dein Projekt/Roman nicht im Zeitungsstil schreiben. Aber wenn es dem "deutschsprachigen Schreibstil" dienlich ist, dann kann man schon mal einen Blick in die Zeitungen werfen.
Da Du ja bereits in Wien mit Deiner Geschichte beginnst, ist der weitere Verlauf der Dialoge und die Erzählung der Story sicher nur ein kleineres Problem.

LG
 

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Offline Amber

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #41 am: 19. Februar 2020, 09:43:08 »
Hochdeutsch ist für Schweizer*innen das, was sie in der Schule lernen, um sich in Deutschland / Österreich verständlich auszudrücken. Dabei kann man Varianten nutzen die "Bundesdeutscher" klingen als andere. Darüber schreibe ich jetzt keine Abhandlung, bringe nur als Bsp.: Trottoir und Bürgersteig / Gehsteig. Das erste Wort würde ich nur in Texten schreiben, die in der Schweiz spielen.

"Trottoir" wird auch im pfälzischen Dialekt verwendet. Und "Gehsteig" markiert der Duden auch als Süddeutsch.

Grammatikalische Konstruktionen wie "ich bin gesessen" werden ebenfalls nicht nur im Österreichischen, sondern auch im Süddeutschen verwendet. Die Sprache macht vor Landesgrenzen nicht halt ;)

Offline Judith

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #42 am: 19. Februar 2020, 10:34:14 »
Haas ist kein Paradebeispiel für das Österreichische Hochdeutsch.  ;D Er schreibt extrem dialektal und scheinbar stellenweise sogar grammatikalisch falsch
Das mit der Grammatik stimmt, allerdings als Stilmittel (er arbeitet viel mit unvollständigen Sätzen) und nur bei seinen Brenner-Krimis. Bei seinen anderen Büchern schreibt Haas teilweise sehr anders.

Online Nikki

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #43 am: 19. Februar 2020, 14:33:02 »
Zitat
Grammatikalische Konstruktionen wie "ich bin gesessen" werden ebenfalls nicht nur im Österreichischen, sondern auch im Süddeutschen verwendet. Die Sprache macht vor Landesgrenzen nicht halt

Ich weiß, dass es sehr viele Ähnlichkeiten zwischen dem Süddeutschen und Österreichischem Deutsch gibt.  :) Wird die Perfektbildung mit "ist" in der Schule in Süddeutschland gelernt oder handelt es sich überwiegend um mündliche Anwendung?

Gibt es (hier) süddeutsche Autor*innen, die der süddeutschen Variante (z.B. bei der Perfektbildung) dem Vorzug gegenüber dem Bundesdeutschen in ihren Texten geben? Da ich das Gefühl habe, dass sich nicht einmal noch österreichische Autor*innen trauen, der Standardvariante, mit der sie von klein auf vertraut sind, treu zu bleiben, kann ich mir gar nicht vorstellen, wie das für Personen aus süddeutschen Regionen ist, die emotional dem Bundesdeutschen verbundener sind als österreichische Sprecher*innen.

Zitat
Das mit der Grammatik stimmt, allerdings als Stilmittel (er arbeitet viel mit unvollständigen Sätzen) und nur bei seinen Brenner-Krimis. Bei seinen anderen Büchern schreibt Haas teilweise sehr anders.

Gut zu wissen. :) Aber ist das (deutschen) Leser*innen auch klar, dass das Haas' Stil ist und der nicht stellvertretend für Österreichisches Deutsch gilt? Ich habe das Gefühl, dass das Österreichische international den Ruf genießt eine Dialektform des Bundesdeutschen zu sein. Ich gebe zu, ich habe Vorbehalte, wenn ich das Österreichische oder Bundesdeutsche schreibe, weil es, wie gesagt, das eine (Hoch-)Deutsch, weder innerhalb von Landesgrenzen noch überregional, nicht gibt. Ich schreibe hier einfachheitshalber von der österreichischen Standardvarietät, um diskursmäßig anzureißen, welche Überlegungen sich mir stellen. In Österreich gibt es bspw. ein Ost-West-Gefälle, sodass Personen aus Vorarlberg mit Personen aus der Ostschweiz verständlicher kommunizieren können als bspw. mit Leuten aus Wien. Der Begriff Standardvarietät will die ausgeprägtesten Formen einer Sprache zusammenfassen, tut das aber v.a. unter politischen Vorzeichen, sodass, wie bereits angemerkt, eine Landesgrenze maximal ein Indikator für die Trennung zweier Varietäten darstellen kann.

Zitat
Na ja, durch diese Aussage bin ich auf die Idee gekommen, Dir die österreichische Zeitung vorzuschlagen. Sicher, Du wirst Dein Projekt/Roman nicht im Zeitungsstil schreiben. Aber wenn es dem "deutschsprachigen Schreibstil" dienlich ist, dann kann man schon mal einen Blick in die Zeitungen werfen.

Ich halte ein überregionales Deutsch für eine Illusion. Die Analyse von Zeitungen wird das bestätigen, anhand von spezifischen Blättern lassen sich mMn sehr gut die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Varietäten verfolgen. Für mich stellt die Bildung der Vorvergangenheit eines der wesentlichsten Merkmale dar. Sucht mal in Zeitungsartikel nach dem Partizip "gesessen" (ausgenommen in Verbindung mit einer Haftstrafe) und schaut, welche Zeitung welches Hilfsverb verwendet. Spaßeshalber habe ich das flüchtig mit den Salzburger Nachrichten gemacht. Der erste Suchtreffer wendet "haben" an, die nachfolgenden Artikel allesamt "sein". Man muss hier natürlich auch den persönlichen Hintergrund des*r Journalist*in berücksichtigen, aber rechnet man die Ergebnisse hoch, erhält man zumindest einen groben Überblick darüber, wo besagte Zeitung im deutschsprachigen Raum anzusiedeln ist.
Zeitungen sind meiner Meinung nach außerdem wesentlich dialektaler geprägt als Werke der Belletristik. Das liegt daran, dass Zeitungen in der Regel einen weniger weitreichenden Wirkungsraum als Bücher haben und sich auf regional überschaubares (Tages-)Geschehen konzentrieren, während Belletristik so viele Leute wie möglich erreichen möchte und dem Schein einer omnipräsenten Hochsprache frönt.
Deutsch ist hierbei ja keine Ausnahme. Wie jemand anderer schon angemerkt hat, besteht eine ähnliche "Problematik" im Englischen, wobei da die vorherrschenden Länder der Anwender*innen der Sprache so weit auseinanderliegen, dass es leichter fällt, zu verstehen, dass es unterschiedliche Ausprägungen einer Sprache gibt und all diese Ausprägungen gleichermaßen ihre Berechtigung haben. Aber auch in anderen Sprachen, ja sogar im Japanischen, das, obwohl es überwiegend in einem Inselstaat gesprochen wird, unterschiedliche Ausprägungen hat. Jede Person, die eine Fremdsprache lernt, lernt eine Idealform, die es in freier Wildbahn so nicht gibt. Es handelt sich hierbei um ein Konstrukt, das die gängigsten, weitverbreitestenden Ausprägungen auf einen gemeinsamen Nenner bringt, andere, die in der Minderheit sind, aber unter den Tisch fallen lässt.

Sorry, dass ich ins Schwafeln komme, aber ich finde, das ist ein höchstinteressantes Thema und wie @Yamuri angemerkt hat, sollte der Respekt vor Vielfalt und Diversität vor vermeintlichen sprachlichen Unterschieden nicht haltmachen. Es zählt nicht nur, was wir erzählen, sondern auch wie wir es erzählen.  :)

Offline Alana

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Re: Respekt vor Sprachvarietäten
« Antwort #44 am: 19. Februar 2020, 15:42:35 »
Ich denke, dass man der Sache am einfachsten näher kommt, wenn man sich auf einer der Grundprinzipien (jedenfalls für mich ;D) des Schreibens zurückbesinnt: Man kann alles machen, solange man sich der Wirkung bewusst ist.

Wenn ich eine Berliner Figur habe und die sagt "Semmel", dann finde ich das entweder falsch und schlecht recherchiert, oder ich erwarte eine Erklärung dafür. Wenn in einem Fantasyroman ohne realkulturelle Verortung die Textsprache Schweizerisch ist, finde ich das hingegen durchaus spannend, solange es die Wirkung des Textes unterstreicht. Ich selbst hätte die Befürchtung, dass die Verwendung von sehr bayerischen Begriffen meinen Text ins Lächerliche zieht. Wenn in Star Trek z.B. einer "Du Bazi" sagt, na ja, dann lacht man und denkt an Bulli, weil es eben satirisch wirkt.

Für mich war bisher immer klar: wenn mein Buch oder meine Figuren keinen Regionalbezug haben, verwende ich deutsche Hochsprache. Aber eigentlich ist sowas Quatsch, vor allem für mich, denn für mich steht die Wirkung immer an oberster Stelle. Wirkung kommt für mich sogar vor Grammatik, was meine Lektoren manchmal in den Wahnsinn treibt.  ;D

Also wenn die verwendete Sprache dem Roman die vom Autor gewünschte Wirkung verpasst, dann ist das für mich perfekt, und dann ist auch egal, ob es Dialekt oder sonstwas ist.

»Ich weiß, das kommt jetzt überraschend, aber der Tintenzirkel ist gar kein Ego-Shooter.«
- Malinche

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