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Autor Thema: Manuskript fertig: Kapitel zu lang!  (Gelesen 576 mal)

Offline Felix Fabulus

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Re: Manuskript fertig: Kapitel zu lang!
« Antwort #15 am: 06. Juni 2020, 13:38:11 »
Vielleicht sind die Betaleser*innen auch zu sehr in ihrem Job aufgegangen. Wie schon oben erwähnt, fehlende Spannung hat niemand kritisiert, ausser im ersten Kapitel. Die Mehrheit von ihnen hat zumindest behauptet, das Buch sei danach schwer aus der Hand zu legen gewesen. Das macht mir zumindest Hoffnung, nicht alles verkehrt gemacht zu haben ;-)

Fast alle Kapitel enden mit offenen Fragen oder einem Cliffhanger, das funktioniert meiner Ansicht nach trotz der Länge.

Ich glaube ich lasse es mal so, wie es ist und kümmere mich darum, wenn das im Lektorat zur Sprache kommt. Ihr habt mir ja jetzt diverse B-Pläne in die Hand gedrückt. Herzlichen Dank!
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Offline Mindi

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Re: Manuskript fertig: Kapitel zu lang!
« Antwort #16 am: 06. Juni 2020, 15:04:20 »
Ich höre auch nur selten auf zu lesen, wenn ein Kapitel zu Ende ist, sondern viel eher, wenn eine Szene zu Ende ist.
Gerade wenn es schon spät ist und ich ein Buch nur schwer aus der Hand legen kann, höre ich lieber mitten im Kapitel aus, als bis zum nächsten hochspannendem Kapitelende zu kommen. Mache ich beim Serien schauen auch so. 10 Minuten vor Ende einer Folge ist immer leichter zum Aufhören als am Ende einer Folge  ;D

Das auch nur noch als kurz Leser-Einschätzung. Vielleicht sind die Kapitel etwas zu lang und das schreckt einige Leser ab, aber es wird immer Gründe geben, warum ein Buch nichts für jeden Leser ist. Manche mögen keine zu kurzen Kapitel, manche die Ich-Perspektive nicht. Die Geschmäcker sind so verschieden und sofern dein Buch (außer Kapitel 1  ;) ) keine Längen hat, würde ich es vermutlich auch erstmal so lassen. Mann kann ja auch an den *** aufhören zu lesen.

Offline Barra

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Re: Manuskript fertig: Kapitel zu lang!
« Antwort #17 am: 04. Juli 2020, 20:36:12 »
Alana
Zitat
Ich verstehe das Kapitelende nicht als mögliche Atempause, sondern als Spannungswerkzeug und gerade am Kapitelende bemühe ich mich, alles dafür zu tun, dass die Leser weiterlesen müssen, deswegen verstehe ich zwar Leser, die sich das so wünschen, aber als Autor darf man diesem Wunsch sowieso nicht nachgeben.

Das finde ich tatsächlich total schade. Ich bin eine jener Leserinnen, die ein Kapitelende als "Pause" empfinden und die das was sie bis dahin gelesen haben, gerne sacken lassen möchten. Besonders wenn - wie in dem hier vorgestellen Projekt - jedes Kapitel mit einr "Geschichte in einer Geschichte" anfängt, finde ich Pageturner-Mentalität absolut Fehl am Platz.
Rennen, hasten, in einem Rutsch, egal was ich da gelesen habe, nur weiter, Feinheiten, Details: wen interessiert's: gib' mir Spannung. Formatierung? Wozu? *Ich schlage die Hände über dem Kopf zusammen. Deutlicher als mit der Kapiteltrennung kann ich doch die Pause gar nicht machen. Ein gutes Buch zeichnet sich nicht durch unendliche Spannung aus. Vor allem dann nicht, wenn ich dann irgendwo mitten in einem Kapitel gezwungenermaßen entschleunigt werde und mich an unpassenden Stellen ertappe einen Absatz überspringen zu wollen, weil jetzt wo ich endlich im Lesefluß bin, es nicht voran geht.
Ich stimme allerdings zu, dass man als AutorIn das so machen sollte, wie man sich das erst einmal wünscht und vorstellt und dann mit dem Lektorat drüber bügelt.

Wollt ich jetzt einfach mal aus der anderen Seite einwerfen.
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