• Willkommen im Forum „Tintenzirkel - das Fantasyautor:innenforum“.
 

Neueste Beiträge

#1
Tintenzirkel / Re: Lyrik und Musik in Roman e...
Letzter Beitrag von Barra - Heute um 10:33:49
Schöne Fragen.
Ich erinnere mich an "Feuerstimmen", einen Fantasyroman über Bard*innen. Der in Coopertion mit der Band "van Canto" Lieder aufgenommen hat. Sprich: Album und Roman waren eng verwoben und bezogen sich inhaltlich stark aufeinander. Mir hat das ausnehmend gut gefallen und ich wünschte es würde noch viel mehr davon (auch in dem Muskstil) geben. :d'oh:
Bin aber auch so Eine, die Lieder in Kinderfilmen (nicht nur Disney) liebt und sie meist nicht als Lückenfüller wahrnimmt.
Das zum Pro.

Jetzt zum Contra.
Ich kann Seitenlange Lyrik/ Songtexte in Romanen gar nicht leiden. Ausnahme und Widerspruch siehe oben: Wenn es explizt dazugehört und eng verwoben ist mit der Handlung in der Geschichte. (Songtexte, die nicht durchs Alter gemeinfrei sind, dürfen ja eh nicht einfach komplett abgedruckt werden.)
Mit eng meine ich in dem Fall wirklich: Es geht um Singer/Songwriter/Bards/intergalaktischer "GrandPrix": Dann ja, bitte gern ("K-Pop Demon Hunters" anyone?). Geht es um Military SF/Heldengruppe/Solo-PoV im Highschooldrama in der es nicht mal "en Trömmelsche" gibt: Bitte auf keinen Fall "zur Auflockerung" irgendwo reinklatschen. (Und ich red jetzt nicht davon, dass mal erwähnt wird: Figur XY hört am liebsten Trash-Metal und lässt mal irgendwo in der wörtlichen Rede ein Liedzeile fallen oder bezieht sich auf etwas, was grad in den Charts ist oder so. Ich red von "Hier ein 4 Seitiges Gedicht", was Prota grad verfasst hat als Hausaufgabe für den Englischunterricht in der 12. Klasse, aber was das ganze Buch über keine Rolle mehr spielen wird. Das darf nur ein Buch mit einer Prämisse wie der Film: "Zehn Dinge, die ich an dir hasse!")

Bei Ersterem weiß ich ja, dass das auf mich zukommt und möchte es jetzt gezielt auch haben und erwarte es dann auch. Ein Buch über einen Gemeindechor in Hintertupfigen in dem ein Mord passiert, wäre merkwürdig, wenn nicht einmal gesungen würde. :o
Bei Zweiterem will und brauch ich es einfach nicht und überspringe es. Wie viele in disneyesken Filmen: "Oh no, die singen jetzt doch nicht?! Spul bitte vor." :rofl:
Was ich überspringe (ich schaff also nicht mal 4 Zeilen):
lange Zitate von irgendwem am Kapitelanfang.
Gedichte in allen Formen, die optisch sogar fein abgesetzt sind.
Zauberformeln in Pseudo Latein/Griechisch.
Songtexte, die entweder das Kapitel einleiten oder unterbrochen sind und wirklich jede Zeile zitiert und vom PoV kommentiert wird.
Gedichtete Vorhersagen und Legenden.

Also statt in kursiv oder sogar andere Schriftart, zentriert und im Block voll formatiert einen auf:
Uh, hier kommt DIE Legende und sie lautet wortwörtlich so:
3 Seiten später...
(Das ist übrigens dann ein "Tell" von Show, don't Tell  ;) )
Mag ich es wirklich lieber, wenn mir gezeigt wird was die Zeilen bei den Zuhörenden auslösen, je nachdem ob wir im PoV der Person sind, die gerade die Legende erzählt oder in einem der Zuhörenden. Ich möchte DABEI sein, und das Erzählen/Vorsingen im Buch miterleben und nicht einfach einen "lyrischen Text" formatiert dargeboten bekommen. Zeig mir das Gedicht/Lied, wie es erzählt wird und was es bewirkt, aber zeig mir nicht das Gedicht/Lied.  ;)


Aber nur weil ich es meistens nicht mag (ich mag ja auch keine Ich-Perspektive), bedeutet das ja nicht, dass nicht einige davon hervorragend sind! :rofl: Also, wenn es passt, empfehle ich Autor*innen immer: rein damit, wenn es extra dafür gedichtet wurde sowieso. Aber die Menge macht den Kick. Sparsam damit umgehen. Lieber nur eins benutzen und immer mal aufgreifen, aber dafür dieses en point bringen, statt wie im Beispiel oben ein ganzes Album überlegen und Zeit und Energie in etwas stecken, was dann Gefahr läuft überflogen zu werden.

Bei mir spielt Musik eine sehr große Rolle. Ich leg mir fast jedes Jahr eine "Jahresplaylist" an und oft auch für Projekte (oft überschneidet sich das) dazu kommen noch Soundtrackwichteln und "Impression"-Songs, wenn ich Filme schaue, die thematisch zu meinen Projekten passen. Und wenn ich dann Monate/Jahre später dieses Projekt überarbeite und die Musik aus dem Jahr dazu anmache, hab ich direkt "das richtige Feeling" wieder. Und bei einigen Songs weiß ich dann auch sofort wieder: DAS ist Figur XY. Das geht aber Lesende nichts an. Ich kenne viele Bücher, die eine "diese Songs habe ich beim Schreiben gehört" Liste hinzufügen. Das ist Fanservice und nice und ich find es auch sympathisch.

#2
Das Willkommensboard / Re: Lasko: Von Nordlichtern, G...
Letzter Beitrag von Grummel - Heute um 07:17:42
Zitat von: Lasko am 28. August 2025, 13:32:04Danke @Grummel und @Ary !
Bei mir ist es Raum Hamburg, ursprünglich aber Flensburg. Und Meer ist immer gut! Ich fühle mich außerdem sehr verbunden mit Skandinavien und hoffe, irgendwann mal eine vollständig runde Mitternachtssonne zu sehen - am besten in Spitzbergen.
Wo finde ich Informationen zum Stammtisch in Hamburg?
Stammtisch Hamburg, schreibst du @Kuddel hier im Forum an. Die ist die grosse Organisatorin.

#3
Tintenzirkel / Re: Lyrik und Musik in Roman e...
Letzter Beitrag von Lasko - Heute um 00:04:00
@Soly Das klingt für mich alles sehr vertraut. Es gibt bei mir allerdings eine Einschränkung beim Musikhören während des Schreibens: Die Lieder dürfen meistens keinen Text haben oder zumindest keinen, den ich kenne. Sonst bin ich direkt abgelenkt.

@selkie Du beschreibst meinen eigenen Zwiespalt ganz gut. Lieder können bereichern, aber wenn sie nix zur Story beitragen, müssen sie hinterfragt werden.

Zitat von: selkie am 28. August 2025, 20:20:42Ehrlich gesagt, ich glaube, wenn ich ein Buch mit CD hätte, würde ich mir diese wahrscheinlich nicht anhören. Aber ich fand als Kind auch die (viel zu langen) Lieder in Disney-Filmen immer furchtbar, weil ich viel lieber wissen wollte, wie die Handlung weitergeht. Ich habe einfach nicht so den Zugang zu Musik, und die Musik, die ich höre, höre ich vor allem wegen der Lyrics.

CDs verkaufen sich allgemein nur noch sehr schlecht, da die Abspielgeräte ziemlich rar werden. Wenn, dann müsste das Angebot vermutlich über eine Streamingplattform laufen. Was (zumindest aktuell) ziemlich unattraktiv für (kleinere) Künstler ist. Aber ich versteh deinen Punkt. Es gibt bei Disney wahnsinnig viele Lückenfüll-Lieder. Eines, was ich allerdings wahnsinnig gut finde ist "Surface Pressure" aus dem Film "Encanto". Es gibt einen tiefen Einblick in die Persönlichkeit und den inneren Konflikt der Person.

@KaPunkt Du hast vollkommen Recht damit, dass die Art und Weise zu Schreiben und die Informationsdichte in Liedern versus Romanen komplett konträr ist. Bei Liedern braucht es am besten einen Satz, der einerseits alle Informationen enthält, die man vermitteln will und gleichzeitig offen genug ist, dass jede hörende Person sich selbst darin wiederfinden kann. Ein Roman hätte sich dann kurzfristig selbst erledigt.

Zitat von: KaPunkt am 28. August 2025, 21:41:12Daraus folgt: Ich habe noch sehr selten einen Roman gelesen, der durch in voller Länge abgedruckter Liedtexte an Qualität oder Lesespaß gewonnen hätte.

Ja, das kann ich verstehen. Ich hab schon viele Beispiele gelesen und es gibt welche, die mich abgeholt und andere, die mich ratlos zurückgelassen haben. Teilweise ging auch schon die elementare Message in den Übersetzungen verloren. Tendenziell unterscheiden sich da für mich aber auch sowas wie Poetry-Slam Texte und Lieder massiv. Gerade, wenn ein Refrain z.B. wiederholt wird, ist es in Schriftform ohne den musikalischen Hintergrund oft zu viel des Guten. Slam-Texte neigen dazu, die Geschwindigkeit des Geschehens anzutreiben, Lieder fahren oft eher runter (so meine Erfahrung).

Zitat von: KaPunkt am 28. August 2025, 21:41:12Dafür muss man aber nicht Strophenweise zitieren. Ich mag es, wenn zum Beispiel Fetzen des Refrains in wörtlicher Rede gezeigt werden und ansonsten beschrieben wird, wie die Musik klingt, worum es im Text geht, und was sie mit den Leuten macht.

Das ist ein schönes Detail fürs Worldbuilding!
Bei mir wird es halt so sein, dass die "Beschwörungen", die es bei mir sind/sein werden, Wort für Wort einen Zweck im Geschehen haben. Das wird kein allgemeines "Regenlied" oder was anderes rituelles, sondern steht eher auf einer Stufe mit einem Dialog, mit akuten Reaktionen eines Gegenübers. Deshalb auch die Stückelung in Parts, damit Zeit für die wortbezogenen Reaktionen bleibt.
Sollte ich tatsächlich auch Lieder daraus machen, werden sie nicht exakt dem Wortlaut entsprechen, wie die Beschwörung, da sich dann das Genre wieder zu sehr unterscheidet. Wiedererkennungswert wäre natürlich da, aber Rhythmus und Formulierungen würden sich vermutlich unterscheiden.
#4
Tintenzirkel / Re: Nach dem Nano geht es weit...
Letzter Beitrag von Fianna - Gestern um 22:58:52
Nanoscribo machen wir  :rofl:
#5
Tintenzirkel / Re: Nach dem Nano geht es weit...
Letzter Beitrag von Marta - Gestern um 21:18:56
Über den Namen könnten wir ja demnächst abstimmen ... oder wir verschieben es und nennen den Nano einfach weiter Nano, egal, wofür das steht.  ;D Ich liebe den Namen nämlich und wie wir als Fantasyautor*innen alle wissen haben Namen Macht. "Nano" steht für mich für gemeinsames Schreiben, Spaß, Motivation und alles Gute. deshalb würde ich ihn ungern ändern (beuge mich aber natürlich der Mehrheit). Ich fange schon an zu lächeln, wenn ich nur "Nano" denke.

Und ich freu mich auf den November mit euch! Da ich als Rebellin meinen Roman vom letzten Jahr weiter schreibe, habe ich nicht viel für den Thread vorzubereiten. Dafür umso mehr nachzulesen, weil ich keine Ahnung mehr habe, was meine Flitzpiepen zuletzt angestellt haben. Kann sein, dass ich ein paar tausend Wörter wegwerfe. (Noch wahrscheinlicher ist, dass ich "Egaaal, gut genug" sage und einfach alles lasse, wie es war)
#6
Ich habe einen sehr simplen Brother-Laserdrucker (nur schwarz-weiß, ohne Scanner etc.), der mir seit 2013 treue Dienste leistet und auch schon in einer 15m²-Wohnung benutzt wurde. Hinterher musste ich halt gut lüften und kurz vor die Tür, aber es war jetzt grundsätzlich machbar.

Der druckt pro Druckauftrag hier bei uns meist zwei Zettel - eine Theaterkarte für mich, eine für den Lieblingsmenschen. Größere Druckaufträge sind selten.
#7
Tintenzirkel / Re: Nach dem Nano geht es weit...
Letzter Beitrag von Golden - Gestern um 18:17:19
Mal wieder einen Nano (oder wie er dann heißen mag) wäre tatsächlich mal wieder eine Herausforderung... :hmmm:
#8
Tintenzirkel / Re: Nach dem Nano geht es weit...
Letzter Beitrag von Barra - Gestern um 17:24:02
Danke für die Vorwarnung, dann fang ich mal an meine Ideen in "Thread-Erstell: Barra schreibt:"-Form zu klöppeln. :jau:
Ich hab so Vorfreude auf euch und den Wahnsinn in 2 Monaten.
#9
Tintenzirkel / Re: Nach dem Nano geht es weit...
Letzter Beitrag von Sunflower - Gestern um 09:56:27
Ich benutze Trackbear auch schon seit letztem Jahr und hatte auch erst den Gedanken, dass man das bestimmt irgendwie für unsere Statistik nehmen könnte. Es ist übrigens auch wirklich einfach zu bedienen, finde ich.

Freu mich schon  :vibes:
#10
Tintenzirkel / Re: Nach dem Nano geht es weit...
Letzter Beitrag von Eluin - Gestern um 08:12:02
Da habe ich ja ganz schön was verpasst. Ich bin gerade erst darauf aufmerksam geworden, dass alles down ist.

Beim Namen bim ich bei @Avery etwas mit "Narren" oder so würde mich nicht ansprechen. Ich bin da auch bei @Romy nur aus Nostalgie bei einem Namen zu bleiben finde ich wenig sinnvoll. Lieber etwas neues wie den Vielschreibmonat oder noch anderes.

Zum Tracking meiner Wörter bin ich vor einiger Zeit übrigens auf Trackbear gestoßen. Bislang funktioniert es gut für mich und da es eine API gibt werden wir da vermutlich auch nochmal mit eigener Software aufsetzen (an so eine Seite können wir eigentlich auch das alte NaNo-Tool anbinden  :hmmm: müssten wir aber früh genug wissen)