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Fantasy-Welt inspiriert von Mythen aus verschiedenen Kulturkreisen - Aneignung?

Begonnen von CptMatzbart, Gestern um 22:17:50

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CptMatzbart

Liebe Tintenzirkel-Gemeinde,

ich habe eine Frage bzgl. der Übernahme von Elementen aus Kulturkreisen, denen man sich nicht zugehörig fühlt (keine Angst, das wird kein Rant).
 
2025 ist mein Urban-Fantasy-Zweiteiler "Sturmtänzer" erschienen, dessen Fantasy-Elemente sich teils aus Mythen und Sagen aus dem Alpenraum speisen. Innerhalb des Universums gibt es sieben Welten, die alle unterschiedliche Aspekte menschlicher Erfahrung repräsentieren (so gibt es neben der Menschenwelt in unserem Universum z.B. eine "Natur-Welt", eine "Bewusstseins-Welt", eine "Kunst-Welt" und so weiter). Die Handlung spielt hauptsächlich in der Menschenwelt mit kurzen Ausflügen in die Schatten- und Bewusstseinswelt.

Der Roman ist nicht direkt als Jugendroman konzipiert, aber da vor allem jüngere Leser:innen nach einer Fortsetzung gefragt haben, spiele ich mit dem Gedanken, eine merhteilige Spin-Off-Reihe zu erschaffen, in der die Sturmtänzer je eine der Welten besuchen und dort verschiedene Abenteuer erleben. Spannend fände ich es auch, wenn diese Welten weitere Konzepte und Mythen verbinden, die nicht nur aus dem Alpenraum stammen.

So könnte das Worldbuilding der Bewusstseinswelt z.B. mit Elementen aus der japanischen Mythologie und Konzepten aus der Psychologie gestaltet werden, oder die Wissenschafts-Welt mit Elementen aus der arabischen Mythologie. Das würde dann mit meiner eigenen Welt (Sturmtänzer & Co) vermengt werden. Menschen und andere Lebewesen werden nicht ethnisch in eine bestimmte Welt gedrängt, da geht es sehr vielfältig zu. Am Ende des Buches würde ich, wie auch in den erschienenen Bänden, ein Glossar anfügen, in dem interessierte Leser:innen mehr über die mythologischen Hintergründe und Konzepte erklärt wird.

Ich bin kein Freund von einem statischen Kulturbild und finde es persönlich sehr spannend, wenn Ideen aus verschiedenen Kulturen ineinandergreifen und man sogar Gemeinsamkeiten entdecken kann. Aber da solche Debatten in den letzten Jahren immer hitziger geführt worden sind, wollte ich einmal in die Runde nach euren Gedanken dazu fragen. Gibt es Fettnäpfchen, die vermieden werden sollen? Ist ein Disclaimer vorne im Buch sinnvoll? Mache ich mir zu viele Gedanken?       

Danke schon mal und frohes Schreiben :)

   
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