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Autor Thema: Magie  (Gelesen 7756 mal)

Warlock

  • Gast
Magie
« am: 09. Februar 2008, 12:10:31 »
Mich wundert es, dass dieses Thema bisher von keinem so genau angesprochen wurde und dabei beschäftigt es fast jeden Fantasieautoren. Somit würde ich gerne so eine Art Diskussionsrunde einberufen.

Zu eurem Roman
1) Was haltet ihr von Magie, ist sie in einen Fantasieroman zwingend notwenig? Welche Bedeutung hat Magie für euch?
2) Unterscheidet ihr zwischen schwarzer, weißer und Chaosmagie oder ist das eurer Meinung nach nur schwarz-weiß Malerei? Sind bei euch die schwarzen Magier „böse“ oder verfolgen sie nur eine „dunkle Absicht“ (aus ihren Augen betrachtet)?
3) Wie äußert sich Magie in euren Werken? Worauf beruht sie?

Zum realen Leben
1) Glaubt ihr an Magie?
2) Was haltet ihr von „David Copperfiel“ und „Uri Geller“, sind sie Betrüger oder echte Mentalisten?
3) Nehmen wir mal an, dass echte Magie (keine Suggestion) existiert. Welche(r) Seite/Richtung würdet ihr euch anschließen und warum?

Um euch nicht zu beeinflussen, werde ich mich erstmal zurückhalten, bevor ich meine Meinung in den Topf werfe. Bin mal gespannt, wie viele sich (noch) als „Anhänger der dunklen Seite“ outen…  :snicker:

Dinlanthir

  • Gast
Re: Magie
« Antwort #1 am: 09. Februar 2008, 13:15:16 »
1) Ich meine schon, das Magie in einem Fantasieroman vorkommen sollte, da Fantasie ja Dinge beschreibt die es so eigentlich nicht geben kann und da ist Magie als Hilfe zur Erklärung verschiedener Dinge wunderbar geeignet.
2)  in meinem Roman ist dieser Kontrast, zwischen weißer und schwarzer Magie, sehr stark ausgeprägt. Aber im allgemeinen gibt es niemanden der richtig böse ist, sondern wie du schon sagtest Warlock verfolgen die meisten eher dunkle Absichten.
3) Magie besitzt in meinen Welten jeder. Nur kann sie nicht jeder benutzen. Es gibt so eine Art Magiesicht, durch welche man Magie sehen kann, und dann kann man auch sehen wer Magie benutzen kann, denn der Körper ist so etwas wie eine Barriere, wenn Magie sich inerhalb dieser Barriere befindet kann man sie nicht verwenden, doch wenn die Magiemenge größer wird, also wenn sie wächst und aus dem Körper hervorbricht, dann kann man sie auch verwenden.

3) Wenn Magie so aufgebaut wäre wie in den "Wächter"-Romanen, dann würde ich mich eher der dunklen Seite anschließen, da man da weitaus freier ist und in seinen Handlungen nicht so eingeschränkt.

Dorte

  • Gast
Re: Magie
« Antwort #2 am: 09. Februar 2008, 13:38:23 »
Zu eurem Roman
1) Was haltet ihr von Magie, ist sie in einen Fantasieroman zwingend notwenig? Welche Bedeutung hat Magie für euch?[/u]
Ich habe einen Roman komplett ohne Magie und einen, in dem Magie eine zentrale Bedeutung hat. Das hängt halt von der Geschichte ab. Kein Fantasyroman braucht Magie, dafür gibt es genug veröffentlichte Beispiele (spontan fällt mir die Temeraire-Serie ein - Drachen sind definitiv Fantasy, aber sie kommen hier ohne Magie aus).
Zitat
2) Unterscheidet ihr zwischen schwarzer, weißer und Chaosmagie oder ist das eurer Meinung nach nur schwarz-weiß Malerei? Sind bei euch die schwarzen Magier „böse“ oder verfolgen sie nur eine „dunkle Absicht“ (aus ihren Augen betrachtet)?
Ich habe keine Weiß- oder Schwarzmagier. Bei mir gibt's eher den Unterschied der natürlichen (Klangschmiede) und der gelernten Magier (Hexer), wobei letztere meist einen nicht so guten Ruf haben ;) Es gibt keine Magierorden und keine moralische Bewertung von Magie.
Zitat
3) Wie äußert sich Magie in euren Werken? Worauf beruht sie?
Ich habe da für meine Welt eine ziemlich komplexe Magietheorie entwickelt, basierend auf meinem Weltaufbau mit toter Leiche, Kuschelwesen etc. Das führt jetzt zu weit ;D (Wer's trotzdem wissen will: Link zur Homepage)

Zitat
Zum realen Leben
1) Glaubt ihr an Magie?
2) Was haltet ihr von „David Copperfiel“ und „Uri Geller“, sind sie Betrüger oder echte Mentalisten?
3) Nehmen wir mal an, dass echte Magie (keine Suggestion) existiert. Welche(r) Seite/Richtung würdet ihr euch anschließen und warum?
1. Nein
2. Was sind Mentalisten? Betrüger sind sie jedenfalls nicht, sie versprechen Unterhaltung und bieten die auch. In meinen Augen sind sie schlicht Künstler/Artisten.
3. Wer sagt denn, dass Magie Seiten hätte, wenn sie existierte?

Offline caity

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Re: Magie
« Antwort #3 am: 09. Februar 2008, 13:44:06 »
Hallo,

Dann will ich mal.
Zu meinem Roman(projekt)/meinen Projekten:
1. Prinzipiell kommt es darauf an, was du unter "Magie" verstehst. Natürlich gehört etwas "Übersinnliches" in eine Fantasygeschichte, sonst wäre es keine Fantasy, sondern vielleicht "nur" etwas Historisches, Actionroman, Thriller, o.ä. Aber ab wann ist dabei Magie? Ich habe viele Geschichten, die ich als Fantasy bezeichnen würde, in denen kein einziges Mal gezaubert wird, doch es treten "magische" Wesen auf, Wesen, die bestimmte Fähigkeiten haben. Ist beim Benutzen dieser Fähigkeiten schon von "Magie" zu sprechen, wenn sie meinen Kreaturen doch eigen sind? Je nachdem würde ich nämlich sagen, braucht eine Fantasygeschichte Magie oder eben nicht. Was sie meiner Meinung nach nicht zwingend braucht, ist einen Magier. Eine Fantasygeschichte funktioniert auch ohne.
Und zur Bedeutung: Magie erlaubt mir, mich über die Gesetze unserer Welt hinwegzusetzen und Dinge zu entwickeln, die so nicht möglich wären.

2. Bei mir gibt es weder schwarze, noch weiße Magie. Es gibt auch keine Schwarmagier. Es gibt Charaktere mit Magie, die einen anderen Weg verfolgen als mein Protagonist, aber deshalb sind sie keine Schwarzmagier. Im Allgemeinen halte ich das wirklich für Schwarz-Weiß-Malerei und habe in all meinen Geschichten bisher nie über etwas dergleichen gesprochen. (Fanfictions einmal ausgenommen, aber das zählt hier ja wohl nicht)

3. Magie ist eine Kraft, die früher auch auf der Erde existiert hat. Als die Fabelwesen sich von den Menschen trennten und eine Paralellwelt erschufen, wurde sie komplett von dort verbannt und in die neue Welt übertransferiert. Genau genommen muss man sagen, sie *ist* die Welt. Zumindest ist sie in jeder Materie, in jedem kleinsten Teilchen Luft enthalten. Ob man sie nutzen kann oder nicht, liegt daran, wie viel Magie sich vor der Geburt, also während des Embryonenstatuses, im Körper ansetzt. Gewisse Fabelwesen nehmen zum Beispiel mehr auf als andere. Einhörner haben im Durchschnitt ein höheres Magiepotenzial als Adler. (Kein Wunder, dass sie sich als die erwählte Rasse ihrer Göttin betrachten XD) Aber es kann natürlich trotzdem vorkommen, dass ein spezieller Adler mehr Magie hat als ein spezielles Einhorn. Wenn man die Magie nutzt, also aus seinem Körper entlässt, sinkt das Potenzial vorerst. Es regeneriert sich allerdings wieder, je nachdem, wie viel Magie man verbraucht hat, mehr oder weniger schnell. Aber das Anfangspotenzial, das man sich als Embryo geschaffen hat, kann nie überwunden werden.
Zur Verdeutlichung kann man sich das wie zwei Wasserbottiche vorstellen, die durch ein Kabel verbunden sind. Der eine ist nahezu unendlich gefüllt, der andere hat eine bestimmte Höhe und da ist Schluss. Wenn jetzt ein bisschen Wasser aus dem Bottich mit Ende rausgeschossen wird (übrigens würde das in den Unendlichkeitsbottich überlaufen), öffnet sich zwischen den beiden eine Schleuse und der Unendlichkeitsbottich füllt den Bottich mit Ende wieder auf. Ist der Unterschied zur Grenze groß, geht es entsprechend schneller. Ist es klein, fließt die Magie langsamer.
Man kann die Magie aber im Normalfall auch nicht beliebig nutzen und formen. Se hat gewisse Grenzen und die Auszutesten liegt bei einem jedem selbst.
So viel mal zu meiner Magikologie.  ;)


Zum realen Leben:
1. Jein. Da muss man meiner Meinung nach differenzieren. Ich glaube an übersinnliche Kräfte und Mächte, die unser Leben beeinflussen (genau genommen bin ich als Christ davon überzeugt, dass es Gott sein muss, aber ich halte es mal allgemeiner). Aber ich glaube nicht, dass wir sie wirklich für uns nutzen können. Wenn doch, dann nur, weil sie es uns gestattet und das tun sie sicherlich nur in beschränkter Form. Meiner Meinung nach sind solche Menschen dann diesen Kräften Untertan, nicht anders herum, was zu deiner nächsten Frage führt:

2. Ich kann mir schon vorstellen, dass sie in gewisser Weise mentale Fähigkeiten haben, zumal ich bei mir selbst auch schon solche Dinge "beobachtet" habe. Irgendwie müssen Gedankenströme ja auch um uns herum fließen. Ich glaube nicht, dass sie nur in unserem Kopf stattfinden und selbst wenn, dort müssen sie ja auch irgendwelche Formen annehmen. Aber man kann ihnen ebenso wenig eine wirkliche Form geben, wie der Seele. Das ist alles ein großes Mysterium und ich bezweifle, dass irgendjemand das zu seinen Lebzeiten lösen wird.
Aber das bedeutet nicht, dass ich glaube, dass jeder Mensch, der vorgibt, welche zu haben, auch wirklich solche hat. Es gibt garantiert eine große Menge an Schwindlern, die so etwas nur vorgibt.

3. Uh, das finde ich so jetzt extrem schwer zu beantworten, da ich ja bei mir nicht einmal gut/böse habe und es mir sowieso fast nicht vorstellen kann, dass so etwas WIRKLICH existiert, also mache ich es so wie Dinlanthir und gehe von der "Wächter"-Trilogie aus. Da wäre ich wohl eher bei den "Guten". Ich hab einfach ein zu großes Gewissen, dass mich bei manchen Freiheiten der "Bösen" extrem hindern würde. Deshalb könnte ich gar nicht zu denen kommen.

Bye
caity
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Offline Nina

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Re: Magie
« Antwort #4 am: 09. Februar 2008, 13:59:36 »
Zum Roman
Zu 1.
Magie ist ein sehr weitläufiger Bereich und es kommt ganz darauf an, was man konkret unter Magie versteht. Für mich muss nicht irgendjemand Magie benutzen (z.B. Zauberer, etc.), um vorhanden zu sein. Für mich reichen magisch unerklärliche Geschehnisse schon aus, wie z.B. bestimmte Feiertage an denen etwas magisches passiert (Walpurgisnacht, Sommersonnenwende, etc.)

Zu 2.
Eine so große Rolle spielen Magier, bzw. Zauberer bei mir nicht, aber im allgemeinen halte ich die schwarz-weiß Malerei für langweilig.

Zu 3.
Meine ganze Welt ist magisch. Es gibt viel Magie, aber wenige die magische Fähigkeiten haben.

Zum realen Leben
Zu 1.
Ich denke schon, dass es auf die eine oder andere Art Magie gibt.

Zu 2.
Betrüger würde ich keinen nennen, denn sie liefern eine Show ab, wie auch Schauspieler. Sie sind ja auch keine Betrüger, weil sie in Wahrheit nicht der Held auf der Bühne sind, denn sie spielen. Vielleicht gibt es wirklich welche, die „echte“ Mentalisten sind, aber ich denke, die meisten arbeiten mit Tricks.

Zu 3.
Gar keiner, weil mir das zu sehr schwarz-weiß Malerei ist. Diese ganze Gruppensache fand ich schon in der Schule furchtbar und das wäre im Grunde nichts anderes. Jede Gruppe hat seine guten und schlechten Seiten, nur wäre ich dafür einfach nicht bereit irgendetwas aufzugeben, nur wie es der Seite von Magie nicht entspricht.

Offline Coppelia

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Re: Magie
« Antwort #5 am: 09. Februar 2008, 14:23:16 »
Zitat
Zu eurem Roman
1) Was haltet ihr von Magie, ist sie in einen Fantasieroman zwingend notwenig? Welche Bedeutung hat Magie für euch?
Ich halte sie nicht für notwendig, aber ich nutze sie gern. Sie muss zum Setting und zu den Figuren passen.
Zitat
2) Unterscheidet ihr zwischen schwarzer, weißer und Chaosmagie oder ist das eurer Meinung nach nur schwarz-weiß Malerei? Sind bei euch die schwarzen Magier „böse“ oder verfolgen sie nur eine „dunkle Absicht“ (aus ihren Augen betrachtet)?
In meinen früheren Romanen wurde häufig zwischen verschiedenen Magiearten unterschieden, wobei einige auch als schwarze Magie galten. Aber irgendwie bin ich davon abgekommen. Ich habe eh immer mit den Schwarzmagiern sympathisiert. ;) Schwarzweißmalerei ist es für mich nicht, wenn man berücksichtigt, dass Menschen ein Bedürfnis nach Einteilung haben und es damit wahrscheinlich ist, dass Magie nach Kategorien eingeteilt wird. Menschen haben auch ein Bedürfnis zu werten. Man selbst muss sich natürlich klar machen, dass man nicht der ultimative Maßstab ist, vielleicht müssen Geschichtenfiguren das auch.
Zitat
3) Wie äußert sich Magie in euren Werken? Worauf beruht sie?
Zehn Romane - zehn Magiekonzepte. ;)

Zitat
Zum realen Leben
1) Glaubt ihr an Magie?
Nein.
Zitat
2) Was haltet ihr von „David Copperfiel“ und „Uri Geller“, sind sie Betrüger oder echte Mentalisten?
Hm, ich bin noch gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass jemand diese Leute für "richtige" Magier halten könnte. Ich halte sie für so "magisch" wie Butterdosen.  ;D
Zitat
3) Nehmen wir mal an, dass echte Magie (keine Suggestion) existiert. Welche(r) Seite/Richtung würdet ihr euch anschließen und warum?
Ich wäre gern Heilungsmagierin. :) Ich würde mich freuen, Menschen helfen zu können.
  

Lord Bane

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Re: Magie
« Antwort #6 am: 09. Februar 2008, 15:01:36 »
1) Was haltet ihr von Magie, ist sie in einen Fantasieroman zwingend notwenig? Welche Bedeutung hat Magie für euch?
In meinem jetzigen Manuskript gibt es keine Magie. Sie ist ein Stilmittel der Fantasy, das man verwenden kann oder auch nicht, das hängt von der jeweiligen Geschichte ab.
Ich selbst habe keine große Lust generische Fantasy zu schreiben, auch wenn ich solche Art von Geschichten manchmal gerne lese.

1) Glaubt ihr an Magie?
Nein
2) Was haltet ihr von „David Copperfiel“ und „Uri Geller“, sind sie Betrüger oder echte Mentalisten?
Sie sind vor allem Schausteller.
3) Nehmen wir mal an, dass echte Magie (keine Suggestion) existiert. Welche(r) Seite/Richtung würdet ihr euch anschließen und warum?

Dunkle Seite der Macht ist cool. Mal so richtig Angst und Schrecken verbreiten. Habe ich schon erwähnt, dass ich Fan von Ian McDarmid und Christopher Lee bin?  :darth:


Beate

  • Gast
Re: Magie
« Antwort #7 am: 09. Februar 2008, 15:31:29 »
Zitat
1) Was haltet ihr von Magie, ist sie in einen Fantasieroman zwingend notwenig? Welche Bedeutung hat Magie für euch?

Ich finde nicht, dass Magie in einem Fantasy-Roman zwingend notwendig ist. Fantasy bedeutet ja grundsätzlich mal nur, dass es nicht real ist. Aber es gibt auch noch viele andere Aspekte von irreal, die nichts mit Magie zu tun haben.
Magie hat je nach Roman eine Bedeutung für mich. Ich spreche ihr aber nie eine zentrale Kampf-Rolle zu.

Zitat
2) Unterscheidet ihr zwischen schwarzer, weißer und Chaosmagie oder ist das eurer Meinung nach nur schwarz-weiß Malerei? Sind bei euch die schwarzen Magier „böse“ oder verfolgen sie nur eine „dunkle Absicht“ (aus ihren Augen betrachtet)?

Also schwarz-weiß-Malerei find ich irgendwie immer recht oberflächlich.
Beispiel: Ein "weißer" Magier sieht einen vermeindlich "schwarzen" Magier. Aber hat der schwarze/böse Magier nicht auch seine Grunde, warum er so handelt? Ist er aus seiner Sicht vielleicht gar nicht böse? Ach, ich mag Philosophie (vielleicht sollte ich das studieren *g*). Also so gesehen gibt es bei mir weder ein reines gut noch ein reines böse. Das wäre wirklich zu einfach und zu "unmenschlich", denn jeder hat seine positiven und seine negativen Seiten. Die Frage ist nur, was mehr durchkommt. Und Chaosmagie hab ich noch nie dran gedacht, die irgendwie einzusetzen, wenn dann sind die Magier chaotisch.

Zitat
3) Wie äußert sich Magie in euren Werken? Worauf beruht sie?

In meinem großen Romanprojekt (Arbeitstitel Meeresstädte) gibt es überhaupt keine Magie. Man könnte die Luftversorgung der Städte als magisch bezeichnen, sie wird aber einfach als gegeben angenommen und nie genauer erklärt. "Das ist halt so".
In einem anderen Projekt hat die Magie eine zentrale Rolle. Dort ist jede Figur magisch, die einen mehr, die anderen weniger. Es gibt nur Elementarmagie, wobei auch Pflanzen oder Metall als "Elemente" zählen (insgesamt gibt es 14 verschiedene). Normalerweise hat jeder nur eine Magieart. Die Berufe der einzelnen Figuren beruhen auf der Magieart und -stärke.

Zitat
Zum realen Leben
1) Glaubt ihr an Magie?

Jain. Ich würde es weniger Magie als vielmehr "Göttliches" nennen. Das jetzt näher auszuführen würde hochphilosophisch werden, wen es interessiert, kann mich gerne im ICQ o.ä. anschreiben ;).

Zitat
2) Was haltet ihr von „David Copperfiel“ und „Uri Geller“, sind sie Betrüger oder echte Mentalisten?
Ich würde sie nicht als Betrüger bezeichnen, sondern als begnadete Trickkünstler.

Zitat
3) Nehmen wir mal an, dass echte Magie (keine Suggestion) existiert. Welche(r) Seite/Richtung würdet ihr euch anschließen und warum?
Elementarmagie in Richtung Luft, Wasser oder Pflanzen, einfach, weil ich in diese Richtung tendiere: Da gibt es kein Gut und kein Böse. Man kann mit jeder Art von Magie Gutes und Schlechtes tun, es hängt ganz von einem selbst ab.

Warlock

  • Gast
Re: Magie
« Antwort #8 am: 09. Februar 2008, 16:20:03 »
Es ist sehr interessant, wie unterschiedlich die Auffassung sind. Hier mal meine:

Zu eurem Roman
1) Was haltet ihr von Magie, ist sie in einen Fantasieroman zwingend notwenig? Welche Bedeutung hat Magie für euch?

Magie gehört für mich einfach dazu, obwohl ich mir eine Welt ohne Magie auch vorstellen könnte - in anderen Romanen, aber nicht in meinen Werken, da ich die "dunkle Seite" viel zu sehr mag. :darth:


2) Unterscheidet ihr zwischen schwarzer, weißer und Chaosmagie oder ist das eurer Meinung nach nur schwarz-weiß Malerei? Sind bei euch die schwarzen Magier „böse“ oder verfolgen sie nur eine „dunkle Absicht“ (aus ihren Augen betrachtet)?

Ich unterscheide durchaus, obwohl es bei mir auch keine richtige schwarz-weiß- Malerei ist. In meinen Roman sind die schwarzen Magier mit ihren dunklen Absichten "die Guten".


3) Wie äußert sich Magie in euren Werken? Worauf beruht sie?

Die Magie beruht bei mir auf der Willenskraft und der inneren Stärke. Sie äußert sich darin, dass bestimmte Personen ohne das sie es bewusst wollen, einen Wald anzünden (durch unglaublichen Zorn) - somit sind Gefühle machtvoll. "Normale Magier" beziehen ihre Kraft entweder aus den Elementen oder durch bestimmte magische Gegenstände.

Zum realen Leben
1) Glaubt ihr an Magie?

Nein, es sei denn - ich spüre/sehe sie mit meinen eigenen Augen.

2) Was haltet ihr von „David Copperfiel“ und „Uri Geller“, sind sie Betrüger oder echte Mentalisten?

Da bin ich geteilter Meinung. Sie liefern zwar eine gute Show, dennoch halte ich sie für keine wahren Magier.

3) Nehmen wir mal an, dass echte Magie (keine Suggestion) existiert. Welche(r) Seite/Richtung würdet ihr euch anschließen und warum?

Definitiv die dunkle Seite. Schwarz und alles was damit zutun hat, hat mich schon immer fasziniert (wie man ja unschwer an meinem Forumnick erkennt).  :darth:

Es wird immer irgendetwas geben, was man sich nicht erklären kann, z.B. das hier:
http://youtube.com/watch?v=yFDfK97ew3E

Offline caity

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Re: Magie
« Antwort #9 am: 09. Februar 2008, 17:22:48 »
@ Warlock: Also dein Video-Fuzzi sieht für mich nach nem Tricki mit Magneten aus ;)
   Wenn ein Autor behauptet, sein Leserkreis habe sich verdoppelt, liegt der Verdacht nahe, daß der Mann geheiratet hat. - William Beaverbrook (1879-1964)

Warlock

  • Gast
Re: Magie
« Antwort #10 am: 10. Februar 2008, 16:27:49 »
@caity
Du meinst, in der Karte? Oder an seinen Händen? An denen ist aber kein Magnet.

Was hälst du von Criss Angel?

Darien

  • Gast
Magie
« Antwort #11 am: 10. Februar 2008, 18:04:37 »
Hi

Ich komm einfach mal zurück zum Thema.

Zitat
Zu eurem Roman
1) Was haltet ihr von Magie, ist sie in einen Fantasieroman zwingend notwenig? Welche Bedeutung hat Magie für euch?
Ich denke zu einem klassischen Fantasy-Buch gehört eine gewisse Portion Magie schon dazu. (Mit "klassisch" mein ich die mit den ganzen putzigen Rassen wir Zwerge, Elfen, etc. die auf irgendeiner anderen Welt spielen).

Zitat
2) Unterscheidet ihr zwischen schwarzer, weißer und Chaosmagie oder ist das eurer Meinung nach nur schwarz-weiß Malerei? Sind bei euch die schwarzen Magier „böse“ oder verfolgen sie nur eine „dunkle Absicht“ (aus ihren Augen betrachtet)?

Also bei mir gibt es viele verschiedene Arten von Magie und die Magie an sich ist nicht böse, aber jede Art von Magie kann zu Bösem gebraucht werden.
Es gibt natürlich Arten der Magie die in einigen Ländern schlichtweg per Gesetz verboten wurden. (z.B. Totenbeschwörung)




Zitat
3) Wie äußert sich Magie in euren Werken? Worauf beruht sie?

Also bei mir geht es ganz ähnlich zu wie in diversen Rollenspielen, es gibt etwa 25 verschiedene Professionen der Magie, oft kommt es aber auch vor, dass sie Magie gar nicht richtig "äussert", wie zum Beispiel bei den Mönchen, die ihr Chakkra nutzen um sich schneller zu bewegen oder stärker zuzuschlagen. Ansonsten gibt es von Elementarmagier(es gibt etwa 20 Elemente) und Necromanten über Zauberern, Hellsehern, Klerikern und Druiden fast alles. (Genauere Beschreibungen wenn gewünscht... :innocent:)
 Eine eigene Proffession hab ich mir auch ausgedacht: :snicker:  :hmmm: die Enuolen sie sind quasi eins mit einem Gegenstand (meist eine Waffe) und äußern durch diesen ihre Magie.
Praktisch jeder ist grundsätzlich magierbegabt, aber die wenigsten erhalten Zugang ihren Kräften.
Sie beruht auf einer Mischung aus den geistigen und den körperlichen Kräften, ausserdem spielen Emotionen auch eine wichitge Rolle.

Zitat
Zum realen Leben
1) Glaubt ihr an Magie?

Nicht wirklich, aber es gibt auf jeden Übersinnliches, aber kaum sowas wie  Harry-Potter-Zauberer oder so etwas.

Zitat
2) Was haltet ihr von „David Copperfiel“ und „Uri Geller“, sind sie Betrüger oder echte Mentalisten?

Ich kann mir vorstellen, dass etwa 90% von dieses Mentalisten Trickser sind und, dass selbst die "Echten" zum großen Teil mit Tricks arbeiten.


Zitat
3) Nehmen wir mal an, dass echte Magie (keine Suggestion) existiert. Welche(r) Seite/Richtung würdet ihr euch anschließen und warum?

Vermutlich wäre ich ein abgeschieden lebender Druide der nur mit den Tieren spricht^^. :omn:
Oder ich wäre ein Feuermagier. :hmmm:


Gruß

Darien


Artemis

  • Gast
Re: Magie
« Antwort #12 am: 10. Februar 2008, 19:03:48 »
Zitat
Zu eurem Roman
1) Was haltet ihr von Magie, ist sie in einen Fantasieroman zwingend notwenig? Welche Bedeutung hat Magie für euch?

In meinem Romanen gibts keine typische Magie in dem Sinne - ich benutze sie eher im Hintergrund und lasse sie als etwas Selbstverständliches auftreten. Alle meine Figuren können mit Tieren reden, das ist so und wird von ihnen als normal betrachtet. Ich verzichte auch auf viele Erklärungen aus dem Off, sondern lasse die Tatsache von Anfang an erscheinen. So halte ich mir "Wieso-Weshalb-Warum"-Erklärungen vom Hals  ::)


Zitat
2) Unterscheidet ihr zwischen schwarzer, weißer und Chaosmagie oder ist das eurer Meinung nach nur schwarz-weiß Malerei?


Bah, gute Frage. Obwohl ich gern die Grenzen zwischen Gut und Böse verwische, bin ich da bei der Magie schon etwas strenger mit der Trennung. Weiße Magie ist etwas, das helfen und heilen kann, während schwarze Magie schadet - so habe ich das schon immer gesehen, und da will ich keine Grau-Malerei.


Zitat
Sind bei euch die schwarzen Magier „böse“ oder verfolgen sie nur eine „dunkle Absicht“ (aus ihren Augen betrachtet)?

Sie verfolgen keine dunkle Absicht, sondern ihre eigenen Pläne, die in ihren Augen gut sind - dass sie zur Umsetzung eben zu rabiateren Mitteln greifen, ist der einzige Punkt, mit dem ich sie als "böse" abstempele.


Zitat
3) Wie äußert sich Magie in euren Werken? Worauf beruht sie?

Meine Magie äußert sich wie gesagt darin, dass meine Charas mit Tieren sprechen können und bei Mondlicht ihren tierischen "Paten" als Schatten sehen können, der praktisch ein Teil ihrer Seele ist. Ich vermeide Feuerbälle und formelbrabbelnde Zauberer, das ist mir zu viel Klischee. Die Wesen, die bei mir etwas zaubern können, tun das wie so eine Art Telekinese, also rein durch Gedankenkraft - und das ist auch dementsprechend anstrengend und zeitraubend.


Zitat
Zum realen Leben
1) Glaubt ihr an Magie?

Hm, jetzt kommen die netten Fragen  ;D
Ja, ich glaube an Magie - und ich wage zu behaupten, dass ich mich der Weißen Magie verschrieben habe. Ich liebe es, Tarotkarten zu legen und mit Naturheilkunde zu spielen. Edelsteine, Kräuter, bestimmte Farben und Musik spielen in meinem Leben eine große Rolle. Abergläubisch bin ich nicht, aber dafür sehr spirituell. Wovon ich weniger halte, sind diese komischen Formen der Geisterbeschwörung, wo man Satan und weiß Gott wen per Glasgeschubse anruft. Das ist albern und hat in erster Linie mit psychologischer Beeinflussung zu tun, aber Magie ist das nicht. 


Zitat
2) Was haltet ihr von „David Copperfiel“ und „Uri Geller“, sind sie Betrüger oder echte Mentalisten?

Weder das eine noch das andere - sie sind Künstler, Unterhalter ihrer eigenen Gattung. Ist ein Meister am Klavier nicht auch auf seine Weise ein Magier, weil er uns mit seiner Musik zum Träumen bringt? Wenn man mag, was man vorgeführt bekommt, dann himmelt man diesen Menschen eben an und betrachtet ihn als "Zauberer", weil er mit seinen eigenen Mitteln zaubern kann. Sie sind Menschen mit der Begabung, andere in eine Illusion zu hüllen. Solange die Künstler nicht selbst davon überzeugt sind, dass sie "Magier" sind, ist alles ok.  ::)


Zitat
3) Nehmen wir mal an, dass echte Magie (keine Suggestion) existiert. Welche(r) Seite/Richtung würdet ihr euch anschließen und warum?

Wie eben schon erwähnt, ganz klar Weiß. Weiße Magie ist wesentlich leichter beherrschbar, weil sie ein sanfteres "Wesen" besitzt. Schwarze Magie will den Anwender immer testen, ob er ihr gewachsen ist - kommt man damit nicht klar, geht die Sache schnell nach hinten los. Und außerdem verleitet einen die weiße Magie nicht dazu, arrogant zu werden, weil sie wesentlich weniger Durchschlagskraft hat  ;)  Außerdem steckt sie in allem, was schön ist, und mit schönen Dingen umgibt man sich einfach lieber  :innocent:



Huh, jetzt klinge ich wie so eine durchgeknallte Esoterik-Tussi  :o  Ich mache das alles rein hobbymäßig, also denkt nicht, dass ich ständig in einem Pentagram aus Kerzen sitze und Sprüche murmel  ;)



Offline Nina

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Re: Magie
« Antwort #13 am: 10. Februar 2008, 19:15:23 »
Ich mache das alles rein hobbymäßig, also denkt nicht, dass ich ständig in einem Pentagram aus Kerzen sitze und Sprüche murmel  ;)
Würden wir nie tun ;D

Nein, ich hatte auch mal so eine Phase vor ... das ist eine Ewigkeit her, 9 Jahre müssten es sein. Irgendwo habe ich auch noch Tarotkarten und so ein Krautlexikon rumfliegen, habe aber seit Jahren nicht mehr reingeguckt.
Nicht zu vergessen das Buch "Wie du deinen Ex-Prinzen in eine Kröte verwandelst und andere Hexensprüche", irgendwie so hieß das. Lustiges Buch ;D

Anathor

  • Gast
Re: Magie
« Antwort #14 am: 11. Februar 2008, 13:09:29 »
Zum Roman:

1) ,,Zwingend notwendig'' ist im Genre Fantasy (fast) nichts- aber ich denke, dass sie zu den meisten Werken dazugehört.

2) In meiner Vorstellung gibt es zwar schwarze und weiße Magie, die auch Charakter ändern kann, aber niemals die gesamte Persönlichkeit darstellt. Natürlich hat jemand, der die weiße Magie gemeistert hat, ein Pflichtgefühl, Gutes zu tun, aber nicht zwingend. Ich unterscheide also, aber kann mir durchaus einen bösen Priester oder freundlichen Hexer vorstellen.

3) Ich erwähne die Magie, allerdings recht distanziert. Es gibt bei mir nicht viele Gestalten, die zaubern, und überhaupt keine, die wild mit Blitzen und Feuerbällen um sich werfen. Stattdessen steckt bei mir Magie eher in Orten oder Gegenständen.

Zum realen Leben:

1) Nein.

2)Taschenspielertricks.

3)Wahrscheinlich ein Heiler. Ich bin kein Abenteuerfreak.

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