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Neueste Beiträge

#11
Tintenzirkel / Re: Nanowrimo 2026 - Wer macht...
Letzter Beitrag von Coppelia - 04. Oktober 2026, 17:28:49
Ich werde doch dabei sein beim NaNoWriMo!
#12
Tintenzirkel / Re: 75. Kurzgeschichtentriell ...
Letzter Beitrag von Biene - 04. Oktober 2026, 10:24:07
Meine Bewertung ist eben rausgegangen. Nun bin ich gespannt, wie es ausgeht.  ;D
#13
Autoren helfen Autoren / Re: Fantasy-Welt inspiriert vo...
Letzter Beitrag von Soly - 03. Oktober 2026, 22:03:26
Ich habe keine wirkliche Expertise für kulturelle Aneignung, außer dass ich ein paar Bücher und Artikel zum Thema gelesen habe, aber ich habe mir daraus folgenden Grundsatz gemerkt:

Elemente aus anderen Kulturen zu übernehmen, ist nicht per se kulturelle Aneignung.
Es macht allerdings immer den Raum auf für kulturelle Aneignung.


Für jedes Element, dass du aus einer existierenden Mythologie ziehst, solltest du dir meiner Meinung nach folgende Fragen stellen:
Welche Bedeutung hat das Element innerhalb der Kultur, der es entstammt (vor allem, in welcher Form beeinflusst es das alltägliche und spirituelle Leben der Angehörigen dieser Kultur)? Wenn du die Frage nicht beantworten kannst, solltest du versuchen, sie durch gezielte Recherchen beantworten zu können.
Wird die entsprechende Kultur und die spirituelle Auslegung der Mythologie heute von realen Personen gelebt? (Die Wahrscheinlichkeit ist zum Beispiel bei einer Mythologie nordamerikanischer Ureinwohner:innen deutlich höher als bei der Mythologie der Snorri-Edda.)

Und darauf aufbauend:
Findet die spirituelle Bedeutung sich auch darin wieder, wie das Element in deiner Welt umgesetzt ist? Oder ist es nur der Name und das oberflächliche Konzept?

Aus den drei Fragen kannst du eine grobe Einschätzung ableiten, wie angemessen deine Darstellung ist.
Wenn du die spirituelle und kulturelle Bedeutung kennst und sie in deiner Welt bewusst und respektvoll darstellst, ist der Raum für kulturelle Aneignung eher klein.
Wenn du keine Ahnung von der spirituellen und kulturellen Bedeutung hast und nur den Namen und das oberflächliche Konzept für den Cool-Faktor übernommen hast, ist der Raum für kulturelle Aneignung sehr groß.
Wenn die Mythologie noch aktiv gelebt wird, ist der Raum viel größer, als wenn sie eher den Stellenwert von überlieferten Geschichten hat.


Also in kurz: Recherche und Respekt bewahren dich vor den meisten Fettnäpfchen, und es ist besser, sich zu viele Gedanken darum zu machen, als zu wenig. :)
#14
Autoren helfen Autoren / Re: Fantasy-Welt inspiriert vo...
Letzter Beitrag von Valentina - 03. Oktober 2026, 21:43:37
Also erstmal: Divinity war früher mein Lieblingsspiel :D

Dass du dich inspirieren lässt, ist erstmal nicht schlimm, alle werden von allem inspiriert. Es kommt eher darauf an, was du daraus machst. Für mich ist die Frage: Wieso ist z.B. Wissenschaft arabisch und Bewusstsein japanisch? Auch wenn es positiv gemeint ist, reduziert man eine Kultur damit schnell auf ein Merkmal.
Wieso kann es nicht aus deiner Welt kommen und nur Ähnlichkeiten mit Elementen aus unserer Welt haben? Oder du mischst pro Welt Einflüsse aus mehreren Kulturen - natürlich nicht in genau der Zusammensetzung wie in unserer Welt.

Manche Mythen sind heute eher Brauchtum (wie viele Alpensagen), andere noch gelebter Glaube (z.B. Kami oder Dschinn). Da würde ich vorsichtiger sein und mit Quellen aus der Kultur selbst recherchieren.
Ich bin ein Fan davon, alles so weit aus der eigenen Welt zu holen, wie es nur möglich ist. (wieso ist diese und jene Sache hier? Seit wann? Woher? Unter welchen Umständen? Wer oder was hat damit zu tun? etc.) Wenn du bewusst die Mythen mit einbinden willst wie in deinen ersten Büchern, dann lohnt sich die Recherche und die Fragen bleiben aber dieselben :)
(ich bin da aber auch absolut kein Profi!)

Liebe Grüße und viel Spaß beim Schreiben! :vibes:
Valentina
#15
Tintenzirkel / Re: Nanowrimo 2026 - Wer macht...
Letzter Beitrag von CptMatzbart - 03. Oktober 2026, 08:18:06
Bin wieder dabei - meine kleine, aber feine Schreibgruppe aus Innsbruck ist da seit 2016 recht regelmäßig dabei und heuer freut mich besonders, dass wir etwas Zuwachs bekommen haben. Für mich der erste TiZi-NaNo, bin gespannt!

Heuer werde ich wahrscheinlich mehrere Projekte angehen - einerseits die Überarbeitung eines satirischen Near-Future-Thrillers (Verpflichtendes KI-Förderungsprogramm im Kindergarten meets grantigen Midlife-Crisis-Pädagogen), eine Rohfassung eines Spin-Offs zu meiner schon erschienene Fantasy-Reihe und, falls bis dahin noch nicht fertig, eine kleine Weihnachtsgeschichte für den Weihnachtsmarkt meiner Pfadfinder:innen-Gruppe.

Viel Erfolg allen Mit-Schreiberlingen! :omn:

#16
Autoren helfen Autoren / Fantasy-Welt inspiriert von My...
Letzter Beitrag von CptMatzbart - 02. Oktober 2026, 22:17:50
Liebe Tintenzirkel-Gemeinde,

ich habe eine Frage bzgl. der Übernahme von Elementen aus Kulturkreisen, denen man sich nicht zugehörig fühlt (keine Angst, das wird kein Rant).
 
2025 ist mein Urban-Fantasy-Zweiteiler "Sturmtänzer" erschienen, dessen Fantasy-Elemente sich teils aus Mythen und Sagen aus dem Alpenraum speisen. Innerhalb des Universums gibt es sieben Welten, die alle unterschiedliche Aspekte menschlicher Erfahrung repräsentieren (so gibt es neben der Menschenwelt in unserem Universum z.B. eine "Natur-Welt", eine "Bewusstseins-Welt", eine "Kunst-Welt" und so weiter). Die Handlung spielt hauptsächlich in der Menschenwelt mit kurzen Ausflügen in die Schatten- und Bewusstseinswelt.

Der Roman ist nicht direkt als Jugendroman konzipiert, aber da vor allem jüngere Leser:innen nach einer Fortsetzung gefragt haben, spiele ich mit dem Gedanken, eine merhteilige Spin-Off-Reihe zu erschaffen, in der die Sturmtänzer je eine der Welten besuchen und dort verschiedene Abenteuer erleben. Spannend fände ich es auch, wenn diese Welten weitere Konzepte und Mythen verbinden, die nicht nur aus dem Alpenraum stammen.

So könnte das Worldbuilding der Bewusstseinswelt z.B. mit Elementen aus der japanischen Mythologie und Konzepten aus der Psychologie gestaltet werden, oder die Wissenschafts-Welt mit Elementen aus der arabischen Mythologie. Das würde dann mit meiner eigenen Welt (Sturmtänzer & Co) vermengt werden. Menschen und andere Lebewesen werden nicht ethnisch in eine bestimmte Welt gedrängt, da geht es sehr vielfältig zu. Am Ende des Buches würde ich, wie auch in den erschienenen Bänden, ein Glossar anfügen, in dem interessierte Leser:innen mehr über die mythologischen Hintergründe und Konzepte erklärt wird.

Ich bin kein Freund von einem statischen Kulturbild und finde es persönlich sehr spannend, wenn Ideen aus verschiedenen Kulturen ineinandergreifen und man sogar Gemeinsamkeiten entdecken kann. Aber da solche Debatten in den letzten Jahren immer hitziger geführt worden sind, wollte ich einmal in die Runde nach euren Gedanken dazu fragen. Gibt es Fettnäpfchen, die vermieden werden sollen? Ist ein Disclaimer vorne im Buch sinnvoll? Mache ich mir zu viele Gedanken?       

Danke schon mal und frohes Schreiben :)

   
#17
Das Willkommensboard / Re: Galen von Brey: Eine Lehre...
Letzter Beitrag von Cairiel - 02. Oktober 2026, 22:12:34
Herzlich Willkommen, Galen! Du hast dir die richtige Gang ausgesucht, wenn es ums Schreiben und vor allem auch Veröffentlichen geht. :D Schön, dass du da bist!
#18
Veröffentlichungen / Re: [Roman] Maja Ilisch: Prinz...
Letzter Beitrag von Rynn - 02. Oktober 2026, 17:50:05
Ganz herzlichen Glückwunsch zur Veröffentlichung, @Maja!

Ich habe das Buch gestern mit meiner Tochter in der Thalia gesehen und sie gefragt, ob es sie interessiert und sie es lesen würde. Sie schaute sich den Klappentext an, sagte ja, also haben wir es gestern gekauft. Eben hat sie es schon fertig gelesen. ;D Sie fand es richtig toll! Sie fragt schon nach der Fortsetzung.
#19
Das Willkommensboard / Re: Galen von Brey: Eine Lehre...
Letzter Beitrag von pyon - 02. Oktober 2026, 13:28:08
Willkommen hier im Tizi @Galen von Brey !   :winke:
Schön, dass du zu uns gefunden hast.

Ein wenig musste ich bei deiner Vorstellung schon schmunzeln.
So von Deutsch- und Geschichtelehrerin zu Deutsch- und Geschichtelehrerin (ich hoffe, ich habe das aus deiner Vorstellung richtig herausgelesen): Ich wollte auch immer einen historischen Roman schreiben, habe mich dann aber irgendwie in einem Genre verloren, dass war historische Eigenheiten hat, aber mit phantastischen Elementen ein wenig "freier" geworden ist. Also die Spartakusrevolte mit ein paar Drachen, Geister oder was-weiß-ich, nimmt auf jeden Fall den Druck, historisch vollkommen akkurat zu sein.

Ich freue mich jedenfalls darauf, von dir zu lesen.  ;D
#20
Das Willkommensboard / Galen von Brey: Eine Lehrerin ...
Letzter Beitrag von Arcor - 02. Oktober 2026, 13:16:25
Liebe TiZis, unser erstes neues Mitglied im Oktober ist in der Pädagogik tätig und literarisch auf vielen verschiedenen Pfaden unterwegs. Herzlich Willkommen Galen von Brey!

Wer bist du?
Wie könnt ihr nur mit einer derart schwierigen Frage starten?
Ich bin eine und viele...Ich bin ein junger Leibeigener, der einem Prinzen hilft, sein Reich zurückzuerobern. Ich bin ein Mädchen der Elite, die die Liebe ihres Lebens an das System verliert, und deshalb zur Terroristin wird. Ich bin ein verfehmder Drachenreiter, der gemeinsam mit dem Ex-Kriegsdrachen Leuchtfeuer eine Königin dazu bewegt, die Welt für immer zu verändern. Ich bin ein Skave in Rom, der lernt zu lieben und deswegen seinen eigenen Weg findet, der ihn an Spartakus' Seite führt. Ich bin ein Adept der Dunklen Bruderschaft, der einem Bastard den Weg dafür bereitet, den Thron der Achtzig Gaue zu erobern.
All das bin ich in meinem Kopf gewesen, aber im echten Leben bin ich Lehrerin, die am System zweifelt,  Hundenärrin, Familienmensch ohne eigene Klein-Familie, aber mit Anhang und Schreiberin. Wenig verwunderlich - das trifft ja auf viele leidenschaftliche Schreiber zu - hat mich die Welt der Bücher von dem Tag an fasziniert, als ich endlich alle Buchstaben gelernt hatte. Der erste Schritt durch ein Tor in eine unendliche Welt voller Abenteuer, Emotion und Magie...

Was schreibst du?
In meinen langen Lehrjahren habe ich von Lyrik, über Kurzgeschichten bis hin zu nach wenigen Kapiteln versandeten Romanen alles geschrieben. Mein erstes vollendetes Manuskript war ein High Fantasy Standalone. Mein Nick ist der Name meines Protagonisten am Ende des Romans: Galen von Brey. An dem hängt mein Herz noch immer, auch wenn das Werk definitiv nicht gut genug für eine Veröffentlichung ist.
Seitdem bin ich der Fantasy verfallen, weil sie eine große Freiheit im Erzählen bietet, aber auch sehr anspuchsvoll im Erschaffen ist. Du denkst dir etwas aus, das sich echt anfühlen muss, obwohl es deiner Fantasie entspringt (natürlich mit vielen gut geklauten und neu lackierten Versatzstücken von denen, die vor dir da waren). Ein  High -Fantasy Manuskript mit Drachen würde ich gerne an den Verlag bringen (ist schon seit einiger Zeit fertig). Dann war ich kurz auf Abwegen im History-Genre. Ich hab Geschichte studiert und wollte einen Sklaven- POV zur Zeit der Spartakusrevolte schreiben. War schwieriger als ich dachte. Aber für mich auch echt interessant. Das Manuskript ist auch fertig, aber vielleicht braucht es nochmal einen intensiven Überarbeitungsdurchgang. Grade schreibe ich an der Rohfassung eines Dark- Fantasy- Manuskripts und stehe am Midpoint. Ist der erste Band einer Trilogie, soll aber idealerweise auch als Standalone funktionieren. Mal sehen wie gut ich das hinkriege...

Warum wir? Warum du?
Und da wären wir am Punkt. Bisher habe ich das Schreiben ziemlich einzelkämpferisch betrieben und mich auch wenig mit Veröffentlichung beschäftigt. Aber nachdem mich letztes Jahr mit 50 so eine Art Midlifecrisis überrollt hat und ich mich auf dem Sterbebett liegen sah und bitter bereuen, dass ich das mit dem Autorin sein und veröffentlichen nicht ernsthafter betrieben habe, bin ich in mich gegangen... Ich habe meine Stunden in der Schule auf ein Minimum reduziert, um mir Freiraum zu schaffen für das, was mir gerade wichtig ist: das professionelle Schreiben. Daneben brauchen meine Eltern mehr Hilfe und der Hund ist auch noch da.
Von Euch erhoffe ich mir ein Netzwerk, das mich auf diesem professionelleren Weg begleiten kann und will. Ich hab' keine Lust mehr, mich allein durch das Dickicht zu hauen. Ich brauche jetzt eine Gang, die an meiner Seite kämpft. Als Mitglied der Gang würde ich natürlich meine Stärken auch einbringen. Als Deutschlehrerin bin ich darauf konditioniert, Sachen zu verbessern (kann es aber auch gut lassen, wenn unerwünscht). Einige Erfahrungen mit Agentursuche kann ich auch schon beisteuern. Und mit anderen um das perfekte Exposé ringen, kann ich mir auch gut vorstellen.
Wollen wir's zusammen versuchen?

Kurze Kostprobe
"Alles, was ich bin, habe ich Rayon von Ebra zu verdanken."
Galen schmiegte sich eng an Charisma und sie in seinen Armen zu halten, ihre Wärme zu spüren, gab ihm Trost. Er war wieder dort gewesen, hatte den Biss der Peitsche gespürt, das Brennen der Verachtung und den Schmerz der Erniedrigung. Vielleicht hätte er ihr die Geschichte nicht erzählen sollen.
"Ohne ihn wäre ich heute kaum mehr als ein unwissendes Tier."
Galen stieß  die Luft in Charismas Nacken aus. Er spürte, wie sie ihre Hände fester auf die seinen legte und ihr Hinterteil noch enger an ihn presste.
"Wenn das so ist, dann habe ich Rayon von Ebra auch viel zu verdanken."
Jetzt drehte sie sich in seinen Armen. Ihr Atem streifte seine Wange und er hörte ihre Worte dicht an seinem Ohr.
"Aber den Mann, den ich liebe, den hat nicht er aus dir gemacht. Das warst ganz allein du. Vergiss das nicht, Galen."