Zitat von: Stefan am 14. März 2026, 09:03:07Vielleicht stören dich auch die Übergänge. Wenn du ein Buch kennst, in dem die Zeitsprünge gelingen, achte auf die Übergänge. Manchmal reicht ein einziger Satz, um die Sprünge nicht abrupt, sondern fließend zu schreiben.Das ist ein wichtiger Hinweis. Ich habe z.B. ein großes Fest dabei; hier wäre es sicherlich überhaupt nicht störend, wenn sich die Personen in einer Szene darüber unterhalten und dann in der nächsten Szene zwei Wochen später an der Festtafel sitzen o.ä..
Zitat von: Valentina am 14. März 2026, 09:57:20Erstmal finde ich gut, dass du nicht nur drauf los schreibst, sondern versuchst, es gleich "besser" zu machenDass mit dem Überarbeiten hoffe ich auch... mal schauen, ob's klappt, diese Geschichte hat ziemlich viele Personen und Orte, sodass ganz ohne Plan die Sackgassen vorprogrammiert wären, glaube ich... Ja, und einfach bloß verschiedene Jahreszeiten zeigen zu wollen, ist als (einziger) Grund vielleicht nicht wichtig genugDann musst du später weniger überarbeiten!
[...] Aber die Zeit innerhalb der Sprünge sollte nachvollziehbar überbrückt werden, der Grund für den Sprung klar gemacht werden. Ansonsten kann es schnell verwirrend werden.
... Zitat von: Stefan am 14. März 2026, 10:25:27Schick mir eine PM, wenn ich reinschauen soll, einfach mal für einen anderen Sichtweise.Danke für das Angebot, das ist lieb, aber so wie ich gestrickt bin, brauche ich einen kompletten Rohentwurf der ganzen Geschichte, ehe ich was zeigen kann, alles andere heizt leider nur meine Grübelmaschine noch mehr an...
Zitat von: Brillenkatze am 14. März 2026, 14:16:38Manche Dinge, wie z.B. Schwangerschaften, lassen sich nicht beschleunigen. [...]
Was auch Spannung schafft, sind offene Fragen, und die können ja durchaus über eine längere Zeitspanne offen bleiben. Die Frage "Wie entwickelt sich etwas?" finde ich spannend, neugierig wie ich bin. Innerhalb von drei Tagen sieht man da manchmal nix.
[...]Wenn du deine Geschichte gut findest, dann go for it!![]()
Zitat von: criepy am 14. März 2026, 15:27:48Solange ein Zeitsprung Sinn macht, die Geschichte vorwärts bewegt, klar erkennbar ist und sich ,,natürlich" anfühlt, ist es eigentlich kein Problem, wie viele und wie lange. Bei wirklich vielen Zeitsprüngen mit kurzen Szenen hintereinander kann aber durchaus das Gefühl entstehen, nicht in der Geschichte ,,anzukommen" und keinen Bezug zu den Charakteren zu haben, weil man immer wieder rausgerissen wird. Es ist also ein bisschen ein Balanceakt.Da hast du natürlich total Recht!
Ich finde es wohl auch deshalb schwierig, weil ich meine Figuren ja schon ganz gut kenne und es manchmal schiwerig zu beurteilen finde, was jemand anderes jetzt noch spannend findet und ab wann es zu weitschweifig wird - im Zweifelsfall lasse ich dann gerne etwas weg, aber ich glaube, an manchen Stellen dürfte ich mir durchaus selbst mehr die "Lizenz zum Labern" geben, zumal die Gesellschaft(en) und ihre Wertesysteme ja doch etwas eigen sind... Zitat von: Caelynn am 15. März 2026, 11:09:33Überlegst Du Dir vorher einen zeitlichen Aufbau und entwickelst dann nacheinander Kapitel für Kapitel? Oder entwickelst Du erst die Figuren und schreibst dann darauflos, um die Kapitel später in eine sinnvolle Reihenfolge zu setzen?Ich habe sogar einen ziemlich genauen Zeitstrahl
! Leider stehen da halt immer wieder mehrere Monate drin, in denen eigentlich nix passiert, z.B. weil die Personen erst mal an einen bestimmten Ort kommen müssen, schwanger sind (s.o.) und dann hab ich's klimatisch auch noch mit Regenzeiten zu tun, die bestimmte Handlungen schwierig machen, wie z.B. Reisen... Aber warum einfach, wenn's kompliziert geht?
Rückblenden mag ich aber tatsächlich auch nicht so gern, deswegen möchte ich die nur im Notfall einsetzen. Zitat von: Emmi am 15. März 2026, 12:13:54Ich denke, dass lange oder mehrere Zeitsprünge funktionieren können, wenn das Grundgerüst deiner Geschichte stimmig ist.Ich habe einen Zeitstrahl, eine grobe Kapitelübersicht über die wichtigsten Handlungspunkte und einen Haufen Informationen über die unterschiedlichen Gesellschaftssysteme und Wertvorstellungen; was ich mir vielleicht noch mal genauer festhalten könnte, wären eine oder mehrere Grundfragen pro (Haupt-)Charakter. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass mich eine zu genaue Ausarbeitung im Voraus eher lähmt, dann finde ich das Schreiben irgendwie nicht mehr so spannend... liegt vielleicht daran, dass ich im "wahren Leben" meine to-do-Listen, Pläne und Kalender liebe und das Schreiben ein bisschen als kreativ-chaotischen Ausgleich nehme... vielleicht sollte ich es mal umgekehrt machen: Mehr Chaos im Alltag, mehr Plan beim Schreiben - wäre für meine Umwelt bestimmt mindestens so spannend wie für mich
Was mir für die Erzählstruktur sowie den Spannungsaufbau beim Schreiben geholfen hat, ist das Anlegen eines Plotgrids [...] Man kann daran gut sehen, ob sich ein Thema zu lange durchzieht und wann es wieder Action braucht, damit die Handlung vorankommt. [...]
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Zitat von: Emmi am 16. März 2026, 10:39:14Sie liebt es Dingen auf den Grund zu gehenWelchen Dingen denn? Und wozu? Was treibt sie an?
Zitat von: Emmi am 16. März 2026, 10:39:14sportlicher EhrgeizWem muss sie etwas beweisen? Sich selbst, ihrem Vater, ihrer abwesenden Mutter, der ganzen Welt oder geht es gar nicht darum?
Zitat von: Emmi am 16. März 2026, 10:39:14natürlich auch alle anderen UnrechtWarum glaubte sie, im Recht zu sein? Glaubte sie es wirklich, oder hat sie das nur behauptet?
Zitat von: Emmi am 16. März 2026, 10:39:14Diesen Vertrauensbruch hat sie nie ganz verwunden,Wie genau hat es sie verändert? Den Ehrgeiz hatte sie ja offenbar schon vorher. Nicht, dass sie mit Leistung oder Sieg verhindern will, dass sie wieder jemand im Stich lässt oder so? So typisch Leistungsmensch: Schau, was ich alles schaffe. Ich habe es verdient, geliebt zu werden.
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