• Willkommen im Forum „Tintenzirkel - das Fantasyautor:innenforum“.
 

Neueste Beiträge

#11
Workshop / Re: "The Artist's Way" für blo...
Letzter Beitrag von Siara - 11. August 2026, 16:07:11
Danke für den Beitrag und deine Erfahrungen, Jen! Habe das Ganze vor drei Jahren durchgemacht, und bei mir war es ähnlich: Die Veränderung kam langsam, aber spürbar. Mir haben insbesondere die Morgenseiten sehr geholfen, meine eigenen Gedanken zu hören und den Finger auf das zu legen, was in meinem Leben - innerlich wie äußerlich - ein bisschen mehr Aufmerksamkeit brauchte.

Die Artist-Dates fand ich extrem schwierig, weil ja durchaus verlangt ist, dass man nicht das Gleiche tut wie ohnehin schon, sondern sich an Neues und aus der Komfortzone wagt. Oft hat es primär Energie gezogen, das habe ich nicht beibehalten. Einmal war ich aber für eine Führung in einer Reptilienauffangstation, weil ich Schildkröten sehen wollte - hätte ich sonst nie gemacht, und das war einfach ein cooles Single-Date für einen Abend. :engel:

Die ganzen kleinen Übungen zwischendrin fand ich auch teils ganz cool, aber manche haben mich auch einfach ehrlich etwas traurig gemacht. Man wird halt hart mit der Nase auf die Distanz gestoßen, die zwischen Realität und Wunschleben liegt. Wichtig und gut, keine Frage, aber man muss sich meiner Erfahrung nach schon drauf einstellen, teils frustrierende Erkenntnisse zu haben.

Das ganze Gott-Gerede hat mich übrigens nicht gestört. Man kann es ja wirklich problemlos zu "Intuition" oder whatever umdichten. Ich finde eher cool, dass sie betont, wie offen dieser Begriff zu verstehen ist.

Auf das Buch von Julia Cameron gestoßen bin ich übrigens über Elizabeth Gilbert, ihre Podcasts und ihr Buch "Big Magic", das mir persönlich fürs kreative Entkrampfen noch um einiges mehr geholfen hat. Auch dafür: Fette Empfehlung!
#12
Das Willkommensboard / Re: Avatarwünsche (3) / Erst ...
Letzter Beitrag von xadhoom - 10. August 2026, 22:29:07
Da mein Avi schon vor längerer Zeit verschütt ging ... hier ist der neue. Alle Rechte bei mir.

[Alana]Ist eingebaut.[/Alana]
#13
Das Willkommensboard / Re: Kryptomane: Drummer, Handw...
Letzter Beitrag von xadhoom - 10. August 2026, 21:46:56
Hallo Kryptomane!

Willkommen im TiZi!

LG
xadhoom
#14
Ausschreibungen / Re: [KG] 30.06.26 "Aus der Asc...
Letzter Beitrag von Jen - 10. August 2026, 16:43:21
Bin nicht dabei. :(
#15
Das Willkommensboard / Kryptomane: Drummer, Handwerke...
Letzter Beitrag von Arcor - 10. August 2026, 10:35:06
Liebe TiZis, zum Wochenstart stößt ein neues Mitglied im, so er selbst, "gereifteren Alter" zu uns, der neben dem Schreiben auch noch anderweitig sehr kreativ unterwegs ist. Herzlich Willkommen Kryptomane!


Wer bist du?
Wer ist der ,,Kryptomane"?

Ich bin Späteinsteiger mit lange unterlassener Hilfeleistung beim Gebären von fantastischen Geschichten, die ich immer schon in mir getragen habe. Meine Fantasie tauchte in jungen Jahren immer mal wieder aus den Tiefen des inneren Ozeans im Zuge des Deutschunterrichts auf. Beim freien Schreiben von Erzählungen zum Beispiel. Bekam aber meistens eins übergezogen, da Interpunktionsregeln und Schönschrift von mir als klassisches Rüstzeug des Strebers erachtet wurden. Und so tauchte sie beleidigt wieder ab.
Heute, im gereifteren Alter, sehe ich das natürlich anders. Selbst bei Nachrichten in der familiären Chatgruppe stört es mich manchmal, wenn ohne Sorgfalt getextet wird.
Man entwickelt sich weiter im Leben.
Ich bin auch in anderen Bereichen ziemlich umtriebig. Töpfern und Acrylmalerei sind mir nicht fremd. Das allererste Hobby meines Lebens, das Schlagzeugspielen, habe ich nach und nach der leiseren Leidenschaft des Schreibens untergeordnet. Ich bin auch ein recht geschickter Handwerker. Das Drumset steht nun – vorerst – schweigend im eigens zusammengezimmerten Verschlag im Erdkeller, während ich munter auf meiner mechanischen Tastatur herumhämmere, die ordentlich klappert. So wurde aus dem Drummer ein Keyboarder.
Ich lebe im Süd-Westen der Republik zusammen mit meiner geduldigen Ehefrau und drei eigenwilligen Katzen. Die erwachsene Tochter liest gerne meine Kurzgeschichten und Erzählungen, und wir unterhalten uns rege über die ausgefallenen Gedanken, die der Treibstoff für meine Kreativität sind. Wenn ich mir zum Beispiel vorstelle, was eine Gewehrkugel denkt, wenn sie kurz vorm Abschuss im Magazin liegt. Oder eine imaginäre weibliche Person begibt sich auf eine aufwühlende innere Reise, während sie im Flur ihres eigenen Hauses einem Kugelblitz gegenübersteht. Nun möchte ich endlich erkennen dürfen, was andere findige Zeitgenossen von solchen Gedanken halten.

Was schreibst du?
Warum schreibe ich? Und was schreibe ich?

Es keimte immer schon der Wunsch in mir, Unausgesprochenes, das für ein alltägliches Gespräch zu fordernd wäre, aufzuschreiben, um es dann irgendwann mal der Außenwelt zur Verfügung zu stellen.
Der erste Schritt in diese Richtung entstand durch eine Veränderung meiner Arbeitswelt. Ich hatte mich mit Ende vierzig entschlossen, zu einem Automobilhersteller zu wechseln. Der Einstieg dorthin erforderte zunächst die Bereitschaft, im Schichtdienst zu arbeiten. Es erwies sich als Glücksfall, denn die Vormittage jeder zweiten Arbeitswoche standen nun zu meiner freien Verfügung. Ich war allein zu Hause und konnte einem schon lange gehegten Gedanken nachgehen. Eine erste Kurzgeschichte entstand, und ich war beim Lesen der eigenen Zeilen sofort begeistert, etwas erschaffen zu haben, das lesenswert schien. In einem Forum für Kurzgeschichten landete meine Story zunächst im Korrekturbereich, da ein entscheidendes Mitglied sie dorthin verbannt hatte. Eine weitere Person hatte sich meiner Zeilen angenommen und einen nicht sehr wohlmeinenden Kommentar dazu abgegeben. Wir schrieben noch paarmal hin und her, bis ich genau verstand, was die Dame meinte. Ihr ging die Entwicklung meiner Geschichte zu schnell in eine unerwartete Richtung. Ich habe mich bei ihr bedankt und daraus gelernt.
Zum fünfzehnten Geburtstag meiner Tochter plante ich ein außergewöhnliches Geschenk. Eine selbst geschriebene Story über ein gleichaltriges Mädchen sollte es werden. Eifrig hatte ich begonnen mit dem Schreiben, um sehr schnell festzustellen, dass es ein ganzer Roman werden würde. Bei dem Gedankensturm, der sich entwickelte, konnte es keinesfalls bei einer Kurzgeschichte bleiben.
Ich erklärte ihr mein Ziel und den Grund, warum das Geschenk erst später an sie überreicht werden könne. Mit leuchtenden Augen las sie die ersten Zeilen und war vor allem begeistert, ihren eigenen Namen in der Widmung zu lesen. Sie bekam den kleinen Fantasy-Roman später und war immer noch voller Freude darüber.
Danach schickte ich das Manuskript an eine Lektorin, die eine sehr wohlmeinende Beurteilung dazu schrieb und mich anspornte, ihre angeführten Punkte umzusetzen und auf jeden Fall dranzubleiben. So wurde ,,Das Mädchen auf dem Dach" in die Welt gesetzt und überarbeitet. Mir fehlt lediglich noch der entscheidende Impuls, um den kleinen Roman mit Feinschliff zu überarbeiten und endgültig zu veröffentlichen.
Nun ist meine Leidenschaft geweckt. Kleinere Geschichten habe ich bereits drucken lassen, sie kreisen im persönlichen Umfeld umher. Ich freue mich auf einen lebhaften Austausch mit Gleichgesinnten und bin an der Gemeinschaft des Tintenzirkels sehr interessiert.


Warum wir? Warum du?
Gefunden habe ich Euch nach einer intensiven Recherche, bei der der Tintenzirkel auf den ersten Blick überzeugte. Ich schaute nach, las die Statuten und dachte: fein — das passt.
Nun zu der Frage, was die Gemeinschaft des Tintenzirkels von mir erwarten kann.
Ich denke, dass ich eher der Ausreißer unter den Mitgliedern bin und deshalb für Bereicherung sorgen werde. Ich bin männlich, befinde mich im Rentenalter und bringe eine gute Portion Lebenserfahrung mit. Trotzdem bin ich durchaus fähig, mich in die Gedankenwelt des anderen Geschlechts hineinzuversetzen — das haben mir schon mehrere Leserinnen bestätigt, aber auch ein kritischer Arbeitskollege, der leidenschaftlicher Fantasy-Leser ist.
Zudem habe ich einen tiefgehenden technischen Hintergrund und bin bekannt dafür, äußerst detailliert beschreiben zu können. Psychologische und soziologische Nuancen lasse ich gerne in die Gestaltung meiner Protagonisten und deren Gegenspieler einfließen.
Mir fehlt der inspirierende Austausch mit Gleichgesinnten. Ich bin bereit, dort Hilfestellung zu leisten, wo ich gebraucht werde.


Kurze Kostprobe
»Es gibt noch was anderes. Nicht nur das Schaurige, das in der Nacht passiert ist«, flüstert sie ihrem Spiegelbild zu, das interessiert zurückblickt.
»Eine positive Energie. Ich habe Kontrolle darüber. Es hat mit Licht und mit Musik zu tun.«
#16
Tintenzirkel / Re: 74. Kurzgeschichtentriell ...
Letzter Beitrag von xadhoom - 10. August 2026, 10:16:57
Zitat von: Stefan am 10. August 2026, 06:59:11Hurra, ich hab was.
Das ist gut!^^

Zitat von: Stefan am 10. August 2026, 06:59:11Kein Nobelpreiskandidat, den schreib ich dann nächstes Mal.
Solange es für den Georg-Büchner-Preis langt, reicht uns das schon. :p

Zitat von: Stefan am 10. August 2026, 06:59:11Wir suchen immer noch kritische Leserlinge.
Bin dran ...
#17
Tintenzirkel / Re: 74. Kurzgeschichtentriell ...
Letzter Beitrag von Stefan - 10. August 2026, 06:59:11
Hurra, ich hab was. Kein Nobelpreiskandidat, den schreib ich dann nächstes Mal. :rofl: Aber in meinem Kopf ergibt es Sinn.

Wir suchen immer noch kritische Leserlinge:winke: :buch:
#18
Buch- und Verlagswesen / Re: KI als Autor
Letzter Beitrag von Ava - 09. August 2026, 20:26:50
Hier findet ihr zwei spannende Artikel zu dem Thema:

https://www.theatlantic.com/technology/2026/07/daggermouth-novel-bestseller-ai/688067/

und

https://post.substack.com/p/an-authors-2-million-book-deal-was

Im ersten geht es um den Bestseller "Daggermouth", im zweiten um einen zurückgezogenen Millionen-Bookdeal.

Fand ich sehr interessant, kannte das AI-Prüftool Pangram vorher gar nicht. Ansonsten bin ich bei Phlox. Solange bequem und billig sind leider viele Leute mit dabei. Und wenn ich sehe, wie begeistert viele meiner Bekannten von den Chatbots sind, dann fühle ich mich oft wie aus der Steinzeit. Das hat mit Alexa angefangen und geht jetzt halt so weiter. 
#19
Buch- und Verlagswesen / Re: KI als Autor
Letzter Beitrag von Phlox - 09. August 2026, 12:50:22
Zitat von: Luna am 02. März 2026, 07:52:26Fühlen ist keine Fuzzylogik. Gefühle sind etwas tief menschliches. Liebe, Hass, Zuneigung, Ablehnung. Das sind alles Dinge, die eine Maschine nicht replizieren kann.
Wenn es um die Frage geht, ob KI(-generierte Texte) es künftig (oder schon jetzt) schwieriger für menschliche Autor*innen machen, eine Öffentlichkeit zu finden bzw. sich auf dem Buchmarkt bemerkbar zu machen, spielt dieser Aspekt aber, fürchte ich, keine große Rolle.
Wenn Menschen z.B. Romane lesen, tun sie das vermutlich nicht selten aus der Motivation heraus, als Lesende bestimmte Emotionen zu haben. Und die wiederum werden dadurch erzeugt, wie ein Text aufgebaut und geschrieben ist; und hier kann ich mir eigentlich recht gut vorstellen, dass auch KI-generierte Texte prima Emotionen erzeugen können, und immer besser werden erzeugen können.

Und zur Frage, warum ein Mensch sich dann noch hinsetzen und einer KI Prompts diktieren soll, statt so einen Text selbst zu schreiben: Weil's einfach ist und gemacht werden kann. Könnte man (etwas pessimistisch vielleicht) sagen, denn "der Mensch" ist doch erfahrungsgemäß häufig recht bequem... und "es sich bequem zu machen", diese Neigung wird durch die technischen Spielereien, die uns heute zur Verfügung stehen ja eigentlich auch stets weiter verstärkt (alles, was du willst, ist bloß einen Klick weit entfernt...).

Aber was mich eigentlich mehr betrübt sind Nachrichten der Art, dass die Menschen überhaupt immer weniger lesen, und durch die exzessive Bildschirmnutzung offenbar auch immer weniger in der Lage sind, eigene Phantasie-Bilder im Kopf beim Lesen von Texten zu erzeugen (wodurch Lesen dann natürlich auch nicht so viel Freude z.B. bringt).
Ich halte es für gut möglich, dass die Art, wie Menschen sich Geschichten erzählen, sich in den nächsten Jahren/Jahrzehnten fundamental ändern könnte.
Da ich wohl selbst ein wenig altmodisch bin und bei meinen eigenen Internet- und Device-Gewohnheiten, scheint's, irgendwie im Jahr 2005 stecken geblieben bin und seither hoffnungslos hinterher hinke, finde ich persönlich das unglaublich schade - aber ich nehme an, man kann das auch spannend finden und versuchen, diesen Prozess aktiv mit zu gestalten! 
#20
Workshop / Re: "The Artist's Way" für blo...
Letzter Beitrag von Jen - 06. August 2026, 20:36:54
Zitat von: Novae am 06. August 2026, 19:38:24Da sind viele spannende Sätze und Gedanken dabei. Vor allem der mit dem catching ball ...

Ich habe mir daraufhin ernsthaft einen Baseball gekauft, der seitdem auf meinem Schreibtisch liegt.

Zitat von: Barra am 06. August 2026, 20:29:36
Zitatdas regelmäßige ,,trust in God" muss man sich ggf. umdichten, was zumindest bei mir gut funktioniert hat. Lasst euch davon nicht abschrecken
Uff, das fiel mir wirklich mehr als schwer. Ja, es ist älteren Datums, ja, ich nehm mir eh immer nur, was mir schmeckt mit aus Ratgebern. Dennoch war es ein trübendes "G'schmäckle".

Ja, hatte ich auch erst ein ungutes Gefühl mit. Ich bin selbst nicht getauft (war im Alter von 16-20 trotzdem auf ev. Kirchenfreizeiten dabei und fand das grundsätzlich sehr bereichernd in puncto Werten wie Dankbarkeit oder auch mit den gemeinschaftlichen Aspekten). Es ist aber nicht besonders 'preaching' und kann auf verschiedene Weise ausgelegt werden. In meinem Fall hab ich "God" meistens mit "meine Intuition" oder auch mal "meine Bestimmung" gleichgesetzt, das passt.