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Neueste Beiträge

#11
Veröffentlichungen / Re: [Roman] Markus Heitkamp: D...
Letzter Beitrag von LaCaffeinata - Gestern um 14:01:48
Hurra!
#12
Buch- und Verlagswesen / Re: KI als Autor
Letzter Beitrag von LaCaffeinata - Gestern um 13:54:01
Letzten Endes kann man in manchen Bereichen KI verwenden, um die Arbeit von Menschen zu verbessern oder zu beschleunigen. Komplett ersetzen kann sie Menschen (noch?) nicht - das sagt sogar mein KI-verliebter Partner. Warum man sie für Kunst einsetzen wollen sollte, erschließt sich mir persönlich nicht. Schließlich geht es bei Kunst darum, Erfahrungen etc. zu teilen. Kunst ist ein Dialog (Multilog?) zwischen Personen. KI kriegt höchstens ein Konsumgut hin, aber keine Kunst, mit der wir Gesellschaft verhandeln oder universelle Erlebnisse besprechen.

Oder anders gesagt: Wieso sollte jemand sich die Mühe machen, etwas zu lesen, von dem niemand sich die Mühe gemacht hat, es zu schreiben?
#13
Buch- und Verlagswesen / Re: KI als Autor
Letzter Beitrag von Siara - Gestern um 13:33:24
Die Frage, die das Thema bei mir immer wieder auslöst, ist: Warum!?

Letztens bin ich durch Zufall auf einen YouTube-Kanal gestoßen, dessen Betreiber ganz stolz erklärt, wie er Bücher mit KI schreibt, die Cover designt und sie dann auch vermarktet. Natürlich bekommt er kritische Kommentare wie "Und du glaubst echt, dass du dich Autor nennen darfst?", worauf er dann nur trocken mit "Ja." antwortet. Er meint, niemanden interessiert, ob ein echter Mensch jedes Wort geschrieben hat, und Leute würden lesen, was immer man ihnen vorsetzt.

Meinetwegen. Gehen wir mal davon aus, dass das stimmt.

Dann verstehe trotzdem nicht, was einen dazu treibt. Entweder man will Geld verdienen. Und sorry, aber mit dem Ziel ist man in der Buchbranche einfach generell verkehrt. Reich wird man damit einfach nicht, und für ein Nebeneinkommen gibt es deutlich aussichtsreichere Möglichkeiten. Oder man tut es fürs Prestige, rein nach dem Motto: "Guck mal, was ich gemacht habe!" - Aber KI nimmt einem das Prestige ab. Letzte Möglichkeit, die mir einfällt: Man hat Spaß am Schreiben. In dem Fall erledigt man es doch aber selbst.

Unabhängig von den Sorgen, dass KI den Buchmarkt vergiftet und Co., sehe ich einfach keinerlei Vorteil in der generativen Anwendung in diesem Bereich.

Da stehe ich sehr bei dem, was Brandon Sanderson in dem von Sunflower schon verlinkten Video gesagt hat.
#14
Tintenzirkel / Re: 69. Kurzgeschichtentriell ...
Letzter Beitrag von Biene - 17. Februar 2026, 20:49:11
Noch eine Woche, dann gibt es neue Geschichten. Wer mag, kann sich gerne noch als Leserling melden. Es lohnt sich!

@Stefan , ich brauche noch deine E-Mail-Adresse.
#15
Buch- und Verlagswesen / Re: KI als Autor
Letzter Beitrag von Alana - 17. Februar 2026, 17:23:07
@Sunflower Ich hoffe sehr, dass du recht hast. Ich hätte nichts dagegen. Ich fände vor allem auch schön, wenn Leute mal KI dorthin entwickeln würden, wo Menschen sie wirklich brauchen, anstatt zu gucken, wie sie endlich perfekte Bücher schreiben kann.

Zum Beispiel neue Hörbücher finden, die meinen Geschmack genau treffen. Ich würde so viel mehr Bücher konsumieren und damit wäre uns allen geholfen. Oder die richtige neue Waschmachine für mich finden. Hier wäre Innovation für uns alle nützlich, aber genau das kann KI natürlich null.
#16
Buch- und Verlagswesen / Re: KI als Autor
Letzter Beitrag von Sunflower - 17. Februar 2026, 16:36:54
Ich rede auch im Job immer wieder mit Leuten, die mehr Ahnung als ich von KI haben und ich habe denselben Eindruck wie @Stefan: Das, was sie kann, kann sie halt, aber sie wird jetzt nicht einfach so immer besser im Bücherschreiben z.B. Es bräuchte hier (soweit ich das verstehe) eine grundlegend neue Innovation. Was die LLM gerade können, ist in dem Bereich mehr oder weniger die Grenze von den aktuellen Technologien. Wer behauptet, dass sie sich ohne viel Zutun immer weiter verbessern werden, will vermutlich Aktien verkaufen. (Dieselbe Erklärung steckt meiner Meinung nach auch hinter den ganzen düsteren Techbro-Szenarien, die Altman und Co. gern in Interviews aufmachen. Das ist halt gut für den Börsenkurs, wenn man erzählt, seine Erfindung würde bald die Weltherrschaft übernehmen. Viel dran ist da meiner Meinung nach aktuell nicht  ::) )

Also, nein, ich glaube nicht, dass die LLMs auf einmal anfangen, sinnvolle oder gute Bücher zu schreiben. Dafür müsste auf Forschungsebene mehr passieren, als gerade passiert. (Korrigiert mich aber gern, ich bin da auch nur interessierter Laie!)

Ich fand übrigens Brandon Sandersons Keynote über AI und Kunst ziemlich interessant.
#17
Buch- und Verlagswesen / Re: KI als Autor
Letzter Beitrag von Alana - 17. Februar 2026, 16:08:35
Ich sehe das auch so, Texte sind aktuell unbenutzbar. Ich nutze MLVs zur Analyse von allen möglichen Dingen, aber erstens brauche ich selbst eine Menge Wissen, um das sinnvoll einzusetzen, und wenn es mir Vorschläge macht, finde ich die immer grausam. (Beispeil: Newsletter Betreffzeilen.) Generative KI nutze ich bewusst nicht.

Ich glaube aber leider, dass die Entwicklung hin zu Büchern, die den Markt befriedigen, nicht so lange dauern wird, aber ich hoffe, dass bis dahin KI auch das kostet, was sie kosten sollte. KI sollte nicht kostenlos sein dürfen, sondern kosten, was sie tatsächlich an Kosten verursacht. Dann hätten wir einige Probleme schon nicht mehr.
#18
Buch- und Verlagswesen / Re: KI als Autor
Letzter Beitrag von Stefan - 16. Februar 2026, 22:24:00
Das ist meine Meinung dazu: Was die KI nicht kann.

Bisher konnte ich noch keinen einzigen von der KI vorgeschlagenen Satz verwenden. Sie schreibt zu absurd. Ich kann mir nicht richtig vorstellen, dass ein gescheites Buch dabei rauskommt.

Einen Roman müsste man sowieso aufteilen, weil er insgesamt zu groß ist für die heutigen Modelle. Es braucht also: Planung, Plot, Konzeptarbeit, eine Verwaltung von Gegenständen und Eigenschaften etc. Das alles kann man der KI beibringen, und schon wird es teuer. Ja, die KI kann nützlich sein, aber am Ende ist sie doch einfach nur ein dummes Tool.

Zukunft der KI

Ich arbeite beruflich (als Software Ingenieur) mit KI. Ich bin kein Experte darin, aber ich spreche mit Leuten, die mehr davon verstehen. Ich glaube nicht, dass sich die KI so rasant weiterentwickelt, wie sich das viele Leute vorstellen. Im Moment wird viel mehr Geld reingesteckt, als zu holen ist. Jede Anfrage verheizt einiges an Rechenpower in einem extrem teuren Rechenzentrum. Bevor die Leistung durch die Decke geht, müssen die Betreiber die Kosten runterkriegen und die Preise erhöhen.

Im Moment sieht es wenig danach aus, als ob nebenbei noch groß in Grundlagenforschung investiert wird.

Natürlich entwickelt sich KI weiter, aber Grund zur Panik besteht nicht. Der nächste Quantensprung wird auf sich warten lassen.
#19
Tintenzirkel / Re: Lyrik und Musik in Roman e...
Letzter Beitrag von Stefan - 16. Februar 2026, 21:45:58
Mir fallen spontan ein folgende Beispiele ein (sorry, Kinder-/Jugendbücher):

- Michael Ende dichtet gern, z.B. die ganzen Zauberformeln im Wunschpunsch.
- Pu der Bär. Pus Lieder leiden leider unter der Übersetzung.
- Roald Dahl, z.B. Charlie und die Schokoladenfabrik, die (seitenlangen) Lieder der Umpa Lupas. Leiden auch unter der Übersetzung.

Überspringen?

Ich glaube, wenn die Gedichte inhaltlich ergiebig sind, also Informationen enthalten, die Geschichte weiterbringen und außerdem leicht zu lesen sind, gibt es keinen Grund, sie zu überspringen.

Ehrlich gesagt finde ich übersetzte Gedichte oder Lieder meistens nur anstrengend.

Musik beim Lesen
Da fällt mir Cosey ein, ein Comic-Künstler aus der französischen Schweiz. In seiner Jonathan-Reihe hat er eine Musikempfehlung in jedem Band. Z.B. "Der Blaue Raum zwischen den Wolken", da steht:

ZitatDie ist ein sehr stimmunsvoller Comic. Zur besseren Einstimmung in die Atmosphäre der Landschaft wie der Handlung empfiehlt der Autor Cosey, während der Lektüre die folgende Musik aufzulegen:
Beethoven - 3. Klavierkonzert C-Moll Op. 37
Chopin - 2. Klavierkonzert F-Moll Op. 21

Das war 1980 (fr) und 1986 (de). Man konnte nicht einmal Spotify anwerfen.

Musik beim Schreiben
Ich kann nicht bei Musik schreiben. Musik nimmt mich immer ganz in Anspruch, egal, was es ist. Und Schreiben auch. Also muss ich mich leider entscheiden.
#20
Veröffentlichungen / Re: [Roman] Markus Heitkamp: D...
Letzter Beitrag von Syvaren - 16. Februar 2026, 20:05:20
Herzlichen Glückwunsch zur Veröffentlichung!  :vibes: