Aber alles auf das Wesentliche zu kürzen, würde noch mehr zu tun geben, und vielleicht ist es ja nützlich?
Zitat von: Alana am 03. Juli 2026, 12:48:40Ich habe gestern Predator angeschaut und, ja. Es hat mich bei der Stange gehalten, war auch unterhaltsam, aber es hat mich emotional nicht erreicht und ich hatte auch nicht dieses Horror-Spannungsgefühl oder die Urgency, die man bei "Überleben im Dschungel" Filmen oft hat und die ich sehr mag. Ich fand einiges daran aber sehr faszinierend und tatsächlich, für einen B-Movie durchaus wegweisend. Die Kameraführung, das Editing und besonders am Ende die Atmosphäre des Settings fand ich großartig. Ich mochte, dass der Film mit sehr wenig Dialog auskommt, wobei ich befürchte, dass daher auch ein wenig meine Probleme kommen, dass es mich nicht ganz abgeholt hat. So wusste man einfach nie, wer gerade wohin geht, was gerade geplant ist etc. und das hat es schwer gemacht, mitzufiebern. Trotzdem fand ich den Effekt davon am Ende doch sehr cool. Besonders die Endsequenz, also das Finale hatte coole Vibes, die mir sehr gefallen haben. (Und Matsch steht Arni sehr gut.)
Es fällt mir schwer, den Film zu bewerten, denn Militär-Dudes sind einfach Menschen, die mit mir null und nichts gemein haben und ich kann mich so gut wie nie in deren Gefühlswelt reinversetzen. Ihre Konflikte interessieren mich nicht (sorry, no shame) und ich gucke mir daher solche Filme sonst gar nicht an.
Ich fand, dass der Film tatsächlich sehr ähnlich gemacht war wie Alien, vom Ablauf her und dass man wirklich kaum was über die Figuren erfährt. Was ich total okay finde. Man gucke sich den Marsianer an (Buch und Film), der wirklich großartig ist, aber man erfährt über die Hauptfigur eigentlich auch nichts. Bei Alien war ich aber voll drin und auch, wenn ich mich bei Alien nicht gegruselt habe, war es deutlich spannender gemacht, was das Entdecken der Eigenschaften des Gegners angeht und natürlich sind die Stakes hier viel höher, weil man relativ schnell versteht, dass dieses Alien niemals die Erde erreichen darf.
Bei Predator hat das alles für mich gefehlt. Der Predator war für mich nicht wirklich interessant als Gegner. Aus der Grundidee, warum der Predator tut, was er tut, die ich sehr cool fand, wurde nicht wirklich was gemacht. Das, was ich spannend fand, wurde erst ganz am Ende wirklich genutzt. (Ich sage nur: Stimmen & Lachen). Aber letzten Endes denke ich, dass das Militärsetting für mich so ein großer Abtörner ist, dass ich den Film einfach nicht fair bewerten kann.
An Arni lag es jedenfalls nicht, ich mag viele seiner Filme sehr gern und fand ihn auch hier im Großen und Ganzen echt gut. Auch die restliche Cast hat mir sehr gefallen. Ich werde auf jeden Fall in die anderen Filme auch reinschauen, besonders Prey soll ja sehr gut sein.
Zitat von: Volker am 25. Juli 2026, 16:40:01Die "Laundry Files"-Serie von Charles Stross kennst Du?
Da haben die fast dasselbe Problem. Allerdings mit cthuluoiden Wesen statt nützlicher Magie.

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