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Autor Thema: Diskussionsrunde: Love Interest  (Gelesen 15176 mal)

Offline Teben von Westend

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Re: Diskussionsrunde: Love Interest
« Antwort #90 am: 13. Oktober 2019, 20:41:38 »
Oder habe ich dich einfach nur falsch verstanden?

Jein.  ;D

Also ich persönlich finde einfach eine kurze Liebelei gibt mir persönlich nicht genug, um sie wirklich als einen Bestandteil der Geschichte aufzufassen. Und eine Liebe, wie bspw. zwischen deinem Protagonisten und Antagonisten, wäre für mich dermaßen essenziell, dass ich sie nicht einfach mit diesem Stempel "Love Interest" bezeichnen würde. Bin da selbst zu sehr Romantiker, da geht es um zwei Menschen und ihre Gefühle füreinander  :knuddel: . "Love Interest" klingt halt für mich immer so, als würde man das nur einbauen, um eben eine Liebesgeschichte drinzuhaben.

Z.B. habe ich in meinem jetzigen Projekt ein "Love Interest" rausgeschrieben, weil es der Story einfach keinen Mehrwert gab. Es ging um die persönliche Entwicklung des Protagonisten, der am Anfang der Geschichte seine Geliebte verliert. Jetzt wird es lediglich angedeutet, dass sein Herz überhaupt wieder soweit ist, Zuneigung für eine andere Frau zu empfinden. Aber daraus wird eh leider nix, weil ich grausamer Gott es verbiete und sie am Ende ohnehin stirbt  :brüll: :d'oh:

Jedenfalls hatte ich echt nicht so das Gefühl, dass die Gespräche zwischen den beiden und die letztendliche Liebesszene irgendetwas beigetragen haben, dass man nicht hätte weglassen können.
Ein Kind von Traurigkeit? Kein Kind, bin Herr dieser Stadt, Meister der Tränen und König der Lügen.

Offline Dino

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Re: Diskussionsrunde: Love Interest
« Antwort #91 am: 15. Oktober 2019, 19:02:12 »
Dankeschön für eure Einschätzungen :) wahrscheinlich mache ich mir hier wieder unnötige viele Gedanken.

@Teben von Westend da haben wir tatsächlich unterschiedliche Meinungen :) mein Nano-Roman wird eine Liebesgeschichte, das hindert mich aber nicht daran den Mann als Love Interest zu betiteln.
Der Dino wurde von der Realität gefressen. Die Antwort kann daher etwas später erfolgen.

Offline Trippelschritt

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Re: Diskussionsrunde: Love Interest
« Antwort #92 am: 16. Oktober 2019, 06:15:12 »
Wenn ein Roman eine Liebesgeschichte ist, dann gibt es definitiv einen "Love interest".
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Offline Koboldkind

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Re: Diskussionsrunde: Love Interest
« Antwort #93 am: 16. Oktober 2019, 20:28:57 »
Witzig, mein spontanes Gefühl war, dass es bei Liebesromanen nur Protas gibt, die ja meist die beiden Verliebten wären. Love Interests sind für mich eher Nebencharaktere, die auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sein müssen bzgl. große Liebe.
Wer jetzt nicht wahnsinnig wird, muss verrückt sein.

Offline Tom Arroway

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Re: Diskussionsrunde: Love Interest
« Antwort #94 am: 03. Februar 2020, 19:28:23 »
Auch wenn ich das Thema hier etwas aus der Vergangenheit "ausgrabe"...

Ich habe mir einige Zeit den Kopf zermartert, ob ich in meinem Science Fiction Roman einen Love interest brauche oder nicht?

Beim privaten Lesen war ich in manchen Büchern angetan davon, dass es eine Spannung zwischen Protagonist*in und Nebenfigur gab. In anderen war ich total genervt davon.

Ich hatte mich deshalb entschieden, im meinem eigenen Roman, den Ball dazu etwas flach zu halten. Und beim Schreiben ist es nun doch passiert, dass im Rahmen der Auflösung Gefühle entstehen.
Mal sehen, ob das Ganze die Überarbeitung übersteht.

Was ich aber sagen will: Ich bin eigentlich ein absoluter "Plotter". Aber gerade wenn meine Kernhandlung so völlig gar nichts mit Gefühlen zu tun hat, habe ich gemerkt, dass das Eigenleben der Figuren das schon selbst regelt...
"Was man heute als Science Fiction beginnt, wird man morgen vielleicht als Reportage zu Ende schreiben müssen." (Norman Mailer)

Offline Tom Arroway

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Re: Diskussionsrunde: Love Interest
« Antwort #95 am: 03. Februar 2020, 19:31:13 »
@Dino Hi!  :winke:

Zitat
Ich finde nicht, dass "Love Interest" aussagt, dass es eine Zweckliebe sein muss. Meiner Meinung nach bezeichnet es lediglich die Person für den der/die Protagonist/in Gefühle hat oder entwickelt.
Das sehe ich übrigens genau so. - Ich würde sogar soweit gehen, dass der Love interest eher etwas für den Leser ist, als für den/die Protagonist*in. Also, dass das "Mitfiebern" im entferntesten Sinne eine ganz entscheidende Rolle spielt.
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