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Autor Thema: Wenn der Zweifel an die Tür klopft  (Gelesen 129552 mal)

Offline Senoles

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #975 am: 23. Mai 2018, 11:47:07 »
Also mir persönlich hilft es immer, einer ausstehenden Person, also einem Freund oder einem anderen Schreiberling, von meinem Plot zu erzählen. Die Gedanken zu ordnen und Ungereimtheiten zu klären. Manchmal kann derjenige, dem man davon erzählt, auch eine Zweitmeinung einbringen. Das ist zumindest meine Strategie, wenn mir mein Kopf mal wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

Natürlich hat jeder seine eigenen Strategien. Welche hilft kommt auf das Individuum an. Doch meine Freunde haben mir schon oft dabei geholfen, meinen Schreibstil zu verbessern. Und einen Versuch ist es allemal wert.  ;)

Ich persönlich würde mich auch gerne als Zuhörer anbieten. Man kann mich immer anschreiben  ;D

Senoles
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Offline Ilva

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #976 am: 23. Mai 2018, 19:25:52 »
Feuertraum, Sie werden es schaffen, da mitzumachen! Und das kann Ihnen keiner nehmen.

Das Ergebnis hängt leider nicht nur von Ihnen und Ihrer grossartigen (da bin ich mir sicher) Leistung ab, sondern auch vom Konzept, das die Veranstalter im Kopf haben. Ist wie bei einer Anthologie. Die Geschichte kann wunderbar sein, aber der Herausgeber wünscht sich etwas anderes. Das werden Sie leider erst erfahren, wenn Sie mitgemacht haben.

Der versammelte TiZi steht hinter Ihnen, hält Händchen, drückt Daumen und schwingt Fähnchen!  :pompom:

A propos Lampenfieber: Ich hatte eine absolute Erleuchtung in einer Kommunikationsweiterbildung.
Da war ein Schauspieler, der gesagt hat: "Man soll sich nicht krampfhaft zu beruhigen versuchen, sondern die Nervosität willkommen heissen wie einen alten Freund, mit dem man schon so einiges durchgestanden hat. Das nimmt der Nervosität den Wind aus den Segeln."
Er hat natürlich nicht genau diese Worte verwendet, aber mir hilft es, so doof es auch klingt.

Offline Gizmo

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #977 am: 23. Mai 2018, 22:10:40 »
So ähnlich gehe ich mit der Nervosität um, die ich vor einem Auftritt mit meiner Gitarre verspüre. Ich spiele schon seit weit über 20 Jahren, mal solo, mal mit Bands und in letzter Zeit mit einem Trio. Und jedes Mal bin ich vor einem Auftritt gleichermaßen nervös. Mittlerweile bringt mich diese Nervosität nicht mehr aus dem Konzept, weil ich sie sogar als etwas Positives empfinde. Sie sorgt dafür, dass ich konzentriert bin. Ich spiele immer dann am schlechtesten, wenn ich entspannt bin. :)

Allerdings funktioniert diese Einstellung meistens nur in diesem Kontext. Wenn ich z.B. ein Vorstellungsgespräch habe, bin ich zuweilen schon am Tag davor mit den Nerven runter. Da ist noch gut Luft nach oben.  ;D
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Offline Ilva

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #978 am: 23. Mai 2018, 22:26:32 »
So ähnlich gehe ich mit der Nervosität um, die ich vor einem Auftritt mit meiner Gitarre verspüre. Ich spiele schon seit weit über 20 Jahren, mal solo, mal mit Bands und in letzter Zeit mit einem Trio. Und jedes Mal bin ich vor einem Auftritt gleichermaßen nervös. Mittlerweile bringt mich diese Nervosität nicht mehr aus dem Konzept, weil ich sie sogar als etwas Positives empfinde. Sie sorgt dafür, dass ich konzentriert bin. Ich spiele immer dann am schlechtesten, wenn ich entspannt bin. :)

Allerdings funktioniert diese Einstellung meistens nur in diesem Kontext. Wenn ich z.B. ein Vorstellungsgespräch habe, bin ich zuweilen schon am Tag davor mit den Nerven runter. Da ist noch gut Luft nach oben.  ;D
Da muss also was dran sein an dieser Technik. ;) Mir hat es geholfen, das laut auszusprechen. Ist erstmal seltsam, aber es klappt. Nur schon, weil man lächeln muss, weil es so seltsam ist. Ich sage also: "Hallo Nervosität, schön, dass du auch da bist. Wir kennen uns ja schon. Lass uns das gemeinsam durchstehen." Man fühlt sich leicht bekloppt dabei, aber es könnte helfen. Wäre einen Versuch wert. Wobei ich noch immer sterben könnte vor Angst vor jedem Vortrag.

Und nun zurück zum Thema, bevor die Mods das sehen. ;)

Online Feuertraum

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #979 am: 24. Mai 2018, 08:17:28 »
Einen wunderschönen guten Morgen,

vielen lieben Dank für die vielen aufbauenden Antworten. Auch wenn ich es nicht so zeigen kann, wie es eigentlich verdient hat gezeigt zu werden: Mit Ihren Zusprüchen machen Sie mir soviel Mut, dass ich den Schritt wagen werde. Sie haben ja recht: Im besten Fall bin ich geeignet, im schlechtesten Fall passe ich in kein Konzept der Macher.
Und wenn sich die Möglichkeit bietet, kann ich ja wieder auf einer Offenen Bühne weitere Erfahrungen sammeln.
Und dieses Argument:
Und bedenken Sie, welche Chance es für Sie wäre, endlich aus dem ungeliebten Job im Einzelhandel auszusteigen.
ist ein besonderer Ansporn für mich. Danke, liebe @canis lupus niger  :knuddel:

Viele liebe Grüße und noch einmal an dieser Stelle ein dickes Dankeschön fürs Mutmachen und Daumendrücken  :gruppenknuddel:

Feuertraum
Das Fahrrad heulte herzergreifend, weil an ihm ein Hund  seine Notdurft verrichtete.

Offline Angela

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #980 am: 11. Juli 2018, 08:52:33 »
Kristin Cashore teilt in ihrem Buch 'Bitterblue' im Anhang mit, wie sie das Buch geschrieben hat, inklusive Fotos, wie die von ihr bearbeiten Seiten aussehen und welche Berge an Papier sie verarbeitet hat. 3 Jahre hat sie an dem 'first Draft' gesessen, den sie dann abgegeben hat, 800 Seiten. Ihre Editorin hat ihr dann vorgeschlagen, das Ganze komplett neu zu schreiben.
Hat sie in 5 Monaten, später folgten dann die Überarbeitungen 2, 4 und 5. Vier Jahre hat es insgesamt gedauert.
Bitterblue ist der dritte Teil einer Serie, die Frau ist Profi. Sie will anderen Autoren Mut machen mit ihrer ehrlichen Schilderung.


Offline Araluen

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #981 am: 11. Juli 2018, 09:00:19 »
So schreibt auch L.C. Frey in seinem Ratgeber Story Turbo: Niemand schreibt ein Buch.
Die Filmmär vom Autor, der sich hinsetzt und sein fertiges Buch runter tippt, ist in aller Regel Fiktion. Nahezu jeder Autor, auch unsere Lieblinge und Vollprofis, die sich Millionenfaxh verkaufen (schließt einander jetzt nicht aus), haben regelmäßig Zettelberge bei sich auf dem Tisch liegen, die nur sehr entfernt an einen Bestseller erinnern. Mit diesem Bild vor Augen schreibt es sich gleich wieder viel leichter :)

Offline Erin

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #982 am: 22. Juli 2018, 14:34:52 »
Ja, diesen Zweifel kenne ich... Er lauert mir jedes Mal auf, wenn ich irgendwas anfange. Nicht nur beim schreiben, aber dabei stört er mich nun mal am meisten. Meistens schreibe ich auch einfach weiter und gehe davon aus, dass er sich schon irgendwann verflüchtigen wird. Ab und zu tut er das auch, ab und zu bleibt er aber und erweist sich als ziemlich hartnäckig. Ich stecke gerade jetzt in so einer Phase, von daher kann ich genau sagen, was ich dagegen tue, Beziehungsweise nun zu tun gedenke. Ich werde natürlich weiterschreiben, aber ich denke, ich hole mir einen objektiven Rat zu dem bisher geschriebenen ein, damit ich besser einschätzen kann, welche der von mir bezweifelten Aspekte zurecht angezweifelt wird, und was davon nur irrelevante Gedanken sind. Oder ich lasse mir die betreffenden Stellen vorlesen und versuche dadurch selbst herauszufinden, was es denn ist, dass mich wirklich stört. Sobald das Problem gefunden ist, kann man es dann bearbeiten. Wenn man aber trotzdem kein Stück weiter kommt, dann hilft eigentlich nur eins: Dem Zweifel einen heißen Kaffee ins Gesicht schütten oder ihn gleich darin ertränken (Tee oder heiße Schokolade sind auch geeignet XD), mit den Schultern zucken, sich vor Augen führen, was einen denn dazu bewegt hat mit dem Schreiben der Geschichte anzufangen, und im selben Stil einfach weiter machen. Bei allen anderen Tätigkeiten verhält es sich eigentlich genauso. Und ist man letzten Endes dennoch nicht zufrieden: Niemand ist perfekt, Beziehungsweise jeder ist auf seine Art fantastisch, trotz diverser Fehler, die eben nur allzu menschlich sind. Dann gibt es halt Leute, die etwas besser können. Na und? Es gibt auch Leute, die es weniger gut können. Es wird immer Menschen geben, denen gefällt, was man schafft, selbst wenn man selbst Zweifel hat. Man ist ja auch meistens ein wenig zu selbstkritisch und der Zweifel lenkt die Aufmerksamkeit eher auf das Negative, aber dadurch verschwindet das Positive ja nicht automatisch. Und die ein oder andere Macke macht das Geschaffene doch nur persönlicher und individueller. Einfach stolz drauf sein.


Ich hoffe, das ist vielleicht eine Hilfe. :)

Offline Coppelia

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #983 am: 20. August 2019, 20:54:30 »
In letzter Zeit ist es mit meinem Autoren-Selbstbewusstsein ohnehin nicht weit her, aber in den letzten Monaten macht mir eine Sache immer ganz besonders zu schaffen. Früher kam ich ganz gut damit klar, wenn andere Autor*innen großartige Geschichten erzählt haben. Dafür waren meine das, was ich schreiben wollte, und irgendwie wusste ich, dass niemand anders sie so schreiben kann wie ich und dass es deshalb richtig so ist. Das hat sich in letzter Zeit sehr geändert. Mir schweben jetzt ganz andere Geschichten vor, viel größer, epischer, dramatischer, mit ganz tollen Personen, den krassesten überraschenden Wendungen, konsequent, atemberaubend und großartig. :P Leider weiß ich nicht, wie meine Fähigkeiten ausreichen sollen, sie zu erzählen. Ich scheitere meist schon bei der Planung (und da sehe ich auch meine persönliche größte Baustelle). Wenn ich dann geniale Werke anderer Autoren lese, die in diese Richtung gehen, bin ich fürchterlich niedergeschlagen, weil es mir vorkommt, als würden andere „meine“ Geschichten erzählen.

Ich habe mich schon viel damit beschäftigt, mich zu verbessern, informiere mich, analysiere usw., aber je mehr ich es versuche, desto weniger scheine ich das zu erreichen, was ich will. An meinem aktuellen Roman (den ich an sich sehr mag und auch gut finde) arbeite ich schon seit letztem November sehr hart, und er ist trotzdem noch weit davon entfernt, das geniale Buch zu werden, das er in meinem Kopf ist.

Irgendwie weiß ich echt nicht, was ich tun soll. Ich weiß auch nicht, was sich geändert hat (ok, meine Themen - ich gehe wieder viel mehr in Richtung klassische Fantasy).

Das macht mich oft sehr traurig. Ich würde mein Leben gern noch nutzen, um diese super Geschichten zu schreiben, die ich gern schreiben würde, aber allmählich dämmert mir, dass daraus wohl nichts wird. Klar, ich tröste mich dann damit, dass viele Geschichten, die nicht ganz so toll sind, auch sehr beliebt sind und den Menschen etwas geben, und dass natürlich nicht jede*r ein Genie sein kann. Aber ich hätte wirklich gern den alten Zustand zurück oder einen neuen, den ich besser akzeptieren kann. :( Am allerliebsten wäre ich natürlich die Autorin, die ihre Geschichten so erzählen kann, wie sie mir vorschweben.

Wahrschenlich bin ich nicht die einzige, der das so geht, oder?
  

Offline Anila

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #984 am: 20. August 2019, 23:29:36 »
Liebe Coppelia,
ich bin mir gar nicht sicher ob ich befugt bin Dir hier zu antworten. Nachdem ich deine Internetseite gesehen habe, weiß ich dass ich Dich bewundere für viele veröffentlichte Bücher, die Menschen lesen und anhören.

Und obwohl ich noch nie einen Roman fertig geschrieben habe, kenne ich deine Gefühle: Geschichten die in mir lauern, die mir sensationell und noch nie erzählt vorkommen und die ich nicht so auf Papier bringe wie ich sie gespürt habe. Und die ich dann manchmal im Buchladen entdecke.

Ich frage mich: Hemmt einen das manchmal zusätzlich, wenn man merkt das man an die Grenzen seines Talents und Könnens kommt? Vielleicht steigen die Ansprüche mit erreichten Leistungen und dann steht man sich irgendwann selbst im Weg?

Ich denke es besteht eine gute Chance dass je mehr Du versuchst das Werk Deines Lebens zu schreiben, desto unwahrscheinlicher wird es passieren. Vielleicht wenn Du locker läßt und Du Dir sagst dass Du ja noch VIEL Zeit hast diese Werke zu schreiben wird es eines Tages gelingen. Vielleicht muss auch noch etwas in deinem Leben passieren um die letzten Mauern vor der ultimativen Inspiration einzureißen?

Ich hoffe Du schaffst es Dein Selbstbewußtsein bald aufzupolieren und deine Kreativität wieder zu geniessen. Die meisten Genies waren/sind sowieso total crazy und/oder hatten viel Schmerz und Pech in ihrem Leben.. das will ich Dir auf keinen Fall wünschen.
Ich glaube aber dieser Wunsch etwas in seinem Leben schaffen zu wollen, das Bestand hat, so wie eine wirklich sensationelle Geschichte, besteht aber  in jedem Menschen und mit steigendem Alter verspürt man eine gewissen Panik ob das wohl noch gelingen wird.

Also insofern: ich verstehe Dich gut und wünschte trotzdem ich wäre in Deiner Position mit den Erfolgen die du schon erreicht hast.
Bezüglich des Schreibens kann ich Dir mangels Fähigkeiten keine Tipps geben aber das Leben hat immer wieder eine Überraschung bereit, und auf einmal hast Du die perfekte Geschichte auf deinem Notebook. Gib nicht auf und lass Dich auf jeden Fall nicht frusten!

 :knuddel: Anila, dein Fan!
"Courage is grace under pressure." (Hemmingway)

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #985 am: 21. August 2019, 07:02:04 »
@Coppelia: Lass dich mal Drücken  :knuddel: :knuddel: :knuddel: Und ich glaube es ist an der Zeit, dass ich dich in meine Plotgruppe einfüge. Ich weiß, auch damit haderst du und daher bin ich jetzt mal so frei und entscheide einfach, dass ich dich dabei haben möchte. Ein paar Links könnten dort auch hilfreich sein und wir können uns mit allem befassen, was handwerklich vielleicht Unsicherheit schafft. Ich kann dir aber auch anbieten, dass wir uns über Skype oder Hangouts telefonisch mal zusammen sprechen (das wäre dann für uns kostenlos) und wir übers komplexe Bücher schreiben uns austauschen. Eines meiner Projekte ist ja auch sehr facettenreich, mit vielen Charakteren, die wie Puzzleteile eines Großen und Ganzen sind. Ich hadere dabei auch immer wieder damit ob meine Struktur so gut ist oder nicht doch anders besser wäre. Ich denke ja, so geht es jedem immer wieder Mal. Also du bist nicht allein  :knuddel:

Offline Wildfee

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #986 am: 21. August 2019, 07:44:50 »
Coppi, die beiden vor mir haben schon ganz gut das ausgedrückt, was ich auch denke.  :flausch:

Du stellst wahnsinnig hohe Ansprüche an dich, die kaum jemand erfüllen kann. Deine Geschichten sind gut. Sie sind verdammt gut und du wirst diese Story vor dir in einem Buch gedruckt sehen. Da bin ich ganz sicher.
Und was die Geschichten betrifft, die von anderen geschrieben wurden: keiner kann deine Geschichte erzählen, niemand außer dir. Und sie ist genauso einzigartig und wertvoll wie du  :vibes:


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Offline Alana

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #987 am: 21. August 2019, 08:56:14 »
Ein Buch zu schreiben, ist weder einfach noch geradlinig. Es ist häufig chaotisch und ich glaube, man sollte sich den Gefallen tun, nicht jeden Schritt perfekt machen zu wollen. Man entwickelt das Manuskript Stück für Stück, man entwickelt sich auch selbst am Manuskript. Ein geniales Manuskript ist nicht sofort in jedem Stadium genial. Es erfordert viel Arbeit und viel Überarbeitung. Man fängt an einer Ecke an und dann beißt man sich durch, verbessert, verliert den Verstand, freut sich, wird halb wahnsinnig und das macht man, bis man fertig ist. Und das Buch hoffentlich auch.  ;D Das ist normal. :) Also einfach anfangen und der Rest wird dann schon.  :knuddel:

»Ich weiß, das kommt jetzt überraschend, aber der Tintenzirkel ist gar kein Ego-Shooter.«
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Offline Coppelia

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #988 am: 21. August 2019, 09:54:38 »
Vielen lieben Dank für eure Worte. Es ist immer eine Erleichterung zu hören, dass auch andere mit ähnlichen Zweifeln und Schwierigkeiten zu kämpfen haben. :knuddel:

Und, es stimmt natürlich, geniale Werke dauern normal lange und es sind auch oft viele Menschen daran beteiligt. Ich bin froh über die viele Unterstützung, die ich habe. Aber was mir im Moment unter anderem fehlt, ist, glaube ich, ein professioneller Blick.
Zitat
Und was die Geschichten betrifft, die von anderen geschrieben wurden: keiner kann deine Geschichte erzählen, niemand außer dir.
Das ist wirklich etwas, was mich durch mein Leben begleitet hat, aber es fühlt sich halt in letzter Zeit nicht mehr ganz so an. Vielleicht ändert es sich, wenn ich wieder eine von "meinen" Geschichten gefunden habe. Früher war es ja die Antike-Rom-Thematik, wo ich mich sehr gut auskannte, aber das bediene ich nicht mehr so sehr.

Es ist auch nicht mal so, dass ich meine Geschichten für direkt schlecht halte - sie bleiben nur trotzdem hinter meinen Ansprüchen zurück (und die sind vielleicht wirklich zu hoch). Und die genialen Geschichten, denen ich begegne, sind gefühlt noch mal besser, als meine Ansprüche an mich selbst hoch sind.

Vielen Dank für die Aufnahme in die Plotgruppe. Vielleicht hilft mir das, meine Ideen zu ordnen. :) Und mehr Austausch ist immer gut.

Vielleicht liegt es auch ein bisschen an meinem besten Freund, der immer super kritisch ist. Mit ihm bespreche ich meine meisten Ideen und bekomme eigentlich nie positives Feedback, immer nur die Aussage, es sei noch nicht gut. Daher liegt auch San Turaco auf Eis - weil ich keinen neuen Anfang gefunden habe, der seine Billigung fand. Aber ich bin auf dem Ohr vermutlich auch ziemlich empfindlich und lasse mich schnell entmutigen.

Ich hoffe auch ein bisschen, dass diese Phase ein Zeichen ist, dass ich mich weiter entwickle. Wer weiß. ;D
Früher habe ich z. B. auch viel weniger und kürzer überarbeitet.
  

Offline Arcor

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Re: Wenn der Zweifel an die Tür klopft
« Antwort #989 am: 21. August 2019, 10:03:45 »
Vielleicht liegt es auch ein bisschen an meinem besten Freund, der immer super kritisch ist. Mit ihm bespreche ich meine meisten Ideen und bekomme eigentlich nie positives Feedback, immer nur die Aussage, es sei noch nicht gut. Daher liegt auch San Turaco auf Eis - weil ich keinen neuen Anfang gefunden habe, der seine Billigung fand. Aber ich bin auf dem Ohr vermutlich auch ziemlich empfindlich und lasse mich schnell entmutigen.
Das ist aber natürlich auch nicht ideal. Kritische Freunde/Betaleser/Testleser sind wichtig und in jedem Fall besser als solche, die einfach nur alles durchnicken, um dir nicht wehtun zu wollen. Aber wenn du nie positives Feedback bekommst, sondern immer nur gesagt bekommst, was alles noch Käse ist - puh, dass stelle ich mir schon ziemlich belastend vor. Ich möchte deinem besten Freund nicht zu nahe treten, aber so wie du es schilderst, klingt es, als könnte er seine Rückmeldungen auch positiver/aufbauender verpacken.  :-\

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