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David Oakenheart: Zwischen Altenzentrum, Familienleben und fantastischen Welten

Begonnen von Arcor, Gestern um 08:56:09

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Arcor

Liebe TiZis, die Herbstwelle der neuen Mitglieder ist eröffnet und den Anfang macht ein echter Familienmensch, der seit ein paar Monaten intensiv an seiner Fantasywelt arbeitet. Herzlich Willkommen David Oakenheart!


Wer bist du?
Mein Name ist David, ich bin 40 Jahre alt und komme aus Duisburg. Wenn ich mich selbst beschreiben müsste, würde ich wahrscheinlich sagen: Familienmensch, Fantasybegeisterter, Geschichtenerfinder und jemand, der manchmal deutlich länger über eine fiktive Welt nachdenken kann, als vermutlich vernünftig wäre.

Beruflich arbeite ich in einem Altenzentrum in der sozialen Betreuung. Dort begleite ich ältere Menschen, darunter auch Menschen mit Demenz, gestalte Gruppenangebote und versuche vor allem, ihnen ein Stück Lebensqualität und schöne Momente im Alltag zu ermöglichen. Diese Arbeit hat wenig mit Fantasywelten zu tun und gleichzeitig erstaunlich viel mit Geschichten. Man begegnet Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen und merkt schnell, dass hinter jedem Menschen Erfahrungen stecken, die ihn geprägt haben.

Privat bin ich Familienvater und verbringe entsprechend viel Zeit mit meiner Familie. Wenn daneben noch Zeit übrig bleibt, gehören Bücher, Fußball, Gartenarbeit, Handwerk und natürlich das Schreiben zu meinen großen Leidenschaften.

Ich bin eher jemand, der gerne diskutiert und unterschiedliche Sichtweisen spannend findet. Gerade deshalb mag ich Gemeinschaften, in denen man nicht immer einer Meinung sein muss. Mir ist ein respektvoller Umgang wichtig, aber genauso wichtig finde ich es, auch einmal widersprechen zu dürfen.

Und wahrscheinlich gehört zu mir auch eine gehörige Portion Neugier. Ich kann mich ziemlich tief in Themen hineingraben, besonders dann, wenn irgendwo Geschichten, Menschen oder fantastische Welten im Spiel sind.

Was schreibst du?
Geschichten begleiten mich eigentlich schon sehr lange. Besonders Fantasy hat mich früh gepackt. Autoren wie Tolkien, Wolfgang Hohlbein und vor allem Bernhard Hennen haben mir gezeigt, dass eine erfundene Welt weit mehr sein kann als eine Kulisse für Abenteuer. Mich faszinieren Geschichten, in denen Figuren Entscheidungen treffen müssen, bei denen es kein bequemes ,,richtig" oder ,,falsch" gibt.

Irgendwann reichte es mir nicht mehr, solche Welten nur zu besuchen. Ich wollte selbst eine erschaffen.

Daraus entstand mein Fantasyprojekt Istarkania, das ich vor zwei Jahren als Hobby begonnen habe. Seit vier Monaten arbeite ich jedoch sehr intensiv daran und habe beschlossen den Schritt als eigenständiger Fantasautor zu wagen. Istarkania ist eine große Welt mit unterschiedlichen Völkern, Kulturen, politischen Interessen und Konflikten. Natürlich gibt es Schlachten, Machtkämpfe und fantastische Elemente, aber im Mittelpunkt sollen für mich immer die Figuren stehen. Freundschaft, Liebe, Verlust, Loyalität, Verrat und die Frage, was Macht mit Menschen oder eben Nichtmenschen macht, interessieren mich wesentlich mehr als der hundertste magische Feuerball.

Beim Schreiben habe ich außerdem festgestellt, wie unglaublich viel man noch lernen kann. Manchmal sitze ich an einem einzigen Absatz und bin begeistert und am nächsten Morgen frage ich mich, welcher geheimnisvolle Fremde nachts meinen Text verschlechtert hat.

Genau das gefällt mir aber am Schreiben: Man ist eigentlich nie fertig damit, sich weiterzuentwickeln. Und je länger ich schreibe, desto stärker wird mein Wunsch, aus Istarkania irgendwann eine Geschichte zu machen, die nicht nur mir etwas bedeutet, sondern auch anderen Menschen.

Warum wir? Warum du?
Auf den Tintenzirkel bin ich gestoßen, weil ich inzwischen bewusst nach einer deutschsprachigen Gemeinschaft von Schreibenden suche, in der es um mehr geht als darum, den eigenen Text abzuladen, ein paar Rückmeldungen einzusammeln und wieder zu verschwinden. Genau deshalb bin ich beim Lesen eurer Bewerbungsseite hängen geblieben.

Ich möchte mein Schreiben ernsthaft weiterentwickeln und weiß gleichzeitig, dass das im völligen Alleingang schwierig ist. Ich wünsche mir Menschen, mit denen ich über Figuren, Weltenbau, Dramaturgie und Schreibprobleme diskutieren kann, die mir auch einmal sagen: ,,David, die Idee funktioniert nicht." Und bei denen ich anschließend trotzdem noch mitdiskutieren darf.

Aber ich möchte nicht nur nehmen. Ich diskutiere gerne, interessiere mich für die Ideen anderer und gebe ebenso gerne meine Gedanken weiter. Wenn jemand an einer Geschichte festhängt, möchte ich genauso mitgrübeln, wie ich mir wünsche, dass irgendwann jemand mit mir über meine eigenen Knoten im Kopf nachdenkt. Gerade unterschiedliche Ansichten empfinde ich dabei als Bereicherung.

Ich suche deshalb weniger eine Plattform zur Selbstvermarktung als eine Gemeinschaft, in der man sich langfristig kennt, unterstützt, kritisiert, miteinander lacht und gemeinsam besser wird.

Warum also gerade ich? Vielleicht weil ich noch längst nicht alles kann, aber ziemlich große Lust habe, zu lernen, mich einzubringen und auch nach dem hundertsten diskutierten Adverb noch da zu sein.

Und wenn ich irgendwann anderen Mitgliedern genauso weiterhelfen kann, wie sie mir geholfen haben, wäre das ziemlich genau die Art von Autorencommunity, nach der ich gesucht habe.

Kurze Kostprobe
Doch in ihren Worten lag eine Wut, welche sie nicht zu unterdrücken vermochte.
,,Als wäre es je anders gewesen."
,,Deine Zuneigung galt doch schon immer nur den Speichelleckern und Hofmachern, die du Adel nennst."
,,Deine Liebe ist der Thron und deine Kinder sind das Volk."
,,Es war mir schon immer ein Rätsel, warum es uns gibt."
,,Wahrscheinlich warst du nur bestrebt, den Thron in deiner Ahnenreihe zu sichern."
Die Ohrfeige, die sie traf, schallte durch den Saal.
Ahondor war sich dessen bewusst gewesen, dass seine Worte verletzend waren, da dies ein schmerzlicher Teil seines Planes war. Jedoch hätte er nie gedacht, dass seine älteste Tochter so über ihn dachte. Er konnte nicht abstreiten, dass seine Bürde als König der Elfen und der damit verbundene Sitz im Ewigen Rat ihn seiner Zeit mit der Familie stark beraubte.
Not every story is meant to be told.
Some are meant to be kept.


Faye - Finding Paradise

Cairiel

Herzlich Willkommen im Tintenzirkel! Schön, dass du zu uns gefunden hast. Dein Dialog liest sich gut, das Thema Familie scheint auch in deiner Geschichte eine wichtige Rolle zu spielen.  :)

Rhagrim

Auch von mir ein Herzliches Willkommen!  :winke:

Oh, das kann ich mir vorstellen, dass du in deinem Beruf sehr viele Geschichten erfährst. Es ist schon sehr spannend, sich auf die Lebensgeschichten und Erfahrungen von anderen Menschen einzulassen, und wenn diese Menschen aus einer anderen Kultur oder Generation kommen, umso mehr. Ich hatte vor einer Weile mal so eine Begegnung mit einem ~90 Jährigen beim Einkaufen vor dem Tiefkühlregal. Das Gespräch kam recht schnell von Lachsfilets auf Kindheitserinnerungen in der Kriegs und Nachkriegszeit. War schon sehr berührend, ihn so reden zu hören. Und letzendlich wollen wir alle nur gehört werden.

Ui, wenn du dein Projekt schon so lange mit dir herumträgst, klingt das auf jeden Fall nach einem echten Herzensprojekt  :vibes:  Toll, dass du dich der Geschichte und dem Schreiben jetzt ernsthaft widmest.
Konstruktives Feedback ist da wirklich Gold wert, um sich weiterzuentwickeln und auch mal um auf Lösungen zu kommen, auf die man selbst nie gekommen wäre. Da dreht man sich dann sonst oft nur mit sich selbst im Kreis, bis man aus der Grube nicht mehr rausgucken kann ^^
"Vergebung befreit die Zukunft von den Fesseln der Vergangenheit."
- Desmond Tutu

Aidan

Herzlich Willkommen, David! Schön, dass du hier gelandet bist!

Ja, die Betreuung von alten, teilweise dementen Menschen ist eine Aufgabe für sich. Ich habe in meiner Zeit als Physiotherapeut oft Hausbesuche bei alten Menschen und in Altenheimen gemacht und mit den Geschichten kann man ganze Bücher füllen. Und einige waren schon halb im fantastischen Bereich. Und andere sehr spannend und viele, viele berührende Begegnungen und Erzählungen. (Und vieles tragisch-komische an Erlebnissen mit den dementen Menschen, von bitter bis irgendwie auch süß, gruselig bis charmant. Alles dabei.)

ZitatUnd wahrscheinlich gehört zu mir auch eine gehörige Portion Neugier. Ich kann mich ziemlich tief in Themen hineingraben, besonders dann, wenn irgendwo Geschichten, Menschen oder fantastische Welten im Spiel sind.

Das klingt sehr vertraut.

Deine Vorstellung klingt vielversprechend. Lass es dir gut gehen auf der Erkundungstour durch das Forum und viel Freude dabei! Ich freue mich darauf, mehr von dir zu lesen.
"Wenn du fliegen willst reicht es nicht, die Flügel auszubreiten. Du musst auch die Ketten lösen, die dich am Boden halten!"

,,NEVER loose your song! Play it. Sing it. But never stop it, because someone else is listening."

Kamen

Willkommen bei uns, David!  :prost:

Als Sozialbetreuerin für Menschen mit Beeinträchtigung kenn ich dein Arbeitsumfeld natürlich aus dem effeff ;).
Geschichten, die sich verändern, die sich nie verändern und die irgendwann nur noch in Fragmenten erscheinen, sind eigentlich die spannendsten Geschichten. Und oft wird ja über die Geschichten der Ältesten eine Generation mit wichtigen Hintergründen versorgt.
Das wird bei uns viel zu selten anerkannt und getan.

Schau dich im Zirkel um, wir sind ein toller Haufen ;D.
Wenn du Stimmen im Wind hörst, wird es Zeit, die Richtung zu wechseln
Mein Sternzeichen? Schwalbenschwanz, Aszendent Gummiente

David Oakenheart

Vielen lieben Dank für die herzliche Aufnahme und eure netten Worte zu meiner Vorstellung. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut und muss gestehen, dass es sich noch ein wenig ungewohnt anfühlt, nun tatsächlich Teil des Tintenzirkels zu sein. :winke:

Ich freue mich besonders darauf, hier von dem Wissen und den Erfahrungen vieler Autoren zu profitieren, die schon wesentlich länger schreiben als ich und teilweise bereits sehr erfolgreich ihren Weg gehen. Wenn ich mir anschaue, wie viel Erfahrung hier versammelt ist, komme ich mir mit meinen ersten ernsthaften Schritten als Autor fast ein wenig wie der Lehrling vor, der gerade festgestellt hat, wie groß die Bibliothek eigentlich ist. Aber genau darauf freue ich mich. Zu lesen, zu lernen, Fragen zu stellen, Kritik anzunehmen und mich weiterzuentwickeln.

Umso schöner fand ich eure persönlichen Antworten. Gerade dass ihr auf einzelne Dinge aus meiner Vorstellung eingegangen seid, auf meine Arbeit mit älteren Menschen, meine Neugier und natürlich auf Istarkania und die kleine Textprobe, hat mich sehr gefreut. Da merkt man direkt, dass die Vorstellung nicht einfach nur überflogen wurde. :jau:

Ich möchte mich hier aber keinesfalls nur mit einem großen Sack Wissen bedienen und anschließend wieder in meiner Schreibstube verschwinden. Ich habe vor, mich regelmäßig am Forumsleben zu beteiligen, mitzudiskutieren und mich dort einzubringen, wo ich vielleicht selbst etwas beitragen kann. Und wer meine Vorstellung aufmerksam gelesen hat, weiß ja bereits das bei Diskussionen durchaus die Gefahr besteht, dass ich etwas länger bleibe. 😉

Also noch einmal vielen Dank für die herzliche Begrüßung und vor allem dafür, dass ich nun ein Teil dieser Gemeinschaft sein darf. Ich freue mich sehr darauf, euch, eure Geschichten und natürlich den Tintenzirkel in der nächsten Zeit besser kennenzulernen. :engel: