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Sind viele Zeitsprünge störend?

Begonnen von Phlox, Heute um 18:49:05

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Phlox

Mich würden eure diesbezüglichen Erfahrungen mit euren Projekten interessieren (eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass es dazu noch keinen Thread gibt, aber ich habe jetzt nichts Vergleichbares gefunden), und zwar beschäftige ich mich gerade mit folgendem:
Ich habe ein Projekt wieder hervorgeholt, das ich vor einiger Zeit nach ca. 70 Seiten abgebrochen hatte, weil ich mit den Zeitsprüngen darin nicht glücklich war und das Gefühl hatte, die stören den Spannungsbogen (und mich beim Schreiben - früher  habe ich über so etwas frühestens beim ersten Überarbeiten nachgedacht und erst einmal drauf los geschrieben – aber dieser kreative Optimismus scheint mir irgendwie abhanden gekommen, seufz... naja, das ist ein anderes Thema...) Was ich meine:
Also, dass zwischen den einzelnen Geschehnissen meiner (damaligen) Meinung nach oft zu viel Zeit lag, in der nichts Handlungsrelevantes passierte, ich aber z.B. bestimmte Jahreszeiten für die Erlebnisse meiner Figuren  brauchte o.ä..
Beim neuerlichen Durchlesen fand ich meine Versuche jetzt zumindest nicht so grauselig, wie es mir damals vorkam – ich habe zwar einige Passagen identifiziert, bei denen ich die Zeitsprünge unnötig finde und meine Motivation dafür nicht mehr nachvollziehen kann; aber grundsätzlich frage ich mich jetzt, ob meine Zweifel diesbezüglich nicht übertrieben waren.   
Das liegt auch daran, dass mir parallel beim Aufräumen ein Roman in die Hände gefallen ist, den ich vor Ewigkeiten gerne gelesen habe, und beim Blättern darin fiel mir auf, dass hier auch oft etliche Monate zwischen den einzelnen Passagen lagen; hat mich nie gestört, ich fands trotzdem spannend und blättere heute noch gerne darin herum.
 
Von daher würde ich gerne die Schwarmintelligenz des Tintenzirkels befragen, ob euch diesbezügliche Zweifel auch schon mal gekommen sind bei eigenen Projekten bzw. ob euch das beim Lesen anderer Romane mal irgendwie störend aufgefallen ist?