Tintenzirkel - das Fantasyautor:innenforum

Allgemeines => Tintenzirkel => Thema gestartet von: gefion am 23. August 2008, 20:14:07

Titel: Vampire
Beitrag von: gefion am 23. August 2008, 20:14:07
Ich weiß nicht recht, wo ich meine Fragen ansiedeln soll, notfalls bitte verschieben.
Ich suche Schreibende mit Erfahrung im Vampirromanbereich.
Wie seid ihr dazu gekommen, euch für Vampire zu interessieren?
Was reizt euch an ihnen?
Welche Varianten bevorzugt ihr?
Wie weit haltet ihr euch an die typischen Vampirmerkmale?
Findet ihr für euch genug Neues in dem Genre, das euch Freiheit und Motivation gibt?

Und für die Vampirablehner: was stört euch daran? Wie ausgelutscht erscheint euch das Thema?

Ich entdecke es gerade für mich - und schwanke, ob ich mich nun einarbeiten soll, rein theoretisch oder indem ich die einschlägigen Romane lese - oder ob es sinnvoller ist, einfach draufloszuschreiben und die eigene Kreativität nicht mit zu viel Vorwissen zu belasten.

LG
Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Aidan am 23. August 2008, 20:54:01
Hallo Gefion!

Ich habe zwar noch keine Erfahrung, weil ich Nick noch nicht geschrieben habe, aber seit einiger Zeit geistert mir auch ein Vampir im Kopf rum und belästigt mich mit der Frage, wie ich vorgehen soll.

An sich bin ich kein Fan davon. Keine Ahnung warum, aber ich konnte mich nie dazu aufraffen, einen Vampirroman zu lesen und selber einen zu schreiben wäre mir nie in den Sinn gekommen. Bis - ja, bis mein Hirn plötzlich ein paar fehlgeleitete Nervenimpulse provozierte, während ich den Fußboden wischte. (Das werde ich Nick noch vorhalten, wenn er fertig ist!)

Auf jeden Fall hatte ich plötzlich die klassische Klischeeszene im Kopf - Vampir und Mädchen. Und irgendwie bekomme ich ihn einfach nicht wieder aus den Kopf raus. (Und das nur, weil er einen Blick zurück geworfen hat und es ihm irgendwie leid tat, was er gemacht hatte. Weil da plötzlich so etwas - menschliches in ihm war. "Wenn nicht ich, dann hätte es ein anderer getan, nur auf andere Weise". Und dann hat er mich sozusagen angeschaut und mit den Schultern gezuckt.)

Aber ich glaube, Nick ist kein typischer Vampir und ich lasse ihn so, wie er ist. (Egal, was das Genre vorgibt.) Er mag kein Licht, aber er geht davon nicht kaput, es tut ihm nur furchtbar weh und er sieht nichts. Aber dafür liebt er Kirchen, die Spannung und Schauder, die ihm das Glockengeläut bereitet, und er ist extrems kritisch, was die innere und äußere Haltung von Menschen angeht. Eigentlich ist er Gesellschaftskritik.

Ich denke, ich werde mich schon ein wenig mit der Thematik befassen, indem ich ein paar Romane und andere Abhandlungen über das Thema lese, denn ich weiß mal so fast gar nichts darüber. Selbst wenn Nick ganz anders sein sollte, so denke ich, dass es nicht verkehrt ist, ein wenig über die gängigen Klischees Bescheid zu wissen. Ich denke, man sollte sich aber nicht zu sehr die Hände binden lassen und seine Kreativität laufen lassen, wie sie sich ergibt.

Hast du denn schon konkrete Ideen oder fasziniert dich nur das Thema? Ich kann Nick nicht viel ändern, er ist einfach so, aber wenn du noch keine fixen Ideen hast, würde ich an deiner Stelle wohl erstmal lesen.

Liebe Grüße

Winterkind
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Moni am 23. August 2008, 22:59:21
Das ist ja wohl kaum OFFTopic, darum schiebe ich mal.

Und als Vampirfan geb ich gleich mal meinen Senf ab:

Ich wurde ganz klassisch durch Dracula zum Vampirgenre gebracht und arbeite mich seither (also seit etwa 1990) lesenderweise (und sehenderweise) durch so ziemlich alles, was es zum Thema Vampire gibt. Es ist massenweise Schrott dabei, aber auch vieles, das wirklich interessant ist.
Generell finde ich das Thema der Unsterblichkeit auf Zeit, wie ich es nenne, besonders interessant. Denn auch wenn ein Vampir nicht im normalen Sinn altert, ist er doch nicht wirklich vor dem Tod gefeit.
Ich lehne viele der gerade aktuell auf den Markt geworfenen Pseudovampirbücher ab, denn sie sind eigentlich nur verkappte Softpornos - und mal ehrlich, wie soll das mit gewissen Dingen bei einem Vampir funktioren, wenn er doch kein schlagendes Herz hat, daß Blut in die nötigen Bereiche pumpt?  :hmhm?:

Wichtiger finde ich die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens, dem zwanghaften Verhalten, dem jeder Vampir letztendlich unterliegt und natürlich der  Problematik, die eine jede überlange Existenz mit sich bringt: Angst vor dem Verlust und daraus die Abkapselung vieler alter Vampire von allem, was ihnen verloren gehen kann (konkret: Freunde).

Ich finde, daß man einen Vampire nicht nur als von Selbstzweifeln und Schuldgefühlen zerfressen darstellen darf, sonst verliert man irgendwann an solch einem weinerlichen Jammerlappen jedes Interesse. (Darum reichte mir ein Roman über Louis, den absoluten Klassiker des Haderers unter den Vampiren.).
Das Spannende ist der Spagat zwischen Schuld und ... Lust (nein, nicht sooooo eine Lust). Die Lust am Blut geht einher mit der Lust am Leben/der Existenz und einem gewissen Rausch, der durch das Verbotene (das Entnehmen des Blutes von einem Opfer) entsteht. Das zumindest sind meine Überlegungen dazu. Ein Vampir ist immer ein bißchen Junkie, stets auf der Suche nach dem nächsten Kick und gleichzeitig auf einer selbstmörderischen Gratwanderung. Klingt alles recht wüst, aber ich denke, daß macht für mich den wirklichen Reiz an Vampiren aus.

In meinen Vampirgeschichten (ich habe mehrere begonnen und schreibe derzeit wieder an einer) versuche ich die Standardklischees zu vermeiden und habe einige eigen Dinge entwickelt, dich jetzt allerdings hier nicht ausführen werde...  ;)

@Winterkind: du weißt schon, daß es bereits einen untypischen Vampir mit Namen Nick gibt? Nick Knight, eine kanadische Fernsehserie Ende der 80er bis Mitte 90er gelaufen. 
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 24. August 2008, 07:17:01
Danke fürs Verschieben.

Ich habe auch schon eine fixe Idee, insofern denke ich langsam, ich sollte einfach losschreiben. Über Grundzüge habe ich mich jetzt informiert; zum Durchackern von viel Theorie bin ich zu faul - ich bin generell nicht der Recherchetyp.
Und auf Softpornos habe ich keine Lust - aber genau das scheint es zu sein, was momentan gefordert wird. Andererseits mag ich diese blutleeren Leider und Hintertreppenschauerromane auch nicht. Trotzdem werde ich wohl einen typisch bleichen Vampir beschreiben (müssen), sonst sprenge ich wohl zu sehr die Klischees. Aber mir schwebt mehr eine romantische Liebesaction vor, nur halt im Vampirgewand, da dort einige Aspekte besser ausführbar sind und zugleich einige Aspekte hinzukommen, die mich momentan reizen - wie etwa die erwähnte Unsterblichkeit auf Zeit.

@Winterkind, wann fängst du an zu schreiben?
@Moni, wie weit bist du?

@all: was mich etwas frustriert, ist der Gedanke, dass es letztlich ein sehr ausgelutschtes Thema ist. Da was Neues zu schreiben - besonders als Nichtkenner der Szene - erscheint mir ziemlich schwierig bzw. als wäre man ein blindes Huhn. Doch wenn man nicht zu ausgiebig recherchiert, kann man ja selbst den Spaß genießen, weil die Klischees, die andere x-mal gelesen haben, noch neu findet. Mein Trost.
Und nun frisch ans Werk...
LG
Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Blake am 24. August 2008, 08:26:12
Vampire sind kein blutleeres Thema.  ;) Ich schreibe selbst über Vampire und lege mein großes Augenmerk auf die Stimmung, die in einer Vampirgesellschaft herrschen muss. Dabei solltest du dir erstmal sehr genau vorstellen, wie dein Vampir zu seiner Natur steht. Betrachtet er es als Fluch oder als Segen? Ewige Verdammnis contra ewiges Leben? Vampire in Fantasy-Romanen sind zudem oftmals überlegene Figuren, in Horrorromanen eher die zwiegespaltenen Wesen, die in der Dunkelheit Sinn suchen. Und um auf Lestat zurück zu kommen. Er ist in der Form ein recht einzigartiger Charakter, da er die homoerotische Komponente ins Spiel bringt. Ganz ohne Erotik kommt ein Vampirroman ohnehin nicht aus. Die ganze Szene des Bisses ist nämlich eine ziemlich offensichtliche Umschreibung für die Penetration. Das Eindringen des phallischen Zahns in jungfräuliche Haut, die Vereinigung und Tausch von Körperflüssigkeiten. Die Zügellosigkeit und Maßlosigkeit als Quell allen Übels. Nicht umsonst war Bram Stoker's "Dracula" ein Skandalbuch, von dessen Erfolg er leider nichts mehr hatte. Und es ist so wunderbar geschrieben in diesen sexuellen Szenen.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Coppelia am 24. August 2008, 08:50:43
ZitatUnd für die Vampirablehner: was stört euch daran? Wie ausgelutscht erscheint euch das Thema?

Einen besseren Begriff als "ausgelutscht" kannst du hier wohl gar nicht verwenden. ;D
Ich hab ja ein bisschen Angst, spießig oder langweilig oder sonstwie blöd rüberzukommen, wenn ich meine Gegengründe aufzähle. Jedenfalls ist es nur meine persönliche Meinung und soll niemanden von den Vampirfans irgenwie kränken.

Weil ich Vampire schon immer todlangweilig und blöd fand, habe ich nie etwas über sie gelesen, das muss ich zugeben. Aber man bekommt ja doch ein paar Dinge mit. Also was mich an den Klischees stört, die ich mitbekommen habe
- sie sind viel "mächtiger" als normale Personen. Siehe dazu auch meinen Thread von den Fähigkeiten der Figuren. Vampire sind stark, manche können fliegen, sie haben diesen bannenden Blick, der die Frauen in Trance fallen lässt ... niemand kann sich gegen ihre überragenden Fähigkeiten wehren ... das finde ich sehr langweilig. Und dann sind sie auch noch unsterblich. Irgendwie unlogisch kommt es mir dann auch vor, wenn sie ihr schlimmes Schicksal bedauern ... erst werden sie mit allen denkbaren Fähigkeiten ausgestattet und dann versinken sie auch noch in Selbstmitleid ... das ist nichts für mich. Ich brauche irgendwelche menschlich nachvollziehbaren Gründe, wenn ich mit einer Figur mitleide.
- Sie sind meist wunderschön. Leider gehen mir wunderschöne Figuren von sich aus schon auf den Keks, vor allem, wenn sich diese Schönheit mit tollen Fähigkeiten verbindet.
- Was die Vampir-Erotik betrifft, hat Blake Recht, denke ich. Dieser Erotik des Ausgeliefert-Seins gegenüber einem übermächtigen und eventuell brutalen Mann kann ich nichts abgewinnen. Aber ich vermute, das ist eine persönliche Abneigung (ich finde ja z. B. den "animalischen" und gemeingefährlichen Diktator Caesar auch kein bisschen erotisch und kann nicht nachvollziehen, dass es vielen anderen Leuten offenbar so geht). Und wenn es dabei sanft und schnulzig zugeht, riecht es für mich doch sehr nach Schönfärberei. Außerdem sind Vampire noch immer Untote.
- Vampire nach dem mittelalterlichen Aberglauben finde ich ziemlich gruselig und auch durchaus dazu geeignet, schreckliche, widerwärtige Monstren in Geschichten zu sein. Aber das sind in meinen Augen keine Personen, sondern eher "normalere" Untote, die ja auch, richtig dargestellt, sehr unheimlich sein können. Meine Sympathie können aber Vampirjäger erringen. Kann man sich ungefähr vorstellen, weshalb? ;D
- Das Computerspiel zu Vampire - The Masquerade fand ich ganz gut. :) Mir hat die Gesellschaft der Vampire gefallen und die Art, wie sie unentdeckt leben müssen. Es war auch relativ humorvoll. Leider hebt das die oben genannten Punkte nicht auf. Daher hätte ich das Spiel auch nicht gespielt, wenn mich nicht ein Freund dazu "gezwungen" hätte. Es war ein gutes Spiel. Aber so viel lieber sind mir Vampire danach noch immer nicht. Ich fand immer, alles wäre viel interessanter gewesen, wenn es normale Menschen gewesen wären. ;D
- Last but not least: Wie Elfen, Zwerge und andere Standard-Fantasy-Wesen denke ich in einem Punkt auch über Vampire: Sie können dazu dienen, bestimmten menschlichen Aspekten Gestalt zu verleihen. Sie sind so etwas wie Menschen, die in ihrem Wesen auf wenige bestimmte Aspekte beschränkt sind. So sehe ich zumindest ihr inneres Wesen. Wenn es darum geht, Lust am Verbotenen zu haben, Blut vergießen zu wollen, Macht über andere auszuüben usw. sind das alles Dinge, die auch in Menschen wohnen. Daher bevorzuge ich es irgendwie, all das anhand von Menschen darzustellen. Der Grund ist einfach der, dass Menschen in meinen Augen weniger "beschränkt" sind.

Man kann also erkennen, dass ich keinen Vampirroman schreiben könnte, selbst wenn ich wollte - ans Herz gelegt wurde es mir schon. Aber ich kann mich einfach nicht so weit verbiegen. Allerdings habe ich ein satirisches Projekt, da könnte ich mir schon einen Supervampirjungen vorstellen, den ich etwas durch den blutfarbenen Kakao ziehe.
Edit: Hey, is überhaupt wahr! :D Gerade bekomme ich mehrere schöne Ideen und kann meine Hauptfiguren auf Vampirjagd gehen lassen ... oh das passt so gut! :vibes:
Wenn aber Schnulzen gefragt sind, bitte, das kann ich liefern.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 24. August 2008, 09:02:30
@Coppelia: mir ging es ja genauso!!! Ich fand Vampire per se schon doof. Aber dann habe ich auch eine Idee gehabt, die irgendwie genau in die Schiene passt, auf der ich mich grade befinde. Vampire sind halt doch vielseitiger. Und das mit dem Supertoll kann man ja nach eigenem Gusto dosieren.
Für mich bedeuten Vampire aber auch, dass ich mein Schnulzengen mal herzhaft ausleben kann. Bisher musste ich mich da bremsen. Mal schauen, wie weit ich nun gehen will. Das ist ein Experiment.
LG
Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Coppelia am 24. August 2008, 09:14:40
Na, ich bin auch froh, dass ich in diesen Thread geguckt habe. Jetzt hab ich endlich eine Idee, wie Band 1 des Satire-Projekts ablaufen könnte und würde es  am liebsten sofort schreiben. :rofl: Allerdings fürchte ich, echte Nackenbeißer-Fans mögen die Satire eher nicht so.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Falckensteyn am 24. August 2008, 09:35:38
Vampire, Vampire! *Hebt skeptisch eine Augenbraue*

Weisst Du, Gefion, als Kind lernte ich die Vampire so im Alter von etwa 9 oder 10 Jahren kennen. Ein Schulkollege von mir war Vampirfan. Das war Ende der 70-Jahre. Damals sah ich 1 oder 2 Schwarzweiss-Vampirfilme, mit Christopher Lee in der Hauptrolle als "Beisser". Später in meiner Teenie-Zeit gab es dann den Horror-Film "Fright Night", in dem ebenfalls ein Vampir vorkommt. Der war aber schon ziemlich selbstironisch und nicht allzu ernst gemeint. Und dann war da doch noch Kiefer Sutherland, der irgendwo ebenfalls mal den Leitvampir in einer Vampirgang spielte. Das alles berührte mich nicht allzu sehr, Vampire waren für mich nichts mehr als gute Unterhaltung. Und das sind sie bis heute geblieben. Ich würde wohl niemals ein Vampirbuch lesen, geschweige denn eines selbst schreiben. Ich respektiere Vampir-Liebhaber, aber ich sezte die Beisser ziemlich auf dieselbe Stufe wie Werwölfe, Zombies und sonstiges untotes Gefleuchs.

Allerdings gibts da eine Ausnahme. "Interview with a Vampire" zeigte mir eindrücklich auf, wie ein Vampir durch die Jahrhunderte leiden kann.

Trotzdem, ich habe mich damit nie näher befasst und werde es auch nicht tun. In Sachen Schreiben bin ich sehr "klassisch" orientiert.

Hingegen die Thematik der Unsterblichkeit, das Durchleben von Identitäten in verschiedenen Jahrhunderten, das hat mich sehr fasziniert in der Person des Connor Mc Leod im 1. Highlander-Streifen. Das geht in eine ähnliche Richtung. Bloss beissen sich die gegenseitig nicht sondern hauen sich bloss...äh, die Rübe vom Kopf.

Liebe Grüsse

Falckensteyn
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Abakus am 24. August 2008, 11:24:37
Vampire? Vampire! :)

Hmm... zu Vampiren fallen mir zwar einige Dinge ein, die aber wahrscheinlich in der Szene schon zu Klischees gezählt werden. Ich gebe offen zu, dass ich von Vampiren kaum Ahnung habe. Da müsste ich mich erst etwas einlesen.

Allgemeine Dinge über Vampire sind mir jedoch bekannt. Wie zum Beispiel das Vampire kein Sonnenlicht vertragen, auf Knobi allergisch reagieren und Kruzifixe so ziemlich hassen. Nun, wobei die letzten beiden Punkte auch nicht so ganz stimmen. Denke ich. Wenn ich nämlich nur an den Vampir aus dem Film "Tanz der Vampire" denke. Nämlich der, der zuvor der Wirt des Gasthofs gewesen ist. Er steigt des Nachts durch das Fenster in das Zimmer seiner ehemaligen Magd, die ihm ein Kreuz entgegen hält, wobei er dann ziemlich kess meint, dass es doch nur bei den alten Vampiren wirken würde.  :D Was mich in dem Film auch erstaunte war, dass er auf dem Weg zum Schloss wohl haufenweise Knobi aß, die Vampire ihn aber trotzdem aussaugten.  :hmmm:

Im Film "Blade Trinity" zum Beispiel kann sich Dracula rund um die Uhr im Freien bewegen. Das Sonnenlicht schadet ihm nicht. Der hübscheste Vampir für mich ist Selene aus "Underworld". Wow... dieser hautenge Latexanzug *einen Sabber-Smilie such* ;D

Viele Grüße,
Markus

P.S.: So ziemlich blöd finde ich den Film "Van Helsing" mit Hugh Jackman. Ich kann mir in dem Film nicht erklären, wie die Vampirbräute Kinder bekommen können.  ???
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Aidan am 24. August 2008, 11:28:17
Zitat von Moni: @Winterkind: du weißt schon, daß es bereits einen untypischen Vampir mit Namen Nick gibt? Nick Knight, eine kanadische Fernsehserie Ende der 80er bis Mitte 90er gelaufen.

Och, nö, ne? Man, bald scheuche ich Nick in den Glockenturm und weigere mich, überhaupt mal den Stift anzusetzen! Der Kerl macht nur Schwierigkeiten!

*seufz*

Ich muss zugeben, ich weiß nicht, wie es biologisch funktionieren soll, aber irgendwie bin ich der Ansicht, dass das Mädel auch noch von ihm schwanger wird. Einfach, weil es für ihn wichtig ist und ihn noch tiefer in seinen inneren Konflikt und die Erinnerung treibt.

Ich glaube, Nick hat mehr Symbolisches als das er wirklich Vampir wäre, aber ich sollte noch ein wenig vorher lesen. Das Aussaugen der Lebensenergie, sozusagen Ausnutzen, Ausbeuten steht in seiner Geschichte wohl mehr im Vordergrund. Und ich glaube, bis auf die Anfangsszene gibt es keine wirkliche Bettszene mehr, nur ein wenig Knistern, ein bisschen Erotik, weil er die Menschen fasziniert.

Coppelia: Deine Einstellung teile ich im Grunde. Darum hat es mich ja so irritiert, dass Nick aufgetaucht ist. (Und das ich den Kerl auch noch so gerne mag.)

Mal gucken, was da rauskommt.

Gefion: Ich weiß nicht, wann ich ernsthaft mit Nick anfange. Im Moment geistert er immer wieder um mich herum, aber ich bin noch nicht "reif". Aber wir stehen in ständigem Dialog. :) Seine Geschichte soll "richtig" werden, seine Konflikte und sein Werdegang bis ins letzte Detail passen und ausmodeliert sein, all seine Kritik auf den Punkt gebracht sein. Nick soll mehr sein als nur gute Unterhaltung. Und soweit bin ich noch nicht.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 24. August 2008, 11:40:45
Hi Vampirfans und -gegner!
Außer dem lustigen Tanz der Vampire kenne ich keine Vampirfilme - habe auch keine Lust, welche zu gucken. Und den Roman Biss zum Morgengrauen, den ich mir zur Recherche gekauft habe, fand ich auch nicht so genial, dass ich kapiere, weswegen der ein Bestseller wurde. Zu wenig Inhalt, für meinen Geschmack.

Dass mit dem Namen, der schon in dem Genre ein Markenname ist - Nick bei den Vampiren, z.B., kenne ich auch. Ich habe meinen Seehelden trotzdem so benannt wie den berühmten Konkurrenten, weil der Name einfach passt. Das muss man ja auch bloß ändern, wenn mal ein Verlag darauf Wert legen sollte.
Genauso die Klischees - wozu sich darüber den Kopf zerbrechen? Es wird mein 1. Vampirbuch, da darf ich noch tief in die Mottenkiste greifen. Ich darf mich an Witzchen mit dem Kreuz erfreuen und an bleichen Nachtgestalten. Das ist ja das Schöne, meine Kreativität darf alles benutzen, weil es zunächst mal meiner eigenen Unterhaltung dient. Also werde ich die Aspekte gnadenlos aufgreifen, die mir gerade einfallen und die mir Spaß machen. Hugh.
Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Blake am 24. August 2008, 13:56:28
Grüße an alle Vampirgegner und -freunde! Meist wirken Vampire irgendwie so seltsam blutleer, weil sie zu viele der besonderen Fähigkeiten haben. Da hier anscheinend wenige Vampir-Leser zu finden sind, vielleicht habt ihr Fernseherfahrungen. Ansonsten spart euch das weiterlesen.  :schuldig:
Hat schon mal jemand von euch die Serien "Moonlight" auf ProSieben gesehen? Die ist in den USA und hierzulande ungeheuer erfolgreich, obwohl sie inhaltlich fast genauso hohl daher kommt wie seinerzeit die "Highlander"-Serie. Ein Vampir der fast unempfindlich gegen Sonnenlicht ist, der nicht durch einen Pfahl stirbt (ihn nur lähmt), den Silber vergiftet und dessen Blut allen Ernstes aus Blutkonserven stammen darf. Echt mies und vor allem ein gewaltiger Rückschritt gegenüber der Blade-Serie, die aufgrund des farblosen Hauptdarstellers abgesetzt wurde. Dabei wurde hier wirklich eine Geschichte mit vielen Handlungssträngen erzählt. Ein Musterbeispiel für gutes Plotting, vor allem wenn es sich um einen Roman handeln würde.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Hr. Kürbis am 24. August 2008, 14:49:40
Ich HASSE Vampire aus dem gleichen Grund, wie ich Elfen/Elben hasse ... sie sind für mich ein wandelndes Klischee! Meist eben aufgrund ihrer relativen Unsterblichkeit ziemlich alt und weise (oder verrückt), von verhängnisvoll ätherischer Schönheit und damit einhergehender Anziehungskraft auf beiderlei Geschlecht. Dann immer diese Melancholie und das Selbstmitleid, der Hang, sich selbst für seine Existenz zu verdammen oder zu erhöhen.

Ach, ich weiß nicht, Vampire sind soooo langweilig und kann ich echt nicht verstehen, warum die Mädels (die im Moment ja DIE Zielgruppe für dererlei Geschichten sind) mit "Oh, der ist soooo SÜÜÜÜÜÜSS!" anfangen, kaum hat ein Typ eine ungesunde Hautfarbe, blasse Lippen, dicke Augenränder, fettige Haare im Gesicht, dunkle Klamotten an und einen Gesichtsausdruck, der eben NICHTS ausdrückt ...  :hmmm:

Da sind mir Krawall-Werwölfe echt lieber ...  :jau:
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: DarkDreamer am 24. August 2008, 15:07:33
Vampire sind wirklich eine Sache für sich: Das sie Klischeebeladen sind, da kann ich euch nur zustimmen. Aber man kann es auch anders machen! So wie Brian Lumley mit seiner Necroscope Saga, die im Festa-Verlag erscheint. DAS sind Vampire. Kaum ein Vergleich mit den populären blassen Blutsaugern, die in den meisten Büchern und Filmen umher geistern. Lumley hat da wirklich etwas neues draus gemacht. Es geht also, wenn man sich nicht an den alterhergebrachten Klischees festklammert, sondern eigene Wege beschreitet.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 24. August 2008, 17:14:58
@DarkDreamer: Was ist anders? Sind es sonnengebräunte Gutelaune-Vampire?

Ansonsten, ich gestehe, endlich kann ich meinen Hang zu Er sieht ja sooo süß aus ausleben, ohne gleich verdammt zu werden. Was nicht heißen soll, dass ich einen bleichhäutigen übelriechenden Leider fabrizieren will. Mal schauen, ich finde den Gedanken momentan jedenfalls witzig und habe meine ersten 1000 Wörter heute geschrieben.

Ich glaube, es ist gerade für junge Frauen, die ständig taff sein müssen, eine wohltuende Abwechslung, mal von einem Galan alter Schule träumen zu dürfen, der sie auf Händen trägt. Da der Vampir ja so übernatürlich stark und weise ist, verzeihen sie ihm die maskuline Überlegenheit. Aber das sind meine rein privaten pseudophilosophischen Ansätze.  :innocent:

Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: DarkDreamer am 24. August 2008, 18:13:27
Ich fange erstmal mit dem an, was gleich geblieben ist, das ist einfacher ;D
Die Eigenschaften, dass sie sich nicht im Sonnenlicht bewegen können u.s.w, sind übernommen worden. Aber nicht der Mensch an sich ist der Vampir, sondern der Parasit, der zwar nicht den Körper übernimmt, aber eine Art Symbiose mit ihm eingeht. Ein Pflock ins Herz lähmt zum Beispiel nur, um den eigentlichen Vampir zu töten, muss das Protoplasma verbrannt werden. Knoblauch schadet diesen Parasiten, ist aber erst, genauso wie Silber, ab einer bestimmten Menge tödlich. Der Körper ist sehr widerstandsfähig und hat eine übernatürliche Stärke und Regenerierungsfähigkeit, die den Vampir fast! unverwundbar macht. Sie halten jedenfalls sehr viel aus.
Vermehren tun sie sich nicht durch das Blutsaugen, sondern durch das Übertragen eines Eies(das unter anderem beim Blutsaugen übertragen werden kann, aber nicht muss), jeder Vampir kann in seinem Leben nur ein einziges ausbilden.
Wird lediglich ein Teil des Protoplasmas, des Parasiten übertragen, entwickeln sich Vampire, die in absoluter Gehörigkeit zu dem Vampir stehen, von dem das Plasam kommt.
Soviel vielleicht zu den Eigenschaften für einen groben Überblick.

Das Aussehen hat nichts mit den bleichen Kreaturen des altbekannten Vampirs zu tun. Ok, sie sind durchaus blass gezeichnet, aber das spielt eine eher untergeordnete Rolle, legt Lumley doch weniger auf das Äußere [Der Parasit verändert den Körper des Menschen (rote Augen, spitzere Ohren und Zähne, fledermaushaft)] als auf deren Fähigkeiten und Einstellung gegenüber der Umwelt wert. Soft gibt es hier nicht, lediglich intrigant, misstrauisch und meist ziemlich brutale Wesen, wenn nicht nur noch deren Geist in der Erde sitzt. Und selbst dann versuchen sie noch zurück ins Leben zu kommen.
Zudem besitzen sie die Gedankensprache (mir fällt grad nicht der Fachbegriff ein)

Das Territorialverhalten ist, glaub ich, auch nichts neues. Sie sind typische Einzelgänger, absolut egoistisch, dass sich selbst der Nachkomme eines Vampirs tunlichst von seinem Vater fern halten sollte. Und wenn sie einmal zusammen handeln müssen, versucht jeder für sich selbst das Beste aus der Situatuion zu machen.

Das Grundlegende aber ist der Mythos, das Wesen der Vampire, den Lumley diesen Kreaturen zugrunde gelegt hat, und damit die ganze Einstellung des Vamnpirs gegenüber seiner Umwelt. Allein dies, finde ich, gibt dem Vampir ein völlig anderes Bild, gibt es hier doch einen Anfang, eine Grundlage von der an sich die Vampire entwickelt haben. Bei den "modernen" Vampiren kann ich diese Komponente nicht finden. Es wird manchmal lediglich ein Grund ihrer Andersartigkeit angegeben, aber keinen echten Ursprung.
Den Mythos aufzudröseln würde den Rahmen hier sprengen.

Man findet als durchaus vergleiche zwischen Lumleys Vampiren und den "anderen" Vampiren, aber das sind doch eher die bekannten Eigenschaften, die Lumley benutzt und darauf aufgebaut hat, woraus er seine eigenen Vampire entwickelt hat.

Ich hoffe, das reicht, um einen kleinen, oberflächlichen Eindruck zu vermitteln. Lumleys Schöpfung ist nämlich sehr komplex. Selbst die Vampire sind nicht immer gleich. Es kommt auf die Lebenssituation, den Raum und andere Einflüsse an. Viel ist bei ihnen nicht mehr menschlich. Selbst bei deren Denkweise ist es Lumley gelungen, sie relativ eigene Wege beschreiten zu lassen.

Für einen wirklichen Vergleich fehlt mir ein wenig die Grundlage, da ich schon lange keinen "normalen" Vampirroman gelesen habe und mir so besonders deren Einstellung fehlt.

Edit: Bevor ich es vergesse: die Romantikader blitzt durchaus durch, aber nicht schnulzenhaft. Es sind eher die weiblichen Vampire, die dann ihre Reize ausnutzen. Liebe im menschlichen Sinn ist ausgemerzt und nicht existent. Nur der animalische Lusttrieb ist vorhanden.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Koriko am 25. August 2008, 07:07:58
Ich schreibe selbst Vampirgeschichten, aber das müsstest du ja wissen (@gefion).

Nja... ich persönlich finde momentan an Vampirgeschichten nicht direkt Gefallen, da momentan den Buchhandel eine wahre Masse überschwemmt. Es ist einfach wahnsinnig fiel, nachdem die Bis(s)-Reihe erschienen ist. prompt kommen lauter Vampirgeschichten heraus und im Grunde ist es schwer was neues zu bieten. Immer dasselbe Schema- untot, wunderschön, herausragende Fähigkeiten udn natürlich Bluttrinker. Dabei wäre es unterdessen wieder fast originell sie in Särge zu stopfen und ihnen Knobi-Allergie oder Lichtallergie zuzuschreiben.
Gerade erotische oder romantische Geschichten gibt es zuhauf und während ich mich seit 1 Woche durch die letzten 40 Seiten des ersten Bis(s)- Romanes kämpfe, frage ich mich, warum solche Bücher grad so erfolgreich sind. Im Grunde ist es auch nur eine Liebesschmonzette, nur mit dem Vampirthema dabei.
Vielleicht habe ich in letzter Zeit zuviel schlechtes gelesen.

Tja, und was mache ich-... selbst eine Vermpirstory schreiben, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Story darunter fällt. Einige sagten mir, dass sie nicht wirklich dazugehört, da die ja kein Blut trinken... von daher bin ich mir nicht sicher. Aber ich hatte Blutsauger satt udn fand die Idee mit luftstehlenden Untoten ungemein reizvoll, besonders da man wirklich viel mit dieser Idee spielen kann...

Von daher- Vampire gerne, aber es sollte mal in eine andere Richtung laufen, als das ewige Standartblutsaugen...
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Moni am 25. August 2008, 11:30:18
Zitat von: gefion am 24. August 2008, 07:17:01
@Moni, wie weit bist du?
??? Wie meinst du das genau? Wieviele Seiten ich geschrieben habe? Oder wie weit ich die Geschichte geplottet habe?
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Grey am 25. August 2008, 13:19:56
Also, ich habe den "Kleinen Vampir" immer großartig gefunden. Später, nachdem ich die Schnauze voll hatte von Lestats Geschwafel (obwohl ich ihn sonst als Charakter sehr mag), hab ich an Vampirgeschichten nur noch große Gähner gefunden.

Tja ... aber jetzt habe ich tatsächlich eine Vampirgeschichte für den NaNo im Kopf, die mir gefällt. Ohne Romantik allerdings, eher eine Art Endzeitroman, in dem die Vampire untereinander Krieg führen und wirklich bösartige Monster sind. Irgendwie so.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: saraneth am 25. August 2008, 13:31:04
Hallo gefion,

ich habe bisher zwar noch keine Geschichte *mit* Vampiren verfasst, gehöre aber auch nicht zu den kategorischen Ablehnern.

Generell achte ich allerdings doch sehr darauf, dass es keine 0-8-15 Vampirgeschichte ist. Stören tut mich daran beispielsweise, dass Vampire romantisiert werden. Das ist mMn nicht nötig.

Ich habe allerdings neulich erst einen ganz ganz tollen :jau: Vampirfilm während des Fantasy Filmfests gesehen. Heißt: "Let the right one in" und erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem Vampirmädchen Eli und dem Jungen Oskar. Den gibt es leider noch nicht auf DVD, aber ich hoffe sehr darauf. Wie der Film die Thematik aufgreift und behandelt finde ich sehr interessant und bestaunenswert ist auch mit wieviel Gefühl der Regisseur die (doch teils blutige) Freundschaft zwischen den beiden wachsen lässt, ohne, dass man das Gefühl hat in einem Horrorfilm zu stecken.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Solatar am 25. August 2008, 15:23:17
Also jetzt muss ich hier - als jemand, der so ziemlich jeden guten wie schlechten Vampirfilm gesehen haben dürfte - natürlich auch mal einen Zahn für die Vampire brechen...

Wie die meisten Leser oder am Thema Vampir Interessierten, kam auch ich über Bram Stoker und seinen "Dracula" zum Thema (und natürlich als kleiner Bub durch die Verkörperung Nr. 1 des Langzahns Christopher Lee).
Natürlich ist das Thema nicht ausgelutscht. Das wird es auch nie sein. Es kommt nur auf die jeweils richtige Umsetzung an. Des weiteren gibt es für den Vampir Boom ein sog. 15 - 20 Jahres Fenster - Ihr müsst Euch das wirklich mal in der Geschichte des Films und damit einhergehend mit den Bucherscheinungen genauer ansehen -

20er Jahre Max Schreck als Nosferatu
Mitte der 30er Jahre der geniale Bela Lugosi, der sich angeblich sogar mit Dracula Cape bestatten ließ.
50er Jahre Christopher Lee (zieht sich bis anfang der 70er)
70er keine bestimmte Person aber durchmischt. Problem der Vampire. Brutalohorror aus Italien überschwemmt den Markt und überschattet alles andere.
90er nächster Boom und Hype mit F.F. Coppolas Draculaverfilmung
Dazwischen dann viel Buffy und Vampirgeschichten für Jugendliche / Teenager, aber nichts wirkliche Prickelndes oder Neues.
so... und jetzt mal wieder. Passt zeitlich alles ziemlich gut.

Die wirklich abgegriffenen Themen sind m.E. Teenager oder Detektivinnen als Vampirjäger. Obwohl ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich sexy Anita Blake wirklich mag, wohingegen Buffy... nun ja. Und von den romantic Vampirelovers oder gar erotischen Extremevampirelovers mit Hörigkeitsszenario inklusive halte ich rein gar nichts.

Und natürlich gibt es nach wie vor packende und extrem spannende Bücher (z.B. Simon Clark, Vampyrrhic) oder von Nancy Collins (Todeskuss der Sonja Blue mit schrecklichem Cover).
Es lohnt sich also m.E. Ausschau zu halten. Manchmal hat man Glück und findet tatsächlich guten Vampirstoff. Für ausreichend Unterhaltung dürfte gesorgt sein und m.E. sind Vampire auch immer mal für etwas frisches Blut gut.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: saraneth am 25. August 2008, 15:30:07
ZitatUnd von den romantic Vampirelovers oder gar erotischen Extremevampirelovers mit Hörigkeitsszenario inklusive halte ich rein gar nichts.

Ja, genau *das* meinte ich. Davon halte ich auch nichts.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Luisa am 25. August 2008, 16:31:04
Hi!

Ich habe zwar noch nie über Vampire geschrieben, finde sie aber grundsätzlich faszinierend. Zum einen dadurch, dass der Vampir nicht irgendein Fabelwesen aus den Tiefen eines Fantasy-Lexikons ist, sondern ein jahrhundertealter Aberglaube, der jedem bekannt ist.
Zum anderen, weil es auf diesem Gebiet viel leichter ist, Regeln zu brechen, da zumindest welche vorhanden sind. (Fast) Jeder Mensch sieht beim Gedanken an einen Vampir dieses Bild eines bleichen "Menschen" mit langen, spitzen Zähnen und einem schwarzen Umhang vor sich.

Wenn der x-te Fantasyautor auf die Idee kommt sich ein bahnbrechendes neues Fantasywesen zu erschaffen, langweilen mich diese Kreationen oft, weil es einfach nichts mehr gibt, was es nicht gibt.  ::)

Womit ich eher vorsichtig sein will, ist zu behaupten, dass mir ein Thema zu abgegriffen ist, denn ich habe mich auf die Biss-Bücher von Stephenie Meyer gestürzt, obwohl sie anscheinend genau das thematisieren, was ihr total ablehnt. Wahrscheinlich habt ihr auch recht damit, dass dieses Schema der heldenhaften, romantischen Vampire ziemlich ausgelutscht ist, aber die Bücher waren trotzdem super geschrieben und unheimlich spannend.

Bram Stokers "Dracula" habe ich im Englischunterricht gelesen, natürlich nicht das Original, sondern ein Lesebuch der Lernstufe B2.1. Es war ein wenig verwirrend, da die Geschichte nur in Tagebucheinträgen und Zeitungsausschnitten erzählt wurde (ist das beim echten Dracula-Buch auch so?). Trotzdem habe ich seitdem mal wieder Lust auf eine "richtige" Vampirgeschichte mit "richtigen" Vampiren und will Dracula auch mal auf Deutsch lesen. :buch:

Ich habe das Gefühl, dass es im Moment als besonders originell gilt, aus den früher bösen Vampiren, gute Helden zu machen, die zum ewigen Leben verdammt wurden. Natürlich kann ich das auch schlecht einschätzen, da ich erst seit acht Jahren überhaupt über Vampire lesen kann, aber es kommt mir zumindest so vor. :hmmm:
Prinzipiell habe ich dagegen nichts einzuwenden und ich lese ja auch Bücher in der Richtung, solange sie gut sind. Ich möchte nicht behaupten, dass alle Bücher, die diesem Schema folgen schlecht sind und mich nur nerven.

Trotzdem glaube ich, dass es nicht nötig ist, immer wieder ausgerechnet diese grundlegendste Eigenschaft der Vampire ins Gegenteil zu verkehren. Wie gesagt, ich würde im Moment gerne mal wieder ein Buch über die guten, alten, blutrünstigen Vampire lesen  :darth:, rein zur Abwechslung.  ;D

LG, Kiira
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Lomax am 25. August 2008, 17:33:28
Zitat von: Stefan am 24. August 2008, 14:49:40Da sind mir Krawall-Werwölfe echt lieber ...  :jau:
Ja! Werwolf rulez :jau:
  Ich war schon immer ein großer Werwolf-Fan. Als Konsument jedenfalls. Ich fürchte, wenn ich selbst mal das eine oder andere in der Richtung schreibe, läuft es doch eher auf den Vampir hinaus  :schuldig: Zumindest habe ich in meinen Notizbüchern mehr Ideen zu Vampiren als zu Werwölfen gesammelt, obwohl ich Werwölfe deutlich "cooler" finde. ;D (<- Immerhin ein Smiley, der Zähne zeigt. Leider ohne Pelz)

Hm, und wenn ich es recht überblicke, dürften alle meine Rollenspieler meine Vampirabenteuer noch in sehr schlechter Erinnerung haben. Die sind in der Tat regelmäßig sehr blutig geworden, und sie eigneten sich gut, das Grauen auch wirklich auf die Spieler überspringen zu lassen. Also ist wohl doch irgendwas an den Vampiren dran ... Man kann, im Gegensatz zu Werwölfen, recht locker und scheinbar zivilisiert in die Handlung einsteigen, ein wenig Humor dazu nehmen, und dann, wenn die Spieler sich geöffnet haben und arglos sind, die Atmosphäre schneller umschlagen lassen, als die Spieler wieder psychologische Distanz zum Geschehen und zu ihren Charakteren aufbauen können.
  Wenn man das auf Bücher übertagen kann, sollte es sich auch für mitreißende Geschichten eignen ... Obwohl da Vampire auch nicht ganz oben auf meiner Agenda stehen. Na ja, vielseitig sind sie jedenfalls.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Moni am 25. August 2008, 18:40:01
Zitat von: Kiira am 25. August 2008, 16:31:04
Bram Stokers "Dracula" habe ich im Englischunterricht gelesen, natürlich nicht das Original, sondern ein Lesebuch der Lernstufe B2.1. Es war ein wenig verwirrend, da die Geschichte nur in Tagebucheinträgen und Zeitungsausschnitten erzählt wurde (ist das beim echten Dracula-Buch auch so?). Trotzdem habe ich seitdem mal wieder Lust auf eine "richtige" Vampirgeschichte mit "richtigen" Vampiren und will Dracula auch mal auf Deutsch lesen. :buch:

Du hast einfach eine gekürzte Fassung gelesen, das haben wir so mit Jane Eyre gemacht. Das war schon das "echte" Buch  ;) Das ist ja gerade der Clou an der Geschichte (wobei Briefromane zur damaligen Zeit einen richtigen Hype hatten, es also keine ungewöhnliche Erzählweise war) und sollte durch die Zeitungsausschnitte und Tagebucheinträge eine gewisse Authentiziät erhalten. Das gleiche hat Stephen King übrigens mit "Carrie" durchexerziert.
Wenn du Dracula auf Deutsch liest, mußt du bei der Übersetzung von Karl Bruno Leder (der Standardübersetzung schlechthin, sprachlich eigentlich auch ok)an einer Stelle das englische Original als Vergleich heranziehen. In der Insel Ausgabe S.61 zitiert Jonathan Harker aus Hamlet und zwar den Satz »My tablets, quick my tablets. 'tis meet that I put it down«. Leider hat Herr Leder dieses Zitat aus Hamlet wohl nicht erkannt, denn er macht daraus "Meine Tabletten, schnell meine Tabletten. Es ist Fleisch, das ich hinunterwürgte..."  Öhm, ja, nicht ganz. Bei Schlegel heißt es: »Schreibtafel her, ich muß mir's niederschreiben [das einer lächeln kann und immer lächeln und doch ein Schurke sein]«.  Und das ist letzendlich auch der gemeinte Sinn.
Ansonsten kann ich die Inselausgabe des Dracula empfehlen, bzw. die K.B.Leder Üebrsetzung, wobei ich letzendlich natürlich immer zum Original greifen würde. Dracula war das erste englische Buch, das ich komplett gelesen habe. Meine Ausgabe ist voller Anmerkungen und Interpretationen, ich bin das damals tatsächlich angegangen, wie eine Schullektüre. Ich sollte mal einen annotierten Dracula auf Deutsch rausgeben.  8)
Übrigens gibt es hier http://us.penguinclassics.com/static/html/essays/dracula.html ein ziemlich interessantes Essay zu Dracula.

Die "Twilight" Serie mag ich übrigens sehr, auch wenn Edward so eine Art Überromantikvampir ist, aber mir gefällt einfach die Art, wie die Geschichte erzählt ist. Außerdem ist Sex eher eine Nebensache in diesen Büchern, bis zum 3.Band kommt das Thema nicht mal zur Sprache. Dahingegen finde ich die meisten anderen Romantikvampirenovels eher zum grausen. Schlechter Stil kombiniert mit heftigstem Bettlakengewälze (oft auch ohne Bett oder Laken), was hat das noch mit Vampiren zu tun...

Klar, das Vampirgenre an sich hat einen hohen Erotikfaktor, aber in den klassischen Romanen (Der Vampyr, Carmilla, Dracula) ist das eher unterschwellig und das macht für mich einen viel höheren Reiz aus, als platter Sex. Erotik ist ungleich Sex. Das sollte man vielen Autoren nochmal klar machen und gerade im Vampirgenre.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Jara am 25. August 2008, 20:35:21
Vampire an sich finde ich toll. Dieser düstere und erotische (ganz sicher nicht platte) Flair hat schon was.
Mir gefällt vor allem die klassische Variante. Ich mache mir damit bestimmt viele Feinde, aber irgendwelche moderne Umsetzungen, in denen Vampire mit super modernen Waffen ausgestattete Killer sind, gefallen mir nicht so.
Sicher muss man bei so einem Thema kreativ sein, um nicht einen der vielen vorhandenen Romane abzukupfern.
Aber bitte trotzdem immer noch mit Stil und den Vorfahren Nosferatu und Dracula gerecht. Sonst wirkt das schnell billig und auf Teufel komm raus gewollt aber nicht gekonnt.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Blake am 26. August 2008, 08:53:23
Was man ebenso nicht vergessen sollte ist, dass es tatsächlich eine psychologische Störung gibt, durch die sich Menschen für Vampire halten. Sie lieben Blut und entwickeln eine Furcht vor Sonnenlicht der Kreuzen. Die Psyche gaukelt ihnen dann tatsächliche Schmerzen vor, oder eine Besserung durch die Aufnahme von Blut. Und damit meine ich nicht Gruppierungen wie Gothics oder ähnliches, die sich durch Kleidung, Sprache und Verhalten abgrenzen. Mit dem Aufkommen des Internets verstärkt sich dieser "Vampirkult" zunehmend, hat allerdings nichts mit dem Aberlauben zu tun.
Übrigens denken wir Europäer an den Vampir mit dem Fledermausmantel. Im asiatischen Raum sind es eher so etwas wie brutale Zombies, die nur ein Ziel verfolgen (Töten! Töten! Töten!) und sich dann zur Ruhe legen.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Julia am 26. August 2008, 09:10:36
Abgesehen von den üblichen Verdächtigen ("Tanz der Vampire", "Biss zum Morgengrauen", etc.) hatte ich bislang noch nicht viel Kontakt zu dem Thema - einfach, weil es inzwischen so viel darüber gibt, dass man häufig von vorneherein gleich abwinkt.
Auch Lynns "Kuss des Dämons" hatte ich anfangs nur gekauft, weil ich gern wissen wollte, was die andern Mitglieder vom Tintenzirkel so schreiben. Toll fand ich das Buch hinterher trotzdem  ;) - vor allem, weil mir die liebevoll gezeichnteten Charaktere und die Idee mit den Lamias gut gefallen haben (von denen ich vorher nie gehört hatte).
Und genau hier würde ich deshalb auch ansetzen: Bei einer neuen Idee. Solange man sich nämlich auf dem alten Terrain befindet (noch schöner, noch mächtiger, noch schrecklicher, noch unwiderstehlicher  *gähn*), wird man sich schwer tun, überhaupt etwas zu schreiben, was sich auch nur ein winziges Stück aus der Masse hervorhebt.
Wie wäre es aber, wenn man jetzt einen bislang ganz ungewohnten Aspekt mit in die Geschichte einbringt?
Wenn der Vampir (ich weiß nicht, ob es das Thema auch schon gibt) beispielsweise schizophren ist, und Prota- und Antagonist in einer Person verkörpert?
Ist nur ein Beispiel, aber da läßt sich sicherlich noch einiges anderes finden. Und zumindest wäre das eine Geschichte, bei der man sagen könnte: Wow, da hat sich der/die Autor(in) echt was einfallen lassen ...

Liebe Grüße,

Julia

P.S.: Gerade noch einmal nachgelesen: Die korrekte Bezeichnung für eine gespaltene Persönlichkeit heißt nicht "Schizophrenie" sondern "Multible Persönlichkeitsstörung" bzw. "Dissoziative Identitätsstörung" - da habe ich wieder was gelernt (das hört gar nicht mehr auf bei mir in den letzten Tagen  ;D )
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Artemis am 26. August 2008, 09:23:48
Zitat von: Blake am 26. August 2008, 08:53:23
Was man ebenso nicht vergessen sollte ist, dass es tatsächlich eine psychologische Störung gibt, durch die sich Menschen für Vampire halten. Sie lieben Blut und entwickeln eine Furcht vor Sonnenlicht der Kreuzen. Die Psyche gaukelt ihnen dann tatsächliche Schmerzen vor, oder eine Besserung durch die Aufnahme von Blut.


So weit ich mich erinnern kann, können Menschen keine größeren Mengen Blut verdauen, weil die Bestandteile des Blutes das Milieu des Magens so verändern, dass der den "Rückwärtsgang" einlegt. Sprich: man kotzt alles raus, damit der Magen sich entleeren kann  ::)

Rein physisch betrachtet müssten Vampire also ein komplett anderes Verdauungssystem haben, wenn sie nicht verhungern wollen. Aber da die Spitzzähne ja ohnehin jenseits aller Logik wandeln, ist bei den männlichen Vampiren sogar das Zeugen von Kindern möglich, selbst wenn sie sonst keinerlei Körperflüssigkeiten besitzen *hüstel*
Klar, mausetot und kalt wie ein Nordseekrebs, aber hauptsache DAS funktioniert ... *rumbrummel*
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Hr. Kürbis am 26. August 2008, 10:36:35
Zitat von: Artemis am 26. August 2008, 09:23:48

So weit ich mich erinnern kann, können Menschen keine größeren Mengen Blut verdauen, weil die Bestandteile des Blutes das Milieu des Magens so verändern, dass der den "Rückwärtsgang" einlegt. Sprich: man kotzt alles raus, damit der Magen sich entleeren kann  ::)

Dem ist in der Tat so, doch welcher unter dieser Krankheit leidende Mensch würde schon an solch große Mengen Blut kommen, dass er es nicht "verdauen" kann? Mit legalen Mitteln, versteht sich ...
Ich hab tatsächlich mal etwas im Fernsehen darüber gesehen, da war so ein Typ, der hat von seinen Freunden immer etwas Blut gespendet bekommen, so per Nadel in den Finger. Also wirklich nur tröpfchenweise.

Mal ein paar Ideen niedergeschrieben, die mir gerade kommen:
Wie gehen Vampire eigentlich mit HIV um? Daraus ließe sich bestimmt eine nette Story basteln, der Vatikan infiziert Menschen, um einen "alten Feind" auszulöschen, leider geht das Experiment nach hinten los. :hmmm:
Dann die Sache mit der "Krankheit", ein Mensch hält sich für einen Vampir und beginnt in dieser Art und Weise zu morden. Den Vampiren, stets auf Heimlichkeit bedacht, suchen selbständig nach dem Mörder. Also genau von der anderen Seite aus erzählt.
Verdammt, die Ideen finde ich gar nicht mal soooo schlecht. ;)

Egal, dass ich keine Vampire und stattdessen lieber Werwölfe mag, liegt wohl an einer einfachen Tatsache. Würde ich beiden im Dunkeln begegnen, ich wüsste, wovor ich mehr Angst hätte! :gähn:
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Lomax am 26. August 2008, 10:58:40
Zitat von: Stefan am 26. August 2008, 10:36:35Egal, dass ich keine Vampire und stattdessen lieber Werwölfe mag, liegt wohl an einer einfachen Tatsache. Würde ich beiden im Dunkeln begegnen, ich wüsste, wovor ich mehr Angst hätte!
Ja, ich denke, das ist ein dramaturgischer Vorteil des Vampirs. Zumindest dann, wenn sich meine Rollenspielerfahrungen irgendwie übertragen lassen. Bei einem Werwolf weiß man, woran man ist. Mit Vampiren hingegen kann man nette Szenarien konstruieren. Beim Rollenspiel fühlten sich meine Spieler sicher; sie glaubten, die Situation einschätzen zu können, alles im Griff zu haben. So ein Vampir kann sich ja auch gut im Hintergrund halten - man schafft ein Szenario, dass seine Ankunft vorbereitet, aber dank fehlenden Antagonisten Platz für harmloses Geplänkel bietet. Man kann also für angenehme Stimmungen sorgen, für eine Atmosphäre, auf die sich die Spieler emotional einlassen - und dann lässt man dass "Monster" darin einbrechen.
  Ich denke, das müsste auch in Geschichten funktionieren, indem man den Leser an Stelle der Spieler setzt und ihn ebenso in die Handlung führt, wie ich es als Spielleiter getan habe. Zumindest könnte es dann funktionieren, wenn man wirklich Horror schreiben will und bereit ist, seinen Vampir als letztlich unberechenbares und unkontrollierbares Monster darzustellen - und nicht als romantischen Schönling ;)
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Moni am 26. August 2008, 11:14:02
Zitat von: Lomax am 26. August 2008, 10:58:40
  Bei einem Werwolf weiß man, woran man ist. Mit Vampiren hingegen kann man nette Szenarien konstruieren. Beim Rollenspiel fühlten sich meine Spieler sicher; sie glaubten, die Situation einschätzen zu können, alles im Griff zu haben.

*Hust* Dann hast du aber immer nur in "netten" Werwolfrunden gespielt... Bei unseren Werwölfen wußte man nie woran man war.  8)
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Drachenfeder am 26. August 2008, 11:23:37
Vampire: Ausgelutscht und immer wieder spektakulär

Ich liebe alles rund um Vampire. Klar, es stimmt schon zum Teil was einige geschrieben haben: Das Thema ist ausgelutscht. Jedoch bin ich der Meinung das auch Vampirgeschichten immer noch ihren Reiz haben. Man kann aus ihnen so viel zaubern. Man brauch nur Phantasie :) Ich schreibe selbst auch sehr gerne über die Blutsauger und versuche dabei die alt bekannten Vampirtheorien mit neuen und vorallem eigenen Ideen zu vermischen um somit das Thema wieder reizbar zu machen. Bis jetzt ist es bei meinen "Lesern" sehr gut angekommen. Kennt ihr die Sookie Stackhouse Reihe? Eine tolle Idee gewesen mit dem Blut für die Mirko. Es gibt so viele schöne Uralt Legenden die man mit viel Pep und Kreativität wieder aufleben bzw. wieder neu erfinden kann.

Drachenfeder** - die mit den Vampiren spielt ;)
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Hr. Kürbis am 26. August 2008, 11:26:18
Zitat von: Moni am 26. August 2008, 11:14:02
*Hust* Dann hast du aber immer nur in "netten" Werwolfrunden gespielt... Bei unseren Werwölfen wußte man nie woran man war.  8)

Und gerade deswegen finde ich Werwölfe interessanter, die haben noch wesentlich mehr Potential, sich anders zu entwickeln als. Auch, wenn es nur selten vorkommt und ich sie trotzdem mag, wenn sie nur das "Tier" rauslassen. :darth:
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Lomax am 26. August 2008, 11:43:24
Zitat von: Moni am 26. August 2008, 11:14:02*Hust* Dann hast du aber immer nur in "netten" Werwolfrunden gespielt.
Ich habe nie in "Werwolfrunden" gespielt. Immer nur in "normalen" Runden, in denen Werwölfe oder Vampire als Bedrohung auftauchten. Bei Werwölfen als Charakteren und Teil einer strukturierten Sozialgemeinschaft mag es anders sein ... Aber ehrlich gesagt, bin ich nicht bereit, diesen Weg sehr weit mitzugehen. Meine Vorliebe, die ich als Konsument - nämlich Leser und Filmzuschauer - Werwölfen entgegenbringe, gilt eben diesem animalischen Touch, den der Werwolf mitbringt. Ein Werwolf stellt keine Fragen.
  Mach den Werwolf komplex, und ich bin als Leser weg. Für mich ist das dann kein Werwolf mehr, sondern ein domestizierter Haushund. Wenn er bedrohlich wird, ist es ein Kampfhund - aber als Werwolf akzeptiere ich solche Konstrukte nicht mehr. Wenn also in Filmen wie Underwold die Vampire als geordnete Gemeinschaft wie im Maskerade-Rollenspiel leben, finde ich ganz gut in die Filme rein. Aber die Werwölfe darin akzeptiere ich nur, weil sie als Gegenspieler vorkommen und sich damit einen Ruch an Wildheit bewahren und ein wenig im Schatten bleiben. Einen entsprechenden Film mit dem Werwolf-Team und seiner sozialen Interaktion im Vordergrund würde ich mir nicht mehr anschauen. :omn:
  Sicher gibt es Konsumenten mit anderem Geschmack. Aber wenn man sich anschaut, was wie gut läuft, habe ich das Gefühl, dass ich da insgesamt im Mainstream liege. Der Markt bietet für Variationen des Werwolf-Themas nicht denselben Spielraum wie für Vampire. Zumindest nicht viel Spielraum in Richtung eines feinsinnigen, nachdenklichen Werwolfs ;D
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Grey am 26. August 2008, 11:51:01
Also ich für meinen Teil werde das Thema mal aus biologischer Sicht aufarbeiten. Auch Vampire sind vor Mückenstichen nicht sicher, möchte ich meinen ... ;)
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Aidan am 26. August 2008, 12:36:04
Gibt es dann auch Vampirmücken? Ich meine, wie wird der Vampirismus dann übertragen? Wenn es über das Blut geht, könnten Mücken eine echte Plage und Gefahr werden, oder? Upps, eine mückenübertragene Vampirseuche...  :o
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Koriko am 26. August 2008, 12:39:46
Also die Sache mit dem HIV wurde schon oft behandelt, die meisten Autoren lassen ihre vampire dagegen immun sein.
Aus biologischer Sicht kann man einen Vampir nur schwer erklären.. ich glaube gar nicht richtig. Dafür sind die viel zu abgespact, wenn man sich ihre Fähigkeiten ansieht. Aber allein zum Thema Vampirismus gibt es soviele Legenden und Geschichten, dass es wirklich schwer wird, was vollkommen neues zu erschaffen.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Möchtegernautorin am 26. August 2008, 12:47:46
So, nachdem ich immer schon mit dem Lesen nicht hinterher komme, will ich mich hierzu nun auch zu Wort melden :)

Ich gehöre auch zu den Vampir-Liebhabern. Schuld daran ist – wie an so vielem ::) – meine Mutter.
Jene hat nämlicher auch immer schon ein Faible für Gruselgestalten gehabt und ihre Kinder damit auch nicht in Frieden gelassen. Nachdem ich Jahre lang Angst vor Vampiren hatte und viel lieber Werwölfe mochte (muss unter anderem auch an meinem damaligen schwarzen Schägerhund gelegen habe <hüstel>) hatten mich die Vampire irgendwann dann doch gepackt.
Zuerst habe ich nach Möglichkeit alles gelesen und gesehen, was mit Vampiren zu tun hatte und als ich endlich anfing zu schreiben, tummelten sich die Blutsauger dort auch. Über Jahre hinweg, kam in allem, was ich geschrieben habe, mindestens ein vor...
Irgendwann hat sich das allerdings wieder etwas beruhig. Mein Fazit ist mittlerweile: Ich mag Vampire, wenn sie gut ausgearbeitet sind, nicht überzogen und vor allem Charakter haben (der aus ,,Moonlight" hat keinen, finde ich) und finde auch immer noch den Aspekt des hin- und hergerissenseins sehr interessant. Allerdings stehen sie mit anderen Schauergestallten mittlerweile auf gleicher Stufe.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich von der jetzigen Vampirschwemme kaum etwas mitbekommen habe. Die meisten Bücher fand ich nicht ansprechend und ich habe nur eine Neuerscheinung in der letzten zeit gekauft und gelesen, die mit Vampiren zu tun hatte – aber die hatte mir gefallen ;)

Schreiben tue ich, wenn man es genau nimmt, auch noch immer über Vampire. Das hängt jedoch mehr damit zusammen, dass ich, was das Aufschreiben und Ausarbeiten meiner Ideen angeht, ,,Leicht" hinterher hinke. In neueren Ideen kommen eher selten Vampire vor, doch die sind noch nicht ausgereift.
Bevorzugen tue ich dabei... alle Arten von Varianten. Von dem gemeinen Verführer, über den zurückhaltenden und leidenden Vampir, bis hin zu dem skrupellosen Verrückten. Im Grunde kann man alles machen und ich scheue mich auch nicht, verschiedene Fassetten auszutesten, sie als gut oder böse darzustellen, wie es eben passt.


@ Julia
Die Idee mit Pro- und Antagonist gleichzeitig ist soweit ich weiß durchaus schon umgesetzt worden :) Ok, bei vampiren fällt mir gerade nur ,,Angel" ein (Ja, ich mag die Serie ;)), ansonsten fühlte ich mich da gerade an ,,Jekyll & Hyde" erinnert.

@ Grey
Aus Biologischer Sicht? Würde mich interessieren :) Rein logisch betrachtet müssten die meisten Menschen nach einem Vampirbiss ja eigentlich an einer Sepsis sterben. Gerade Bisswunden sind da ja hoch infektiös ::)
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Tenryu am 26. August 2008, 13:12:30
Zitat von: Artemis am 26. August 2008, 09:23:48So weit ich mich erinnern kann, können Menschen keine größeren Mengen Blut verdauen, weil die Bestandteile des Blutes das Milieu des Magens so verändern, dass der den "Rückwärtsgang" einlegt. Sprich: man kotzt alles raus, damit der Magen sich entleeren kann  ::)

Ich weiß nicht, ob das eine Sache der Gewöhnung ist oder eine angebore Fähigkeit. Aber in Afrika gibt es N****stämme, die sich vom Blut von Tieren ernähren, die sie regelmäßig zur Ader lassen.

Mit Vampiren habe ich übrigens nichts am Hut. Ich habe wohl mal vor Jahren den Roman von Stoker gelesen. Auch kenne ich die Filme von F.W. Murnau und Tod Browning. Aber die interessieren mich mehr als Filmfreund, denn wegen der Vampire.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Grey am 26. August 2008, 14:16:22
[ALANA]
Rassistisches Vokabular gesternt.
[/ALANA]

Zitat von: Tenryu am 26. August 2008, 13:12:30
Ich weiß nicht, ob das eine Sache der Gewöhnung ist oder eine angebore Fähigkeit. Aber in Afrika gibt es N****stämme, die sich vom Blut von Tieren ernähren, die sie regelmäßig zur Ader lassen.


N**** ...? Mir wäre es lieb, wenn du stattdessen Eingeborene oder ähnliches verwenden würdest. Danke.

Abgesehen davon ... ernähren die sich denn dann hauptsächlich von diesem Blut? Und bereiten sie es noch irgendwie zu? Gekochtes Blut wäre ja schon wieder eine andere Sache ...
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Koriko am 26. August 2008, 14:23:35
Es gibt auch in deutschland ein Gericht, das umgangssprachlich "Tote Oma" heißt. Das ist nichts weiter als geronnenes Schweineblut... :seufz: Mein Vater ist das gerne... und dem ging es immer blendend.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Lavendel am 26. August 2008, 14:23:56
[ALANA]
Rassistisches Vokabular gesternt.
[/ALANA]

Zitat von: Tenryu am 26. August 2008, 13:12:30
Ich weiß nicht, ob das eine Sache der Gewöhnung ist oder eine angebore Fähigkeit. Aber in Afrika gibt es N****stämme, die sich vom Blut von Tieren ernähren, die sie regelmäßig zur Ader lassen.

Das Wort 'N****' hat eine eindeutig rassistische Konnotation. Ich bin nicht damit einverstanden, wenn jemand in meiner Gegenwart, und sei sie digital, dieses Wort benutzt. Ich bitte dich also darum, das Wort in Zukunft nicht mehr zu gebrauchen.

Das zur Ader lassen von Vieh war auch bei den Highlandern Praxis. Das Blut wurde dort mit Mehl vermengt und zu Fladen gebacken, wenn die Nahrung knapp war. Das hat nichts mit Vampirismus, sondern viel mehr mit einer aus der Not geborenen Kreativität zu tun, die das Überleben sichert.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Drachenfeder am 26. August 2008, 14:37:53
ich weiß nicht mehr was das für eine Sendung war... aber da haben sie einen Stamm gezeigt (glaube auch in Afrika?) die Rinderblut zu einer Art "Wackelpudding" verarbeitet haben. Das war wie für uns dann eine Art Leckerei. Ich glaub ich hätte mich übergeben. Aber es ist echt interessant das Blut trinken/essen nicht wirklich ungewöhnlich ist
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Moni am 26. August 2008, 14:43:47
Zitat von: Winterkind am 26. August 2008, 12:36:04
Gibt es dann auch Vampirmücken? Ich meine, wie wird der Vampirismus dann übertragen? Wenn es über das Blut geht, könnten Mücken eine echte Plage und Gefahr werden, oder? Upps, eine mückenübertragene Vampirseuche...  :o

:rofl:  Ich schmeiß mich weg. Sollte ich jemals eine Vampirparodie schreiben, muß das rein!!
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Möchtegernautorin am 26. August 2008, 14:46:27
Zitat von: Grey am 26. August 2008, 14:16:22
Abgesehen davon ... ernähren die sich denn dann hauptsächlich von diesem Blut? Und bereiten sie es noch irgendwie zu? Gekochtes Blut wäre ja schon wieder eine andere Sache ...
Wenn ich mich recht erinne trinken sie das Blut ihrer Rinder, weile s das nahrhafteste ist, was sie in der Steppe/ Wüste finden können. Ich meine aber, es sei nicht das Hauptnahrungsmittel <kopfkratz> bin mir aber nicht sicher.

Wo ich mir allerdings sicher bin, ist, dass sie das Blut im Gegensatz zu vielen anderen "unzubereitet" zu sich nehmen, aber auch nicht Lieterweise.
Hoffentlich war die Docu, aus der ich das habe, nicht der reine Schund ;D
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Artemis am 26. August 2008, 14:52:36
Öh ... dann dürftet ihr ja auch keine Blutwurst essen, immerhin besteht die auch aus Blut  ::)

Aber ich glaube, wir driften ein klitzekleines bisschen vom Thema ab ...  ;)



Mal was anders zu den Blutsaugern: Kennt jemand von euch den Anime "Hellsing"? Besonders originell fand ich da diese Tatsache, dass sich manche Vampis von Bluttransfusionen ernähren - da wird so ein Päckchen angepickst und leergenuckelt wie eine Capri Sonne O.o
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Moni am 26. August 2008, 14:54:45
Zitat von: Artemis am 26. August 2008, 14:52:36
Mal was anders zu den Blutsaugern: Kennt jemand von euch den Anime "Hellsing"? Besonders originell fand ich da diese Tatsache, dass sich manche Vampis von Bluttransfusionen ernähren - da wird so ein Päcken angepickst und leergenuckelt wie eine Capri Sonne O.o

Jepp, kenn ich. Fand den Anime generell sehr interessant.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Lomax am 26. August 2008, 15:06:15
[ALANA]
Rassistisches Vokabular gesternt.
[/ALANA]

Zitat von: Lavendel am 26. August 2008, 14:23:56Das Wort 'N****' hat eine eindeutig rassistische Konnotation.
Ehrlich gesagt, hat es die meiner Meinung nach in erster Linie durch diejenigen erhalten, die es ihm im Rahmen einer sprachlichen Political Correctness zuschreiben wollten, in der irrigen Meinung, die Abwertung hinge am Wort, und nicht an der Haltung des Sprechers zum bezeichneten Gegenstand. Inzwischen zucke ich auch zusammen, wenn ich es so höre, und würde es wohl vermeiden - aber zumindest schäme ich mich dafür, dass ich mich einer sprachlich-sozialen Entwicklung nicht entziehen kann, die ich für die reale Umsetzung von Orwells "Neusprech" halte.

Insofern bin ich nicht damit einverstanden, wenn jemand in meiner Gegenwart diese Politisierung von Sprache auch noch gut und richtig findet. Hm, vermutlich muss ich es trotzdem ertragen ;D Aber in jedem Fall nicht stillschweigend, denn - vermutlich habe ich es schon gesagt (mein "Ceterum censeo ...") - ich halte PC für die größte Bedrohung der zeitgenössischen Literatur überhaupt.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Blake am 26. August 2008, 15:55:14
Es entspricht tatsächlich der Wahrheit, dass der Mensch nur begrenzte Mengen "unverarbeitetes" Blut trinken kann, ohne dass er sich übergibt. Die Menschen, die sich für Vampire halten, ernähren sich ja nicht ausschließlich von Blut. Und die Bestandteile von Blutwurst und anderen blutigen Mahlzeiten werden schließlich gekocht oder gebraten, was die Eiweißmoleküle verändert und sie leicht verdaulich macht.
Die Idee mit HIV und Vampiren gab es glaube ich schonmal. Und Vampirismus soll eine virale Erkrankung sein. Darüber vergißt man den Ursprung der modernen Vampirmythen. Meiner Recherche ( :buch:) nach ist es eine Deutung der Tuberkulose, der Schwindsucht. Einer äußerst aggressiven bakteriellen Krankheit. Der Erkrankte scheint sich zunächst zu erholen, dann vergehen Jahre - manchmal Jahrzehnte! - und der Befallene zehrt aus und verfällt. Man beerdigt ihn. Wenig später erkranken oder sterben seine nahen Verwandten oder Personen, mit denen er engen Kontakt hatte. Man gräbt ihn angsterfüllt aus, weil man ihn für einen Widergänger hält. Und aus dem ausgezehrten Leichnam hat die Verwesung einen prallen Toten gemacht. Das konnte man sich bis zur Entdeckung der Mikroorganismen nicht erklären. Verneigen wir uns vor Robert Koch, der das Tuberkel-Bakterium entdeckte!
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Julia am 26. August 2008, 16:00:15
@ Drachenelfe: "Jekyll & Hyde" hatte ich auch kurz im Kopf, aber da ging es mehr (so hatte ich es damals zumindest verstanden) um die "gute" und die "schlechte" Seite in einem Menschen (so ein bisschen in Richtung Freud: der unterdrückte Trieb). Bei dem Vampir hatte ich eher daran gedacht, dass er (mindestens !  ;D) zwei komplette Persöhnlichkeiten in sich vereinen kann - mit allen jeweiligen guten und schlechten Seiten (vielleicht hat ja auch der Antagonist eine liebenswerte Seite an sich: er setzt sich für den Schutz des Feldhamsters ein, oder so ...).

@ Winterkind: die Vampirmücken finde ich auch genial  :rofl: (ich habe in einem meiner (geplanten) Bücher eine spukende Spinne ...)

Liebe Grüße,

Julia
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Möchtegernautorin am 27. August 2008, 08:37:57
@ Artemis
Ja, ,,Hellsing" kenne ich auch :) Der Grinsekasper von Vampir war zwar sehr überzogen, aber irgendwie fand ich das dann schon wieder gut.

Und was die Blutkonserven angeht: Das kommt allerdings auch ziemlich oft vor, soweit ich weiß. Das ist das Standardausweichmittel für jene Vampire, die keine Menschen/ Tiere/ was auch immer beißen wollen.
Wobei ich das bei ,,Blade" amüsant fand, dass sie sich einige von Konserven ernährt haben, obgleich da ja eigentlich auch das gefürchtete EDTA drin ist ::)


@Julia
Stimmt, geht wohl wirklich eher um die ,,gute" und ,,böse" Seite des selbst. Ist ja das, was Dr. Jekyll eigentlich vorhatte zu trennen :) Die Assoziation kam wahrscheinlich unter anderem, weil ich das Musical erst gesehen habe :engel:
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Moni am 27. August 2008, 09:55:25
Noch eine Anmerkung zur Verdauung von Blut bei Vampiren: ich würde nicht sagen, daß Vampire das Blut verdauen, sprich das es ganzt normal wie andere Nahrung in den Magen und Verdauungstrakt wandert, sondern das die Kröper von Vampiren das Blut direkt absorbieren, wenn es getrunken wird und das es dann eher "verbrannt" wird. Was zum Beispiel auch erklären würde, weshalb in praktisch allen Vampirgeschichten die "jungen" Vampire wesentlich mehr und häufiger Blut brauchen, als die älteren. Ihr Körper muß sich erst an die Umstellung gewöhnen und verbrennt einfach mehr. Mit der Zeit lässt das dann nach und die Kontrolle des Vampirs über seinen Körper und "Durst" wird besser. Dann ist der Blutbedarf auch niedriger.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Möchtegernautorin am 27. August 2008, 10:00:08
Zitat von: Moni am 27. August 2008, 09:55:25
Noch eine Anmerkung zur Verdauung von Blut bei Vampiren: ich würde nicht sagen, daß Vampire das Blut verdauen, sprich das es ganzt normal wie andere Nahrung in den Magen und Verdauungstrakt wandert, sondern das die Kröper von Vampiren das Blut direkt absorbieren, wenn es getrunken wird und das es dann eher "verbrannt" wird.
Würde auch erklären, weswegen sich vampire nicht nie erleichtern müssen  ;D
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Moni am 27. August 2008, 10:01:04
Zitat von: Drachenelfe am 27. August 2008, 10:00:08
Würde auch erklären, weswegen sich vampire nicht nie erleichtern müssen  ;D

Exakt. Macht ja sonst auch einfach keinen Sinn.  8)
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Solatar am 27. August 2008, 14:43:16
Zitat von: Blake am 26. August 2008, 15:55:14
Meiner Recherche nach ist es eine Deutung der Tuberkulose, der Schwindsucht. Einer äußerst aggressiven bakteriellen Krankheit.

Das dachte ich auch lange..., inzwischen gibt es neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die dem Milzbranderreger "Bacillus anthracis" zugeschrieben werden. Interessant dabei ist, dass häufig Schafe und Wild von diesem Erreger befallen waren. In Regionen, in denen sich der Erreger wohl fühlte und dieses Fleisch häufig und gerne verzehrt wurde, traten dann entsprechend ungeklärte Fälle auf. Vor allem auch bei denjenigen, die sich mit der Fellbearbeitung und Gerben beschäftigt haben. Anscheinend überleben die Sporen im ungeöffneten Körper unter der Erde über Jahrzehnte.
Die typischen, für Vampirismus unterstellten Anzeichen, zeigen sich bei den durch Milzbrand (v.a. durch den Verzehr von infizierten Tieren / Darmmilzbrand) Verstorbenen und zur näheren Untersuchung exhumierten Leichen sehr deutlich, nur dass eben keiner der auf diese Weise Dahingerafften nachts wieder aufgestanden ist und sich auf die Suche nach Opfern gemacht hat. Aber wer weiß  :darth:

Es gibt aber neben den Erkenntnissen zu Milzbrand und früher Tuberkuloseerkrankungen noch die Tollwuttheorie. Auch hier zeigten sich noch am lebenden Infizierten den Vampiren zugeschriebene Eigenschaften.

Ich denke, Autoren dürfen sich eine der Theorien aussuchen. Wahrscheinlich haben sie alle etwas Passendes.

Vampirmücken? Das erinnert mich an eine jüngst verbreitete Theorie, Mücken könnten wie Zecken Hirnhautentzündung oder Schlimmeres übertragen.
Dann doch lieber Vampirzecken. Die sind tatsächlich gefährlich. Oder wie wäre es mit einer Übertragung durch Ratten oder Mäuse bzw. den gemeinen Floh (wurde dem nicht auch die Schuld an der Pest zugetragen?). Vampirflöhe wären auch gut. Da sind wir dann nahe an den Seuchen dran.
Für Persiflagen eignen sich m.E. echte Vampirmeerschweinchen (alleine die Zähne wirken) oder vielleicht ist das nur mein Trauma, nachdem ich neulich von einem Meerschweinchen in den Finger gebissen wurde... das hat vielleicht geblutet, sag ich Euch. ;D
 
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Julia am 27. August 2008, 17:04:15
Zitat von: Solatar am 27. August 2008, 14:43:16
Für Persiflagen eignen sich m.E. echte Vampirmeerschweinchen (alleine die Zähne wirken) oder vielleicht ist das nur mein Trauma, nachdem ich neulich von einem Meerschweinchen in den Finger gebissen wurde... das hat vielleicht geblutet, sag ich Euch. ;D

Mein Mitgefühl, Solatar  ;D - mich hat mal eine Wühlmaus gebissen, als ich sie vor einer Katze retten wollte. Mistvieh, undankbares! Und mein Hausarzt hatte sich dann auch noch totgelacht über mich ... *grrr*

Gute Besserung also nach dem Kampfhamster-(ähem: Meerschweinchen)Angriff!

Liebe Grüße,

Julia
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Blake am 27. August 2008, 17:10:42
@Solatar
Wir haben beide Recht. In den USA wurden geköpfte Leichen ausgegraben, die an Schwindsucht erkrankt waren.
Im osteuropäischen Raum war es eher der Milzbrand. Die hungernde Bevölkerung aß im Winter selbst verstorbene Tiere und starb dann an Milzbrand. Hatte ich vergessen zu erwähnen, weil mir die Tuberkulose besser gefällt. Oh, das hört sich komisch an...  ;D
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Solatar am 27. August 2008, 18:50:15
Zitat von: Blake am 27. August 2008, 17:10:42
Hatte ich vergessen zu erwähnen, weil mir die Tuberkulose besser gefällt. Oh, das hört sich komisch an...  ;D

Das ist reine Geschmacksache. Sich zu Tode husten oder blutig zu Tode sch... und zu k..., je nachdem, wer was mehr bevorzugt  :gähn:
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Hr. Kürbis am 27. August 2008, 19:39:43
Zitat von: Solatar am 27. August 2008, 18:50:15
Das ist reine Geschmacksache. Sich zu Tode husten oder blutig zu Tode sch... und zu k..., je nachdem, wer was mehr bevorzugt  :gähn:

Hm, lecker ... da pfeife ich mir doch gleich den Rest Spare-Ribs von gestern rein!
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 03. September 2008, 19:00:08
Hallo zusammen!
Ihr habt ja wirklich interessante Themen debattiert - das regt die Fantasie an.
Ich bin in den letzten Tagen abgetaucht, weil ich nun tatsächlich meinen Vampir schreibe - die romantische Variante. Es gibt also einen Vampir, der Prota ist, und eine Sterbliche, die die Story erzählt. Wie weit ich die einzelnen Vampirklischees benutze und abwandle, überlasse ich meinen aktuellen Tageseingaben. Das darf sich entwickeln. Momentan mag mein Vampir Orangenmarmelade.  ;D
Insgesamt denke ich, ich möchte keine völlig neue Richtung einschlagen, sondern mich schreibend mit den Klischees auseinander setzen. Auf diese Art habe ich nicht nur Spaß, sondern erfahre auch am meisten über Vampire, bzw. letztlich darüber, ob sie mich genug faszinieren, um da neue Wege in weiteren Romanen zu gehen.

Nach einigen Recherchen bei begeisterten Leserinnen von Romantikvampiren bin ich zu dem Schluss gekommen, dass diese Vampirgattung eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hat: sie soll Alice Schwarzer ärgern.
Na ja, und das tue ich jetzt erst mal ...
LG
Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Lomax am 03. September 2008, 19:37:38
Zitat von: gefion am 03. September 2008, 19:00:08Momentan mag mein Vampir Orangenmarmelade.
Blutorangenmarmelade  ;D
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Luisa am 04. September 2008, 13:50:40
Jetzt hat es mich doch wieder hierher verschlagen, man findet ja wirklich nette Sachen hier.  ;D

ZitatWie gehen Vampire eigentlich mit HIV um?
*weglach* Genau das habe ich mich auch ziemlich lange gefragt, nämlich nachdem ich "Der Graf" von den Ärzten gehört hatte. Folgender Text:
Ja der Graf sehnt sich so sehr nach dem Blut einer Jungfrau,
doch der Graf hat Angst - Angst vor HIV!


ZitatMomentan mag mein Vampir Orangenmarmelade.
Heißt das, dein Vampir kann sich neben Blut auch noch von normalen Lebensmitteln ernähren? Ich bin bis jetzt immer davon ausgegangen, dass Vampire unsere Nahrung zwar zu sich nehmen, aber weder schmecken noch verwerten können. ::)
Aber das ist ja eh nur das Klischee...
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 08. September 2008, 16:14:09
Meine Vampire behalten ihre Geschmacksnerven - immerhin haben Vampire ja auch Gefühle anderer Art. Sonst könnten sie sich doch nicht verlieben oder böse sein etc... und das Blut muss auch pulsieren, rein physikalisch, anders wären Vampire reichliche Luschen in speziellen Situationen.  ;D
Ich bleibe also bei möglichst normaler Physik, obwohl ich natürlich dem Fantasybreich Raum gebe. Das ist ja das Gute an solchen Themen: man kann sich als Autor das hindrehen, wie man selbst es mag.  :vibes:
Also mampft mein Vampir soeben mit Lust Fisch und Chips (und sagt jetzt nicht, wer das mag hat eh keine Geschmacksnerven! Das Zeug ist besser als sein Ruf.)

LG
Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Luisa am 08. September 2008, 19:15:37
Okay, wenn deine Vampire schmecken können gratuliere ich ihnen dazu, dieses Privileg haben schließlich nicht alle. Aber können sie sich auch davon ernähren oder genießen sie einfach nur den (auf jeden Fall ganz großartigen, unvergleichlichen *schleim*) Geschmack von Fisch und Chips?  :)
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Julia am 08. September 2008, 19:31:46
Zitat von: gefion am 08. September 2008, 16:14:09
Also mampft mein Vampir soeben mit Lust Fisch und Chips

Die Chips mit Essig? Das könnte man schon fast als übermenschliche Fähigkeit bezeichnen.  ;D  ;D  ;D

Liebe Grüße,

Julia (die fleißig am Lesen ist  ;) )
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Coppelia am 08. September 2008, 19:52:44
ZitatDie Chips mit Essig? Das könnte man schon fast als übermenschliche Fähigkeit bezeichnen.
Die sind doch lecker!! *vor der Pfanne flücht*
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Julia am 08. September 2008, 20:30:08
Zitat von: Coppelia am 08. September 2008, 19:52:44
Die sind doch lecker!! *vor der Pfanne flücht*

Äh, bäh! Da ess ich doch lieber den Fisch (und das sage ich als Vegetarier  ;D )!
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 09. September 2008, 08:10:13
Ich habs offen gelassen, ob er sich Essig draufschüttet. Aber die Mentalität von Vampiren spricht eher für Hot Ketchup, würde ich sagen. Und nachgesalzen hat er kräftig.
Leben tut er nicht davon, er ist bloß ein Genussvampir.

LG
Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Jara am 09. September 2008, 11:39:52
Eine Frage: Was haltet ihr eigentlich von diesen, ich nenne sie mal, New - Age - Vapieren, die plötzlich überall bei Tageslicht herumspazieren. Gut man kann sich sicher darüberstreiten, ob Vampiere nun was gegen Knoblauch haben, ausser wenn derjenige, den sie beissen wollen, diesen vorher gegessen hat. Aber wenn kein Tageslicht und auch kein Weihwasser mehr wirkt, ist das kein so richtiger Vampier mehr, oder?
Ach ja entschuldigt, dass ich bei einigen Wörtern kein scharfes s gemacht habe,  :-[aber hier im schönen Tschechenland finde ich das nicht auf der Tastatur. Bin schon froh, dass ich inzwischen weiss, wie man Umlaute macht. :vibes:
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 09. September 2008, 12:56:23
Mich stören Vampire bei Tageslicht nicht.
Allerdings habe ich auch keine Vampirtradition. Ich kenne bloß Biss zum Morgengrauen.
Wichtig ist mir, dass die Geschichte in sich stimmig ist. Nacht, Knoblauch und Weihwasser sind dann nicht zwingend nötig. Insofern spiele ich eher mit diesen Assessoires, um die über Bord zu kippen, die meine Geschichte aufhalten würden.

Wobei mein Vampir nun eine Einladung zum Gottesdienst erhalten wird. Ich bin gespannt, ob er sie annimmt.

LG
gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Volker am 09. September 2008, 13:24:28
Zitat von: gefion am 09. September 2008, 12:56:23
Wichtig ist mir, dass die Geschichte in sich stimmig ist. Nacht, Knoblauch und Weihwasser sind dann nicht zwingend nötig. Wobei mein Vampir nun eine Einladung zum Gottesdienst erhalten wird. Ich bin gespannt, ob er sie annimmt.

Eine schöne Modifikation die ich in einem Rollenspiel mitbekommen hatte: heutige Zeit, ein Kreuzritter der kurz nach seiner Kreuzfahrt zum Vampir wurde - und der ist (heute) immer noch zu tiefst religiös. Manchmal, wenn er überraschend etwas erschreckendes entdeckt, bekreuzigt er sich und murmelt ein Stoßgebet - zum Leidwesen "klassisch" orientierter Vampire ("Argh! Mach das niiie wieder!" *wörtlich*qualmend*). In einer Episode wird er von Vampirjägern verfolgt. Stellt sich heraus: die sind nicht hinter ihm her, sondern hinter seinem Kreuz, das er immer bei sich trägt, da sie es als Waffe gegen Vampire suchen ("mächtiges Artefakt, da aus dem heiligen Land, seit Jahrhunderten kontinuierlicher religiöser Fokus"). :D
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Möchtegernautorin am 10. September 2008, 12:31:34
Zitat von: Jara am 09. September 2008, 11:39:52
Eine Frage: Was haltet ihr eigentlich von diesen, ich nenne sie mal, New - Age - Vapieren, die plötzlich überall bei Tageslicht herumspazieren.
Wenn ich mich jetzt nicht schwer Täusche hatte Dracula in Bram Stokers Roman schon die Fähigkeit auch bei Tage herumzulaufen. Hatte zwar Nachteile, aber er konnte es... oder habe ich da jetzt doch zu sehr noch den Film im Kopf? <kopfkratz>
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Arielen am 10. September 2008, 13:32:51
Na ja, diese "neuen" Vampire sind ja irgendwie oft auch keine Untote mehr sondern Aliens oder alienabkömmlinge, was ich schon so schräg finde.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Volker am 10. September 2008, 13:36:08
Zumindest der Ur-Filmvampir ("Nosferatu") hatte ein massives Problem mit Sonne...
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Junipera am 10. September 2008, 13:50:06
Kenne Irgendwie über Vampire als Buch nur die "Biss-Reihe" und als Film "Interview mit einem Vampir" und ,,Van Hellsing". Es gab in meiner Kindheit auch mal diese Serie , "Der kleine Vampir" oder so. Fand ich total blöd.

Bin aber auch der Meinung ein richtiger Vampir verträgt kein Sonnenlicht und haßt Knofi und Weihwasser.
Was ist eigentlich mit dieser Spiegel-Sache? Vampire hatten doch kein Spiegelbild oder? Wie ist das mit den "Neuen" Vampiren? Haben die eins? Sonst könnten die doch Ihre eigene fantastische Schönheit gar nicht sehen und würde das nicht auffallen?
Bei einem Weiblichen Vampir auf jeden Fall, gerade wo man doch mit seinen Freundinnen immer auf Schopping-Tour ist und sich gemeinsam für Partys stylt.
:hmmm:
Warum schleicht sich gerade in meinem Kopf die Vorstellung einer lustigen Geschichte zu diesem Thema......nach einem Notizblock sucht.....?

Lieben Gruß Juni
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Grey am 10. September 2008, 14:06:13
Du fandest "Der kleine Vampir" blöd? Echt? Ich fands damals toll, hatte ganz viele Hörspielkassetten davon, die ich zum Teil sogar noch auswendig kann. An die Fernsehserie kann ich mich allerdings nicht besonders gut erinnern ...
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Junipera am 10. September 2008, 14:28:47
Vielleicht war ich schon zu alt für die Serie oder einfach zu aufgeklärt.  ???
Meine kleine Schwester fands toll.

Erinnere mich an die kleine Schwester (Anna oder so), die Milch statt Blut getrunken hatte und das der kleine Vampir einen, für meinen Geschmack, bescheuerten Vornamen hatte (Rüdiger oder ähnlich).
Ein Entschuldigung an alle die so heißen!
Aber für einen Vampir so einen Namen? Neee!
Und dann dieser total verblödete Vampir-Friedhofs-Gärtner-Jäger mit seinem Knofi-Kettchen.

Da gab es bessere Sendungen.

Ich mochte Alf lieber, aber ich glaub das war später....

Gruß Juni
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Luisa am 10. September 2008, 15:04:35
"Den kleinen Vampir" haben wir, glaube ich, in der Grundschule gelesen. Weiß vielleicht jemand, ob es diese Serie auch als Kinderbücher gab?  :hmmm: Zumindest lasen wir über Vampire.

Das Buch hätte ich am liebsten verbrannt und die Asche im Garten verbuddelt.  :happs:
Es war einfach dieses Gefühl, dass die Erwachsenen dich für zu klein halten, um über richtige Vampire zu lesen. Also bekommst die Baby-Version vorgesetzt, damit du armes Kind dich auch nicht gruselst.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Möchtegernautorin am 10. September 2008, 15:12:08
Och, ich mochte den kleinen Vampir eigentlich auch ganz gerne :) Allerdings erst, nachdem Vampire bei mir endlich gefruchtet hatten.
By the way Kiira @ die Serie basirt auf den Büchern, denke ich mal.

Was die Nachteile betrifft: ich fand es irgendwann etwas doof, dass alle Vampire die gleichen nachteile haben sollen. Insofern bin ich da bei meinen etwas individueller vorgegangen. Das Problem mit dem Sonnenlicht, Pflöcken und den geweihten Gegenständen haben sie alle, aber je nach Charakter eben ein Spiegelbild aber Probleme mit Knoblauch. Je nachdem, was ihnen die Existenz am meisten erschwert.
Eine eitle Frau zum Beispiel würde ihr Spiegelbild behalten, aber hinterher eher Nosferatuartig aussehen, jemand, der eigentlich ein Wandersmann ist Heimaterde benötigen aber zum Beispiel kein Problem mit Knoblauch haben.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Luisa am 10. September 2008, 15:14:52
ZitatBy the way Kiira @ die Serie basirt auf den Büchern, denke ich mal.
Oh, gut. Logisch denken war noch nie meine Stärke.  :pfanne:
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Marek am 10. September 2008, 15:16:53
Die Original-"Kleine Vampir"-Serie stammt von Angela Sommer-Bodenburg und ist beim Rowohlt-Verlag (Rotfuchsbücher) erschienen. Ab dem Zeitpunkt, als die erste Fernsehserie anlief, gab es eine zweite Reihe, "Anton und der Kleine Vampir", ebenfalls von Sommer-Bodenburg, im Verlag Gerstenberg, mit bunten Illustrationen von Helga Gebert. Diese Bücher konnten den Originalen aber nicht das Wasser reichen. Ohnehin hat die Reihe von Band zu Band nachgelassen.

"Der Kleine Vampir" war das erste richtige Buch, das ich mir gekauft habe, und auch eines der ersten, das ich komplett selbst gelesen habe (als Sechs- oder Sibenjährige)
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Moni am 12. September 2008, 15:45:04
Zitat von: Volker am 10. September 2008, 13:36:08
Zumindest der Ur-Filmvampir ("Nosferatu") hatte ein massives Problem mit Sonne...

Das wurde als eine der Änderungen von Murnau eingeführt, denn er hatte ja ohne jede Erlaubnis Dracula in ein Filmscript umgewandelt. (Bei Fragen zu diesem Thema: an mich wenden, ich bin Dracula und Murnau Fan  :darth: ) Und irgendwie hat sich der zu Staub zerfallende Vampir hartnäckig gehalten.

Dracula konnte sehr wohl bei Tage unterwegs sein, es gibt mehrere Szenen im Buch, in denen er das auch macht. Hat nix mit New Age Vampiren zu tun.

Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Nagi Naoe am 13. September 2008, 13:01:51

Ich lese gern über Vampire, sofern sie in den Geschichten nicht dem Standard entsprechen. Tausende Bücher über einen Vampir zu lesen, der sich von Story zu Story nur in seinem schaurigen Namen und dem perfekt-mystischen Aussehen unterscheidet - finde ich langweilig.
Abwechslung ist was schönes!
Bei manchen Büchern habe ich einfach nur das Gefühl, der geheimnisvolle Fremde ist nur deshalb ein Vampir, um die Liebesgeschichte exotischer zu machen.

Ich mag keine verniedlichten Kinderbuch-Vampire, aber auch nicht den klassischen Horror-Vampir. Ich kann mir vorstellen, dass es bei dem Thema schwieriger ist, etwas Neues zu finden, als bei anderen, da Vampire wirklich alt sind, und deshalb die meisten Ideen schon irgendwann da waren.
Originelle Vampirgeschichten wünsche ich mir trotzdem. Warum soll man nicht das Leben eines Vampires beschreiben, der zur Zeit der französischen Revolution auf den Straßen Paris' als Blutwurstverkäufer gearbeitet hat?

Liebe Grüße,
Nagi.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 27. September 2008, 16:35:20
@Moni: woher kommt nun der Mythos von den zu Staub zerfallenden Vampiren? Ich finde die Idee witzig genug, um damit zu kokettieren. Aber ihr Ursprung würde mich interessieren.

@Nagi: Originell, schön und gut, aber ich fange schreibend erst mal mit der klassischen bzw. modernen Romantikvariante an. Ich halte wenig davon, einen lustigen Aufhänger zu nehmen - Blutwursthändler, der an die Gaffer vor der Guilottine verkauft - wenn die Story ansonsten nix zu bieten hat. Lieber eine normale Variante, die tragfähig ist, als auf Krampf Exotik.
Der Teufel steckt nämlich wie überall im Detail: Sicher fallen auch dir zwei Bücher ein, die du gelesen hast, beide haben dasselbe Thema, ähnliche Figuren, sind gleichlang etc. Aber nur eins war gut, das andere öde.
Mir geht es oft so, dann finde ich was klasse, will was Ähnliches, greife zum nächsten Autoren und werde enttäuscht. Oder umgekehrt. Aber meine Freundin ist ganz anderer Ansicht, weil nämlich jedes Buch andere Saiten im Leser anspricht. (Aus diesem Grund gibt es übrigens auch gaaaanz viele Salamisorten, die gleichberechtigt nebeneinander existieren können - und ich mag mal diese, mal jene. Tagesformabhängig.)
Ein Blutwurstverkäufer ist für mich schon ein Wechsel der Wurstsorte.  ;)


Ansonsten: ich schreibe wie ein Weltmeister. Habe meinen persönlichen Nanowrimo gewonnen und in 4 Wochen über 50.000 Wörter geschrieben - noch ist aber kein Ende abzusehen.
Langsam frage ich mich jedoch, welche Romanlänge wünschenswert ist. 300 Seiten? 400 Seiten? Mehr?

LG
Gefion

Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Moni am 01. Oktober 2008, 14:58:57
Zitat von: gefion am 27. September 2008, 16:35:20
@Moni: woher kommt nun der Mythos von den zu Staub zerfallenden Vampiren? Ich finde die Idee witzig genug, um damit zu kokettieren. Aber ihr Ursprung würde mich interessieren.

Zu Staub zerfällt ja auch Dracula letztendlich, als er sein Ende findet. Man kann also sagen, der Vampir wird von seinem Alter eingeholt. Aber eben erst, nachdem sein Körper endgültig ins Jenseits gebracht ist, nicht durch die Sonne, sondern Pflock ins Herz und dann Kopf ab. Danach zerfällt der Körper Draculas, da eine Leiche nach einigen hundert Jahren nun mal zu Staub wird.

Murnau hat in Nosferatu viele Elemente aus Dracula übernommen, aber eben auch vieles verändern müssen, so kam auch die Szene am Ende zu stande, als sich Graf Orlok nicht früh genug von seinem Opfer, der schönen Ellen Hutter, losreißen kann und den ersten Hahnenschrei und somit die Morgendämmerung verpasst. Das ist ganz anders als die wilde Verfolgungsjagd am Ende von Dracula, mit dem dramatischen Tod des Vampirs im letzten Tageslicht, also der Abenddämmerung.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 26. Oktober 2008, 11:52:22
Hallo zusammen!
Eure Antworten haben auch dazu beigetragen, dass ich heute die Erstfassung meines Vampirs fertigstellen konnte. Dafür möchte ich euch danken. Jetzt habe ich also meine Version des Themas - und einen Vampir mehr in die Welt gestaubt. Hoffentlich verübelt er es mir nicht und kommt als untoter Geist zurück.
??? Gibt es Geister von Vampiren?
;D
Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: AehmSo am 26. Oktober 2008, 12:41:25
Ach ja, über das Thema Vampire könnte ich ja stundenlang philosophieren.  ::)
Ich hab die Bücher und Kassetten vom kleinen Vampir geliebt! Und auch die deutsche Serie fand ich toll. Gut, damals war ich gerade erst vier oder fünf, mittlerweile habe ich sie auf DVD und finde es doch sehr kitschig/kindisch/wasauchimmer, aber die Erinnerungen kommen wieder und das ist einfach schön! Seit damals bin ich total in Lumpi verknallt! :rofl:
Es gab ja 1985 schon eine andere Serie, die ich dann später geguckt habe. Die ist eigentlich viel besser gemacht und auch eher für ältere (Kinder).
"Meinen" Vampiren macht Sonnenlicht übrigens nichts aus. Der einzige Grund, warum sie normalerweise bei Nacht rausgehen ist, weil sie da sicherer sind vor Vampirjägern, der Polizei oder eben Menschen im allgemeinen, weil die dann nicht entdeckt und wenn dann nur sehr selten als Vampire identifiziert werden können.
Auch im Spiegel können sie sich sehen. Der Glaube, dass sie das nicht können kommt daher, dass man früher glaubte, im Spiegel sähe man die Seele eines Menschen und da Vampire keine Seele haben, haben sie eben auch kein Spiegelbild. Die Idee find ich irgendwie lustig! ;D
Lg,
Sophie :winke:
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 26. Oktober 2008, 15:54:24
Hallo Sophie!
Ja, die Spiegel... die habe ich im Roman nicht verbraten. Aber meine Vampire können sich definitiv sehen, sonst müsste ich ja auch schreiben, den Afrikanern würde die Seele gestohlen, wenn sie fotografiert werden. (Wobei keine Afrikaner in meinem Roman vorkommen - und Spiegel glaube ich auch nicht.)
Und das zu Staub Zerfallen kann ja diverse Ursachen haben.
Rüdiger, den Vampir, habe ich erst als Studentin kennengelernt, als mir wohlmeinende Kommilitonen den Roman zum Geburtstag schenkten. Keine Ahnung, wer kindisch war. Die mit ihrer Idee, oder weil sie mich richtig erkannten.  ;)
Mich haben die Vampire wirklich erst diesen Sommer erwischt, als ich begriff, wie viele Vampirelemente exakt dem entsprechen, was ich gerne schreibe.

Erzählst du mehr über deine Vampire? Da du Vampirjäger hast, gehe ich von einer etablierten Vampirgesellschaft aus, die der Menschheit, oder Teilen von ihnen, bekannt ist. Sprich: bei dir sind Vampire kein zu entdeckender Mythos, sondern urbane Realität?

Neugierige Grüße
Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Hanna am 27. Oktober 2008, 01:18:04
Hallo Gefion!

Jetzt ist das Buch schon geschrieben. Ich bin also ein bisschen spät dran. Aber der eine oder andere wird gewiss noch das eine oder andere Buch über Vampire schreiben.

Ich fand zu Recherchezwecken folgendes Buch ganz toll:

Vampirismus oder die Sehnsucht nach Unsterblichkeit
Norbert Borrmann
ISBN-13: 978-3424013511

Das ist mal kein Roman sondern ein Sachbuch, lässt sich aber prima lesen und wirkt sehr inspirierend.

Ich selbst bin ein großer Vampirfan und habe mir an Filmen und Büchern so ziemlich alles reingezogen. Von Anne Rice bis Buffy.

Ein paar Vampirklischees wurden vergessen, daher noch mal mein Wissen:

1. Vampire können ein Haus nur betreten, wenn sie eingeladen werden.
2. Vampire können keine fließenden Gewässer überqueren
3. Sonnenallergie
4. Knoblauchallergie
5. zuweilen Silberallergie, obwohl ich glaube, dass sie das den Werwölfen geklaut haben.
6. keine Spiegelbilder
7. Pflock aus Holz ins Herz tötet zuverlässig
8. Enthaupten ist auch stets tödlich
9. Altern nicht
10. Sterben demgemäß auch nicht an Altersschwäche oder Krankheiten, bloß durch Gewalteinwirkung

Manchmal:
- sind sie telepathisch veranlagt
- können sie fliegen
- ihre Opfer in Trance versetzen
- sich in Tiere z.B. Fledermäuse verwandeln
- sind sie keine Einzelgänger sondern leben in Nestern, angeführt von einem Obervampir, der sie alle infiziert hat. In diesem Fall braucht man bloß den Obervampir zu töten und alle anderen sterben auch oder werden wieder Menschen

Öhm ... habe ich etwas vergessen?

Eine Filmempfehlung habe ich noch:
Begierde mit  Catherine Deneuve, David Bowie und Susan Sarandon

Ein bisschen altbacken aber doch sehr nett.

Ich könnte euch eine Menge Filme und Bücher auflisten, die mir sehr lieb sind, aber das würde vermutlich den Rahmen sprengen.

Bei einem Thema wie diesem würde ich meinen: Man sollte die Regeln kennen bevor man beschließt sie zu brechen.

Es ist ein komplexes und interessantes Thema aus dem sich immer noch sehr viel machen lässt, wenn man sich Mühe gibt. Im Augenblick wird der Markt mit übelstem Trash überschwemmt. Ich denke aber, dass es hier im Zirkel genug Leute gibt, die es besser können. Also, ran an die Federn! Gebt den Vampiren Tinte!

Viel Spaß beim Spiel mit Klischees.

Hanna, die sich auf viele neue Vampirromane freut und gerne Betaleser spielt.  ;D
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 27. Oktober 2008, 08:55:20
Hallo Hanna!
Danke für deine ausführliche Zusammenfassung. Ich konnte meinen Vampir zu meiner Freude gut darin einordnen. Sprich: ein paar Klischees übernommen, ein paar gebrochen, ein paar erweitert.
Ob das letztlich viel Neues ist, weiß ich nicht, da ich es auch nicht darauf angelegt hatte. Ich wollte für mich selbst die >Standardversion< schreiben, so wie ich sie gerne hätte. Individuell genug ist sie sicher; schließlich hat jeder Autor seine Eigenheiten, selbst wenn zwei exakt denselben Inhalt umsetzen würden.

Dein Angebot fürs Betalesen vergesse ich nicht - droh - aber erst mal muss ich den Roman selbst noch mal durchackern.

LG
Gefion 
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Koriko am 27. Oktober 2008, 09:57:07
@ gefion:
Gratuliere... es ist immer schön, wenn man fertig ist. Auch bei mir kannst du davon ausgehen, dass ich mich wieder als Betaleser zur Verfügung stelle. Ich mag deinen Stil und würde gerne einmal etwas anderes von dir lesen.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 27. Oktober 2008, 15:58:33
@koriko:
du willst meinen Romantikvampir testlesen? mutig, mutig,  ;D, ich werde dich vormerken. Aber nachher nicht jammern, wenn ich zu wenig Sex und zu viel Schmalz verarbeitet habe. Will sagen: ich bin etwas unsicher, was nun für diese Romantikvampirgattung gefordert ist auf dem Sektor.
Ansonsten ackere ich mich jetzt selbst durch und bin mal sehr zufrieden und dann frage ich mich wieder, was denn dieser idiotische Absatz eigentlich aussagen soll. Als wäre der vom bösen Vampir verfasst worden und nicht von mir.

Das ist noch Arbeit. :(
LG
Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Moni am 01. November 2008, 11:27:14
Zitat von: gefion am 27. Oktober 2008, 15:58:33
  Will sagen: ich bin etwas unsicher, was nun für diese Romantikvampirgattung gefordert ist auf dem Sektor.

Lies einen solchen Roman, das reicht. "Kennste einen kennste alle"
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 01. November 2008, 18:22:05
@Moni: das stimmt nicht, finde ich.
Biss zum Morgengrauen war eher öde und absolut sexfrei...
der Roman einer Bekannten war spannend und nicht sexfrei  ;)
und dann scheint es noch diese Vampirjägerin Buffy Romane zu geben, aber die sind vielleicht nicht romantisch - jedenfalls interessieren die mich per se nicht.

Und sicher gibt es noch viel mehr Varianten. Gibt ja auch diverse Variationen von Katzenromanen oder Liebesromanen oder Regiokrimis. Ich bestreite, dass man all diese Romane innerhalb eines Genres über einen Kamm scheren kann, nur weil sie übereinstimmende Grundmerkmale haben.

LG
Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Arielen am 01. November 2008, 18:32:36
Nachdem ich mich schon mit einer Menge von Vampirrmanen verlustiert habe, freue mich über jede neue Variation, die nicht den klassischen Mechanismen des Liebesromans folgt, sondern auch eigene nette kleine Ideen einbringt, die die Klischees etwas abwandeln oder umgehen.

Und es stimmt schon, Vampirromanze ist nicht gleich Vampirromanze, es gibt einige, in denen die Vampire noch immer Untote sind, in anderen sind sie mittlerweile ganz puitzmuntere Aliens (oder Alienabkömmlinge) und da frage ich mich echt noch inwieweit man sie dann Vampire nennen kann, da sie kaum noch Blut trinken und sich auch von normalem Essen ernährne können...
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Hanna am 03. November 2008, 19:56:48
Da gebe ich dir Recht, Arielen. Heutzutage können Vampire alles essen, wandeln herum bei schönstem Sonnenschein und sind auch noch lammfromm. Blut? Nein danke!  :no: Und küssen dürfen sie offenbar auch nicht, wenn ich das mit "Biss ... " richtig mitbekommen habe.

Aber ich bin schon gespannt auf deine Variante, Gefion. Ich bin nicht in Panik. Ich freu mich schon!

:winke: Hanna
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Moni am 03. November 2008, 22:35:24
Zitat von: gefion am 01. November 2008, 18:22:05
@Moni: das stimmt nicht, finde ich.
Biss zum Morgengrauen war eher öde und absolut sexfrei...

Das ist auch nicht daß, was ich in die Kiste "Romantischer Vampirroman" packe. Ich meine damit die Beißer im doppelten Sinne. Rosa Seiten auf Vampir.  Z.B, Sherrilyn Kenyon (Dark Hunter Series) oder die Anita Blake Reihe. Das sind echte Beißer... mehr Lakengewälze als Vampire... wie die klassischen Rosa-Seiten-Romane halt.

Die Bücher von Stephenie Meyer sind Teenievampirromane (die ich im übrigen verschlungen habe  ;D ), Buffy ist nur als TV-Serie wirklich gut (nicht sexfrei, aber spannend)... und was es sonst noch so alles gibt, kann man schon nicht mehr im Auge behalten.
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 04. November 2008, 12:15:43
ehrlich gesagt suche ich immer noch nach der Vampirvariante, die mir persönlich wirklich liegt.
Nackenbeißer mit Bettgewälze finde ich schnell langweilig, Meyers Biss wie gesagt auch, weil da zu wenig Handlung und zu oft der düstere Satz: ich bin ja sooo gefährlich für dich vorkommen.
Unappetitlich Brutales mag ich auch nicht, ebenso wenig Düsteres ohne Happy end.
Vielleicht sollte ich wonaders nach netten, spannenden Vampiren suchen - nämlich im Non-Vampir-Genre. Oder - ich habe mir meinen Vampir selbst geschrieben  ;D...
ein bisschen Liebe, ein bisschen Spannung, und nicht zu häufige Satzwiederholung... lalala...
LG
Gefion
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: Nycra am 04. November 2008, 13:48:37
Aha, wenn Gefion also den ultimativen Vampir gefunden äh erfunden hat, stellt sie ihn uns doch bestimmt vor, oder, Gefion? Bin gespannt wie ein Flitzebogen.

Um den anderen aber zuzustimmen, was ich heute über Vampire zu lesen bekomme, haut mich echt nicht vom Hocker, daher lass ich meist auch die Finger davon  :seufz: (und das Fernsehen erwähne ich in diesem Zusammenhang erst gar nicht).

Wie dem auch sei, gratuliere zum fertigen Werk! Und warte sehnsüchtig auf den nicht nackenbeißenden, spannenden, bettfreien Vampir mit viel Handlung, der nicht ganz sooo gefährlich und brutal ist, weil er ein nicht düsteres Happy End sein eigenen nennt.  :hmhm?:

LG

Nycra
Titel: Re: Vampire
Beitrag von: gefion am 05. November 2008, 11:27:43
 ;D, ja wenn denn der Vampir nicht ein paar andere Marotten hätte... erst mal muss ich ihn überarbeiten. Und dabei aufpassen, vor lauter Selbstkritik ihn nicht anschließend gleich in die Schublade zu stopfen.
Kennt ihr das? Lieber schnell beiseite legen, anstatt eure Romane Leseraugen auszusetzen?

LG
Gefion