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Skalde: Moin Moin aus dem hohen Norden

Begonnen von Arcor, 11. Juni 2022, 17:39:46

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Valkyrie Tina

Hej hej,
ich winke mal von Stockholm aus über die Ostsee rüber  :winke:
Willkommen im Tizi!

Skalde

Ein ganz liebes Dankeschön an all die weiteren herzlichen Willkommensgrüße hier im Forum! Wirklich toll, wie herzlich man hier im Forum begrüßt und aufgenommen wird!

@pyon: Deine Mutter hat vollkommen recht. Habe mal irgendwo gelesen, dass man angeblich mit Anfang 20 seinen körperlichen Leistungshöhepunkt erreicht hat - und von da an geht es stetig bergab. Umso wichtiger, wenigstens geistig frisch zu bleiben  ;D

@Mefisto: Habe Dir gerade eine seitenlange Antwort bezüglich Deines Buches geschrieben - sorry, hatte selbst nicht vorgehabt, dass es so ausufernd wird. Insofern, man kann auch von Pseudo-Know-How erschlagen werden ... :pfanne:

@Wolfson: Ich befürchte, meine Geschichten sind zu profan, als dass sie es bis nach Valhalla schaffen. Werden wahrscheinlich eher in Helheim enden.

@Valkyrie Tina: Hej Hej nach Stockholm! Winke zurück und werfe eine Flaschenpost mit einem herzlichen Gruß in die Ostsee

Herr Hazel

Ein herzliches Moin (noch) von der Ostseeküste an die Ostseeküste von ebenfalls einem End-Vierziger!

In der Nähe von Bielefeld in OWL habe ich meine Teeniezeit verbracht - 10 Jahre in Lemgo. Es scheint, als hätten wir die ein oder andere Gemeinsamkeit.  :)

Grafikdesign kann nie schaden, wenn man das kann. Eigene Cover herstellen zu können, hat was. Ich habe zwar mein Leben lang gerne fotografiert und wollte immer richtig malen können, bin aber in eine andere Richtung abgebogen. Aber - was nicht ist, kann sich ja noch entwickeln. Neustart und so, Ende Vierzig geht es erst richtig los, wenn man das will.

Fühl dich willkommen - ich glaube, das tust du schon - und allzeit viel Freude im Forum.

(Gibt es eigentlich ein Autorenäquivalent zu dem Seglerwunsch "immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel?" Vielleicht so etwas wie "immer eine Füllung Tinte für den Füller"?)
"Wenn du fliegen willst reicht es nicht, die Flügel auszubreiten. Du musst auch die Ketten lösen, die dich am Boden halten!"

,,NEVER loose your song! Play it. Sing it. But never stop it, because someone else is listening."

Earu

Herzlich willkommen, Skalde! :winke: Du hast ju schon sehr viel erreicht. Das finde ich toll. Da kommen sicher einige tolle Gespräche zustande, die du mit deinen Erfahrungen bereichern kannst. Ich wünsche dir viel Spaß im Zirkel!

Luna

Ein herzliches Willkommen auch von mir. Und auch ein Willkommen in der Gruppe Lebensabschnitt 4.0 - ich glaube das Update auf 5.0 kann ich nicht empfehlen, aber vielleicht sehe ich das in etwa zehn Jahren anders.
Change is something natural, but we are too used to not changing anything, that some of us refuse to change themselves, even if they need to.

Skalde

Vielen lieben Dank für die weiteren herzlichen Willkommensgrüße - fühle mich wie Weihnachten und Geburtstag an einem Tag  :wolke:

@Herr Hazel: Das hört sich wirklich nach einer Menge Gemeinsamkeiten an - zumal ich zwar in Bielefeld geboren wurde, aber in Herford aufwuchs, also ganz in der Nähe von Lemgo. Fotografieren fand ich auch immer super spannend, habe aber nie wirklich die Zeit dazu gefunden, mich ausgiebiger damit zu beschäftigen. In welche Richtung bist Du denn abgebogen? Meinst Du Das Schreiben oder noch etwas anderes? Und was das Alter betrifft, ja, für einen Neustart fühle ich mich auch noch nicht zu alt - kostet einfach nur mehr Kraft als mit Anfang 20  ;D

Bezüglich des Spruchs und dem Autorenäquivalent, fällt mir zwar auf Anhieb auch keiner ein, aber die Tinte und der Füller erinnern mit zu sehr an den "dreckigen" Spruch mit der "Tinte auf dem Füller", was nun, na ja, eher in eine ziemlich sexistische Richtung abdriftet. Vielleicht eher so etwas wie "Möge die Muse immer bei dir sein ..." (auch wenn ich nur bedingt an die Muse glaube, sehe das Schreiben eher als Handwerk, weniger als Kunst)

@Earu: Vielen Dank und freue mich auch auf tolle Gespräche!

@Luna: Ja, die 50 ist mit Sicherheit eine ziemlich magische (und auch etwas furchterregende) Zahl und ich nähere mich ihr mit Riesenschritten. Mal sehen, wie ich mich fühlen werde, wenn ich sie erst einmal überschritten habe. Vielleicht kommt dann ja die große Gelassenheit und Weisheit, die derzeit noch auf sich warten lässt  :omn: 

Herr Hazel

Zitat@Herr Hazel: Das hört sich wirklich nach einer Menge Gemeinsamkeiten an - zumal ich zwar in Bielefeld geboren wurde, aber in Herford aufwuchs, also ganz in der Nähe von Lemgo. Fotografieren fand ich auch immer super spannend, habe aber nie wirklich die Zeit dazu gefunden, mich ausgiebiger damit zu beschäftigen. In welche Richtung bist Du denn abgebogen? Meinst Du Das Schreiben oder noch etwas anderes? Und was das Alter betrifft, ja, für einen Neustart fühle ich mich auch noch nicht zu alt - kostet einfach nur mehr Kraft als mit Anfang 20

Ich habe durch verschieden Ereignisse meine Malsachen und alles mit 18 weggesperrt, mich aufs Abi und die Physiotherapie konzentriert, dann standen die Kinder im Vordergrund, wobei ich dann irgendwann ernsthafter mich mit Schreiben beschäftigt habe und in der Zeit auch hier im Zirkel gelandet bin. Irgendwann habe ich dann auch das Schreiben wieder auf Eis gelegt. Aber das werde ich bald wieder reanimieren. Und dann schauen wir mal, ob das Bedürfnis nach zeichnen und co. nicht auch wieder seinen Platz einnimmt. Das Fotografieren ist mir allerdings immer geblieben, aber das hatte familiär auch seine "Legitimation". Da tiefer ins Thema zu gehen, würde den Rahmen hier sprengen, und ist auch Vergangenheit. Die Gegenwart ist wichtig und was man in der Zukunft macht.  :) Ich bin definitiv schon mitten im Neustart mit Ende Vierzig. Klar, mit 20 hat man mehr Kraft, mit 40 mehr Erfahrung und Weitblick. (Meistens. Nicht alle. Ausnahmen gibt es immer.) Gleicht sich wieder aus.

ZitatBezüglich des Spruchs und dem Autorenäquivalent, fällt mir zwar auf Anhieb auch keiner ein, aber die Tinte und der Füller erinnern mit zu sehr an den "dreckigen" Spruch mit der "Tinte auf dem Füller", was nun, na ja, eher in eine ziemlich sexistische Richtung abdriftet. Vielleicht eher so etwas wie "Möge die Muse immer bei dir sein ..."
Ooookay, ja, den Spruch kenne ich zwar nicht, aber ich kann mir meinen Teil dazu denken... Also, nicht geeignet.
"Wenn du fliegen willst reicht es nicht, die Flügel auszubreiten. Du musst auch die Ketten lösen, die dich am Boden halten!"

,,NEVER loose your song! Play it. Sing it. But never stop it, because someone else is listening."

Skalde

Zitat von: Herr Hazel am 13. Juni 2022, 20:15:13Die Gegenwart ist wichtig und was man in der Zukunft macht.  :)

Ja, da bin ich ganz bei Dir. Auch meiner Meinung nach ist die Gegenwart das, was wirklich zählt. Frei nach den Taoisten, dass der Moment das Einzige ist, was wirklich existiert und zählt. Es kommt darauf an, im Hier und Jetzt zu leben und selbst die Zukunft sollte für einen kaum eine Rolle spielen, geschweige denn die Vergangenheit. Doch genug der Lebensphilosophie am frühen Morgen  ;D

Finde es gut, wenn man alte Vorlieben und geliebte Hobbys wieder reanimiert, sobald es die Zeit und Umstände erlauben. Insofern drücke ich Dir die Daumen, dass das mit dem Schreiben und Malen schon bald wieder klappt und den gewünschten Raum in Deinem Leben einnimmt!

Schreiben und Malen kann man Gott-sei-Dank mit relativ wenig Voraussetzungen fast überall wieder starten. Schwieriger wird es, wenn man für seine Hobbys auf bestimmte technische Dinge angewiesen ist (so würde ich beispielsweise sehr gern wieder einmal Radierungen anfertigen, doch fehlt mir dafür die nötige Werkstatt/Geräte) ... :-[

Andersleser

Huhu, willkommen!  :winke:
Meer klingt toll! Ich liebe das Meer. Da zu wohnen kann ich mir auch immer gut vorstellen, obwohl ich ja lieber an der Nordsee bin. Wobei es natürlich an der Ostsee super schöne Ecken gibt, irgendwie ist nur immer dann Stau, wenn ich zur da hin fahren will. Das Universum hat sich da ganz schön verschworen  :rofl:

Gut zurück zum Thema: Hab viel Spaß und einen tollen Austausch hier  :vibes:

Skalde

@Andersleser: Auch Dir herzlichen Dank für die lieben Willkommensgrüße!

In der Tat kann auch ich mich sehr für die Nordsee begeistern, hege sehr schöne Kindheitserinnerungen an verschiedene Urlaube auf Langeoog und Juist. Als wir den Entschluss fassten, Berlin zu verlassen und an die See zu ziehen, haben wir unterschiedliche Küstenorte in Betracht gezogen, auch an der Nordsee. Den Ausschlag für die Ostsee gab letztlich jedoch die Infrastruktur gepaart mit der Natur ...

So sind viele der Nordseeinseln zwar sehr schön, hätten aber erfordert, dass unser Kind ans Festland zur Schule gehen müsste. Auch sind die Mietpreise dort mittlerweile häufig so astronomisch hoch, dass sich Einheimische dort schlichtweg keine Wohnung mehr leisten können oder es unendlich lange Wartelisten gibt. Hier an der Ostsee geht die Entwicklung zwar leider auch in eine solche Richtung, zumindest was die Preise betrifft, aber noch geht es.

Davon ab, ist nicht vollkommen ausgeschlossen, dass wir eines Tages noch höher in den Norden ziehen, aber gut, das wird die Zukunft zeigen  ;)


Kare

@Skalde - Wow, deine Vorstellung liest sich toll und sehr sympathisch.  :) Außerdem motivieren mich Erfolgsstories von Menschen, die mit ihrem Schreiben erfolgreich sind, immer.  ;D  Herzlichen Glückwunsch, dass dein Mut und vor allem auch deine Ausdauer belohnt wurden.

Wo an der Ostsee lebst du denn? Ich selbst in Lübeck, aber die Küste ist ja lang.  ;D

Mir gefällt auch dein Schreibstil sehr - dynamisch und klar. Zwar mag ich bei High Fantasy auch mal gerne mehr Details, aber so insgesamt bevorzuge ich es etwas schörkelloser - die kleine Passage baut sofort Spannung auf.

Hast du denn bisher Austausch mit anderen Schreiberlingen gehabt oder mehr nur für dich geschrieben?
"Die Vergangenheit interessiert mich nur soweit, wie sie mir hilft, die Zukunft zu planen."  ~ Dravos Kanael Salanos - "Drakan"


Avatar © Olga Kolbakova

Skalde

Zitat von: Kare am 29. Juni 2022, 10:00:47@Skalde - Wow, deine Vorstellung liest sich toll und sehr sympathisch.  :) Außerdem motivieren mich Erfolgsstories von Menschen, die mit ihrem Schreiben erfolgreich sind, immer.  ;D  Herzlichen Glückwunsch, dass dein Mut und vor allem auch deine Ausdauer belohnt wurden.

Ganz lieben Dank, freut mich sehr, dass Dir meine Vorstellung gefällt und vielleicht auch etwas motiviert  :D  Wobei ich gestehen muss, dass meine Erfahrungen im Selfpublishing Bereich zwar auch ziemlich erfolgreiche Zeiten hatten, aber genauso auch äußerst durchschnittliche Zeiten, wo der Verdienst allein nicht zum Überleben reichen würde. Auch jetzt ist das noch so, manche Phasen sind besser, andere schlechter. Ist eher so wie Ebbe und Flut  ;)

Zitat von: Kare am 29. Juni 2022, 10:00:47Wo an der Ostsee lebst du denn? Ich selbst in Lübeck, aber die Küste ist ja lang.  ;D

Kenne Lübeck nur von Bilder her, hatte aber immer den Eindruck, dass es eine wirklich sehr schöne Hansestadt ist. Ich selber lebe mit meiner Familie auf Usedom. Sollte halt damals eine Insel werden und letztlich spielten Infrastruktur, Natur, etc. die entscheidende Rolle ...

Zitat von: Kare am 29. Juni 2022, 10:00:47Mir gefällt auch dein Schreibstil sehr - dynamisch und klar. Zwar mag ich bei High Fantasy auch mal gerne mehr Details, aber so insgesamt bevorzuge ich es etwas schörkelloser - die kleine Passage baut sofort Spannung auf.

Vielen Dank :D Ich persönlich sehe das Schreiben eher als ein Handwerk und bin, was Bücher betrifft, eher ein Freund von sehr guten Fast Food Essen und weniger von schlechten Haute Cuisine Speisen. Will damit sagen, in meinen Augen sollte eine Geschichte schnell und einfach konsumierbar sein, zumindest wenn ich sie selbst schreibe. So folgen Bestseller (zumindest die meisten, Ausnahmen gibt es natürlich immer) schon gewissen handwerklichen Gesetzmäßigkeiten, die die Lesbarkeit und Lesegeschwindigkeit erhöhen. Letztlich kein Hexenwerk, gibt ja jede Menge Schreibratgeber, die Tipps diesbezüglich geben.

Was für Fantasy schreibst du so? Auch inhaltlich? Bin neugierig ...

Zitat von: Kare am 29. Juni 2022, 10:00:47Hast du denn bisher Austausch mit anderen Schreiberlingen gehabt oder mehr nur für dich geschrieben?

Nein, vor dem Tintenzirkel-Forum hatte ich eigentlich so gut wie keinen Austausch mit anderen Schreiberlingen (abgesehen von meiner Frau, die auch schreibt). Wenn ich schreibe, schreibe ich jedoch ausschließlich für mich. Später bin ich durchaus offen für Anmerkungen von der Lektorin, aber vor der Fertigstellung der ersten Fassung will ich in der Regel nichts hören. Das empfinde ich persönlich eher als Störfeuer - aber das empfindet sicherlich jeder anders und da gibt es natürlich auch kein richtig oder falsch  ;D

Kare

@Skalde
Zitat von: Skalde am 01. Juli 2022, 19:02:55Wobei ich gestehen muss, dass meine Erfahrungen im Selfpublishing Bereich zwar auch ziemlich erfolgreiche Zeiten hatten, aber genauso auch äußerst durchschnittliche Zeiten, wo der Verdienst allein nicht zum Überleben reichen würde. Auch jetzt ist das noch so, manche Phasen sind besser, andere schlechter. Ist eher so wie Ebbe und Flut  ;)
Na ja, that's life, würde ich sagen. Als "Nebenbeischreiber" mit sicherem 80% Brotjob ist zwar das Einkommen ein konstanter Fluss, dafür hat man da Ebbe und Flut mit Jobphasen - mal viel und stressig, kaum Schreibzeit, dann Ärger mit Projekten, weniger Freude. Einen Schreiballtag stelle ich mir zumindest selbstbestimmter vor.
Wobei ich mich auch frage: fehlen dir da eigentlich die Menschen außenrum? Für mich ist meine "Normalo"-Arbeit neben nötigem Gehalt auch viel der Kontakt mit anderen. Kollegen, Kunden, Dienstleister, die Palette. Kommst du ohne das gut klar?  :)

Zitat... hatte aber immer den Eindruck, dass es eine wirklich sehr schöne Hansestadt ist. Ich selber lebe mit meiner Familie auf Usedom. Sollte halt damals eine Insel werden und letztlich spielten Infrastruktur, Natur, etc. die entscheidende Rolle
Ist es!  :vibes:  Für mich eine der schönsten Städte in ganz Deutschland. Unbedingt einen Wochenendausflug wert - gib Bescheid, falls du je einen planst.  ;D
Usedom kenne ich wiederum nur von Bildern, finde die Insel aber auch sehr schön. Mir hat schon Rügen so gut gefallen und die direkte Nähe zum Meer hat schon was. Mit 20 Automin von Lübeck nach Travemünde ist es zwar ein Katzensprung, aber trotzdem mache ich das ziemlich selten, anders als wenn das Meer direkt vor der Haustür beginnt.

Zitatbin, was Bücher betrifft, eher ein Freund von sehr guten Fast Food Essen und weniger von schlechten Haute Cuisine Speisen. Will damit sagen, in meinen Augen sollte eine Geschichte schnell und einfach konsumierbar sein, zumindest wenn ich sie selbst schreibe.
:hmmm:  Bei Fantasy und allen Büchern, die sehr Handlungsgetragen sind, bin ich absolut bei dir. So zwischendrin mag ich durchaus diese leisen Bücher, die großartige Dinge mit der Sprache machen, wo aber eben meist nicht viel passiert. Ich habe früher ziemlich damit gehadert, beides nicht vereinen zu können, aber eine sehr feinsinnige Sprache kommt bei viel Handlung und Action einfach nicht zur Geltung - oder noch schlimmer, lenkt davon ab. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Und weil es bei mir an die ausgefeilte Sprache nicht hinreicht und ich viel zu gerne Handlung schreibe (oder spannende Dialoge!), beschränk ich mich auch auf das, was mir liegt. Und ich lese es ja auch gerne.  ;D
ZitatLetztlich kein Hexenwerk, gibt ja jede Menge Schreibratgeber, die Tipps diesbezüglich geben.
Hast du das gemacht? Viel mit SChreibratgebern gearbeitet? Ich hatte auch mal so eine Phase, aber irgendwann hat es mein eigentliches Schreiben ziemlich gehemmt, weil ich alles nach den Regeln bewertet habe, zu dem Punkt habe ich sie alle wieder verschenkt und habe versucht, nicht mehr dran zu denken. Stelle jetzt aber fest, dass ich doch einiges übernommen habe, nur mache ich es jetzt automatisch.  ;D

ZitatWas für Fantasy schreibst du so? Auch inhaltlich? Bin neugierig ...
ähm, am ehesten könnte man es Science-Fantasy nennen. Ich bin Ingenieurin, fasziniert von Naturwissenschaften, aber mir ist Science Fiction draußen im All zu weit weg. Also gehts in meinem Projekt um Magie als Energiequelle einer Gesellschaft, mit den ganzen Themen drumrum - Gesellschaftsunterschiede, wer sie sich leisten kann, Auswirkungen auf die Umwelt durch "Magieverschmutzung", wie man mit eienr endlichen Ressource umgeht (Magie steckt in magischen Speichersteinen, die abgebaut werden), und dergleichen. Und daneben natürlich eine hoffentlich spannende Story, wie das ganze System gestürzt wird, unfreiwillige Helden mittendrin.  ;D Bunter Mix also.
Und du? Worum geht es in deinem aktuellen / deinen aktuellen Projekten?  :)

ZitatNein, vor dem Tintenzirkel-Forum hatte ich eigentlich so gut wie keinen Austausch mit anderen Schreiberlingen (abgesehen von meiner Frau, die auch schreibt).
oh wie toll! Mein Partner hat leider so gar keinen Bezug zu - aber dafür habe ich ja das Forum hier.

ZitatWenn ich schreibe, schreibe ich jedoch ausschließlich für mich. Später bin ich durchaus offen für Anmerkungen von der Lektorin, aber vor der Fertigstellung der ersten Fassung will ich in der Regel nichts hören. Das empfinde ich persönlich eher als Störfeuer - aber das empfindet sicherlich jeder anders und da gibt es natürlich auch kein richtig oder falsch  ;D
spannend. Gerade weil ich z.B. in meinem Partner keinen so motivierten Cheerleader oder Sparringspartner habe, tausche ich mich hier im Forum ganz gerne aus. Aber nach bestimmten Regeln. Z.B. kann ich im Schreibprozess  keine detaillierte Textkritik gebrauchen. Sondern eher Rückmeldungen zu - was Leute interessant finden, was ihnen bisher gut gefällt, wie eine Szene auf sie wirkt, welche Fragen sie sich jetzt stellen. Das ist für mich hilfreich und motiviert mich. Also ein eher positiver und vor allem sehr konstruktiver Austausch. Oder, wenn ich mir am Ende einer Szene unsicher bin, ob es nun eine Zwischensequenz zur nächsten braucht oder so - da höre ich mir gerne andere Meinungen dazu an.  :)
"Die Vergangenheit interessiert mich nur soweit, wie sie mir hilft, die Zukunft zu planen."  ~ Dravos Kanael Salanos - "Drakan"


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Skalde

Sorry, etwas verspätet meine Antwort, da ich gut zehn Tage mit Familie unterwegs war, ganz ohne Internet  :)

Zitat von: Kare am 04. Juli 2022, 11:04:39Wobei ich mich auch frage: fehlen dir da eigentlich die Menschen außenrum? Für mich ist meine "Normalo"-Arbeit neben nötigem Gehalt auch viel der Kontakt mit anderen. Kollegen, Kunden, Dienstleister, die Palette. Kommst du ohne das gut klar?  :)

Ich persönlich komme gut damit klar, aber das ist sicherlich individuell von Person zu Person verschieden. Habe früher lange Zeit in einer Agentur gearbeitet, kenne also auch die Zusammenarbeit mit anderen Menschen und das ist bei größeren Projekten, bei denen man mit anderen zusammenarbeitet, sicherlich von Vorteil. Beim Schreiben empfinde ich es gerade als sehr schön, vollkommen frei zu sein. Aber man muss sich disziplinieren können, was Arbeitszeiten etc. betrifft. So kenne ich auch einige Illustratoren von früher, die sich beispielsweise gemeinsam ein Büro gemietet haben, um quasi Arbeit und Privat deutlich voneinander zu trennen. Zwar hat dort jeder an seinen eigenen Projekten gearbeitet, aber man hat sich quasi gegenseitig motiviert und auch mal geholfen.

Zitat von: Kare am 04. Juli 2022, 11:04:39Mit 20 Automin von Lübeck nach Travemünde ist es zwar ein Katzensprung, aber trotzdem mache ich das ziemlich selten, anders als wenn das Meer direkt vor der Haustür beginnt.

Ja, das hat uns dazu bewogen, wirklich direkt an die Küste zu ziehen. Ich glaube, selbst wenn es nur wenige Kilometer bis zur Küste wären, würde man im Alltag nur selten dazu kommen, einfach, weil es dann schnell ein Ausflug wird. Aber natürlich hat alles seine Vor- und Nachteile. Die Mieten wären im Inland sicherlich preiswerter ...

Zitat von: Kare am 04. Juli 2022, 11:04:39Hast du das gemacht? Viel mit SChreibratgebern gearbeitet? Ich hatte auch mal so eine Phase, aber irgendwann hat es mein eigentliches Schreiben ziemlich gehemmt, weil ich alles nach den Regeln bewertet habe, zu dem Punkt habe ich sie alle wieder verschenkt und habe versucht, nicht mehr dran zu denken.

Doch schon. Nicht direkt damit gearbeitet, aber sehr viel über das Handwerk Schreiben gelesen. Aber mehr im Sinne, was davon funktioniert auch für mich und was eher nicht. Zumal die sich häufig ja auch widersprechen, einfach weil man zu verschiedenen Themen unterschiedlicher Meinung sein kann. Aber bestimmte Regeln gibt es halt, egal ob man die übernimmt oder auch nicht. Will man die Lesegeschwindigkeit beispielsweise erhöhen, gibt es dafür bestimmte Regeln und Möglichkeiten. Muss man ja nicht machen, je nachdem welche Leser man halt ansprechen will oder auch nicht ...  ;D

Zitat von: Kare am 04. Juli 2022, 11:04:39ähm, am ehesten könnte man es Science-Fantasy nennen. Ich bin Ingenieurin, fasziniert von Naturwissenschaften, aber mir ist Science Fiction draußen im All zu weit weg. Also gehts in meinem Projekt um Magie als Energiequelle einer Gesellschaft, mit den ganzen Themen drumrum - Gesellschaftsunterschiede, wer sie sich leisten kann, Auswirkungen auf die Umwelt durch "Magieverschmutzung", wie man mit eienr endlichen Ressource umgeht (Magie steckt in magischen Speichersteinen, die abgebaut werden), und dergleichen. Und daneben natürlich eine hoffentlich spannende Story, wie das ganze System gestürzt wird, unfreiwillige Helden mittendrin.  ;D Bunter Mix also.

Wow, hört sich für mich total spannend an! Und natürlich super, wenn Du auf diese Weise Dein berufliches Fachwissen mit einfließen lassen kannst. Gerade so etwas lässt die Stories mit Sicherheit realistischer wirken und gibt ihnen eine zusätzliche Tiefe. Zumal Themen wie beispielsweise Energiequellen und der Umgang mit ihnen derzeit aktueller wohl kaum sein könnten. Gibt es da nicht derzeit sogar fast ein neues Genre, das ökologische Themen mit Fantasy verbindet? Hatte da mal etwas drüber gelesen, aber den "Fachbegriff" für vergessen ...

Zitat von: Kare am 04. Juli 2022, 11:04:39Aber nach bestimmten Regeln. Z.B. kann ich im Schreibprozess  keine detaillierte Textkritik gebrauchen. Sondern eher Rückmeldungen zu - was Leute interessant finden, was ihnen bisher gut gefällt, wie eine Szene auf sie wirkt, welche Fragen sie sich jetzt stellen. Das ist für mich hilfreich und motiviert mich. Also ein eher positiver und vor allem sehr konstruktiver Austausch.

LOL Ja, da funktioniere ich komplett anders. Ich kann jegliche Form der Kritik, und sei sie noch so konstruktiv, erst nach der ersten Fassung vertragen. Normalerweise habe ich allerdings auch schon die Struktur und die Kapitel eines Buches sehr genau festgelegt, bevor ich anfange zu Schreiben. Aber auch hier gibt es wohl keinen goldenen Weg, sondern nur den Weg, der für einen persönlich am besten funktioniert :)