• Willkommen im Forum „Tintenzirkel - das Fantasyautor:innenforum“.
 

Infinity War und das MCU (Spoiler!)

Begonnen von Solmorn, 30. April 2018, 17:55:55

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Solmorn

Zitat von: Frostschimmer am 11. September 2021, 17:04:34
Ich finde außerdem nicht, dass man immerzu diesen Kolonialismus-Kampf austragen muss, manchmal darf man sich auch entspannen.
Bisher wird hier kein Kampf ausgetragen. @AlpakaAlex hat das Thema nur erwähnt, weil es sier eben wichtig war bzw immer noch ist. Niemand verlangt, eine d Diskussion darüber zu führen.
Wenn du die Erwähnung des Themas "Kolonialisierung" einfach zur Kenntnis nimmst und dich weiter auf die Themen konzentrierst, die dir wichtig sind, entsteht auch keine Diskussion. ;) Zumindest nicht mit dir, und dann kannst du es auch weiterhin ignorieren.
Es bringen halt alle die Themen auf, die sie jeweils beschäftigen. Darauf kann man eingehen oder es lassen. Je nachdem, ob man selber über die Themen reden will oder nicht.
"Wenn Klugheit ein verwinkeltes Haus wäre, dann würden diese Leute außen vor der nackten Wand stehen und sich wundern, warum es innen so dunkel ist." - Babaduck, interdimensionaler Parasit (verkatert)

AlpakaAlex

Zitat von: Frostschimmer am 11. September 2021, 17:04:34
Tja, falls der Typ an Solo und Episode 9 beteiligt war, weiß ich jetzt wenigstens, warum die Filme so mies sind. Der Typ ist talentfrei und hat den Humor eines Vierjährigen. :kotz:
Nein, er war Creative Consultant von "The Mandalorian", hat die Regie der 8. Folge der Serie geführt und war außerdem Gastcharakter (er hat den Roboter gespielt). Außerdem wird er einen eigenen Star Wars Film in der Zukunft übernehmen und bei einem anderen ebenfalls Creative Cosultant sein. Es gibt außerdem noch unbestätigte Gerüchte, dass er auch eine weitere Star Wars Serie in irgendeiner Form mitbetreuen wird, aber dazu wissen wir noch nichts genaueres.

Zitat von: Frostschimmer am 11. September 2021, 17:04:34
Ich finde außerdem nicht, dass man immerzu diesen Kolonialismus-Kampf austragen muss, manchmal darf man sich auch entspannen.
Der Kolonialismus-Kampf ist aber überall und wird jeden Tag von tausenden Menschen ausgetragen, weil bis heute Milliarden Menschen weltweit unter dem Kolonialismus leiden. Die Kolonialzeit war außerdem MASSIV einflussreich auf unseren kulturellen Dialekt, weshalb eben praktisch alle Filme koloniale Erzählweisen aufgreifen, sofern sie sich nicht aktiv dagegen entscheiden.

So zu tun, als wäre das nicht so, ist einfach massiv ignorant.

Und ja, das MCU feiert sich halt an so vielen Stellen so sehr einen mit pro-imperialistischen Nachrichten und White Savior Narrativen ab - und ja, das ist verdammt noch mal problematisch und muss so benannt werden.

Zitat von: criepy am 11. September 2021, 17:27:06
Mal abgesehen davon, schaut jemand What if?
Ja, ich schaue es, bin soweit aber weniger angetan von der ganze Sache, wie ich zugeben muss. Also ich mochte die erste Folge, habe die zweite Folge gefeiert und dann kamen die zwei "What if we fridged another woman" Episoden - ein so übelst sexistischer Trope, das es mir echt übel dabei wird. Na ja, und dann halt Marvel Zombies was halt so ... meh ... ist.
 

Frostschimmer

#47
@criepy Ja, gut, meine Formulierung mit "talentfrei" war vielleicht ein wenig hart, aber ich mochte die ersten beiden Thor-Filme und habe auch einige Thor-Comics gelesen. Für mich war der Film wie ein Schlag in die Magengrube, weil er alles verspottet, wofür Thor stand. Dieser Regisseur hat Thor für mich ruiniert und ich finde seinen Humor völlig niveaulos.

@Solmorn Was den Kolonialismus betrifft, den AlpakaAlex immer wieder anbringt, da bin ich einfach ratlos, aber gut, es ist ihm halt wichtig, kann es ja ruhig. Ich habe nur schon mehrfach beobachtet, dass solche Themen zu eskalierenden Debatten geführt haben.

Für mich waren Thor 3 und Guardians of the Galaxy 2 jedenfalls so ziemlich die schlechtesten Filme im MCU, Iron Man 1 und 2, Doctor Strange und Captain Marvel sind meine Favoriten.

Layka

Zitat von: Frostschimmer am 11. September 2021, 17:43:16@Solmorn Was den Kolonialismus betrifft, den AlpakaAlex immer wieder anbringt, da bin ich einfach ratlos, aber gut, es ist ihm halt wichtig, kann es ja ruhig. Ich habe nur schon mehrfach beobachtet, dass solche Themen zu eskalierenden Debatten geführt haben.
Dir ist aber schon klar, dass du hier diejenige warst, die am Eskalieren war, oder? Natürlich "eskalieren" Debatten, wenn Leute sofort auf die Barrikaden gehen, wenn Kolonialismus und Rassismus auch nur erwähnt wird.

Ich persönlich liebe Thor Ragnarok sehr, am allermeisten wahrscheinlich für Valkyrie :vibes: Epische Schwertkämpferinnen, hach.
Ich kann verstehen, dass der Humor nicht für jeden ist, und die verspätete Hulk-Verwandlung ist z.B. auch etwas, wo man für mich das Humoristische mal warten lassen können. Und das hastige Ende der Warriors Three fand ich auch unbefriedigend. Dieser Seitenhieb zu The Dark World ist mir dabei gar nicht bewusst gewesen - wahrscheinlich, weil ich Dark World so schlecht fand, dass ich bis auf "irgendwie ist alles dunkel und gloomy" einfach alles aus dem Film verdrängt habe. Und im ersten Film kommt mMn schon gut rüber, dass sie Thors Freunde und ihm wichtig sind. Deswegen fand ich es irritierend, dass sie einerseits durchaus von den restlichen Asgardians abgehoben dargestellt werden, dann aber wieder komplett in der Bedeutungslosigkeit verschwinden und Thor auch gefühlt gar keinen Gedanken an sie verschwendet. Es wäre auch vermutlich allein vom Umfang her nicht sinnvoll gewesen, ihnen wesentlich mehr Screentime und Interaktion mit Thor zu geben, aber hm, fand's insgesamt nicht so gut gelöst, auch wenn die Entscheidung dafür nachvollziehbar ist.

Das Character Development von Bruce, Thor und Loki mag ich sehr gerne, bei letzterem gerade auch die Beziehung zu Thor. Ich mag, wie er einerseits der God of Mischief und auf seine eigenen Ziele fixiert ist, aber ihm andererseits auch sein Bruder spürbar am Herzen liegt. Das führt für mich gut zum Übergang zu Endgame einerseits und andererseits zur Entwicklung in der Loki-Serie (in der Loki ja die Ereignisse sieht und reflektiert).
Bei Thor mochte ich das "Are you the God of Hammers?" sehr und ja, die Szene mit dem Immigrant Song war einfach episch! Ich lieb 70s/80s/90s-Musik in Filmen auch einfach insgesamt sehr. Ich bin Endgame ziemlich sauer dafür, dass diese Erkenntnis, nicht an einer Waffe zu hängen, dann direkt wieder über den Haufen geworfen wurde ::)


Zu What If: Ich hab bisher die ersten vier Folgen geschaut, bei Zombies war ich dann raus, ich hasse die Viecher zu sehr, die nächsten Folgen werden dann wieder geschaut. Ich mag das Konzept und den Art Style unheimlich gerne, es gibt echt viele richtig schöne Bilder und Chadwick Boseman nochmal in einer neuen Folge im MCU zu hören war toll.
Mich hat vor allem bei der ersten Folge gestört, dass wir eine epische Agent Carter mit Superkräften bekommen, aber sie dann doch wieder die Screentime und Epicness mit Steve aka Retro-Ironman teilen muss. Insgesamt finde ich die Serie aber unterhaltsam und bin gespannt, was in den restlichen Folgen noch kommt.
lights out.

Solmorn

@Layka
Zu der Sache mit dem Hammer: Odin sagt in der Szene ja wörtlich: "That Hammer was to control your power, to focus it. It was never your source of stength."
Das heißt, Thor ist von sich aus mächtig, die Waffe kann seine Macht aber bündeln und richten. Was auch Sinn ergibt, dass die Macht gebündelt größer ist.
Gegenüber Hela ist Thor ja trotz entfachter Blitze recht wehrlos, sein Angriff hat scheinbar überhaupt keine Wirkung auf sie. Infinity War beginnt auch damit, dass er mit seinen Blitzen gegen Thanos gekämpft und den Hintern versohlt gekriegt hat. Er kann gegen Thanos also nur bestehen, wenn er seine Kraft wieder bündelt und richtet, ergo er braucht eine Waffe, um eine Chance zu haben. Seine Entwicklung wird also nicht rückgängig gemacht, Thanos ist als Gegner nur so krass, dass die bisherige Entwicklung nicht reicht.
Ich fände es eher schlimm, wenn ihm einmal gesagt würde "Du bist ohne Waffe mächtig" und schon schlägt er Thanos mit bloßen Händen den Schädel ein.

Zitat von: Layka am 11. September 2021, 19:10:43
Zitat von: Frostschimmer am 11. September 2021, 17:43:16@Solmorn Was den Kolonialismus betrifft, den AlpakaAlex immer wieder anbringt, da bin ich einfach ratlos, aber gut, es ist ihm halt wichtig, kann es ja ruhig. Ich habe nur schon mehrfach beobachtet, dass solche Themen zu eskalierenden Debatten geführt haben.
Dir ist aber schon klar, dass du hier diejenige warst, die am Eskalieren war, oder? Natürlich "eskalieren" Debatten, wenn Leute sofort auf die Barrikaden gehen, wenn Kolonialismus und Rassismus auch nur erwähnt  wird.
Das wollte ich eigentlich etwas diplomatischer formulieren, um nicht die nächste Eskalation zu triggern, aber im Kern stimme ich zu.
"Wenn Klugheit ein verwinkeltes Haus wäre, dann würden diese Leute außen vor der nackten Wand stehen und sich wundern, warum es innen so dunkel ist." - Babaduck, interdimensionaler Parasit (verkatert)

Frostschimmer

Tut mir leid, aber da muss ich widersprechen. Ich habe zu keinem Zeitpunkt aktiv Debatten zur Eskalation bringen wollen, es ist bloß eine Tatsache, dass ich viele der hier vertretenen Ansichten nicht verstehe oder sehr extrem finde. In diesen Fällen frage ich nach, weil es meine Angewohnheit ist, zu fragen, wenn ich etwas nicht verstehe, davon fühlten sich manche provoziert. Fakt ist, dass nicht jeder hier diese Themen "studiert" hat, das meiste davon ist auch kein Allgemeinwissen. Wenn solche Zusammenhänge dann angemerkt werden und mich verwirren, dann frage ich eben nach.
Ich werde das wohl künftig nicht mehr machen, da es Leute verärgert. Mehr sage ich dazu auch nicht mehr.

Zurück zum Thema: Die Marvel-Serien finde ich sehr durchwachsen, vor allem Agents of Shield hat meiner Meinung nach sehr viele Längen.
Mich würde mal interessieren, welche Ansichten zu den weniger prominenten Marvel-Filmen vertreten werden, zum Beispiel Ghostrider. Ich fand den Film von 2007 sehr genial und mag den Charakter.

Layka

@Solmorn, den Gedanken zur Waffe kann ich fürs Narrativ nachvollziehen, aber für mich hatte es so sehr die Vibes von "verdammt, ich habe mein Magic Item verloren, wo krieg ich denn jetzt noch ein neues her, bevor wir gegen den Endboss antreten müssen?" Es hat sich für mich mehr so angefühlt, als wollten die Macher von Endgame, dass Thor unbedingt eine coole Waffe hat, also hat er wieder eine coole Waffe bekommen. Der Weg dahin hat sich für mich auch nicht wirklich in die Story eingebettet angefühlt, sondern mehr wie eine Nebenquest. Und die Waffe ist schon auch nett, aber fühlt sich für mich sehr nach einem plumpen Ersatz-Mjölnir an.
Ich hätte es da tatsächlich runder gefunden, wenn Thor sich entweder damit beschäftigt hätte, seine Macht ohne Waffe besser zu kontrollieren (er muss ja auch nicht Thanos' Kopf eigenhändig einschlagen) oder die Waffe zumindest nicht so nebenquest-ig reingebastelt worden wäre.
Aber es gibt für mich auch Tragischeres als ob er die Waffe hat oder nicht :D
lights out.

Yamuri

Die Marvel Filme haben bei mir bisher keinen wirklichen Impact hinterlassen. Sie haben sich eigentlich alle wie netter Zeitvertreib für zwischendurch angefühlt, den man sich nicht weiter merkt, nachdem man sich die Filme angeschaut hat, und das obwohl die Besetzung eigentlich durchwegs gelungen war. Ich bin ja ein sehr visueller Mensch, wenn es Filme betrifft und achte daher mehr als andere darauf, dass die Schauspieler mir sympathisch sind oder mich optisch in irgendeiner Weise ansprechen. Aber wenn die Geschichte einfach nur Popcorn Kino ist, berührt es mich nicht, unterhält mich nur und ich vergesse es sehr schnell wieder. Dann bleibt es kurzfristiger Zeitvertreib. Habe aber noch nicht alles von der Liste gesehen. Loki wäre interessant, allein wegen Loki, dessen Auftritte mir immer gefallen haben. ^^ Seine Hintergrundgeschichte ist bei mir auch am stärksten hängen geblieben, vermutlich weil er einfach ein facettenreicher und interessanter Chara ist. Thor selbst fand ich immer eher langweilig und zu vorhersehbar. Und ich werde gern überrascht, was amerikanische Filme inzwischen so gut nicht mehr schaffen.

Mindi

#53
Wir haben letztes Wochenende Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings geschaut und ich war wirklich positiv überrascht. Auf jeden Fall sehenswert.

Ich habe vorher nichts von dem Film gewusst, ich habe nicht einmal einen Trailer gesehen (der Film wurde gefühlt auch kaum beworben) und kannte also nur das Filmplakat. Und klar - der erste Marvelfilm mit chinesischem Cast, also habe ich Martial Arts erwartet. Aber sonst - ich wusste nichts.

Martial Arts gab es. Es waren richtig coole Kampfszenen dabei, auch wenn das Finale wieder auf ein CGI-Massaker setzt. Aber ansonsten  gibt es viele coole "moderne" Kampfszenen, aber auch einige, die ganz bewusst an Wuxia-Filme wie Tiger and Dragon erinnern. Und natürlich ist Michelle Yeoh dabei. Als würde es auch nur einen USA-Produzierten, chinesischen Film ohne sie geben. Aber hey, ich sehe sie total gerne.

Der Film fügt sich recht nebensächlich ins MCU ein. Am Anfang gibt es mal eine Referenz zum Blip, Wong ist dabei (die Szene ist so cool) und erst im Abspann wird der Film direkter ins MCU eingeführt. Ansonsten ist allein der erste Akt mega. San Francisco als Setting ist im MCU noch neu(?) und ich liebe es, wie menschlich Shawn ist und wie natürlich die chinesische Bevölkerung eingeführt wird. Natürlich spricht die Großmutter nicht Englisch. Der komplette ... Prolog ist sogar chinesisch gesprochen und auch sonst sprechen die Figuren auch in späteren Abschnitten vor allen in emotionalen Momenten in ihrer Muttersprache. Das finde ich so real und das gefällt mir.

Der Kampf in dem Bus ist klasse und hat Speed-Vibes. Ich liebe das Duo - Shawn/Shang-Chi und Katy. Sie sind zusammen so natürlich und man merkt richtig, dass sie gute Freunde sind. Die Art, wie ihre Beziehung zueinander dargestellt wird, gefällt mir richtig gut. Klar, da könnte es Liebes-Vibes geben, aber vordergründig bewegt man sich im Freundschaftslevel. Katy ist hauptsächlich für die Gags zuständig, aber ich empfinde es hier nicht als too-much. Der Film platziert die Gags, ganz Marveluntypisch, nicht an jeder Ecke. Shang-Chi ist sehr menschlich und im zweiten Teil auch eher blass, aber das liegt vor allen an Wenwu, der einfach nur richtig, richtig stark ist. Wenn er Screentime hat, bin ich total gefesselt.

Wenwu ist meiner Meinung nach einen der besten Marvel-MCU-Bösewichte (Nicht, dass da die Latte, abgesehen von Infinity-War-Thanos und egal-wo-Loki, besonders hoch ist). Im Grunde ist er genau das, was ich an Bösewichten so liebe: Menschlich. Er ist nicht einfach nur böse, er ist ein tragischer Held und seine Beweggründe sind nachvollziehbar. Im Grunde ist das ein Familiendrama und gerade dadurch sticht es positiv aus der Masse der Marvelfilme heraus.

Der Film ist unglaublich visuell. Er ist gerade in der zweiten Hälfte bis oben hin vollgepackt mit bekannten chinesischer Mythologiemotiven und zeitweise habe ich das Gefühl, als wollten sie so viel wie möglich reinpacken. Beim Endkampf hatte ich auch voll Dragonball-Vibes. Die Haupt-Plotpunkte waren wieder arg nach Marvel-Strickmuster, aber das ganze drumm herum hat für mich einen richtig guten, unterhaltsamen Marvelfilm ergeben, den ich so viel besser and als z.B. Black Widow. Tolle Charaktere, tolle Chemie zwischen dem Duo Shang-Chi und Katy, klasse Antagonist.
"When we are asleep in this world, we are awake in another." - Salvador Dalí

Marius

Zitat von: Mindi am 20. Oktober 2021, 10:15:19
Wir haben letztes Wochenende Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings geschaut und ich war wirklich positiv überrascht. Auf jeden Fall sehenswert.

Ich habe vorher nichts von dem Film gewusst, ich habe nicht einmal einen Trailer gesehen (der Film wurde gefühlt auch kaum beworben) und kannte also nur das Filmplakat. Und klar - der erste Marvelfilm mit chinesischem Cast, also habe ich Martial Arts erwartet. Aber sonst - ich wusste nichts.

Martial Arts gab es. Es waren richtig coole Kampfszenen dabei, auch wenn das Finale wieder auf ein CGI-Massaker setzt. Aber ansonsten  gibt es viele coole "moderne" Kampfszenen, aber auch einige, die ganz bewusst an Wuxia-Filme wie Tiger and Dragon erinnern. Und natürlich ist Michelle Yeoh dabei. Als würde es auch nur einen USA-Produzierten, chinesischen Film ohne sie geben. Aber hey, ich sehe sie total gerne.

Der Film fügt sich recht nebensächlich ins MCU ein. Am Anfang gibt es mal eine Referenz zum Blip, Wong ist dabei (die Szene ist so cool) und erst im Abspann wird der Film direkter ins MCU eingeführt. Ansonsten ist allein der erste Akt mega. San Francisco als Setting ist im MCU noch neu(?) und ich liebe es, wie menschlich Shawn ist und wie natürlich die chinesische Bevölkerung eingeführt wird. Natürlich spricht die Großmutter nicht Englisch. Der komplette ... Prolog ist sogar chinesisch gesprochen und auch sonst sprechen die Figuren auch in späteren Abschnitten vor allen in emotionalen Momenten in ihrer Muttersprache. Das finde ich so real und das gefällt mir.

Der Kampf in dem Bus ist klasse und hat Speed-Vibes. Ich liebe das Duo - Shawn/Shang-Chi und Katy. Sie sind zusammen so natürlich und man merkt richtig, dass sie gute Freunde sind. Die Art, wie ihre Beziehung zueinander dargestellt wird, gefällt mir richtig gut. Klar, da könnte es Liebes-Vibes geben, aber vordergründig bewegt man sich im Freundschaftslevel. Katy ist hauptsächlich für die Gags zuständig, aber ich empfinde es hier nicht als too-much. Der Film platziert die Gags, ganz Marveluntypisch, nicht an jeder Ecke. Shang-Chi ist sehr menschlich und im zweiten Teil auch eher blass, aber das liegt vor allen an Wenwu, der einfach nur richtig, richtig stark ist. Wenn er Screentime hat, bin ich total gefesselt.

Wenwu ist meiner Meinung nach einen der besten Marvel-MCU-Bösewichte (Nicht, dass da die Latte, abgesehen von Infinity-War-Thanos und egal-wo-Loki, besonders hoch ist). Im Grunde ist er genau das, was ich an Bösewichten so liebe: Menschlich. Er ist nicht einfach nur böse, er ist ein tragischer Held und seine Beweggründe sind nachvollziehbar. Im Grunde ist das ein Familiendrama und gerade dadurch sticht es positiv aus der Masse der Marvelfilme heraus.

Der Film ist unglaublich visuell. Er ist gerade in der zweiten Hälfte bis oben hin vollgepackt mit bekannten chinesischer Mythologiemotiven und zeitweise habe ich das Gefühl, als wollten sie so viel wie möglich reinpacken. Beim Endkampf hatte ich auch voll Dragonball-Vibes. Die Haupt-Plotpunkte waren wieder arg nach Marvel-Strickmuster, aber das ganze drumm herum hat für mich einen richtig guten, unterhaltsamen Marvelfilm ergeben, den ich so viel besser and als z.B. Black Widow. Tolle Charaktere, tolle Chemie zwischen dem Duo Shang-Chi und Katy, klasse Antagonist.
Ich sollte den Anschauen, das ist ein Vote of Confidence  ;D ich hab tatsächlich einiges an Werbung dafür gesehen, aber da es halt Jahre dauert, bis das auf Netflix ist ... ::)
Tendenziell ist es ja gut, dass der erste Film nicht direkt voll MCU ist. Das haben sie ja bei Spiderman gemacht, und dadurch war es tatsächlich mal was anderes, aber auf Dauer nutzt sich das ab. Die Charakter müssen erstmal selber laufen lernen.

Yamuri

Es gibt einen Marvel Film mit chinesischem Cast? Und ich kenne den Nicht. Das ist ja eine Bildungslücke, die dringend gestopft werden muss.  :D

Adiga

Von ersten 23 MCU Filmen hab ich 20 gesehen und diese 20 auch als BlueRay - weil schon seit mehr als 10 Jahren nicht mehr in Kino gehe - bei den drei neuen MCU-Filmen schau ich mir vielleicht irgendwann Black Widow an - Die Richtung "Eternals" interessiert mich aber erstmal gar nicht. Außerdem kann man in ein paar Satz sagen, was man wissen muss, falls sie späer doch noch wichtig werden. Sie können nicht sterben und kämpfen mit übernatürlichen Zeugs, sind großteils unnahbar und haben langweilige Probleme.

Was mit "Shang-Shi" angestossen wurde, scheint mir ebenso vernachlässigabar. Zumindest will ich es noch gar nicht sehen. Da war was mit Ironman und Cpt. Amerika begonnen hatte wessentlich interessanter und vielversprechender.

Mefisto

Ich habe mir Eternals angetan. Die Enttäuschung ist groß. Bekannte Schauspieler, tolle Spezialeffekte, die Story ist mittelprächtig – ein Funken wird nicht geschlagen. Wieder einer der Filme (die es in wachsender Zahl gibt) zu denen ich mir nicht noch mal eine Blue-Ray DVD kaufen werde (Das hat mit Star Wars Episode VII angefangen ...).

Auf Shang-Chi bin ich gespannt. Da gab es sehr viele gute Kritiken aus meinem privaten Umfeld 😉

AlpakaAlex

Ich muss sagen, dass ich von Shang-Chi sehr enttäuscht war. Der Film baut sehr auf der Action auf und die Action fand ich einfach nicht gut. Da war zu viel CGI, dafür dass es eigentlich Martial Arts war, und die CGI war unterirdisch mies. Ich habe echt keine Ahnung, wie sie es hinbekommen haben mit einem Film mit Marvel-Budget eine so unterirdische CGI auf die Reihe zu bekommen. Jedenfalls hat eben diese miese CGI mich durchweg total aus dem Film herausgerissen. Da war einfach keine Suspension of Disbelief da. Entsprechend hat mich der Film so gar nicht abgeholt.

Eternals dagegen hat mich total gepackt. Erfrischende neue Charaktere, interessante Konzepte und philosophische Fragen und natürlich muss man hier sagen, dass der Film optisch einfach eine Wucht ist. Locker einer der bestaussehendsten Marvel-Filme, wenn nicht DER bestaussehendste Marvel-Film. Und endlich einmal ein wirklich diverses Cast. :) Was mich einzig gestört hat: Der Plot mit den Deviants. Der wirkte einfach so getrennt von der Haupthandlung des Films, dass es mir vorkam, als wäre er nur dazu da, um halt in regelmäßigen Abständen Actionsequenzen einzubringen, die ich persönlich nicht gebraucht hätte.
 

Brillenkatze

Okay, ich hab Infinitywar und Endgame erst Ende letzten Jahres im Fernsehen gesehen - nachdem mir alle Tode gespoilert wurden. Und ich hatte echt überlegt, ob ich mir wirklich mehrere Stunden lang ansehen möchte, wie meine persönlichen Lieblingshelden (alle!) nacheinander sterben. (Nein, auch kein Fan von Game of Thrones, hab nach 2 Büchern aufgehört). Außerdem hatte ich noch ein paar MCU-Filme davor zu schauen, die ich nicht auslassen wollte. Das war auch eine gute Entscheidung für die ganzen Running Gags.

Aber dass ich die Filme schließlich mit der (auch seelischen) Vorbereitung geguckt habe, war dann doch eine gute Idee. Nachdem ich die Trauerphase quasi vorgezogen hatte, habe ich beim Anschauen doch sehr, sehr gelacht.  :rofl:

Jetzt warte ich geduldig, bis der ganze Rest, von dem ich hier so wenig wie möglich gelesen habe, auch irgendwann ins Fernsehen kommt. Vorfreude ist die schönste Freude und ein Lebensziel braucht der Mensch  ;D
"But have you ever noticed one encouraging thing about me, Marilla? I never make the same mistake twice."
"I don't know as that's much benefit when you're always making new ones."
- Anne of Green Gables, Lucy Maud Montgomery