Hm... laut Michel Focault ist jeder Autor schizophren und suizidgefährdet [Erklärung siehe unten].
Ich bin der Ansicht, dass jeder autor zumindest eine leichte Jugendschizophrenie(sprich, "Unsichtbarer Freund") mit sich herumträgt(wer die genaue Definition davon wissen will, möge die Wikipedia befragen).
Das heißt: ich spalte mich in mehrere Ich's auf, wenn ich schreibe(und auch außerhalb, aber gut...). Das ist nötig, damit ich mich in andere charaktere einfühlen kann, aber es ist auch ganz natürlich. Zwangsläufig fließt immer etwas vom Autor ein.
Ich schreib quasi immer über mcih selbst, allerdings meistens sehr verdeckt.
Bis auf eine Geschichte, in der eine Fantasyautorin mit Schreibblockade in ihre eigene Welt geriet und sie vor dem Untergang retten musste. Das war bis jetzt mein persönlichstes Werk; die Autorin war eine Mischung aus dem, was ich bin(Charakter, aussehen, Verhältnis zu ihrem Leben), dem was ich erreichen möchte(he, sie kann vom Schreiben leben - sie kann sich ein kleines Haus leisten!) und dem, was ich immer fürchte(extreme Schreibblockade, Vereinsamung - sie schafft es nicht, den Kerl, den sie liebt, bei sich zu halten). ... und ihre Hauptcharaktere... ja... da haben mein Rinyl und mein Vyren mal wieder guten Tag gesagt. ^^°
Das ist das, was in dem Punkt am prägnantesten ist - ansonsten fließe "Ich" eher nebenbei ein, in der ein oder anderen Sicht auf etwas, in einer skurrilen Vorliebe oder Abneigung gegen etwas oder so, wie manche Szenen ablaufen - das ist dann manchmal sehr typisch ich.
Erklärung zum suizidgefährdet
Das sollte man übertragen sehen. Laut Focault tritt der Mensch hinter seiner Eigenschaft als "autor zurück, stirbt in diesem Sinne, sobald er in der Geschichte aufgeht. Außerdem - alle Figuren sind Teil des Autors, Aufspaltungen seiner Person(siehe Jugendschizophrenie) - tötet er also eine Figur in der Geschichte, begeht er quasi "Selbstmord"