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Was macht gute Romantasy aus?

Begonnen von Emmi, 03. Mai 2026, 10:48:17

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Emmi

Hallo zusammen!
Bei der Überarbeitung meines Romanprojekts habe ich festgestellt, dass es neben Abenteuer & Geheimnissen viele Elemente enthält, die in die Richtung Romantasy gehen. Ich habe mich entschieden, die Geschichte in diese Richtung auszubauen bzw. umzuschreiben.
Jetzt frage ich mich, welche Stilelemente machen einen guten Romantasytext aus? Was darf auf keinen Fall fehlen oder zu kurz kommen?
(Ich überlege derzeit, ob es eher Young Adult oder New Adult wird. Sicherlich gibt es hier Unterschiede.)

VG
Emmi

Mondi

Die Meinungen gehen da teilweise auseinander. Eine unumstößliche Voraussetzung für Romance ist das Happy End, das auch ein glückliches Ende für die Liebesgeschichte mit einschließt. Das Pärchen muss sich am Ende kriegen und überleben. Ob das auch für Romantasy gilt, da sind die Meinungen geteilt. Ich persönlich würde sagen ja. Romantasy lese ich, weil ich die weltenzerstörend hohen Stakes haben will, aber auch wissen will, dass ich mit einem halbwegs heilen Herz wieder aus der Geschichte hinausgehen will. Zu verstehen, warum Romance (und auch Romantasy) gelesen wird, ist glaube ich mit das Wichtigste, um dann auch die Erwartungen der Lesenden zu treffen. Wichtig ist natürlich auch, dass die Liebesgeschichte präsent genug ist.

Zwischen Young Adult und New Adult/Adult Romantasy gibt es da auch riesige Unterschiede. Gerade in diesem Punkt hat sich das Genre in den letzten 10 Jahren stark verändert. Viele Titel, die damals noch als Young Adult verkauft wurden (Six of Crows, A Court of Thorns and Roses) würden heute von Anfang an als Adult Fantasy verkauft werden - und dürfen dann entsprechend auch mehr.

Ich kann nur empfehlen, die beliebtesten und größten Romantasy-Titel zu lesen. Sarah J. Maas wird viel zu Recht kritisiert, aber ihre Bücher verraten sehr viel darüber, was in diesem Genre warum funktioniert. Ich empfehle die Bücher nur zum Lesen selten, aber wenn man mehr über Romantasy lernen will unbedingt, gerade um zu lernen, wie sie mit vielen Dingen davonkommt. Romantasy ist auch ein Genre, dass es schon sehr viel länger gibt, als es manchmal scheinen mag, und das sich jetzt, wo es so ins Rampenlicht gerückt ist, stark entwickelt.

Emmi

Sarah J. Maas kenne ich. Habe auch eine geteilte Meinung über sie, was mich aber nicht davon abgehalten hat, mir das Hörbuch Throne of Glas, die Erwählte, anzuhören.
Was dort gut funktioniert, ist die subjektive Innenschau der Charaktere. Es wird deutlich wie sie fühlen, was sie bewegt, antreibt oder hindert. Man kann gut mit ihnen mitfühlen. Ich denke, dies ist ein wesentlicher Aspekt von Romantasy.
Außerdem kommt neben der Liebe das Abenteuer nicht zu kurz, auch wenn es in diesem Buch zunächst kein episches Ausmaß hat.

- Freue mich über Ergänzungen.  ;)   

Brillenkatze

Romantasy ist nicht so mein Subgenre, aber hier wurden schon ein paar Meinungen dazu gesammelt:

Was braucht eine gute Romantasy?
"But have you ever noticed one encouraging thing about me, Marilla? I never make the same mistake twice."
"I don't know as that's much benefit when you're always making new ones."
- Anne of Green Gables, Lucy Maud Montgomery