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Eine Kurze Frage zu einem Satz

Begonnen von Sam, 25. April 2026, 14:21:00

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Sam

Hallo zusammen,

schreibe jetzt an einer Albtraumgeschichte und frage mich, wie es sich richtiger/ besser anhört:

Wie viele Male wurde er schon wach ?
ODER
Zum wievielten Male wurde er schon wach ?

 :hmmm:
Sie wussten nicht, dass es unmöglich war, also haben sie es getan
Mark Twain

Maja

Beides erscheint mir nicht sehr geschmeidig. Ich würde eher gehen in die Richtung von "Wie oft war er schon aufgewacht" oder "wach geworden".
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Gizmo

Sehe ich wie Maja.
Für mich hört sich beides nicht richtig an, weil es so klingt, als würde sich der Erzähler die Frage in der Gegenwart beim Vorgang des Aufwachsens stellen, und nicht danach.
"Appears we just got here in the nick of time. What does that make us?"
"Big damn heroes, sir!"
- Joss Whedon's "Firefly", Episode 5, "Safe"

Stefan

Zitat von: Sam am 25. April 2026, 14:21:00Wie viele Male wurde er schon wach?
Ist für mich unlogisch. Müsste heißen: Wie viele Male war er schon wach geworden?

Zitat von: Sam am 25. April 2026, 14:21:00Zum wievielten Male wurde er schon wach?
Funktioniert, wenn die Figur jetzt wach wird und sich fragt, zum wievielten Mal das passiert. Braucht kein Plusquam.

@Maja 's Variante ist auf jeden Fall eleganter.

Ich finde es ansonsten sehr schwierig, ohne Kontext etwas zu sagen. Erwacht er in der gleichen Nacht viele Male oder fragt er sich, in wievielen Nächten er schon erwacht war?

Was soll der Satz ausdrücken? Frust, weil er so oft erwacht? Verwirrung, dass er die vielen Male nicht mehr zählen kann? Etwas anderes?

Ein paar Sätze davor wären hilfreich, je nach dem, wie tiefgreifendes Feedback du haben willst :)

Sam

Liebe Leute!

Vielen Dank für euer konstruktives Feedback.
Majas Variante ist super, die habe ich übernommen.
@Gizmo: 'ne gute Frage. Vielleicht...
@Stefan: komplette Verwirrung ist damit gemeint.
Sie wussten nicht, dass es unmöglich war, also haben sie es getan
Mark Twain

Stefan

Zitat von: Sam am 25. April 2026, 21:51:55@Stefan: komplette Verwirrung ist damit gemeint.

Vielleicht könnte es weniger rational klingen, sondern verwirrt?

Die Situation ist für mich nicht klar genug, dass ich irgendetwas vorschlagen könnte. Ist er verwirrt, weil er geträumt hat, dass er ergewacht, und nicht weiß, ob er jetzt wirklich wach ist?

Sam

Sie wussten nicht, dass es unmöglich war, also haben sie es getan
Mark Twain

Jakob Weikum

Wenn du damit andeuten möchtest, dasd "er" zum wiederholten Male aufgewacht ist und sich fragt, das wievielte mal es war, könnest du es atmosphärischer gestalten, in dem du seine Eindrücke miteinbeziehst.

Beispielweise könntest du beschreiben, worauf gerade der Mondstrahl fällt.

Quasi:
Ein Trapetz aus Silber. Starr blieb es auf der Sofalehne, wie ein trügerisches Gespendt, das sich zu regen nichg wagte. Seit dem letzten Mal war es nur um vier, vielleicht fünf Handbreit gewandert. Wie oft würde er in dieser Nacht noch aufwachen und frustriert von dem Klecks Mondlicht zur Uhr, und von der Uhr zum Klecks Mondlich starren? Das wievielte Mal war es denn diese Nacht? Sofa, Tischlampe, das Wandbild mit dem See, der anansehnliche Haufen Dreckwäsche. Vier. Dabei war es ert kur nach Mitternacht. «Dreck.» Und immer wieder der Selbe Traum.