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chatGPT - nur zum korrigieren?

Begonnen von Christopher, 10. Februar 2024, 12:56:56

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Jen

Rechtschreibfehler sind künftig womöglich Qualitätsmerkmale.
Guilty feet have got no rhythm.

Stefan

Ich brauche ChatGPT manchmal als Badeente. Das ist ein Begriff aus der Programmierung und beschreibt die Technik, dass man jemandem ein Problem erklärt und dabei auf die Lösung kommt, ohne dass der andere ein einziges Wort gesagt hat. Man könnte das Problem also geradesogut der Badeente erklären.

ChatGPT ist die perfekte Badeente. Er motiviert, zu erklären, weil er ja so tut, als würde er es verstehen. Gleichzeitig ist er dumm genug, dass man sehr genau und ausführlich sein muss.

Während ich den Prompt schreibe, sortiere ich meine Gedanken und bevor ich meinen Prompt abschieße, bin ich schon weiter. Das funktioniert bei mir wirklich gut. Ich habe schon lange vor KI besser denken können, wenn ich jemandem meine Gedanken mitgeteilt habe, und musste oft Kollegen dafür missbrauchen.

Ich schieße meinen Prompt dann trotzdem ab und lese (meistens überfliege ich nur), was ChatGPT dazu sagt. Es gibt zwei Fälle:
  • ChatGPT formuliert genau meinen Gedanken mit anderen Worten. Das hilft mir manchmal, präziser zu verstehen, was ich denke.
  • ChatGPT erzählt Unsinn. Vermutlich nicht mal, weil es KI ist, sondern weil er einfach nicht meine Gedanken denkt und nicht meine Bilder sieht. Trotzdem ist es für mich nützlich. Es hilft mir, aus abgetretenen Denkpfaden auszubrechen, indem ich geistig meine Bilder verteidige.

ChatGPT tut so, als würde er mir die Sache erklären. Tatsächlich handelt es sich aber immer um einen der beiden Fälle oben.

Noch nie konnte ich einen einzigen Satz von ChatGPT brauchen. Er ist zu wenig präzise, vergreift sich im Ton und kann einfach keinen Subtext. Ich habe ihn angewiesen, keine Textvorschläge zu machen. (Aber er tut es trotzdem ab und zu.)