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Autor Thema: Dirk: krankhaft neugierig und erzählwütig  (Gelesen 294 mal)

Offline Rosentinte

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Dirk: krankhaft neugierig und erzählwütig
« am: 13. Juli 2020, 08:31:44 »
Unser neustes Mitglied wird mit seiner "krankhaften Neugier" bestimmt viele Bereiche in unserem Forum bereichern. Da frage ich mich schon fast, ob Dirk schon einmal für seine Neugier in Schwierigkeiten gekommen ist... aber zunächst heiße ich ihn herzlich Willkommen!

Leben: Wenn ich weiss, wer ich bin, verrate ich es Euch gern. Bis dahin bleibe ich weiter fleissig auf der Suche. Wirklich, ich bin fast krankhaft neugierig. Daher war ich auch ziemlich lange Redakteur bei einer grossen deutschen Tageszeitung. Nein, nicht die mit den vier Buchstaben. Das ist nun aber auch schon fast ein Viertel Jahrhundert her. Nur die Neugier ist geblieben. Und die Leidenschaft fürs Erzählen.

Schreiben: Geschichten fuer meine Frau :-) Nein, kein Witz! Ich schreibe einfach das, was ihr zu lesen Spass macht. Das ist irgendwas zwischen Phantasy und BDSM-Geschichten.

Grund: Über den Tintenzirkel bin ich gestolpert, nachdem mich ein "Verleger" ziehmlich veralbert hat. Weil ich aber (wieder) sehr viel Spass am Schreiben hatte, wollte ich mich davon nicht abschrecken lassen. Und die Erfahrungen der Leute hier, scheinen mir sehr wichtig. Wobei ich hier eher Leute vermute, deren Ziel Veröffentlichungen sind. Mir reicht im Grunde genau das eine Exemplar für meine Frau. Aber ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass eine höhere Auflage mich nicht doch reizt ;-) Trotzdem ist aber genau diese andere Perspektive das, was vielleicht ganz hilfreich für andere sein kann. Hoffe ich.

Zitat:
Anna reichte mir etwas Breiartiges in einer Schüssel an. „Wenn ihr die
gelben Früchte auch so mögt, dann solltet Ihr das unbedingt probieren.“
Ich fürchtete, die sauerste Zitronencreme aller Zeiten serviert zu
bekommen. Konnte mich aber nicht durchringen, dieses erste
Missverständnis aus unserer Begegnung ausgerechnet jetzt aufzuklären.
Vorsichtig kostete ich… es zwar lecker! Fruchtig, dennoch sehr cremig,
leicht süß, ein Traum! „Wow, das ist echt lecker. Da wird garantiert ein
Nachschlag fällig!“ Alle blickten mich fragend an. „Also, ja, mit
‚Nachschlag‘ ist gemeint, wenn man sich von etwas besonders
Schmackhaften noch eine weitere Portion auf den Teller ‚nachschlagen‘
lässt.“

„Ihr schlagt auf die Teller, wenn es schmeckt?“
Eine Seele, in der die Liebe wohnt, ermüdet nie und nimmer. (Übersetzung aus Taizé)

Offline Earu

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Re: Dirk: krankhaft neugierig und erzählwütig
« Antwort #1 am: 13. Juli 2020, 13:47:54 »
Herzlich willkommen, Dirk! Ich finde, man darf sich auch in ein Hobby ruhig reinknien. Da muss man nicht das Bestreben nach Veröffentlichung oder einem Zusatzverdienst haben. Und es ist süß, dass du das für deine Frau tust. Es ist wie eine immer wiederkehrende Liebeserklärung. Dagegen finde ich es mies, dass jemand sich über diese Bemühungen lustig macht. Der hat wohl nicht verstanden, was dein Ziel ist. Andererseits, selbst wenn du professionell veröffentlichen wolltest und deine Geschichten wirklich schlecht wären, ist das noch kein Grund, sich über dich lustig zu machen. Dann sollte man nett auf die Schwächen hinweisen, damit du daran arbeiten kannst. Ich kann diese Intoleranz und die Bereitschaft, andere zu verletzen, einfach nicht verstehen. Sowas wirst du hier nicht erleben und wenn, wird derjenige gebremst, weil wir das hier nicht haben wollen.

Offline Pety

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Re: Dirk: krankhaft neugierig und erzählwütig
« Antwort #2 am: 13. Juli 2020, 15:43:55 »
Hallo und Willkommen, Dirk.  :winke:

Deinen Grund, für deine Frau zu schreiben ist einfach nur  :herzchen:
Klar freut man sich, wenn auch andere Menschen die Bücher lesen und dafür sogar noch bezahlen wollen. Deine Einstellung dazu ist gut. Damit wirst du evtl. schon mal einmal weniger enttäuscht.
Dein Zitat finde ich Klasse. Der letzte Satz, genial.  :rofl:
Egal, wie hässlich dein Umfeld ist. Du bist es die/der daraus einen besonderen Ort macht.    (von Pety)

Offline Dirk

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Re: Dirk: krankhaft neugierig und erzählwütig
« Antwort #3 am: 13. Juli 2020, 16:29:16 »
Erstmal vielen Dank für die freundliche Begrüßung :-) Aber ich habe vielleicht missverständlich formuliert. Lustig gemacht hat der Verleger sich nicht. Zumindest es mir nicht so offen gezeigt. Wir hatten aber die Absprache, dass ich nicht weniger als 80.000 Worte liefern sollte, weil sich sonst kein vernünftiger Preis erzielen lasse. Und dass ich nicht mehr als 10 Prozent vom Umsatz erwarten dürfte, denn sie hätten immerhin den ganzen Aufwand mit Lektorat, Cover, Marketing... War mir egal. Als ich dann 7 Wochen später meine 110.000 Wörter ablieferte, wollte er erstmal ein Exposee. Schliesslich könne ich nicht erwarten, das noch irgendwer den ganzen Text liest, bevor es veröffentlicht wird. Hm, da kam ich mir dann doch etwas veralbert vor. Nicht, weil er ein Exposee wollte. Kann ich verstehen. Aber mir vor zwei Monaten erklären, dass nur 10 Prozent drin sind, weil sie den "Produktionsaufwand" tragen und dann keine zwei Monate später behaupten, sie könnten schliesslich nicht alles lesen, was sie so veröffentlichen... Veralbert, ist noch höflich gesagt.

Vielleicht war ich zu blauäugig, aber dann kann ich es auch selber herausgeben. Unser Designer hat mir nen Cover gezaubert, bei Amazon gibt es Proof-Prints zum Druckkostenpreis... Richtig Geld gekostet hat eigentlich nur der 10er Block ISBNs. Weiss ich jetzt auch, dass ich es mir hätte sparen können. Aber das Gesicht von meiner Frau, als sein ein "richtiges Buch" von mir bekam, war es allemal Wert :-) Ausserdem habe ich inzwischen eine ganze Menge über den Buchmarkt gelernt. Glaube ich. Wie gesagt, bin ich ziemlich neugierig. Spannend finde ich vor allem die Parallelen zur Music-Branche oder besser noch den Videotheken. Auch da gab es früher mal grosse Ketten, die independent Label nicht haben wollten. Und jede Menge Geschimpfe über die böse Konkurrenz aus dem Internet... Inzwischen scheinen mir Buchhändler (Einzelhändler) aber ebenso festgefahren. Finde ich sehr schade. Kann ich aber nun selber erfahren, ob die Lese-Leute schlauer reagieren als die Film/Musik-Leute.

Was mich aktuell am meisten Interresiert, ist der Aufwand meine Geschichte auf Englisch oder Spanisch zu veröffentlichen. Falls da jemand Erfahrungen hat: Bitte, bitte laßt mich nicht wieder sinnlos Geld für ISBNs ausgeben ;-) Und dann muss ich mich vermutlich auch langsam mal wieder ans Schreiben machen, denn ausser einer Idee für den Einstieg in die Fortsetzung gibt es noch nichts. Aber meine eine (1) Leserin will nächstes Jahr um diese Zeit wieder ein Buch in dem Umfang. Also entweder wieder Lockdown - was wir allen wohl nicht hoffen - oder ich muss langsam mal anfangen das Setting zu entwerfen.

Offline Antigone

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Re: Dirk: krankhaft neugierig und erzählwütig
« Antwort #4 am: 13. Juli 2020, 20:40:38 »
Hallo Dirk,

willkommen in unserer Runde! Dein Zitat hat mich zum Schmunzeln gebraucht!  ;D

lg, A.

Offline Nuya

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Re: Dirk: krankhaft neugierig und erzählwütig
« Antwort #5 am: 17. Juli 2020, 09:55:36 »
Hallo und herzlich Willkommen noch von mir. :winke:
Deine Frau hat ihren persönlichen Geschichtenerzähler, großartig!

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