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Autor Thema: Gestik, Mimik und Körperteile von Tieren/tierartigen Wesen  (Gelesen 4101 mal)

Marerum

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Re: Gestik, Mimik und Körperteile von Tieren/tierartigen Wesen
« Antwort #15 am: 30. Dezember 2015, 19:20:17 »
Für mich kommt es darauf an, was für eine Rolle das Tier einnimmt. Handelt es in irgendeiner Weise menschlich, würde ich auch menschliche Ausdrucksformen zulassen, gemischt mit "typisch" tierischen Lauten, Körpersprache etc.. Ich bin kein Biologe, halte es aber für unwahrscheinlich, dass ein Frosch in Verlegenheit gebracht werden kann. Trotzdem können wir ihn in einer Geschichte mit diesem Gefühl belegen (was ja der Sinn von Geschichten ist). Wieso sollte er dann nicht erröten dürfen? Es gibt daneben ja noch eine Menge Gemeinsamkeiten, z.B. das Ducken bei Gefahr, Zittern, große Augen machen, usw...

Dass ein Frosch natürlicherweise über den Mund riecht, finde ich als Leser etwas befremdlich. Wenn man die Erklärung dafür so verpackt, dass sie den Lesefluss nicht stört, kann sie den Wissensschatz aber auch bereichern. Manche Signale sind durch ihre Verbreitung ziemlich eindeutig, so dass sie keiner Ausführung bedürfen und so recht flexibel einsetzbar sind (das Schwanzwedeln eines Hundes, das Knurren eines Wolfes, das Schnurren einer Katze). Dinge, die Tiere natürlicherweise tun, gewinnen auch an Menschlichkeit, indem man ihnen Eigenschaften zuschreibt, die man ihnen im Grunde nicht zuordnen würde ("Der Hamster knabberte geringschätzig an dem Sonnenblumenkern, während er dem selbstgefälligen Quaken des Frosches zuhörte.").

Offline Vic

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Re: Gestik, Mimik und Körperteile von Tieren/tierartigen Wesen
« Antwort #16 am: 13. Januar 2016, 12:16:45 »
Ich denke je menschlicher deine Tiere werden, desto eher ist es auch in Ordnung wenn sie menschliche Verhaltensweise an den Tag legen.
Also siehe Disney z.b. Oder generell Zeichentrick oder Animationsfilme mit Tieren.
Die zucken auch mit den Schultern, heben die Augenbrauen, etc.
Hat mich ehrlich gesagt nie gestört, dass es ja nun eben auch "menschliche Tiere" sein sollten.

Was anderes ist es für mich wenn ein Hund wirklich nur ein Hund ist, also z.b. der Hund des Protas.
Dann würde mich "Bobby zuckte mit den Schultern" schon etwas irritieren. Wenn du aber schreibst "sogar Bobby sah aus als ob er innerlich mit den Schultern zuckte, bevor er sich schwanzwedelnd in seine Ecke legte" dann funktioniert das auch wieder ganz gut.
     

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