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Autor Thema: Corona und Fantasy  (Gelesen 658 mal)

Offline Churke

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Re: Corona und Fantasy
« Antwort #30 am: 02. August 2020, 23:53:25 »
Wie meinst du das?

Wenn die Corona-Maske ein modisches Accessoire ist, kann man wohl von Popkultur sprechen.
Cupitorum spes omnis Circus est maximus.
- Ammianus Marcellinus

Offline Nikki

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Re: Corona und Fantasy
« Antwort #31 am: Gestern um 11:24:05 »
Wenn die Corona-Maske ein modisches Accessoire ist, kann man wohl von Popkultur sprechen.

Ich würde das eher als Zeichen dafür sehen, dass der Kapitalismus nicht schläft und selbst aus einer Krise wie dieser Kapital schlägt. Mich würde es nicht wundern, wenn in den neuesten Simpsonsfolgen Figuren mit Mundschutz herumlaufen. Das wäre für mich ein Zeichen, dass die Maske in der Popkultur angekommen ist. Simpsons lebt ja von Aktualität und Subversivion, wer sich in einem ähnlichen Fahrwasser bewegt, für den ist Corona ein gefundenes Fressen.

Offline Sonnenblumenfee

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Re: Corona und Fantasy
« Antwort #32 am: Gestern um 21:40:30 »
Aus meiner persönlichen Perspektive hat Corona bzw. die ganzen rechtlichen und gesellschaftlichen Folgen viel mehr Auswirkung auf meinen Alltag, als es die anderen hier genannten Beispiele haben. Die Krise hat Auswirkungen auf ganz alltägliche Handlungen, nicht "nur" die Frage wie ich bestimmte Aspekte sehe oder ob ich für bestimmte Probleme sensibilisiert bin. Damit meine ich nicht nur die Alltagsmaske, sondern auch so Dinge wie dass man sich für alle möglichen Veranstaltungen und Tätigkeiten anmelden muss (Schwimmbad, Tanzkurs, Zoobesuch). Damit geht ein gutes Stück Spontaneität verloren.

Wenn man Corona und seine Auswirkungen nicht zumindest am Rande einbaut, datiert es das Setting auch in gewisser Weise. Wenn die Protas einfach spontan ins Freibad fahren und auf der Liegewiese sich die Handtücher beinahe berühren, weiß der Leser, dass es ganz sicher nicht im Jahr 2020 spielt, sondern entweder vorher oder (vielleicht?) später. Zumindest sofern nicht klar ist, dass sich die Geschichte in einer leicht alternativen Geschichtsschreibung bewegt.
"Discipline is my freedom" - Gretchen Rubin

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