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[KG] [€] 1.4.2026/15.5.2026/1.8.2026 - Anthologie-Trilogie "Nimoria"

Begonnen von Stefan, 06. März 2026, 16:51:25

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Stefan

Eine Anthologie-Trilogie.  :jau:

  • Nimoria - Bd 1: "Legende der Halbhexen" (Einsendeschluss 1.4.2026)
  • Nimoria - Bd 2: "Zwischen Zirkel und Sturm" (Einsendeschluss  15.5.2026)
  • Nimoria - Bd 3: "Erbe aus Asche" (Einsendeschluss 1.8.2026)

ZitatTeilnahmebedingungen

Diese Ausschreibung richtet sich an Autorinnen und Autoren ab 16 Jahren!

Jede Person kann einen bisher unveröffentlichten Beitrag in deutscher Sprache einreichen. Jede Geschichte sollte möglichst nicht mehr als 10.000 Zeichen inklusive Leerzeichen umfassen. Es können Erzählungen und Märchen, Erinnerungen, Kurzgeschichten, Gedichte und experimentelle Lyrik eingereicht werden - wir geben in diesem Bereich keine Vorgaben. Alle Rechte an den Texten bleiben bei den Autoren. Eine Vergütung erfolgt nicht.
(...)
Gerne können Sie auch eigene Fotos oder Illustrationen zu Ihrem Text einreichen.

Nimoria-Trilogie: Anthologie Ausschreibung 2026


Ich habe gleich für jeden Band eine Geschichte eingereicht. Sie gehören alle zusammen. Ich habe eine Kurzgeschichtentrilogie (TM) geschrieben!

Wenn sie abgelehnt werden, leg ich mich ins Bett und heule.  :brüll:

Fianna

#1
Ich freue mich immer, neue Ausschreibungen zu sehen, aber hier bin ich etwas irritiert: Beim Lesen der Ausschreibungsseite fielen mir 11 (!) große Werbeanzeigen auf, die mitten im Fließtext stehen und den Lesefluss massiv stören.

Zuerst dachte ich, dass es eine Ausschreibung eines Autoren wäre (also Selfpublishing), wie bei vielen Ausschreibungen, die mir in den letzten Jahren im Netz begegnen. Dann fiel mir der Verlagsname auf, der bekannt ist für die Mindest-Vorbestellermenge vor Druckbeginn.

ZitatDer Kauf des Buches ist für keine/n Autor*in verpflichtend, allerdings würde der Verlag sich natürlich über eine entsprechende Unterstützung freuen, damit auch in Zukunft Ausschreibungen ähnlicher Art erfolgen können.

Künftig fragen wir beim Einreichen eines Textes ab, ob Interesse an und an wie vielen Autorenexemplaren nach einer Veröffentlichung besteht. Nur so können wir künftig unsere kleinen Auflagen nachhaltig planen.
Gerne möchten wir betonen, dass die Abfrage der voraussichtlichen Autorenexemplare keinerlei Einfluss auf die Auswahl der Texte hat. Unsere Entscheidungen erfolgen seit 20 Jahren ausschließlich nach inhaltlichen Kriterien.

Besonders interessant ist auf jeden Fall:

ZitatWichtig:
1. Es gibt keine kostenlosen Belegexemplare.


In der Vergangenheit wurden solche Ausschreibungen ohne Honorar und vor allem ohne Belegexenplar mit [€] von der Moderation im Titel gekennzeichnet.

Stefan

@Fianna: Mir ist die Werbung nicht aufgefallen, weil sie mein Adblocker vollständig entfernt. ;D  Auf der Desktop-Ansicht hat es keine Werbung im Text. Die Mobile-Seite ist tatsächlich ziemlich penetrant. Aber seit woxikon.de und leo.org und andere nützliche Seiten von Werbung nur so strotzen, bin ich diesbezüglich vielleicht zu tolerant geworden.

Ich weiß nicht, ob die Mindestbestellmenge ein Problem ist, da sie nur die Printausgabe betrifft. Es ist ja auch eine E-Book- und eine Hörbuch-Ausgabe geplant. Kommt darauf an, wie das genau gehandhabt wird.

Was das Honorar anbelangt, vergleiche ich mit anderen Ausschreibungen. Von einem einzigen kostenlosen Belegexemplar wird man nicht reich, von 5% der Einnahmen verteilt auf alle Beteiligten kann man sich vielleicht mal ein Eis kaufen. Reduzierte Exemplare sind üblich und irgendwie uninteressant. Zumindest für mich.

Fianna

#3
Es ist eine Sache von Respekt für die Arbeit der Beteiligten, ein Belegexemplar auszuhändigen.
Sogar Spenden-Anthologien, die keinen Gewinn für die Herausgeber oder Verlage abwerfen, versenden ein Belegexemplar.


Und ich finde es sehr irritierend, bereits vor Auswahl der Texte nach dem Kauf von Eigenexemplaren zu fragen.

Es kann noch so oft gesagt werden, dass die Texte nicht danach ausgewählt werden - Anthologieausschreibungen erhalten häufig Texte, die ähnliche Themen oder Ideen berühren und von denen nur einer genommen wird ... da bereits im Vorfeld während dieser finalen Auswahl die Bestellmenge für Eigenexemplare auf dem Tisch zu haben, wirkt seltsam.
Die Bestellmenge der Eigenexemplare sollte kein (Hilfs-)kriterium bei der Textauswahl sein, und dass die Anzahl schon beim Einreichen abgefragt wird, ist vollkommen unüblich. Es erweckt kein Vertrauen in mir, dass in keinem Teil des Entscheidungsprozesses (z. B. Auswahl aus mehreren ähnlichen guten Geschichten) diese Information genutzt wird - denn sonst könnte man es doch beim nächsten Schritt, nach der Auswahl, anfragen.


Malinche

#4
Zitat von: Stefan am 06. März 2026, 23:21:44Was das Honorar anbelangt, vergleiche ich mit anderen Ausschreibungen. Von einem einzigen kostenlosen Belegexemplar wird man nicht reich, von 5% der Einnahmen verteilt auf alle Beteiligten kann man sich vielleicht mal ein Eis kaufen. Reduzierte Exemplare sind üblich und irgendwie uninteressant. Zumindest für mich.

Natürlich wird man von den bei Anthologien üblichen Tantiemen nicht reich, das ist auch allen Beteiligten klar. Dennoch gehört es in der Klein- und Kleinstverlagszene zum guten Ton, bei Anthologien die Autor*innen zu beteiligen (wo das nicht möglich ist, gibt es manchmal eine Einmalzahlung). Ebenfalls zum guten Ton gehört ein Belegexemplar und wenn es beides nicht gibt, ist Skepsis durchaus angebracht.

(Auch der Autor*innenrabatt fällt niedriger aus als branchenüblich, wenn ich das richtig auf dem Schirm habe, die Staffelung nach Bestellmenge ist unschön und die weitere Rabattreduzierung ab dem kommenden Jahr macht es nicht besser.)

Es kommt in diesem Fall hinzu, dass Papierfresserchen hier im Forum kein unbekannter Name ist. Sie sind kein Druckkostenzuschussverlag, aber das Modell ist trotzdem recht klar: Die Finanzierung wird mindestens größtenteils auf die Autor*innen umgelegt. Sie sollen die Mehrheit an Einnahmen generieren, nicht interessierte Leser*innen. Marketing in irgendeiner Form wird es wohl eher nicht geben, das ist ja auch nicht nötig, wenn die Autor*innen die Bücher abnehmen. (Wie gesagt, das leite ich nicht allein aus der verlinkten Ausschreibung ab, das sind auch Erfahrungswerte, die wir über viele Jahre mit Papierfresserchen und ähnlichen Akteuren gesammelt haben.)

Ich habe auch mal schnell auf der Seite geschaut und allein die Zahl der in diesem Jahr laufenden Anthologieausschreibungen ist ja schwindelerregend – und ein weiteres Alarmsignal. Selbst mit unabhängig arbeitenden Herausgeber*innen, die die Auswahl der Geschichten vornehmen (und dem Verlag damit Workload abnehmen), wirst du eine solche Menge an Ausschreibungen bei vollwertigen, seriösen Verlagen, speziell Kleinverlagen, nicht sehen. Anthologien sind arbeitsintensive Projekte und hier scheint doch deutlich auf Masse gesetzt zu werden.

Wenn dich das Ausschreibungsthema inspiriert hat und du Freude mit deinen Beiträgen hattest, ist das natürlich auch einiges wert. Man sollte sich hier aber bewusst sein, dass Papierfresserchen in der Branche nicht unbedingt einen guten Namen hat und man mit einer Veröffentlichung hier auch kaum Erfahrungen sammelt, wie so etwas im Kleinverlagsbereich abläuft. Letztlich muss natürlich jede*r selbst über eine Teilnahme entscheiden, aber ich würde immer eher die Ausschreibungen von Kleinverlagen ans Herz legen, die ihren Anthologien tatsächlich Aufmerksamkeit zukommen lassen und auch versuchen, ein Publikum für sie zu finden (anstatt sie über den Verkauf an die Autor*innen zu finanzieren).

[EDIT] Ich habe auch mal die Nomenklatur im Threadtitel angepasst und neben [KG] auch das von @Fianna erwähnte [€] ergänzt, wie wir das gemäß der Boardregeln handhaben.
»Be suspicious of the lemons.« (Roxi Horror)

Stefan

Danke, @Fianna und @Malinche, das sind wichtige Erfahrungen, die mir fehlen. Darum reden wir hier im TiZi darüber, um von einander zu lernen.

Ich habe mich per E-MAil beworben und keine Exemplare bestellt  ;D Mal sehen, was passiert.

Ich könnte mich dem Lästerchor noch anschließen: Mir ist aufgefallen, dass das Ausschreiben KI-generiert ist. Hundertprozentig. Ich kenne ChatGPTs Stil mittlerweile.

Na gut, dann ist da nicht viel zu erwarten. Schade um die Geschichten, ich habe ziemlich viel Zeit investiert. Eigentlich wollte ich nur, dass sie gelesen werden.