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Welches Schreibprogramm nutzt ihr?

Begonnen von Minna, 31. Januar 2022, 19:58:40

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Minna

Huhu ihr lieben,

Ich habe beschlossen mir ein neues Schreibprogramm zuzulegen. Bisher hatte ich Word 2010 und war damit sehr glücklich.
Aber in letzter Zeit hatte ich immer wieder Probleme mit falschen Anführungszeichen und vor allem der veralteten Rechtschreibprüfung.

Welche Programme kennt ihr denn und könnte ihr empfehlen?
Papyrus und Scrivener sind mir zwar bekannt, aber als Wordersatz, um Rechnungen zu schreiben, oder so sind sie dann auch wieder nicht geeignet. Bzw. habe ich beide schon mal ausprobiert und lande dann doch immer wieder bei Word.
Eine gute Rechtschreibprüfung wäre mir wichtig und ich würde es auch bevorzugen, wenn das Programm kein Abobezahlmodell hat, sondern nur einmal Kosten entstehen und ich es dann unbegrenzt nutzen kann.

Danke

Andersleser

#1
Und wenn du einfach beides benutzt?
Also für Rechnungszeug weiterhin Word und zum allgemeinen Schreiben Papyrus oder ähnliches?
Den Text kannst du dann immer noch, wenn du die Prüfung auch bei Rechnung und Co. brauchst, im anderen kurz reinkopieren und die Prüfung drüber laufen lassen.
Das wäre jetzt jedenfalls so mein Gedanke, falls du kein Programm findest, wo du alles unterbekommst, was du haben möchtest. Und wenn du ansonsten ohnehin mit Word zufrieden bist, schadet es ja nicht, ein zusätzliches Programm extra zu haben :vibes:

Vom Schreiben an sich bin ich mit Papyrus super zufrieden und dass es nur einmal gezahlt werden muss, war für mich auch ein ganz großer Faktor - das immerhin hätte man da. Rechnungen musste ich noch nie schreiben, also kann ich da jetzt nichts zu sagen :)
Nur für Rechnungen - vielleicht geht da ja Open Office? Als kostenlose Variante? Zusätzlich zu einem Programm fürs Schreiben?

Maja

Um meine Romane zu schreiben, benutze ich Patchwork, aber um MS Word komme ich nicht drumherum. Zum einen sind Romanverwaltungsproramme nicht geeignet - und auch nicht gedacht - um Briefe, Rechnungen und dergleichen zu schreiben. Zum anderen geht es für mich im Lektorat nicht ohne Word. Zwar bietet auch Patchwork einen "Lektoratsmodus", aber da kein Lektor Patchwork benutzt und sich sicher nicht nur für mich eine neue Software anschaffen wird, läuft die Kollaboration dann doch wieder über Word. Und damit habe ich keine Probleme. Ich wechsel einfach, sobald ich die Rohfassung fertig habe, die Software.

Beim Schreiben mit Patchwork mag ich den szenischen Aufbau - ich kann meine Szenen beliebig hin und her schieben, den verschiedenen Fertigstellungsgrad und die Perspektive markieren, und zum konzentrierten Schreiben bietet Patchwork mir einen Klausurmodus, der mich für eine vereinbarte Zeit im Programm einsperrt und nicht raustabben lässt - und wenn ich ehrlich bin, brauche ich sonst nicht viel. Die Stilkontrolle, die nutze ich manchmal, aber das ist für mich mehr eine Spielerei. Patchwork bietet noch einen Haufen anderer Funktionen für Plotten und Planung, aber die habe ich noch nie benutzt. Es ist einfach eine sehr vielseitige Software, bei der für jeden etwas dabei ist, aber der Preis ist hoch und Updates schlagen gesondert zu Buche.
Niemand hantiert gern ungesichert mit kritischen Massen.
Robert Gernhardt

Klecks

Einmal kurz vorweg: Nimm Bibisco!  ;D

Ich glaube, ich habe inzwischen so ziemlich alles durch, was es auf dem Markt gibt. Bei fast allen Programmen war es so, dass sie mir anfangs gefielen, aber dieses Gefühl nicht aufrecht erhalten konnten. Papyrus und Scrivener waren nett zum Mal-Ausprobieren, aber ich finde keinen Mehrwert für das Geld im Vergleich zum schlichten Word. Inzwischen schreibe ich in Word und benutze parallel dazu Bibisco. Ich liebe Bibisco, das hat alles, was ich mir von Papyrus und Scrivener erhofft hatte, und nicht mehr als das.

Alana

Um Word kommt man im Regelfall nicht herum, aber einen Key für Office Professional 2013 oder 2016 gibt es auf Ebay auch für einmalig 10 bis 20 Euro, das ist verschmerzbar. Ich nutze es für die fertigen Manuskripte, die ich an den Verlag schicke, und im Lektorat ist es standard. Scrivener benutze ich zum Planen und schreiben und liebs. Kostet einmal um die 50 Euro, aber es gibt auch oft Preisaktionen.
Ich brauche jetzt kein Entenfett.

Volker

Als Linux-Only Nutzer ist Word keine Option für mich, weil funktioniert nicht. LibreOffice ist da schon ganz schön ok hinsichtlich Kompatibilität so lange man nicht allzu wilde Layout-Geschichten zwischen Word und LibreOffice austauschen muss. Überarbeiten-Modus funktioniert und ist kompatibel. Und unter Linux ist das ja meist gleicht mit vorinstalliert.

Eine Frage ist halt auch, wie lange Word noch lokal und ohne Microsoft-Gecloude geht. Das will bei den neueren ja laufend nach OneDrive bzw. SharePoint/Teams sichern, funktioniert inzwischen teilweise nicht mehr richtig wenn's zwischen on- und offline springt.

Bei beiden (LibreOffice und Word) wird's unangenehm, wenn die Datei ohne Bilder > 500MB groß wird und/oder viele Querverweise drin sind. Ich habe beide ja einige Zeit als Wiki / Allwissende Müllhalde gebraucht (da ist gerade LibreOffice genial, weil man Überschriften als anklickbare Links aus der Navigation einfach in den Text kann) - aber ab einer gewissen Größe wird's langsam und zunehmend instabil. Word sowieso und schon immer.

Volker

Zitat von: Klecks am 31. Januar 2022, 21:01:01
Einmal kurz vorweg: Nimm Bibisco!  ;D
https://bibisco.com/ ?
Sieht großartig aus - und vor allem auch wichtig für mich: läuft unter Linux ohne Verrenkungen!
Werd' ich mir mal näher ansehen müssen!
Danke für den Tipp!

Zit

Wäre es eine Option für dich, Office-Gedöns online mit Google Doc oder Tabellen zu machen?
Ich hantiere nicht mit vielen Fremddaten herum, deswegen ist mir das egal, wenn ich Briefe oder Plots/ Weltenbau dort online ablege. Vorteil ist halt, dass ich immer drauf Zugriff habe sobald Internetverbindung gegeben ist. (Nachteil: Wenn Speicher voll ist, muss zugekauft werden.)
"I think therefore I am
getting a headache."
Unbekannt

TinkersGrey

Danke für den Tipp mit Bibis, das kannte ich noch nicht und werde es mir anschauen.

Ich nutze Papyrus Autor und bin zufrieden damit. Taugt zum Plotten, ich kann eine Szenengliederung und eine Figurendatenbank anlegen, Notizen machen, Texte ausblenden und der Duden ist auch super. Ein paar Details in der Figurendatenbank gefallen mir nicht, aber wann ist es schon perfekt?
Das alles geht in Pages nicht. Und der Wechsel von Pages auf Papyrus war für mich ein Quantensprung.

Pages nutze ich nur noch, um Rechnungen schreiben. (Und so richtig taugt es dafür auch nicht, aber auf ein Buchhaltungsprogramm habe ich keine Lust.)
Das Leben ist zu kurz für beige.

Zauberfrau

Hallo @Minna ,

ich arbeite seit 2015 mit Papyrus und bin sehr zufrieden. Mittlerweile (seit Version 9) bin ich auch Betatesterin von diesem Programm.

Vor allem mag ich an Papyrus die Figurendatenbank und das Denkbrett. Beides nutze ich intensiv. Die Figurendatenbank habe ich meinen Ansprüchen entsprechend angepasst, auch das Eingabefeld. Dort notiere ich nicht nur die verschiedenen Namen meiner Figuren (Heinz Müller könnte ja mal als "Heinz" und mal als "Herr Müller" oder "Gretas Gatte" Erwähnung finden), sondern hab auch Bilder von ihnen (ich such dann immer in den Stock-Fotos nach passenden Gesichtern oder nutze die Plattform www.thispersondoesnotexist.com) und ihre komplette Vita dort vermerkt.

Naja, das muss jetzt hier keine Werbung werden, aber ich bin schon sehr begeistert von Papyrus. Zumal auch das Papyrus Forum eine sehr nette Community hat.
Es muss aber einem auch liegen. Es gibt Autoren bzw. Autorinnen, die mit Papyrus nicht zurechtkommen. Linux-Nutzer führen auch ein bisschen Krieg, weil das Softwarehaus nicht in die Pötte kommt, endlich eine Linux-Version herauszubringen. Ich kann das nicht ganz verstehen. War selbst mal Linux-Nutzer und weiß, dass man damit speziell ist. Deshalb bin ich auch davon weg und zu Windows zurückgekehrt. Aber da ist jeder anders. Unter Wine soll Papyrus aber auch ganz anständig laufen, wenn die Anfangsschwierigkeiten mal richtig eingestellt sind.
Fur den Mac gibt es übrigens ebenfalls eine Version.

Fazit: Ausprobieren! Dafür gibt es ja die Testversion.  ;)

Viele Grüße von der
Zauberfrau

Luna

Wenn man Rechnungen schreiben muss, und was Word-Ähnliches braucht, kann ich noch (auch für Linux) entweder OnlyOffice empfehlen, oder das SoftmakerOffice - letzteres kommt in der Kaufversion mit der Dudenprüfung. Es gibt davon auch eine FreeOffice-Version.
Change is something natural, but we are too used to not changing anything, that some of us refuse to change themselves, even if they need to.

Manouche

#11
Ich bin absolut begeistert von Scrivener. Der Aufbau entspricht mir sehr. Ich kann innerhalb eines Projektes beliebig viele Ordner und dokumente ineinander verschachteln und behalte trotzdem einen guten Überblick.
Papyrus habe ich mir jetzt auch geleistet und finde vor allem den integrierten Duden und die Stylanalyse mega. Der restliche Aufbau ist für mich jetzt eher fremd. Ich vermute aber, das hat vor allem mit Gewohnheit zu tun.
Zum Schreiben von einfachen Briefe oder Rechnungen etc., benutze ich OpenOffice. Eine Gratisversion die auch mit Word und PDF kompatibel ist.
Im Moment schreibe ich sogar kurze Briefe im Papyrus oder kopiere sie am Ende in Papyrus. So kann ich das tolle Korrekturprogramm nutzen.
Der Scrivener hat allerdings für meinen Geschmack die bessere Autokorrektur als Papyrus bei Tippfehlern.
Also kombiniere ich je nach Laune und Bedarf auch da Scrivener und Papyrus :D

Edit: Aber SoftmakerOffice sieht auch sehr spannend aus. Die schau ich mir dann mal genauer an. Könnte was sein, um nicht immer von einem Programm zum andern zu kopieren...