0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

  • Drucken

Autor Thema: Social Media in (Urban) Fantasy  (Gelesen 347 mal)

Offline AlpakaAlex

  • Vollprofi
  • ****
  • Beiträge: 398
  • Regenbogenalpaka [they/their/them]
    • Alpakawolken
Social Media in (Urban) Fantasy
« am: 26. April 2022, 20:39:56 »
Der Piper-Wettbewerb hat mich effektiv zu einem komplett neuen Buchprojekt gebracht (*schiebt das halbfertige hinter sich und tut, als wäre es nicht da*) und es ist Urban Fantasy (mal wieder) mit einem recht ungewöhnlichen Grundkonzept. Normalerweise haben wir Urban Fantasy, das entweder mit einer geheimen magischen Gesellschaft spielt oder eine Gesellschaft, in der Magie seit einigen Jahren der Allgemeinheit bekannt ist, inklusive paralleler Geschichtsschreibung und so.

Jetzt ist es so, dass bei meinem neuen Roman tatsächlich Social Media und Chats eine sehr, sehr große Rolle spielen werden - und ich Social Media auch als Framing Device für das Worldbuilding benutzen möchte. Und nun sitze ich da und will eigentlich nach Referenzen gucken für andere Bücher, die das machen und ... Es gibt einfach keine?

Okay, keine ist falsch. Mir fällt genau eine Romanreihe ein, die Urban Fantasy ist und Chaträume als Framing Device benutzt ... Und das ist eine japanische Light Novel Reihe. Aber ansonsten habe ich auch mit gezieltem Suchen nichts gefunden, wo das wirklich passiert. Was ich eben doch ein wenig komisch finde.

An der Stelle frage ich mich halt schon: Warum sitzt Urban Fantasy gefühlt noch im letzten Jahrtausend. Also allgemein scheint es wenig Urban Fantasy zu geben, in dem Computer und so etwas genutzt werden - seien es nur Suchmaschinen oder Navis, um sich nicht zu verlaufen. Teilweise scheint Urban Fantasy sogar zu vergessen, dass Handys existieren (geschweige denn Handys, auf denen man Bilder verschicken kann). Und auf der einen Seite verstehe ich es ja: Diese doofen kleinen Smartphones machen Urban Fantasy häufig komplizierter, gerade, wenn wir von einer geheimen magischen Gesellschaft ausgehen. Weil da ist es eben schwer zu erklären, warum nicht ständig Bilder von Werwölfen und Dämonen auf Social Media landen. Auf der anderen Seite: Warum Urban Fantasy, wenn man so eine Angst vor moderner Technik hat? Warum dann nicht lieber historische Fantasy? Immerhin war für mich immer der Reiz von Urban Fantasy, dass es in meiner Realität spielt - und in meiner Realität haben die meisten Leute Smartphones und nutzen irgendeine Form von Social Media.

Das gilt halt natürlich doppelt, wenn Magie nicht länger geheim gehalten wird. Warum können die Leute dann nicht online über ihre Erfahrungen schreiben? Warum gibt es keine Onlineorte, wo sich Teenager-Werwölfe (immerhin ist es in der Urban Fantasy häufig so, dass Werwölfe geboren und nicht gebissen werden) über ihre Erfahrungen austauschen können? Warum benutzen die Leute nicht mal WhatsApp?

Offline Maubel

  • Kiwi-to-Go
  • Obermotz
  • ******
  • Beiträge: 9.105
  • Geschlecht: Weiblich
    • Janna Ruth
Re: Social Media in (Urban) Fantasy
« Antwort #1 am: 26. April 2022, 22:18:20 »
Also ich schreibe in meiner Ashuan-Serie durchaus Social Media und Gruppenchats und all das mit rein. Es ist nur kein Framing für den Plot oder großer Fokus, aber ich habe halt Jugendliche und da wird dann schon mal der Exorzismus gegooglet und dabei YouTube angeschaut.
Und bei meinen Spirit Seekern ist es später sogar so, dass die Heldin YouTube nutzt, um die Welt über die Antagonisten aufzuklären, mit allen Trollkommentaren, die es da gibt und Versuchen, die für die meisten Menschen unsichtbaren Naturgeister sichtbar zu machen. Die hat nur anfangs nicht mal ein Telefon, da sie obdachlos ist und generell eher wenig hat.

Eine Urban Fantasy, die Social Media und Co. als Framing benutzt, kenne ich nicht direkt. Aber völlig ignorieren tun es die wenigsten, die ich kenne. Meine Lieblinge sind die Guild Codex Reihe von Annette Marie und die Imp Saga von Debra Dunbar. Bei letzterer kommt es nicht so oft vor, aber die benutzt definitiv auch ein Handy und bei der Guild Codex Reihe sind es normale Leute, die sich auch Bildnachrichten schicken, anrufen etc. Da beide aber Hidden World sind, kommen die Werwölfe nicht auf Social Media vor ;)

Übrigens gibt es durchaus einen Batzen Open World Urban Fantasy, wo die übernatürlichen Kreaturen schon seit Jahr und Tag mit den anderen leben, ist aber nicht ganz so häufig - Ich bin aber in einer Facebookgruppe mit dem Thema ;)
      

Offline Cooky

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 2.006
  • Geschlecht: Männlich
  • Das Ende ist nah!
    • Hypothermie
Re: Social Media in (Urban) Fantasy
« Antwort #2 am: 26. April 2022, 22:19:15 »
Ich werde in meinen Getränkedrachen auch Social Media einsetzen. Es ist zeitgemäß, das Wissen, dass es eine andere Welt neben der bekannten gibt, wird ans Licht kommen und alle, denen ein Getränkedrache zuläuft werden auch ein Fan-Community haben, die sie über SoMe verfogt.

Aus der Urban Fantasy kenne ich jetzt auch keine Beispiele (bin aber auch nicht so bewandert). Eher aus anderen Genres. Superhelden etwa. In der Webserie Worm gibt es Communities, die die Superhelden verfolgen, über ihre Stärken diskutieren und die dazugehörigen Katastrophen, die die Welt heimsuchen. Da sind wir zwar noch im Foren-Zeitalter und teilweise spielen Chats eine Rolle, im zweiten Teil auch für Team-Meetings und Ähnliches.

Andererseits listest du schon ganz gut auf, was eigentlich passieren sollte, wenn moderne Technik richtig eingesetzt wird. Es wird Videos geben, die die Kreaturen zeigen, die in deiner Welt leben. Was eigentlich zu Konflikten führen sollte, die man nutzen könnte. Normalsterbliche, die die Wahrheit ans Licht bringen wollen, andere, die es vertuschen wollen, etwa. Warum das nicht (oft) getan wird? Vielleicht aus Bequemlichkeit, damit man sich mit dieser Art Konflikte nicht auch noch herumschlagen muss. Dabei werden dann wohl gleich die Vorzüge mit eingestampft, die unser Zeitalter so mit sich bringt. Vielleicht hat man auch Angst davor, dass eine Geschichte beim Einsatz von Chats als Chat-Roman abgestempelt wird. Wer weiß.

Dass es überhaupt keine Urban Fantasy gibt, die sich der Technik bedient, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Irgendjemanden muss es ja schon gegeben haben, der mit diesem Klischee gebrochen hat. Wie man die aber gezielt finden soll? Keine Ahnung. Aber so wie ich das sehe, gehen deine Gedanken doch in die richtige Richtung und ich frage mich, ob du tatsächlich andere Urban Fantasy als Referenz brauchst.


Offline Franziska

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 5.151
  • Geschlecht: Weiblich
    • celiajansson
Re: Social Media in (Urban) Fantasy
« Antwort #3 am: 26. April 2022, 23:03:44 »
Interessantes Thema. Es scheint ja so eine Art Regel zu sein, dass in Urban Fantasy Technik und Magie nicht zusammen funktionieren können. Z.B. bei Harry Dresden kann er nichtmal richtig Auto fahren, weil die Magie das Auto zerstört, in einer anderen Reihe war es so, dass alle Computer und Smartphones in der Nähe des Protas zerstört wurden ... das gibt natürlich zusätzliche Probleme für die Figuren, aber ich finde es auch etwas langweilig, wenn das immer so ist.
In dem Buch, das ich gerade gelesen habe, spielt die Presse eine Rolle, die den reichen Bachelor-Detective verfolgt.
In meiner eigenen Urban-Fantasy-Welt ist es so, dass die übernatürlichen Elemente vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden, sie können auch nicht fotografiert werden. Eine Figur hat einen Zauber auf sich, wodurch er nie auf Fotos zu sehen ist und nicht auf Social Media auftaucht. Es gibt aber auch eine Hackerin, die Social Media für die Lösung von Kriminalfällen nutzt.
Die Idee das stärker einzubinden finde ich gut. Wenn es das noch nicht so gibt, spricht das doch für die Idee.
Bei meiner aktuellen Reihe, die ich gerade schreibe gibt es eine Art eigenes Social Media für die Wandler-Community inklusive Dating-App.  ;D

Offline Anj

  • Forengott
  • *****
  • Beiträge: 517
Re: Social Media in (Urban) Fantasy
« Antwort #4 am: 26. April 2022, 23:35:58 »
Also ich finde gar nicht, dass das in Urban Fantasy so stark ausgeklammert wird, nur spielen sich die meisten Geschichten eher im RL ab und Social Media spielen dafür einfach keine Rolle. Aber in den Büchern, die ich so lese (und ich lese ja fast ausschließlich Urban Fantasy) tauchen Internet, Handy und z.T. auch Social Media eigentlich schon immer wieder auf. Bei Lilly Labord, Bei K.N. Bannet, bei Kevin Hearne, bei Patricia Briggs und bei noch einigen anderen Reihen, bei denen ich die Autoren grad nicht parat hab.
In meinen Geschichten kommt das Internet auch vor, allerdings zugegeben weniger klassisches Social Media. 1. weil ich selbst diesen Brutstätten von Hass und Hetze meide und auch vor der aktuellen Shitstormkultur darin keinen Mehrwert für mich erkennen konnte und 2. haben meine Figuren in der Regel ihr vorrangiges Leben im RL und nutzen eben bloß Messenger und das Internet für Recherchezwecke oder Kommunikation via Mail, weil sie schlicht keine Zeit dafür haben, in Chatrooms zu sein, sich Unterhaltungsmedien reinzuziehen oder an Diskussionen zu beteiligen.
Wenn es relevant ist für den Plot ist, tauchen Sachen wie Insta, Twitter, Facebook, Youtube, TicToc und Co mal auf, aber ich finde es ehrlich gesagt gerade angenehm eine Welt zu zeigen, in der die Menschen nicht komplett durch Social Media beeinflusst sind. Das hat nix mit Angst zutun, sondern einfach damit, dass Social Media aus meiner Sicht überhaupt keine große Gefahr für Urban Fantasy-Elemente darstellt.
Und was das Thema mit magischen oder übernatürlichen Phänomenen angeht: Die sind in bestimmten Szenen doch auch auch jetzt schon sehr präsent. Man muss sich nur mal beim Thema Aliens, dem Thema Reptilienmenschen usw. umschauen. Ich würde mir als magisches Wesen ehrlich gesagt weniger Sorgen um Handykameras und Social Media machen, als um medizinische Daten, die bei ärztlichen Untersuchungen auftauchen könnten. Ich glaube einfach nicht, dass bei den heutigen Möglichkeiten in der Bildbearbeitung und den allgegenwärtigen Bildern aus Serien und Filmen, irgendwer wirklich bei einem Bild davon überzeugen ließe, das sei nun ein wirklich, echter, realer Werwolf.
Anders wäre es, wenn die aktuell grassierenden Hetzjagden mit Existenzvernichtungen durch Shitstorms ein Kernelement des Plots wären und eben statt der aktuellen Feindbilder die Übernatürlichen verfolgt werden würden. Allerdings müssten die Übernatürlichen dann ja auch schon geoutet sein, denn sonst würde ich das wirklich eher als maximal Unwahrscheinlich halten, dass es sich in der Dynamik in einer Welt auswirken würde, in der die Übernatürlichen noch geheim sind.
Aber diese Art der Verfolgung wäre nun auch nichts, was neu wäre oder Übernatürliche anders betreffen würde als Menschen in der realen Welt. Und auch das finde ich mitunter durchaus in den Büchern, die ich lese.
Wenn es um Bücher geht, in denen jüngere Figuren auftauchen, sollte allerdings in der Tat das Thema nicht komplett ignoriert werden, denn dass es gar keine Berührungspunkte gäbe, wäre auch unrealistisch.

Zu dem Thema Magie macht die Technik kaputt - das ist das einzige, was mich an der Dresden-Reihe etwas stört, wobei ich es dort wenigstens noch ziemlich konsequent umgesetzt finde. Aber dieses, ich nutze Magie, damit die Technik kein Problem ist, finde ich auch eher billig und schlecht.
"Wenn du andere Leute ansiehst, frage dich, ob du sie wirklich siehst, oder ob du nur deine Gedanken über sie siehst."
Jon Kabat-Zinn.

Offline Maubel

  • Kiwi-to-Go
  • Obermotz
  • ******
  • Beiträge: 9.105
  • Geschlecht: Weiblich
    • Janna Ruth
Re: Social Media in (Urban) Fantasy
« Antwort #5 am: 27. April 2022, 00:15:33 »
Ich habe jetzt mal bei Fans of Urban Fantasy nach Empfehlungen gesucht und da gibt es doch einiges. Teilweise explizit das, was @Anj beschreibt. Ich habe den Ausschnitt mal unten angehängt. Der stammt aus dem Buch Yellow Tape and Coffee von Pat Luther.

A Local Habitation (October Daye Series Book 2) von Seanan McGuire hat eine Cyber-Dryade, die mit dem Netzwerk verbunden ist und die Server leitet.

The Titans Saga von Leia Stone & Jaymin Eve dreht sich um eine Influencerin, die versehentlich beim Drehen eines Dares, die Apokalypse heraufbeschwört
Spoiler: Klappentext (click to show/hide)

Eight million Gods von Wen Spencer. Hier nutzt die Protagonisten Social Media um ihrer missbräuchlichen Mutter zu entkommen.

Kat Drummond von Nicholas Woode-Smith arbeitet mit einer App, über die sich Monsterjäger Uber-ähnlich neue Jobs holen. So ähnlich läuft es auch bei der Guild Codex Serie von Annette Marie, wo die Bounty Jobs über eine Webseite organisiert werden.

In Hidden Legacies Serie von Ilona Andrews benutzen die Detektive Social Media, um ihre Fälle zu lösen und auch einfach so. Plus es gibt ein Social Media Netzwerk für die übernatürliche Gemeinschaft.

Bei der Zodiac Academy nutzen die Schüler intensiv Social Media und der Plot beinhaltet Posts.

Valkyrie Bestiary
von Kim McDougall. Hier bloggt die Hauptfigur über Fae und die Autorin hat den Blog sogar rekreiert. Link

In Death Before Dragons von Lindsay Buroker gibt es einen Vampir, der YouTube Influencer ist. Die Hauptfigur nutzt Social Media und es wird diskutiert, einen Etsy Account zu erstellen, um magische Waren zu verkaufen.

Ich halte euch auf dem Laufenden mit weiteren Empfehlungen :)

      

Offline Yamuri

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 6.614
Re: Social Media in (Urban) Fantasy
« Antwort #6 am: 27. April 2022, 15:56:05 »
Es gibt doch bereits Online Communities, in denen sich Menschen zum Thema Otherkin, Starseeds, Aliens, Übernatürliches, Esoterik, Spiritualität , hohle Erde Theorie, Echsenmenschen, usw. auseinandersetzen. Das ist ja einer der Kritikpunkte gewesen, die ich an HP hatte. Es spiegelte absolut nicht meine Lebensrealität, dass Muggel derart weltfremd sein sollen und sich nicht mit dem Thema Magie und Übernatürlichem oder magischen Wesen beschäftigen sollen. Ich bin mit Parapsychologie und Metaphysik aufgewachsen, meditiere seit ich ein Kind bin. Und ich habe in englischen Communities Menschen gefunden, mit denen ich mich über Erfahrungen austauschen konnte.

In Amerika gibt es sogar ganze Communities die so leben, wie Vampire, weil die Betroffenen davon überzeugt sind echte Vampire zu sein. Recherchiere da mal nach Otherkin. Dann findet man da durchaus manches. Ist nur schon eine ganze Weile her, dass ich tiefer in dem Thema drin war. Aber es gibt Subkulturen dieser Art. Und wenn man Urban Fantasy schreibt sollte man nicht außer acht lassen, dass es diese Subkulturen gibt und manche Mitglieder dieser Kulturen echte magische Wesen sein könnten, wohingegen andere es nur einfach gern wären, es aber nicht sind.

Ich denke, dass moderne Technologie inzwischen soweit ist, dass sie schon Ansätze von Science-Fiction hat und daher würde vieles, das moderne Technik beinhaltet dann einfach eher als Science-Fiction oder Science-Fantasy eingestuft werden. Ich würde das spontan ehrlich gesagt auch tun. Das ist glaube ich der wahre Grund weshalb viele bei Urban Fantasy dann eher die nahe Vergangenheit oder die ferne Vergangenheit nutzen, weil sie mit moderner Technologie Science-Fiction assoziieren. Ich schätze ich würde auch eher Urban Science-Fiction sagen und weniger Urban Fantasy, wenn der technische Fortschritt ein bestimmtes Level übersteigt. Aber letztlich sind die Grenzen fließend. Urban Fantasy geht ja eigentlich mit der Gegenwartsliteratur mit und was vor 20 Jahren noch als Science-Fiction galt, ist jetzt zum Teil Realität. Dadurch verwaschen Grenzen. Ich denke aber, dass es kein Problem sein sollte in Urban Fantasy Social Media aufzugreifen.

Das Konzept der geheimen magische Gesellschaft fand ich immer unlogisch und unrealistisch. Bei den Erklärungen zur Geheimhaltung sträuben sich mir regelmäßig die Haare und ich denke mir, dass die Autor:innen es einfach so wollten und deshalb so festgelegt haben, damit sie die Lebensrealität ganzer Subkulturen ignorieren können und sich um die Komplexität unserer Welt keine Gedanken machen müssen. Irgendwas sickert immer durch. Irgendjemand glaubt trotzdem daran, auch wenn er/sie keine Beweise hat und Fan-Communities bilden sich auch wenn es keine Beweise gibt. Wie gesagt es gibt gewisse Subkulturen, die wir als Fantasy einstufen würden und zu sagen, ne die Normalbevölkerung weiß davon nichts, ignoriert die Existenz dieser Subkulturen.

Es kann Orte geben, wo wirklich niemand daran glaubt oder Ahnung hat, aber es wird eben genauso Orte geben, da ist es für viele Leute ganz normal und die denken sich nichts weiter. Dann wird es Menschen geben, die es vielleicht beweisen wollen und solche, die es für sich nutzen wollen. Aber es wird auch welche geben, die Panik schieben und einen auf, wir müssen das Teufelswerk aus der Welt schaffen, machen. Vom Konzept der absoluten Geheimhaltung würde ich mich daher eher verabschieden und stattdessen die Komplexität der esoterisch-spirituellen Szene mit einbeziehen. Teilweise geheim könnte man aber durchaus sagen, nur eben nicht absolut.

Gerade die Existenz des Internet bietet nochmal eine Menge Spekulationen, Theorien, Auswüchse und wildesten Geschichten. Ich habe da schon sehr viel erlebt. Man kann also sicher Social Media gut einbinden. Auf FB gibt es z.B. Starseed Gruppen und Otherkin Gruppen sicher auch. Insofern finde ich deinen Ansatz, dass Werwolf-Jugendliche Gruppen zum Austausch haben recht logisch, unabhängig davon ob die magische Gesellschaft Versuche der Geheimhaltung unternimmt oder nicht. Mach das doch ruhig so. Macht auf jeden Fall die Geschichte komplexer und spannender.

  • Drucken