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(Gute) Romance - Was ist das eigentlich?

Begonnen von HauntingWitch, 19. April 2018, 12:43:56

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FeeamPC

Vielleicht, weil du Fanfiction eher als freie Spielwiese empfindest, die dir nicht so stark ein Korsett überstülpen will?

Leann

Ich finde es sehr spannend, auf wie viele unterschiedliche Arten die selben Bücher und Filme wahrgenommen werden. Jeder Leser findet in den Geschichten etwas anderes. Zum Beispiel würde ich Titanic niemals als eine Geschichte bezeichnen, in der es "um ein Schiff geht". Klar, das Schiff ist da, aber für mich ist das eine Liebesgeschichte, weil mir gerade dieser Aspekt des Films gefallen hat und mich berühren konnte. Ist doch schön, wenn Geschichten so vielschichtig sind, dass jeder Leser etwas für sich darin entdecken kann.
Weniger schön ist die Tatsache, dass viele Leute sich schaudernd abwenden, wenn ein Buch als "Liebesroman" oder "Romanze" einsortiert wird. Naja, selbst Schuld, so entgehen ihnen tolle Geschichten. Um zurück zum Thema zu kommen: Für mich ist Romance gut, wenn sie die Leser berührt und unterhält.

Trippelschritt

Ich habe, durch unsere Diskussion hier, einmal meine Bibliothek durchforstet und konnte feststellen, dass sie über einen sehr hohen Anteil von Liebesromanen verfügt. Sicherlich, weil die Bücher meiner Mutter dort eingereiht wurden. Aber ich habe die meisten auch gelesen, musste ich feststellen. Nur - ich hätte sie nicht unter Liebesroman oder gar Romance eingeordnet. Eher unter Frauenroman ode5r historischem Roman oder klasssicher Literatur - was immer das sein mag. Und konnte so fststellen, dass meine Assoziationen bei den Begriffen Liebesroman oder Romance ganz klar in Richtung von O-Beinromanen (sie lernen sich kennen, es gibt Widerstände, sie finden sich) oder Schmachtfetzen gehen. Also in Richtung Klischee, fehlender Tiefe, Massenware etc. Wenn ich mit dieser intuitiven Bewertng nicht allein dastehe, dann darf ich mich nicht wundern, wenn jemand, der ein gutes Buch sucht, um Liebesromane einen Bogen macht. Ja mehr noch: Die Genres Liebesroman und Romane stehen dann für seichte Unterhaltung. Das ist dann aber ein Ergebnis des Marektings. Und dagegen anzugehen ist vergebene Liebesmüh.

Ich werde auch weiterhin Liebesromane lesen, sie aber nicht in diesem Genre suchen gehen.
Ich war wirklich überrascht nach meiner kurzen Bestandsaufnahme und oute mich gern als männlicher Leser guter Lieberomane.

Liebe Grüße
Trippelschritt

Alana

Zitat von: Steffi am 23. April 2018, 18:46:47
Okay, ich muss mich bei dir entschuldigen, ich hab die Aussage mit den aufstellenden Nackenhaaren einfach falsch gelesen  :rofl:

Ich verstehe, worauf du hinauswillst, und du hast sicherlich nicht unrecht damit. Hin und wieder ertappe ich mich selbst bei der Denke, auch wenn ich das Genre wirklich respektiere. :knuddel: Aber: Ganz ehrlich, ich bekäme Bauchschmerzen, wenn meine Bücher als literarisch bezeichnen würde, weil ich eben weiß, dass sie es nicht sind - und auch nicht so gedacht waren.

Danke.  :knuddel: Aber du musst dich gar nicht entschuldigen, ich habe mich nicht angegriffen gefühlt. Und ich finde es schön, dass wir das auf diese Art diskutieren konnten.  :vibes:

Und ich ertappe mich selbst oft auch bei Gedanken, von denen ich dachte, dass ich davor sicher bin. Ich glaube, das ist normal.  ;D
Ich brauche jetzt kein Entenfett.

HauntingWitch

Zitat von: Alana am 23. April 2018, 17:27:06
Ich finde es irgendwie schade, dass immer noch so viele falsche Vorstellungen über Liebesromane und Romance in den Köpfen vorherrschen. Hier wird sich im Thread also drauf geeinigt: sobald ein Buch Tiefe und Charakterentwicklung vorweist, ist es keine Romance mehr? Ich fühle mich gerade etwas wie im falschen Film. Denn genau das ist der Kern einer guten Romance. Nirgendwo kann man so nah an den Charakter herangehen, wie in einem Liebesroman. Und in einer guten Romance entwickelt sich die Figur ganz extrem am romantischen Konflikt.

Damit bist du auf derselben Schiene wie mein Bekannter. Ich finde nicht, dass dein Beitrag zu emotional klingt, im Gegenteil ich fand ihn sehr schön zu lesen gestern Abend. :) Ich kann noch nicht beurteilen, was davon stimmt und was nicht, aber es ist auf jeden Fall interessant und gibt mir eine bessere Idee davon, wo ich eigentlich selbst stehe und wonach ich bei Lesestoff suche.

Ich sehe, es gibt sehr viele, sehr unterschiedliche Meinungen was nun eine gute Liebesgeschichte ist. Ich werde über das alles wohl noch eine Weile nachdenken. Ich denke, man sollte sowieso einfach das schreiben, was man selbst für richtig hält und hoffen, dass es sein Publikum findet. Ihr habt mir sehr geholfen, danke euch allen. Die Diskussion darf aber natürlich gerne weitergehen. :)

Araluen

Um noch einmal auf Titanic zu kommen. Ich sehe darin eher ein Historiendrama mit starker Lovestory und vor allem ist es ein Film mit verdammt gutem Drehbuch. Cameron wusste genau, welche Knöpfe er drücken muss, damit der Film Millionen einspielt. Das muss man dem Film zugestehen, egal, was man von ihm hält - sein Erfolg spricht für sich. Ich war damals über zehn mal im Kino. Heute ertrage ich den Streifen keine zehn Minuten, was vor allem am überfrachtet süßen Soundtrack liegt.
Trotz der starken Lovestory sehe ich sie aber nicht als Motor der Geschichte sondern als Mittel zum Zweck. Das Publikum soll mit ihr gefesselt werden und die Katastrophe für den Zuschauer greifbar machen und nichts kann das besser als eine gute Lovestory. Der Tod von 1500 namenlosen Gesichtern hat leider kaum Wirkung. Ohne die Lovestory hätte die Geschichte nicht den Erfolg gehabt, den er hatte. Außerdem muss ja auch die Zeit zwischen Ablegen und Untergehen mit Handlung gefüllt werden und das ist gut gelungen, weil es eben eine gute Liebesgeschichte gibt und die auch noch über die Stände hinweg (also noch schöne Gesellschaftskritik). Das Thema des Films bleibt für mich persönlich aber die Katastrophe des Untergangs der Titanic.
Mein emotionalster Moment im Film hat überigens nichts mit Jack und Rose zu tun. Was sich mir eingebrannt hat, ist die Szene des alten Ehepaars, welches sich in seiner Kabine aneinander geschmiegt ins Bett legt, während das Wasser steigt, weil sie den jungen Leuten nicht einen der zu wenigen Plätze auf den Rettungsbooten wegnehmen wollen. Und in diesem Moment weißt du einfach, dass diese beiden netten Leute es nicht schaffen werden. Das hat mich mehr berührt, als die Tatsache, dass Jack erfroren ist und Rose nun ohne ihn leben muss. Aber vielleicht ist genau das der Punkt, der mich in Titanic eben keinen Liebesfilm sondern ein Drama sehen lässt. Mich haben andere Dinge berührt.

Alana

#51
Warum muss es denn entweder oder sein? Für mich ist Titanic alles davon, genauso wie Pride and Prejudice alles sein kann. Ich finde nicht, dass wir uns entscheiden müssen. Jeder kann es so einordnen, wie er es gerne möchte. Es gibt sicher Bücher mit schöner Liebesgeschichte, die man trotzdem beim besten Willen nicht als Liebesroman sehen kann, einfach weil es dafür zu wenig Platz einnimmt. Andererseits - für viele ist "Vom Winde verweht" der größte Liebesroman aller Zeiten. Wer das Buch gelesen hat, weiß aber, dass man sich diese Liebesgeschichte wirklich hart erarbeiten musste, da es die meiste Zeit um ganz andere Dinge geht. Ich denke, jeder soll das so halten, wie er möchte.

Um zum Thema des Threads zurückzukommen und zu der Frage, was gute Romance eigentlich ist, ich glaube, man merkt hier schon, wie schwer das zu beantworten ist. Für viele ist gute Romance leider genau das, was sie für die meisten Romanceleser nicht ist, vom Genre befreite hohe Literatur zum Beispiel. Für andere ist gute Romance ein Heftroman, der ans Herz geht und einen in Gefühlen schwelgen lässt. Für viele spielt in gute Romance auch Guilty Pleasure rein. Und ich habe da ein Lieblingsbuch, das ich unglaublich toll finde, auch toll geschrieben, aber das viele Leute nicht mal mit der Kneifzange anfassen würden. ;D Ich denke, wenn man versucht, einen Oberbegriff zu finden, ist gute Romance wahrscheinlich das, was alle guten Bücher ausmacht: Sie bringt den Leser dazu, alles um sich herum zu vergessen und ganz in der Geschichte zu versinken. Wer es genauer haben will, muss die Liebesgeschichte wahrscheinlich unter dem Aspekt des Genres betrachten, das er schreiben möchte. Da kann man dann vielleicht eher eine Aussage machen.
Ich brauche jetzt kein Entenfett.

Araluen

Zitat von: Alana am 24. April 2018, 15:31:15
Warum muss es denn entweder oder sein? Für mich ist Titanic alles davon, genauso wie Pride and Prejudice alles sein kann. Ich finde nicht, dass wir uns entscheiden müssen. Jeder kann es so einordnen, wie er es gerne möchte.
Ja aber. Solange jeder für sich seine Regale sortieren kann, ist die absolute Freiheit gegeben und da kann ich Titanic bei Drama einsortieren und du bei Romance und wir haben beide recht, denn wir beide haben schlüssige Argumentationen dafür. Sobald zwei Leute aber für den gleichen Chef sortieren müssen, wird es schon schwieriger. Und der große Chef heißt nun einmal Buchmarkt, der seine Regale nach Genre sortiert und dort seine Käufer hinlotst (und Titanic wird dabei auch unter Drama/Katastrophenfilm gelistet).
Wenn ich einfach nur eine schöne Geschichte erzählen will, kann mir das Genre egal sein. Aber hier wird konkret gefragt, wie ich in einem bestimmten Genre gut schreibe. Also sollte man sich eingangs die Frage stellen: Wie schaffe ich es denn meine Geschichte so zu schreiben, dass sie für das gewählte Genre wahrgenommen wird? Und anschließend kommt die Frage: Wie schreibe ich die Geschichte dann so gut, dass sie etwas besonderes in diesem Genre ist und heraussticht?

Ich stimme dir zu @Alana: Romance wird nicht ernst genommen und seit ich über meinen Schatten gesprungen bin und es doch einmal angefasst habe, sage auch ich - leider. Denn in richtig guter Romance findet man wunderbare Menschengeschichten. Romance ist nicht nur oberflächliche Strandlektüre, wobei auch diese seichten Geschichten ihre Berechtigung haben, denn sie machen Leser glücklich. Romance hat viele Schichten, aber in meinen Augen auch einen klaren Aufbau und Fokus, der die Romance von anderen Genres unterscheidet (die auch wieder ihren klaren Aufbau und Fokus haben). Daher gehe ich nicht mit mit der Aussage: Romance kann alles sein. Stimmiger fände ich: Romance hat sehr viele Facetten und kann verschiedenste Themen aufgreifen, aber im Kern bleibt sie immer das Gleiche - die Suche nach der Liebe und die Überwindung aller Hindernisse, um sie zu finden :)

ZitatIch denke, wenn man versucht, einen Oberbegriff zu finden, ist gute Romance wahrscheinlich das, was alle guten Bücher ausmacht: Sie bringt den Leser dazu, alles um sich herum zu vergessen und ganz in der Geschichte zu versinken.
Sehr schön gesagt :)

Marandris

Wow, was für ein reges Gespräch! Ich hoffe, es ist okay, dass ich auch etwas dazu schreibe? Für mich ist eine Romance eine Geschichte, in der es eben um die Liebe geht. Zwei Menschen finden zueinander, oder sie finden nach Jahren wieder zueinander, sie verlieben sich und das heftig. Eine "gute" Romance ist für mich, wenn nicht alles nach dem gleichen Schema abläuft, wenn man sich in die Charaktere hineinversetzen kann und die Geschichte den Leser mitreißen kann. Die große Gefahr bei Romance sind die Klischees. Manchmal kann man es nicht verhindern, aber man sollte es auch nicht übertreiben. Ich zum Beispiel kann es nicht ertragen wenn ein "ganz normales" Mädchen plötzlich einem heißen Firmeninhaber begegnet und sich Hals über Kopf verliebt.  Klar kann es auf den ersten Blick funken, aber das Thema ist mittlerweile so ausgelutscht, dass ich noch nicht einmal davon hören will. Und ja, ich habe FSoG gelesen und bis auf den dritten Teil auch die Filme gesehen, es ist nicht besser geworden  :wums: Jemand meinte mal, wäre  Christian Grey nicht stinkreich würde sich keine Frau nach ihm umdrehen.
Ich selber nehme das Thema Liebe sehr gerne mit an Bord, aber es soll eben nicht die Geschichte dominieren. In meinen Geschichten habe ich starke Hauptprotagonistinnen, die sehr taff und auch mächtig sind, dennoch können sie bei ihrem Liebsten auch mal weich und zärtlich sein. Was mir am schwersten zu schreiben fiel war meine selbst veröffentlichte Vampirgeschichte "Dash - Fesseln des Blutes"  Normale Charaktere mag ich gar nicht, meine haben meistens einiges erleben müssen. Meine Hauptprotagonistin wurde in ihrer Jugend von ihrem Bruder missbraucht, weshalb sie weggelaufen ist. Dann wurde sie von einem Vampir entführt, der über sie ihren Bruder finden will. Das typische Klischee, denken sich wahrscheinlich viele, aber mich hat dieser Aspekt sehr interessiert wie sie zu sich findet. Sie hat immer geschwiegen und sich nicht gewehrt, weil nach dem Tod ihrer Eltern nur noch ihr Bruder war. Über viele Jahre hinweg hat die Furcht vor ihrem Bruder ihr Leben dominiert, sie konnte noch nicht einmal eine normale Beziehung führen. Dann muss sie die Kraft finden sich ihrem Bruder zu widersetzen und um den Mann kämpfen, den sie liebt. Sie hat dann die erste gemeinsame Nacht initiiert, das war mir sehr wichtig um dem Leser zu zeigen, dass es ihr Wunsch ist und sie das möchte. Bei der Liebesszene hat sie auch "die Zügel in der Hand gehabt" wenn man das so schreiben darf ^^  Ich wollte vermitteln, dass es eben nicht die gleiche Situation ist wie mit ihrem Bruder. Das hier ist etwas was sie möchte und wofür sie sich aus freien Stücken entschieden hat.
Wahrscheinlich ist es für die meisten immer noch ein klischeebeladenes Buch, aber ich mochte die Entwicklung der Charaktere und wie sie zueinander fanden  :)



Simara

Ich halte mich mal ganz bewusst aus der bisherigen Diskussion raus und schmeiße nur meine Definition von "Gute Romanze" mit in den Topf:

Eine gute Liebesgeschichte setzt für mich voraus, dass alle involvierten Figuren dreidimensional und interessant sind. "Sie ist anders als andere Frauen" ist dabei mein größtes Schreckgespenst, da solche Figuren nicht nur einem sehr starren Schema folgen, sondern auch auf ihre Weise recht sexistisch sind.
Zudem lese ich persönlich lieber Romane, in denen außer der Liebesgeschichte auch noch irgendetwas anderes passiert. Wenn der Hauptkonflikt ein "will they, won't they" ist, bin ich meistens direkt raus, da sich für mich hier in den meisten Fällen keine Spannung aufbaut. Die große Ausnahme hier wäre für mich Jane Austen, da ihre Figuren so lebendig sind, dass sie mich ohne weiteres mitreißen kann.
Ich lese sehr selten Liebesroman und wenn ich es tue, dann erwarte ich auch etwas neues, frisches. Klar kann ich verstehen, dass viele genau nach dem typischen romance feeling suchen, aber für mich ist das nichts. Ein gutes Beispiel für einen Roman, der mich in dieser Beziehung positiv überrascht hat ist Far From Home von Lorelie Brown. Die Geschichte dreht sich um eine junge Frau, die beschließt eine lesbische, indische Bekannte zu heiraten, damit diese in Amerika bleiben darf. Während der Hochzeitsvorbereitungen verlieben die beiden sich dann jedoch nach und nach tatsächlich ineinander. Zusätzlich zur zentralen Liebesgeschichte geht es auch um die Essstörung der Protagonistin sowie um Familiendynamiken, Heimat und Selbstverwirklichung.

AlpakaAlex

Thread Nekromantie. Ich habe gerade Lust zu ein paar Sachen was zu schreiben.

Erst einmal ist die Frage: Wird von einem romantischen Subplot gesprochen oder von einem Romance Roman. Weil ein Romance Roman braucht vor allem eins: Ein Happily Ever After oder zumindest ein Happy For Now. Das hat eben damit zu tun, was Lesende erwarten, wenn sie das Buch zur Hand nehmen. Ein Fantasy-Lesender wäre enttäuscht, wenn ein Buch als Fantasy verkauft wird, aber nichts magisches/mystisches vorkommt. Und so erwarten Romance-Lesende eben das HEA oder HFN in ihren Romanen. Und das ist total in Ordnung. (Um mich in die bald vier Jahre alte Diskussion einzumischen: Deswegen ist Titanic auch nicht Romance - weil es kein HEA/HFN hat.) Das klingt jetzt vielleicht sehr preskriptiv, hat aber eben mit Genredefinitionen zu tun.

Ich habe bisher keine reinen Romance Romane geschrieben - nur Kurzgeschichten. Um ehrlich zu sein auch, weil ich nicht gut darin bin, mir romantische Konflikte auszudenken, die so aufgebaut sind, dass ich die Geschichte danach noch immer als romantisch empfinden würde. Also wenn die romantischen Konflikte halt eben zwischen den beiden potentiellen Partner*innen entsteht, ist es in Romancen häufig auf eine Art, dass ich mir denke: "Vielleicht solltet ihr einfach nicht zusammen sein."

Was ich allerdings immer wieder habe, sind romantische Subplots. Unter anderem übrigens auch eine aromantische Romanze - weil es eine Art von Romance ist, die es viel zu selten gibt. Oder vielleicht nennen wir es besser: Eine queerplatonische Romanze.

Wichtig ist, was hier auch schon genannt wurde: Die Partner sollten sich auf Augenhöhe begegnen können. Deswegen habe ich übrigens auch arge Probleme mit "Romanzen", in denen der eine Partner ein Millionär und der andere Partner bitterlich arm ist. Weil diese Figuren werden nie miteinander auf einer Augenhöhe interagieren können. Das macht mir dann immer große Bauchschmerzen, wenn ich so etwas lese. Ich verstehe, dass es ein wenig eine Fantasie ist, einen Partner zu haben, der alle finanziellen Probleme verschwinden lässt, aber ... Um ehrlich zu sein, wäre es mir dann lieber, wenn die Romanze mit einem Lottogewinn endet. Aber das ist nur meine Meinung. (Ich habe auch immer wieder bei historischen Romanzen ein riesiges Problem mit einem Kolonialisten/Settler, der sich in eine indigene Frau verliebt. Uuuuuuff.)

Was mir außerdem bei Romanzen immer wichtig ist: Dass die Charaktere auch als Freund*innen funktionieren. Ich finde, wenn es keine Freundschaft zwischen den Figuren geben kann, dann kann es auch keine Romanze geben.