Tintenzirkel - das Fantasyautor:innenforum

Allgemeines => Tintenzirkel => Thema gestartet von: Manja_Bindig am 26. März 2006, 20:06:24

Titel: Mythen
Beitrag von: Manja_Bindig am 26. März 2006, 20:06:24
Ganz allgemein zum Thema Mythen.
Gibt es Mythen, die euch inspirieren(Atlantis, Vineta, etc)?
Bastelt ihr euch selbst eure Weltenmythen zusammen?
Und wenn ja? Spielt ihr die auch gehörig aus?
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Rei am 26. März 2006, 20:08:43
Ich mag asiatische Mythen, die inspirieren mich am Meisten...

Selbst habe ich noch keine Mythen erstellt, komme aber bei meiner Trilogie "Macht der Seelen" nicht darum herum... *seufz*
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Linda am 27. März 2006, 00:30:35
Hi,

ich mag Mythen, echte sowie gut ausgedachte.
Für meinen Asia-Fantasy-Roman habe ich einen ganzen Mythen-Kreis entwickelt, die Geschichte beginnt und endet auch wieder mit einer Legende. Vor dem Hintergrund lassen sich dann auch passende Sprichworte oder ähnliches formulieren.

Für die beiden Wolfsromane konnte ich mich an die vorhandene Wolfsreligion anlehnen  - aber gerade beim Geisterwolf habe ich auch einige Mythen selbst erdacht, wie sie gerade passten, um eine Stimmung zu vermitteln, ein Ereignis anzukündigen (eben fürs foreshading) oder etwas zu erklären.

Auch bei meinem Mondroman (dem vm Hohlbein-Preis) kommen so einige Mythen vor, aber eher am Rande, nicht so zentral.

Doch, ich mag Mythen. Keine Frage.

Gruß,

Linda
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Termoniaelfe am 27. März 2006, 09:09:38
Ich kiebe Mythen nur leider bin ich zu blöde selber welche zu erfinden. Es war ja schon ein Krampf, die Prophezeiung von Termonia zu erfinden.  ;) Ich lasse mich aber sehr gen inspirieren.

LG
Termi
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Jules am 27. März 2006, 15:38:18
Mythen sind toll. Immer wenn irgendwo ein Buch runtergesetzt ist, indem es um Mythen geht, hole ich es mir. ^^
Selbst ausdenken tue ich mir auch welche, bsw, wie die rote Wüste rot geworden ist, was der singende Stein darin macht und wie es zur Aufteilung des Landes gekommen ist. Problem daran ist, dass meine jetzige Geschichte zwar in derselben Welt, aber auf einem anderen Kontinent spielt.  :P
Die eine oder andere meiner Mythen ist etwas von 'richtigen' inspiriert, aber ich weiß selbst nicht mehr von welchen.
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Naira am 27. März 2006, 21:11:17
Ich lese ganz gerne Mythen, hauptsächlich nordische und irische. Bei uns in der Schulbücherei gibt es leider sogut wie nichts Asiatisches und die Griechischen und Römischen finde ich inzwischen ein bisschen "offensichtlich" weil alles immer ziemlich klar ist, ohne das "geheimnisvolle".
Mythen ausdenken oder weiterspinnen finde ich ber noch besser, weil man sie dann so gestalten kann, wie man sie auch gerne lesen würde.
Für eine Fantasy-Welt bin ich grade dabei die komplette "Geschichte vom Anfang der Welt" nach dem Glauben, der sich allgemein durchgesetzt hat mit Geschichten um verschiedene Götter usw. aufzuschreiben.
Das macht fast soviel Spaß wie die eigentliche Geschichte.  :D

Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Moni am 27. März 2006, 21:18:36
Ich finde Mythologie ist was tolles. Es gibt eine Menge guter Bücher zu den verschiedensten Mythen und es ist immer sehr inspirierend, darin zu lesen.
Außerdem denke ich, wenn man Fantasy schreibt, sollte man die Ursprünge einfach kennen...

Sehr gut finde ich Bücher, die nicht einfach irgendwelche Mythen gesammelt wiedergeben, sondern in denen Vergleiche zwischen den verschiedenen Kulturen gezogen werden. Manchmal nicht ganz einfach zu lesen, aber hochinformativ.
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: c.c. kornherr am 28. März 2006, 06:16:39
Ich finde die nordische Mythologie ganz toll, denn die ist sehr geheimnisvoll. Da gibt es Wesen, die jedes Fantasyherz höher schlagen lässt und wohl auch zu vielen Fantasyfiguren inspiriert haben. Außerdem sind die Handlungen selbst sehr interessant und bisweilen sogar lustig, man denke nur an die Geschichte, wie Thor seinen Hammer verloren hat ;D

Selbst habe ich auch schon Mythologien erfunden. Das macht wirklich großen Spaß, denn dann scheinen die eigenen Geschichten gleich viel tiefsinniger zu sein.  :P

p.S.: Das ist mein erster Beitrag in diesem Forum. Werde mich demnächst im dazugehörigen Thread vorstellen kommen.

C.C. Kornherr
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Manja_Bindig am 28. März 2006, 18:54:12
Hoi, is ja schön... *begrüß*

Momentan mach ich mir einen Spaß daraus, die Begebenheiten aus "Elfenblut" zum Mythos zu stilisieren... nötig für die "Flügel"-Reihe(neuer Zyklus, spielt in der gleichen Welt - nur zu andrer Zeit). Wow. Was man da ändern und umstilisieren kann ist wahnsinn... man kann die Wahrheit wunderbar abstrahieren und verdrehen.
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Schelmin am 30. März 2006, 18:30:40
Hi!
Gerade fiel mir noch ein Buch ein, das ich mal gelesen habe, das zum Thema paßt.

Die Reise der Basset.
von James C. Christensen, Renwick Saint James, Alan D. Foster

Es ist ein Kinderbuch, und ich gebe zu, daß ich es gekauft habe, weil mit die Illustrationen so gut gefielen. Aber die Geschichte war auch ganz schön. Sie handelt von einem Mythologieprofessor, der mit seinen beiden Töchtern in eine Phantasiewelt reist, in der ihm einige bekannte Gestalten aus der Mythologie begegnen.
Es wurde auch mal verfilmt, allerdings etwas kitschig.

Schelmin
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Escandril am 31. März 2006, 13:00:05
Da Schelmin hier ein Buch vorgestellt hat,
gebe ich auch einen Buchtip: "Die Enzyklopädie der Mythen" von Arthur Cotterell. (Reichelsheim, 1999)
Da geht es um keltische, griechische und nordische Mythen. Das Buch ist über Din A4 groß
und ist sehr schön illustriert .
Jede mythologische Gestalt  von A bis Z
hat einen eigenen Eintrag mit Querverweisen zu anderen Gestalten oder Phänomenen.
Sehr gut zum Nachschlagen...und inspirieren lassen.
Besondere Themen werden dann noch mal extra vorgestellt, z.B. Orakel, Naturgeister etc.

Mythen habe ich selbst noch keine erfunden, aber einige Legenden bzw. historisches
(warum ist das Volk A eigentlich Spinnefeind mit dem Volk B? und ähnlich).
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Rei am 31. März 2006, 14:20:22
Zitat von: Escandril am 31. März 2006, 13:00:05
"Die Enzyklopädie der Mythen" von Arthur Cotterell. (Reichelsheim, 1999)
Für 12,95 bei amazon zu haben... Hat auch ganz gute Kritiken bekommen... Na, mal schauen, wenn mir für "Die Macht der Seelen" gar nichts einfallen will, lasse ich mich eben inspirieren...  8)
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Zealot am 01. April 2006, 22:23:55
och finde keltische Mythologien ganz interessant, aber als Grundlage für Geschichten oder inspiration habe ich sie noch nicht verwendet.

Gibt es eigentlich einen unterschied zwischen Mythen, Sagen und Legenden.
Man bezeichnet ja auch Geschehnisse aus nicht zu lang vergangener zeit als Mythen oder Legenden. Wobei man dabei wohl immer sagen will, dass es unwahr/gelogen ist...  ???
Wann wird also etwas zur Legende oder zum Mythos?
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Linda am 02. April 2006, 13:03:54
Naja, im Störig finden sich zwei Definitionen, von denen die eine in die andere mündet:

Legende: lange zurückliegendes, nicht mehr nachweisbares  Ereignis aus historischer Zeit, ursprünglich auch Heiligenerzählung.

Mythos: 1. Überlieferung aus vorgeschichtlicher Zeit, Sage (von Göttern, Helden, Dämonen...)
2. Legende über eine geschichtlich bedeutsame Person...
[aus dem griechischen]


Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, sind "Mythen" von ihrer Natur her ursprünglicher und älter, während Legenden schon stärker an einzelnen Dingen festgemacht werden.

Um zur Abgrenzung auch noch die Sage zu bringen, die sich schließlich ziemlich fest an bestimmte Figuren oder Orte schmiegt.

Allen dreien gemein ist die Überlieferung aus alter Zeit.


ZitatMan bezeichnet ja auch Geschehnisse aus nicht zu lang vergangener zeit als Mythen oder Legenden. Wobei man dabei wohl immer sagen will, dass es unwahr/gelogen ist

anderereseits gibt es auch den berühmten Satz (bei Künstler - oder Sportlerkarrieren) ... "und der Rest ist Legende". Hierbei wird gerade das Gegenteil gesagt, nämlich dass etwas sehr bekannt und bereits verklärt ist.

ZitatWann wird also etwas zur Legende oder zum Mythos?

das musst du abwarten. So ein paar hundert Jahre dürften reichen ;-)

Aber mal im Ernst, solche Geschichten entstehen für gewöhnlich - sie werden nicht gemacht.

Ach ja, noch zwei der bekannteren Formen der Volkserzählungen (weil ich gerade Brothers Grimm gesehen habe  :rofl:): das Märchen und die moderne Sage / Wandersage. Letzteres die einzige noch wirklich lebendige und tradierte Form normalsterblicher Fabuleirkunst , im englischen unter 'Urban legends' bekannt, hier oft mit dem Stichwort: "Die Spinne in der Yuccapalme" assoziiert.
Gruß,

Linda
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Manja_Bindig am 02. April 2006, 15:19:43
Spinne in der Yucca-PAlme... ich gestehe zu meiner Schande, dass mir das nix sagt. Klärt ihr mich auf?
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Linda am 02. April 2006, 15:28:50
Zitat von: Manja_Bindig am 02. April 2006, 15:19:43
Spinne in der Yucca-PAlme... ich gestehe zu meiner Schande, dass mir das nix sagt. Klärt ihr mich auf?

Das ist der Titel eines Buches, in dem solche Geschichten gesammelt wurden. Angebliche Schauergeschichten, die immer dem Freund eines Bruders oder der Tante einer Freundin passierten - in Wahrheit aber nur gut erfunden sind.

Das Thema wurde auch in einigen Horrorstreifen verbraten siehe "Düstere Legenden" oder auch "Candyman".

So sieht eine typische "Wandersage" aus: Frau wird im Urlaub (oder zuhause von einem exotischen Spinnentier aus der hiesigen Yucca-Palme) gebissen, der Biss schwillt an, aus der Beule kriechen dann nach 2 Wochen hunderte winziger Spinnenbabies - die Frau landet im Irrenhaus. Das nur mal als Kurzfassung einer solchen Story. Die wird natürlich je nach Erzähler noch weiter ausgeschmückt und an die Landesverhältnisse angepasst.

Gruß,

Linda
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Zealot am 02. April 2006, 16:28:21
ja, solche Legenden kenne ich auch. besonders beliebt ist auch, der Typ der nach einer LSD-Überdosis glaubt er wäre ein Glas Orangensaft.
Die AIDS-Spritze im Kinosessel, mit der Bothschaft "wilkommen im Club der Positiven"
Oder die Araber, die irgendeiner bekannten oder verwandten Person einer anderen Person, geraten hätten am Tag X nicht am Ort Y zu sein. Nachdem man ihnen ein verlorenes Pormoneie zurückgegeben hat...
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Rei am 02. April 2006, 18:34:11
Ist das mit dem Briefumschläge anlecken nicht auch sowas? Da soll sich eine angeblich dabei geschnitten haben, die Zunge ist nach und nach angeschwollen und in einer Not-OP haben sie ihr die Zunge aufgeschnitten und Kakerlaken rausgeholt... *würg*
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Zealot am 02. April 2006, 20:29:43
eine ähnliche Doku habe ich auch mal gesehen. Nur da ging es um den Mythos von David gegen Goliath. Und einige Wissenschaftler haben ohl rekonstruiert, dass Goliath wohl eher so ein Sinnbild war gegen eine Unschlagbare Armee aus Söldnern, aus der dann irgendwann der böse Riese Goliath wurde.
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Arielen am 02. April 2006, 21:18:12
Im Moment lieben sie es ja mal wieder Mythen zu entmystifizieren, und es ist ganz interessant, was da alles raus kommt. aber ich denke auch, daß hinter so manchem Märchen ein wahrer Kern steckt und ein Bild, daß wir heute nicht mehr so entschlüsseln können wie die Leute früher.
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Moni am 04. April 2006, 18:28:12
Ich kann zum Bereich Mythen auch noch eine Buchempfehlung aussprechen, nicht immer einfach zu lesen, aber sehr informativ:
Jospeh Campbell, Der Heros in tausend Gestalten.
insel Taschenbuch 3-458-34256-7, 12,50 €,  450 Seiten
Ich zitier mal aus der Beschreibung, da recht passend zusammengefasst:
»Apollo, der Froschkönig aus dem Märchen, Wotan, Buddha und zahlreiche andere Protagonisten aus Volkssage und Religion - sie alle sind Ausprägungen des einen Heros, des Archetyps aller Mythen und stellen gleichzeitig verschiedene Aspekte der ihnen allen gemeinsamen Geschichte dar. Der Zusammenhang ihrer zeitlosen Symbole mit denen, die die psychoanalytische Traumdeutung entdeckte, ist Ausgangspunkt von Campbells Interpretation.«
Keine Panik wegen der Traumdeutung, das ist nur ein relativ kleiner Abschnitt. Der Rest ist aber sehr interessant, wenn man sich Gedanken über das wie, warum und weshalb diverser Heldenmythen macht. Besonders spannend finde ich, daß man die Theorien in diverser Umsetzung in Büchern und Filmen wiederfindet (bekanntestes Beispiel ist hier Star Wars. Lucas hat Vorlesungen von Campbell besucht und hat besonders die Sache mit dem "Heldentypus" in seinen Filmen umgesetzt... )

Lg
Moni
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Linda am 05. April 2006, 12:26:17
Danke, Moni,

ich wusste gar nicht, dass der Campbell in Deutsch lieferbar ist.

Gruß,

Linda
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Moni am 05. April 2006, 17:47:56
Zitat von: Linda am 05. April 2006, 12:26:17
Danke, Moni,

ich wusste gar nicht, dass der Campbell in Deutsch lieferbar ist.

Gruß,

Linda


Hab ich auch nur durch Zufall rausgefunden... Ich werd auch mal schauen, was sonst so  von ihm lieferbar ist. Das Thema ist ja doch recht interessant.

Lg
Moni
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Isabel am 05. April 2006, 19:25:18
Zitat von: c.c. kornherr am 28. März 2006, 06:16:39
Außerdem sind die Handlungen selbst sehr interessant und bisweilen sogar lustig, man denke nur an die Geschichte, wie Thor seinen Hammer verloren hat ;D

Oh ja, das ist auch meine Lieblingsgeschichte! ;D Die nordische Mythologie hat es mir seit langem angetan - die Geschichten mit Thor und Loki lesen sich stellenweise wie das Drehbuch zu einem Actionfilm mit Bud Spencer und Terence Hill ;).

Die griechische Mythologie finde ich grundsätzlich auch interessant, aber ich komme doch sehr mit den Namen durcheinander, wie ich zugeben muss.
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Manja_Bindig am 10. April 2006, 07:23:54
Mit den Namen hab ich kein Problem, nicht bei den Griechen und Römern... komplizierter finde ich da Indien. Aber die haben auch sehr schöne Sagen...
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Steffi am 10. April 2006, 08:03:09
@Urban Legends: Ich hab das Gefühl, in den USA gibt es davon weitaus mehr als hier, zumindest scheinen die da öfter aufzutauchen. Zum Beispiel hatte ich vorher noch nie was von dem "Bloody Mary" Spiel gehört oder der Frau, die am Straßenrand steht und wenn man vorbeifährt plötzlich auf dem Rücksitz sitzt. Das kenne ich bloß aus Filmen oder Serien...
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Arielen am 10. April 2006, 11:49:41
Im Moment versuchen sie ja bei RTL2 um 18.00 Uhr rum immer diesen netten urbanen Legenden nachzugehen. Auch wenn  vieles übertrieben ist, die ein oder andere Anregung gibt es doch schon mal, und man hört von Verrücktheiten... Ist schon interessant, was es heute alles so gibt.
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Schelmin am 10. April 2006, 20:05:59
ZitatIch hab das Gefühl, in den USA gibt es davon weitaus mehr als hier

Also ein paar der "Klassiker", die in der "Spinne" stehen, bekam ich auch erzählt. Die Geschichte mit dem Verrückten, der den Mann köpft und den Kopf dann auf das Dach des Autos haut, in dem die Ehefrau des Geköpften wartenderweise sitzt, machte hier die Runde, als ich etwa elf war. Ebenso die Geschichte "Finger in der Wagentür" und "geköpfer Motorradfahrer". Gerade neulich bekam ich mal wieder eine Mail mit dem Warnhinweis "Vorsicht: Aidsspritze im Kinosessel". Die Story "Frau am Wegesrand" habe ich sogar Ende der 80er mal in einer wissenschaftlichen Zeitschrift gelesen, die sich in einer Ausgabe Übersinnliches  zum Thema gemacht hatte. Da war es allerdings nicht nur eine Frau, sondern gleich ein Engel, der vor einem Unfall warnte. was die dazu schrieben, weiß ich aber nicht mehr.
Sowas macht hier schon immer mal wieder die Runde. Und es sind ja im Grunde auch ganz spannende Geschichten  ;)

Schelmin

Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Lomax am 10. April 2006, 22:09:54
... und wer mal solchen Urbanen Legenden nachgehen will, der wird womöglich hier fündig: http://www.snopes.com/

Auf der Seite ist einiges gesammelt, und es wird auch auf die Quellen eingegangen. Ich glaube, ich hatte auf die Seite hier schon mal verlinkt, speziell zu der vielzitierten "Utenrschuung neire ngleiscehn Unitverisät" ;D
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Arielen am 25. Mai 2006, 21:01:55
Kicher. Ja, so einen Link kann man mal brauchen
Titel: Re: Mythen
Beitrag von: Ryadne am 03. April 2012, 20:01:17
Zitat von: Zealot am 01. April 2006, 22:23:55

Gibt es eigentlich einen unterschied zwischen Mythen, Sagen und Legenden.

Grob gesagt:
Mythen = Götter und die Frage nach dem woher kommen die Menschen, wie sind sie zu verorten im Zentrum
Sagen = Menschen im Zentrum des Geschehens, auch wenn Götter vorkommen können; geht schon mehr in die unterhaltende Richtung
Märchen und Legenden kann ich auch nicht so richtig einordnen, aber der Begriff der Legende ist wohl, wie schon gesagt wurde, hauptsächlich an einzelne Personen geknüpft, usprünglich vor allem christliche Heilige

Generell zum Thema: Kann man überhaupt Fantasyfan /-autor sein, ohne sich mit Mythen zu beschäftigen? Ich denke nicht, denn dazu ist die Fantasy einfach viel zu sehr beeinflusst von Mythen, Sagen und Co. Sei es nun, das ganze Handlungen übernommen oder neu erzählt werden oder auch einfach, dass hier die Völker auftauchen, die uns auch in der modernen Fantasy auf die ein oder andere Art immer wiederbegegnen.

Mich haben auch erst die Mythen zur Fantasyliteratur gebracht - oder umgekehrt, je nachdem, wie man es sieht, denn mein erster Fantasyroman, für den ich mich wirklich extrem begeistern konnte, war eine moderne Interpretation des irischen Cuchulain-Epos und mein Schwerpunkt lag lange Zeit klar auf Fantasy, die sich mit irischer oder generell keltischer Mythologie auseinandergesetzt hat. Später konnte ich mich auch für die griechische Mythologie und Sagen aus verschiedenen Kulturkreisen begeistern, aber die Kelten waren immer so mein Hauptinteressengebiet. Inzwischen hat das zwar etwas abgenommen, aber ich lese immer noch sehr gerne meine vielen angesammelten Lexika, Romane und Co. dazu. ;) (Wie auch zu anderen Mythen, Sagen etc.)

Detailreich ausgearbeitete Fantasywelten brauchen meiner Meinung nach auch Mythen, vor allem, wenn Religionen vorkommen, denn was ist schon eine Religion ohne Mythen?! Das verleiht vielen Büchern erst die nötige Tiefe und Glaubwürdigkeit und mich irritiert es, wenn klassische High Fantasy oder Völkerfantasywelten sich zwar um eine ausgefeilte Götterwelt scheren, sich aber wenig Gedanken um Mythen machen.