Hallo,
also bei mir hats gerade einen Hauptcharakter hingedroschen. (Pferd getötet worden und Chara hats nicht mehr geschafft, abzuspringen) Nun ist der guten Frau ein Schlachtross auf das Bein gefallen, dass das Bein gebrochen ist, erklärt sich mehr oder minder von selber. Ja und zusätzlich ist die Gute noch mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen und der Schmerz und der Schlag haben sie jetzt ausgeknockt. Nun ja und ich hab mir jetzt überlegt, weil es eigentlich wichtig ist, dass sie noch ein Gespräch führt, (ihre Gefährten müssen nämlich von der Insel, auf der sie sich momentan befinden, runter, der Dienst ruft) dass der Schmerz beim Wegziehen des toten Pferdes sie ja wieder wecken könnte. Denn das Pferd muss natürlich von ihrem Bein runter, bevor sie verarztet werden kann. Kann ich das so machen, oder ist das unrealistisch? Weil einfach so aufwachen ist ein bisschen unrealistisch. Wenn es einen voll gegen steinigen Boden gedroschen hat, wacht man ja eigentlich nicht so schnell wieder auf. Oder muss ich mir einen anderen Abgang vom Pferd überlegen, der sie nicht so völlig ausknockt?
lg Rhiannon
Hi Rhiannon,
hm... also als erstes ist mir aufgefallen, dass du nur von einem Beinbruch ausgehst. Wenn ein Schlachtross, was ja bestimmt nicht das zarteste unter den Pferden ist, auf ein menschliches Bein fällt (und das mit Schwung), ist das wohl nicht nur gebrochen. Ich bin keine Expertin, aber ich gehe davon aus, dass es schwer sein wird je wieder damit laufen zu können. Es sei denn, du heilst es mit Magie. Dann ist's natürlich was andres. ;)
Jetzt zu deiner Frage: Man wird doch eher ohnmächtig, wenn der Schmerz zu stark wird. Das würde heißen, wenn sie noch nicht ohnmächtig sein sollte, nachdem das Schlachtross auf sie raufgefallen ist (was ja eher unwahrscheinlich ist), dann tritt sie spätestens weg, wenn sie das Pferd von ihr runterziehen und somit die Belastung von ihrem Bein nehmen.
Von daher... fände ich es wahrscheinlicher, wenn sie ein *kurzes* Gespräch führt, während das Pferd noch auf ihr draufliegt.
Ich hoffe, ich konnte dir helfen.
LG
saraneth
Hi Rhiannon!
Ich finde die Idee mit dem Sturz schon ganz in Ordung, aber ob sie aufwacht, nur weil das tote Pferd weggezogen wird, weiß ich nicht.
Allerdings kann ich mir das nicht wirklich vorstellen. Wie wäre es, wenn das Pferd von ihr heruntergeschoben wird und währenddessen etwas passiert, wodurch sie aufwacht?
Was genau weiß ich auch nicht, außer dem klassischen Eimer mit kaltem Wasser fällt mir wirklich nichts ein.
Einen anderen Abgang vom Pferd kann ich mir irgendwie schlecht vorstellen. Wie will man denn vom Pferd fallen, ohne mit dem Kopf aufzuschlagen? :hmhm?:
Ansonsten wäre es natürlich möglich, einfach keinen Grund dafür zu nennen, dass sie aufwacht. Meiner Meinung nach würde es ein wenig merkwürdig klingen, wenn du in deinem Text schreibst, dass sie aufwacht, weil das Pferd von ihr gezogen wird und das so große Schmerzen verursacht.
Ich glaube, dass es ausreicht zu schreiben, dass sie plötzlich aufwacht und ihre Gefährten furchtbar erleichtert sind. Zumindest würde ich daran nichts auszusetzen haben, würde ich es so in einem Buch lesen.
Ich hoffe, du kannst damit etwas anfangen.
Kiira
Je nachdem, wie man stürzt, kann man auch mit relativ wenig Verletzungen auskommen. Auch wenn man unter dem Köper eines Pferdes landet, muss außer Quetschungen nicht so viel passieren, da der zwar schwer ist, aber nicht unbedingt das Bein "abknickt". Aber ein Sattel oder großer Stein kann natürlich auch ein Bein brechen.
Ich vermute mal, dass sie eine Rüstung trägt? Das Metall dürfte ordentlich quetschen, was an sich schon sehr unangenehm sein dürfte und lange die Bewegung einschränkt.
Kann auch sein, dass sie sich den Kopf anstößt, eine Gehirnerschütterung holt, aber nicht eine dauerhafte Bewusstlosigkeit. Bei Gehirnerschütterungen gibt es verschiedene Stufen, und meistens wacht man kurz später auf, kann sich aber eventuell nicht mehr an die letzten Minuten erinnern. (Und später - ein sehr verlässliches Zeichen - folgt oft Erbrechen. In unserer Welt heißt das: ab ins Krankenhaus.) Die Härte des Aufpralles hängt davon ab, wie sie aufkommt. Vielleicht hat sie ja Glück, und es hat ihren Schädel nicht so hart getroffen. Denn man muss sich den Kopf nicht immer so richtig aufschlagen. (Bin schon ohne abgestiegen, allerdings ist mir noch kein Pferd unter dem Sattel tot zusammengebrochen. Nur weggerutscht und fast gefallen.)
Daran, dass sie vor Schmerz aufwacht, kann ich mir nicht vorstellen. Man kann das Bewußtsein eher davon verlieren, als davon aufzuwachen.
Hallo Rhiannon,
ich denke nicht, dass diese Frau nach dem Sturz vom Pferd UND dem Schlachtross auf ihrem Bein noch in der Lage ist, irgendetwas anderes zu tun als bewusstlos in der Gegend rumzuliegen. Wenn einem ein ausgewachsenes, vielleicht sogar noch gerüstetes Schlachtross auf das Bein/wohl eher die Beine fällt, dann dürften diese Beine mehr als nur gebrochen sein. Das ist krass gesagt, nur noch eine blutige, zerquetschte Masse. Sollte diese Frau noch einmal zu sich kommen, dann wahrscheinlich nur, um zusammenhanglos zu stammeln, zu wimmern und zu schreien. Versuch mal, Dir diese Schmerzen vorzustellen. Da führt niemand mehr ein vernünftiges Gespräch.
Vielleicht solltest Du hier an Deinem Plot drehen. Wenn das Gespräch so wichtig ist, dass die Prota es unbedingt führen muss, dann lass sie es vor dem Pferdesturz führen. DU bist der Autor. Lass Dir nicht von sich selbständig machenden Plotbunnies auf der Nase herumtanzen!
Hallo,
erst mal danke für eure Kommentare. Jetzt stellt sich mir nur das nächste Problem: Vor den Sturz vom Pferd kann sie nicht mit ihren Gefährten sprechen, weil das Anführer verschiedener Truppen sind und nur ihre eigene Truppe in einen Hinterhalt geriet. Das heißt, da kann ich nicht am Plot drehen. Naja, weder sie selbst, noch ihr Pferd sind besonders schwer gerüstet. Bogenschützen haben das normal auch nicht so brennend nötig.
Naja vielleicht gebe ich mal eine Vorhandlung, damit das klarer wird:
Conchobarra, die Prota und einige andere haben Frauen und Kinder eines Landes in Sicherheit bringen wollen, da das Land, weil sich die Menschen nie mit Kriegsführung beschäftigt haben, keine Verteidigungsanlagen hat. Leider haben sich die Visionen einer schon ziemlich am Ende ihrer Kräfte befindlichen Seherin verschwiegen, dass die Insel, auf der die Frauen und Kinder sicher sein sollen, von Barbaren bewohnt wird und als sie ankommen, finden sie die verstümmelten Leichen einiger Kundschafter am Strand. Und kaum sind sie an Land geganen, gibt es ein Gekloppe, in deren Verlauf die verschieden Truppen auseinandergekeilt werden und Conchobarra ihre Bogenschützen weiter wegführt um eben aus dem Kern der Keilerei rauszukommen, dabei werden sie allerdings von feindlichen Bogenschützen überfallen und ich hab mir jetzt gedacht, dass einer dieser Angreifer ihr dabei das Pferd erschießt und es praktisch seitlich wegkippt und die Prota so einklemmt. Dass es ihr dabei das Bein sofort komplett zerquetscht ist glaube ich auch nicht so wahrscheinlich, der Knochen ist natürlich im Eimer, aber das Pferd ist ja nicht aus Stein und gibt auch ein bisschen nach.
Und was die Schmerzen angeht, die sie an einem vernünftigen Gespräch hindern, das glaube ich eher weniger. Das Adrenalin dürfte nach einem Kampf in ziemlich utopischen Höhen angekommen sein. Wenn ich bedenke, dass es Ritter gab, die mit Lanzenspitzen oder Pfeilen im Bein immer noch unterwegs waren, oder einigen Personen, die mit eigentlich tödlichen Wunden noch so lange weitergekämpft haben, bis die Wunde sie dann endgültig umbrachte, dürfte ein Gespräch für Conchobarra noch halbwegs zu bewältigen sein, wenn es auch nicht übermäßig lang sein wird.
Wenn du nicht stark am Plot drehen willst, lass doch das Pferd nicht auf sie fallen - es gibt genug andere Möglichkeiten, sich zu verletzen, wenn man vom Pferd fällt. :darth:
Mir fällt übrigens ein, dass ich eine ganz ähnliche Szene mal geschrieben habe, wo der Reitvogel auf jemanden fällt und ihm das Bein bricht. Er steht danach auch wieder auf und humpelt los - weil er Zeugs getrunken hat, das ihn fortlaufend magisch heilt. Was an den Haaren herbeigezogen klingt, hatte für die Geschichte sogar wirklich Sinn. ;D Ohne dieses Zeug wäre er jedoch ganz sicher nirgends mehr hingegangen.
Ich werds mir mal noch überlegen, vielleicht zeigt meine Muse ja heute noch Erbarmen
Zitat von: Rhiannon am 22. Juni 2008, 20:27:08
dabei werden sie allerdings von feindlichen Bogenschützen überfallen und ich hab mir jetzt gedacht, dass einer dieser Angreifer ihr dabei das Pferd erschießt und es praktisch seitlich wegkippt und die Prota so einklemmt. Dass es ihr dabei das Bein sofort komplett zerquetscht ist glaube ich auch nicht so wahrscheinlich, der Knochen ist natürlich im Eimer, aber das Pferd ist ja nicht aus Stein und gibt auch ein bisschen nach.
Also bei Karl May (!) ist das so erklärt: Wenn das Pferd stürzt, dann muss man die Füße aus den Steigbügeln ziehen und sie hoch nehmen. Wenn man das
nicht tut, dann wird das Bein unter dem Pferdeleib eingeklemmt. Von Brüchen schreibt Karl May nichts.
Übrigens sollte man daran denken, dass auch Pferde nicht sofort tot umfallen, sofern man nicht das zentrale Nervensystem ausknipst.
Hm, schwierig. Das Pferd wird sicher erstmal straucheln, bevor es richtig umfällt. Ob es dann seitlich kippen würde? Die Beine knicken ja vermutlich zunächst erstmal weg.
So ein Beinknochen ist relativ hart, besonders bei Kriegerinnen, wozu für mich auch Bogenschützen zählen, und es muss wie bei einem Stock eine Scherbelastung einwirken, damit er bricht. Ich bin nicht überzeugt, dass der Knochen bricht, nur weil der schwere Pferdekörper auf der einen, der Boden auf der anderen Seite darauf knallt. Wenn ein größerer Stein auf dem Boden liegt, ja, oder so, aber ansonsten muss das nicht sein. Dafür aber Weichteilquetschungen. Und die tun weh!
Aber leider kann ich auch nur vermuten.
Naja, da wir ein wenig von der eigentlichen Frage weggekommen sind, mal die Rückführung: Besonders starker Schmerz kann einen Bewusstlosen also nicht wieder herholen?
Ich meine, weil ein beliebtes Mittel, außer dem eimer Wasser sind auch Ohrfeigen, um Bewusstlose wieder herzuholen
Ich weiß nicht, ob ich bei Kopfverletzungen Ohrfeigen empfehlen würde! Ohnmacht kann man vielleicht damit beheben, aber Bewusstlosigkeit aufgrund von einem Schädelhirntrauma... Eventuell einhergehend mit Wirbelsäulenverletzungen, die keinerlei weitere Erschütterung vertragen können... Klingt nicht empfehlenswert.
Warum muss sie denn eigentlich so sehr bewusstlos sein, dass sie aufgeweckt werden muss? Kann sie denn nicht von selbst zu sich kommen? Sie könnte ja ein wenig belämmert vor sich hin dösen und da dann vor Schmerz rausgerissen werden.
Übrigens muss man sich nicht sofort K.O. schlagen, wenn man vom Pferd stürzt. Vor allem, wenn das Pferd mit einem drauf umfällt, landet man ja nicht direkt am Kopf, sondern mehr auf der Seite. dh. die Schulter würd möglicherweise einen Teil der Wucht auffangen, bevor der Kopf am Boden aufkommt.
lg, A.
Winterkind,also Wirbelsäulenverletzungen hat Conchobarra definitiv keine. Immerhin spielt der Roman in einer Zeit, die dem Frühmittelalter sehr ähnlich ist. Schiebs mal in die Zeit der Kelten, auch wenn es mit Avalon nichts am Hut hat. Und in dieser Zeit wäre sie an sowas ja gestorben und ich kanns mir nicht leisten Conchobarra jetzt zu killen, ich brauch sie noch
@Antigone: Stimmt, daran hab ich jetzt irgendwie noch gar nicht gedacht. Manchmal ist man schon ganz schön :wums:.
Also du solltest auch überlegen, wie stark die Auswirkungen, die von dem Sturz herrühren, später sein sollen. Also jetzt auch auf den Kopf bezogen. Soll es "nur" eine Gehirnerschütterung sein, also eins der leichtesten Schädel-Hirn-Traumata, dann kann sie schon nach ca. 15 Minuten von selbst wieder zu sich kommen, ohne dass es unrealistisch wirkt. Und wenn du ihr nicht gerade Hirnblutungen verpasst, erholt sie sich davon auch recht schnell wieder.
Was das Bein angeht, gebe ich Saraneth und Aryana völlig recht, so ein Schlachtross kann noch viel unschönere Sachen mit deinem Bein machen, wenn es mit vollem Gewicht auf das Bein (oder noch schlimmer: das Kniegelenk) fällt. Trümmerbruch, Unhappy Triade (das ist einem Freund passiert, dem ein Motorrad aufs Knie gefallen ist, aber ich denke, das kann man vergleichen), schwere Muskelquetschungen ...
Ich halte es schon für sehr wahrscheinlich, dass das Bein da nicht heil rauskommt, selbst wenn Karl May nichts darüber schreibt. Westernpferde sind nun mal keine Streitrösser. ;) Und allein so ein schwerer Sattel sollte genug Ecken, Kanten und Widerstände haben, dass das Bein höchstwahrscheinlich durchknackt. Vom Schwert, dass sie evtl. trägt, mal ganz zu schweigen ...
Mich stört eher die Bezeichnung Schlachtross... es ist eine Bogenschützung, leicht gepanzert, die schnell sein muss. Ein schweres Pferd ist doch eigentlich nur bedingt für einen solchen Kämpfer geeignet. Vielleicht eher ein schnelleres und dementsprechend leichteres. Was für eine Rasse schwebt dir denn vor? Soll das Pferd Warm- oder Kaltblüter sein?
Danach richtet sich nämlich auch das Gewicht und der mögliche Schaden. Ich würde sagen, dass man vielleicht nur kurz erwacht, aber nicht lange bei Bewusstsein bleiben kann und schon gar nicht aufnahmefähig sein dürfte. Zudem ist eine Bogenschützin ja jemand, er für den Fernkampf eingesetzt wird, sprich so direkt dürfte sie am Nahkampfgeschehen gar nicht teilnehmen...
Hallo,
naja Schlachtross ist in diesem Fall für mich einfach ein Pferd, mit dem man in den Kampf ziehen kann, ohne, dass es durchdreht. Allzu schwer habe ich das Pferd auch nicht geplant gehabt, es ist eben ganz sicher kein Pony mehr.
Aber ich habe den Plot mal ein ganz klein wenig umgestellt. Das Pferd knickt nach dem Schuss vorne ein, wirft Conchobarra ab, aber hagelt ihr nicht auf das Bein, sondern tritt sie beim Vorwärtstaumeln nur, aber nicht voll drauf, sondern eher voll dagegen. Ich möchte das Bein nämlich nicht unheilbar zerstören, ich brauche Conchobarra noch.
Trotzdem danke für Eure Mühen
lg
Rhiannon
Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß wenn man vom Pferd fällt, das Pferd selten genau auf einem drauf landet. Man bricht sich auch eher die Arme oder das Genick, weil man in Bewegungsrichtung vornüber fällt.
Mir ist so etwas vor Jahren mal passiert und da habe ich eine Zeitlang nur Sternchen gesehen, und konnte tagelang den Hals nicht drehen. Zum Glück war der Boden weich und ich trug einen Schutzhelm.
Sollte das Pferd seitlich umkippen, was auch ziemlich unwahrscheinlich ist, würde man durch den Schwung ebenfalls (wenn auch nicht so weit) zur Seite geschleudert werden, so daß man sich eher den Fuß stauchen würde. Ein Unterschenkelbruch könnte allenfalls drin liegen. Je nach Beschaffenheit des Untergrundes.
Zur Frage der Bewußtseinserlangung durch Schmerz. Ich halte das für möglich. Aber man muß bedenken, daß wenn die Bewußtlosigkeit durch Schmerz, genauer gesagt einen Schockzustand eingetreten ist, dann ist dies ein ziemlich lebensbedrohlicher Zustand, der eher zunehmen dürfte.
Da aber die wenigsten Leser Ärzte sein dürften, brauchst du dir darüber nicht all zu viele Gedanken machen. Viel wichtiger ist, daß du die Situation schön anschaulich beschreibst.
Danke, aber wie gesagt
THEMA ERLEDIGT!
Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, kann aber zumindest aus meinem (unfreiwillig reichhaltigen ::) ) Schatz an Stürzen vom und/oder mit dem Pferd einiges weitergeben:
Das man unter dem Pferd zu liegen kommt, kommt glücklicherweise eher selten vor - meist kloppt es den Reiter schon vorher aus dem Sattel und man landet irgendwo neben dem Pferd. Ausnahme: das Pferd überschlägt sich, und nimmt den Reiter dabei in der Bewung mit. Mir selbst ist es einmal (in knapp dreißig Reiterjahren, toi, toi, toi) passiert, dass mein Pferd im Trab das Gleichgewicht verlor, über die Schulter wegbrach und hinfiel - mit mir oben drauf.
Das Ergebnis war, dass wir beide plötzlich seitlich um 90 Grad gekippt auf dem Boden lagen und beide ziemlich blöd aus der Wäsche geschaut haben. Passiert ist uns beiden nichts - zum einen war der Untergrund sandig und zum anderen war unser Tempo nicht allzu hoch. Bei einem steinigen Boden wäre ein Beinbruch vielleicht denkbar gewesen - so hatte ich glücklicherweise nicht einmal blaue Flecken am Bein.
Die typische Reiterverletzung sind allerdings weniger Arm- oder Beinbrüche, sondern Schlüsselbeinbruch und Kopfverletzungen (es gibt immer noch genug Reiter, die ohne Helm reiten).
Ansonsten kann man das aber natürlich so schreiben, wie Du es angedacht hast - wobei man noch beachten sollte, dass Menschen, die sich viel im Sattel befinden, meist ausgezeichnete Reflexe haben (Pferde sind Fluchtiere, da sollte man schon zügig reagieren können, wenn irgendetwas passiert). Und wer länger reitet, lernt auch irgendwann das Runterfallen - Füße aus den Bügeln, Abrollen, Kopf möglichst hoch halten und weg vom Pferd, wenn es ebenfalls stürzt. Es sei denn, man ist sehr abgelenkt und der Sturz kommt überraschend ...
Ansonsten noch zum Thema Bewusstlosigkeit: Schmerzen können jemanden aus einer leichten Bewusstlosigkeit wecken, aus einer tiefen jedoch nicht mehr - dann hat der Körper nämlich jegliche Komunikation mit der Außenwelt eingestellt und reagiert auch nicht mehr auf Schmerzreize.
So, ich hoffe, dass ich Dir ein wenig helfen konnte. Viele liebe Grüße,
Julia
Hoppla, zu spät gesehen ... sorry ...
Zur Sache mit dem Schmerz. Es ist immer abhängig von der Art der auslösenden Verletzung und der Reaktion des Körpers. Befindet man sich in einem Schockzustand mit einhergehender Ohnmacht, bedarf es schon eines gewaltigen Schmerzes, durch den man allerdings sofort wieder in Schockstarre fällt. Bei einem Koma spürst du bewußt nichts mehr. Wenn du viel Blut verloren hast, dann spürst du eigentlich gar nichts mehr. Der Verstand löst sich vom Körper und du stehst förmlich neben dir. Ich habe es unfreiwillig ausprobiert! Unterarmknochen sind wirklich sehr weiß und es ist verdammt viel Blut in so einer Arterie! :seufz: Aber Schmerzen hatte ich überhaupt keine, weil der Schock den Körper komplett abteilt. Ein ziemlich effektiver Mechanismus, wenn Hilfe in der Nähe ist. Sonst bist du, um es mit den Worten meiner Generation zu schreiben, mit ziemlicher Sicherheit im Arsch.