Hallo an alle!
Ich arbeite gerade an einem Urban-Fantasy-Setting mit Gestaltwandlern (vom Mensch zum Tier) und suche nach einer möglichst stimmigen Erklärung dafür, wie die Verwandlungen funktionieren.
Mir ist wichtig, dass sie sich körperlich "echt" anfühlen und Konsequenzen haben. Ich möchte das ganze so "wissenschaftlich" wie möglich erklären können. Die Gestaltwandler werden also nicht einfach zu Tieren oder erschaffen eine Illusion, sondern ihr Körper verändert tatsächlich seine Form. Gleichzeitig soll das Ganze aber nicht völlig biologisch sein, weil dann sofort klassische Probleme auftreten.
Ein paar Grundregeln, die ich bisher habe:
- Die Gestaltwandler behalten ihre menschliche Identität und ihr genetisches Material. Sie erzeugen eine Art resonanten Körperzustand, bei dem ihr menschlicher Körper in eine andere physische Organisationsform übergeht. Heißt: Knochen verschieben sich, Muskeln ordnen sich neu, Sinnesorgane verändern ihre Struktur, Haut, Haare, Federn, Schuppen entstehen. Stoffwechsel passt sich an. Die zugrunde liegende Identität des Körpers bleibt jedoch menschlich. (Also Blut, DNA und Gewebe = menschlich)
- Die Verwandlung ist anfangs schmerzhaft und muss wie eine körperliche Fähigkeit trainiert werden. Mit der Zeit wird sie schneller, kontrollierter und weniger belastend.
- Je stärker sich die Tierform anatomisch vom Menschen unterscheidet (z. B. Vogel oder Schlange statt Menschenaffe), desto schwieriger ist die Verwandlung.
Jetzt hänge ich an zwei Punkten:
1. Masse und Energie
Wie würdet ihr erklären, dass sich ein 60-kg-Mensch in einen kleinen Vogel oder Hasen verwandeln kann, ohne einfach zu sagen: "Magie, fertig"?
Ich überlege, ob überschüssige Masse während der Verwandlung teilweise in eine Art Resonanzenergie übergeht und dabei Wärme freisetzt. Umgekehrt müsste für die Rückverwandlung Energie aufgenommen werden, weshalb sie in großer Kälte schwieriger sein könnte. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das elegant genug ist oder ob es bessere Ansätze gibt.
2. KleidungDie Figuren sollen sich nicht jedes Mal ausziehen müssen (Zielgruppe ist YA :D ) Gleichzeitig möchte ich vermeiden, dass Kleidung einfach grundlos "mitmagisch" wird. Habt ihr Ideen, wie man erklären könnte, warum Kleidung (oder bestimmte Kleidung) die Verwandlung mitmacht, ohne dass dadurch sofort jedes beliebige Objekt ebenfalls mitverwandelt werden könnte? Ich habe in der Geschichte generell das Konzept von Resonanzverstärkern und Resonanzblockern, also dass z.B. manche Materialien (z.B. Holz oder Pflanzenfasern bei Tieren aus dem Wald) die Verwandlung vereinfachen können, während andere (z.B. künstliche Fasern) dies erschweren.
Mich interessieren vor allem Ansätze, die sich in sich logisch und wissenschaftlich anfühlen, auch wenn sie letztlich natürlich ein fantastisches Element enthalten.
Ich habe null Ahnung von Physik oder Chemie, aber könnte die überschüssige Energie nicht im Zellen gespeichert werden? Ggf. gibt's ein spezielles Molekül, dass durch die Verwandlung freigesetzt wird und dann bestimmte Zellen (Haare/Fell/Federn/Krallen/Haut) aufläd und ihnen entweder zusätzliche Fähigkeiten (Härte, farbwechsel, ekektromagnwtisches Feld, Heilkraft, ...) verleiht oder sie eben nur speichert wobei ein Verlust dann auch zum Verlust von Energiespeichern, wie Fett- und Muskelzellen des menschlichen Körpers führt oder zu einem Temperaturverlust und der sgefahr einer Unterkühlung.
Vielleicht hilft das ja beim Brainstormen ...
Thema Masse und Energie:
Ganz persönlicher Take, aber ich glaube, da wirst du mit "Magie, #isso" langfristig glücklicher. Wenn du eine Erklärung willst, wohin die überschüssige Masse geht, brauchst du auch eine Erklärung, wohin die überschüssige Materie (Blut, Knochen, Gewebe) geht und woher neue Materie kommt. So richtig schlüssig wird das nie, deshalb kommst du früher oder später sowieso an den Punkt, an dem du eine unrealistische Randannahme treffen musst.
So gesehen finde ich deine Idee mit der freigesetzten oder zugeführten Wärmeenergie schon sehr elegant.
Thema Kleidung:
Wie wäre es damit, dass Materie sich umso einfacher mitverwandelt, je enger und flächiger sie am Körper anliegt? Ein weit fallendes Kleid würde beispielsweise zurückbleiben, ein eng anliegender Radanzug würde aber die Verwandlung hin und zurück mitmachen. Damit wären sämtliche Objekte, die sich in Taschen und nicht direkt am Körper befinden, automatisch ausgeschlossen. Eine Halskette aus Leder mit einem flach aufliegenden Anhänger, oder ein Ring aus Holz könnten aber mitgenommen werden.