Tintenzirkel - das Fantasyautor:innenforum

Allgemeines => Tintenzirkel => Thema gestartet von: Anne C. S. am 14. Mai 2020, 13:54:48

Titel: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Anne C. S. am 14. Mai 2020, 13:54:48
Hallo zusammen,

auf Grund meines Umzugs sortiere ich gerade alle möglichen Sachen aus, die ich in die neue Wohnung mitnehmen möchte.
Dabei habe ich einen ganz alten Block gefunden, in dem ich mit 10 (!) Jahren das erste Mal einen Roman begonnen habe  :rofl:
Natürlich ist das alles noch sehr schlecht geschrieben und macht auch nicht unbedingt Sinn, ich musste aber so lachen beim Lesen, dass ich den das gerne mal mit euch teilen möchte: :D

Prolog:
Jeder Mensch besitzt seine eigene kleine Welt. Lebend sieht man sie nur Nachts, und doch ist sie immer da. Man kann sie mit der Lupe, manchmal auch mit bloßem Auge erkennen. Eure Welt ist direkt über euch und zeigt sich als kleiner, leuchtender Fleck am Himmel. Manche Menschen nennen diese Welten Sterne.
Wenn ein Mensch stirbt, fällt dieser Stern in Form einer Sternschnuppe hinunter. Doch er verschwindet nicht vollkommen, nein. Er verwandelt sich in eine richtige Erde, so groß wie die unsere. Andere Menschen können diese Welt nicht sehen, nur derjenige, dem sie gehört. Was auf dieser Welt passiert, bleibt dem überlassen, der nun darauf lebt. Ob er reich wird, oder berühmt. Stark, oder beliebt. Ob er fliegen kann, oder zum zweiten Mal die Glühbirne erfindet.
Ich war vierzehn, als ich überfahren wurde.
Als mein "Stern" hinunterfiel.
Doch ich habe mir weder gewünscht, besonders hübsch oder intelligent zu sein.
Nein. Ich habe mir gewünscht, dass ich dort mein eigenes Abenteuer erlebe, mit einem spannenden Happy End.

:rofl: :rofl:
Also für zehn Jahre ist das tatsächlich gar nicht so übel :D Aber wieso ging bitte mein erstes Buch darüber, dass ich tot bin? :D

Habt ihr auch mal "Bücher" von euch von früher gefunden? Die ihr als Kinder geschrieben habt? Wenn ja, gerne mal reinschreiben, um was es da ging  :vibes:
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Araluen am 14. Mai 2020, 14:13:35
Wirklich interessante Idee deine Geschichte gerade für dein 10-jähriges Ich. Und frag mich nicht, warum deine erse Geschichte davonhandelt, dass dein Ich-Erzähler tot ist ;)

Ich war auch etwa zehn Jahre, voll im Pferdefieber und habe folgende Geschichte zu Papier gebracht: Zwei Schwester büchsen in Kanada aus einem Waisenhaus aus und wollen mit ihren Ponys nach Miami zu ihrer Tante. Dabei erleben sie viele Wildlife Abenteuer und erfrieren fast im Schnee...

Ähm ja... vergessen wir das  :rofl: Und frag mich nicht, wieso zwei Mädchen im Waisenhaus sitzen, wenn es nachweislich in Miami eine Tante gibt und wie die zwei an Ponys kommen ;)
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Berjosa am 14. Mai 2020, 15:40:17
Och, ich muss da gar nicht lange suchen, ich weiß, wo der Ordner steht.

Meine erste längere Geschichte (entstanden in der 5. Klasse) habe ich vor ein paar Jahren mit meiner ersten Serie (entstanden ab der 6. Klasse) verrührt und mit Magie überbacken, sodass ein Abenteuer für die Harry-Potter-Zielgruppe draus werden könnte. Mal sehen, ob ich es irgendwann tatsächlich fertig kriege. Allerdings finde ich Sachen, die "heute" spielen gerade ein wenig schwierig.

In der Urfassung ging es jedenfalls um einen entführten Erfinder, den seine Freundin an die Schurken verraten hat, und meine heldenhaften Detektivinnen haben ihn wieder befreit. War halt praktisch, dass die Schurken so schön doof waren.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Alana am 14. Mai 2020, 15:47:39
Zitat von: Berjosa am 14. Mai 2020, 15:40:17
War halt praktisch, dass die Schurken so schön doof waren.

:rofl:

Mein erster Schreibversuch war, mit 13, ein Drehbuch über einen Widerstandskämpfer in Frankreich kurz vor der französischen Revolution. Er hieß, wahnsinnig originell und aussagekräftig, "Le Masque" und das eine, denkwürdige Zitat, an das ich mich noch erinnern kann, ist:

"En garde!"
Darauf der fiese Antagonist: "Genug der Worte!"

;D

Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Tex am 14. Mai 2020, 16:16:13
Meine erste Geschichte ist auch noch im großen Ordner ;D (oder zumindest der Anfang, den ich davon aufgeschrieben habe). Das Lustige daran ist, dass es sich quasi wie ein Fantasyverschnitt meiner ersten Lateinübersetzungen aus der Schule liest. Und das, obwohl ich sie in den Sommerferien erdacht habe  :versteck: .
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Christopher am 14. Mai 2020, 16:43:03
Zitat von: Alana am 14. Mai 2020, 15:47:39
"En garde!"
Darauf der fiese Antagonist: "Genug der Worte!"

;D

Hm. Könnte ein echter Klassiker werden ;D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Wildfee am 14. Mai 2020, 16:45:26
Ich toppe mit einem SF Machwerk aus der 1. oder 2. Klasse. "Die Bewohner des Planeten Micro"
Ein selbst gebundenes DIN A3 Heftchen, illustriert, in meiner schönsten Schreibschrift  ;D
(das Heftchen habe ich noch und hüte es wie meinen Augapfel...)
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Christian am 14. Mai 2020, 17:07:05
Zitat von: Alana am 14. Mai 2020, 15:47:39
"En garde!"
Darauf der fiese Antagonist: "Genug der Worte!"

;D
Liest sich quasi wie der stubenreine Vorläufer von "Warum liegt da Stroh?". ;D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Alana am 14. Mai 2020, 17:25:02
Zitat von: Christian am 14. Mai 2020, 17:07:05
Zitat von: Alana am 14. Mai 2020, 15:47:39
"En garde!"
Darauf der fiese Antagonist: "Genug der Worte!"

;D
Liest sich quasi wie der stubenreine Vorläufer von "Warum liegt da Stroh?". ;D

:rofl:

@Christopher: Wer weiß.  ;D

@Wildfee: Das klingt aber durchaus interessant. Ich stehe ja auf SF und der Planet Micro erweckt meine Neugier.  ;D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Coppelia am 14. Mai 2020, 17:25:30
Meine ersten Versuche hab ich irgendwann schon mal auf Instagram gepostet. Ich war mit 8, 9 Jahren schon ein riesiger Fan von Homers Ilias und habe mehrere "Bücher" "Fanfiction" dazu geschrieben. Das erste hieß "Euthoos, der tapfere Krieger" und handelte von einem griechischen Krieger, der gegen die Trojaner kämpft. Mit dabei waren "der König" (Agamemnon?) und ein Engländer namens Johnny. Euthoos war so strunzdumm, dass er sich ständig in die dümmsten Situationen brachte, aber er musste nur nach Athene rufen, die dann irgendein Wunder bewirkt hat, das ihn rettete. Irgendwann habe ich die Figur sterben lassen ...
Diese Geschichte habe ich wohl selbst nicht richtig ernst genommen, aber ich hatte noch andere, ernstere Fanfictions, die vermutlich viel lustiger sind, weil sie halt unfreiwillig komisch waren. ;D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Alana am 14. Mai 2020, 17:33:41
Zitat von: Coppelia am 14. Mai 2020, 17:25:30
Irgendwann habe ich die Figur sterben lassen ...

Klingt nach Darwinscher Auslese.  :rofl: Aber ich finde das Konzept ganz cool (Frauenpower und Junker in distress  ;D) und stelle es mir ziemlich witzig vor.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Natascha am 14. Mai 2020, 17:37:38
Das sind ja total süße Ideen von denen man hier liest und manche auch richtig cool!

meine erste Geschichte, die ich damals in ein Vokabelheft geschrieben habe, handelte von einer jungen Hexe, die an ihrem elften Geburtstag ihr erstes Zauberbuch bekam. Allerdings war das von "Der kleinen Hexe" inspiriert, denn "Harry Potter" gab es damals noch gar nicht.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Christian am 14. Mai 2020, 17:41:33
Zitat von: Coppelia am 14. Mai 2020, 17:25:30
Euthoos war so strunzdumm, dass er sich ständig in die dümmsten Situationen brachte, aber er musste nur nach Athene rufen, die dann irgendein Wunder bewirkt hat, das ihn rettete. Irgendwann habe ich die Figur sterben lassen ...
Da hat Athene dann grad Candy Crush gespielt, oder wie? ;D Klingt eigentlich ziemlich witzig das Ganze.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Ary am 14. Mai 2020, 17:42:09
Meine ersten versuche waren Liebesromane nach Art von Georgette Heyer mit einer Freundin, ich meine, wir waren so in der 10 Klasse ... keine Ahnung. Da wurde nie was draus, weil wir nie über das erste Kapitel hinausgekommen sind und uns nie darauf einigen konnten, ob die Geschichten nun in England oder Frankreich spielen sollten, und ich damals mehr auf Protagonisten um die 30 stand, und sie lieber mit jüngeren arbeiten wollte.
Inzwischen weiß ich, dass meine damalige Freundin tatsächlich Autorin geworden ist und zusammen mit einer Co-Autorin unter dem Pseudonym Estelle Harring erotische Liebesromane schreibt und selbst veröffentlicht. Irgendwann mailte sie mich an, weil sie meine Selfpublishing-Romane gefunden hatte (wir klebten mal einen Tag ganz dicht beieinander bei den Amazon-Tagesbestsellern, weil wir am gleichen Tag was veröffentlicht hatten) und mich anhand meiner Vita auf Amazon identifizieren konnte. Total witzig.

Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Alana am 14. Mai 2020, 17:45:38
@Aryana Das ist ja auch eine coole Geschichte! Ich hab mir früher auch alles mit meiner damaligen Freundin zusammen ausgedacht, allerdings haben wir nie was aufgeschrieben, sondern nur erzählt und mal was gezeichnet. Sie hat damals einen Kurzroman geschrieben und mir geschenkt, den habe ich auch noch, und dann gab es eben noch dieses Drehbuch. Leider haben wir uns aber aus den Augen verloren, deswegen finde ich deine Geschichte gerade total schön.  :wolke:
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Leann am 14. Mai 2020, 17:48:39
Hm. Das würde ich ja schon alles gerne lesen.

Mein erster richtiger Roman hieß "Die Burg der Räuber" und handelte von einem Mädchen, das als Sklavin in einer Räuberburg lebte. Im Verlauf der Geschichte konnte sie fliehen und suchte ihre Eltern. Sind mehrere hundert Seiten, auf der mechanischen Reiseschreibmaschine meines Vaters getippt. Nebenbei bastelte ich dünne illustrierte Heftchen mit Geschichten über Nixen, Gespenster und Piraten. Mein größter Erfolg war jedoch die "Gebrauchsanleitung für das Wasserklosett", das mit den schönen Worten beginnt: "Darmentleerungen von Zeit zu Zeit sind notwendig. Nur, wohin damit?"

Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Fynja am 14. Mai 2020, 17:52:44
Ich liebe diesen Thread jetzt schon. ;D
Meine allerersten Geschichten habe ich leider nicht mehr, die habe ich in der zweiten Klasse mit Tinte auf ein DinA4-Blatt geschrieben. 1 Band pro Blatt, Titel der Serie "Sissy, die Abenteuerprinzessin", ziemlich emanzipiert für eine 7-Jährige. 8) Den ersten Roman habe ich mit 8-11 Jahren geschrieben, da ging es um ein Mädchen, das in ein Zauberinternat kommt und die Welt retten soll. Kam mir damals furchtbar originell vor, Zauberschulen, sowas gab's noch nie! Das Projekt ist sogar auf über 120 Seiten angewachsen, aber am Ende hatte ich keine Lust mehr auf die Geschichte und meine brillante Auflösung lautete dann "Das supergefährliche Antagonisten-Monster liebt Bananen, und lässt sich davon so sehr ablenken, dass meine Protas die Töchter der Königin früher als geplant retten."
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Yamuri am 14. Mai 2020, 17:55:11
Ich habe meine ersten handschriftlichen Geschichten, mit mittlerweile etwas verblasster Schrift, noch in einem Ordner. :) Meine allererste Geschichte war eine Science Fiction Geschichte, ziemlich berichtartig (mit 10-11 Jahren) geschrieben über einen Jungen, der ein Raumschiff baute und zusammen mit einem Roboter dann auf die Reise ging. Die Geschichte nannte ich "Die Suche nach der Unsterblichkeit". Inspiriert war das Ganze durch Perry Rhodan. Auf seinen Reisen traf der Junge viele Leute und fand neue Freunde, die ihn dann auch begleiteten. Schließlich gelangten sie ans Ende des Universum, oder was sie dafür hielten, wo sie ein Geistwesen trafen, also ein körperloses Wesen, das aus reiner Energie bestand. Das Wesen ermöglichte ihnen eine Reise in das Innere des Jungen. Die Reise ins Innere war ein wenig inspiriert durch Kafka's Der Prozess, der Teil mit dem Turm und dem Mann, der sich nicht traut hinein zu gehen. In meiner Geschichte machte sich der Junge aber auf den Weg hinein. Bei jeder Tür musste ein Gefährte zurückbleiben. Am Ende vor der letzten Tür sagte der Roboter, der noch bei ihm war: durch diese Tür musst du allein gehen. Ich kann dich nicht begleiten. Dahinter ist das Herz deiner Seele. Niemand kann diesen Ort betreten, außer du selbst. Der Junge ging hindurch und fand dort heraus, was für ihn Unsterblichkeit bedeutet und erkannte dabei, dass das für jeden Menschen anders sein kann.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Möwe am 14. Mai 2020, 18:12:50
Der Thread erinnert mich sehr an etwas, das @Sunflower und ich im vergangenen Jahr mal gemacht haben. Wir haben uns zusammengesetzt und uns gegenseitig Passagen aus unseren ersten Werken vorgelesen - und das bei gutem Met. Es war herrlich. :rofl:

Mein erster Roman ist ein ziemlicher Twilight-Abklatsch. Nur dass mein LI sich in einen Falken verwandeln konnte (der Rest der Familie bestand allerdings aus Vampiren) und meine Protagonistin meiner Meinung nach tougher war als Bella Swan. :P Und irgendwie beginnt fast jedes Kapitel damit, dass die Protagonistin aufwacht und ihr Aussehen erst einmal im Spiegel analysiert. Oh, und der LI hat türkise Augen, das wurde auch nur circa hunderttausendmal erwähnt. *hust* :rofl:
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Anne C. S. am 15. Mai 2020, 08:30:20
Da sind ja viele richtig witzige Ideen dabei!  :D
Ich würde die Geschichten gerne alle mal lesen.

Und @Yamuri : Die Science Fiction Geschichte finde ich richtig spannend! Wäre ein Buch, das ich mir tatsächlich kaufen würde!
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Evanesca Feuerblut am 15. Mai 2020, 09:18:20
Ich startete mit Fanfiction - und Comics. Ich wollte selbst ein Comicheft im Stil der Sailormoon-Heftchen aus den 90ern. Also habe ich ein Deckblatt gemalt, ein Extra raufgeklebt (und es dann später rausgeklaut, weil ich damit spielen wollte). Dann gab es eine kurze Comicgeschichte, die eine Origin-Story einer Figur namens "Mega-Kyt" darstellt (die auf Megavolt basierte... Sie hatte jedenfalls in ihrer Menschenform auch einen Stecker auf dem Kopf und kugelschreiberblaue Frizzelhaare nach der Verwandlung) und ihr Verwandlungsspruch war "Strom, mach mich zur Kyt".
Dann gab es natürlich Steckbriefe der Guten in ihren drei Formen (Menschenform, Kyt-Form und ... Galarobe, warum auch immer) mit ihren Attributen, eine "Vorschau" für ein fiktives künftiges Heft, das ich nie gebaut habe, ein Kreuzworträtsel mit "Gewinnspiel"... Ich hatte Spaß.

Die Story ist sehr ... wirr. Die Hauptfigur plärrt, wo bitte Mega-Kyt sei. Mega-Kyt wird ziemlich schnell gefunden und erweckt. Dann gibt es zwei Böse, die einen Edelstein aus einem Museum stehlen wollen. Also steigen die Guten (samt neu-erweckter Mega-Kyt) in ein Kyt-Mobil und besiegen die zwei Bösen mit Hilfe von unter anderem einer Bärenfalle am Hintern, einer Schale mit Hunde-Aa, in die eine von ihnen fällt und der Macht der Freundschaft.
Dann wird thematisiert, dass die Kyt regelmäßig mit ihren Alter-Egos Plätze tauschen müssen (und Kyt-Katarina = mein Self-Insert) kippt einmal in der Schule um und muss aufgeladen werden. Woraufhin die Superheldinnen mit ihren Alter-Egos im Superheldinnengeheimversteck Verstecken spielen (What?) und aus irgendeinem Grund aus Kyt-Katarina dann ein Haufen Herzkristalle (???) spawnd, die sofort zu Kleinkind-Kyt werden, gleich fertig mit Heldinnencape, die dann durch das Versteck wuseln und ihre Kräfte vorstellen.

Ich war 8 oder 9. Und ich glaube, man merkts.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: phoe am 15. Mai 2020, 10:39:44
Eine schöne Idee...  :vibes:

Meine ersten Versuche waren auch so mit 8 oder 9.  :hmmm:
Mit zehn hatte ich auf jeden Fall meine erste Anthologie (ohne zu wissen, was das ist  :D ) Das Büchlein 12x8 cm "groß" nehme ich gern zu Lesungen mit. Vor allem, wenn die im kleinen Kreis stattfinden.
Die erste Geschichte darin trägt den Titel "Das Blatt". (Ich wollte schon lange mal ein paar Fotos davon machen. Heute habe ich es endlich getan. Danke für die unbeabsichtigte Erinnerung.)
Die zwei ersten Geschichten sind so ziemlich die einzigen in diesem Büchlein, die ein gutes Ende haben. Alle anderen haben für die Figuren kein gutes Ende. Entweder wird gestorben oder gemordet. Und das geschrieben mit 10 Jahren!  :o  "Was ist damals schief gelaufen?", frage ich mich manchmal.

Wenn ich so lese, was ihr in dem Alter schon geschrieben habt. Wahnsinn! Da sind meine Kindergeschichten dagegen wirklich nur Kindergeschichten.  ;D

[Dateianhang durch Administrator gelöscht]
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: pyon am 15. Mai 2020, 11:37:16
@Pety
Oh, das Büchlein ist ja toll.  :wolke: Und die Geschichte vom Blatt ist herzallerliebst!


Mein erster Versuch war ähnlich....
Ich hatte auch ein kleines Büchlein, in welches ich viele kurze Geschichten geschrieben habe. Aber leider weiß ich wirklich nicht mehr, wo dieses kleine Büchlein gelandet ist. Wahrscheinlich (leider) irgendwann im Müll.  :-\

Zu meinen ersten .... großen Versuchen:
Die hab ich noch alle. Das sind Word Dokumente von gefühlt anno dazumal, die irgendwann mal auf Disketten gelandet sind und ich erinnere mich noch daran, dass ein Dokument viel zu groß für eine Diskette wurde und ich es in zwei Parts aufteilen musste.  :rofl: Die Disketten hab ich aber noch!

Grundsätzlich werfe ich aber keine Ideen weg. 
Diese erste Geschichte, damals noch unter dem Titel "Dark Sunlight", gibt es noch. Damals war es eine Geschichte von zwei Mädeln, gegen die Mächte des Bösen, die beide aber insgeheim Göttinnen sind, unzähligen Charakteren, jeder mit einer eigenen Hintergrundgeschichte, epische Schlachten, alles ein wenig wie Herr der Ringe. Von alledem hat der Roman inzwischen viel verloren. Aber vieles blieb auch erhalten.

Jap, ich plane noch, ich plotte noch. ;D Es geht voran, wenn auch langsam.

Aktuell hab ich auch wieder ein Projekt von vor über zehn Jahren ausgegraben. 

Ich mag es einfach zu sehen, wie sich Projekte entwickeln.  ;D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Yamuri am 15. Mai 2020, 12:04:37
@Anne C.S.

Danke, das freut mich :) nur leider war die Geschichte vom Grundaufbau absolut unlogisch - die Kritik meiner Schwester war vernichtend  ;D - kein Teenager wäre in der Lage allein, ohne Hilfe ein großes Raumschiff zu bauen.  - womit sie leider recht hat -> allerdings könnte ich die zweite Variante, in der der Junge jemanden findet, der mit seinem Raumschiff abgestürzt ist und dann später die Möglichkeit erhält mitzufliegen umsetzbar sein :) Vielleicht greif ich also die Geschichte irgendwann mal wieder auf, die Grundlagen müssten halt verändert werden
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Christopher am 15. Mai 2020, 14:28:40
Hm. Danke, dass ihr alle eure Geschichten so teilt. Fühlt sich für mich irgendwie schwierig an, aber so wird es leichter ;D (Memo an mich selbst: Ich sollte offener werden).

Meine erste Geschichte... Ich denke, die erste die ich wirklich aufgeschrieben habe (im Kopf hat man ja tausende) handelte von einem Magier der Botschafter für einen Drachen war. Dieser begab sich auf eine Reise auf einem... Wesen? (Einen Namen dafür habe ich nicht mehr) das quasi verschoben zur Realität frei durch den Raum, also durch Wände, den Boden etc. fliegen konnte. Es war quasi blind, konnte nur Wärme sehen und jagte, indem es aus dem Nichts auftauchte und ahnungslose Beute die es so erspäht hatte in einem Happs verschlang. Ziemlich furchterregende Vorstellung... ein riesiges, geflügeltes Wesen, das man nicht aufhalten kann, da es durch quasi alles hindurch fliegen kann und über Wärmesicht alles sehen kann und Menschen mit einem Happs verschlingen und wieder verschwinden kann...

Das war auch irgendwie das interessanteste an der Geschichte. Einen Plot gab es nicht, nur wilde Ideen, ein paar gute Konzepte wie dieses Wesen, eine abartige Foltermethode die der Drachenherr sehr gerne einsetzte und ein paar Randdaten... Es ist glaube ich nie über 20-30 Seiten hinaus gegangen.

Hat dann aber noch ein paar Jahre gedauert, bis ich die Schrebversuche wieder aufgenommen habe.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Gizmo am 15. Mai 2020, 15:07:18
Oh, das ist ein toller Thread! ;D

Meinen ersten Romanversuch (den ich noch habe) hatte ich glaube ich in der zehnten Klasse unternommen. Ich war ziemlich inspiriert von Terry Pratchett, und es ging um einen eitlen Barbaren-Heroen, der sich zu Tode langweilte, weil er gegen jedes Monster und jeden Feind bereits gekämpft und sie besiegt hatte. Der eigentliche Protagonist war jedoch der Barde, der ihn ständig begleitete und überall, wo sie durchzogen, von den großen Taten seines Chefs singen musste.

Zitat
Er war breitschultrig, gutaussehend, führte ein Schwert, das beinahe größer war als er selbst, und leistete sich keinen besonderen Intellekt. Er hasste es einfach, Erwartungen zu enttäuschen.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Wildfee am 15. Mai 2020, 15:23:53
Wieso habe ich jetzt den Witcher vor Augen?  :rofl:
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Mara am 01. Juni 2020, 13:13:38
Das klingt nach einem guten Einstieg in einen humoristischen Fantasyroman :D Was war da denn noch so an Plot geplant?

Ich habe als Teenager auch mal handschriftlich mit so einer Portal Fantasy angefangen, in der zwei Schwestern nach einem Umzug ein schillerndes Portal auf dem Dachboden finden. Durch das Ding gelangen sie in eine Fantasy-Inselwelt, in der sie natürlich prompt von der Elfenkönigin Esmeralda persönlich in Empfang genommen werden, die sie natürlich hergezaubert hat, weil nur sie die Welt vor der Bedrohung durch die bösen Zentauren retten können. Also sehr viel Klischee. :D
Ich habe die Geschichte an dem Punkt dann wieder aufgegeben, weil ich keine Ahnung hatte, wie sie eigentlich weitergehen sollte. Die Zentauren kamen wahrscheinlich daher, dass ich keine Pferde mag, aber mir ist bis heute nicht klar, was sie eigentlich verbrochen hatten. Wahrscheinlich einen Ring gebastelt xDD
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Trippelschritt am 01. Juni 2020, 13:23:49
Ich habe mit ungefähr zwanzig ein paar Kurzgeschichten geschrieben, die noch irgendwo herumfliegen müssen.
Sie waren alle schlecht.
Nicht so schlecht, dass man darüber lachen könnte, aber immer noch schlecht genug.
Ich glaube der Hauptfehler war, dass ich über Orte schreibe oder von Dingen, die ich eigentlich gar nicht kannte.
Die beste war - glaube ich - eine Ätsch-Geschichte. Also keine, die jemand gerne liest. Der Held hatte Kontakt zu einem höheren Wesen, das die Umwelt wunderbar verschönte. Dessen aufmerksamkeit suchte - und es gelang ihm. was für ein Erfolg! Aber leider vergiftete dieses Wesen ihn und rief seiner Frau zu, dass mal endlich etwas gegen diese verdammten Ameisen getan werden musste.

:wums: :wums: :wums:

Trippelschritt
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Felix Fabulus am 04. Juni 2020, 09:47:07
Haha. Sooo cool, was hier alles an die Oberfläche gespült wird.

Meinen ersten Romanversuch begann ich mit zwölf. Zuerst entstand eine Landkarte. Dort zeichnete ich "Die Schreckensinsel" ein. So hiess dann auch die Geschichte, die nach etwa zwanzig handgeschriebenen Seiten endete. Ich glaube, das Ganze war der Versuch einer Melange aus Tamora Pierce und Tolkien. Wenn ich das jetzt so lese, hatte ich durchaus Sinn für Szenendramaturgie, aber keinen Plan, wohin die Geschichte führen sollte.  ;D Hach lustig.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Gizmo am 04. Juni 2020, 13:20:56
@Mara
ZitatDas klingt nach einem guten Einstieg in einen humoristischen Fantasyroman :D Was war da denn noch so an Plot geplant?

Ja, das war das Problem. Früher konnte ich überhaupt nicht planen. Ich hatte immer nur eine ungefähre Idee, wo der Plot hinlaufen sollte, und ab da ging es frei nach Schnauze. Das ist u.a. der Grund, warum ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern kann, was der Plot zu dieser Geschichte gewesen wäre. Vielleicht gab es nie einen. ;D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Vanya am 05. August 2020, 08:00:23
Ach bei den ersten Geschichten kann ich auch mitreden! Mein erstes Buch hieß origineller Weise: Die Prinzessin und der Teddybär - geschrieben habe ich sie 2010, also mit ungefähr sieben Jahren :flausch: Darin ging es um einen Teddybär, der durch den herabfallenden Staub einer Sternschnuppe lebendig wurde und aus dem Spielzeugladen auswanderte. Mitten im Wald trifft er dann natürlich auf eine Prinzessin (Prinzessin Lisa) und findet in ihr seine beste Freundin. Er darf ins Schloss ziehen und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende... :rofl:
Mein Papa hat damals sogar ein kleines Heftchen draus gemacht, ich hab es noch mit eigenen Illustrationen versorgt. Da war ich mächtig stolz drauf, damals :engel:
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Herbstblatt am 26. September 2020, 15:33:34
Zitat von: Vanya am 05. August 2020, 08:00:23

Mein Papa hat damals sogar ein kleines Heftchen draus gemacht, ich hab es noch mit eigenen Illustrationen versorgt. Da war ich mächtig stolz drauf, damals :engel:

Oh, wie schön. Das ist auf jeden Fall eine wunderbare Erinnerung.  :) (Das Heftchen hast du hoffentlich noch? :D )


Hm... Ich hab viele Geschichten geschrieben, als ich noch in der Grundschule war. Die ersten waren von der Knickerbockerbande inspiriert, aber ich kann mich kaum noch erinnern, dafür an eine Fantasygeschichte. Die Protagonistin fand eines Morgens einen Trank in ihrem Zimmer neben ihrem Bett. Nachdem sie ihn getrunken hatte, schrumpfte sie auf hm... auf eine Polly-Pocket-Größe? :D Die alltäglichen Gegenstände in ihrem Haus wurden plötzlich zu einer großen Gefahr für sie. Es gab eine Verfolgungsjagd zwischen ihr und dem Staubsauger, auch ihre gebliebe Hauskatze hatte es auf die Protagonistin abgesehen. Es endete damit, dass sie einen Weg fand, sich zurückzuverwandeln, doch ich kann mich nicht mehr erinnern wie.  :D
Ich habe alle meine Geschichten auch selbst illustriert und Heftchen draus gemacht, die sollten alle noch in meinem Elternhaus herumliegen...  :)

Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Sparks am 26. September 2020, 20:33:56
Zitat von: Tex am 14. Mai 2020, 16:16:13
Das Lustige daran ist, dass es sich quasi wie ein Fantasyverschnitt meiner ersten Lateinübersetzungen aus der Schule liest.

vom Inhalt her oder von der verwendeten Grammatik her?  ;D

Zitat von: Tex am 14. Mai 2020, 16:16:13
Und das, obwohl ich sie in den Sommerferien erdacht habe  :versteck: .

Ich fand meinen Lateinunterricht eher traumatisch. Und ich habe meine kompletten Lateinkenntnisse an dem Wochenende vergessen, nachdem ich meine letzte Lateinstunde in der Woche hatte.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Sparks am 26. September 2020, 20:36:18
Zitat von: Alana am 14. Mai 2020, 15:47:39


Mein erster Schreibversuch war, mit 13, ein Drehbuch über einen Widerstandskämpfer in Frankreich kurz vor der französischen Revolution. Er hieß, wahnsinnig originell und aussagekräftig, "Le Masque" und das eine, denkwürdige Zitat, an das ich mich noch erinnern kann, ist:

"En garde!"
Darauf der fiese Antagonist: "Genug der Worte!"

;D

Irgendwie stellt man sich mit Deinen wenigen Worten einen kompletten Mantel und Degen Film vor.  :)

Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Sparks am 07. Oktober 2020, 23:44:54
Zitat von: Anne C. S. am 14. Mai 2020, 13:54:48
:rofl: :rofl:
Also für zehn Jahre ist das tatsächlich gar nicht so übel :D Aber wieso ging bitte mein erstes Buch darüber, dass ich tot bin? :D

Möglicherweise sind das die ersten Versuche von Kindern und Jugendlichen, mit Depressionen umzugehen?

Vieleicht haben Kinder und Jugentliche eine nihilistische Ader, die sie dann als Erwachsene gelernt haben zu umgehen?


Zitat von: Anne C. S. am 14. Mai 2020, 13:54:48
Habt ihr auch mal "Bücher" von euch von früher gefunden? Die ihr als Kinder geschrieben habt? Wenn ja, gerne mal reinschreiben, um was es da ging  :vibes:

Ja. Habe ich. Ist im Anhang als "DerFrachterAufDemGrauenMeer.rtf". Keine Angst, es sind nur die Einleitung und das Ende erhalten. Die dazwischenliegenden Kapitel habe ich damals immer nach Fertigstellung vernichtet.

Ich habe das ganze geschrieben, als ich 12 bis 16 war. Ich wurde gemobbt und war jahrelang unglücklich verliebt. Vermutlich hat das etwas auf die Psyche gedrückt.
Möglicherweise hatte ich aber auch schon sonstwie einen Knacks weg, weil ich Kafka und Surrealismus mochte.  ;D

Egal.

In der Einleitung wird beschrieben, wie jemand einsam einen alten Frachter durchstreift. Die einzigen Mitreisenden sind Leute, die in einem zur Diskotek umgebauten Laderaum eine immerwärende exessive Party feiern. Dieser jemand ist in E. verliebt, die dort mitfeiert, ihn aber nicht beachtet. Pubertärer Kram halt.  ;D

Das Ende zeigt einen Mann, den Erbauer des Schiffes (Gott) wie er betrunken das Schiff in die Klippen laufen lässt. Der Anlass dieser Szene war die Überlegung, dass Götter, die ja letztlich in unserer Wahrnehmung auch nichts anderes sein können als unsere eigenen Projektionen, als diese Projektionen genauso depressiv sein müssen wie wir selber.
Oder anders ausgedrückt, warum soll Gott mit der Sinnsuche weniger Probleme haben als Menschen?
Es hat also ausdrücklich NICHTS mit einer moralischen Bestrafung zu tun.  ;D

Für einen 12 bis 16 jährigen war es damals grenzwertig, so etwas zu Papier zu bringen.

Die Kapitel waren krampfig, (pubertär)pornografisch oder einfach nur chaotisch. Und damit sie nicht in falsche Hände kommen, und ich Ärger bekomme (Und Auslachen war damals Ärger genug), habe ich sie immer schnell vernichtet, und so habe ich nur die Einleitung und das Ende übrigbehalten.

Der Name E. war so gewählt, weil ich damals kein Mädel mit "E" im Umfeld hatte, und somit kein Hinweis auf die dahinter befindliche Person(en) zustande kommen sollte.

Ich habe von 1974 bis 1978 daran geschrieben. 1980 habe ich noch einige Grammatik und Logikfehler (Welche Logik?) ausgebügelt. Vor einigen Monaten sind mir diese Blätter wieder beim Aufräumen im Umfeld eines Umzuges in die Finger gekommen, und ich habe das ganze abgetippt. Vermutlich existieren auch noch Vorgängerversionen "irgendwo" , aber ein Kapitel wird sich nirgendwo erhalten haben.


[Dateianhang durch Administrator gelöscht]
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Antigone am 08. Oktober 2020, 09:23:49
Mein erster Schreibversuch entstand in der 2. Klasse Unterstufe (dh. ich muss so 11 Jahre gewesen sein), wurde in ein dünnes A5-Heft geschrieben und hieß "Der Planet der Wolfsmenschen". Weil ich damals den Begriff Fantasy noch nicht kannte, nannte ich es Science Fiction, aber es war natürlich waschechte Fantasy. Eine wilde Abenteuergeschichte rund um 2 verfeindete Völker mit einer - eh klar - Liebesgeschichte. Hm, wenn ich es recht überlege, hat sich am Inhalt meiner Geschichten die nächsten 30 Jahre dann nicht viel geändert...  ;D

Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Trippelschritt am 08. Oktober 2020, 12:25:25
Ich habe gerade Zeit, und da meine Erinnerung noch ein paar Sachen an die Oberfläche gespült hat, fange ich noch einmal von vorn an.

Die ersten Geschichten entstanden, nachdem ich gelernt hatte zu schreiben. Ich habe mich auch an Bildergeschichten versucht und an einer Fadenbindung, damit die Blätter nicht auseinanderfielen. Ein Comic war dem Phanton nachempfunden. An mehr erinnere ich mich nicht mehr aus jener Zeit.

Dann schrieb ich mit 20/21 einen Stapel Kurzgeschichten von zweifelhafter Qualität. Die Ideen waren gar nicht mal so schlecht, aber wenn man nicht weiß, worauf es bei Kurzgeschichten ankommt, darf man sich nicht wundern, wenn es nichts wird.

Dann war Pause, weil ich neben dem Studium für "so etwas" keine Zeit mehr hatte. Ich konnte allerdings in wissenschafltichen Publikationen Stil und Ausdruck üben.
Es folgte ein Schreibkurs (da war ich bereit uralt (über 30)), in dem ich jounalistisches Schreiben und auch noch Kurzgeschichten lernte, bevor ich den Kurz abbrach wegen Zeit und Interessmangel. Meine Kurz- und Kürzestgeschichtchen waren gar nicht mal so schlecht. eine davon war für den Markt geeignet, aber ich habe sie trotzdem nie eingereicht. Wenn ich sie wiederfinde, ...
Aber eines ist wichtig: Ich schrieb in der Pause erst meine Diss und dann meine Habil, zwei Bücher also. Und die zu schreiben und erfolgreich zu beenden war ungemein lehrreich. Heute wird in meinem Fach kumulativ promoviert. Das ist etwas ganz anderes, als ein Buch zu schreiben.

Dann war wieder lange Pause, weil ich eine Anstellung bekam und mich erneut um meinen Beruf kümmern musste. Immerhin schrieb ich da zwei Sachbücher und ein Lehrbuch und viele wissenschaftliche Aufsätze, was ungemein übt. Aber keine Belletrisitk, an der eigentlich mein Herz hing.

Bis ich dann um 2000 wieder anfing zu schreiben. Parallel zum  Beruf. Aber da war ich auch schon Mitte 50. Und von da an ging es richtig los.

Liebe Grüße
und viel Erfolg all denen, die noch in einer der früheren Phasen stecken.
Es kann ein langer Weg sein, aber er ist herrlich trotz vieler Enttäuschungen. Er fängt ganz klein als Fußpfad an und hört nie auf und verändert sich mit jeder Geschichte und jedem Jahr, das man älter wird.

Trippelschritt
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Alana am 09. Dezember 2020, 16:55:44
@Sparks
Zitat von: Sparks am 26. September 2020, 20:36:18
Irgendwie stellt man sich mit Deinen wenigen Worten einen kompletten Mantel und Degen Film vor.  :)

Genau das war es auch.  ;D Ich hatte schon die Kostüme genäht und wir hatten sogar eine Drehgenehmigung für Schloss Nymphenburg und Zugang zu einem Pferd. (Das hätten sich dann irgendwie alle teilen müssen.) ;D Leider zerschlug es sich dann, weil die Hälfte der Cast doch mit ihren Eltern in den Urlaub fahren musste.  ::)

@Leann Haha, geil. Das mit dem Wasserklosett klingt super. Das würde ich sofort lesen.  :rofl:
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Herbstblatt am 09. Dezember 2020, 17:15:32
Oh, schade, dass daraus nichts wurde. Das klingt sehr spaßig ;D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Angela am 09. Dezember 2020, 18:25:39
Hold my beer. ;D
Mein erster Versuch fand bei mir mit über 40 Jahren statt, und es wurde ein 750 Seiten Buch, kein Fantasy, es spielte in New York, Boston und Vancouver. Dafür bin ich extra nach Boston geflogen und habe mir Harvard angesehen, das hat sich beides sehr gelohnt, wenn das Buch auch nie veröffentlicht wurde.
Die Idee dazu kam mir in Vancouver, nach einer verdammt schweren persönlichen Zeit. Ich lief am False Creek spazieren und sah einen Mann, der etwas wichtig in sein Handy diktierte, (kam mir damals so vor), und ich so: Cool, das will ich auch. Also, Sachen aufschreiben, wichtig werden, eine Millionen verdienen, 10 Millionen Fans winken mir zu, roter Teppich, Hollywood.
Naja, so ähnlich war das damals bei mir. Fantasyautorin, halt.
Tja, dann kam die harte Realität, aber das macht nichts. Hat dennoch Spaß gemacht.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Lana am 11. Dezember 2020, 12:42:22
Meine ersten Versuche sind eher traurig und unromantisch.
Meine Kindheit war schlimm, so dass ich mich jeden Tag in meine Fantasiewelt verzogen habe. Irgendwann habe ich mich in meine Freunde und meine Fantasiefamilie verliebt und Texte dazu erfunden. Sie hatten alle ihre Eigenheiten und stets wurde ich vor den Finsteren Monstern der Wirklichkeit gerettet.
Die Texte habe ich immer noch. Sie haben mich davor bewart, den Glauben an etwas Gutes zu verlieren. Nicht aufgeben, durchhalten und hoffen, dass es irgendwann besser wird.
Und jetzt habe ich meinen Debütroman veröffentlicht (der natürlich nichts mit den Ersten Geschichten zutun hat) und weiß für mich, dass das der richtige Weg ist.
LG Lana
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Herbstblatt am 11. Dezember 2020, 16:35:13
Ah, damit bist du nicht allein. Ich habe etwas ganz Ähnliches gemacht und tu das im Grunde immer noch. Auch wenn es heute wohl besser ist als damals, die Nachwirkungen verfliegen nicht, huh?  :P Bisher sind meine Geschichten auch nicht persönlich geworden, aber Schreiben ist dennoch eine gute Möglichkeiten von der ganzen Scheiße abzulenken, die da draußen um einen passiert.
Na... ich würde sagen, das Gute daran ist, dass ich - und du wohl auch - die Leidenschaft zum Schreiben entdeckt haben.  :P
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Merlinda am 19. Januar 2021, 09:19:20
Oh ... meine allerersten Geschichten handelten von meinem Hund.
Dann mit 12 hab ich Narnia gelesen und zack ... da kam mir die Idee, ich könne sowas auch. Also Zettel und Stift zur Hand genommen und drauf losgeschrieben. Mein erster "Fantasyroman" mit knappen 250 Seiten am PC. Über die Jahre immer wieder zur Hand genommen und überarbeitet. Das Original aber unantasbar in der Dropbox gespeichert. :D
Und tatsächlich hänge ich an "Alamena". Mit der Geschichte hab ich sogar einen Literaturwettbewerb gewonnen. DAs erste Mal, dass ich für das Schreiben Geld bekommen hab. Gott, war ich stolz. Und schlagartig kam eine Geschichte nach der anderen. Und das war dann irgendwie auch ein bisschen mein Verhängnis. Ich hab über 21 angefangene Geschichten, hab mich total verrannt und versuche gerade das ganze Chaos irgendwie zu sortieren.  :omn:

Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Tina am 19. Januar 2021, 10:25:21
Meine ersten Geschichten handeln allesamt um das Thema Pferde. Von "Entfernte Tante stirbt und veerbt Mädchen ein Pony" über Reiterferien und Turniere. Kern der Geschichte war häufig, dass die Protagonistin ein Pferd geschenkt bekommen hat und damit Abenteuer bestreitet. Das war damals - oh Wunder - auch mein größter Traum.  ;D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Araluen am 19. Januar 2021, 10:27:34
Hihi ohja das kenne ich zu gut @Tina. Das war damals auch mein Traum und Inhalt von zusammengesponnenen Geschichten. Oder die Heldin reißt mit ihrem Pflegepferd aus, dass der Besitzer eigentlich zum Schlachter bringen wollte oder andere beliebige Gemeinheiten.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Angela am 19. Januar 2021, 10:30:18
Zitat von: Araluen am 19. Januar 2021, 10:27:34
Hihi ohja das kenne ich zu gut @Tina. Das war damals auch mein Traum und Inhalt von zusammengesponnenen Geschichten. Oder die Heldin reißt mit ihrem Pflegepferd aus, dass der Besitzer eigentlich zum Schlachter bringen wollte oder andere beliebige Gemeinheiten.
DAS kann man sicher auch noch verkaufen wie geschnitten Brot. Pferde gehen immer.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Tina am 19. Januar 2021, 10:57:49
Zitat von: Araluen am 19. Januar 2021, 10:27:34
Hihi ohja das kenne ich zu gut @Tina. Das war damals auch mein Traum und Inhalt von zusammengesponnenen Geschichten. Oder die Heldin reißt mit ihrem Pflegepferd aus, dass der Besitzer eigentlich zum Schlachter bringen wollte oder andere beliebige Gemeinheiten.

Ohja, stimmt die gute alte "ich rette dich vor dem Schlachter"-Geschichten gab es bei mir auch. Ich muss mal den alten Rechner meiner Eltern durchforsten, da findet man sicher noch so einige "Schätze".  :versteck:
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Cooky am 19. Januar 2021, 11:07:06
Meine erste Geschichte habe ich in der fünften Klasse in krakeliger Handschrift geschrieben und in einem Papphefter abgeheftet.
Ging um Piraten und bis zum Ende der 20 Seiten sterben alle.
Ob das nun als erster Versuch als Autor zählt, kann ich nicht sagen. Ich glaube meine Eltern haben es gelesen, also hatte ich zumindest schon ein Publikum. :D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Barra am 19. Januar 2021, 12:02:44
Unsere Deutschlehrerin hat uns seit der 5. Klasse darin bestärkt zu schreiben/ selbst was zu erfinden. Und aus den Aufgaben verselbstständigten sich diverse Projekte. Wir haben mit mehreren Mädels (unterm Tisch) Lovestorys ausgetauscht á la Bravo!  :versteck: Die hab ich dann auch für andere geschrieben.  :hmmm:
Dazu gab es dann auch eine pikante Anekdote
Sorry but you are not allowed to view spoiler contents.


In der 9. Klasse gab es dann richtig große Projekte. Ich bekam einen eigenen Rechner und musste nicht mehr umständlich mit der Hand schreiben.
Da gab es dann die 10teilige Geschichte über eine Elfe namens Shot, die auf einen Elf namens Arrow und ein Kind namens Little Snowball trifft.
Eine sehr lange FanFiction zu Elfquest und meinem ElfQuest Charakter Barra la Garra. Zudem fing ich an ganz viele Foren-Rollenspiele und RoundRobins zu spielen/ schreiben.
Und als drittes großes Werk: Da wir es ja mit Pferden hatten: Ich hatte das Vergnügen an einem Schüleraustausch mit Amerika teilnehmen zu dürfen und dann gab es eine lange Strecke voll: Ich will eine Mustang-Ranch und Cowboy sein! Daher gab es da eine sehr große Geschichte namens "Rotide".

Mehr hab ich früher während der Schulzeit gar nicht geschrieben. Das meiste spielte sich immer in meinem Kopf ab. :rofl:
Von all diesen Werken gibt es nur noch eine ausgedruckte (unvollständige) Version von Rotide. Und die handschriftlichen Lovestorys. Der Rest fiel diversen Rechner-Crashs und Festplattenverlusten zum Opfer.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Herbstblatt am 19. Januar 2021, 15:56:08
Zitat von: Merlinda am 19. Januar 2021, 09:19:20

Und tatsächlich hänge ich an "Alamena". Mit der Geschichte hab ich sogar einen Literaturwettbewerb gewonnen. DAs erste Mal, dass ich für das Schreiben Geld bekommen hab. Gott, war ich stolz.

Oh, wie schön.  :)


Vor kurzem hab ich meine ersten Geschichten ausgepackt und drübergelesen... Ich hab's nicht geschafft, es ist zu... uuh ... cringy? Die eine ist ein Psychothriller, die zweite eine Vampirgeschichte (nein, kein Twilightkram, die war richtig grausig) und die dritte uuuh... eine Romanze zwischen Geschwistern. Irgendwann danach bin ich bei Fantasy gelandet und seither geblieben, die Geschichten sind eindeutig besser, haha.  :D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Venetia am 21. Januar 2021, 18:14:23
Wie interessant die unterschiedlichen Antworten sind. Ist ja fast alles dabei!  ;D

Ich habe mit FanFiktion angefangen, im Disney und danach im Anime-Fandom. Geschichten aus Grammatik- und Plotfehlern zwischen Elsa aus die Eiskönigin und Jack Frost von die Hüter des Lichts. Jetzt betrachtet sind sie grausam zu lesen  :rofl: Nachdem dann der Hype um Die Eiskönigin 1 abgeklungen ist, habe ich zu Animes und Mangas gefunden. Mit Attack on Titan habe ich einen mürrischen Charakter namens Levi entdeckt - und mich "verliebt". Seine mürrische Art, der Sauberkeitstick, der Fakt, das er gar nicht existiert und ich mir daher niemals Gedanken darüber machen muss, wie ich ihn anspreche :d'oh: Die Geschichten waren dann von der Rechtschreibung besser, aber der Plot hat mir vorne und hinten nicht gereicht.
Ich war damals intuitiv und habe nur aus dem Bauch raus geschrieben. Die Grundidee war da, der Hang zu Klischees hat sich dazu gesellt. Etliche Beiträge über die Fandoms gelesen. Immer und immer wieder Film und Serie gesehen. Aber mir einen Plot grob zu planen hat mir große Schwierigkeiten bereitet. Vielleicht habe ich gerade deswegen es nie geschafft, die Geschichten zu beenden...  :flausch:

Danach gab es eine Pause vom Schreiben, wenn ich mich recht erinnere. Folgend von kleineren Projekten, aber ich habe immer noch Schwierigkeiten, etwas zu ende zu bringen. Im Moment ist es aber eher das Anfangen - keine Muse, die mich segnet. Oder heimsucht. Da fällt mir aber gerade jetzt etwas ein, ein kleiner Fetzen... Na, die Muse kommt wohl doch noch.  :winke:
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Gimpel am 01. Februar 2021, 22:04:43
Huh, mit Fanfiction bin ich im Alter von 21 wieder eingestiegen - allerdings, nachdem die Anime und Manga mich vorher erfolgreich vom Schreiben abgehalten hatten. Dafür waren meine Schul- und Unihefte immer hübsch mit meinen Charakteren verziert. Ab und zu zeichne ich jetzt sogar noch welche...

Mein erster Schreibversuch war allerdings etwas ganz Anderes, mit 11 oder 12... ich bin mir nicht mehr sicher. Was ich noch weiß, ist, dass ich Leseverbot hatte, weil ich meine Englischvokabeln nicht gelernt hatte und meine Mutter Angst hatte, ich könnte süchtig werden, weil ich die Bücher im Tagesrhythmus verschlungen habe. War ihr wohl unheimlich. Und meine kleine Schwester war sauer, weil ich nicht mit ihr spielen wollte.
Zur Folge hatte das Ganze allerdings nicht, dass ich Vokabel gelernt habe, sondern wahnsinnig verärgert meine eigenen Geschichten auf die Rückseite meines Malpapiers gekritzelt habe - winzigklein, schief und mit Bleistift. Ich dachte "Wenn ich schon nicht lesen darf, schreibe ich mir halt selber was!"
Geworden ist es dann so eine Art märchenhafte Fantasywelt mit einem Volk, das sich "Dämmerlinge" nannte, sich Pflanzennamen gab, in so Blätterhütten schlief und das letzte der "verwunschenen Völker des Waldes" war. Ich glaube, ich habe damals sogar ein paar fürchterliche Gedichte darüber geschrieben.
Nachgespielt wurden die ganzen Geschichten dann mit Playmobil. Das hat zumindest meine kleine Schwester glücklich gemacht. Und bevor ihr fragt: Ich wurde exzellent darin, Bücher herumzuschmuggeln ;)
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Trippelschritt am 02. Februar 2021, 05:35:57
Hey, das ist gut. Könnte ein Plotbunny werden. Mach was draus.

Liebe Grüße
Trippelschritt
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Shared am 01. März 2021, 14:19:02
Hallo!

Ehrlich gesagt, ist es bei mir echt lustig gewesen. Ich war und bin heute noch total verliebt in das Videospiel Legend of Zelda Ocarina of Time.  ;D

Mein erster Schreibversuch bestand darin, mit 17 einen Roman basierend auf der Story dieses Spieles zu schreiben, allerdings hat der nicht lange gehalten, weil es sehr schnell Logik-Brüche in der Story gab  ::)

Das Konzept habe ich tatsächlich noch im Kopf, aber dann richtig geschrieben habe ich, als ich anfing, über meine Schwierigkeiten zu reflektieren. Hab so meine Gedanken niedergeschrieben und damit sortiert.

Die Hefte habe ich heute noch.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Mari am 01. März 2021, 14:49:58
Also mein erstes Werk mit 7 oder so war eine Geschichte von immerhin 3(!) A4-Seiten á la TKKG oder Fünf Freunde. Inklusive Begleithund und einem einfallsreichen Akronym aus den Vornamen: ALIS  :rofl:
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Herbstblatt am 01. März 2021, 14:52:35
@ Shared: Ich glaube, Logiklücken hat man in den Anfängen oft, zumindest ging es mir damals so.  :P Wobei ... möglicherweise sind diese Lücken nicht dir geschuldet, das Spiel selbst hat ja viele Logikfehler. :D

Und ich finde es immer schön, wenn man die ersten Versuche aufhebt, auch wenn ich sie nicht lesen kann, ohne dass es sich in mir ... cringt.

Übrigens... was ich bei meinem ursprünglichen Post nicht erwähnt habe, Mari hat mich gerade daran erinnert. Ich war ein großer Fan von der Knickerbockerbande und habe dann meine eigenen Kinderkrimis geschrieben, die auch aus einer Bande von vier Kindern bestanden, bei mir waren es allerdings vier Mädchen. Ah, die Geschichten waren grottig, aaaah  :D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Galaxy am 01. März 2021, 17:43:54
 Meine ersten Schreibversuche waren irgendwann mit 8 Jahren oder so.
Ich habe immer A4-Blätter in der Mitte gefaltet, damit ich ein "Buch" hatte. Dabei bestanden meine Geschichte immer mehr aus Zeichnungen, als dass da wirklich ein Text gestanden ist.
Wenn ich daran zurückdenke, wie meine Schreibversuche gestartet haben, würde ich mich am Liebsten irgendwo verstecken.  :versteck:
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Guddy am 02. März 2021, 10:23:31
Habe mit 7 oder 8 Jahren angefangen. Zwischen 10 und 12 hatte ich meine produktivste Phase und an meiner längsten Geschichte insgesamt etwa 100 DinA4 Seiten geschrieben. Hach, das war toll! Die Geschichten habe ich alle immernoch.

Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Shared am 14. März 2021, 13:44:59
Zitat von: Herbstblatt am 01. März 2021, 14:52:35
@ Shared: Ich glaube, Logiklücken hat man in den Anfängen oft, zumindest ging es mir damals so.  :P Wobei ... möglicherweise sind diese Lücken nicht dir geschuldet, das Spiel selbst hat ja viele Logikfehler. :DD

Da hast du wahrscheinlich Recht, zumal man ja als Anfänger ja auch keine wirklich genaue Vorstellung davon hat, wie man seine eigene Story strukturiert und aufbaut  :D

Findest du wirklich, dass das Spiel so viele Logilücken hat? In meiner Erinnerung habe ich die Story ziemlich stimmig im Kopf, aber es ist ja auch eine Weile her, daher kann ich mich auch irren. Link war jedenfalls damals einer meiner Schwärme aus der Kindheit (hatte tatsächlich mehrere)

Jetzt möchte ich auch nicht mehr mitansehen, wie ich angefangen hab, aber das ist ja normal, die ersten Schritte sind fast immer holprig XD
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Herbstblatt am 14. März 2021, 15:04:02
Hm, ja offenbar bringt Ocarina of Time die Timelines ziemlich durcheinander... Die Spiele sind ja miteinander verbunden. Recherchier darüber ein bisschen im Internet und mach dir selbst ein Bild davon.  :D
Außerdem... dieses in die Vergangenheit und in die Zukunft reisen programmiert Logikfehler vor, denke ich, oder zumindest tappt man da leicht in eine Logikfalle. Wenn da parallel zwei Timelines ablaufen... in Harry Potter gab's diesbezüglich auch irgendeinen Logikfehler (der Band mit dem Zeitumkehrer, falls du es gelesen hast). Ich vermeide es, so etwas in meine Geschichten einzubauen, denn ich denke nicht, dass man das ganz ohne Logikfehler einbauen kann. Obwohl mir diese Zeitreisen ja schon gefallen...  :P
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Curlincess am 11. Juli 2021, 07:39:01
Bei mir warens am Anfang (ca. 12 Jahren) ausschließlich Fanfiktions die ich immer angefangen, aber leider Gottes nie zuende geschrieben habe. Hauptsächlich Fanfiktions zu Warrior Cats, aber auch viel Harry Potter und zu einem Onlinespiel namens Sweet Amoris habe ich auch was gefunden.  :rofl:
Und auch die erste richtige Romanidee hat nie ein Ende gesehen. Da ging es um eine junge Engelin, eine Novizin, die eigentlich zum Schutzengel ausgebildet werden will, aber sich dann herausstellt, dass sich ein Gewaltenengel (Engel die gegen Dämonen kämpfen) um sie annehmen soll. Sie ist richtig enttäuscht darüber, findet aber heraus, dass sie trotz ihrer schüchternen und ängstlichen Art das Zeug zum Kämpfen hat und verliebt sich dann sogar in ihren Mentor  ::) Das habe ich so mit 15 geschrieben.
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: springcrow am 22. September 2021, 21:59:28
Meine erste, richtig lange Geschichte (über 200 Seiten) habe ich vor Wochen erst beim Ausmisten gefunden. Mit 16 hab ich die geschrieben und musste ein bisschen lachen, als ich erkannt habe, dass ich da ohne große Absicht einen seltsamen Genremix aus Dragonball und Herr der Ringe geschaffen hatte  :hmhm?: Eine zusammengewürfelte Abenteurergruppe auf Quest, ein McGuffin, zwei Auserwählte und am Ende eine Fuuuusion der beiden um die große böse Königin zu besiegen... einige der Charaktere habe ich später dann in Rollenspielen als NPCs benutzt, oder sie in anderen Geschichten verwendet. Denn die Figuren waren gut, aber die Geschichte, ein einziges Zusammenklauen und Zusammenkleben von Dingen, die einfach nicht zusammenpassen  ;D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Exlibris am 25. September 2021, 13:17:10
Ach ja, süße Erinnerungen ...

Meine ersten literarischen Versuche fanden so in etwa mit sechs oder sieben Jahren statt. Ich habe die Geschichten teilweise per Hand und teilweise auf der alten klapprigen Schreibmaschine meines Opas geschrieben.

Damals stand ich unmittelbar unter dem Einfluss von Serien wie Avatar, Yu-Gi-Oh! und Pokemon und Büchern wie Fünf Freunde und Harry Potter. Meine Geschichten kann man sich als seltsames Konglomerat dieser Franchises vorstellen.  :vibes: Es ging um eine Gruppe Kinder, die eines Tages mitten aus ihrem friedlichen Leben gerissen und in andere Welten katapultiert wird. Die Charaktere müssen lernen, mit ihren Fähigkeiten umzugehen und sich am Ende der Verkörperung des absolut Bösen stellen, das in Wirklichkeit der Stern ist, der die Menschheit am Anbeginn der Zeiten verflucht hat ...

Die Geschichten waren wirklich bizarr. Von magischen Luftschiffen über Wien bis hin zu einer Mauer, die sich aus den Überresten von Atlantis erhob, um die Arktis vor einer Invasion von Feuerelementaren zu beschützen, war alles vorhanden.

Mein Lieblingscharakter kämpfte übrigens mit magischen Sammelkarten ... :rofl:

Zitat von: springcrow am 22. September 2021, 21:59:28
Denn die Figuren waren gut, aber die Geschichte, ein einziges Zusammenklauen und Zusammenkleben von Dingen, die einfach nicht zusammenpassen  ;D

@springcrow Ganz genau. Das Gefühl kenne ich. :rofl:
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Vidora am 25. September 2021, 16:46:21
Meine Mutter hat viele solcher Sachen zum Glück aufgehoben. War super witzig, das mal durchzublättern. Ich muss so ungefähr 11 gewesen sein (die Jungs und Mädels in den Geschichten waren alle 11, deswegen halte ich das für sehr wahrscheinlich), und in jeder einzelnen Geschichte kam ein Hund vor. Die Hundeliebe war sehr stark in mir  ;D Meistens ging es um so typische Kindersachen, ein bisschen Schule, dann sowas wie Buden bauen oder Schwimmen gehen. Und ich hatte alles illustriert :D
Titel: Re: Eure ersten Versuche als AutorIn
Beitrag von: Damiano am 10. Juni 2022, 12:01:38
Oje, ich weiß noch, wie ich mit 7 Jahren anfing, Eindrücke durch das Schreiben und Zeichnen zu verabeiten.

Ich hatte in einer Nacht von einem Kamel geträumt, das von einem Jäger angeschossen und durch einen Tiger gerettet wurde, und musste mich am nächsten Morgen gleich hinsetzen, um ein Bild daraus zu machen. Ich beschloss dann, meine sich noch in der Entwicklung befindenden Schreibfähigkeiten zu nutzen, und gleich eine Geschichte zu schreiben. Der Titel lautete: Das halbtote Kamel.  ;D

Ich müsste mal den Ordner mit dem Werk raussuchen, dann könnte ich Beispiele davon hier zeigen. Ich neigte jedenfalls dazu, Bilder und Text sich gegenseitig ergänzen zu lassen. Soll heißen, der Text schilderte eine Ausgangssituation, ein Bild zeigte die Geschehnisse daraufhin, nur damit hinterher wieder im Text die weitere Konsequenz dargelegt wurde.

Eine Stelle ist mir sehr eindrücklich in Erinnerung geblieben:

Das Kamel hat den Angriff des Jägers hinter sich.
Geschrieben steht: "Nun muss er auf Krücken gehen."
Ein Bild dazu zeigt, wie das Kamel tatsächlich auf Krücken zwischen zwei wütend dreinblickenden Artgenossen steht.
Kommentar hierzu: "Doch zwei Dromedare wollten es fressen!"  ???
Blättert man um, sieht man auf dem nächsten Bild das Kamel am Boden liegen, während die Dromedare wütend die Krücken schwingen.
Sehr unvermittelt steht dann dazu geschrieben: "Und das Kamel sagte: 'Schon wieder so etwas!'"
Die Szene endet automatisch und wir müssen wohl davon ausgehen, dass die Situation zugunsten des Kamels geklärt wurde.

Ich finde den Kommentar des Kamels so schön, weil ich genau weiß, in welchem Mindset ich ihn eingebaut habe und worauf ich damit anspiele: Alltägliche Resignation bezüglich verschiedener Unpässlichkeiten. Der Fahrradreifen geht kaputt, als es gerade anfängt zu regnen; dann reißt mein Schnürsenkel: "Schon wieder so etwas!"

Ich werde von einem Jäger angeschossen und danach von zwei wildgewordenen Dromedaren mit meinen Krücken verdroschen: "Schon wieder so etwas!"

Das ist zwischen meiner Frau und mir tatsächlich ein gängiger Spruch heutzutage aufgrund dieses Frühwerks.  ;D