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Eine Geisterwelt der Nacht - Brainstorming

Begonnen von Malou, 31. März 2022, 21:16:45

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Malou

Hallo ihr Lieben,

Diesen Post sehe ich als großen Fortschritt für mich, da ich mich äußerst schwer damit tue, wirklich um Hilfe zu bitten. Aber nun traue ich mich: Help me  :bittebittebitte: Ich stecke seit Wochen in einem Schreibtief, in dem ich Inspiration höchstens von weitem und von hinten sehe. Allerdings brauche ich Inspiration, um wieder Motivation zu finden und in meiner Geschichte weiterzukommen.

Es geht hier um ein reines Brainstorming. Hoffentlich ist das erlaubt, ich war mir nicht ganz sicher.

Infos zum Romanprojekt falls gewünscht

Kurze Info zum Worldbuilding
Sorry but you are not allowed to view spoiler contents.


Worum es sonst so geht
Sorry but you are not allowed to view spoiler contents.



Die Fragen

  • Welche Fähigkeiten könnten Geister haben? Die klassischen kenne ich natürlich, aber es kann gern alles genannt werden, was einfällt
  • Wenn Geister nach dem Tod in ihrer eigenen Welt leben, welche Fähigkeiten haben sie dort und wie manifestieren sie sich? Wo ist der Unterschied zwischen diesen Geistern und lebenden Menschen, die dieser Welt einen Besuch abstatten? Sehen Menschen dann anders aus als sie und sind in ihren Fähigkeiten eingeschränkt? Da es immer noch eine Geistergeschichte ist, sollten die Geister dennoch irgendwie Geister sein. Ich fände es trotzdem uncool, wenn sie in ihrer eigenen Welt ebenfalls nur immateriell rumschweben.
  • Wie sähe für euch eine Geisterwelt aus, um als solche gelten zu dürfen und nicht einfach irgendeine Fantasywelt zu sein? Die Leser erwarten eine Geist-Story und sollen natürlich auch irgendwie eine bekommen. Ich kann nicht von einer Geisterwelt sprechen und dann eine "klassische" Mittelalter-High-Fantasy-Welt bauen. Wie sehen die Geister dort aus, was brauchen sie zum Überleben und welche Naturgesetze gelten in dieser Welt?
  • Was fällt euch alles zu einer Welt ein, in der immer Nacht herrscht? Welche Tiere, Pflanzen, Naturgewalten, usw. gibt es dort?

Mir ist klar, dass es viele Fragen sind, hoffentlich ist das okay  :bittebittebitte: Ihr könnt euch auch gern eine einzelne rauspicken. Natürlich habe ich mir selbst schon viele Gedanken zu allem gemacht und bereits einen Haufen an Notizen dazu, aber ich stecke gerade total fest und brauche einen frischen Blick. Hauptsächlich kracht es in meinem Hirn bei dem Versuch, eine Geisterwelt mit ihren eigenen Gesetzen zu erschaffen, die einer Geisterstory gerecht wird, wo aber dennoch auch Menschen hinkönnen, die aber irgendwie anders sein müssen als die Geister da sonst unlogisch (Geister sind auf der Erde ja auch anders als Menschen), und wo es auch noch möglich ist, Dinge zu berühren, also irgendwie körperlich zu sein, damit es nicht zu abstrakt wird. Ehhhhhhhhhh mein Hirn hat es irgendwie geschafft, sich beim Grübeln in einen fetten Knoten reinzureiten, please try again later  :gähn:

Ich danke jedem, der sich die Mühe macht, mir ein wenig Inspiration zurückzuschenken  :flausch:
»Ich werde dich nicht töten, Ossian von Cumhaill. Nein, ich werde zusehen, wie du lebst.«.


Biene

Hallo @Malou , ich liebe Brainstorming, darum würde ich gerne ein wenig mit überlegen.
Mir sind einige Fragen in den Sinn gekommen, die in Richtung Rahmenbedingungen für die Überlegungen gehen.

Sollen sich die Geister in Theia wohlfühlen oder soll es eher eine gruselige, unwirtliche Welt sein? (Könnte mir beides vorstellen.)
Sollen dort die uns bekannten Naturgesetze herrschen oder gelten sie nicht? (Letzteres würde die Sache deutlich vereinfachen.)
Brauchen die Geister in Theia besondere Fähigkeiten? Können sie dort vielleicht "normal" - sprich ohne die besonderen Fähigkeiten sein, die sie in der Menschenwelt haben, während Menschen, die nach Theia kommen nur dort besondere Fähigkeiten haben? Umgedrehte Welt sozusagen.

Noch eine andere Frage habe ich: Warum müssen Salia und Nevan das Heilmittel suchen, wenn Salia doch weiß, wo es ist?

LG
Biene
Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi)

AlpakaAlex

Hmm, meine ersten zwei Gedanken beim Lesen sind:
Vorsicht mit Schamanen. Weil das Konzept "Schamane" hängt eng mit Kolonialismus zusammen.
Und vorsichtig mit "erbbare Krankheiten heilen", weil das schnell in Ableistische Tropes überläuft.

Zitat von: Malou am 31. März 2022, 21:16:45

  • Welche Fähigkeiten könnten Geister haben? Die klassischen kenne ich natürlich, aber es kann gern alles genannt werden, was einfällt
  • Wenn Geister nach dem Tod in ihrer eigenen Welt leben, welche Fähigkeiten haben sie dort und wie manifestieren sie sich? Wo ist der Unterschied zwischen diesen Geistern und lebenden Menschen, die dieser Welt einen Besuch abstatten? Sehen Menschen dann anders aus als sie und sind in ihren Fähigkeiten eingeschränkt? Da es immer noch eine Geistergeschichte ist, sollten die Geister dennoch irgendwie Geister sein. Ich fände es trotzdem uncool, wenn sie in ihrer eigenen Welt ebenfalls nur immateriell rumschweben.
  • Wie sähe für euch eine Geisterwelt aus, um als solche gelten zu dürfen und nicht einfach irgendeine Fantasywelt zu sein? Die Leser erwarten eine Geist-Story und sollen natürlich auch irgendwie eine bekommen. Ich kann nicht von einer Geisterwelt sprechen und dann eine "klassische" Mittelalter-High-Fantasy-Welt bauen. Wie sehen die Geister dort aus, was brauchen sie zum Überleben und welche Naturgesetze gelten in dieser Welt?
  • Was fällt euch alles zu einer Welt ein, in der immer Nacht herrscht? Welche Tiere, Pflanzen, Naturgewalten, usw. gibt es dort?
1. Also Ideen, die ich so zum Thema Fähigkeiten von Geistern hätte:

  • Leichten Einfluss auf die Menschenwelt nehmen
  • Von Leuten Besitz ergreifen
  • Leuten ihre Erinnerungen zeigen/ihre Erinnerungen projizieren können
  • Etwaige Visionen (spezifisch durch die Geisterwelt) haben
  • Mit dem Jenseits kommunizieren
2. Also ich kann dir sagen, wie es mit der Astralwelt in meiner Urban Fantasy Welt aussieht. Dort nehmen Geister (egal ob die Geister von Toten, als auch die Geister von Lebenden) eine Form an, die ihrem Charakter entspricht, sofern sie nicht Energie darauf aufwenden, sich anders zu manifestieren.
3. Für mich wäre eine solche Geisterwelt ein Schatten der realen Welt.
4. Google "Lunarpunk". Das wäre mein erster Gedanke dazu.
 

Gizmo

Über die anderen Sachen müsste ich genauer nachdenken, aber ein paar Gedanken zu diesem hier:
ZitatWas fällt euch alles zu einer Welt ein, in der immer Nacht herrscht? Welche Tiere, Pflanzen, Naturgewalten, usw. gibt es dort?

  • Nacht: Wenn es immer dunkel ist, wie kalt ist es? Folgt diese Welt überhaupt den Naturgesetzen, oder ist es einfach trotzdem einigermaßen warm? Wenn es eine natürliche Begründung gibt, wo kommt die Wärme her?
  • Pflanzen: Alles, was dort wächst, müsste ohne Phototsynthese auskommen, z.B. wie Pilze. Besonders farbenfroh wären die Pflanzen wahrscheinlich nicht, weil Farbe (als Warnung, Lockmethode usw.) nur bei der Existenz von Licht wirklich Sinn ergibt. Je nachdem, wie Kreaturen in dieser Welt sehen - falls sie überhaupt Sicht als prominenten Sinn nutzen - können sie vielleicht gar keine Farben wahrnehmen. Pflanzen könnten also eher den Geruchssinn ansprechen, oder - falls Sehen doch eine Rolle spielt - mit Fluoreszenz arbeiten.
  • Tiere: Würden wahrscheinlich nicht Sehen als einen ihrer prominenten Sinne nutzen. Du sagst, es ist mal heller, mal dunkler, aber in einer Jahreszeit auch komplett dunkel. Damit müssen die Tiere entweder klarkommen, oder sie begeben sich in eine Art Winterschlaf während dieser Zeit.
    Die Augen der Tiere, wenn sie sie nutzen, sind sicher gut an schwaches Licht angepasst. Ihr Geruchssinn wäre vermutlich sehr gut. Einige orientieren sich vielleicht mit Echolot wie Fledermäuse oder Vibrationen im Untergrund, falls sie unter der Erde leben, usw. Warnungen, Balzverhalten usw. würden vielleicht über Geruchsstoffe oder Fluoreszenz passieren.
"Appears we just got here in the nick of time. What does that make us?"
"Big damn heroes, sir!"
- Joss Whedon's "Firefly", Episode 5, "Safe"

Brillenkatze

Hallo @Malou  :),

ein wüstes Fragenpotbourri, dass sich mir da stellt:

Wie lang ist so ein Geisterleben in Theia? Gibt es dort Geister aus verschiedenen Epochen? Sieht man denen das an?

Wenn Menschen auf nicht ganz so schöne bis unnatürliche Art ableben, wie sehen dann deren Geister aus? Lassen die das hinter sich? Haben Geister Traumata oder Ängste entwickelt wegen ihres Todes?
Haben Selbstmörder eine Wahl, ob sie nach Theia gehen oder ins Jenseits?

Ist es dort stockdunkel oder dämmer-dunkel? Gibt es Mond und Sterne?

Überlagern sich die Menschen- und die Geisterwelt, d.h. sind die nur auf verschiedenen Ebenen der Realität? Oder sollen das komplett voneinander getrennte Orte sein?

Was wissen die normalen Menschen in deiner Welt über den Tod? Haben sie dort die gleiche Furcht vor dem Tod wie in unserer?

Ich hoffe, das war jetzt nicht bloß verwirrend  :)
"But have you ever noticed one encouraging thing about me, Marilla? I never make the same mistake twice."
"I don't know as that's much benefit when you're always making new ones."
- Anne of Green Gables, Lucy Maud Montgomery

Malou

Danke euch für all eure Ideen und Fragen!

@Biene

Ich erkläre dir, welche Ideen ich schon hatte. Keine dieser Antworten soll allerdings in Stein gemeißelt sein. Daher das Brainstorming, weil ich das Gefühl habe, festzustecken und mich für Neues öffnen will. Viele dieser Fragen stelle ich mir auch dauernd selbst  :rofl: Sieh die Antworten also bitte nicht als Grenze des Denkens. Lediglich als etwas, was schon als Möglichkeit dort ist, sich aber auch noch anders entwickeln kann :)

ZitatSollen sich die Geister in Theia wohlfühlen oder soll es eher eine gruselige, unwirtliche Welt sein? (Könnte mir beides vorstellen.)
Es ist bisher ein wenig von beidem. Theia ist die natürliche Heimat der Geister, sodass sie sich natürlich auch irgendwie dort wohlfühlen und dort ein Zuhause haben. Allerdings ist es auf Theia nicht ungefährlich. Es gibt voraussichtlich 5 Ringe. Der erste Ring ist noch relativ irdisch. Der zweite wird flüssig, es gibt ein Metallmeer. Der dritte Ring geht auf die Rauchebene, Nebel und Wolken sind hier im Fokus. Der vierte Ring geht in Richtung Ultraschall usw. Da hab ich noch echt keine Ahnung, wie ich das darstelle. Der fünfte Ring umfasst alle anderen, ein bisschen so wie das Weltall die Erde umfasst. Er ist ein ewiger magnetischer Sturm. Hinzu kommt, dass das Gift der Vindictas (Rachegeister) sich natürlich überall irgendwie ausbreitet. Du siehst, es ist eine Welt mit ihren Herausforderungen. Es soll aber alles in allem keine Strafe sein. D.h. die Geister, die dorthin kommen, freuen sich erstmal, dass sie noch ein weiteres Leben (wie lang auch immer) dort verbringen können.

ZitatSollen dort die uns bekannten Naturgesetze herrschen oder gelten sie nicht? (Letzteres würde die Sache deutlich vereinfachen.)
Siehe Erklärung von vorhin. Die Naturgesetze verändern sich immer mehr, je weiter wir uns vom ersten Ring fortbewegen. Da stellt sich natürlich die dringende Frage, wie der Körper der Geister beschaffen sein muss, damit er all diese Veränderungen aushält - und welche er vielleicht eben nicht aushält und daran endgültig stirbt und ins Jenseits weitergeht.

ZitatBrauchen die Geister in Theia besondere Fähigkeiten? Können sie dort vielleicht "normal" - sprich ohne die besonderen Fähigkeiten sein, die sie in der Menschenwelt haben, während Menschen, die nach Theia kommen nur dort besondere Fähigkeiten haben? Umgedrehte Welt sozusagen.
Hm die Idee finde ich erst einmal sehr interessant. Bisher dachte ich daran, dass die Geister durchaus gewisse Fähigkeiten beibehalten, die sie auf der Erde haben (Einfluss auf Magnetismus z.B.), und die Menschen es eher schwerer hätten in dieser Welt. Ihr noch irdischer Körper würde sie eher behindern. So könnte jede Bewegung deutlich schwerer auszuführen sein, es zieht einen ungewöhnlich nach unten usw. Daran, dass Menschen auf Theia Fähigkeiten haben könnten, die die Geister nicht haben, hatte ich noch gar nicht gedacht  :hmmm: Mir will nur grad nicht einfallen, welche das sein könnten...


@AlpakaAlex
ZitatVorsicht mit Schamanen. Weil das Konzept "Schamane" hängt eng mit Kolonialismus zusammen.
Welchen Begriff würdest du denn verwenden für Menschen, die Heilung in Bezug auf Einflüsse von Geistern usw. vornehmen? "Heiler" wollte ich nicht nehmen, da ich diesen Begriff bereits in meiner Chakra-Saga verwende. Ich tu mich immer schwer damit, solche Bezeichnungen vollkommen außen vor zu lassen, da ich die Ursprünge würdigen möchte - und das Thema "Geister" ist vom Ursprung her kein sehr europäisches, oder irre ich mich da? Ich bin offen für andere Vorschläge.

ZitatUnd vorsichtig mit "erbbare Krankheiten heilen", weil das schnell in Ableistische Tropes überläuft.
Danke für den Hinweis, ich bemühe mich, darauf zu achten. Ich arbeite in diesem Roman damit ein Thema auf, das mich selbst stark beschäftigt und daher ist es mir wichtig, darüber zu sprechen.

Danke für deine ganzen Ideen, ich notier mir das und brüte dann darüber  :D

ZitatFür mich wäre eine solche Geisterwelt ein Schatten der realen Welt.
Was bedeutet "Schatten" hier für dich? Eine negative, schlechte Welt, eine Art Gefängnis?

ZitatGoogle "Lunarpunk". Das wäre mein erster Gedanke dazu.
Okay den Begriff kannte ich noch nicht, ich mach mich mal schlau  :jau:


@Gizmo
ZitatNacht: Wenn es immer dunkel ist, wie kalt ist es? Folgt diese Welt überhaupt den Naturgesetzen, oder ist es einfach trotzdem einigermaßen warm? Wenn es eine natürliche Begründung gibt, wo kommt die Wärme her?
Die Temperatur ist so eine Sache, auf die ich bisher nicht klarkomme. Ich kann mich nicht entscheiden, ob es überhaupt sowas wie Temperatur gibt auf Theia oder ob es dort neutral ist bzw. als neutral empfunden wird, da es eine Welt der Toten ist. Wenn wir Temperatur haben, dann muss ich mir nämlich die Frage stellen, ob die Geister erfrieren könnten  :d'oh: Man könnte anstelle von Temperatur vielleicht andere Dinge spüren. Manche Situationen rauben z.B. Energie oder geben Energie. Wo die Wärme herkommt... Tja. Da es immer Nacht ist, gibt es eventuell einen Mond und Sterne. Ebenfalls ist Theia noch mit der Erde verbunden, und zwar über die Polarlichter, was ja im wahrsten Sinne des Wortes Sonnenenergie ist.

ZitatPflanzen: Alles, was dort wächst, müsste ohne Phototsynthese auskommen, z.B. wie Pilze. Besonders farbenfroh wären die Pflanzen wahrscheinlich nicht, weil Farbe (als Warnung, Lockmethode usw.) nur bei der Existenz von Licht wirklich Sinn ergibt. Je nachdem, wie Kreaturen in dieser Welt sehen - falls sie überhaupt Sicht als prominenten Sinn nutzen - können sie vielleicht gar keine Farben wahrnehmen. Pflanzen könnten also eher den Geruchssinn ansprechen, oder - falls Sehen doch eine Rolle spielt - mit Fluoreszenz arbeiten.
Das sind ein paar interessante Gedanken, danke dafür. Ich kam noch gar nicht auf die Idee, dass der Sehsinn vielleicht weniger dominant sein könnte als andere Sinne. Welcher Sinn könnte der dominanteste sein? Ich wäre im ersten Impuls beim Tastsinn, der aber erweitert ist. Ich spüre also nicht nur, was ich konkret anfasse, sondern alles, was sich in der Nähe befindet, da Dinge eine Ausstrahlung haben.

ZitatTiere: Würden wahrscheinlich nicht Sehen als einen ihrer prominenten Sinne nutzen. Du sagst, es ist mal heller, mal dunkler, aber in einer Jahreszeit auch komplett dunkel. Damit müssen die Tiere entweder klarkommen, oder sie begeben sich in eine Art Winterschlaf während dieser Zeit.
Die Augen der Tiere, wenn sie sie nutzen, sind sicher gut an schwaches Licht angepasst. Ihr Geruchssinn wäre vermutlich sehr gut. Einige orientieren sich vielleicht mit Echolot wie Fledermäuse oder Vibrationen im Untergrund, falls sie unter der Erde leben, usw. Warnungen, Balzverhalten usw. würden vielleicht über Geruchsstoffe oder Fluoreszenz passieren.
Und noch ein paar spannende Gedanken! Ich frage mich ja immer, was es in einer Geisterwelt wohl zu riechen gibt. Ob die überhaupt noch riechen können. Ich dachte daran, dass sich der Geruchssinn anders bei ihnen äußerst. So könnte ein ursprünglich zitroniger Geruch ein Kribbeln in der Nase auslösen, während Lavendel die Luft schwerer erscheinen lässt (random Brainstorm ohne Begründung, warum das jetzt kribbelt oder schwer ist). Somit würde man sich die chemischen / physischen Bestandteile der Dinge ansehen und daraufhin verschiedene Kategorien festlegen. Jede Frucht könnte somit ein Kribbeln in der Nase auslösen und damit wüsste man, dass es eine Frucht ist. Keine Ahnung, ob das irgendeinen Sinn ergibt  :rofl: Als ich mir eben selbst die Frage gestellt hab, ob Geister riechen können, dachte ich mir nur so "Nö...??"  :rofl:

Es bleibt die Frage, ob so etwas wie Fortpflanzung in dieser Welt überhaupt möglich ist. Es ist eine Welt der Verstorbenen. Sie wächst allein dadurch, dass auf der Erde gestorben wird. So vollkommen tot ist sie allerdings auch nicht, die Natur lebt. Also die Pflanzen usw. Ich überlege noch, ob ich eine Gottheit mit einbringen soll, die dann aber eben die Form der Natur hat. So eine Art "Mutter Erde", nur auf Theia eben.


@Brillenkatze
Deine Fragen visualisieren sehr schön, welche Gedanken ich mir tagtäglich so mache und wo mein Hirn irgendwann nur noch "aaaaaahh" denkt  :rofl: Ich fühle mich oft erschlagen von all den Fragen, die ich mir stelle und auf die ich erstmal keine Antwort habe - oder fünf verschiedene Antworten habe. Alles soll am Ende ineinandergreifen.

Aber damit will ich keineswegs sagen, dass deine Frage doof seien, bitte nicht falsch verstehen! Sie sind gut, weil es ist wichtig zu hören, welche Fragen andere (und damit potenziell auch die Leser) sich stellen und beantwortet sein müssen. Ebenfalls kann die richtige Frage einen zur Antwort führen  :)

ZitatWie lang ist so ein Geisterleben in Theia? Gibt es dort Geister aus verschiedenen Epochen? Sieht man denen das an?
Ja, es gibt Geister, die Jahrhunderte alt sind. Ich schwanke, ob man es ihnen ansieht. Ich tendiere ein wenig in die Richtung, dass Geister ihre Form verändern können. Irgendwie fände ich es grausam, wenn sehr alte und gebrechliche Menschen es nach Theia schaffen und dort dann auch alt und gebrechlich sein müssen - genau dasselbe mit Säuglingen und Kleinkindern. Ich vermute, die Geister nehmen die Form ihres Selbsts an, das ihnen am meisten zusagt. Erstmal glaube ich nicht, dass sie sich für jemand komplett anderen ausgeben könnten...
So ein Geisterleben auf Theia soll aber auch nicht unendlich sein. Sonst platzt die Welt ja irgendwann. Wann genau es endet, was die Anzeichen dafür sind und wie die Geister dann weitergehen sollen, steht noch in den Sternen. Es ist auf jeden Fall eine sehr sehr wichtige Frage, die beantwortet werden muss.

ZitatWenn Menschen auf nicht ganz so schöne bis unnatürliche Art ableben, wie sehen dann deren Geister aus? Lassen die das hinter sich? Haben Geister Traumata oder Ängste entwickelt wegen ihres Todes?
Ich habe mir ebenfalls die Frage gestellt, ob die Geister sich so manifestieren, wie sie gestorben sind. Es ist noch nicht vollkommen aus dem Rennen, aber ein wenig widerstrebt es mir bisher doch. Theia ist eine Art "zweite Chance". Es wäre da doch ziemlich grausam, wenn jemand ohne Kopf rumrennen muss oder keine Ahnung  :gähn: Traumata und Ängste wegen ihres Todes könnte ich mir eher vorstellen. Vor allem, weil viele Verstorbene, die in Frieden gegangen sind, meist gar nicht auf Theia landen. Die gehen sofort ins Jenseits. Auf Theia befinden sich diejenigen, die noch irgendeine offene Rechnung haben, die nicht bereit waren.

ZitatHaben Selbstmörder eine Wahl, ob sie nach Theia gehen oder ins Jenseits?
Jeder hat die Wahl. Ganz so "einfach" ist es aber nicht, da Theia sonst überquellen würde vor Verstorbenen, die unbedingt dahin wollen. Im Moment des Todes wird das Gedächtnis gelöscht. Die Verstorbenen treten in den Jenseitsstrom ein, der geradewegs ins Jenseits führt. Diejenigen, die es schaffen, aus diesem Strom auszutreten, kommen nach Theia. Man kann da auch nicht einfach rausfallen oder so, sondern trotz Gedächtnisverlustes verspüren dann Verstorbene, die noch nicht bereit sind, eine Unruhe und manche schaffen es dann intuitiv heraus. Wenn sie auf Theia landen, erhalten sie ihr Gedächtnis zurück.

ZitatIst es dort stockdunkel oder dämmer-dunkel? Gibt es Mond und Sterne?
Bisher stockdunkel, allerdings gibt es dort viele fluoreszierende Stoffe, sodass es manchmal sogar taghell wirken kann. Es gibt keine Sonne. Mond und Sterne wird es vermutlich geben, wenngleich ich mir vorstellen kann, dass das Himmelszelt dort ein wenig anders aussieht :)

ZitatÜberlagern sich die Menschen- und die Geisterwelt, d.h. sind die nur auf verschiedenen Ebenen der Realität? Oder sollen das komplett voneinander getrennte Orte sein?
Hmmm ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. Die Erde, also die irdische Welt der Lebenden, ist die unterste Welt. Die Polarlichter der Erde sind das Verbindungsglied zwischen der Erde und der Zwischenwelt/Geisterwelt Theia, sodass Theia sich theoretisch über der Erde befindet. Wenn man auf Theia ist, ist man aber tatsächlich in seiner eigenen Welt, wie auf einem anderen Planeten.

ZitatWas wissen die normalen Menschen in deiner Welt über den Tod? Haben sie dort die gleiche Furcht vor dem Tod wie in unserer?
Die meisten Menschen glauben nicht an "sowas". An ein Leben nach dem Tod glauben so einige ja nicht so recht bzw. sie zweifeln es zumindest an. Genauso wie die Gegenwart von Geistern auf der Erde von vielen angezweifelt oder als "Quatsch" betitelt wird. Diejenigen, die wirklich nicht daran glauben oder zu sehr zweifeln, sehen auch keine Geister. Es ist also eine Art Selbstläufer. Nur diejenigen, die dafür offen sind, können Geister sehen. Die Fähigkeit, Paranormales zu sehen, wird also nicht vererbt, sondern hängt vom Glauben ab.

Danke für deine Fragen :) ich hoffe, meine Antworten sind nicht zu konfus. Ich bin eben selbst noch in der Phase, wo ich erstmal klarkommen muss. Meine Antworten sind nur potenzielle Möglichkeiten. Das große Ganze muss noch gestrickt werden.
»Ich werde dich nicht töten, Ossian von Cumhaill. Nein, ich werde zusehen, wie du lebst.«.


Mia Nordstern

Hallo Malou,

ich brainstorme gerne, ich hab die Kommentare der anderen noch nicht gelesen (sorry, wenn was doppelt ist). Ich schieße mal einfach einige Assoziationen raus, behalt einfach, was dir gefällt.

Zitat von: Malou am 31. März 2022, 21:16:45
Die Fragen

  • Welche Fähigkeiten könnten Geister haben? Die klassischen kenne ich natürlich, aber es kann gern alles genannt werden, was einfällt

Gegenfrage: Welche Fähigkeiten brauchst du denn?
Klassisch fiele mir ein: Schweben, durch Mauern gehen, nichts anfassen/ festhalten, Telekinese, Telepathie, Sprechen in den Gedanken anderer ...
Vielleicht kann man auch noch sowas machen wie Luft bewegen, Feuerbälle werfen, die Luft erhitzen, die Aura (Gefühle) verändern ...
Was mich zu der Frage bringt: wie bringt ein Geist jemanden um? Jemanden anderen dazu bringen? Herz / Organe beinflussen?

Zitat
  • Wenn Geister nach dem Tod in ihrer eigenen Welt leben, welche Fähigkeiten haben sie dort und wie manifestieren sie sich? Wo ist der Unterschied zwischen diesen Geistern und lebenden Menschen, die dieser Welt einen Besuch abstatten? Sehen Menschen dann anders aus als sie und sind in ihren Fähigkeiten eingeschränkt? Da es immer noch eine Geistergeschichte ist, sollten die Geister dennoch irgendwie Geister sein. Ich fände es trotzdem uncool, wenn sie in ihrer eigenen Welt ebenfalls nur immateriell rumschweben.

Ich würde es tatsächlich noch auf die Spitze treiben. Wie wäre es, wenn alles geisterhaft wäre? Also wie aus Glas, leicht durchsichtig. Vielleicht möchtest du auch etwas über unsere Welt sagen und spiegelst eine bestimmte Eigenschaft?
Oder spiegeln klingt doch auch nett? Spiegelverkehrt? Oder irgendwie reflektierend? Verwirrend?
Zeigen sie etwas, das den Menschen ausgezeichnet hat?

Zitat
  • Was fällt euch alles zu einer Welt ein, in der immer Nacht herrscht? Welche Tiere, Pflanzen, Naturgewalten, usw. gibt es dort?

Alles, was gemein ist. Ich denke an (lebendige, denkende?) Abgründe, die sich aus heiterem Himmel vor einem auftun (also willentlich, um dich zu töten). Treibsand, Sumpf, vielleicht gibt es auch (Geister-)Tiere, die dich hindurchführen können? Aber kann man ihnen trauen? Vielleicht muss man etwas tun, um ihre Vertraubarkeit zu gewinnen? Ich könnte mir vorstellen, dass deine Prota durch eine Art Labyrinth muss (also Teile dieser Welt durchqueren), dann hättest du auf jeden Fall Inhalt.

ZitatHauptsächlich kracht es in meinem Hirn bei dem Versuch, eine Geisterwelt mit ihren eigenen Gesetzen zu erschaffen, die einer Geisterstory gerecht wird, wo aber dennoch auch Menschen hinkönnen, die aber irgendwie anders sein müssen als die Geister da sonst unlogisch (Geister sind auf der Erde ja auch anders als Menschen), und wo es auch noch möglich ist, Dinge zu berühren, also irgendwie körperlich zu sein, damit es nicht zu abstrakt wird.

Ich kann mir schon sehr gut vorstellen, dass die Geister in einer sehr beregelten Welt leben. Man muss X tun, um ins Jenseits zu gelangen. Man darf nur Y oft in die Menschenwelt. Man muss bestimmte Bedingungen erfüllen, um in die Menschenwelt zu dürfen, oder zu reisen, oder man darf gar nicht reisen (Prota tut es trotzdem, weil sie X braucht). Man darf nur mit offiziellen Reiseleitern reisen? Wer regiert denn die GEisterwelt? Wer macht die Regeln und wer setzt sie um ("Polizei")? Du musst die Regeln und Gesetze auf jeden Fall so entwerfen, dass sie Prota am Vorankommen hindern. Vielleicht hilft dir das, nicht einfach ins Blaue zu plotten (bzw. zu weltenbauen), sondern zu schauen: was brauche ich? Welche Steine lege ich Proti in den Weg?
Vielleicht tauscht du auch die Positionen in den Welten? Also in unserer Welt sind Menschen materiell und Geister immateriell und in ihrer Welt ist es umgekehrt?

Zitat von: Biene am 01. April 2022, 09:46:17

Sollen dort die uns bekannten Naturgesetze herrschen oder gelten sie nicht? (Letzteres würde die Sache deutlich vereinfachen.)

Auch hier würde mir einfallen: umkehren, auf den Kopf stellen.

ZitatWenn wir Temperatur haben, dann muss ich mir nämlich die Frage stellen, ob die Geister erfrieren könnten

Gefrierbrand  :ätsch: Sie bekommen Eisblumen?

Ich hoffe, ich konnte deine Gedanken auch noch ein bisschen antreiben.

LG Mia

So we beat on, boats against the current, borne back ceaselessly into the past. (F. Scot Fitzgerald, The Great Gatsby)

Biene

So,  @Malou ,

ich habe meinen Bregen ein wenig gewälzt.

Die Menschenwelt und Theia sind durch die Polarlichter/ die Sonnenwinde miteinander verbunden, schreibst du, dazu ist mir Folgendes eingefallen:
Die Sonnenenergie könnte sich wie ein Adergeflecht unterirdisch durch den 1. Ring ziehen und Spotartig an die Oberfläche kommen (Wie schwarze und weiße Raucher im Ozean) und viele Oasen bilden, in denen die Geister sich aufwärmen können. Hier kann es auch schön sein, mit duftenden Blumen, weichem Moos zum hinlegen ... Aber vielleicht hätten sie einen Drang, dass sie wandern müssen und dazu die Oasen immer wieder verlassen müssen ...
Ich würde die Geister in ihrer eigenen Welt schon stofflich machen, auch dass sie die Erscheinung haben, so wie sich selbst sehen finde ich schön. Ich würde ihnen die Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme und den daraus resultierenden Ausscheidungen ersparen, sie könnten sich von der Sonnenenergie ernähren/ ihre Reserven auftanken.
Der Rest des Rings wäre kalt und unwirtlich. Wenn sich die Geister hier zu lange aufhalten verfallen sie in eine Art Kältestarre (Reptilien) bis sie irgendwann sterben, sich auflösen ... Es sei ein anderer Geist rettet sie und bringt sie zu einem Hotspot. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass hier gruselige Dinge vorzufinden sind.
Riesige Insekten, die alles, auch gerne Geister fressen.
Der Strudel der Verdammnis: Ein Strudel (weniger wie Treibsand, eher wie ein Strudel im Meer) viele Geister sind schon hineingeraten und drehen sich dort im Kreis, versuchen herauszukommen, drücken sich gegenseitig dabei immer wieder hinunter (Wärme durch Reibung, deswegen fallen sie nicht in Kältestarre?), so geht es seit Ewigkeiten, wer dem Strudel zu nahekommt, wird hineingezogen. Der Trick um rauszukommen ist: man muss sich ruhig nach unten sinken lassen und dann kommt man wie durch ein Wurmloch an Ort XY wieder raus. Hat nur noch niemand probiert. Habe dazu gerade schöne gruselige Bilder im Kopf.  ;D
Oder mehrere Schluchten / Erdspalten die abseits der Energieadern liegen und in ihnen wachsen Ranken, die ihre Wurzeln in jedes Lebewesen/ Geist schlagen, das ihnen zu nahe kommt und sie laben sich an seiner Energie, bis das Lebewesen /Geist tot ist. Sie verhalten sich nur ruhig, wenn in der Zeit der absoluten Finsternis die Blume XY blüht und mit ihrem betörenden Duft, Lebewesen, vor allem Geister zu sich lockt und dann auffrisst.

Generell könnte im ersten Ring die Schwerkraft geringer sein, so dass die Geister sich leichter fortbewegen können, oder sie ist größer, dann müssen sie sich häufiger ausruhen.

Zu Eigenschaften im Dunkeln fällt mir noch ein: Ultraschall + das Echo hören (Fledermäuse)
Wärmebilder (Schlangen, meine ich.); Restlichtverstärkung – wie Nachtsichtgerät, Wahrnehmen von elektrischen Feldern (Haie, Lorenzinischen Ampullen), Wahrnehmen von Vibrationen über Haare oder Fühler.

ZitatDaran, dass Menschen auf Theia Fähigkeiten haben könnten, die die Geister nicht haben, hatte ich noch gar nicht gedacht  :hmmm: Mir will nur grad nicht einfallen, welche das sein könnten...
Menschen könnten gegen das Gift immun sein. Sie könnten immun gegen diverse Lockstoffe sein, mit denen Lebewesen und Pflanzen auf Theia die Geister ins Verderben locken.

So, das ist mir erst mal eingefallen.
Für weitere Überlegungen bräuchte ich dann wieder ein paar Informationen, eine neue Richtung.
Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi)

Malou

#8
@Mia Nordstern

Es ist immer gut, wenn Leute die Kommentare von anderen eben gerade nicht lesen :)

ZitatGegenfrage: Welche Fähigkeiten brauchst du denn?
Jahaaa das würde mein Pantser-Hirn dir wirklich gern sagen. Ich mache die Fähigkeiten, die es braucht, vom Ende der Geschichte abhängig. Um das Ende zu sehen, muss ich aber erstmal wild rumprobieren, bis plötzlich der Geistesblitz mich trifft. Natürlich habe ich bereits Richtungen, in die es geht, Themen, die mir in der Geschichte wichtig sind usw. Daher kann ich mit dieser Frage durchaus schon arbeiten und versuche, mich noch einmal mehr zu besinnen. Da die Geschichte aber noch neblig vor mir liegt, sehe ich viel noch nicht und muss ich erst rausfinden. Da hilft mir auch dieses Brainstorming sehr, weil neue Ideen in meinem Kopf entstehen  :D

ZitatWas mich zu der Frage bringt: wie bringt ein Geist jemanden um? Jemanden anderen dazu bringen? Herz / Organe beinflussen?
Jep. Richtige Frage. Gute Frage. Auf die ich noch keine Antwort gefunden habe. Steht ganz oben auf der Liste, denn es muss ja mit dem ganzen Weltenbau und den Fähigkeiten der Geister am Ende Sinn ergeben  :jau:

ZitatIch würde es tatsächlich noch auf die Spitze treiben. Wie wäre es, wenn alles geisterhaft wäre? Also wie aus Glas, leicht durchsichtig. Vielleicht möchtest du auch etwas über unsere Welt sagen und spiegelst eine bestimmte Eigenschaft? Oder spiegeln klingt doch auch nett? Spiegelverkehrt? Oder irgendwie reflektierend? Verwirrend? Zeigen sie etwas, das den Menschen ausgezeichnet hat?
Welche Eigenschaften könnte man denn da spiegeln? Ich weiß nicht, woran es liegt, aber wenn ich an "an unsere Welt spiegeln" denke, kommt erstmal nichts oder nur Verwirrung im Hirn. Ich brauch mal grad dein Brecheisen, danke  :rofl:
Spiegelverkehrt... Reflektierend... Hmmmm  :hmmm:
Was meinst du damit "was den Menschen ausgezeichnet hat"? Darunter kann ich mir grad nichts vorstellen :/

ZitatAlles, was gemein ist. Ich denke an (lebendige, denkende?) Abgründe, die sich aus heiterem Himmel vor einem auftun (also willentlich, um dich zu töten). Treibsand, Sumpf, vielleicht gibt es auch (Geister-)Tiere, die dich hindurchführen können? Aber kann man ihnen trauen? Vielleicht muss man etwas tun, um ihre Vertraubarkeit zu gewinnen? Ich könnte mir vorstellen, dass deine Prota durch eine Art Labyrinth muss (also Teile dieser Welt durchqueren), dann hättest du auf jeden Fall Inhalt.
Ehehehe die Abgründe und etwas Strudel- bzw. Treibsandartiges sind beliebt  ;D Da lässt sich sicher was draus machen  :snicker:
Geister-Tiere wird es in irgendeiner Form geben. Inwieweit diese Tiere aber wie hier auf der Welt lieber unter sich bleiben oder sie tatsächlich in eine aktivere / intelligentere Interaktion treten, muss ich noch überlegen. Danke für das Ansprechen, das darf ich nicht vergessen.
Ein Labyrinth... Das ist auch mal ein interessanter Gedanke, mal schauen, ob das irgendwie in die Story passen könnte.

ZitatIch kann mir schon sehr gut vorstellen, dass die Geister in einer sehr beregelten Welt leben. Man muss X tun, um ins Jenseits zu gelangen. Man darf nur Y oft in die Menschenwelt. Man muss bestimmte Bedingungen erfüllen, um in die Menschenwelt zu dürfen, oder zu reisen, oder man darf gar nicht reisen (Prota tut es trotzdem, weil sie X braucht). Man darf nur mit offiziellen Reiseleitern reisen? Wer regiert denn die GEisterwelt? Wer macht die Regeln und wer setzt sie um ("Polizei")? Du musst die Regeln und Gesetze auf jeden Fall so entwerfen, dass sie Prota am Vorankommen hindern. Vielleicht hilft dir das, nicht einfach ins Blaue zu plotten (bzw. zu weltenbauen), sondern zu schauen: was brauche ich? Welche Steine lege ich Proti in den Weg?
Vielleicht tauscht du auch die Positionen in den Welten? Also in unserer Welt sind Menschen materiell und Geister immateriell und in ihrer Welt ist es umgekehrt?
Man darf nur Y oft in die Menschenwelt? Oh das ist spannend. Das würde andersrum bedeuten, dass Menschen nur Y oft in die Geisterwelt dürfen. Das würde es echt kompliziert machen zwischen den Protas Nevan und Salia, Mensch und Geist, die sich ineinander verlieben. Du hast aber prinzipiell auf jeden Fall Recht, dass es Regeln geben muss. Zum einen gesetzliche, zum anderen physische.
Die Geisterwelt wird von Akar, dem Oberhaupt der Geister und dem ersten geistigen Totenwächter, regiert. Er ist ein paar Jahrhunderte alt. Wie genau er zu dieser Position kam... Ich bin ja für Demokratie, aber we'll see  :rofl:
Ja du hast wirklich Recht, dass die Regeln der Prota den Weg erschweren müssen. Darüber werde ich nachgrübeln, während die Geschichte sich vor mir entfaltet  :jau:
Dass Menschen auf Theia immateriell und Geister materiell sind, kam glaub ich auch schon mehr als 1x. Ich finde das spannend, dass es genannt wird. Ich stelle mir nur immer die Frage, ob das "logisch" ist. Ja ok, Fantasy. Aber... Ich dachte mir eben: Die Verstorbenen verlieren ihren irdischen Körper. Sprich ist es normal, wenn sie immateriell sind, wenn sie auf Erden zurückkehren, da irdischer Körper ja weg. Andersrum haben die Menschen ihren irdischen Körper immer noch, wenn sie die Geisterwelt Theia betreten. Es müsste ihnen in meinem Logikverständnis daher alles schwerer fallen, sie müssten sich stärker materialisieren als die Geister, da sie eben ihren irdischen Körper irgendwie mitbringen. Wenn sie den auf Erden zurücklassen würden, krieg ich das Problem, dass so ein Körper nicht sonderlich lange überlebensfähig ist, wenn er keine Nahrung aufnimmt und sich die Muskeln rasant zurückbilden ohne Bewegung usw. Menschen könnten sich also maximal wenige Tage auf Theia aufhalten - und das behindert die Story schon irgendwie. Menschen können sich zwar wie Geister auch nicht ewig in einer Welt aufhalten, die nicht ihre Heimat ist, aber es sollte schon etwas länger sein als drei Tage oder so.


Gefrierbrand find ich gut  ;D

Danke!  :vibes:

@Biene

Zitatich habe meinen Bregen ein wenig gewälzt.
;D Ich musste googeln, was Bregen ist  :rofl:

Zu den Polarlichtern
Sie sollen auf jeden Fall eine Rolle spielen beim Aufbau der Welt "Theia". Das dann eher "von unten", da die Erde ja unter Theia liegt. Ja OK, da kommt noch Hokuspokus Tralala hinzu, da es ja ein Fantasy-Buch ist und Theia ganz offensichtlich nicht in echt über der Erde schwebt, das sollten wir wissen  ;D aber auf Erden sind die Polarlichter ja oben am Himmel - in der Geschichte können sie sich absenken, was aber nur für Paramors sichtbar ist - sodass es durchaus einen gewissen Sinn macht, dass die Polarlichter auf Theia dann eine Rolle im Boden spielen. Wie du schon sagst, als Teil eines Aderngeflechts, in Form von Geysiren, die dann die Geister / Menschen, die damit reisen, ausspucken usw. Du hast da auf jeden Fall ein paar interessante Überlegungen gemacht, auf die Idee mit Oasen z.B. kam ich echt noch überhaupt nicht  :hmmm:

Zur Ernährung der Geister
Ja ich glaube auch nicht, dass sie klassische Nahrung zu sich nehmen müssen. In meinen Gedanken sind sie eher wie eine Glühbirne, die immer wieder aufgeladen werden muss, damit sie leuchten kann. Ja, die Geister leuchten, tragen also den fluoreszierenden Stoff auch selbst in sich  :) zumindest war das so die Überlegung... So könnte ich sie nämlich optisch auch von den Vindictas unterscheiden. Das sind Rachegeister, die auf einer niedrigeren Ebene schwingen und somit eher Wesen der Nacht wären, ohne groß zu leuchten. Damit sieht man sie auch wesentlich schlechter und sie können sich bisher verbergen.

Zu den 5 Ringen
Mir gefällt, dass du das ebenso siehst, dass die Ringe immer unwirtlicher werden, denn nicht umsonst liegt die Geisterhauptstadt Lithos, die die meisten der Geister beherbergt, im ersten Ring, und in den weiteren Ringen werden die Siedlungen wesentlich seltener. Wenn Temperatur eine Rolle spielt, finde ich die Idee von einer Kältestarre interessant - vor allem eben, wenn sie all ihre Energie aufgebraucht haben und keine neue erhalten. Ein temporärer Gefrierbrand könnte dann entstehen, wenn man eben von der Kälte beeinflusst wird, aber noch genug Energie hat, sich selber wieder aufzuwärmen und da rauszukommen. Das wäre eine der Möglichkeiten, wie man Geister fangen könnte. Da spiele ich auch mit Magnetismus.

Strudel
Ja, ich hatte die Idee eines Metallmeeres, wo man sowas einbringen kann. Metall bzw. Silber wird auf Theia auch eine große Rolle spielen. Da habe ich mich an meinen Erkenntnissen zur Planetenrecherche inspiriert. Metalle sind immer irgendwie wichtig und so würde auch erklärt, wieso Silber einen Einfluss auf Geister hat. Gemeinhin in Büchern und Filmen wird es ja gern genutzt, um ihnen Schaden zuzufügen. Hier muss ich nur noch eine Balance finden zwischen Nutzen und Schaden. Denn die silbernen Pflanzen der silbernen Gottheit auf Theia sollen heilbringend sein. Eine Klinge aus Silber vermag jedoch zu verletzen. Mal sehen, wie man das logisch zusammenbringen kann...

Schluchten / Erdspalten / Wurzeln
Hui, das ist mal eine richtig gruselige Idee, dass etwas Wurzeln in einen schlägt und einen aussaugt  :o Gefällt mir aber  :herzchen: Wurzeln oder Adern werden voraussichtlich eine wichtige Rolle spielen. Pflanzen, die einen jagen bzw. ins Verderben locken, find ich auch eine gute Idee  :vibes:

Schwerkraft
Damit tue ich mich bisher schwer, denn ich möchte nicht, dass die Geister fliegen können. Aber ein bisschen weniger Schwerkraft könnt ja nicht schaden...

Eigenschaften im Dunkeln
Danke, ich notier mir das alles mal und betreibe Recherche  :jau: ich mag mich sehr gern an der echten Welt inspirieren und zumindest ein paar Zusammenhänge erkennen lassen. Es muss physisch nicht alles durch unsere Gesetze erklärbar sein, aber ein wenig Sinn sollte es schon machen  :rofl:

Menschen & das Gift
Hmm... Eine gewisse Immunität gegen bestimmte Dinge könnte interessant sein. So werden ja auch Geister auf der Erde nicht durch alles beeinflusst.


Danke, in meinem Bregen blinkt und hupt es, die Glühbirne wird angekurbelt  :wolke:
»Ich werde dich nicht töten, Ossian von Cumhaill. Nein, ich werde zusehen, wie du lebst.«.


Manouche

Ich habe bezüglich Theia folgende Gedanken:
Es könnte sein, dass die Menschen in Theia sehr wohl kalt haben, die Geister jedoch keine Wärme-Kälteempfinden hätten.
Ähnlich mit dem Sehen. Ich denke an Katzen und andere Tiere die im (fast) dunkeln gut sehen aber wir Menschen sehen kaum was. So könnte es auch in Theia sein. Dass also die Geister relativ gut sehen.
Ganz allgemein habe ich an die die tiefsten Meereswelten gedacht.
Mond und Sterne könnte ich mir auch anders vorstellen. Denn ich vermute Theia liegt in dem Sinne nicht in einem Sonnensystem oder so. Es könnten auch andere Himmelskörper sein, welche aus einem anderen Grund dort sind. Vielleicht wirklich nur Polarlichter.

Ich frage mich ob die Geister in der realen Welt zwingend spezielle Fähigkeiten haben müssen. Vielleicht ist es eher so, dass sie "nur" zu Besuch sind und gerade mal mehr schlecht als recht mit den Menschen kommunizieren können. Und ähnlich wäre es dann mit den Menschen in Theia.
Vielleicht ist es in beiden Welten möglich diese Unfähigkeit zu überwinden. Aber halt mit viel Kraftaufwand (innerer oder auch äusserer).

Malou

Danke @Manouche . Du hast mir noch ein paar tolle Anstöße gegeben und mich in manchen Ideen bestärkt   :knuddel:

Dieses Brainstorming bringt wirklich Dinge ins Rollen, das ist toll  :vibes:
»Ich werde dich nicht töten, Ossian von Cumhaill. Nein, ich werde zusehen, wie du lebst.«.


Biene

#11
ZitatDenn die silbernen Pflanzen der silbernen Gottheit auf Theia sollen heilbringend sein. Eine Klinge aus Silber vermag jedoch zu verletzen. Mal sehen, wie man das logisch zusammenbringen kann...

Hallo @Malou , habe ich gerade noch gesehen. Auch auf der Erde gibt es viele Dinge, bei denen die Dosis den Unterschied zwischen Nutzen und Schaden macht. Denke nur an Arzneimittel, die entweder anregend auf das Herz wirken oder bei Überdosis einen Herzstillstand verursachen. Oder wir brauchen Wasser, um zu überleben, trinkt man aber mehrere Liter auf einmal, kann man sterben.
Die Klinge wäre dann sozusagen eine Silbervergiftung.
Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi)

Biene

#12
@Malou , habe da noch einen Nachgedanken zum Thema Silber. Wenn Heilen im Sinne von Wundheilung gemeint war, dann könnte die geringe Silberkonzentration in den Blättern der Pflanze das Zellwachstum (beim Auflegen auf die Wunde) soweit anregen, dass die Wunde sich schnell schließt. Bei der Berührung mit konzentriertem Silber in Form einer Klinge könnten das Zellwachstum so stark angeregt werden, dass die Zellen zerplatzen und / oder mutieren, sich Geschwüre bilden, die dann aufbrechen und große Wunden hinterlassen. (Guten Appetit! Gut, dass ich schon gefrühstückt habe, sonst hätte ich mir gerade selbst den Appetit verdorben.  :-X)
Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi)

Malou

@Biene Na du hast ja viele tolle und spannende Gedanken  :herzchen: Du hast absolut Recht, die Dosis macht oft das Gift   :hmmm:
»Ich werde dich nicht töten, Ossian von Cumhaill. Nein, ich werde zusehen, wie du lebst.«.


Brillenkatze

Mein Hirn hört jetzt irgendwie nicht auf, mich mit Geisterwelt-Ideen zu beschießen, also kann ich das hier auch gleich "rausschreiben". Und es ist ja ein Brainstorming, deshalb sortiere ich das jetzt auch nicht nach gut und schlecht oder passend :)

Zitat von: Malou am 03. April 2022, 08:43:46

Dass Menschen auf Theia immateriell und Geister materiell sind, kam glaub ich auch schon mehr als 1x. Ich finde das spannend, dass es genannt wird. Ich stelle mir nur immer die Frage, ob das "logisch" ist. Ja ok, Fantasy. Aber... Ich dachte mir eben: Die Verstorbenen verlieren ihren irdischen Körper. Sprich ist es normal, wenn sie immateriell sind, wenn sie auf Erden zurückkehren, da irdischer Körper ja weg. Andersrum haben die Menschen ihren irdischen Körper immer noch, wenn sie die Geisterwelt Theia betreten. Es müsste ihnen in meinem Logikverständnis daher alles schwerer fallen, sie müssten sich stärker materialisieren als die Geister, da sie eben ihren irdischen Körper irgendwie mitbringen. Wenn sie den auf Erden zurücklassen würden, krieg ich das Problem, dass so ein Körper nicht sonderlich lange überlebensfähig ist, wenn er keine Nahrung aufnimmt und sich die Muskeln rasant zurückbilden ohne Bewegung usw. Menschen könnten sich also maximal wenige Tage auf Theia aufhalten - und das behindert die Story schon irgendwie. Menschen können sich zwar wie Geister auch nicht ewig in einer Welt aufhalten, die nicht ihre Heimat ist, aber es sollte schon etwas länger sein als drei Tage oder so.

Sollen deine Geister denn altern wie Menschen in der normalen Welt? Weil, wenn nicht hast du vielleicht sowieso ein bisschen Zeitmagie drin. Dann könntest auch eine Zeit-Differenz zwischen erlebter und realer Zeit einbauen. Der Trance-Besuch in der Geisterwelt würde deinem Menschen wie 3 Tage vorkommen, in der Menschenwelt sind aber nur 3 Stunden oder so vergangen.
Wenn Menschen in Theia auch immateriell wie Geister wären, könnten sie sich dort besser tarnen?

Deine Geisterwelt hat anscheinend ihre eigene Fauna, deshalb werde ich der verstorbenen Katze meiner Nachbarn dort wohl nicht begegnen. Quasi mit der Spezies-Zugangsberechtigung Humans-Only. Wäre (vielleicht bei einer anderen Geschichte) auch mal interessant, Tiergeister zu haben?

Zitat von: Brillenkatze am 01. April 2022, 15:51:23
Überlagern sich die Menschen- und die Geisterwelt, d.h. sind die nur auf verschiedenen Ebenen der Realität? Oder sollen das komplett voneinander getrennte Orte sein?

Bei dir ist Theia wohl schon als getrennter Ort gedacht.
Aber um meine Idee trotzdem noch ein bisschen genauer zu erklären: Du stehst auf der Menschenwelt-Straße. Du machst einen Schritt auf die Ebene der Geisterwelt. Du stehst noch auf derselben Straße, nur ist es jetzt Nacht und die Häuser sehen vielleicht ein bisschen anders aus, statt lebenden Leuten schweben plötzlich Geister um dich herum, die Bäume sind keine Bäume mehr...
:hmmm: Dann wäre eine Frage, was passiert in der Geisterwelt, wenn in der realen Welt Gebäude abgebrochen werden? Kämen nur abgebrochene Gebäude in die Geisterwelt?
Und wenn Bäume doch noch Bäume sind, was passiert dann mit einem Baum, der gefällt wurde, in die Geisterwelt übergeht, an der realen Stelle wächst ein neuer Baum, aber auch der wird gefällt? Dann hat man zwei Bäume an einer Stelle in der Geisterwelt, die miteinander um den Platz konkurrieren?
Okay, das braucht jetzt und hier keine Antworten. Nur so am Rande.  :)
"But have you ever noticed one encouraging thing about me, Marilla? I never make the same mistake twice."
"I don't know as that's much benefit when you're always making new ones."
- Anne of Green Gables, Lucy Maud Montgomery