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Autor Thema: Licht - Rituale, Redewendungen, Lebensweise - ich suche Ideen!  (Gelesen 783 mal)

Offline Kare

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Hallo zusammen,

ich suche kreative Ideen rund ums LICHT.  :vibes:

Zitat
Setting:
Das Setting meiner Geschichte ist ein Reich, das von tödlicher Dunkelheit umgeben ist. Geht man hinein, stirbt man. Das Reich selbst wird durch einen Lichtturm im Zentrum mit einer Art Lichtkuppel überspannt, die den Bereich darunter erhellt und die Dunkelheit fern hält. Erhellen heißt: der Himmel ist regenwettergrau. Blauen Himmel gibt es nicht mehr. Das Klima ist eher kalt und rau.
EDIT: Die Sonne ist am grauen Himmel wie eine fahle Scheibe durch einen Schleier zu sehen.

Religion:
Der Glaube ist unheimlich wichtig für das Leben. Es gibt eine zentrale Lichtgöttin - die Sonne. Sie steht für alles Helle und Gute, die Reinheit, das Leben. Hell = rein, lebendig, strahlend. Im Gegensatz dazu glauben die Menschen, dass Sünden Dunkelheit erzeugen. Dunkel = schlecht, verboten.


Nun suche ich:

Rituale, Redewendungen, Alltagshandlungen, Einfluss auf Bauwerke, Farbwahl, Gebetszeiten, religiöse Feiertage, Feste, Namen, Dekorationen, und was immer euch irgendwie dazu einfällt, und wenn es spezielle Kochrezepte sind. Ich nehme alles.  ;D.   :idee:


Das habe ich bisher:

- Weiß ist die Farbe der "Lichtdiener", als des Klerus

- für das einfache Volk ist Weiß die Farbe besonderer Anlässe zu Feiertagen

- - Menschen mit hellen Haarfarben gelten als gesegnet von der Göttin EDIT: gestrichen, nachdem mir mein Mann da gerade gesagt hat, dass kann ich mit aktuellen Weltproblemen nicht bringen. Oder ich gleich den Nazi-Stempel drauf pressen kann.

- hellfarbige Tiere  und weiße Blumen ebenfalls EDIT: helle Tiere auch gestrichen. Aber sind weiße Blumen verwerflich? weiße Rosen und Lilien z.B gelten schon seit Ewigkeiten als Zeichen der Reinheit.

- Redewendungen wie: seine Seele ist hell = gut, er/sie trägt Licht in sich, "bringt Licht" und "wir folgen dem Licht"

- Begriffe wie "Seelenlicht", Lichtdiener

- Häuser der Reichen haben im Zentrum eine noch oben offene Glaskuppel, damit viel Licht reinkommt

- tote Menschen verbrennt man - Feuer = Licht

- wer es sich leisten kann, stellt so viele Lichter wie möglich auf - magische Lichter oder Öllampen, je nach Bevölkerungsschicht

- zum Essen zündet man Kerzen an

- die Ostrichtung, wo die Sonne aufgeht, wird besondere Bedeutung haben

- es gibt ein jährliches Lichterfest, wo alle sich weiß kleiden und man der Göttin für ihr schützendes Licht dankt, indem man Lichterumzüge in Richtung Lichtturm macht und leuchtende Schmetterlinge/Käfer steigen lässt

Trigger-Warnung:
Und bitte, bitte:
bevor ich als Fettnäpfchentreter in einer ungewollten Rassismus-Debatte lande: die Geschichte deckt auf, dass Hell/Licht die Ursache der bösen Dunkelheit ist, und die zentralen Helden der Geschichte haben DUNKLE Haare und verhältnismäßig dunkle Haut (da das Reich hermetisch abgeriegelt ist, gibt es nur ein Volk auf einer geographischen Fläche von ca. Norddeutschland, das lässt nur bedingt Variationen zu. Es gibt schlichtweg keine verschiedenen Ethnologien, weil das Setting es nicht hergibt.)
Für mich ist ein Mensch ein Mensch und weil ich mir sowieso keine Gesichter merken kann, fallen mit Hautfarben meist nicht mal auf. Ich merke mir, wen ich mochte.

Mir ist aber bewusst, dass manche Elemente da sensibel sein können und nehme gerne auf, was ihr kritisch seht. Ich möchte aber hier keine Diskussion auslösen, sondern wirklich nur ein harmloses Brainstorming zur besonderen Bedeutung von Licht in einer Gesellschaft.

Ich  freue mich über jeden Beitrag.  :)

"Zusammengefasst: Wenn wir den Turm abschalten, beenden wir die Dunkelheit, die uns umgibt."

"Oder löschen uns aus."

"Das ist eine Möglichkeit. Aber sie ist unwahrscheinlich."

"Aber möglich."

"Das haben Möglichkeiten so an sich, ja."

"Dann fasse ich mal zusammen: Wenn wir den Turm abschalten, retten oder vernichten wir uns. Es ist ein scheiß Glücksspiel."

"... bei Ihnen klingt immer alles so negativ."

Offline Rhagrim

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Re: Licht - Rituale, Redewendungen, Lebensweise - ich suche Ideen!
« Antwort #1 am: 12. Mai 2021, 18:00:30 »
Okay, let the Brainstorm begin.

Vorweg eine Frage: Wie viel von der Sonne sieht man durch die Dunkelheit hindurch? Oder sieht man die gar nicht, und die Leute halten das Licht des Turms fälschlicherweise für die Sonne? Oder ist die Dunkelheit im Bereich oberhalb der Lichtkuppel  "schwächer", sodass man nur dort einen Ausschnitt des Himmels sieht und die Sonne nur für ein paar Stunden am Tag sichtbar ist, wenn sie genau oberhalb der Lichtkuppel ist?

-> In letzterem Fall könnte es im Winter sehr dunkel werden, falls die Sonne nie so hoch steigt, dass sie zu sehen ist. "Zeit der Finsternis", "Zeit der toten Sonne". Die Leute könnten für die Rückkehr der Sonne beten und versuchen, die (je nach Glauben) durch Rituale, Gesänge, Opfergaben a) zu stärken, sodass sie die Dunkelheit besiegen kann, b) gnädig gestimmt werden muss, weil sie durch die Sünden der Menschen diesen ihr schützendes Licht versagt
Vielleicht gibt es zu dieser Zeit eine allgemeine, strenge Fastenzeit, da die Leute versuchen, möglichst rein und sündenfrei zu Leben, um das Licht zurückzubringen.
Vielleicht gibt es mehrere Gebete am Tag, je nach Tageszeit darauf ausgerichtet, der Sonne für ihr Licht zu danken und um Schutz zu bitten, zu beten, dass sie am nächsten Tag wiederkommt, ein Gebet für den Schutz des Lichtturms...
- Fancy Alternative: Sie glauben an ein Fabelwesen wie den Sonnenvogel und denken, dass er die Sonne bringt. Deswegen streuen sie spezielles, heiliges Vogelfutter (oder werfen es in den Himmel),  um ihn anzulocken.

-> Es könnte auch der Mythos umgehen, dass die Dunkelheit ursprünglich aus der Sünde eines Menschen erwachsen ist (der Sünder, Teufel, oÄ) und sich seitdem über die ganze Welt ausgebreitet hat und irgendwann alles verschlingen wird - die "Apokalypse" deiner Welt quasi.
Passend zu dem Sündenfall / Bringer der Dunkelheit könnte es auch noch die Legende eines Helden geben, welcher der Dunkelheit die Stirn bietet bzw diese einst bezwingen wird. Möglicherweise sind die Priester immer auf der Suche nach dem Auserwählten und testen die Neugeborenen, ob der prophezeite Erlöser unter ihnen ist. Um diesen Glauben könnte sich auch eine Sekte bilden, die meint, den "Erlöser" gefunden zu haben, der sie führt.

Aus dem Mythos lassen sich auch Bilder, Statuen, Schauspiele zaubern, die eine weiß und eine schwarz gekleidete Gestalt im Kampf miteinander zeigen, den letztlich die weiße Gestalt gewinnt und die Dunkelheit vertreibt, indem sie die schwarz gekleidete Gestalt "tötet".


Nach der Geburt könnte es ein Ritual geben, das Neugeborene "im Licht zu baden", um die Dunkelheit aus ihm zu vertreiben, der es im Leib seiner Mutter ausgesetzt war und es von ihren Sünden zu reinigen.

Priester könnten an sich selbst und an ihren Gläubigen (statt der Beichte) ein Ritual zur Reinigung ihrer Sünden durchführen, welche die sündige Dunkelheit erhellen und aus ihren Herzen treiben soll. (Im Licht baden? Durchs Feuer gehen? In die Sonne sehen, deren gleißendes Licht natürlich in den Augen schmerzt, da sie die Finsternis im Inneren verbrennt)

Ein (Schrift)symbol, welches für Licht oder die Sonne steht und von den Menschen im Alltag in einer einfachen Geste als Gruß und/oder Schutzzeichen verwendet wird.



Mögliche Redewengungen:
"Möge das Licht dich leiten", (für besonders Gläubige) "er wandelt auf erhelltem Pfad",  (für Sünder) "er hat ein dunkles Herz", "Möge die Dunkelheit dich verschlingen"
Vielleicht als Gruß: Person A "Nah der Sonne", Person B erwidert "Fern den Schatten"

Als Bestrafung für Straftäter / als Todesurteil:
In die Finsternis hinauswerfen

Mögliche Bestrafung / Folter:
Menschen alleine in einem finsteren Raum zurücklassen, sie "der Dunkelheit überlassen"

Vielleicht ist es ein (un)geschriebenes Gesetz, nach Einbruch der Nacht nicht mehr außer Haus zu gehen, oder die Menschen haben zumindest panische Angst davor.

Es könnte einen regen Handel mit allerlei mehr oder weniger nützlichen Talismanen geben, die vor der Dunkelheit schützen sollen.

Vielleicht glauben die Leute, dass besonders sündige Menschen aus der Dunkelheit kommen, oder dass sie (wie eine Krankheit) davon infiziert werden können. In dem Fall könntest du Reinigungsrutuale einbauen, wie z.B: die Dunkelheit aus dem Haus zu kehren / leuchten / mit Weihrauch oder anderen heiligen Substanzen zu räuchern.

Die Alltagsheilkunst könnte auch ganz darauf ausgerichtet sein: Der ist krank = der muss mit der Dunkelheit in Berührung gekommen sein. Lichttherapien und -rituale aller Art um ihn zu heilen, außer den mutigen Heilern flüchten vielleicht alle, aus Angst ebenfalls infiziert zu werden.

Wäre auch interessant, welche bösen Kreaturen, Mächte, oder Versuchungen sich in der Vorstellung der Leute in dunklen Ecken, oder im Schatten der Häuser (oÄ) verbergen.
-> Oder in ihren eigenen Schatten. Sie könnten glauben, dass sich die Sünden eines Menschen in seinem Schatten sammeln, und dieser dadurch immer dunkler und mächtiger wird, bis er irgendwann "seinen" Menschen verschlingt und ihn selbst zum Schatten macht.

Verschiendenste böse Wesenheiten könnten in der Dunkelheit lauern und die Menschen "besetzen", "verzaubern" und ihnen Unglück bringen (die eingebildeten Sündenböcke für Mord, Kannibalismus, Wahnsinn, Fehlgeburten, Geburt eines Kindes, das wegen irgendwelcher Äußerlichkeiten als böse oder "von den Schatten befallen" gilt,...)

Bei streng Gläubigen könnte sich eine extreme Intoleranz gegenüber sündigen Menschen zeigen, da sie überzeugt sind, dass diese ihnen die Finsternis bringen, dass eben diese bereits in den Sündern ist, sich von ihnen nährt und auf andere übergeht.
Vielleicht gibt es irgendwelche mehr oder weniger fragwürdigen "Methoden", um zu erkennen, wie sehr ein Mensch von der Dunkelheit befallen ist und noch fragwürdigere, um dem bösen Sünder diese auszutreiben.
Wenn du's ganz fies haben willst, kannst du eine regelrechte Hexenjagd in Gang bringen, getrieben von der Angst, dass wegen der Sünder die Welt in Finsternis ertrinken wird und mit der Hoffnung, der Welt das Licht zu bringen, wenn nur genügend Sünder in Flammen aufgehen.

Möglicher Rassismus gegen alles dunkle (schwarze Katzen, dunkle Haarfarbe, dunkle Hautfarbe, oder ganz schlimm: dunkle Augen, da man durch sie in die Seele eines Menschen blicken kann und diese offensichtlich finster ist).
-> Mögliches sich daraus ergebendes Ritual: Mensch von seinen Sünden befreien, dann müssten ja die Haare, Haut, Augen hell werden und damit den Beweis liefern, dass er geheilt ist.
-> Dann würden dunkelhaarige, -äugige Menschen als Kind vielleicht von ihren entsetzten Eltern ausgesetzt werden, oder wenn nicht, recht schnell versuchen, ihre Haar- und Augenfarbe zu verändern, um den Vorurteilen zu entgehen.

Das wars fürs erste. Vielleicht ist ja was brauchbares dabei. ;D
"Du... du bist dir selbst dein größter Feind. Deine Wut und dein Hass. Solange du sie in deinem Herzen nährst, wirst du niemals Frieden finden."

Offline Manouche

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Re: Licht - Rituale, Redewendungen, Lebensweise - ich suche Ideen!
« Antwort #2 am: 12. Mai 2021, 23:04:08 »
Mir fällt Spontan Spiegel ein. Mit Spiegeln Licht einfangen.
Spiegel habe ich sozusagen in meinem eigenen Plot in einem anderen Kontext gerade verworfen. Ich schicke dir also gerne mal die Spiegel rüber :D
Auch Kristalle könnten mit Licht in Verbindung gebracht werden.

Als Gruss: Geh mit dem Licht. Licht sein mit dir.

Ein Glücklicher Tag: Ein heller Tag.

In der Pflanzenwelt sehe ich persönlich kein Problem mit hellen Farben.

Im Moment fällt mir nichts anderes ein. Melde mich wieder, falls ich noch weitere Ideen hätte...

Offline Herbstblatt

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Re: Licht - Rituale, Redewendungen, Lebensweise - ich suche Ideen!
« Antwort #3 am: 12. Mai 2021, 23:18:17 »
Hm, wie wär's mit Geh mir aus der Sonne (Diogenes, haha) oder Geh mir aus dem Licht als Beleidigung?
2 + 2 = 4

Offline Marius

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Re: Licht - Rituale, Redewendungen, Lebensweise - ich suche Ideen!
« Antwort #4 am: 13. Mai 2021, 09:29:35 »
Mutproben: In institutionalisierter (hauptsächlich militärischer) Form, in der man absichtlich eine längere Zeit in einem extrem schwach beleuchteten Raum verbringen muss, um sich zu "stählern".

In jugendlicher-Dummheit Form, in der dann auch regelmäßig Jugendliche sterben, weil sie beweisen wollten, dass auch 100% der Dunkelheit sie nicht umbringt. Oder sie dachten, es wäre gerade noch genug Licht da (ähnlich Train Jumping o.ä. im echten Leben). Diese Geschichten würden die Gefahr auch immer konstant halten und nicht als Fabel dastehen lassen.


- für das einfache Volk ist Weiß die Farbe besonderer Anlässe zu Feiertagen

- - Menschen mit hellen Haarfarben gelten als gesegnet von der Göttin EDIT: gestrichen, nachdem mir mein Mann da gerade gesagt hat, dass kann ich mit aktuellen Weltproblemen nicht bringen. Oder ich gleich den Nazi-Stempel drauf pressen kann.


[/color]

Die einfache Alternative wäre da sicherlich die Haarfarbe. Weiß = gesegnet. Jede Ethnizität ergraut irgendwann, dass ist insofern also neutral. Ein langes Leben gilt ohnehin in fast allen Glaubenskonzepten als ein gesegnetes Leben, das passt also auch. Die wenigen Kinder, die bereits mit grauen/weißen Haaren geboren werden, gelten dann fast als Superhelden.

Aber wenn du eine derart monochromatisch sehende Gesellschaft aufbaust, wird beim Leser so oder so das Thema Rassismus klingeln. Die Hautfarbe einfach unerwähnt zu lassen wird das kaum vermeiden. An der Stelle ist vielleicht auch hinzuweisen, dass Licht nicht einfach "weiß" ist. Eine passende Alternative wäre "möglichst bunt, möglichst grell." Der einfache Mensch kann es sich vielleicht nur leisten, seine Wände in quitschgelb zu streichen. Adelige hingegen versuchen sich darin zu übertreffen, möglichst viele Farben überall unterzubringen. Dann unterhalten sie sich nicht über Wein, um sich als kultiviert darzustellen, sondern versuchen, Farben ganz, ganz, ganz genau zu identifizieren. ("Ist das Ocker?" - "Wie unkultiviert. Er kann nicht mal Ocker genauer diferenzieren")

Es ist außerdem ein massiver wissenschaftlicher Fokus, mehr (vom) Licht(-spektrum) sichtbar zu machen, und sicherlich gibt es genug Betrüger*innen, die da falsche Versprechungen verkaufen.

Zumindest könnte ich mir das so vorstellen.

Offline Malou

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Re: Licht - Rituale, Redewendungen, Lebensweise - ich suche Ideen!
« Antwort #5 am: 13. Mai 2021, 09:33:51 »
Wenn du schon von Kochrezepten sprichst  ;D Teure Lebensmittel könnten die Pflanzen / das Obst oder Gemüse sein, die besonders viel Sonne brauchen, um zu gedeihen, sie könnten sogar heilende Kräfte haben, was die Gesellschaft spaltet, denn natürlich können die Reichen sich sowas eher leisten und sind damit weniger krank. Möglicherweise können bestimmte Pflanzen einen zumindest eine Zeit lang vor der Dunkelheit schützen. Ein Klassiker, der sofort allein wegen dem Namen einfällt, ist natürlich die Sonnenblume. Ich habe gerade gegoogelt, das kann auch die sogenannten Nachtschattengewächse betreffen, die wohl so genannt werden, weil sie das Böse vertreiben sollten. Nur muss man vielleicht den Namen ändern oder es explizit erklären.

Wie sieht es aus mit Wärme? Licht/Sonne steht ja auch dafür. Vielleicht ist es den Auserwählten natürlich, dass ihnen Kälte eher fremd ist und genau das versuchen viele auch zu signalisieren, was unnötigerweise zu Erkrankungen führt. Weiß gerade nicht ob ich die Idee gut finde, aber ich schieß einfach mal raus. Weitere Ideen für die Auserwählten, was nichts mit dem Äußeren zu tun hat: sie sehen besser in der Dunkelheit, ihnen macht Feuer nichts aus, sie finden intuitiv zur nächsten Wärme-/Lichtquelle, sie sind ungewöhnlich schnell (aka Lichtgeschwindigkeit), sie können die Dunkelheit zumindest berühren, ohne sofort zu sterben; sie können die Dunkelheit physisch zurückdrängen mithilfe von telepathischen Fähigkeiten o.Ä. falls für deine Story relevant; sie können eine ganz besondere Waffe halten (Lichtschwert, wobei man da wegen Star Wars auf was anderes kommen muss),...

Betreffend die Kerzen/das Feuer: Es könnte eine Kerze oder ein Feuer geben, was immer brennen muss und die Leute glauben, wenn es erlischt, geht die Welt unter. Oder dass der, der es besitzt, die Macht hat (deswegen finden regelmäßig Versuche statt, es zu stehlen. Wenn interessant für die Story, könnten sogenannte Protagonisten es stehlen und uuupps es ist ausgegangen. Was nun? Wenn dann nicht die Welt untergeht, würden sie merken, dass es nur Schwindel war, um sich Macht zu sichern ohne in Frage gestellt zu werden. Wenn tatsächlich die Welt untergeht... Nun, ich denke, da bleibt sehr viel Raum dafür wie es weitergehen kann.).

Ein Klassiker, den man hier für eine Prophezeiung verwenden könnte: Der Phönix. Ein weiteres heiliges Tier: Glühwürmchen, vielleicht sogar Fische, die leuchten.

Wenn es eine Lichtgottheit gibt, gibt es dann auf der anderen Seite, äquivalent zum Teufel, auch ein Gott der Finsternis? Bringt man ihm vielleicht auch mal Opfer, um ihn zufrieden zu stellen?

Blitze sind ein Element, was man irgendwie einbringen könnte, da auch sie Licht bedeuten. Vielleicht hat der Lichtturm eine Art Antenne, in die der Blitz einschlagen soll und diese Energie wird für xy genutzt? Vielleicht gelten die Menschen, die vom Blitz getroffen wurden und überlebt haben, als heilig?

Bauwerke... Die Stadt könnte so aufgebaut sein, dass die wohlhabendere Gesellschaft im Osten und Süden wohnt, die anderen im Westen und im Norden. Klar wäre die erste Idee, dass sie weiß sein sollten bzw. vielleicht auch sehr große Fenster haben. Nach Feng Shui Art könnte es "Regeln" geben, welche Räume im Haus am besten östlich, südlich, westlich und nördlich liegen, was vielleicht sogar Unglück bringt usw.

Vielleicht wollen die Menschen so viel Licht wie möglich aufnehmen und legen ihre Speisen "in die Sonne" bevor sie sie essen und ziehen sich auch dementsprechend an, dass ihr Körper möglichst viel Licht aufnimmt? (lol) Die besonders akribischen könnten sich eine Glatze rasieren, was vielleicht auch ein Ritual sein kann zu besonderen Anlässen  ;D

Ich gehe zwar jetzt schon darüber hinaus, was du gefragt hast, aber vielleicht kannst du daraus ja ein paar Dinge ableiten  :flausch:

Wenn mir noch etwas einfällt, melde ich mich  ;)
We are writers, my love. We don't cry. We bleed on paper. (Ali Y.)

I write stories based on one single song I randomly heard.

Offline Rhagrim

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Re: Licht - Rituale, Redewendungen, Lebensweise - ich suche Ideen!
« Antwort #6 am: 14. Mai 2021, 13:02:50 »
Was mir zum Baustil noch einfällt.
Sämtliche Bauwerke könnten (vor allem in den wohlhabenderen Gegenden) so geplant sein, dass sie möglichst wenig Schatten werfen, sodass die Gegend dort allgemein heller wirkt und mehr von dem bisschen Sonnenlicht profitiert.
Also möglichst schlanke Gebäude, ohne irgendwelche Überhänge, die Schatten werfen können. Stattdessen vielleicht nach oben hin verjüngt. Oder du siedelst die Häuser gleich unterirdisch an, deren Dach aus einer einzigen, riesiegen Glaskuppel oÄ besteht, die das Sonnenlicht bis zu einem gewissen Grad reflektiert.
Die Gebäude der Wohlhabenden könnten auch generell aus hellen Materialien oder gar Metall gebaut sein, welches ebenfalls Sonnenlicht fängt/spiegelt und somit das Umfeld weiter erhellt.

Die ärmeren Bezirke werden aus billigerem Material gebaut und stellen auch keine architektonischen Meisterwerke dar, sodass dort einerseits die Gebäude selbst düsterer sind, und andererseits mehr Schatten geworfen wird und alles dunkel erscheinen lässt. Die Ärmeren könnten versuchen, dieser permanenten Düsternis entgegenzuwirken, in dem sie Kerzen anzünden, während die Reichen Spiegel- oder Edelkristalle nutzen, die (Naturgesetze? Technik?) eine permanente Lichtquelle darstellen.

Daraus könnte sich auch wieder ein Sprichwort ergeben, das den Gebrauch von Kerzen mit Armen oder einfach Leuten aus den ärmeren Bezirken verknüpft wird, und Kerzenmacher ein Job der Armen ist. "Elender Kerzenträger", "dem klebt ja das Wachs an den Fingern",...
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Offline Kare

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Re: Licht - Rituale, Redewendungen, Lebensweise - ich suche Ideen!
« Antwort #7 am: 14. Mai 2021, 23:00:13 »
Wow! :vibes: :vibes: :vibes: :vibes: :wolke: :wolke: :wolke: :wolke: Vielen Dank euch allen für die tollen Vorschläge und Ideen! Da sind viele dabei, die ich total spannend finde!

@Rhagrim
-> In letzterem Fall könnte es im Winter sehr dunkel werden, falls die Sonne nie so hoch steigt, dass sie zu sehen ist. "Zeit der Finsternis", "Zeit der toten Sonne". Die Leute könnten für die Rückkehr der Sonne beten und versuchen, die (je nach Glauben) durch Rituale, Gesänge, Opfergaben a) zu stärken, sodass sie die Dunkelheit besiegen kann, b) gnädig gestimmt werden muss, weil sie durch die Sünden der Menschen diesen ihr schützendes Licht versagt
Also, es gibt Winter, aber ähnlich wie bei uns in Deutschland, kürzere Tage im Winter, die Monate sind dann auch so benannt - Dämmermond, Dunkelmond, - aber richtig dunkel kann es in Nähe des Turms gar nicht werden, nicht mal nachts.
Das mit den besonderen Festen für diese Zeit ist eine super Idee, weil schon bereits kürzere Tage den Menschen nicht geheuer sein werden - und dass man in der "Dunkelzeit", wo man anfälliger ist für Sünden, umso göttingefälliger und reiner leben muss, ist total plausibel.  :hmmm:

Zitat
- Fancy Alternative: Sie glauben an ein Fabelwesen wie den Sonnenvogel und denken, dass er die Sonne bringt. Deswegen streuen sie spezielles, heiliges Vogelfutter (oder werfen es in den Himmel),  um ihn anzulocken.
:rofl: Das ist so genial! Das WERDE ich einbauen, passt aber erst in Band 2. Und du kriegst eine Widmung dafür, unbedingt. Zu den Lhinurern passt die Mythologie nicht, aber ich weiß schon genau, wohin. Heiliges Vogelfutte, du bist Hammer.  ;D wie kommt man auf sowas?  :rofl: :rofl:

Zitat
-> Es könnte auch der Mythos umgehen, dass die Dunkelheit ursprünglich aus der Sünde eines Menschen erwachsen ist (der Sünder, Teufel, oÄ) und sich seitdem über die ganze Welt ausgebreitet hat und irgendwann alles verschlingen wird - die "Apokalypse" deiner Welt quasi.
Sowas in der Art gibt es tatsächlich.  :) Ein Dämon hat die Sünde und damit die Dunkelheit in die Welt gebracht, indem er die Menschen in Versuchung führte. Und wenn alle Menschen den Versuchungen nachgeben, wird die Welt finster. Das glauben die.

Zitat
Passend zu dem Sündenfall / Bringer der Dunkelheit könnte es auch noch die Legende eines Helden geben, welcher der Dunkelheit die Stirn bietet bzw diese einst bezwingen wird. Möglicherweise sind die Priester immer auf der Suche nach dem Auserwählten und testen die Neugeborenen, ob der prophezeite Erlöser unter ihnen ist. Um diesen Glauben könnte sich auch eine Sekte bilden, die meint, den "Erlöser" gefunden zu haben, der sie führt.
Den GAB es quasi bereits - daraus resultiert die besondere Stellung des Herrschers/Diktators/Kirchenführers, dem Lhima. der hat damals den "Dämon" besiegt und ist somit der Retter/Lichtwahrer des Volkes.
Aber der Gedanke eines weiteren Erlösers/Messias wäre auch spannend. Das muss ich mal einsinken lassen.  :hmmm:

Zitat
Nach der Geburt könnte es ein Ritual geben, das Neugeborene "im Licht zu baden", um die Dunkelheit aus ihm zu vertreiben, der es im Leib seiner Mutter ausgesetzt war und es von ihren Sünden zu reinigen.
das ist eine gute Idee!  :vibes:  (und jetzt muss ich nur noch irgendwo eine Geburt einbauen in meine Story. Vielleicht muss man zur Namensgebung jedes Neugeborene so König-der-Löwen-mäßig einmal dem Lichtturm entgegenstrecken.... ;D

Zitat
Priester könnten an sich selbst und an ihren Gläubigen (statt der Beichte) ein Ritual zur Reinigung ihrer Sünden durchführen, welche die sündige Dunkelheit erhellen und aus ihren Herzen treiben soll. (Im Licht baden? Durchs Feuer gehen? In die Sonne sehen, deren gleißendes Licht natürlich in den Augen schmerzt, da sie die Finsternis im Inneren verbrennt)
:hmmm: Daraus könnte ich so Reinigungs-Zimmer machen, sogenannte "Licht-Räume" voll magischer Lichter, in denen man sich von den Sünden reinigen kann. Und reiche Gläubige haben sowas standardmäßig zuHause. Das erfüllt ja gleich einen doppelten Zweck - in einer tendenziell lichtärmeren Welt wäre das ein Stimmungsaufheller.

Zitat
Ein (Schrift)symbol, welches für Licht oder die Sonne steht und von den Menschen im Alltag in einer einfachen Geste als Gruß und/oder Schutzzeichen verwendet wird.

Das habe ich, den sogenannten "Lichtgruß" - Hand aufs Herz und dann mit gespreizten Fingern zum Gegrüßten. Aber ein allgemeines Symbol für Licht noch nicht - also vielleicht eine stilisierte Sonne... oh ich weiß! ein goldener Kreis mit schwarzem Punkt in der Mitte. Das wäre angelehnt an das alchemistische Zeichen...

Zitat
Mögliche Redewengungen:
"Möge das Licht dich leiten", (für besonders Gläubige) "er wandelt auf erhelltem Pfad",  (für Sünder) "er hat ein dunkles Herz", "Möge die Dunkelheit dich verschlingen"
Vielleicht als Gruß: Person A "Nah der Sonne", Person B erwidert "Fern den Schatten"
Die sind gut! Und schon notiert.  ;D

Zitat
Als Bestrafung für Straftäter / als Todesurteil:
In die Finsternis hinauswerfen
Ja, an sowas hatte ich mal gedacht: Problem - entlang der Dunkelgrenzen ist es recht gefährlich, da will eigentlich keiner hin. Und ne öffentliche "Hinrichtung" mit abschreckender Wirkung kriegt man da nicht zustande. ^^"

Zitat
Mögliche Bestrafung / Folter:
Menschen alleine in einem finsteren Raum zurücklassen, sie "der Dunkelheit überlassen"
sowas eindeutig. Ich meine, bei mir landen Sünder alle in unterirdischen Minen, das kommt dem schon sehr nahe.  ;D

Zitat
Vielleicht ist es ein (un)geschriebenes Gesetz, nach Einbruch der Nacht nicht mehr außer Haus zu gehen, oder die Menschen haben zumindest panische Angst davor.
tugendhafte Bürger zumindest gehen bei Nacht nicht mehr raus - das werde ich so aufnehmen!  :vibes:

Zitat
Es könnte einen regen Handel mit allerlei mehr oder weniger nützlichen Talismanen geben, die vor der Dunkelheit schützen sollen.
Das ist auch gut! So etwas Aberglaube neben dem eigentlichen Glauben ist ja auch realistisch!
Also klar - Steine, die angeblich vom Lichtturm stammen, weiße Blumen, Goldketten mit weißen Steinen überm Herz oder dem Sonnensymbol - ein Lichtwappen, das man als Gläubiger trägt....
Zitat
Vielleicht glauben die Leute, dass besonders sündige Menschen aus der Dunkelheit kommen, oder dass sie (wie eine Krankheit) davon infiziert werden können. In dem Fall könntest du Reinigungsrutuale einbauen, wie z.B: die Dunkelheit aus dem Haus zu kehren / leuchten / mit Weihrauch oder anderen heiligen Substanzen zu räuchern.
also - es gibt so eine Krankheit tatsächlich, nennt sich Dunkelsieche - eine Folge der giftigen Dunkelheit und die Menschen sterben recht elendig dran. Die ist nicht ansteckend, aber besonders Gläubige könnten das so sehen. Und dann würde man bestimmt danach das Haus "ausleuchten".  :)

Zitat
Die Alltagsheilkunst könnte auch ganz darauf ausgerichtet sein: Der ist krank = der muss mit der Dunkelheit in Berührung gekommen sein. Lichttherapien und -rituale aller Art um ihn zu heilen, außer den mutigen Heilern flüchten vielleicht alle, aus Angst ebenfalls infiziert zu werden.
das unbedingt! Also Heilräume wären immer hell und das mit der Lhichttherapie ist eine gute Idee! Ich habe ja Leucht-Magiks.  :)

Zitat
-> Oder in ihren eigenen Schatten. Sie könnten glauben, dass sich die Sünden eines Menschen in seinem Schatten sammeln, und dieser dadurch immer dunkler und mächtiger wird, bis er irgendwann "seinen" Menschen verschlingt und ihn selbst zum Schatten macht.
:hmmm:  der Schatten quasi als Überbleibsel der dämonischen Versuchung, die jedem Mensch nun anhaftet....das hat was!

Zitat
Verschiendenste böse Wesenheiten könnten in der Dunkelheit lauern und die Menschen "besetzen", "verzaubern" und ihnen Unglück bringen (die eingebildeten Sündenböcke für Mord, Kannibalismus, Wahnsinn, Fehlgeburten, Geburt eines Kindes, das wegen irgendwelcher Äußerlichkeiten als böse oder "von den Schatten befallen" gilt,...)
das gibt es im allgemeinen Volksmund - da sind das immer noch alles die Dämonen, die schuld sind - oder eben die Sünden der Mutter, wenn sie eine Fehlgeburt erleidet...

Zitat
Möglicher Rassismus gegen alles dunkle (schwarze Katzen, dunkle Haarfarbe, dunkle Hautfarbe, oder ganz schlimm: dunkle Augen, da man durch sie in die Seele eines Menschen blicken kann und diese offensichtlich finster ist).
-> Mögliches sich daraus ergebendes Ritual: Mensch von seinen Sünden befreien, dann müssten ja die Haare, Haut, Augen hell werden und damit den Beweis liefern, dass er geheilt ist.
-> Dann würden dunkelhaarige, -äugige Menschen als Kind vielleicht von ihren entsetzten Eltern ausgesetzt werden, oder wenn nicht, recht schnell versuchen, ihre Haar- und Augenfarbe zu verändern, um den Vorurteilen zu entgehen.
ja, und das wäre das, mit dem ich vermutlich etwas vorsichtig sein müsste. Da recht viele Menschen dunkle Haare und Augen haben, wäre es nicht gut, die alle auszusetzen.
Ich habe also eher daran gedacht, helle Haare als besonders gesegnet hervorzuheben - die mit dunklen sind dann einfach nur sündenanfälliger. z.B. Und streng Gläubige tragen dann weiße Perücken... (was es ja durchaus schon gab  ;D)

Zitat
Was mir zum Baustil noch einfällt.
Die Gebäude der Wohlhabenden könnten auch generell aus hellen Materialien oder gar Metall gebaut sein, welches ebenfalls Sonnenlicht fängt/spiegelt und somit das Umfeld weiter erhellt.
weiße Fassaden hatte ich in den reichen Gegenden vor. Und draußen noch reflektierende Spiegel anzubringen, wäre auch eine gute Idee.  :vibes:

Zitat
Die ärmeren Bezirke werden aus billigerem Material gebaut und stellen auch keine architektonischen Meisterwerke dar, sodass dort einerseits die Gebäude selbst düsterer sind, und andererseits mehr Schatten geworfen wird und alles dunkel erscheinen lässt. Die Ärmeren könnten versuchen, dieser permanenten Düsternis entgegenzuwirken, in dem sie Kerzen anzünden, während die Reichen Spiegel- oder Edelkristalle nutzen, die (Naturgesetze? Technik?) eine permanente Lichtquelle darstellen.
exakt so ist es!  :vibes: Kerzen oder Öllampen bei den armen, viel hellere Magik-Lichter bei den Reichen.


Zitat
Das wars fürs erste. Vielleicht ist ja was brauchbares dabei. ;D
total viel! Danke für sooo viel Input!  :knuddel:

@Manouche
Mir fällt Spontan Spiegel ein. Mit Spiegeln Licht einfangen.
Spiegel habe ich sozusagen in meinem eigenen Plot in einem anderen Kontext gerade verworfen. Ich schicke dir also gerne mal die Spiegel rüber :D
nehm ich doch gern!  ;D. Und so richtige Spiegelzimmer oder Spiegelflure kann ich mir bei Reichen richtig gut vorstellen. Am besten gleich in der Eingangshalle.

Zitat
Als Gruss: Geh mit dem Licht. Licht sein mit dir.

Ein Glücklicher Tag: Ein heller Tag.
die sind beide gut!  :vibes: - "Einen hellen Tag noch".

Zitat
Im Moment fällt mir nichts anderes ein. Melde mich wieder, falls ich noch weitere Ideen hätte...
Die waren schon toll und hilfreich, vielen Dank! :knuddel: Gerade den Tagesgruß werde ich ganz sicher irgendwo unterbringen!  :wolke:

@Herbstblatt
Hm, wie wär's mit Geh mir aus der Sonne (Diogenes, haha) oder Geh mir aus dem Licht als Beleidigung?
;D. wäre das aber nicht mehr eine sehr nachvollziehbare Aufforderung statt einer Beleidigung? (davon abgesehen fand ich Diogenes einfach nur klasse mit dieser Antwort  :rofl:)


@Marius
Mutproben: In institutionalisierter (hauptsächlich militärischer) Form, in der man absichtlich eine längere Zeit in einem extrem schwach beleuchteten Raum verbringen muss, um sich zu "stählern".
oh, das ist cool. Das wäre auch was für die Halbstarken Jugendlichen - vielleicht nicht mal nur ein dunkles Zimmer, sondern wirklich möglichst dicht ran an die Dunkelgrenze.... :hmmm:

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In jugendlicher-Dummheit Form, in der dann auch regelmäßig Jugendliche sterben, weil sie beweisen wollten, dass auch 100% der Dunkelheit sie nicht umbringt. Oder sie dachten, es wäre gerade noch genug Licht da (ähnlich Train Jumping o.ä. im echten Leben). Diese Geschichten würden die Gefahr auch immer konstant halten und nicht als Fabel dastehen lassen.
klar - wenn die das machen und zu dicht zur Dunkelgrenze kommen - schneller Tod. Oder sie fangen sich dabei die Dunkelsieche ein - langsamer Tod. Das wäre definitiv ein Lerneffekt (und andere Unbelehrbare würde es dennoch wieder tun  ;))

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Die einfache Alternative wäre da sicherlich die Haarfarbe. Weiß = gesegnet. Jede Ethnizität ergraut irgendwann, dass ist insofern also neutral. Ein langes Leben gilt ohnehin in fast allen Glaubenskonzepten als ein gesegnetes Leben, das passt also auch. Die wenigen Kinder, die bereits mit grauen/weißen Haaren geboren werden, gelten dann fast als Superhelden.
ja, mit dem hatte ich auch schon gespielt und so werde ich es vermutlich machen - dass die Supergläubigen dann mit weißen Perücken rumlaufen. Das kommt nicht so nazimäßig wie blond, wäre genauso passend und ist unverfänglicher.

Zitat
Aber wenn du eine derart monochromatisch sehende Gesellschaft aufbaust, wird beim Leser so oder so das Thema Rassismus klingeln.
glaubst du? Ich meine, rein die Farben, Hell und Dunkel, als Symbolfarben gibt es schon länger als Menschen überhaupt unterschiedliche Ethnien kennen...
aber klar, ich lebe natürlich jetzt....wobei ich immer die Hoffnung habe, dass das, was ein Autor letztlich schreibt, auch irgendwie zählt.  ::)

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Die Hautfarbe einfach unerwähnt zu lassen wird das kaum vermeiden. An der Stelle ist vielleicht auch hinzuweisen, dass Licht nicht einfach "weiß" ist. Eine passende Alternative wäre "möglichst bunt, möglichst grell." Der einfache Mensch kann es sich vielleicht nur leisten, seine Wände in quitschgelb zu streichen. Adelige hingegen versuchen sich darin zu übertreffen, möglichst viele Farben überall unterzubringen. Dann unterhalten sie sich nicht über Wein, um sich als kultiviert darzustellen, sondern versuchen, Farben ganz, ganz, ganz genau zu identifizieren. ("Ist das Ocker?" - "Wie unkultiviert. Er kann nicht mal Ocker genauer diferenzieren")
haha, die Idee ist witzig.  ;D. Und bestimmt würden Menschen ähnlich wie in skandinavischen Ländern versuchen, mehr Farbe in ihr Leben zu bringen. Ich brauche aber für vieles tatsächlich den expliziten Licht-Dunkelheit Kontrast. Aber vermutlich muss ich irgendwo im Verlauf zur Befriedung für alle unbedingt einen Regenbogen einbauen.  ;)

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Es ist außerdem ein massiver wissenschaftlicher Fokus, mehr (vom) Licht(-spektrum) sichtbar zu machen, und sicherlich gibt es genug Betrüger*innen, die da falsche Versprechungen verkaufen.
ich hab jetzt gerade spontan an Prismen gedacht. Allerdings sieht man meine Sonne nur recht diesig durch den Dunkelschleier durch, keine Ahnung, wie gut so ein Prisma bei bedecktem Himmel funktioniert.  :hmmm:

Auf jeden Fall vielen Dank für deine Hilfe!  :vibes:



@Malou
jetzt wirds kulinarisch  ;D
Wenn du schon von Kochrezepten sprichst  ;D Teure Lebensmittel könnten die Pflanzen / das Obst oder Gemüse sein, die besonders viel Sonne brauchen, um zu gedeihen, sie könnten sogar heilende Kräfte haben, was die Gesellschaft spaltet, denn natürlich können die Reichen sich sowas eher leisten und sind damit weniger krank. Möglicherweise können bestimmte Pflanzen einen zumindest eine Zeit lang vor der Dunkelheit schützen. Ein Klassiker, der sofort allein wegen dem Namen einfällt, ist natürlich die Sonnenblume.
tja, also Südfrüchte dann nur für Reiche  ;D (okay, die wachsen in meiner Welt ohnehin nicht.) Aber Ähren und goldenes Getreide könnten was Besonderes sein, haben ja sogar Lichtfarbe. Während die armen sich eher von Knollen ernähren müssen (wenig Licht)  :hmmm:
Dass die Sonnenblume besonders beliebt ist, ist eine schöne Idee!  :vibes:

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Ich habe gerade gegoogelt, das kann auch die sogenannten Nachtschattengewächse betreffen, die wohl so genannt werden, weil sie das Böse vertreiben sollten. Nur muss man vielleicht den Namen ändern oder es explizit erklären.
ich fürchte auch - wenn ich das botanisch erklären muss, geht das vielleicht weit. Bei mir auf Arbeit kannte letztens nicht mal die Hälfte überhaupt den Begriff.

Zitat
Wie sieht es aus mit Wärme? Licht/Sonne steht ja auch dafür. Vielleicht ist es den Auserwählten natürlich, dass ihnen Kälte eher fremd ist und genau das versuchen viele auch zu signalisieren, was unnötigerweise zu Erkrankungen führt. Weiß gerade nicht ob ich die Idee gut finde, aber ich schieß einfach mal raus. Weitere Ideen für die Auserwählten, was nichts mit dem Äußeren zu tun hat: sie sehen besser in der Dunkelheit, ihnen macht Feuer nichts aus, sie finden intuitiv zur nächsten Wärme-/Lichtquelle, sie sind ungewöhnlich schnell (aka Lichtgeschwindigkeit), sie können die Dunkelheit zumindest berühren, ohne sofort zu sterben; sie können die Dunkelheit physisch zurückdrängen mithilfe von telepathischen Fähigkeiten o.Ä. falls für deine Story relevant; sie können eine ganz besondere Waffe halten (Lichtschwert, wobei man da wegen Star Wars auf was anderes kommen muss),...
das wären alles tolles Fähigkeiten, nur dass es in meiner Story gar keine Auserwählten gibt. Stinklangweilige Menschen alles.  ;D. Die können dann nur besonders gut lügen, Maschinen bauen, sich in Schwierigkeiten bringen... :rofl:

Zitat
Betreffend die Kerzen/das Feuer: Es könnte eine Kerze oder ein Feuer geben, was immer brennen muss und die Leute glauben, wenn es erlischt, geht die Welt unter. Oder dass der, der es besitzt, die Macht hat (deswegen finden regelmäßig Versuche statt, es zu stehlen. Wenn interessant für die Story, könnten sogenannte Protagonisten es stehlen und uuupps es ist ausgegangen. Was nun? Wenn dann nicht die Welt untergeht, würden sie merken, dass es nur Schwindel war, um sich Macht zu sichern ohne in Frage gestellt zu werden. Wenn tatsächlich die Welt untergeht... Nun, ich denke, da bleibt sehr viel Raum dafür wie es weitergehen kann.).
so ein bisschen hab ich das - das ist der Lichtturm. Menschen glauben, wenn der aufhört zu leuchten, verschlingt die Dunkelheit alles.  :)

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Ein Klassiker, den man hier für eine Prophezeiung verwenden könnte: Der Phönix. Ein weiteres heiliges Tier: Glühwürmchen, vielleicht sogar Fische, die leuchten.
ja, den Phönix hatte ich auch schon überlegt  :hmmm:  aber noch nichts Passendes gefunden, zumindest in diesem Band, um ihn einzubauen. Vielleicht heb ich mir den für später auf. Und besondere Leuchtkäfer wird es geben!

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Wenn es eine Lichtgottheit gibt, gibt es dann auf der anderen Seite, äquivalent zum Teufel, auch ein Gott der Finsternis? Bringt man ihm vielleicht auch mal Opfer, um ihn zufrieden zu stellen?
es gibt Dämonen - im Glauben der Menschen, nicht wirklich. Die muss man allerdings meiden und sollte mit ihnen gar nciht verkehren. Fernbleiben. einfach nur fernbleiben. Schutzzauber dagegen wären also eher Mittel der Wahl.

Zitat
Blitze sind ein Element, was man irgendwie einbringen könnte, da auch sie Licht bedeuten. Vielleicht hat der Lichtturm eine Art Antenne, in die der Blitz einschlagen soll und diese Energie wird für xy genutzt? Vielleicht gelten die Menschen, die vom Blitz getroffen wurden und überlebt haben, als heilig?
is ja irre, auf was für geile Ideen ihr kommt - das mit den Blitzen hat was!  :hmmm:   das muss ich mal treiben lassen, ob ich dafür in der Story eine gute Verwendung finde...

Zitat
Bauwerke... Die Stadt könnte so aufgebaut sein, dass die wohlhabendere Gesellschaft im Osten und Süden wohnt, die anderen im Westen und im Norden. Klar wäre die erste Idee, dass sie weiß sein sollten bzw. vielleicht auch sehr große Fenster haben. Nach Feng Shui Art könnte es "Regeln" geben, welche Räume im Haus am besten östlich, südlich, westlich und nördlich liegen, was vielleicht sogar Unglück bringt usw.
also, es wird für Städte eine Aufteilung geben, allerdings eine ganz simple - möglichst dicht am Lichtturm. Je weiter weg, umso näher ist man der Dunkelgrenze.

Zitat
Vielleicht wollen die Menschen so viel Licht wie möglich aufnehmen und legen ihre Speisen "in die Sonne" bevor sie sie essen und ziehen sich auch dementsprechend an, dass ihr Körper möglichst viel Licht aufnimmt? (lol) Die besonders akribischen könnten sich eine Glatze rasieren, was vielleicht auch ein Ritual sein kann zu besonderen Anlässen  ;D
:rofl: dann habe ich zwar kein Rassismusthema, kriege das Buch aber nicht jugendfrei, wenn ständig splitternackte kahle Gläubige durch die Gegend springen.  ;D ;D ;D ;D


Zitat
Ich gehe zwar jetzt schon darüber hinaus, was du gefragt hast, aber vielleicht kannst du daraus ja ein paar Dinge ableiten  :flausch:
auf jeden Fall! Vielen lieben Dank für deinen Input!  :knuddel:


"Zusammengefasst: Wenn wir den Turm abschalten, beenden wir die Dunkelheit, die uns umgibt."

"Oder löschen uns aus."

"Das ist eine Möglichkeit. Aber sie ist unwahrscheinlich."

"Aber möglich."

"Das haben Möglichkeiten so an sich, ja."

"Dann fasse ich mal zusammen: Wenn wir den Turm abschalten, retten oder vernichten wir uns. Es ist ein scheiß Glücksspiel."

"... bei Ihnen klingt immer alles so negativ."

Offline Rhagrim

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Re: Licht - Rituale, Redewendungen, Lebensweise - ich suche Ideen!
« Antwort #8 am: 15. Mai 2021, 07:27:14 »
:rofl: Das ist so genial! Das WERDE ich einbauen, passt aber erst in Band 2. Und du kriegst eine Widmung dafür, unbedingt. Zu den Lhinurern passt die Mythologie nicht, aber ich weiß schon genau, wohin. Heiliges Vogelfutte, du bist Hammer.  ;D wie kommt man auf sowas?
Haha, DAS frag ich mich auch manchmal.  :rofl:
 :wolke:  :wolke: Freut mich, dass dir der so gefällt!

Den GAB es quasi bereits - daraus resultiert die besondere Stellung des Herrschers/Diktators/Kirchenführers, dem Lhima. der hat damals den "Dämon" besiegt und ist somit der Retter/Lichtwahrer des Volkes.
Aber der Gedanke eines weiteren Erlösers/Messias wäre auch spannend. Das muss ich mal einsinken lassen. 
Die Dunkelheit ist ja noch da, oder? Ich dachte an einen Erlöser, der nicht nur den Dämon besiegen, sondern die Dunkelheit komplett vertreiben soll, die immer noch eine permanente Gefahr darstellt. (was ja nicht geht, denn selbst wenn er *die* Dunkelheit vertreibt, es immer eine geben wird, zumindest in der Nacht... was glauben deine Leute da eigentlich? Wissen die um den Kreislauf der Sonne, und dass die Nacht etwas normales ist, oder glauben sie, dass die Dunkelheit immer wieder mal den Tag verschlingt oÄ?).  :hmmm:

Wenn der Lhima dadurch seine Stellung erhalten hat, könnte sich (wenn wir kurz bei dem Erlöser Mythos bleiben) eine religiöse Gegenbewegung/Sekte bilden, die den Lhima in Frage stellt, da die Urangst mit der Dunkelheit ja immer noch da ist, und er diese nicht vertreiben konnte.
Menschen suchen ja immer irgendwas, woran sie glauben können, und nachdem sich die erste Erleichterung über die Rettung durch den Lhima und dessen Sieg über den Dämon erst mal gesetzt hat, könnten sich einige (im Geheimen) Götterbildern zuwenden, die ihnen die endgültige Rettung versprechen.


Das habe ich, den sogenannten "Lichtgruß" - Hand aufs Herz und dann mit gespreizten Fingern zum Gegrüßten. Aber ein allgemeines Symbol für Licht noch nicht - also vielleicht eine stilisierte Sonne... oh ich weiß! ein goldener Kreis mit schwarzem Punkt in der Mitte. Das wäre angelehnt an das alchemistische Zeichen...
Vielleicht kriegen die Kinder sowas bei ihrer Lichttaufe (statt einem Jesuskreuz) umgehängt, als Zeichen des Glaubens und als Schutz vor den Sünden? Die Reichen aus einem wertvollen, Licht reflektierendem Metall und die Armen aus irgendwelchen billigen Alternativen?


Ja, an sowas hatte ich mal gedacht: Problem - entlang der Dunkelgrenzen ist es recht gefährlich, da will eigentlich keiner hin. Und ne öffentliche "Hinrichtung" mit abschreckender Wirkung kriegt man da nicht zustande. ^^"
Bau ein Katapult.  :rofl:


ja, und das wäre das, mit dem ich vermutlich etwas vorsichtig sein müsste. Da recht viele Menschen dunkle Haare und Augen haben, wäre es nicht gut, die alle auszusetzen.
Ich habe also eher daran gedacht, helle Haare als besonders gesegnet hervorzuheben - die mit dunklen sind dann einfach nur sündenanfälliger. z.B. Und streng Gläubige tragen dann weiße Perücken... (was es ja durchaus schon gab  ;D)

Nachdem das so ein Thema ist, steuere ich doch mal meine Meinung dazu bei. Ich glaube, bei diesen Rassismus Themen kommt es immer darauf an, wie das in der Geschichte präsentiert wird.  :hmmm: Ich *glaube*, Rassismus gehört zur Menschheit, da es den einfach IMMER schon gegeben hat, seit es Menschen gibt, selbst wenn wir heute mit aller Kraft versuchen, den aus unserer Gesellschaft zu verbannen.
Ich *glaube*, dass ein bewusster, reflektierter Umgang damit viel besser ist, als zu versuchen, um keinen Preis mit dem Thema in Verbindung gebracht zu werden. Ich hab hier irgendwo in einem Thread von "Sensitive Reading" gelesen und damit, dass manche selbst die Orks in Herr der Ringe als rassistisch bezeichnen, weil die mit Eigenschaften assoziiert werden, die irgendwann mal schwarzen Menschen zugeschrieben wurden ( ??? ). Also wenn man will, kann man überall rassistische Hintergründe hineininterpretieren und ich nehme an, es wird immer jemanden geben, der das auch tun wird, egal wie sehr man sich bemüht, genau das zu vermeiden.

Deswegen glaube ich, dass, so wie du es mit Licht(hell) und Dunkelheit(dunkel) handhabst, Sinn macht, wenn deine Leute das in ihrem Glauben auch auf Haar-, Haut-, Augen-, Fellfarben etc und alles andere anwenden. Ja, sicher kann man das rassistisch interpretieren, aber ich glaube, dass es unglaubwürdiger wäre, wenn sie es ( v.a. nur wegen einem möglichen Rassismus Vorwurf) nicht machen würden. Warum würden sie es nicht tun, wenn doch alles andere in ihrer Gesellschaft genau darauf ausgerichtet ist?
Thematisiere es doch stattdessen ganz bewusst?
Deine Protagonisten haben doch dunkle Haare und dünklere Haut, d.h. sie wären dem (falls du es einbaust) doch selbst bis zu einem gewissen Grad ausgesetzt. Damit wären die "Bösen Dunklen", nicht die Gegenspieler, sondern die Protagonisten. Ich denke, dass sich alleine dadurch schon viel ändert. Was anderes wäre, wenn du in deiner Geschichte nur allen "Guten" helle Haut und helle Haare verpasst, und allen "Bösen" dunkle Haut und dunkle Haare.
 
Du könntest doch reinbringen, dass die Leute halt daran glauben, das aber nichts mit der gelebten Realität (wie sich durch deine Protagonisten und durch die Handlung zeigt) zu tun hat. Dass die, welche durch ihr Aussehen angeblich die Sünde und die Dunkelheit bringen, ausgerechnet die sind, die sie am Ende vertreiben.
Ich glaube, das wäre sogar eine schöne Anti-Rassismus Botschaft (aber, wie gesagt, das ist nur meine Meinung und ich habe da wahrscheinlich auch einen eher ungewöhnlich entspannten Umgang mit dem Thema)  :)
"Du... du bist dir selbst dein größter Feind. Deine Wut und dein Hass. Solange du sie in deinem Herzen nährst, wirst du niemals Frieden finden."

Offline Malou

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Re: Licht - Rituale, Redewendungen, Lebensweise - ich suche Ideen!
« Antwort #9 am: 15. Mai 2021, 11:02:10 »

Zitat
Vielleicht wollen die Menschen so viel Licht wie möglich aufnehmen und legen ihre Speisen "in die Sonne" bevor sie sie essen und ziehen sich auch dementsprechend an, dass ihr Körper möglichst viel Licht aufnimmt? (lol) Die besonders akribischen könnten sich eine Glatze rasieren, was vielleicht auch ein Ritual sein kann zu besonderen Anlässen  ;D
:rofl: dann habe ich zwar kein Rassismusthema, kriege das Buch aber nicht jugendfrei, wenn ständig splitternackte kahle Gläubige durch die Gegend springen.  ;D ;D ;D ;D


 :rofl: :rofl: Ich musste auch schmunzeln als ich das geschrieben habe, weil ich mir schon alle möglichen skurrilen Kleidungsvarianten vorgestellt habe  :rofl: Aber die Menschen sind nun einmal verrückt  ;D


Mir ist noch etwas eingefallen. Falls das überhaupt in dein Setting passen könnte, könnte es einen Vulkan in der Umgebung geben. Lava = Licht. Vielleicht ist es etwas ganz Besonderes, wenn er ausbricht und die Menschen warten nur auf dieses "Licht der Erde". Vielleicht ist er noch nie (in der aktuellen Zeit) ausgebrochen und es gibt lediglich Erzählungen dazu und die Menschen sind sich dessen nicht wirklich bewusst, was das bedeuten würde. Oder es ist ein recht "harmloser" Vulkan, der immer wieder ein bisschen spuckt und die Menschen interpretieren das dann nach ihrem Belieben (der Gott hat was zu sagen). "Unnötig" zu sagen, dass ein richtiger Ausbruch eine Katastrophe wäre, die die Menschen dazu zwingen würde, ihre Gefilde zu verlassen oder zumindest ernsthaft darüber nachzudenken, wenn nicht nur ein Bruchteil überleben soll.

Vielleicht passt es nicht in dein Setting oder aber du hast eine andere Idee, wie man diese Metapher verwenden könnte  :prost:

We are writers, my love. We don't cry. We bleed on paper. (Ali Y.)

I write stories based on one single song I randomly heard.

Offline Mera

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Re: Licht - Rituale, Redewendungen, Lebensweise - ich suche Ideen!
« Antwort #10 am: 23. Mai 2021, 16:47:05 »
"Dunkelheit lebt in dir."

Wenn man die weiße Kleidung von Festtagen beschmutzt, muss man im Tempel um Erlösung bitten.

Immer wenn man eine Straftat begeht, bekommt man einen schwarzen Abdruck (Hand, Finger etc.) auf den Körper (Gesicht, Hand whatever).
Wenn man eine gewisse Menge an Dunkelheit äußerlich erreicht hat, muss man in die Dunkelheit gehen.

Plottwist wäre ja, dass aus der Dunkelheit bislang niemand zurückgekommen ist, weil es da das absolute Paradies ist.
Kein Hunger, kein Rassismus, keine Hetze, keine Allzuverherrlichenden Rituale etc. (Will seit ner Ewigkeit was Ähnliches schreiben, aber ständig kommt was anderes dazwischen)

Die Höchststrafe ist Blendung? Betroffene sehen für den Rest ihres Lebens nichts als Dunkelheit.

Besonders hohe Tiere haben "Lichtträger" Knaben (vlt willst du da Kindesmissbrauch einbinden? who knows) oder Ritter laufen neben ihren Herren (Damen) und spenden ihnen Licht vor ihrem Weg

"Möge das Licht deinen Weg erleuchten, dass die Dunkelheit dich nicht findet / dass die Dunkelheit deine Seele verschont."

Es ist verboten, nachts zu essen, weil das Essen ohne Licht unrein ist? (Quasi umgekehrter Ramadan)

Beim ersten Tageslicht läuten Glocken/schreit ein Priester das Morgengebet.

Nachts beim Zubett gehen beten sie dafür, dass der Tag schnell anbricht.

Im Winter frieren sie lieber bei hellem Schnee, als ohne karges Licht zu leben. (Im Schnee erfirieren könnte demnach ein reiner Tod sein? Oder auch ein Opferritual, damit der Winter schneller vergeht?)

Überall im Haus gibt es Spiegel, die das karge Sonnenlicht im gesamten Haus verteilen.

Die Sommersonnenwende ist der höchste Feiertag.

Bei Wintersonnenwende beten sie den ganzen Tag? (Kann man auch auf längsten bzw. kürzesten Tag des Jahres schieben.)

Ich lese gerade von dir Dunkelsieche. Soll das wie Lepra werden? Ausgestoßen und verbannt?

Hoffentlich gefällt dir was hiervon und es wurde nicht allzu viel schon gesagt :D
Morgen ist auch noch in Tag ... alles auf Anfang!

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