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Autor Thema: Eilige Frage: Länge des Exposés  (Gelesen 2391 mal)

Offline Linda

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Re: Eilige Frage: Länge des Exposés
« Antwort #15 am: 06. Dezember 2007, 23:20:49 »

Ja, ich weiß, das tut weh, wenn man auf all die liebevoll ausgeführten Details, die so einen Roman doch erst ausmachen, verzichten muss, aber zumindest beim Expose musst du da durch.


Drum, ich kann's nicht oft genug sagen: Leute, schreibt erst das Exposé und nachher den Roman. Das ist vieeeel einfacher. Und wenns hinterher nicht 100 % stimmt, kann man das leicht anpassen.
Sich-intuitiv-von-Kapitel-zu-Kapitel-Hangler haben da natürlich ein Problem. Aber das ist dann nur eins der vielen weiteren Probleme des "planlosen" Schreibens... 8)

Gruß,

Linda
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Offline Julia

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Re: Eilige Frage: Länge des Exposés
« Antwort #16 am: 06. Dezember 2007, 23:53:23 »
Drum, ich kann's nicht oft genug sagen: Leute, schreibt erst das Exposé und nachher den Roman. Das ist vieeeel einfacher. Und wenns hinterher nicht 100 % stimmt, kann man das leicht anpassen.
Sich-intuitiv-von-Kapitel-zu-Kapitel-Hangler haben da natürlich ein Problem. Aber das ist dann nur eins der vielen weiteren Probleme des "planlosen" Schreibens... 8)


Wie soll ich denn wissen, wovon mein Roman handelt, bevor ich ihn geschrieben habe  ;D ?

Liebe Grüße von

Julia (bekennende Anarcho-Schreiberin und Kapitelchaos-Fetischistin)
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Offline Cailin

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Re: Eilige Frage: Länge des Exposés
« Antwort #17 am: 07. Dezember 2007, 08:06:27 »
Sich-intuitiv-von-Kapitel-zu-Kapitel-Hangler haben da natürlich ein Problem. Aber das ist dann nur eins der vielen weiteren Probleme des "planlosen" Schreibens... 8)


Wer sagt, dass Leute, die nicht nach vorher gefertigtem Exposé arbeiten, nicht auch ganz genau wissen, wo ihre Story hingeht?  ;) Eine Disskussion was zuerst, Roman oder Exposé, ist meiner Meinung nach so fruchtlos wie darum ob die Henne oder das Ei zuerst war. (und ich wette, wir hatten sie schon mal irgendwo.)
Klar, manche Leute brauchen solche Gedächtnisstützen möglicherweise, aber andere kommen super ohne klar. Und seien wir mal ehrlich: Durch irgendwas müssen die Genies sich doch vom Rest der Welt unterscheiden  :d'oh:  :snicker:
Carpe noctem

Offline Antigone

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Re: Eilige Frage: Länge des Exposés
« Antwort #18 am: 07. Dezember 2007, 08:59:22 »
Drum, ich kann's nicht oft genug sagen: Leute, schreibt erst das Exposé und nachher den Roman. Das ist vieeeel einfacher. Und wenns hinterher nicht 100 % stimmt, kann man das leicht anpassen.


Entschuldigt bitte, aber ich verwende einfach immer diesen Begriff falsch. Wenn ich vom Expose rede, meine ich in Wirklichkeit eine Inhaltsangabe. Also das, was ich schreibe, nachdem der Roman fertig ist.

Und es stimmt: als langjährige Anarcho-Bauch-Schreiberin hab ich bei meinem letzten Werk erstmalig für jedes Kapitel im vorhinein ein Expose (oder Konzept, wie ich es eigentlich nenne) geschrieben, und das hat wunderbar funktioniert. Hätt ich ja nie gedacht...

Lg, A.

Offline Linda

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Re: Eilige Frage: Länge des Exposés
« Antwort #19 am: 07. Dezember 2007, 12:55:36 »
@Julia und Cailin

ich will nicht die Diskussion - 'Was ist der Königsweg des Schreibens' aufwärmen. Das soll jeder für sich entscheiden. Der eine geht gern spazieren und schaut, wo er landet, der andere schreitet bewusst Etappen ab, der dritte setzt sich ein Ziel und macht sich mit Karte und Kompass ins Gelände. Ich tendiere übrigens auch zum Typ Orientierungsläufer, Etappen mache ich hauptsächlich bei Auftragsarbeiten, die sowieso stärker geplottet werden müssen.

Wenn man sich mit dem Ergebnis aber hinterher bewerben möchte, dann braucht man ein Exposè (den Begriff kenne ich für eine Projektvorstellung in allen Entwicklungstufen und verwende ihn so, das mit der sog. Synopsis ist wieder so ein neumodischer amerikanischer Kram - Zeter--- Krächz)
Und es ist tatsächlich einfacher, wenn man den Hauptplot vorher mit den ersten klaren Linien aufschreibt, und ohne die ganzen Verschnörkelungen, die man nachher, wenn das Ding fertig ist, dann unweigerlich mit im Kopf hat.
Mit Anfang, Ende und ein oder zwei Wendepunkten, sowie den wichtigsten Figuren kann man (bzw ich) hervorragend ein knappes und aussagekräftiges Exposee bzw Zusammenfassung und Vorstellung des Romans schreiben.
Ob es fürs Schreiben leichter ist, mag Ansichtssache (und Erfahrungssache) sein, fürs Exposé ist es tatsächlich empfehlenswert.

Gruß,

Linda
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Offline Lomax

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Re: Eilige Frage: Länge des Exposés
« Antwort #20 am: 07. Dezember 2007, 13:28:30 »
Wer sagt, dass Leute, die nicht nach vorher gefertigtem Exposé arbeiten, nicht auch ganz genau wissen, wo ihre Story hingeht?

Na, dann können sie doch auch mühelos das Exposee vorher schreiben? Es ging ja nicht um die theoretische Frage, ob es vor dem Romanschreiben erst mal ein Exposee geben muss, sondern nur darum, dass es leichter ist, das Exposee vor dem Roman zu schreiben als nachher.

Und es ging auch nicht um Gedächtnisstützen zum Schreiben - sondern nur um das Exposee als Werbetext für Verlagsbewerbungen. Irgendwelche Notizen als Schreibhilfe sind was ganz anderes und sollten hier auch nicht mit "Verkaufsexposees" durcheinandergeworfen werden. Ganz im Gegenteil ist es das Hauptproblem beim Exposeeschreiben, dass viele Autoren den Trennstrich zwischen Roman und Expo eben nicht ziehen können und es daher auch nicht schaffen, das Exposee als eigenständigen, wirkungsvollen Text zu gestalten.
  Mein Rat wäre sowieso: Wenn man ans Exposee rangeht, und irgendwann schleicht sich dabei der Gedanke an "Roman" oder "Romanschreiben" ein - sofort den Kopf gegen die Wand schlagen, bis diese Assoziation verschwindet ;D Je mehr und je schneller man beim Exposeeschreiben vom Roman abstrahieren kann, umso besser.
   "Whatever happened to me in my life, happened to me as a writer of plays... I watched my life as if it were happening to someone else. And Prospero and Miranda, Caliban and Gonzalo ... all of them are more real to me than ... the good citizens of Stratford" (Shakespeare in Neil Gaimans "Sandman")