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Autor Thema: BoD Fun- Tarif  (Gelesen 1751 mal)

Warlock

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BoD Fun- Tarif
« am: 08. Juni 2007, 14:31:17 »
Wollte mal fragen, ob jemand schon den angeblich kostenlosen Fun- tairf
bei BoD ausprobiert hat und davon berichten kann.

Mit dem kostenlos bin ich etwas skeptisch, muss ich sagen.
Gibt es da keinen Haken (wie z.B. Mindestabnahme)?

Zusatzfrage: Wenn man bei BoD veröffentlicht,
nehmen einen dann die Verlage (z.B. Heyne) mit dem
gleichen Buch in ihr Programm auf?

Offline Artemis

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Re: BoD Fun- Tarif
« Antwort #1 am: 08. Juni 2007, 14:44:48 »
Veröffentlicht habe ich zwar noch nichts, mich aber vor einiger Zeit näher mit BoD beschäftigt.

Wenn du dir den Preiskalkulator anschaust, wirst du sehen, dass die Bücher immer billiger werden, je mehr du kaufst. Ein Buch mit knapp 350 Seiten würde, als Einzelbestellung gedruckt, 23 € kosten - wenn du hingegen 100 bestellst, kostet das einzelne Buch nur noch 10 €.

Erkennst du den Haken?

Und ob ein so großer Verlag wie Heyne es nötig hat, auf BoD-Bücher zurückzugreifen, bezweifle ich. Da könnte ja jeder Autor kommen ... *hust hust*
Die haben das Privileg, sich die Sahnestücke rauszusuchen. Außerdem ist der Name BoD bei großen Verlagen ohnehin ein rotes Tuch. Selbst Buchhändler schütteln sich immer noch und weigern sich, solche selbstveröffentlichten Bücher zu verkaufen. Die sagen sich nämlich, dass ein Buch, das keinen Verlag findet, Schrott ist und nicht verkauft werden kann - klingt hart, aber die sind halt so eingefahren  :-\
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Warlock

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Re: BoD Fun- Tarif
« Antwort #2 am: 08. Juni 2007, 15:09:45 »
Ich habe bisher noch nie bei BoD veröffentlicht und habe es auch nicht vor
(mein Roman ist nicht einmal fertig), falls du darauf anspielen willst.

Ich wollte eigentlich nur ein Einzelexemplar einer Kurzgeschichte (60 Seiten)
zum Geburtstag für jemanden.

Aber trotzdem danke für deine Hilfe!  :jau:

Offline Artemis

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Re: BoD Fun- Tarif
« Antwort #3 am: 08. Juni 2007, 15:13:58 »
Ok, bei der Seitenzahl wirds wohl nicht soooo teuer  ::)

Hab mal grad geguckt: Ein Buch würde dann etwas über 4 € kosten. Ich denke, das ist noch zu verschmerzen, oder?
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Offline Feuertraum

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Re: BoD Fun- Tarif
« Antwort #4 am: 08. Juni 2007, 15:33:27 »
Ich denke, gerade bei solchen Kleinigkeiten ist es okay und eine gute Alternative.
Nur bei Romanen mit einer Seitenzahl von 300 ist das schon etwas anderes.

Übrigens finde ich es auch schade, dass Buchhändler sich querstellen, wenn es um BoD geht. Allerdings glaube ich nicht, dass nur das Argument: "Das Buch muß schlecht sein, weil..." als Grundlage gilt.
Viele Verlage nehmen Bücher auch wieder zurück, wenn sie nach einem bestimmten Zeitraum nicht verkauft worden sind (nicht alle, aber doch so einige).
Bekannte Verlage werden eher gekauft als weniger bekannte.
Große Verlage können weitaus bessere Werbung schalten, also auch Werbung, die weiter gestreut ist.

Desweiteren kommt hinzu, dass ein Autor, der sein Buch über BoD hat drucken lassen, nun auch irgendwo als eine Art Zwischenhändler auftaucht, der natürlich auch seinen Gewinn machen will und demzurfolge auf den LEP auch noch zusätzliche Summen draufschlagen muß.
Selbst wenn er 10 € an Druckkosten hat und 2 € Gewinn machen will, muß er noch den Händlerrabatt draufrechnen (sagen wir mal pauschal 3,50 €), Vorsteuer draufschlagen muß, Umsatzsteuer draufschlagen muß.
Sind für großzügig: kostet dann im Buchhandel 17,50 €
Für ein Tabu.
Von 300 Seiten
Eines unbekannten Autoren.
Wie groß sind die Chancen, dass ein Händler das verkauft ?

Ich glaube, dass sind Argumente, die ebenfalls mit einfließen...

LG

Feuertraum
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Offline MarkOh

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Re: BoD Fun- Tarif
« Antwort #5 am: 08. Juni 2007, 19:47:43 »
Hallo Ihr

Na da will ich doch glatt meinen Senf auch noch zugeben. Als (vielleicht auch belächelter) BOD Autor kenn ich mich ja nun doch mittlerweile ein wenig mit der Materie aus...
 :pfanne:
1. BoD Fun ist wirklich kostenlos. Zumindest erstmal was die Publikation als solche betrifft. Letztlich fallen dann aber nach einem Monat die BOD-üblichen Datenerhaltungsgebühren von 1,99 Euro / Monat an. Man sollte also ein Kurzprojekt auch gleich wieder aus dem Datenbestand löschen, wenn man es nicht länger verfügbar halten möchte.

2. Du hast im Fun-Tarif keine ISBN Nummer für den Titel, und er ist auch nicht im Buchhandel erhältlich. Allerdings besteht die Möglichkeit einen solchen Titel im BOD eigenen Buchshop zu listen. Ich selbst finde es allerdings mäßig, weil sich kaum einer für solche Titel interessieren dürfte. Ist halt eher mal so für den Eigenbedarf.

3. Mal eben schnell 2 oder 3 Exemplare bestellen wird recht teuer, da der Buchpreis erst mit höherer Auflage günstiger wird. So zahlst Du als Autor für ein 8,79 Euro Buch selbst über 11 Euro pro Exemplar plus Versandkosten von 6 Euro für ein versichertes Paket. Ab 25 Exemplare würde es dann wohl günstiger werden.

4. Ein über BOD-Fun publiziertes Buch kannst Du natürlich weiterhin Verlagen anbieten, da es selbst im Buchhandel auf Grund der fehlenden ISBN ja gar nicht existent ist. In dem Fall solltest Du aber dennoch darauf verzichten, es im BOD Buchshop listen zu lassen.

5. Dass sich die Buchhändler dagegen wehren einen BOD Titel zu bestellen ist eigentlich mittlerweile auch schmarrnig. Sie landen zwar selten im Buchprogramm des Händlers, weil auch der meistens seine Vorgaben hat, aber möchte ich als Privatperson beim Händler dieses bestimmte Buch bestellen, ist das in der Regel auch kein Problem. Obwohl das über Amazon, Libri & Co auch unkomplizierter sein dürfte. BOD arbeitet in dem Fall übrigens wie jeder andere Verlag, und nimmt meines Wissens nach unverkaufte Exemplare zurück.

6. Dass man als BOD Autor im normalen Verlagsbereich unten durch ist, halte ich eigentlich auch eher für ein Gerücht. Um BOD ist in der Vergangenheit soviel Wirbel gemacht wurden, dass es zwischenzeitlich gesellschaftsfähig geworden sein dürfte. Vom in Aussicht Innovationspreis mal ganz abgesehen.
Sicher, es ist noch immer gewöhnungsbedürftig, und BOD Eintagsfliegen werden von Verlagslektoren sicher ebenso belächelt wie unveröffentlichte Autoren die mal eben "ganz sicher den Bestseller" anzubieten haben.

* * * * * * * * * * * * * * *

Ich glaube eigentlich nicht, dass der Lektor eines Verlages das Manuskript eines Autors gleich in die Tonne schmeißen wird, nur weil in der Autorenvita 2-3 oder 4 BOD Veröffentlichungen zu finden sind. Ist es nicht doch eher ein Zeichen dafür, dass sich da jemand ernsthaft dem Schreiben zugewandt hat? 

Was wäre dann mit einer Veröffentlichung beim BPV, LuLu, Goethe was auch immer, und den vielen anderen Zuschussverlagen? Letztlich zahlen die Autoren auch da ihren Beitrag zur Veröffentlichung. Und ich hab noch von keiner Ablehnung gehört, weil das MS schlecht war. Diese Verlage leben von den Autorengeldern, weniger von den Buchverkäufen.

Mal ehrlich, BOD ist sicher auch nicht das Maß aller Dinge. Und schon gar nicht im Vergleich zu einer Veröffentlichung beim Weltbild Verlag, Heine, Klett Cotta & Co. Aber ich meine, es ist ein Anfang als Autor, auch wenn die Verkaufszahlen im besten Fall die eigenen Kosten der Veröffentlichung decken.
Doch soweit mir bekannt, war BOD für einige Autoren bereits Sprungbrett in einen Verlagsvertrag, auch wenn ein Lottogewinn sicher ebenso selten sein dürfte.

LG MarkOh (...der ganz sicher kein BOD Vertreter ist )  :ätsch:
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Offline Maja

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Re: BoD Fun- Tarif
« Antwort #6 am: 08. Juni 2007, 19:55:19 »
Sprich: Durch die doch sehr hohen Portokosten ist das ganze eine vielleicht gleichberechtigte Alternative zu Lulu.com, aber nicht unbedingt ein Ersatz. Ich denke daher, daß ich nicht mit meinen Büchern von Lulu zu  BoD wechseln werde, schon weil bei Lulu die Datenhaltung kostenlos ist.
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Offline MarkOh

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Re: BoD Fun- Tarif
« Antwort #7 am: 08. Juni 2007, 20:22:25 »
BOD und LuLu? Qualitativ meines Erachtens nicht unbedingt vergleichbar, meine ich. Habe ein Projekt erst über LuLu versucht, ehe ich es dann doch schließlich noch ein zweites mal über BOD Fun abgewickelt habe.

Kann ein Einzelfall sein, doch jetzt wo es BOD Fun gibt, würde ich dem entgegen LuLu immer den Vortritt geben.

1. Die Papierstärke von LuLu ist sehr mager. Gerade so, dass man nicht die Seite darunter gleich mitlesen kann. Macht sich natürlich in der Buchstärke bemerkbar. Was über BOD durchaus als normales Taschenbuch durchging, war bei Lulu eher ein kleines Heftchen

2. Das Cover von LuLu war nicht gerade abriebsfest. Okay, diesbezüglich sicher ein Produktionsfehler. Aber zusätzlich zu dem etwas schiefen Beschnitt des Buchblocks war selbst günstig noch zu teuer.

Aber stimmt, das mit den Datenerhaltungskosten ist blöd. Die Verteuern das Ganze letztlich ungemein. Also nur interessant, wenn man das Projekt danach löschen mag.
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Offline Maja

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Re: BoD Fun- Tarif
« Antwort #8 am: 08. Juni 2007, 20:26:24 »
Also, ich war bei Lulu mit der Buchqualität und Ppapierstärke immer ganz zufrieden. Aber es hängt vielleicht auch davon ab, welches Buchformat man wählt, weil die ja an unterschiedlichen Orten produziert werden. Meine 6''x9''-Paperbackbücher kamen aus Sevilla. Bei den Hardcovern, die aus USa kamen, gefiel mir das schneeweiße Papier dann nicht so gut.
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Re: BoD Fun- Tarif
« Antwort #9 am: 08. Juni 2007, 20:40:46 »
Wisst ihr denn die Papierstärke? Normal sind bei Taschenbüchern ja so um die 80g/Quadratmeter, drunter sollte es eigentlich nicht sein, das ist dann Fax- oder Brotpapier  ;)
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