Hallo Ihr
Na da will ich doch glatt meinen Senf auch noch zugeben. Als (vielleicht auch belächelter) BOD Autor kenn ich mich ja nun doch mittlerweile ein wenig mit der Materie aus...

1. BoD Fun ist wirklich kostenlos. Zumindest erstmal was die Publikation als solche betrifft. Letztlich fallen dann aber nach einem Monat die BOD-üblichen Datenerhaltungsgebühren von 1,99 Euro / Monat an. Man sollte also ein Kurzprojekt auch gleich wieder aus dem Datenbestand löschen, wenn man es nicht länger verfügbar halten möchte.
2. Du hast im Fun-Tarif keine ISBN Nummer für den Titel, und er ist auch nicht im Buchhandel erhältlich. Allerdings besteht die Möglichkeit einen solchen Titel im BOD eigenen Buchshop zu listen. Ich selbst finde es allerdings mäßig, weil sich kaum einer für solche Titel interessieren dürfte. Ist halt eher mal so für den Eigenbedarf.
3. Mal eben schnell 2 oder 3 Exemplare bestellen wird recht teuer, da der Buchpreis erst mit höherer Auflage günstiger wird. So zahlst Du als Autor für ein 8,79 Euro Buch selbst über 11 Euro pro Exemplar plus Versandkosten von 6 Euro für ein versichertes Paket. Ab 25 Exemplare würde es dann wohl günstiger werden.
4. Ein über BOD-Fun publiziertes Buch kannst Du natürlich weiterhin Verlagen anbieten, da es selbst im Buchhandel auf Grund der fehlenden ISBN ja gar nicht existent ist. In dem Fall solltest Du aber dennoch darauf verzichten, es im BOD Buchshop listen zu lassen.
5. Dass sich die Buchhändler dagegen wehren einen BOD Titel zu bestellen ist eigentlich mittlerweile auch schmarrnig. Sie landen zwar selten im Buchprogramm des Händlers, weil auch der meistens seine Vorgaben hat, aber möchte ich als Privatperson beim Händler dieses bestimmte Buch bestellen, ist das in der Regel auch kein Problem. Obwohl das über Amazon, Libri & Co auch unkomplizierter sein dürfte. BOD arbeitet in dem Fall übrigens wie jeder andere Verlag, und nimmt meines Wissens nach unverkaufte Exemplare zurück.
6. Dass man als BOD Autor im normalen Verlagsbereich unten durch ist, halte ich eigentlich auch eher für ein Gerücht. Um BOD ist in der Vergangenheit soviel Wirbel gemacht wurden, dass es zwischenzeitlich gesellschaftsfähig geworden sein dürfte. Vom in Aussicht Innovationspreis mal ganz abgesehen.
Sicher, es ist noch immer gewöhnungsbedürftig, und BOD Eintagsfliegen werden von Verlagslektoren sicher ebenso belächelt wie unveröffentlichte Autoren die mal eben "
ganz sicher den Bestseller" anzubieten haben.
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Ich glaube eigentlich nicht, dass der Lektor eines Verlages das Manuskript eines Autors gleich in die Tonne schmeißen wird, nur weil in der Autorenvita 2-3 oder 4 BOD Veröffentlichungen zu finden sind. Ist es nicht doch eher ein Zeichen dafür, dass sich da jemand ernsthaft dem Schreiben zugewandt hat?
Was wäre dann mit einer Veröffentlichung beim BPV, LuLu, Goethe was auch immer, und den vielen anderen Zuschussverlagen? Letztlich zahlen die Autoren auch da ihren Beitrag zur Veröffentlichung. Und ich hab noch von keiner Ablehnung gehört, weil das MS schlecht war. Diese Verlage leben von den Autorengeldern, weniger von den Buchverkäufen.
Mal ehrlich, BOD ist sicher auch nicht das Maß aller Dinge. Und schon gar nicht im Vergleich zu einer Veröffentlichung beim Weltbild Verlag, Heine, Klett Cotta & Co. Aber ich meine, es ist ein Anfang als Autor, auch wenn die Verkaufszahlen im besten Fall die eigenen Kosten der Veröffentlichung decken.
Doch soweit mir bekannt, war BOD für einige Autoren bereits Sprungbrett in einen Verlagsvertrag, auch wenn ein Lottogewinn sicher ebenso selten sein dürfte.
LG MarkOh (...der ganz sicher kein BOD Vertreter ist )
