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Eure liebsten Computer- bzw. Konsolenspiele

Begonnen von Spinnenkind, 28. November 2010, 17:35:52

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Mithras

#3030
Ich habe gestern wieder mit Rise of the Rōnin abfefangen. Ursprünglich hatte ich es mir vir einem Jahr zusammen mit unserer neuen PS5 gekauft, als es nur für diese Konsole verfügbar war. Dann hat meine Freundin versehentlich die gesamte PS5 zurückgesetzt und meinen Spielstand gelöscht, und ich war so frustriert, dass ich alles nochmal neu machen musste, dass ich das Spiel fast ein Jahr lang gemieden habe. Mittlerweile ist es aber auch für PC erhältlich und gerade ist es auf Steam stark reduziert, und da ich sowiese lieber auf dem Laptop als auf der PS5 zocke, habe ich mir das Spiel noch einmal gekauft und bin mittlerweile so weit wie ich war, ehe der Spielstand gelöscht wurde.

Das Spiel macht mir tatsächlich großen Spaß. Ich mag das historische Japan als Setting sehr gerne, da ich einrn Faible für Samurai, Ninja und insbesondere deren Schwertkunst habe. RotR spielt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als due USA die Öffnung Japans für ausländische Mächte erzwangen. Man selbst spielt eine Art Ninja (auch wenn der Begriff nicht explizit genannt wird), der auf einen amerikanischen General (?) angesetzt wird, doch der Auftrag geht spektakulär nach hinten los und man muss sich fortan durch die japanische Geschichte kämpfen. Der große Pluspunkt für mich: Man kann seinen Ninja komplett selbst erstellen und spielt keinen vorgegebenen Charakter. Das kannte ich (in einem japanischen Setting) vorher nur von Nioh 2 vom gleichen Entwickler, nur war das als Soulslike der extremsten Sorte kaum spielbar für mich. RotR nutzt zwar Soulslike-Mechaniken, ist aber wesentlich zugänglicher und hat einstellbare Schwierigkeitsgrade. Wäre schön gewesen, wenn Nioh (2) das auch gehabt hätte, denn das Setting von RotR ist sehr viel realistischer und kommt anscheinend ganz ohne Magie aus, was ich etwas schade finde (in Nioh 2 hat man einen Hanyō/Halb-Yōkai/"Halbdämon" gespielt und das Setting beinhaltete viele Elemente der japanischen Mythologie), aber Spaß macht's trotzdem.

Warum der Titel des Spiels auf einen Rōnin verweist, ist mir aber noch nicht ganz klar. Streng genommen ist ein Rōnin ja ein herrenloser Samurai, der seinen Feudalherren "verloren" hat. Man selbst beginnt aber eben nicht als Samurai, sondern als eine Art Ninja. Naja, solange ich munter mein Katana/Uchigatana schwingen kann, soll's mir recht sein! 8)

Mindi

#3031
Zitat von: Vidora am 08. Oktober 2025, 00:57:11Danach habe ich mich in Blue Prince gestürzt, ich glaube das kam grob zur selben Zeit wie Claire Obscure raus, weswegen ich es da nicht weiter beachtet habe. Heute Nacht bin ich aber endlich bis zu den (ersten) Credits gelangt und muss sagen, dass es echt Spaß gemacht hat. Extrem viele Rätsel, ich hab sooo viele Handyfotos gemacht, um nichts zu vergessen, was ich gelesen oder entdeckt habe. Es ist halt ein roguelike-Rätselspiel (man erkundet eine Villa und baut sich seinen Weg, indem man Räume aneinander puzzelt), was es manchmal etwas frustrierend machen kann, weil einiges auch glücksabhängig ist, aber ich hatte bei fast jedem Run ein Aha-Erlebnis, weil ich was Neues herausgefunden habe, was ziemlich motivierend war.

Aahh, mir ging es ähnlich, auch wenn es etwas später ist als bei dir.  ;D  Mein Handy ist auch voll mit Fotos von den ganzen Notizen und Dingen, und aufgeschrieben hatte ich auch noch ein paar Dinge.
Ich habe ab die letzten Tage nach Weihnachten auch Blue Prince gesuchtet, wenn ich mal früh Ruhe hatte, während alle anderen noch geschlafen haben. Wobei meine Tochter auch total angefixt ist von dem Spiel und selbst auch zwei Tage allein gespielt hat. An Tag11 haben wir die "ersten?" Credits gesehen und freu mich aber schon total auf weitere Runs. Da ist noch so viel offen, was es noch zu erkunden gibt.

Spoiler
Wir haben gestern endlich Stromversorgung zum Pumpenraum geschaffen, nachdem wir vorher ein paar Versuche für den Strom im Labor gebraucht haben  :rofl:. Daher ist jetzt erstmal das Reservoir leer gepumpt. Aber kann leider erst nach dem Urlaub schauen, was es da unten gibt.  :rofl:
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"When we are asleep in this world, we are awake in another." - Salvador Dalí

Alana

Auf Blue Prince freue ich mich auch schon sehr! Gut zu wissen, dass es euch so begeistert.

Ich habe gerade Cats and Cups durchgespielt und es absolut geliebt. Ein cosy Game, in dem man für Katzen Kaffee, Milkshakes und Croissants macht, mit vielen Aufträgen und Zielen, die man erreichen kann, was für mich gerade bei cosy games super wichtig ist, damit sie mich ziehen. Das Spiel ist einfach super cute und man kann wählen, ob man ohne Zeitlimit oder mit spielen will, was ich super finde.
Alhambrana

Sunflower

Uh, Blue Prince klingt richtig klasse, das muss ich mir auch mal näher anschauen  :vibes:

Ich spiele grad zur Entspannung Tiny Bookshop (auf der Switch) und hach. Ich liebe es total. Man hat einen kleinen mobilen Buchladen und versucht, Bücher zu verkaufen. Das Beste sind die Buchempfehlungen, die man machen muss. Ab und zu fragen Kund*innen nach einem Buchtipp mit bestimmten Vorgaben und die Bücher, die man im Laden hat, gibt es größtenteils alle wirklich. Auch so moderne Sachen wie Panem, Red White & Royal Blue und Percy Jackson. Freu mich immer, wenn ich jemandem eins meiner Lieblingsbücher verkaufen kann  ;D

Ansonsten bin ich knapp bei der Hälfte bei Clair Obscur (da muss ich irgendwie im richtigen Mindset sein, aber dann ist es immer mega!). Und mit Hades 2 bin ich mehr oder weniger durch, aber das war auch wieder richtig cool.  :wolke:
"Why make anything if you don't believe it could be great?"
- Gabrielle Zevin: Tomorrow, and tomorrow, and tomorrow

Zit

#3034
Ja, Blue Prince hat uns auch sehr gefesselt. Mich vermutlich mehr, weil die Musik auch schön eingängig ist und es seinen ganz eigenen Flair hat. Vor allem sind die ersten Credits nur der Anfang. IMHO beginnt das eigentliche Spiel nachdem man Raum 46 erreicht hat und weitere Rätsel und Background-Story entdeckt.

Was mir zu Halloween auch sehr gefallen hat, ist Black Manor. Ebenso ein Rätselspiel in dem man Menschen vor einer Séance retten muss. :D Hab den ersten Run noch nicht durch, weil ich dann über NaNo und Arbeit davon abgekommen bin, aber fixt mich schon genug, um es mehrmals zu spielen.
"I think therefore I am
getting a headache."
Unbekannt

Mindi

Ahh, ich bin Blue Prince total verfallen. Und stimmt, nach dem Finden von Raum 46 geht es noch viel weiter und es gibt noch einige Räume, die ich noch gar nicht eingebaut oder nicht mal gefunden habe. Wir haben dann mal in unserem Notizbuch "Hauptaufgabe: Raum 46 finden" durch "Erster Zwischenschritt: ..." ersetzt.  :rofl:
Hab gestern meinen letzten Tag Urlaub zu ca. 50% im Mount Holly Estate verbracht. (Irgendwann musste ich ja auch mal Essen, Wäsche waschen, Weihnachten wegräumen und Schlafen) Hab gestern und Samstagabend 9 Tage gemacht. :rofl: und hab dann an Tag 20 zum ersten Mal jeden Raum im Grundriss voll bekommen (hatte so oft genau eine Lücke...) und dafür die Trophäe bekommen. Und es gibt noch so viel zu tun!

Spoiler
Lustigerweise habe ich zwei Schlüssel für die Türen bekommen, bevor ich zum 2. Mal Raum 46 erreicht hatte und es dort eine Liste gab. :rofl: Ich habe schon recht viel offensichtliches dauerhaft verändert, aber da gibt es bestimmt noch mehr, das ich noch gar nicht kenne.
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Ich bin auch überrascht, wie viel Story in dem Spiel steckt und wie sehr es mich zieht, diese Geheimnisse aufzudecken. Obwohl ich sonst in anderern Spielen eher selten alles lese, was irgendwo rumliegt, scheint hier ja alles wichtig zu sein, nur dass ich oft erst später verstehe, für was. 
Spoiler
Irgendwie scheint es ja um Simon's/unsere Mutter, deren Verschwinden und den Raub der Kronjuwelen zu gehen. Hab zuletzt die Untergrundstation erreicht, in der sie sich scheinbar ne ganze Weile versteckt hatte. Aber auch alles andere ist richtig cool gemacht.
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"When we are asleep in this world, we are awake in another." - Salvador Dalí

Sunflower

Hi, ist hier die Clair Obscur-Selbsthilfegruppe  :rofl:

Bisschen spät dran, aber ich bin jetzt auch mal durch (mit der Hauptstory). Ich weiß, hier wurde schon viel geschwärmt, aber ehrlich gesagt kann man gar nicht genug schwärmen. Die Musik! Die Ästhetik! Die Dialoge! Das Kampfsystem (jaa, ich mag's)! UND DIE STORY  :brüll:

Das war auf jeden Fall das beste Videogame, was ich je gespielt habe, aber es war auch eine der besten Geschichten, die ich je erzählt bekommen habe. Ich brauche echt noch eine Weile, um das alles zu verarbeiten  :d'oh:

Spoiler fürs gesamte Game
Ich wusste leider vorher, dass Gustave stirbt, aber dass er bei NICHT MAL DER HÄLFTE stirbt, habe ich nicht kommen sehen. Das hat mich echt kalt erwischt. Bis dahin habe ich eigentlich die ganze Zeit Gustave gespielt und dann war ich echt erstmal fertig. Aber was mich richtig gebrochen hat, war der Black Moment und der Twist. What the fuck war das. Ich habe noch nie so viel geheult bei einem Videogame.  :gähn: Das Ende habe ich vom Sinn her dann so erwartet, aber dass man dann auf einmal gegen eine anderen Figur, die man sonst spielt, kämpfen muss, äh??? Warum?  :brüll: Ich habe beide Enden gespielt, aber zuerst Versos, was sich "richtiger" angefühlt hat, aber irgendwie sind beide Enden etwas deprimierend, melancholisch, mieh. Ich finde sie nicht schlecht, ich finde sie schon passend, aber ich habe insgeheim das Gefühl, dass das eigentliche dritte Ende das ist, dass es eben nicht endet. Man kann ja danach weitermachen (zeitlich vor dem Endkampf) und ich glaube, meine Coping-Strategie ist jetzt, es gab gar kein Ende. Alles ist gut! Jeder hat einen Neuanfang verdient, Verso! Wir machen einfach weiter und haben Spaß!

(Jaa, ich bin etwas traumatisiert von diesem Spiel  :rofl: )
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- Gabrielle Zevin: Tomorrow, and tomorrow, and tomorrow

Solidat

@Sunflower jaaaa das Spiel ist mega. Liebe ALLES dran. Du läufst durch ein Gemälde, hast eine Geschichte von so unglaublicher Tiefe dass dir bei jeder Wendung das Herz blutet. Die Figuren sind so unglaublich gut geschrieben, die Dialoge lebendig und nicht der typische Einheitsbrei denn sie dir sonst bei jedem Spiel hinrotzen. Und dann ist da die Musik, ohhhhh wenn man damit anfängt ist Ende nie. Jedes Lied ein Meisterwerk und dann noch die Texte (auch wenn sie ein bisschen spoilern wenn man sie versteht)  Es ist perfekt abgestimmt, und macht auch nach 7 Mal noch Spaß. Das Drama, das Trauma, die ganze Reise. Und man findet immer wieder etwas das man davor übersehen hat oder danach mit ganz anderen Augen sieht. Und dann ist da noch Esquie ahhhhhhh er ist sooooo hach  :herzchen:
Freu mich schon so wenn sie die DLC raus bringen.

Hedfan i'r sêr

Holger

#3038
Zitat von: Sunflower am 21. Februar 2026, 17:53:43Hi, ist hier die Clair Obscur-Selbsthilfegruppe  :rofl:

Ja, das ist sie! Für mich immer noch. Obwohl ich das Problem zu Release gespielt und durchgespielt habe. Gerade beende ich meinen zweiten Durchlauf auf "Hard". Und ich liebe es noch immer. Vor allen Dingen welche Möglichkeiten es gibt und wie offen viele Sachen sind. Wie ich - glaube ich - hier schon schrieb: Ich liebe alles an diesem Setting. Aber vor allen Dingen wie nuanciert und respektvoll es mit sehr schwierigen Themen umgeht und nicht einfach nur Schwarz und Weiß zeichnet.

Spoiler
Zu den Enden: Das Ding ist, dass es in der Community eine teilweise recht unangenehme Debatte gibt, welches Ende das "Richtige" oder "Gute" ist. Und da wird teilweise sogar recht viel beleidigt oder Leuten psychische Störungen unterstellt. Dabei finde ich, dass das ziemlich am Punkt vorbeigeht. Es gibt auf YouTube einen Opernsänger, der viel auf Videospielmusik reagiert - MarcoMeatball (kann ich sehr empfehlen) - und er hat einmal in einer Reaktion auf ein Clair-Obscur-Musikstück gesagt, dass es in der Oper das Konzept von "Clair Obscur" gibt. "Clair" scheint die Kopfstimme zu sein. "Obscur" die Bauchstimme. Oder so ähnlich. Und man muss als Sänger die Balance zwischen beiden finden. Und DAS ist meiner Ansicht nach tatsächlich genau der Punkt.

Das "richtige" Ende bekommen wir einfach gar nicht. Denn das wäre wohl etwas dazwischen. Jedes der Enden, sowohl von Maelle als auch von Verso haben etwas Schlechtes. Beim Verso-Ende übersehen leider viele nur die kleinen Details -  wie beispielsweise, dass Clea sehr früh verschwindet, um ihren Krieg zu führen und Aline und Renoir auch gehen, nur um Maelle dann allein und in ihrem "gebrochenen Körper" zurückzulassen. Das ist eine dysfunktionale Familie und geheilt ist da nichts. Und an sich gibt das Ende auch keine Aussicht auf Heilung.

Das Problem ist bei beiden Enden: einer Person wird etwas durch eine andere aufgezwungen. Bei Maelles Ende wird Verso etwas aufgezwungen. Bei Versos Ende wird Maelle etwas aufgezwungen (und sogar dem Canvas und den "Menschen" darin - wobei das natürlich auch noch einmal eine eigene Debatte über Wirklichkeit, Seele und Leben ist).

"Das" gute Ende wäre also ein Kompromiss. Etwas dazwischen. Wir bekommen einfach kein "gutes" Ende angeboten. Renoir sagt es sogar einmal an einer Stelle: "Life keeps giving you cruel choices." Daher gehe ich davon aus, dass das sogar ganz bewusst so gewählt wurde. Auch um erstmal die Diskussion auszulösen. Das Leben ist nun einmal nicht einfach. Nicht Schwarz. Nicht Weiß. Nicht Clair. Nicht Obscur. Es ist komplex. Und darum geht es meiner Ansicht nach.
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Das nur als ein paar Gedanken von mir zu den Enden. Und Glückwunsch zum Beenden und freut mich sehr, dass es dir gefallen hat. Für mich war es definitiv mein Spiel des letzten Jahres. Und wird auch noch lange eines meiner absoluten Lieblingsspiele sein. Es hat einfach alles gestimmt und liebte ALLES an diesem Spiel. Und wenn man dann auch noch diese "Underdog"-Story über die "Behind the scenes"-Sachen sich anhört. Wo sie den Komponisten gefunden haben, wie sie die Chef-Schreiberin bekommen haben... dann wird die ganze Geschichte sogar noch einmal besser.
"No one asks for their life to change, not really. But it does. So, what are we? Helpless? Puppets? No. The big moments are gonna come, you can't help that. It's what you do afterwards that counts. That's when you find out who you are."
(Buffy: The Vampire Slayer; S02E21: Becoming - Part 1)

Novae

Ich stecke noch mittendrin in Clair Obscure, aber boah, ist das eine emotionale Achterbahnfahrt. Das war das erste Mal, dass ich bei einem Computerspiel geheult habe und ich habe ein bisschen Angst vor dem Rest.

Aber die Musik und die Charaktere und überhaupt alles. :wolke:

Holger

Zitat von: Novae am Gestern um 23:29:54(...) ich habe ein bisschen Angst vor dem Rest.

Mit gutem Grund! Aber habe eben auch trotzdem keine Angst, denn wir sind für dich da danach. Viel Spaß! 8)

For those who come after!
"No one asks for their life to change, not really. But it does. So, what are we? Helpless? Puppets? No. The big moments are gonna come, you can't help that. It's what you do afterwards that counts. That's when you find out who you are."
(Buffy: The Vampire Slayer; S02E21: Becoming - Part 1)

Rajou

@Sunflower Du sprichst mir da im Spoiler aus der Seele, was Clair Obscur angeht.

(Meine Antwort zum Ende, bitte nur lesen, falls ihr durch seid)
Spoiler
Ich liebe Clair Obscur. @Maubel und ich hatten so krass Spaß im Dezember damit. :vibes:  Aber für mich hat das Ende alles kaputt gemacht. Ich hatte über einen zweiten Durchgang nachgedacht, aber ich kann es nicht mehr spielen, weil ich so enttäuscht war (war aber zum Glück auch zu 99,9 Prozent fertig).  :'(
Das hätte man mit ein bisschen Grips auf der Entwickler-Seite in schmerzhafte, aber trotzdem schöne Enden umwandeln können, aber am Ende sind beide einfach nur deprimierend und scheiße. Sorry  :d'oh: Aber gerade für alle, die nicht zur Familie gehören? Was soll das? Als wären die egal ... Man kämpft die ganze Zeit für sie und dann tritt man Neves Neugier mit Füßen, Skiels Kampfeswillen, ihre Hoffnungen, etc. Und wenn man ihr Ende nimmt, um es ihnen zu gönnen, landet man plötzlich in einem Horrorfilm  :gähn:  BÄH!
Wenn ich so tue, als gäbs das Ende nicht, dann 10/10 Punkten. So ... maximal 4/10.  :wart: Ich hasse es, wenn man mit einer Entscheidung hundert Spielstunden kaputt macht als Entwickler. Ohne wirklichen Sinn.
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Ich bin auch ganz verliebt in Blue Prince und mittlerweile auch so gut wie durch. Und wow! Also manche Rätsel sind leider sehr knackig für nicht Englisch-Muttersprachler, wie ich finde. Da hab ich dann manchmal doch einen Hinweis aus dem Internet gebraucht - und ohne den Grips von zwei Mitspielern hätt ich es auch wahrscheinlich nicht so weit geschafft, aber allein die Lore, die man nach und nach entdeckt. Ich liebe es, was sich die Entwickler da ausgedacht haben. Man merkt richtig, wie viel Liebe da reingeflossen ist.  :wolke: Muss das die Tage definitiv nochmal zuende spielen und auch die letzten offenen Punkte noch abhaken.  :vibes:
Maybe it's not about the happy ending. Maybe it's about the story.

Maubel

*meldet sich auch beim Clair Obscur Fanclub*

Mir hat's auch mega gefallen und es ist auf jeden Fall auf meiner Beste-Spiele-Liste, wenn nicht sogar ganz oben. Eines der wenigen Spiele, die ich a) auch zu Ende gespielt habe, und tatsächlich alles, und bei denen ich sogar Spaß hatte, doch irgendwann die Bosse zu lernen (oder wie man sie etwas leichter kleinkriegt ;)). Und die Story und die Musik sind natürlich der absolute Hammer. Es hat so Spaß gemacht, mit @Rajou Theorien zu entwickeln und ich will es jetzt gleich noch mal spielen, um all die Hinweise vorher schon zu entdecken.

zum Ende
Ich habe mich mit den Enden arrangiert, aber bin auch nicht so der größte Fan von, vor allem, weil man mit kleinen Änderungen daraus befriedigendere und doch bittersüße Enden hätte machen können, mit genauso viel Tiefgang und Konflikt. Aber so war's dann halt eine Pest und Cholera-Entscheidung, was schade ist. Ruiniert hat es mir das Spiel damit aber nicht.
Aber ich bin ganz klar auf der Seite der gemalten Leute und liebe die Diskussionen, ob sie "am Leben" sind und finde das teilweise sehr spannend, wie leicht manche ihnen das absprechen, wo das Ganze ein viel komplexeres philosophisches Problem ist :wolke:
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Das einzige Problem ist nur, dass ich jetzt total Hangover habe und keine Lust auf was Neues habe, bzw. nicht reinfinde.

Einzig den neusten (von 2022 *hust*) Monkey Island Teil habe ich endlich durchgespielt und da hatte ich eigentlich Spaß bis zum Ende. Das wiederum hat mir fast die ganze Reihe versaut.
Spoiler
Einziger Gnadenpunkt, der Metawitz vorher, dass Elaine Guybrush vorwarnt, dass er nicht enttäuscht sein soll, wenn er das Geheimnis von Monkey Island endlich findet, weil es womöglich nicht seinen hohen Erwartungen entspricht. Also quasi die gleiche Warnung an die Spieler, nur... das war nicht vielleicht etwas enttäuschend, sondern wie die Luft aus dem Ballon ablassen. Man saß nur da und dachte sich hä? Wie jetzt? Und was soll das? Und was soll die Message jetzt davon sein? Nee, das hat mir echt alles verdorben. Hatte eigentlich vorgehabt alle Teile noch mal durchzuspielen, aber jetzt... weiß nicht, ob ich das noch mal anrühre.
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Sunflower

Ach schön dieser Fanclub hier  :wolke:

@Novae du kommst dann einfach auch in die Selbsthilfegruppe, wenn du durch bist  ;D

Ende
Ich bin immer noch irgendwie total hin- und hergerissen. Ich finde es schon gut gemacht. Tatsächlich bin ich vor der finalen Entscheidung eine Viertelstunde lang durchs Wohnzimmer gelaufen und habe nachgedacht, was ich tun will (auch wenn ich schon dachte, ich spiele das andere Ende eh noch, aber ... es geht ja nur einmal zum ersten Mal). Dass ich so lange über eine Entscheidung in einem Game nachdenke, ist auch noch nie passiert. Von daher finde ich die Entscheidung echt gut.
Das mit dem "guten" und "schlechten" Ende habe ich auch gelesen, aber ich habe das gar nicht so wahrgenommen. Ist wahrscheinlich auch individuell. Beide Enden haben auf ihre Weisen wehgetan. Beide Enden lassen viel Spielraum zur Interpretation. Ich verstehe schon, dass man die schnell so und so liest, aber je länger ich drüber nachdenke, desto unklarer ist mir vieles (auf eine gute Weise). Wir sehen ja jeweils nur so einen kurzen Ausschnitt.
Und letztlich ist das ganze Spiel ja auch einfach eine Metapher für einen Trauerprozess (nur öh viel mehr als eine Metapher  :d'oh: ). Trauer ist komisch und sonderbar und schwierig und es gibt da keine Lösung raus. Deshalb hätte ich ein potenziell denkbares "Happy" End auch nicht gefühlt. Also, Maelle bleibt z.B. und alles wird gut, das hätte mich auch verwirrt.
Gleichzeitig gibt es aber meiner Meinung nach schon erzähl-stärkere Momente als das Ende. Also Gustave und vor allem diesen absolut entsetzlichen Black Moment. Davon hab ich mich nach wie vor nicht erholt.
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"Why make anything if you don't believe it could be great?"
- Gabrielle Zevin: Tomorrow, and tomorrow, and tomorrow

Maubel

@Sunflower Ich rätsele jetzt schon die ganze Zeit, was war denn für dich der Black Moment? Du bist mit dem Begriff ja deutlich vertrauter, aber ich zerbreche mir den Kopf, welchen genau du meinst. :flausch: