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Autor Thema: "Schwul" und "lesbisch" in der Fantasy - ein etymologisches Problem  (Gelesen 6468 mal)

Offline Rewa

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Re: "Schwul" und "lesbisch" in der Fantasy - ein etymologisches Problem
« Antwort #45 am: 28. Oktober 2019, 08:22:22 »
Bloß in historischen Settings mag ich diese Wörter nicht verwenden. Sie sind schlicht und einfach zu modern.

Moin Moin!
Wenn die ganze Erzählsprache sich an der Handlungszeit orientiert, passen solche Begriffe tatsächlich nicht. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es möglich ist, absolut korrekt in der Umgangssprache einer historischen Epoche zu schreiben. Ob ich das würde lesen mögen wage ich auch zu bezweifeln.

Mein Rat: Konsequent schreiben. Entweder historisch korrekt (viel Spaß bei der Recherche  ;) ) oder eben in der aktuellen Umgangssprache.
Ich hab einen Vogel. Ätsch! :rabe:

Kunstmut

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Re: "Schwul" und "lesbisch" in der Fantasy - ein etymologisches Problem
« Antwort #46 am: 10. November 2019, 03:32:53 »
Es tut mir leid, dass ich den Thread nutze, um auf KaPunkts Beitrag vom 26. Oktober 2019 zu antworten, da er vom Ausgangsthema abdriftet. Ich bitte dennoch um Nachsicht, weil ich es für angemessen halte, kurz und sachlich auf einen, wie ich finde, emotional aufgeladenen persönlichen Angriff auf meine Person zu reagieren. Um zu demonstrieren, dass ich Toleranz lebe und nicht in diese menschliche Mode verfalle, gegen andere zu giften, wenn etwas nicht so ist, wie ich es gerne selber hätte - mache ich das sachlich. Vielleicht kann ich Mitleser damit von meiner Freundlichkeit überzeugen. Falls nicht, war es wenigstens den Versuch von Diplomatie wert.

Ich versuche, möglichst kurz und pragmatisch zu antworten, um den Lesevorlieben von KaPunkt entgegenzukommen. Daher werde ich nur kurz auf die Zitate reagieren.

Zitat
Ich bin angepisst. Auf verschiedenen Ebenen. Das vergeht auch wieder, aber jetzt gerade schreib ich einfach mal was.

Wäre ich ein zynischer Mensch würde ich den Gebrauch von Umgangssprache nutzen, um einen infantilen "Toiletten-Witz" zu machen. Mache ich aber nicht. Ist doch schön, wenn es wieder vergeht. Dann muss man sich jetzt doch nicht drüber aufregen. Ich schreibe auch öfter einfach mal was. Das sind dann gerne auch mal längere Texte. Vieles, vermutlich so die Hälfte, lösche ich aber wieder, bevor es jemand anderes lesen kann, weil es meinen Ansprüchen nicht genügt.

Zitat
Erstmal fände ich es echt hilfreich, wenn du, @Kunstmut , es schaffen würdest, deine Aussagen auf das wesentliche zu beschränken.
Und gelegentlich mal einen Absatz einzubauen.

Sag mir bitte nie wieder, wie ich schreiben soll. Danke. Hier geht es schließlich nur um ein paar läppische tausende Worte in einem Forum. Bei einem 700 Seitenroman, bei dem man 200 Seiten wegen Redundanz wegstreichen kann, bin ich ganz bei dir. Hier nicht. Außerdem mache ich Absätze. Ich komme beim Zählen auf 5 Absätze. Den kurzen Satz am Anfang und die beiden Linien, die mit "Beispiel" anfangen, zähle ich nicht als Absatz. Warum soll ich Absätze machen, wenn schon Absätze da sind? Verstehe ich nicht.

Zitat
Dein Schreibstil hat auf mich vor allem einen Effekt

Auf dich. Auf mich nicht. Was andere dazu sagen, weiß ich nicht. Anderssein ist aber erlaubt?  :wache!:

Zitat
Nicht, als wolltest du mir etwas erklären, sondern als möchtest du vor allem in deiner eigenen Bildung baden.

Ich erkläre nichts. Dafür müsste ich Experte auf einem Fachgebiet sein und alle anderen Schüler, die keine Ahnung haben. Außerhalb von Institutionen, in denen Menschen durch Mühlen von Seminaren gepresst werden, kommt diese Situation im realen Leben so gut wie nie vor. Ich schreibe Beiträge. So wie jeder andere auch. Ob das für andere eine Erklärung, eine Meinung, erhellend, verdunkelnd, hilfreich, nicht helfend, seriös, unseriös, ein Lesevergnügen oder Zeitverschwendung ist, kann ich, und darf ich auch nie beurteilen. Dafür ist die Öffentlichkeit da. (Oder Forums-Teilöffentlichkeit). Außerdem bin ich so eine arme, kleine, unwissende Leuchte ... das ... das ... nennst du schon Bildung?! Ich bin eine Kakerlake, unbedeutendes Geziefer im Angesicht der Tatsache, dass es Bibliotheken gibt. Was ich schreibe sind subjektive Beiträge, die von meinem super begrenzten Erfahrungshorizont ausgehen. Um in Bildung zu baden, müsste ich erstmal die Absicht haben, mich in irgendetwas sonnen zu wollen. Ich weiß, dass ich nichts weiß. Und übrigens ist Bildung nur eine Ware im Kapitalismus, ein Gut, das man erwirbt, um mit Schein naive Menschen blenden zu können - damit man Schindluder treiben kann. Bildung ist ohne Bedeutung. Respekt habe ich nur vor Wissen. Zum Beispiel eine Ärztin, die gelernt hat, genau herauszufinden, welche Krankheit ich gerade habe und welches chemische Mittel dagegen am meisten Wirkung zeigt - davor habe ich Respekt. Aber weder wird sich die Ärztin in ihrem Wissen baden, ist schließlich ihr Beruf, noch werde ich anfangen, das irgendwie zu überhöhen. Warum will jemand in seiner Bildung baden? Außer Dummheit fällt mir kein Grund ein.

Zitat
Bei jedem einzelnen deiner Beiträge überfliege ich nach spätestens drei Sätzen nur noch. (Und muss mich dann zwingen, genauer hinzuschauen, wenn ich denke "Das kann er nicht so gemeint haben.")

Erst schreibst du, dass mein Schreibstil auf dich den Effekt hat, dass du nicht weiterliest. Jetzt gibst du zu, dir jeden einzelnen Beitrag anzuschauen und "genauer hinzuschauen". Warum verschwendest du deine Lebenszeit damit, meinen Müll durchzulesen? Kapier ich gerade nicht, sitze auf dem Schlauch, und der Wein darin ist leider auch schon alle. Menno. Ich meine vieles so, wie ich es sage, und noch mehr meine ich vieldeutiger, wobei es mir bei meinem tollpatschigen Umgang mit Sprache immer wieder gelingt, Mehrdeutigen zu schaffen, die ich selber gar nicht bemerke. Wenn ich etwas hasse, dann ist es Interpretation von Dingen. Zehn Leute, ein Text, zehn verschiedene Meinungen.

Zitat
Zum Abschluss sage ich dir vielleicht noch

Wie überaus großzügig von dir. Danke. Dafür, dass du mich offensichtlich so sehr hasst, ist das eine große Geste. Ich weiß das zu respektieren. Vor allem, da du offensichtlich komplett andere Ansichten hast und du gerade Lebenszeit geopfert hast. Ich hätte es auch durchaus verstanden, wenn du wie die meisten Menschen da draußen in der Welt einfach nichts, gar nichts, geschrieben hättest. So kann ich wenigstens antworten, auch wenn ich dir ganz dringend davon abrate, weiter Zeit mit mir zu vergeuden, denn deine ganze Art im Stil verrät mir, dass unsere Wellenlängen so unterschiedlich verlaufen, wie das nur möglich ist zwischen Menschen.

Zitat
Lies es nicht, wenn du gerade keine Kraft für Kritik hast, die vielleicht nichtmal neutral oder konstruktiv ist, und schlimmer als das oben.

Wieso brauche ich Kraft? Alles, was ich brauche, ist mein Gehirn und etwas Zeit. Aber ernstgemeinte Kritik an deiner Kritik: Denkst du wirklich es ist schlau und vorteilhaft, Kritik zu schreiben, die "vielleicht nichtmal neutral oder konstruktiv ist"? In diesem Fall hast du Glück, weil ich automatisch möglichst neutral und konstruktiv antworte. Mit anderen Menschen hättest du jetzt ohne Not einen Konflikt gestartet und eine emotional aufgeladene Antwort provoziert. Nicht alle Menschen reagieren darauf so gelassen wie ich. Das nur am Rande. Aber ich bin sicher, du hast sicher schon tausende Seiten an Kommunikations- und Psychologieratgebern gelesen und weißt das alles besser als ich, weswegen du dir von mir sowieso nie etwas sagen lassen würdest. Ich bin eben kein Mensch mit Gefühlen. Ich bade nur in Bildung, bin selbstverliebt und redundant. Nicht der Rede wert, durchgelesen zu werden  :)

Zu deinen 4 Punkten:

Zu Erstens: Wenn du meinen Beitrag noch mal ganz liest - bis zum Ende liest - wirst du feststellen, dass ich nicht so simpel agiere, alles auf einen einzigen Vorschlag zu bündeln, der dann umgesetzt werden muss. Ich nehme ein mir zufällig bekanntes Beispiel - Anne Lister - und umschreibe im Absatz 4 (beginnend mit "Doch selbst in den Tagebüchern gibt es") was man machen könnte (nicht muss), anstatt "schwul" oder "lesbisch" als Worte zu verwenden. Zum Beispiel spezielle Kosenamen oder Vokabeln, die andere Vokabeln ersetzen und dabei einen neuen Bedeutungshorizont erlangen. Zum Beispiel "guter Kuss" anstelle von "Sex". Zufällig kannte ich dieses Beispiel mit den subtilen Wortumschreibungen. Hätte ich es nicht gekannt, hätte ich keinen Beitrag geschrieben. Einfach nur mal etwas so dahin schreiben, erscheint mir sinnlos.

Zu Zweitens: Falsch. Das ist kein "endloser Absatz". Das ist ein Textkrümel - 192 Worte, wenn WriteMonkey richtig liegt. 192 Worte ist nicht ewig, sondern eine lachhafte Banalität. Es dauert länger, sich ein Glas Wasser einzuschenken, als das zu lesen. Und man kann es überspringen. Ich bin nur so höflich meinen kompletten Gedankengang darzulegen, bevor wieder jemand sagt: Kunstmut, du sprichst in Rätseln. Man kann übrigens nie wissen, wer sonst noch alles mitliest. Manchmal bekommt ein Leser durch Nebensätze in einem Absatz inmitten eines Textes diesen einen Gedankenblitz oder die Assoziation zu etwas Kreativem. Vielleicht bringt das irgendjemandem etwas. Ich will niemanden beeindrucken, ich bin nicht beeindruckend, das Einzige, auf das ich all meine Eindrücke konzentriere ist der Text und mit ihm die Sprache, gehüllt in eine Form, die mich nicht zornig macht.

Zitat
Willst du wissen, wie viele Sprachwissenschaftler oder Historiker in diesem Forum rumspringen? (Ich bin keiner von Ihnen).

Nein, will ich nicht wissen. Wieso auch? Solange man Geschichten schreibt, geht man immer vom allgemeinen Leser und dann vom Genreleser im Speziellen aus. Phantasie ist keine exakte Wissenschaft.

Zu Drittens:
Zitat
erschließt sich mir nicht.

Mir schon.

Zu Viertens:

Zitat
Geheimniskrämerei und Umschreibungen sind genau dann ein sinnvolles Mittel, wenn Homosexualität - oder irgendetwas anderes - in der Gesellschaft geächtet ist.

Ja, ach, Potzblitz, Weihrauch und Kamelle nochmal. Darum geht es doch. Wenn eine Gesellschaft, speziell in diesem pseudo-europäischen-Mittelalter/Neuzeit offen ist, kann man auch so vorgehen, wie Markus Heitz im vierten (?) Band von Die Zwerge und auch mal eben Polygamie einsetzen, ist dann normal und macht in bestimmten Fantasyregionen kein Problem. Bestimmte Schwierigkeiten mit Vokabeln tauchen dann auf, wenn wir keinen Fantasy-Hintergrund haben, sondern einen historischen oder besser, pseudo-historischen-Hintergrund. Entweder gibt es die Vokabeln nicht, oder sie haben andere Bedeutungen. Was werden wohl Feministinnen über das neutrale Wort "Weib" im historischen Roman sagen? Um so etwas geht es, wie kann man sprachlich auf die Sprachpolizei unserer Zeit reagieren, die dich verleumdet, sobald ein Wort nicht politisch korrekt und gewünscht ist? Entweder hast du den Sinn vom Thread nicht verstanden oder wir werden ewig aneinander vorbei reden oder ich lese Bücher, die du vermutlich schon in den Container oder Ofen geworfen hast. (Wenn du schon "pissig" auf meinen Text bist, dann müsstest du bei einigen Büchern, die älter als 30 Jahre sind vor Empörung in Ohnmacht fallen.) Ja, ich bin so ein böses, unwürdiges Stück Dreck von Mensch, das unzeitgemäße Sachen liest und den Mainstream nicht beachtet.

Zitat
Aber die andere Ebene ist die sprachliche Realität der Welt. In dieser Realität wird ein Wort benötigt

Halt. Stopp. Nicht so schnell. Das ist nur eine These. Wer sagt denn, dass in der sprachlichen Welt unbedingt sofort ein Wort benötigt wird? Das mag nicht allen gefallen, aber es gibt auch Texte und ganze Schreibschulen, die absichtlich vage bleiben um universal besser verstanden zu werden. Muss einem nicht gefallen klar. Kann man und darf man hassen. Aber ich bin zum Beispiel eher ein Fan von dem östlichen subtilen Umgang zweier Liebender, wo man nie so genau weiß, was eigentlich Sache ist, als diese affige westliche "Ich liebe dich", dass dann für jeden Idioten erklärt wird. Das ist so wie das obligatorische Erklären am Ende eines Krimis, damit man auch ja nicht selber mitdenken muss, während der Fall gelöst wird. Man könnte es die Skala der Bequemlichkeit nennen. Als Beispiel führe Kvothe und Denna aus The Kingkiller Chronicles an. Es ist offensichtlich, dass zwischen beiden Charakteren tiefe Gefühle vorhanden sind, aber es wird einem eben nicht mit voller plakativer Wucht ins Gesicht gedrückt. Oder anderes Beispiel, weil ich neulich Interview mit einem Vampir gelesen hatte. Da gibt es auch erotisch amouröse Untertöne zwischen Louis und Armand am Ende. Hätte da auch nur einer angefangen von wegen: "Oh, mein Liebster, ich liebe dich ja so innig und bemerke, wie sich meine sexuelle Gesinnung zur Bisexualität erweitert, nachdem ich zuvor eine pädophile Neigung zu einer Frau im Mädchenkörper hatte." Hätte ich schallend gelacht. Mir ist es bei Twilight auch irgendwann auf den Keks gegangen, wie oft dieses "schiefe Lächeln" erwähnt wurde. Für manche Menschen muss man Baustellenschilder aufstellen, weil der Anblick einer Grube samt Bagger noch zu undeutlich und nicht nachvollziehbar oder klar erkennbar ist.

Zitat
Noch kürzer zusammengefasst sagst du also, mit Bezug auf die konkrete Frage: "Der Eiertanz ist völlig okay."

Das sage ich nicht. Würdest du bitte - und ich bitte freundlich - mit dieser ekelhaften Angewohnheit aufhören, anderen Leuten Sätze zu unterstellen, die so nicht geschrieben wurden?

Zitat
Kuck mal. Ein Satz.

"Kuck" macht vielleicht der Kuckuck. Ich gucke, oder schaue, auf diesen Bildschirm und dachte bis gerade eben, ich reihe Smarties in Tetrisformation aneinander   :vibes:


PS: Wenn Maja meinen Beitrag nicht liest oder liest und für unwichtig hält, ist das doch mein Problem. Damit habe ich dann Zeit vergeudet. Damit kann ich leben. Wieder was im Beitragschreiben gelernt, sonst wird man doch nie besser, wenn man gar nichts schreibt. Und ich wollte etwas schreiben, weil ich Gedanken hatte, die raus wollten. Wenn dich so ein Text schon wütend macht, dann hast du eine miserable Kontrolle über deine Emotionen. Außerdem spamme ich hier nichts. Du kannst locker easy über meinen Beitrag hinwegsehen, kannst ihn lesen oder nicht lesen. Falls du ihn doch liest, kannst du immer noch entscheiden, nicht auf den aus deiner Sicht wohl Unfug zu antworten. Spart dir doch Zeit und Nerven. Ansonsten kannst du mich immer noch auf die Blockliste setzen, falls du so einen Hass auf mich haben solltest. Ist mir überhaupt nicht verständlich, warum man sich die Mühe macht, mit Wut im Bauch zu schreiben. Wie soll da etwas Positives und Erbauliches bei herauskommen?

Manchmal hochachtungsvoll

kunstmut


PPS: Ich entschuldige mich nicht dafür und verteidige sogar mein Recht darauf, anstelle von Chats und tausend Ein-Satz-Beiträgen einen Beitrag mit tausend Sätzen zu schreiben. Ich bin anders und werde das mit dem Tintenschimmer an meinen Klauen immer wieder aufs Neue erkämpfen.





Offline Rewa

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Re: "Schwul" und "lesbisch" in der Fantasy - ein etymologisches Problem
« Antwort #47 am: 10. November 2019, 10:16:50 »
Es tut mir leid, dass ich den Thread nutze, um auf KaPunkts Beitrag vom 26. Oktober 2019 zu antworten, da er vom Ausgangsthema abdriftet.

Moin moin, lieber Kunstmut!

Das muss dir wirklich nicht leid tun! Es klingt ja fast, als wolltest du dich entschuldigen. Du hast dich über den Post von KaPunkt geärgert, hast diesen Ärger zwei Wochen lang gehegt und gepflegt und jetzt musst du einfach mal Dampf ablassen. Das kann ich voll und ganz verstehen. Ich war früher auch so. Okay, inzwischen bin ich erwachsen geworden und habe begriffen, dass man damit nur Lebenszeit verschwendet und Falten am Po bekommt. Aber es geht hier nicht um mich sondern um dich und deshalb:

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute! Besonders wünsche ich dir, dass du dich in Zukunft nicht so viel ärgerst und das Leben mehr genießen kannst. Das Leben kann nämlich wirklich schön sein und es ist es wert, genossen zu werden. Viel Erfolg dabei!  :winke:

Liebe Grüße
Rewa
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Offline Alana

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Re: "Schwul" und "lesbisch" in der Fantasy - ein etymologisches Problem
« Antwort #48 am: 10. November 2019, 12:58:10 »
Anders sein ist in einem Forum voller Autoren nichts besonderes. Hier im Tintenzirkel gibt es sehr viele Menschen, die "anders sind" und ja, ich persönlich verstehe das als etwas Gutes. Aber anders sein ist nur dann positiv, wenn es mit Respekt und Rücksicht für andere einhergeht. Kritikfähigkeit ist eine Tugend, keine Schwäche. Es ist sehr menschlich, dass man im ersten Moment auf die Barrikaden gehen und sich gegen alle Vorwürfe verteidigen möchte, aber besser ist es, zuzuhören und zu versuchen, zu verstehen, warum man jemandem auf den Schlips getreten ist und wie man das vielleicht in Zukunft vermeiden kann. Ein Forum ist für mich nicht dazu da, meine Meinung in die Welt zu stempeln, sondern für die Diskussion und den Austausch mit anderen, was auch dazu führen kann, dass man einsieht, Unrecht gehabt zu haben, oder seine Meinung ändert. Und das kann eine sehr wertvolle Erfahrung sein.

»Ich weiß, das kommt jetzt überraschend, aber der Tintenzirkel ist gar kein Ego-Shooter.«
- Malinche

Kunstmut

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Re: "Schwul" und "lesbisch" in der Fantasy - ein etymologisches Problem
« Antwort #49 am: 13. November 2019, 23:44:35 »
Hi Rewa,

Danke für die freundlichen Worte! Ich habe mich extra betont diplomatisch ausgedrückt, weil mir bereits vorher klar war, dass Kapunkts unmögliche Formulierungen wie:

"Ich bin angepisst"
"Weiterlesen auf eigene Gefahr."
"Nicht, als wolltest du mir etwas erklären, sondern als möchtest du vor allem in deiner eigenen Bildung baden."
"Zum Abschluss sage ich dir vielleicht noch"
"Lies es nicht, wenn du gerade keine Kraft für Kritik hast, die vielleicht nichtmal neutral oder konstruktiv ist"

als respektvoller Umgang gilt. Ich könnte wetten, dass Kapunkt keine oberlehrerhafte Belehrung per interner PM bekommen hat, die komplett einseitig ist. Ich bin hier das Opfer, drücke mich betont höflich und diplomatisch aus, um vielleicht eine Entschuldigung zu bekommen. Persönliche Angriffe gehen gar nicht. Und jeder Mensch ist für die eigenen Emotionen verantwortlich, da kann ich auch nichts machen bei Sätzen wie

"Und was mich wirklich, wirklich wütend gemacht hat" (Andere sind nicht für die eigenen Emotionen verantwortlich. Das kommt durch Empathie. Geht also immer von einem selber aus. Und mit Ruhe und Contenance kann man gelassen bleiben.)

Das ist nicht meine Wut, ich bin dafür nicht verantwortlich, das ist logisch nicht haltbar. Inhaltlich kann man mir gerne in allen Punkten widersprechen. Mir aber mit Gefühlen zu kommen und mir zu unterstellen, wie ich gewisse Dinge meinen würde, weil andere das so empfinden, anstatt es zu schlussfolgern - ist - nunja - sehr merkwürdig. Ich verwende keine Fäkalsprache und ich attackiere niemanden persönlich. In keinem einzigen Beitrag.

Und wenn ich jetzt schon aufgefordert werde, in einem Literaturforum wenig zu schreiben, Ironie und Sarkasmus wegzulassen, dann muss ich mir ernsthaft überlegen, ob das hier das richtige Forum für mich ist, wenn es Andersdenkende ausschließt, wenn zuviel Phantasie vorhanden ist. Wir sind hier ein bisschen überempfindlich, kann das sein?

Außerdem musste ich mich entschuldigen. Wenn ich das nicht getan hätte, hätte man versucht mir die komplette Schuld für Nichtigkeiten in die Schuhe zu schieben. Was jetzt sowieso passiert ist. Ich kann nur betonen, dass ich so höflich schreibe, wie ich kann. Palastetikette von weiblichen "Obermotzen" (die dürfen "motzen" und müssen sich nicht höflich verhalten, oder was? :D) beherrsche ich leider nicht.

"hast diesen Ärger zwei Wochen lang gehegt und gepflegt und jetzt musst du einfach mal Dampf ablassen."

Nein, das stimmt nicht. Ich war die ganze Zeit nicht online, sonst hätte ich früher darauf geantwortet. Nächstes Mal antworte ich bei sowas nicht mehr, wenn ich trotz maximaler Höflichkeit eine interne Rüffelmail bekomme, die meine Seite der Medaille nicht einmal ansieht und mich deshalb über Dinge belehrt, über die man mich nicht belehren muss, weil ich es bereits weiß. (Wer das jetzt als Arroganz ansieht, sollte mal bitte darüber nachdenken, warum ich, ein schüchterner, introvertierter Mensch all die Ratgeber gelesen habe, nur um dann "pissig" von der Seite angemeckert zu werden. Ich werde Kapunkt auf meine Blockliste setzen und gut ist es von meiner Seite aus).

Da hier Gefühle mehr zählen als Logik, möchte ich anmerken, dass ich das "Gefühl" habe, dass man mich nicht ernstnimmt. Oder wo bleibt die Kritik an Kapunkts "pissiger Wut"  - einer Umgangsform, die ich nicht als höflich einstufe. Und meine Verteidigung mit Humor gegen diesen Rant - Stichwort Kuckuck - jetzt so auszulegen, dass ich mich über Rechtschreibfehler lustig mache, ist unverschämt und dreist. Kapunkt darf also emotional aufgeladen draufhauen und ich werde gezielt mit Mobbingtaktik angegriffen, wenn ich mein Menschenrecht auf verbale Selbstverteidigung ausübe? Also bitte, das ist Satire und kann ich nicht ernstnehmen.

Auf die interne Mail werde ich nicht antworten, da sie einseitig ist. Ihr könnt ja gerne eine Umfrage mit mindestens 100 Leuten machen, indem es über die Verständlichkeit meines Stils geht. (Nicht den Geschmack oder die ästhetische Wirkung). Ich wette, dass ich verständliches Deutsch schreibe. Und wie mehrfach wiederholt: Beim Inhalt kann man mir gerne widersprechen, anstatt mir mit der Brunnenvergiftung zu kommen, ich wolle irgendjemanden belehren. Was Blödsinn ist. Widersprecht mir auf der Sachebene, aber lasst meine Person aus dem Spiel.

"Ich wünsche dir alles erdenklich Gute!"

Danke!  :)

"dass du dich in Zukunft nicht so viel ärgerst und das Leben mehr genießen kannst"

Ich ärger mich überhaupt nicht. Da sind wir bei den kruden Interpretationen, die dabei herauskommen, wenn Leute Gefühle und Empfindungen anstelle von Logik verwenden. Ich bin völlig entspannt. Nur, wenn Formulierungen kommen wie oben aufgelistet, widerspreche ich sofort und versuche mich mit Humor über diesen Quatsch lustig zu machen. Speziell, wenn mein Schreibstil angegriffen wird, der mir wichtiger ist als meine Hautfarbe, mein Geschlecht oder meine Lebenszeit. Nur, weil andere intolerant sind und mich umformen wollen, muss ich mich dem nicht beugen. Wenn Kapunkt mich deshalb nicht mehr lesen mag, ist das übrigens ihr gutes Recht. Ich schreibe für alle, aber nicht für jeden  ;D

PS: Das Wort "sollte" eher als Vorschrift, denn als Vorschlag zu sehen, ist erneut eine These, die gar nicht bewiesen ist. Für mich ist "sollte" ein Vorschlag. Ich verwende absichtlich nicht Worte und Phrasen wie "man muss" oder "man macht das so und so". Über diesen Punkt könnt ihr gerne auch einen extra Thread aufmachen. Finde es nämlich spannend, wie verschieden wir die Welt sehen. Offensichtlich ist mein Himmel bei euch die Erde  ;D

"Das Leben kann nämlich wirklich schön sein und es ist es wert, genossen zu werden."

Weiß ich doch. Und mach ich auch. Mit lecker Plätzchen und Hagebuttentee  :flausch:
Liebe Grüße an alle diplomatisch gesinnten Menschen!

PPS: Toleranz ist nicht, dass nur andere mich kritisieren dürfen, ich einknicken und umfallen muss und mich dann der Sichtweise der anderen beugen muss. Das ist dann keine Diskussion mehr, sondern autoritärer Gestus, etwas, das ich überhaupt nicht leiden kann. Und mit Unterstellungen, die auf Gefühltem basieren und mit Vorschriften, wie ich zu antworten habe, erreicht ihr keine höfliche Konversation, liebe Kapunkt, liebe Rosentinte, sondern fordert Gehorsam ein, den ich nicht geben kann. Ich bin ein freier Mensch!  :)

Ich antworte übrigens öffentlich, weil ich so hintenrum Geschichten nicht mag. Und ich mag auch keine einseitigen Darstellungen.

Ich bin vorerst raus. Schöne Adventszeit an alle! Vielleicht lässt die Klimakatastrophe ja noch ein wenig Schnee da.

Offline Grey

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Re: "Schwul" und "lesbisch" in der Fantasy - ein etymologisches Problem
« Antwort #50 am: 14. November 2019, 00:02:27 »
Hallo Kunstmut,

es ist spät und es gibt keine Möglichkeit, diese Antwort heute noch mit dem Team abzustimmen, daher heute nur dies: Du magst kein "hintenrum", wir mögen keine öffentlichen Schlammschlachten. Die Nachricht, die du von uns bekommen hast, bezog sich nicht nur auf diesen Thread und hat in ihrem Inhalt nichts mit dem Geschlecht der Moderatoren zu tun, sondern damit, was uns inhaltlich und formal an deiner Art zu kommunizieren aufgefallen ist, und das nicht nur einmal, aber in diesem Forum ist es üblich, solche grundlegenden Moderationen nicht am öffentlichen Pranger kundzutun. Wir hätten das gern intern mit dir geklärt und das Ergebnis dann ggf. offen mit dem Forum kommuniziert.
Darüber hinaus und dementsprechend: Bitte keine wilden Vermutungen darüber, wie und ob wir mit KaPunkt über *ihre* Art der Kommunikation in diesem Fall gesprochen haben.

Vielen Dank und gute Nacht
Grey
  Rien ne va plus.

Offline Rewa

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Re: "Schwul" und "lesbisch" in der Fantasy - ein etymologisches Problem
« Antwort #51 am: 14. November 2019, 00:17:37 »
Was hat mich nur geritten, überhaupt etwas dazu zu schreiben?  :wums: 
Ich hab einen Vogel. Ätsch! :rabe:

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