• Willkommen im Forum „Tintenzirkel - das Fantasyautor:innenforum“.
 

Edgar von Hewen: Zweiter Versuch

Begonnen von Arcor, 24. März 2025, 16:12:48

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Arcor

Liebes Forum, unser neuester TiZi verstärkt unsere Schweiz-Fraktion (zuletzt gab es ja nur Zuwachs für Österreich) und ist dort auch Mitglied Vereins Schweizerischer Phantastikautor:innen. Herzlich Willkommen Edgar von Hewen!


Wer bist du?
Mein Autorenpseudonym ist Edgar von Hewen, ich bin im Jahr 1990 geboren und stamme aus der kleinen, aber feinen Schweiz. Geboren im Toggenburg, einer ländlichen Gegend voller Berge und Täler, lebe ich mittlerweile im schönen Thurgau (auch bekannt als Mostindien wegen der vielen Apfelbäume), wo ich auch beruflich tätig bin. Ich bin Jurist und arbeite im Bereich Familienrecht und Erbrecht, wobei ich zugeben muss, dass die juristische Literatur nicht unbedingt zu den aufregendsten Literaturgenres gehört. Ich bin verheiratet und habe zwei kleine Kinder, die zu meiner Freude bereits im zarten Alter von vier und zwei damit begonnen haben, Kinderbücher durchzublättern und sogar bisweilen die Literatur ihrer Eltern zu entwenden, um zu sehen, was denn Mama und Papa so lesen. Wenn ich nicht gerade Zeit mit meiner Familie verbringe, lese ich sehr gerne und schreibe, sooft ich auch nur dazu komme (meistens bis tief in die Nacht hinein). Meine Lieblingsautoren sind J.R.R. Tolkien, George R.R. Martin, Matthew Stover (insbesondere seine literarische Umsetzung von Star Wars – Episode III), Andy Weir (der Marsianer), Andrzej Sapkowski (Die Hexerreihe), Bernhard Cornwell (Die Geschichten von Richard Sharpe und Uhtred dem Sachsen) Brandon Sanderson (Die Kinder des Nebels) sowie Terry Pratchett (Scheibenweltchroniken).

Was schreibst du?
Meine frühesten Erinnerungen ans Schreiben kommen aus der Zeit, als ich zu lesen begann und mir häufig der Lesestoff ausging, da die Bibliotheksbücher aufgebraucht und alle bereits erschienenen Harry Potter-Bücher zu Tode gelesen waren. Häufig stellte ich Geschichten aus Filmen oder Computerspielen mit Legosteinen nach und liebte es, mir neue Geschichten auszudenken. Doch auch das war mir nicht genug. So begann ich mir meine eigenen Geschichten auszudenken und mit etwa zehn Jahren versuchte ich mich an einer Science Fiction Geschichte. Ich kam nicht über den Prolog und auch weitere Projekte blieben in den Kinderschuhen stecken. Erst während meiner Maturazeit gelang es mir zum ersten Mal, eine Geschichte fertig zu schreiben. Damit war eine Schleuse geöffnet worden und in meinen Teenagerjahren verfasste ich Konzept um Konzept für verschiedenste Projekte, bis ich schliesslich an einer High Fantasy-Trilogie begann, die mich nicht mehr losliess. Jahrelang schrieb ich an den Büchern, doch als zwei von drei Teile vollendet waren, erkannte ich, dass ich erwachsen geworden war und mir der Schreibstil nicht mehr gefiel. Als ich dann aber im Jahr 2017 ein Vorstellungsgespräch für eine Praktikumsstelle hatte, kam mir auf dem Nachhauseweg der entscheidende Gedanke: Wie würde eine Welt aussehen, in welcher Sauron gewonnen hätte? Ausgehend von diesem einen Gedanken war die Idee für mein wichtigstes Projekt, den Dark Fantasy-Epos "Die Legende der Aschenrune" geboren. Seit etwa acht Jahren arbeite ich an dieser Buchreihe. Die ersten beiden Bücher sind bereits vollendet und mein Ziel ist es, bis 2035 alle zwölf Bücher verfasst zu haben.

Warum wir? Warum du?
Seit etwa fünf Jahren bin ich Mitglied des Vereins Schweizerischer Phantastikautor:innen (VSPA) und habe dadurch erstmals andere Autoren und Autorinnen kennen gelernt, von denen ich vieles lernen durfte. Erstmals beschäftigte ich mich mit Themen wie Marketing, Vorgehen betreffend Verlagssuche, Schreiben auf Normseiten, Testlesern, etc. Und bei einem unserer Stammtische erfuhr ich vom Tintenzirkel, dem einige unserer Mitglieder angehören. Da ich in meiner unmittelbaren Umgebung nur sehr wenige Autoren oder Autorinnen kenne, würde ich sehr gerne meinen Horizont erweitern und mich auch mit Literaturtätigen anderer Länder austauschen, um mehr über mein Lieblingshobby zu erfahren. Warum sollt ihr mich aufnehmen? Nun ich denke, ihr werdet in mir einen interessierten Zuhörer finden, der gerne von euren Erfahrungen profitiert und auch gerne seine eigenen Erfahrungen teilt. Gerade in Bezug auf die Darstellung von Kriegszügen, das Leben in vergangenen Zeiten, Schmiedekunst und ähnlicher, rechercheintensiver Themen habe ich mir in den vergangenen Jahren doch einiges an Wissen (und vermutlich auch Halbwissen) angeeignet, sodass ich mich auch gerne über solche Themen austauschen würde, um einerseits mein Wissen zu erweitern, anderen die Recherche abzunehmen und uns so gegenseitig mit unseren Kenntnissen und Erfahrungen zu bereichern. Ich behaupte von mir, dass ich kritikfähig bin und wäre einerseits als Testleser zu haben, wobei ich andererseits auch auf der Suche nach Testlesern für meine Geschichten bin. Gerne bin ich auch bereit, mich über Fantasy oder SciFi im Allgemeinen oder auch historische Themen auszutauschen, da mein Streben nach Wissen und Verstehen praktisch grenzenlos ist.

Kurze Kostprobe
Das Licht der Sonne spiegelte sich in der Klinge in Peredurs Faust. Der Saphir im Knauf funkelte blau und Peredur blickte zum Rosenbanner, das über Morcants sogenannter Armee des Nordens flatterte. Immer mehr Truppen versammelten sich vor seinen Augen und Hörner erschallten über die weite Ebene vor der prächtigen Stadt Nervanion. Morcant musste den ganzen Norden mobilisiert haben.
Peredur seufzte. Dieser Kelch würde wohl nicht an ihm vorübergehen und es käme doch noch zur Schlacht.
Neben ihm fluchte Bohort und rieb sich über das unrasierte Gesicht: «Viertausend Speere und etwa sechshundert Pferde. Die muss Morcant aus dem ganzen Norden zusammengetrommelt haben. Wie hat er so schnell von unserer Ankunft Wind bekommen?»
Peredur deutete auf die Stadt Nervanion: «Ich vermute Azrael hat uns eine Falle gestellt. Ich hätte es besser wissen müssen.»
Not every story is meant to be told.
Some are meant to be kept.


Faye - Finding Paradise

pyon

Herzlich Willkommen im Tintenzirkel.  :winke:
Nach deiner Vorstellung, habe ich jetzt wieder richtig Lust auf schöne High Fantasy! Dein Epos klingt auf jeden Fall spannend und Respekt dafür, dass du zwölf Bücher geplant hast. Für sowas bin ich einfach zu sehr Pantser. :rofl:

Edgar von Hewen

Vielen Dank für die freundliche Aufnahme! Ich freue mich schon, mich in die Tiefen des Forums vorzuarbeiten und das gesammelte Wissen des Tintenzirkels aufzusaugen:-)
Der Titel "Zweiter Versuch" kommt übrigens daher, dass es bei meiner ersten Bewerbung ein technisches Problem gab und ich eine Mail erhielt, dass meine Anfrage nicht zugestellt werden konnte.
Ich wünsche Euch nun einen schönen Abend und liebe Grüsse

Czara Niyaha

Selbst nach jeder langen Nacht bricht irgendwann ein neuer Morgen an. Verlier die Hoffnung nicht, denn in tiefster Dunkelheit scheint das hellste Sternenlicht.
Aus: Eden Chry'Salis Hoffnung

Gepard

Herzlich willkommen!

Die Idee für deinen Dark Fantasy-Epos hört sich interessant an und mit zwölf Büchern hast du dir ganz schön was vorgenommen.
Wie kamst du eigentlich ausgerechnet nach einem Vorstellungsgespräch auf die Idee? Einfach so oder hat dich etwas aus dem Gespräch dazu inspiriert?  :D


Edgar von Hewen

Vielen Dank für die netten Nachrichten.
Eigentlich wollte ich nur vier Bücher schreiben. Als ich jedoch realisierte, dass der erste Akt des ersten Buches bereits über 600 Normseiten umfasste, wurde mir klar, dass jeder Akt ein eigenes Buch ist, sodass aus vier Büchern zwölf Bücher a 600-800 Seiten wurden. Mittlerweile schreibe ich an Buch 3 mit dem Ziel, dieses Jahr damit fertig zu werden.
Das Vorstellungsgespräch hat mich nicht direkt dazu inspiriert. Es war nur ein bewölkter Tag und ich hatte gerade wieder einmal der Herr der Ringe gelesen. Zudem hatte ich im Bus ein Youtube-Video über das Spiel Dark Souls III gesehen und war gerade in etwas nachdenklicher Stimmung. Und irgendwie kam mir dann die Idee, wie eine Welt aussehen würde, in der Sauron gewonnen hätte. Ich stellte mir vor, wie ein Fledderer über die verlassenen Schlachtfelder kriecht, während überall Asche vom Himmel regnet, und dann in ein Loch fällt, wo er ein mächtiges Schwert findet. Und schon war die Grundidee geboren. Und das Schwert bekam dann auch schon innert Kürze den Namen Aschenrune, da mir diese Idee von Feuer und Asche irgendwie gefiel.

novembercat

Willkommen bei uns!
Mit High Fantasy und düsteren Gedanken sowie Recherchefreude machst du mich in jedem Fall neugierig! Ich musste gleich an "Dark Silmarillion" denken, das wohl irgendwo im Netz jemand verzweifelt versucht, aus dem Russischen ins Englische zu übersetzen. Sicherlich findest du mit der Idee, Sauron hätte gewonnen, viele interessierte Leser. Viel Spaß damit!
Ich meine das ganz freundlich.

BUg

Herzlich Willkommen! Zwölf Bücher sind echt ein Brett, aber ein dunkler Fantasy-Epos ist immer ein Hingucker wert. Und ich kann absolut nachvollziehen, wie du dich gefühlt hast, als dir der Schreibstil nicht mehr gefallen hat. Auch ich habe meine Urban Fantasy Reihe zum drölften Mal angefangen, bis ich jetzt endlich mal das Gefühl bekommen habe, dass ich, ja, auf dem richtigen Dampfer angekommen bin.

Auf jeden Fall wünsche ich dir gutes Gelingen!