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Autor Thema: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview  (Gelesen 66017 mal)

Amaya

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #150 am: 25. Juni 2013, 19:07:14 »
Also irgendwie mag ich drei.
Ich glaube, dass selbst Perry einen sensilblen, ehrlichen, weichen Kern hat.
 ... irgendwo!

Offline Naudiz

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #151 am: 25. Juni 2013, 20:36:08 »
Hat er. Nur scheint der nach über zehn Jahren Gefangenschaft in einer albtraumhaft verzerrten Version von Freizeitpark irgendwie verlernt zu haben, sie zu zeigen.

Hach, ich freu mich schon so auf November, da darf ich die Geschichte dann endlich schreiben :vibes:

Offline Cairiel

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #152 am: 26. Juni 2013, 09:47:08 »
Klasse, Naudiz!   :rofl:  Die drei zusammen sind sehr schön zu lesen! Und Riesenraddieb ... Würd ich das auf einem Klappentext lesen, wär das Buch sofort mein. Klingt sehr spannend!

Offline Robin

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #153 am: 26. Juni 2013, 09:56:08 »
;D Perry finde ich klasse. Auch wenn er ziemlich unsympathisch erscheint... grade das macht ihn sympathisch. Logik am Morgen und so.

Aber doch, hat mich ordentlich zum Grinsen gebracht, das Interview.
Derzeitige Romanprojekte: Diverse Planungsstadien
Nächste Veröffentlichung: Sniper 2 (geplatzt)

Offline Naudiz

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #154 am: 26. Juni 2013, 15:33:54 »
Freut mich, dass meine drei Schätzchen euch unterhalten haben :) Teàlaidh beschwert sich immer noch darüber, was mir bitteschön einfällt, ihn mit zwei solchen Chaoten in einen Raum zu sperren :rofl:

@Cairiel: Aww. Ich hoffe, die Verlage sehen das zu gegebener Zeit genauso. Scaretale ist eines der wenigen Projekte, denen ich Chancen zugestehe, genommen zu werden.

Mir fiel gerade wieder ein, dass ich für das Projekt einen Thread im Mein Roman-Board habe. Ich hab ihn mal ausgebuddelt, für die, die der Roman interessiert: Klick mich!

Offline SinTheFox

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #155 am: 26. Juni 2013, 18:51:13 »
Naudiz...  :rofl:
Ich kann nicht mehr. Wenn jemand Zeit hat, kann er (oder sie) mich ja wieder unter dem Tisch hervorholen. Hier lässt es sich so schlecht tippen...

Am besten hat mir ja diese Stelle hier gefallen...

Wenn nicht, dann kann man reinfurzen, dann hat man einen Whirlpool.
:rofl:
Das einzig Rätselhafte an der Katze ist, warum sie sich je dazu entschieden hat, ein Haustier zu werden.
Compton Mckenzie

Offline Malinche

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #156 am: 24. September 2013, 16:37:59 »
Alle Jahre wieder krame ich dieses Interview hervor. Diesmal schicke ich drei Figuren aus meinem diesjährigen NaNo-Projekt (Genre: Inkapunk/Science Fiction) an den Start. Das Ergebnis ist für mich zumindest teilweise … verblüffend.

Es stehen bereit:

Manco Inka, Pilot in der intergalaktischen Sonnenstaffel des Inkaherrschers
Gonzalo Velásquez, Kommandant der Iberischen Konsorte
Nelson, Kaperflieger des Empire


1) Wie alt bist du?

Manco: Das ist nun etwas schwierig. Es hat ja auch damals auf Pacha verschiedene Systeme gegeben, und mittlerweile –
Gonzalo: Inkas können nicht zählen, das ist es, was er sagen will.
Manco: Selbstredend können wir das! Und wir tun es auch.
Gonzalo: Ich weiß, mit Wollknoten, damit ihr nicht durcheinanderkommt.
Manco: Soll ich sie dir leihen, wenn du mal wieder zu tief ins Glas geguckt hast? Dann lässt du ja gerne mal fünfe gerade sein.
Gonzalo: Das sagst du nur, weil du selbst nichts verträgst.
Manco: Und, wie alt bist du nun?
Gonzalo: Eindeutig zu alt für diesen Scheiß. Geht es nun mal weiter?
Nelson: (mit einem raubtierhaften Lächeln) Alt genug. Mehr muss niemand wissen.

2) Wie groß?

Manco: Was ist das für eine Frage? Ich meine, man sieht doch, wie groß wir sind?
Gonzalo: (rollt mit den Augen) Du kannst es in gestapelte Lamaschwänze umrechnen.
Manco: Und du in Flaschen ...
Nelson: In etwa fünf Fuß und acht Inches.

3) Hast du irgendwelche schlechten Angewohnheiten?

Manco: Nun ja, manchmal –
Gonzalo: Er existiert.
Manco: Oh, wenn wir die Fragen füreinander beantworten: Gonzalo ist eine einzige wandelnde schlechte Angewohnheit.
Gonzalo: Damit wäre meine Anmerkung wohl akzeptiert?
Manco: Ich gebe mir Mühe, keine schlechten Angewohnheiten zu haben, weil das gegen die Philosophie des Inkareichs ist. Aber ab und zu vergesse ich meine Pflichten über dem Studium der Hologramme.
Gonzalo: Und noch ganz andere Sachen. Letzte Woche hast du geglaubt, du wärst ein Lamahirt. Nicht, dass du zwischen diesen stinkenden Viechern nicht viel besser aufgehoben wärst als in einem Cockpit ...
Manco: Die Hologramme sind manchmal etwas … intensiv. Dann überlagern sie zeitweise Erinnerungen. Aber das ist keine schlechte Angewohnheit!
Gonzalo: Hast du dich eigentlich auch schon einmal für ein Lama gehalten? Wirklich, das interessiert mich jetzt.
Manco: Würdest du vielleicht lieber die Frage beantworten?
Gonzalo: Meine schlechten Angewohnheiten? Hast du doch schon auf den Punkt gebracht. Ich habe keine, ich bin eine. Und dazu stehe ich, verflucht noch mal.
Nelson: (lässt geräuschvoll die Fingerknöchel knacken, betrachtet die beiden Streithähne mit einem nachdenklichen Lächeln von oben bis unten und wartet, bis er ihre Aufmerksamkeit hat): Schlechte Angewohnheiten? Gewiss habe ich welche. Manchmal … manchmal steigere ich die Intensität des Schmerzes eine Spur zu … vorsichtig. 
Manco: Welcher Schmerz?
Nelson: Willst du das wirklich wissen, Sweetheart?

4) Bist du noch Jungfrau?

Manco: Nein.
Gonzalo: (lacht erstickt) Lass mich raten – ein Lama?
Manco: (mit unverhohlener Empörung) Nein!
Gonzalo: Alpaka?
Manco: Das ist nicht komisch. Was ist mit dir?
Gonzalo: (sehr trocken) Ich stehe nicht zur Verfügung.
Manco: (legt den Kopf schief) Hm … schade eigentlich.
Gonzalo: Bitte was?!
Manco: Ich stelle mir das durchaus interessant vor. Du und das Lama …
Gonzalo: Ich bin nicht mehr Jungfrau, danke, nächste Frage!
Nelson: (sehr bedächtig) Ich finde ja das »Wie« viel interessanter als das »Ob«. Es gibt so viele interessante spitze Gegenstände.
(Betretenes Schweigen aus der Ecke der anderen.)

5) Bist du verheiratet oder Single?

Gonzalo: Allein, basta.
Manco: Auch dann, wenn du doppelt siehst?
Gonzalo: Ich trinke mir keine imaginären Frauen zurecht. Was ich mich allerdings frage ...
Manco: Genug von Lamas, verstanden?
Gonzalo: Was ist denn mit deinen Hologrammen?
Manco: Ich bin nicht mit denen verheiratet.
Gonzalo: Ja, aber hast du schon einmal –?
Manco: Wie stellst du dir das bitte vor?
Gonzalo: (grinst) Sehr, sehr interessant.
Nelson: (versonnen) Ich war verheiratet. Zweimal.
Manco: Was ist mit ihnen passiert?
Nelson: Was soll passiert sein? Ich habe sie umgebracht.

6) Hast du Kinder?

Gonzalo: Um Königs Willen. Natürlich nicht. Bleibt mir bloß vom Leib mit rotzigen, quengelnden Blagen, so einen Mist kann ich ja nun einmal überhaupt nicht gebrauchen!
Manco: Eine begrüßenswerte Einstellung. Alkoholismus ist schließlich vererbbar, oder?
Gonzalo: Zwing mich nicht, auf das Lama zurückzukommen …
Manco: Du stehst also doch zur Verfügung?
Gonzalo: Nun mal ganz offen: Ihr Inkas wisst doch garantiert nicht, wie das mit den Kindern genau funktioniert …
Manco: Ich habe jedenfalls und leider keine.
Gonzalo: Hologrammkinder? Zählen die nicht?
Nelson: Keine Kinder. Es gibt … Wichtigeres.

7) Was ist dein Lieblingsessen?

Manco: Als Kind habe ich tatsächlich gerne Lamafleisch gegessen.
Gonzalo: (fällt lachend vom Stuhl) Ich sag's doch!
Manco: Mittlerweile gibt es Leute, die behaupten, dass Menschenfleisch viel bekömmlicher ist.
Gonzalo:
Manco: Probiert habe ich das natürlich noch nicht. Bisher.
Gonzalo: Essen wird überbewertet. Ein gutes Getränk ist mir tausendmal lieber. (Klettert wieder auf seinen Stuhl und achtet jetzt sehr sorgsam darauf, dass ein gewisser Abstand zu Manco bestehen bleibt.)
Nelson: Es stimmt übrigens.
Manco: Was stimmt?
Nelson: Menschenfleisch. Bekömmlich und nahrhaft. Ich nehme gebackene Bohnen dazu.

8 ) Hast du irgendwelche Geheimnisse?

Manco: Wenn ich das jetzt erzählen würde, wären es wohl keine Geheimnisse mehr.
Gonzalo: (tastet nach etwas, das unter seiner Uniform verborgen ist) Ja.
Manco: (neugierig) Du hast welche?
Gonzalo: Und sie gehen dich einen feuchten Dreck an.
Nelson: Geheimnisse? Jede Menge. Und sie sind alle tödlich.

9) Bist du gerade verliebt?

Manco: Ja, gewissermaßen ...
Gonzalo: … in ein Lama?
Manco: Langsam ist es wirklich nicht mehr komisch. Ich rede von meinem Schiff.
Gonzalo: Ah, Fetischismus. Da kommen wir der Sache näher.
Manco: Ich will ja gar nicht wissen, was du noch alles mit deinen Flaschenhälsen anstellst.
Gonzalo: Ich weiß, Inkas haben keine Flaschen. Zur Frage: Klares Nein.
Nelson: Hm, hm … Gewiss nicht so, wie die Frage gemeint ist.

10)  Welche Kunst sagt dir etwas?

Manco: Fliegen! Ich bin der Beste in der Sonnenstaffel.
Gonzalo: Das ist keine Kunst, was du mit deiner rostigen Gurke da machst. Das ist einfach nur grausam.
Manco: Ich höre unverhohlenen Neid.
Gonzalo: Auf einen Papierflieger? Wohl kaum.
Manco: Und wie ist es bei dir? Die Kunst des Trinkens? Wobei ja Kotzen auch eine Kunst für sich sein kann …
Gonzalo: Musik.
Manco: ((verblüfft) Was?
Gonzalo: Davon verstehst du nichts. Inkas haben keine Musik, die pfeifen höchstens in Lamaärsche.
Manco: Und was für Musik meinst du? Melodisches Gläserklingen?
Gonzalo: (mürrisch) Ich sag doch, du verstehst nichts davon. Cante jondo, Gitarre, aber wem erzähle ich das? Geh zurück zu deinen …
Manco: Ich wusste wirklich nicht …
Gonzalo: Und dabei kann's auch bleiben.
Nelson: Es gibt Schreie, die sind Musik in meinen Ohren. Menschlicher Schmerz ist meine allerliebste Kunst.

11) Welche Augenfarbe hast du?

Manco: Braun.
Gonzalo: Brau... Dunkelbraun. Nicht wie Lamakacke, versteht sich.
Nelson: Mein Auge? Grau. Wie der Tod.

12) Badest du lieber im Pool oder am Strand?

Manco: Ich mag künstliche Steinbecken mit heißen Quellen sehr gerne. Das ist einfach komfortabler.
Gonzalo: Meine Güte, was für ein Weichei.
Manco: Es ging hier nur um Präferenzen. Und wenn mich meine Nase nicht täuscht, dann badest du wohl aus Grundsatz überhaupt nicht.
Gonzalo: Da hat wohl jemand zuviel Lamadung geatmet ...
Nelson: Baden? In Blut.

13) Campst du gern oder bleibst du lieber zu Hause?

Manco: Wie es meine Aufgabe so verlangt, bin ich viel unterwegs und schlafe dann an Bord oder in einfachen Schlafkabinen auf den Patrouillenstützpunkten. Ich komme damit gut klar. Aber zuhause, auf Ch'aska 42, habe ich gern im Freien geschlafen, mit Blick auf die Sterne.
Gonzalo: Zu Hause? Bloß nicht. Hab dort nie gut geschlafen.
Manco: Das finde ich irgendwie traurig.
Gonzalo: Ist wohl nicht dein Problem. Nächste Frage, ich hab Durst.
Nelson: (irgendwie beunruhigend) Ich campe durchaus gern.

14) Bist du auf natürliche Art »entstanden« oder geklont?

Manco: Natürlich.
Gonzalo: Was versteht man bei euch darunter? Kommen Lamas darin vor?
Manco: Vielleicht möchtest du etwas trinken gehen? Wir bekommen den Rest des Interviews auch ohne dich hin.
Nelson: Oh, ja.
Manco: (schluckt) Wir könnten uns natürlich auch einfach beeilen.
Gonzalo: Was jetzt, der macht dir Angst?
Manco: (trotzig) Nein, natürlich nicht!
Gonzalo: Und ich dachte, Inkas lügen nicht …
Nelson: Bei mir war es wohl nicht ganz natürlich. Aber gehen wir doch zur nächsten Frage, Gentlemen.

15) Welche Eiskrem ist deine liebste?

Manco: Ich habe auf Ch’aska 27 einmal eine Eiskrem aus lila Mais gegessen. Einfach köstlich.
Gonzalo: Lila ist vulgär.
Manco: Dann würdest du sie bestimmt mögen.
Gonzalo: Ich mag überhaupt keine Eiskrem. Gut gekühlte Getränke reichen mir.
Nelson: Es gibt Sorbet mit Blut-Aroma. Ich mag diesen eisernen Beigeschmack.

16) Hast du jemals einen Menschen getötet?

Manco: Nein.
Gonzalo: … dafür viele Lamas.
Manco: (rollt einfach nur mit den Augen)
Gonzalo: Weiter im Text.
Manco: Du hast noch nicht geantwortet.
Gonzalo: (ist einen Moment still) Ja. Wenn auch nicht … eigenhändig.
Nelson: Ich erinnere mich, Sweetheart. Tragische Sache, nicht wahr?
Gonzalo: Halt die Klappe!
Manco: (sieht irritiert zwischen den beiden hin und her)
Gonzalo: (zu Manco) Und dich geht das auch nichts an, kapiert?
Nelson: Zur Frage: Ja. Viele. Sehr viele.

17) Bist du dick oder dünn?

Manco: Hm … normal?
Gonzalo: Was sollen diese Scheißfragen? Sollen die Leute halt hingucken.
Nelson: Schlank.

18 ) Gibt es irgend etwas Seltsames über dich zu erzählen?

Manco: Ich denke, nichts, was nicht schon zur Sprache gekommen wäre.
Gonzalo: Überleg es dir. Jetzt ist die letzte Chance, alles zu erwähnen, was mit Lamas zu tun hat.
Manco: Ich fürchte, du trinkst zu viel.
Gonzalo: Möglich. Aber das ist nicht seltsam.
Manco: Und, was gibt es stattdessen?
Gonzalo: Nichts. Rein gar nichts, verstanden? Nächste Frage!
Nelson: Es gäbe genug zu erzählen. Allerdings … die meisten leben dafür nicht lange genug.
Manco: (rückt seinen Stuhl möglichst unauffällig ein Stück nach hinten)
Gonzalo: Das hab ich gesehen. Feigling.
Manco: So ein Blödsinn!
Gonzalo: Solltest du das nicht erwähnen? Ich meine, ist doch seltsam, dass du so ein Hosenschisser bist, oder?
Manco: Ich bin kein Hosenschisser! Ich finde es nur auf Dauer anstrengend, einen Raum nur mit unbehaglichen Leuten zu teilen!
Gonzalo: Nun, wir sind halt keine Hologramme.
Nelson: (steht gelassen auf, die Daumen in den Hosenbund gehakt, und lächelt Manco zu) Soll ich dein seltsames Unbehagen konkretisieren, Sweetheart?
Gonzalo: (springt auf, Hand auf dem Pistolengriff) Nelson, lass es!
Nelson: (lauernd) Wieso? Es ist doch nur ein stinkender Inka, sagst du das nicht immer?
Manco: (setzt schon zu einer empörten Erwiderung an und bricht ab, als Nelson ihn wieder mustert)
Nelson: Ah, ich verstehe. Es ist dein stinkender Inka. (Lacht leise und setzt sich wieder.)
Manco: Ich kann übrigens sehr gut auf mich selbst —
Gonzalo: (setzt sich auch wieder und tut ganz unbeteiligt) Ja, sicher. Nächste Frage!

19) Lieblingsfilm? Lieblingsgeschichte?

Manco: Wir haben daheim Hologrammprojektionen, in denen die Reise des ersten Sonnenfliegers nachgestellt wird. Das mag ich.
Gonzalo: Albernes Kramen in der Vergangenheit. Ich halte nichts von Geschichten, was soll der Mist?
Manco: Aber irgendwelche Geschichten müsst ihr euch doch auch erzählen?
Gonzalo: Jaaa, und? Trotzdem ist das Zeitverschwendung. Oh, es gibt natürlich die Geschichte, wie wir das alte Inkareich plattgemacht haben. Das ist in der Tat eine sehr schöne Geschichte. Könnte sich gern mal wiederholen.
Nelson: Ich sehe das wie der Iberer: Geschichten sind Zeitverschwendung. Es sei denn, ich erzähle sie selbst. Und ich bin ein guter Erzähler. Gnadenlos.

20) Träume?

Manco: Ich möchte eines Tages gern Qori Qori finden — das Goldreich, das andere Völker Eldorado nennen …
Gonzalo: (lacht spöttisch) Träum weiter …
Manco: Immerhin habe ich Träume.
Gonzalo: Sicher? Sind vielleicht ja nur deine Hologramme, die da träumen. Ansonsten, ich versteh die Frage nicht. Wen kümmern schon Träume? Zeitverschwendung.
Manco: Wenn du keine Träume hast, was treibt dich dann an?
Gonzalo: Was soll denn das jetzt?
Manco: Das würde ich wirklich gern wissen.
Gonzalo: Hör mal, ich bin nicht hier, um irgendwelche albernen Fragen … verdammt.
Manco: Nun?
Gonzalo: (langsam) Träume sind genau für eine Nacht gut. Dann verschwinden sie in der Versenkung — und da gehören sie auch hin. Wenn ich mich von Träumen treiben lassen würde, wäre ich schon lange vom Kurs abgekommen.
Manco: Ach, aber der Alkohol —?
Gonzalo: Den lässt du aus dem Spiel. Das ist ganz allein meine Sache.
Nelson: Träume? Oh, gewiss. Aber glaubt mir, dass ihr es nicht genauer wissen wollt.
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Alaun

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #157 am: 24. September 2013, 16:58:38 »
Ich heule gerade vor Lachen. :rofl: Ehrlich, ich kanns kaum noch erwarten, diesen Schlagabtausch im NaNo zu erleben. Und das mit den Hologrammen *gröhl*. Ja. Ich hab da auch manchmal Probleme mit etwas zu intensiven
Hologrammen. Vielleicht wäre eine Selbsthilfegruppe angebracht. Tja, und Nelson finde ich auch ziemlich -ungewöhnlich. ;D

Offline Nycra

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #158 am: 24. September 2013, 17:03:20 »
 :rofl: :rofl: :rofl: Lila ist vulgär! Jawoll!
Aber am besten hat mir das gefallen:
Zitat
Gonzalo: (rollt mit den Augen) Du kannst es in gestapelte Lamaschwänze umrechnen.

Sprotte

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #159 am: 24. September 2013, 17:28:13 »
Herrlich!
Nelson ist ... BÄH!

Offline Aryana

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #160 am: 24. September 2013, 17:30:17 »
Ich schmeiß mich weg!
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Offline Malinche

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #161 am: 24. September 2013, 17:35:51 »
Schön, dass es auch beim Lesen und nicht nur beim Schreiben Freude macht. Spätestens jetzt weiß ich zweifelsfrei, die beiden sind mein Dreamteam für den NaNo. ;D

:rofl: :rofl: :rofl: Lila ist vulgär! Jawoll!

Das war nicht geplant, dass er das sagt!  :rofl: Aber offenbar herrscht darüber auch in jenen Galaxien ein gewisser Konsens.
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Offline Shin

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #162 am: 24. September 2013, 17:36:03 »
Also irgendwie... gefällt mir Nelson richtig gut. :innocent:

Und ich mag die Anspielungen darauf, was sich zwischen Gonzalo und Manco anbahnt.  :rofl:
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Offline Malinche

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #163 am: 24. September 2013, 17:36:39 »
Und ich mag die Anspielungen darauf, was sich zwischen Gonzalo und Manco anbahnt.  :rofl:
Ein Lama? :innocent:
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Offline Shin

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Re: Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Charakter-Interview
« Antwort #164 am: 24. September 2013, 17:37:34 »
*grins* Könnte man so ausdrücken, ja.  ;)
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