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Autor Thema: Lest ihr eure Bücher?  (Gelesen 1162 mal)

Offline FeeamPC

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Re: Lest ihr eure Bücher?
« Antwort #30 am: 28. Mai 2020, 09:25:22 »
Ist mir egal. ob veröffentlicht oder nicht. Ich lese meine eigenen Texte in jedem Fall. Sie veröffentlicht zu haben ist nur das Bonbon oben drauf.
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Offline Nikki

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Re: Lest ihr eure Bücher?
« Antwort #31 am: 28. Mai 2020, 10:37:14 »
@Drachenfeder

Ich habe explizit nach veröffentlichten Büchern gefragt, weil es mir um den Aspekt der Endgültigkeit geht und wie man selbst (als Individuum, das sich weiterentwickelt) damit umgeht. Mit ein paar Klicks kann man schnell dieses oder jenes an einem Manuskript verändern, an einem gedruckten Buch eher weniger, auch bei einem eBook schaut es etwas schwieriger aus (da mit dem Zeitpunkt der Veröffentlichung ein Zugeständnis an Leser*innen gemacht wird, eine ständig überarbeitete Version eines eBooks stelle ich mir nicht befriedigend für die etwaige Leser*innenschaft vor, die doch etwas Endgültiges in der Hand haben will).

Es geht mir nicht darum, wie Manuskripte nach längerer Zeit auf euch wirken, denn da ist die nächste Überarbeitung nicht weit, sondern um das fertige Buch, das ihr in die Welt hinaus gelassen habt und es nun mal die eine Version von sich ist, für die ihr euch (plus Verlag etc.) entschieden habt, obwohl theoretisch 100 andere ebenso möglich gewesen wären.

Offline Araluen

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Re: Lest ihr eure Bücher?
« Antwort #32 am: 28. Mai 2020, 10:46:48 »
Bisher habe ich zwei Kurzgeschichten veröffentlicht und sie kein einziges Mal mehr gelesen seit dem so ist. Gut die erste noch einmal, aber auch nur, weil ich sie bei einer Lesung vorgelesen habe ;) und da hätte ich gern einen Rotstift zücken mögen. Eine dritte Kurzgeschichte, die ich eingereicht hatte, aber nicht genommen wurde, habe ich dafür schon des öfteren noch einmal vorgeholt, vor allem aber auch, weil sich daran noch ein Romanprojekt anschließt, dass ich irgendwann mal fertig schreiben will.
Also ich glaube, ich bin eher der Typ, der sein Vögelchen fliegen lässt, wenn es veröffentlicht wird.

Offline Linda

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Re: Lest ihr eure Bücher?
« Antwort #33 am: 30. Juli 2020, 14:10:15 »
Ja, ich lese meine veröffentlichten Texte (Romane/Stories und alles dazwischen) immer mal wieder, obwohl ich die Manuskriptfassungen bzw Druckfahnen bei der Entstehung über ein halbes Dutzend mal komplett durcharbeite.
  Zwecks Auffrischung für die Fortsetzung oder zur Vermeidung von Wiederholungen, wenn ich noch mal genau nachlesen möchte, ob ich Begriff/Redewendung xx nicht schon in dem Zusammenhang gebracht habe, oder wie ich diesen Faustkampf aufgezogen habe etc.
Oder einfach mal so. Da einige meiner Thriller ja vertont wurden, komme ich auch in den Genuss einer professionell vorgelesenen Fassung. Und das ist einfach noch mal eine ganz andere Hausnummer. Ich wünschte, ich könnte das vor der letzten Überarbeitung noch haben :-)
“We like to think we live in daylight, but half the world is always dark, and fantasy, like poetry, speaks the language of the night.”

― Ursula K. Le Guin

Offline Dirk

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Re: Lest ihr eure Bücher?
« Antwort #34 am: 31. Juli 2020, 12:26:34 »
Also mit bislang nur einem Buch kann ich da nicht auf soooo viel Erfahrung zurueckgreifen. Ich halte es da wie mit den Texten, die ich frueher als Redakteur so von mir gegeben habe: Was veroeffentlicht ist, wird nicht mehr gelesen!

Korrektur lese ich durchaus und ich habe mir sogar zwei Mal Probedrucke gemacht. Einfach, weil ich auf Papier besser Korrektur lesen kann. Und beide Male natuerlich auch prompt wieder Stellen gefunden, welche ich nochmal neu schreiben wollte. Dann aber gluecklicherweise an den alten Grundsatz erinnert. Sonst wuerde ich naemlich heute noch am Text basteln.

Lustig ist, dass ich jetzt aber in der Tat das Buch nochmal neu lesen muss. Und zwar die Uebersetzung, die ich gerade machen lasse. Es gibt da ein maechtiges Tier mit dem Spitznamen "Blondi". Gefuehlt fuer mich weiblich. Haben auch meine (deutschen) Testleserinnen so eingeordnet. Es ist aber am Anfang mit "klassisch maennlichen" Eigenschaften beschrieben. Prompt hat die Uebersetzerin aus Blondi ein Maennchen gemacht, bis sie in der zweiten Haelfte des Buches merkte, dass ES eine SIE ist. War jetzt definitiv ein Learning fuer mich, beim naechsten Mal die Figuren nicht erst so spaet im Text bezueglich des biologischen Geschlechts eindeutig zuzuordnen. Waere mir beim Lesen des Originals aber vermutlich auch nicht aufgefallen. Insofern bleib ich bei meiner alten Regel ;-)

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