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Autor Thema: Software zur Überarbeitung  (Gelesen 573 mal)

Offline Maja

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Re: Software zur Überarbeitung
« Antwort #15 am: 15. Januar 2020, 16:18:48 »
Ich überarbeite zweigleisig: Erst einmal in Patchwork, womit ich auch meine Bücher schreibe - da habe ich auch eine Duden-Rechtschreibkorrektur und Stilkontrolle, welche ich vor allem nutze, um meine persönlichen Stopwörter rauszufiltern. Danach exportiere ich mir alles nach Word, drucke mir das Ganze als Normseiten aus, überarbeite per Hand, pflege meine Änderungen ein und schicke das dann an den Lektor - spätestens im Lektorat geht es nicht mehr ohne MS Word, und auch wer mit Betalesern arbeitet, dem sei Word empfohlen. Die Möglichkeit, Änderungen nachzuverfolgen, Änderungsvorschläge anzunehmen, Kommentare an den Rand zu schreiben, finde ich bei keiner Software so komfortabel wie in Word.
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Robert Gernhardt

Offline Tom Arroway

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Re: Software zur Überarbeitung
« Antwort #16 am: 15. Januar 2020, 17:34:28 »
@Maja Hast du dich denn bewusst zwischen Patchwork und Papyrus für Patchwork entschieden? Weil die meisten ja offensichtlich eher zu Papyrus tendieren.

Ich glaube, plotten würde ich auch ein neues Mal wieder eher frei: Mit viel Papier und Freitext...

Mein Fokus liegt wie gesagt eher bei den Features für die Überarbeitung. Würdest du sagen, da hat Patchwork für dich trotzdem die Nase vorn?

Und ich stimme dir zu: Ganz sicher ist Word in einigen Dingen unschlagbar. Und die Änderungsverfolgung ist eine Sache davon. - Ich finde halt auch das allgemeine Handling irgendwie "schön"...
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Offline Eluin

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Re: Software zur Überarbeitung
« Antwort #17 am: 15. Januar 2020, 21:36:10 »
@Eluin Diesen Riesen-Thread hatte ich auch eben gesehen. Weiß gar nicht so recht, wo ich da anfangen soll. Aber ich klick mal rein...

Was genau meinst du mit "Schreibgruppe vor Ort". Hast du Leute, die du triffst, und ihr tauscht Texte aus?
Ich gehe in Köln ab und zu zu einem Autorenstammtisch. Ist aber ziemlich wechselhafte Belegung dort. Mit wenigen komme ich da bei einem Treffen mal so sehr ins Gespräch.
Genau das meine ich. Wir treffen uns vor Ort und besprechen unsere Texte. Teilweise sehr intensiv. Nicht jeder Stammtisch taugt dafür, meine Schreibgruppe musste sich auch erst dahin entwickeln. Bei uns läuft es so, dass jeder der möchte für x Minuten (Zeit schwankt, je nachdem, wie viele wir sind) einen Text vorliest und dann wird dieser auseinander genommen. Plottechnisch, stilistisch, ... was gerade nötig ist und was uns auffällt. Dabei haben wir Autoren unterschiedlicher Level dabei. Erfahren, weniger erfahren und auch sehr durchmischte Altersgruppen sowie Genres. - So eine Textwerkstatt kann ich dir sehr empfehlen, weil sie den eigenen Stil auch sehr stärken können und du wertvolle Tipps für die Überarbeitung bekommst. Wir sind wahrscheinlich zu weit weg für dich (ok, also wir - Wolfsburg / Braunschweig - haben auch Leute aus Berlin und Osnabrück ;D), aber in Köln, Düsseldorf oder im Ruhrgebiet könnte es derartiges durchaus geben (komme ursprünglich aus dem Ruhrgebiet).
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Offline Maja

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Re: Software zur Überarbeitung
« Antwort #18 am: 15. Januar 2020, 21:56:39 »
@Maja Hast du dich denn bewusst zwischen Patchwork und Papyrus für Patchwork entschieden? Weil die meisten ja offensichtlich eher zu Papyrus tendieren.
Ich hatte die Testversion von Papyrus und bin nicht damit warmgeworden. Zu dem Zeitpunkt habe ich mit Scrivener gearbeitet, und zu vieles von dem, was ich an Scrivener mochte, habe ich bei Papyrus nicht gefunden. Das heißt nicht, dass Papyrus das nicht kann, aber ich wollte mich nicht lange in etwas einarbeiten müssen, wenn ich eine andere Sache habe, die das auf Anhieb kann.

Patchwork ist von der Oberfläche sehr ähnlich wie Scrivener, arbeitet auch mit Szenen, die man hin und her schieben kann, für die ich den Bearbeitungsstand und Perspektivträger auf den ersten Blick in der Übersicht nachvollziehen kann, und bietet zusätzlich viele Funktionen, die Scrivener nicht hat, vor allem die deutlich bessere Unterstützung deutscher Sprache und Grammatik. Deswegen bin ich, von Scrivener kommend, sehr schnell intuitiv in Patchwork drin gewesen, und die Software kann so ziemlich alles, was ich mit je gewünscht habe.

Was Papyrus, nach allem, was ich gehört habe, etwas besser drauf hat, ist das Finden von Wortwiederholungen. Patchwork kann das auch, aber es stört mich, dass ich wählen muss zwischen "Stilkontrolle" und "Wortwiederholungen finden" und nicht beides gleichzeitig angezeigt bekommen kann, und manche der gefundenen "Wiederholungen" sind dann überhaupt keine - dass es mir die Personalronomen anstreicht, finde ich ein bisschen übertrieben. Aber ich mag es, dass ich - im Rahmen der Stilkontrolle - meine eigene Liste an Stopwörtern, Begriffe, von denen ich weiß, dass ich sie zu oft benutze, anlegen kann und dann selbst auswählen, welche Elemente der Stilkontrolle aktiv sein sollen und welche nicht. Knipse ich die alle, leuchtet mein Text wie ein Weihnachtsbaum, aber so kann ich meine Schwerpunkte für die Überarbeitung selbst setzen.
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Robert Gernhardt

Offline Tom Arroway

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Re: Software zur Überarbeitung
« Antwort #19 am: 16. Januar 2020, 11:12:15 »
@Eluin Das mit der Schreibgruppe hört sich traumhaft an. Aber ist bestimmt echt schwer zu finden und dann auch schwer, am Leben zu halten. Ich seh das ja allein schon bei meinen Schreibzeiten, wie unglaublich schwankend die sind. Wenn man mehrere solcher Leute unter einen Hut bringen will, ist das bestimmt schwer. - Aber ich werd mal die Augen aufhalten, ob ich sowas finde...

@Maja Danke für deine ausführliche Erklärung! Kann das absolut nachvollziehen. Klingt für mich aber so, als sollte ich als jemand, der noch nicht "gewöhnt" ist, eher mal versuchen, mich auf Papyrus einzulassen. Werde mir aber alle drei Programme nochmal angucken.
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Offline Eluin

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Re: Software zur Überarbeitung
« Antwort #20 am: 16. Januar 2020, 11:33:29 »
Also ich sag es mal so ... am Leben halten ist gar kein Problem. Ans Laufen bekommen war eher eins. Aber mittlerweile haben wir Platzprobleme. Sprich wir sind nicht mehr unter 14 Teilnehmern pro Treffen. Fixer Termin und Kerngruppe aufbauen, dann geht das. Und ja, Textkritik kann auch mit 24 Leuten funktionieren, wenn man diszipliniert genug ist. Klappt bei uns mittlerweile sehr gut. Wenn du möchtest kannst du auch gerne mal vorbeikommen und dir das bei uns ansehen, damit du eine Vorstellung davon bekommst, was vielleicht aufgebaut werden könnte.
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Offline Tom Arroway

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Re: Software zur Überarbeitung
« Antwort #21 am: 16. Januar 2020, 16:30:20 »
@Eluin Du sagtest Richtung Wolfsburg oder? Puh, da bin ich eher nicht mal so eben...
Aber die Idee der Gruppe gefällt mir sehr. Wäre doch eigentlich gelacht, wenn es hier nicht auch sowas geben würde, wo ich mich ranhängen kann. Ich werde da mal recherchieren. Echt gute Idee!
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Offline Evanesca Feuerblut

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Re: Software zur Überarbeitung
« Antwort #22 am: 16. Januar 2020, 18:00:18 »
Ich bin auch eher Team Patchwork, mit der Testversion von Papyrus wurde ich nicht warm.

Das Prinzip des szenenbasierten Schreibens habe ich vorher mit dem kostenlosen Tool yWriter ausprobiert (ich glaube, in der vierten Version noch, also schon etwas älter) und habe festgestellt, dass es mir grundsätzlich liegt.
Patchwork hat - in der Theorie - ein sehr komfortables Tool fürs Lektorat, das es auch erlauben dürfte, zwischen Word und Patchwork hin und her zu switchen. In der Praxis habe ich es bisher nicht ausprobiert.
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Offline Eluin

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Re: Software zur Überarbeitung
« Antwort #23 am: 16. Januar 2020, 19:51:23 »
@Tom Arroway und wenn es keine gibt und du eine aufbauen möchtest: Schreib mich an. Vielleicht kann ich dir Tipps geben :)
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Offline Theophilus

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Re: Software zur Ueberarbeitung
« Antwort #24 am: 21. Januar 2020, 00:00:49 »
Nachdem hier soviel ueber Patchwork gesagt worden ist, habe ich mir das Programm auf YouTube nochmal angesehen. Ich komme allerdings wie schon beim letzten Versuch, mich dem Programm zu naehern, zu dem Schluss, dass es mir zu ueberladen und daher fuer mich nichts ist.
Ich habe viel mit Papyrus gearbeitet, ein sehr umfaengliches Programm, dessen Stilanalyse recht gut ist, die man auch ganz individuell einstellen kann. Ich habe aber auch schon von verschiedener Seite gehoert, dass man Buecher, die gaenzlich mit Papyrus geschrieben und korrigiert wurden, als solche zu erkennen sind. So habe ich auch den Eindruck, dass eine starke Vereinheitlichungstendenz durchscheint, die kaum mehr einen persoenlichen Stil zulaesst. Aber wie gesagt, man kann es individuell einstellen.

Scrivener ist fuer mich das Programm, dass bis auf ein paar Kleinigkeiten alles so bietet, wie ich es haben moechte, und mich dabei nicht mit der Vielzahl der Einstellungsmoeglichkeiten erschlaegt.
Allerdings finde ich es schade, dass es (noch) keine Timeline/Zeitstrahl hat. Das wuerde ich mir wuenschen. Den gibt es zwar in Papyrus, allerdings bin ich damit nie warm geworden. Er macht einfach nicht das, was ich will.
Ein Denkbrett/Mindmap wird ja von LL mittels Scapple angeboten. Da waere es sicher schoen, wenn es wie bei Patchwork innerhalb von Scrivener bearbeitbar waere.
Besonders hervorzuheben ist fuer mich die Moeglichkeit, auch auf dem iPad mit Scrivener  schreiben zu koennen. Die Synchronisation wird ueber Dropbox angeboten. Ich habe aber eine Moeglichkeit gefunden, wie ich ein gesamtes Projekt, so wie ich es auf dem Rechner habe, in die Cloud schicken kann und auf dem iPad genauso weiterbearbeiten und dann wieder zurueckbeamen kann. Das kann Papyrus noch nicht, und ich weiß nicht, wann das mal realisiert werden wird. Es ist schon seit sehr langer Zeit angekuendigt.

So ist Scrivener fuer mich der Favorit unter den Schreibprogrammen.

P.S.: Hat jemand eine Ahnung, warum bei mir die Umlaute nicht richtig funktionieren? Frueher ging das reibungslos. Vielleicht hat ja jemand von Euch einen Tipp. Ich arbeite mit einem Mac.
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Offline Araluen

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Re: Software zur Überarbeitung
« Antwort #25 am: 21. Januar 2020, 07:11:43 »
@Tastatur: das klingt, als hättest du die Tastatur versehentlich aufs englische Layout umgestellt. Kommt ein y wenn du z drückst? Dann ist dem so ;)

Offline Theophilus

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Re: Software zur Überarbeitung
« Antwort #26 am: 21. Januar 2020, 09:11:06 »
Hallo Araluen,

das scheint es nicht zu sein, da bei z auch z erscheint. Das wäre auch zu schön gewesen,  :seufz: wenn es so einfach wäre. Ich habe es jetzt in einem anderen Forum getestet, in dem es auch eine Vorschau auf den geschriebenen Text gibt, dort entsteht das Problem nicht. Somit kann es nicht am Rechner oder am Browser liegen.  :hmmm: ??? Es scheint an der Kommunikation mit diesem Forum zu liegen. :(
Wildfee hat mir das auch gerade bestätigt.
Komisch ist nur, dass das Problem früher nicht aufgetreten ist.
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Offline Theophilus

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Re: Software zur Überarbeitung
« Antwort #27 am: 21. Januar 2020, 09:12:24 »
Schnelle Antwort hinterher: Es scheint nur ein Problem der Vorschau zu sein, in dem Posting tritt es nicht mehr auf.  :D
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