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Autor Thema: [Geschichte/Technologie] Stand der Ortungstechnik 1948-1950  (Gelesen 39 mal)

Offline Lorelei

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[Geschichte/Technologie] Stand der Ortungstechnik 1948-1950
« am: 10. November 2019, 22:17:05 »
Ich lande ständig bei Artikeln über GPS, aber mir geht es um folgendes Problem VOR benutzung von Satelliten zur Ortung von Leuten. Vielleicht benutze ich die falschen Schlagwörter. (Peilsender, Ortung, Wanze, tracking device etc.)
Setting: USA 1948-1950
Wie weit ist die Technik fortgeschritten, um Leute zu verfolgen/zu tracken. Ab wann gibt es die Sorte Wanzen, die man dann mit einem Ortungsgerät oder einem Horch-Fahrzeug verfolgen kann, also die Sorte elektronische Wanze, die man jemandem ins Gepäck schmuggelt oder ans Auto pappt, um den Ahnungslosen beschatten zu können?

Wäre cool, wenn mich wer in die richtige Richtung schubsen könnte. Danke im Voraus.

Offline Gizmo

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Re: [Geschichte/Technologie] Stand der Ortungstechnik 1948-1950
« Antwort #1 am: 10. November 2019, 22:46:27 »
Soweit ich weiß (nur auf die Schnelle, habe das jetzt nicht gründlich recherchiert), gab es zu dieser Zeit keine Möglichkeit, jemanden durch ein Gerät zu tracken. Es gab Radar und Funkpeilung, aber das funktioniert z.B. natürlich nicht, wenn jemand in einem Auto sitzt, das man verfolgen möchte. Da musste dann schon jemand hinterher fahren und die Zielperson beobachten, während via Telefone oder Funk Kontakt zur Basis gehalten wird.
Auch Abhörgeräte im Sinne von kompakten Wanzen, die man verstecken kann, gab es meines Wissens nach erst ab Mitte der 50er Jahre (von der CIA eingesetzt). Telefonleitungen wurden dagegen schon in den 30ern angezapft.

Wie gesagt, all das ohne Garantie. :)
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Offline Volker

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Re: [Geschichte/Technologie] Stand der Ortungstechnik 1948-1950
« Antwort #2 am: Gestern um 03:08:47 »
Das ist die Zeit VOR den Transistoren. Für Funktechnik sind dann Röhren angesagt - mit entsprechend großen [url http=https://de.wikipedia.org/wiki/Anodenbatterie]Anoden- und Heizbatterien[/url] (die brauchte man für die hohe Anodenspannung von rund hundert Volt). Damit sind Peilsender eher aktenkoffer- denn schuhkartongroß - und brauchen aufgrund der beschränkten Technik auffälligere Antennen (im Sinne von: Länge besser (deutlich) mehr als ein Meter). Also nichts, was man jemandem mal eben in die Jackentasche stecken könnte. Und die Montage an einem Auto ist dann auch eher eine echte, mehrminütige Montage, anstatt heute einfach nur eine magnetische Zigarettenschachtel untendrunter zu pappen.

Für den Empfänger gilt ähnliches - allerdings braucht der zum Anpeilen auffällige Richtantennen.  So als Ideen für den Aufwand, denn das Empfangsequipment war dann auch eher unkompakt - daher dann der entsprechende Transport in Autos:



Für den Nahbereich gab es tragbare Peilgerät auch schon in den späten 30ern (suche unter "Gürtelpeilgerät"). Aber generell eher transportierbar denn mobil (siehe auch https://aobauer.home.xs4all.nl/German%20Abwehr.pdf).

Peilsender in Etui- oder Zigarettenschachtelgröße gibt's erst so seit den späten 60ern, entsprechendes GPS-Gerät erst ab den 1990ern (dann noch in Zigarrenkistengröße), Handys mit GPS frühestens ab Mitte der 2000er.
Aber auch mit "nur" einer halben Zigarettenschachtel als Funkgerät kann man seit den 70ern/80ern auch ohne GPS immer noch schnell Sachen ode Leute finden. Das gibt es dann unter den Stichworten "Fuchsjagd" oder "ARDF" auch als Sport, siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Amateurfunkpeilen

Als Funkamateur helfe ich natürlich gerne bei allen weiteren funkrelevanten Fragen  ;D


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