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Autor Thema: Max Quellstein: Der Schritt aus dem Elfenbeinturm in die Autorenwelt  (Gelesen 331 mal)

Offline chaosqueen

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Und wieder haben wir Zuwachs im Forum - ich freue mich ja immer über männlichen Zuwachs, weil wir gut ein bisschen mehr Gleichgewicht gebrauchen können! Herzlich willkommen, Max Quellstein!

Leben: Mein Name ist André und ich werde Ende des Monats 38. Ich bin verheiratet und habe seit einem halben Jahr einen Sohn, der meine Schreibzeiten schwer reduziert hat, aber von der sich jede Minute gelohnt hat, sie zu verpassen. Sehen wir von den schlaflosen Nächten einmal ab. Ich arbeite derzeit in einer ganz normalen 40h Woche, als technischer Trainer. Das bedeutet so viel, dass ich Kunden in einer Konstruktionssoftware schule.
Einige meiner Hobbys liegen auch im Fantasy Bereich, sei es vom Pen&Paper Rollenspiel, bis hin zum Live-Rollenspiel. Des Weiteren tauche ich ganz gerne ins Meer ein, wenn nicht gerade in andere Fantasywelten und verweile gerne auf dem Bogenschießplatz. Da ich beruflich viel unterwegs bin, höre ich derzeit mehr Hörbücher, als dass ich Zeit zum Lesen finde, auch wenn ich dies ein wenig bedauer.
Mein Leben an sich ist mit vielen Höhen und Tiefen verlaufen, wie es viele andere auch erlebt haben. Mich hat dies zu einem Menschen geformt, der gerne anders ist und nicht nur den Weg mit Scheuklappen vor den Augen geradeaus rennt. Ein wenig verrückt sein, darf ein jeder und jeder darf sein Leben leben, wie er oder sie es mag. Wenn andere mir ab und an eine Narrenkappe aufsetzen wollen, so nehme ich diese gerne mit einem Lachen im Gesicht an, verbeuge mich und beweise ihnen, dass auch der Narr am Ende zu seinem Ziel gelangt. Ich hoffe, dies war nicht zu pathetisch für die Vorstellung.

Schreiben: Ich habe meinen ersten Roman geschrieben, als ich um die zwanzig Jahre alt war. Damals war ich schon im Rollenspielbereich unterwegs und habe viele Romane aus diesem Genre gelesen. Im Eifer der Jugend habe ich dann entschieden, dass ich dies auch kann und dies in die Tat umgesetzt. Als dann alles fertig war, habe ich mich an Verlage herangewagt und, wie sollte es anders sein, nur Absagen erhalten. Daraufhin habe ich mich anderen Dingen gewidmet und den Roman in die Schublade gelegt. Nein, damals war ich noch nicht sehr ausdauernd.
Vor etwas mehr als einem Jahr, sprach mich dann jemand aus meiner Vergangenheit an: Was ist eigentlich aus deinem Roman geworden und es fiel das magische Wort: Selfpublishing.
Kurzer Hand habe ich es aufgegriffen und umgesetzt. Aus heutiger Sicht, weiß ich, warum kein Verlag mein Manuskript wollte, denn es war nicht gut. Vielleicht ist mein heutiges Werk auch noch nicht perfekt (Wobei es das nie werden wird, da ich immer noch was finde), aber ich bin sehr stolz, dass ich es veröffentlicht habe. Ich habe mich für ein Pseudonym entschieden: Max Quellstein. Auch wenn es mir noch immer schwerfällt, mich damit zu identifizieren.
Seit der Veröffentlichung habe ich noch vier weitere Romane geschrieben, die allerdings noch alle in der Korrekturphase sind.
Ich habe für meine Romane eine eigene Welt erschaffen, die im klassischen Fantasybereich einzugliedern ist: Es geht um Helden, Menschen, Elfen, Zwerge, Drachen und natürlich Magie. Wenn ich schreibe, dann sehr oft in die Leere, ohne die Handlung von vornerein durchzuplanen. Der Rest entsteht dann während des Schreibens.

Grund: Warum ihr, warum ich... Der Teil, der wohl am schwersten ist. Ich halte nicht viel davon mich, als den besten, tollsten, klügsten und unverzichtbarsten Menschen der Welt anzukündigen, denn das wäre nicht ich und wahrscheinlich wäre es auch nicht wahr. Wenn andere dies über mich denken, dann nehme ich das gerne an, aber ...
Ich möchte mich nicht schon im Vorfeld verstellen, nur um eine Aufnahme bei euch zu erreichen. Fangen wir also mal ganz einfach an: Ich bin auf euch gestoßen, weil ich bei Google: Treffen für Fantasy Autoren eingegeben habe und mir dann das, was ich bei euch gelesen habe sehr gefallen hat. Ein Forum, wo nicht: Du bist schlecht, weil es heute regnet, oder: Du bist doof, weil deine Nase zu groß ... usw. der Tagestonfall ist. Das ist ein Grund für mich, mich aus anderen Foren herauszuhalten.
Nein, ich möchte Mitglied bei euch werden, weil ich unteranderem endlich wissen will, was andere Autoren machen, um ihre Texte zu schreiben, zu korrigieren, zu verfeinern, zu überarbeiten ... Und vor allem, was ich machen kann, um besser zu werden. Ich suche Kontakte zu Gleichgesinnten, die auch manchmal das Gefühl haben, es geht nicht weiter oder es klingt alles nach Hexenwerk. Vielleicht werde ich anfangs noch nicht viel beitragen können oder aber doch, weil ich mir genau diese Fragen auch stelle. Wie ihr seht, bin ich nicht jener, der die Sterne vom Himmel holt, aber es gibt durch aus eine Welt, in der ich mir vorstellen kann, dass dies mit Magie möglich wäre...


Zitat: Sein Kamerad stand vom Boden auf und sah zu Xzar und Angrolosch. Er huschte hinter den viel zu kleinen Felsen und duckte sich. Das half allerdings auch nicht, um ihn zu verbergen. Dann machte er einen Sprung und ging hinter einem Farnbusch in Deckung. Dieses Versteck war um einiges besser. Zumindest dann, wenn der Busch nicht gewackelt hätte wie Espenlaub und ein helles, aufgeregtes Kichern ertönt wäre. Als Nächstes schob sich eine spitze Nase aus dem Busch über den Boden, den rundlichen Hintern hoch in die Luft gereckt. Das Wesen schlich wie ein Hund, der einer Fährte folgte, auf Angrolosch zu. Kurz vor ihm streckte er einen Arm aus und klopfte mit einem Finger auf die schweren Eisenplatten der Zwergenrüstung. Erfreut, vor Entzückung jauchzend stand das Wesen auf. »Hart wie`n Stein! Die sin` in deine Fall gegang`n!«
»Sag mal, seid ihr beide irgendwie ... verrückt?«, poltere Angrolosch los.

Offline Gilwen

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Hi André,

herzlich willkommen bei uns im Tintenzirkel! Ich muss sagen, deine Vorstellung klingt wirklich sympathisch, ich habe viele Dinge wiedergefunden, die ich auch gern mag. Vor allem, was du über das Leben und den Umgang mit anderen schreibst, das seh ich ganz genauso: Leben und leben lassen :)

Klassische Fantasy mag ich sehr und ich finde, es gibt im Moment grade viel zu wenig davon. Und du hast Zwerge! Dicker Pluspunkt! :wolke:
Fünf Romane hast du bereits geschrieben? Hängen die alle zusammen?
Angrolosch in deinem Schnipsel ist vermutlich ein Zwerg, aber was sind denn die anderen beiden?

Ich glaube, bei uns wirst du finden, was du suchst. Ich zumindest fühle mich sehr wohl hier. Also: Komm rein, schau dich in Ruhe um, und wenn du eine Frage hast, frag! ;D
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Offline Max Quellstein

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Hallo,

und danke für das Willkommen.

Ja, es sind fünf Romane von denen drei bisher zusammen gehören, sprich die gleichen Hauptcharaktere haben. Zwar versuche ich alle Romane in eine eigene und abgeschlossene Handlung zu packen, aber es gibt eine übergreifende Thematik, die alle Bände zusammenführt. Am Ende sollen es vier bis sechs Teile sein. Allerdings hadere ich gerade mit dem Umfang von Teil 4.

Die anderen beiden Romane sind eigene und unabhängige Storys. Allerdings noch in der "Erstmal-nur-runtergeschrieben"-Fassung.

Die Charaktere in dem Schnipsel setzen sich zusammen aus Xzar-> Hauptcharakter, menschlich und das als " das Wesen" bezeichnete ist in diesem Fall ein "Bold" namens "Keks". Es sind wie zu vermuten koboldartige Wesen und ich habe diese Szene gewählt, da sie mich im Kompletten selbst immer noch mehr als zum Schmunzeln bringt. Sie gehört in den dritten Teil, der oben erwähnten Reihe.

So viel erst einmal dazu ;)

Grüße André

Offline Regentänzerin

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Hallo lieber André!
Auch von mir noch einmal ein herzliches Willkommen im Forum. Schön, dass du da bist  :winke:

Klar,  dass dein Sohn dich erstmal sehr im Schreiben einschränkt, aber das wird sich bestimmt auch noch legen und eher eine inspirative Bereicherung sein - Kinder sind ja meist sehr kreativ und vielleicht wird er dich noch auf die ein oder andere Idee bringen.

Ich muss glaube ich gleich erstmal dein Pseudonym googlen, um etwas über deinen veröffentlichten Roman herauszufinden. Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du dich hier toll einlebst und wünsche dir ein gutes Ankommen und dass du hier die Unterstützung findest, die du dir vorstellst  :)
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Offline Ahneun

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Hallo lieber André! ~
Ich muss glaube ich gleich erstmal dein Pseudonym googlen,

Ha, ich hab's auch getan.  ;D - Nicht schlecht, Deine Homepage. Was, ich meine damit meine gerade getätigte Aussage, mit einem Kompliment gleichzusetzen ist.

Aber, ich bin unhöflich.  :no:
Als Erstes ein herzliches Willkommen im Tintenzirkel.
Ich habe auch gleich "Tante Google" bemüht als ich den Beitrag von @Regentänzerin las. So erfuhr ich zum Beispiel, dass ich im letzten Jahr in Deinem Geburtskreis weilte und sehr inspiriert zurück kehrte.

Eine weitere männliche Unterstützung hier im Tintenzirkel. Das ist nichts Besonders das man es erwähnen müsste. Dennoch muss man(n) leider feststellen, dass es hier mehr weibliche, als männliche Schreiberlinge gibt. Aber, das ist ein generelles Phänomen. Wenn es um das Schreiben geht, bist Du hier im Tintenzirkel auf jeden Fall in guten -, um nicht zu sagen, in den besten Händen.

Also dann, komm rein und sieh Dich um.
Man liest sich, man schreibt sich, sagt man.
Schön das Du hergefunden hast.
Manchmal, wenn ich Ruhe brauche,                 
setze ich mich in meine Bonbonniere
und ein Gummibärchen hält mir die Hand.  :knuddel:

Offline Max Quellstein

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Vielen Dank für das Willkommen,

Zitat
Ha, ich hab's auch getan.  ;D - Nicht schlecht, Deine Homepage. Was, ich meine damit meine gerade getätigte Aussage, mit einem Kompliment gleichzusetzen ist.
Das nehme ich doch gerne an. Die HP ist sicherlich noch zu verbessern, aber dafür dass ich da mit 0 Ahnung rangegangen bin, bin ich recht stolz auf mich :)

Zitat
dass ich im letzten Jahr in Deinem Geburtskreis weilte

Wo genau hat es dich denn hinverschlagen? Das Rheinland hat ja so einige sehr schöne Flecken zu bieten.

Offline Ahneun

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Vielen Dank für das Willkommen, ~
Wo genau hat es dich denn hinverschlagen? Das Rheinland hat ja so einige sehr schöne Flecken zu bieten.

Oh, ich war in Friesenhagen. Das ist in der Nähe von Siegen und Olpe. Und ich war dann noch in Wissen an der Sieg. Es hat mir dort richtig gut gefallen. Ein schönes Fleckchen Erde.
Manchmal, wenn ich Ruhe brauche,                 
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und ein Gummibärchen hält mir die Hand.  :knuddel:

Offline Max Quellstein

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Ok, das ist dann noch etwa eine Stunde von uns weg. Ich bin mehr aus der Bonner Region ;)

Aber den Kreis um Olpe kenne ich auch von der Landschaft her. Ein Standort unserer Firma ist dort und ich war einige Monate im Hotel vor Ort, da gabs viel Zeit für Spaziergänge ;)

Offline Holger

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Ein etwas verspätetes Hallo und herzlich willkommen auch von mir, Max!

Zwar war ich die letzten Wochen etwas untergetaucht, weil irgendwie beruflich und privat alles zusammenkam und Zeit einforderte. Aber im Moment bin ich ein wenig am Nachlesen und wollte auf deine Vorstellung noch reagieren, denn in vielem davon konnte ich mich auch selbst wiederfinden. Angefangen vom P&P und LARPen (auch wenn ich schon leider sehr lange nicht mehr geLARPt habe) bis hin zum Kopfschütteln über ältere Dinge, die man mal geschrieben hat, und vor allen Dingen: den die Narrenkappe. Dieser Teil kam mir überaus vertraut vor.

Ich hoffe, du hast es dir hier schon gemütlich gemacht. Und keine Sorge: Auf mich wirkt Schreiben auch häufig genug als Hexenwerk. Einerseits empfinde ich es immer wieder als schön, aber anstrengend - und wenn ich mir andere Schreiber und deren Werke anschaue, dann denke ich mir oftmals: "Da kommst du nie hin." Gerade wenn ich bei manchen Serien diverse Dialoge sehe, bin ich einerseits beeindruckt und schwärme davon und andererseits frustriert es auch, weil ich mir nicht vorstellen könnte, es so hinzubekommen. Auch wenn ich mich umsehe, wie viele andere Schreiber einen wirklich stressigen Alltag meistern und trotzdem noch so viel schreiben und produzieren können - und ich verzweifele schon manchmal an mancher Anthologie-Deadline.

Aber: Ich glaube, solange man nicht mit einem wirklich großen Selbstbewusstsein gesegnet ist, schüchtern die Schreibfähigkeiten von Mitautoren immer ein. So geht es mir jedenfalls all zu häufig. Lass dich da also nicht auch einschüchtern, wenn es dir ebenso geht. Jeder kocht dann letzten Endes eben doch nur mit Wasser. Und hier im Tintenzirkel sind so viele hilfsbereite und nette Mitschreiber, dass man ganz schnell sieht: "Nein, es ist kein Hexenwerk und es geht noch Anderen so wie mir."

Das wollte ich nur noch schreiben, als ich deine Bewerbung etwas spät gelesen habe, denn ich hatte den Eindruck, dass dir ähnliche Gedanken und Sorgen bei diesen Dingen durch den Kopf gehen könnten. ;) Ich freue mich jedenfalls schon darauf, mehr von dir zu lesen.
"I love fantasy. I love horror. I love musicals. Whatever doesn't really happen in life is what I'm interested in. As a way of commenting on everything that does happen in life, because ultimately the only thing I'm really interested in is people." (Joss Whedon)

Offline Max Quellstein

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Vielen Dank Holger,

ja, das mit den Dialogen kommt mir schwer bekannt vor. Ich denke auch nicht selten: "Wie bekommen die das hin?" Bei mir hatte ich oft das Gefühl, meine Charaktere lesen ab, was sie sagen. Wobei ich mittlerweile glaube, dass es besser wird. Die Erfahrung macht es dann aus. Man liest seine Texte uns "spürt" dann irgendwann ob es künstlich klingt, oder ob da wirklich ein individueller Charakter hinter steht. Aber von Meisterwerken bin ich auch noch weit weg, wobei mich das nicht stört. Ein Schritt nach dem anderen :)

Offline Holger

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Re: Max Quellstein: Der Schritt aus dem Elfenbeinturm in die Autorenwelt
« Antwort #10 am: 22. Juni 2019, 16:06:05 »
Das mit dem "hölzern klingen" kenne ich. Gerade, wenn ich einen Text wieder und wieder Korrektur lese, bevor ich ihn beispielsweise für eine Ausschreibung einsende oder so, habe ich irgendwann das Gefühl, dass es einfach zu sehr holpert. Dabei liegt es glaube ich/hoffe ich oftmals einfach daran, dass man den Text irgendwann zu häufig gelesen hat und zu gut kennt. Das ist dann, als ob man das Wort "Stuhl" zu häufig sagt und dann irgendwann anfängt darüber nachzudenken, warum es überhaupt "Stuhl" heißt und plötzlich fragt man sich, was das für ein komisches Wort ist.

Aber ich bin der festen Überzeugung: Vielen, wenn nicht sogar den meisten, Schreibern geht es auch so. Nicht umsonst hat ja sogar schon Hemingway gesagt: "The first draft of anything is shit." Man muss sich nur immer vor Augen halten: Ja, vielleicht ist der erste Entwurf immer Mist. Aber jede Überarbeitung danach macht ihn besser. Vielleicht sind es nur kleine Schritte, aber irgendwann hat man selbst mit kleinen Schritten einen Kilometer hinter sich gebracht. :)
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Offline Max Quellstein

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Re: Max Quellstein: Der Schritt aus dem Elfenbeinturm in die Autorenwelt
« Antwort #11 am: 22. Juni 2019, 16:16:07 »
Ja, ich habe das in meinem dritten Roman gemerkt. Das ganze erste Kapitel klang für mich so "Zitter, was ist das für ein Mist?" Als dann meine ersten beiden Korrekturhilfen durch waren und sagten: "Das Dritte ist das beste bis jetzt! Fängt schon super an!" habe ich mich selbst überdacht ;)

Ich glaube an dem Punkt hast du recht, man liest sich selbst irgendwann blind ... wenn man es so bezeichnen will. Meinen ersten Roman habe ich vor Kurzem nochmal gelesen und die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen ... Mir sind so viele Fehler aufgefallen. Aber letzten Endes war es Lehrgeld. Den zweiten wollte ich Ende Mai veröffentlicht haben, doch jetzt lasse ich mir mehr Zeit und mache mit diesem Roman eine Pause, vor der letzten Korrektur. Vielleicht entblinde ich mich damit ein wenig ;)

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