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Autor Thema: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit  (Gelesen 5725 mal)

Offline Churke

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #15 am: 22. März 2019, 17:06:00 »
Das ist kein Problem, sondern versuchte Volksverdummung.
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Offline Feuertraum

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #16 am: 22. März 2019, 18:00:51 »

Das ist ja noch so ein Problem: Die CDU/CSU sind gegen Uploadfilter, aber für Regelungen, die nur mittels Uploadfilter umgesetzt werden könnten. Ich habe heute Morgen ein Interview mit Axel Voss gesehen, in dem er erklärt, die technische Umsetzung wäre ja nicht Sache der Gesetzgeber.

Richtig, wäre sie auch nicht.
Das Problem ist eben, dass in der Politik Gesetze beschlossen werden, ohne das man die Zeit oder das notwendige Fachwissen dazu hat um sich auszumalen, welche Auswirkungen es auf "den kleinen Mann" hat (wohl aber, welche positive Wirkung es auf Großkonzerne hat).
Und mal ganz ehrlich: Angenommen - nur mal so als Beispiel - es würden in Deutschland nun doch Uploadfilter zur Pflicht werden und die Gesetzgeber würden dem Bürger einen anbieten, den sie in Auftrag gegeben hätten: Wer würde den nutzen wollen? Ich wage mal zu behaupten, dass da sogar Google und Facebook im Sinne des Datensammelns ganz kleine Fische wären ...

Edit: Eine interessante Kolumne von Sascha Lobo zu diesem Thema

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/eu-urheberrecht-lasst-uns-nicht-auf-diese-fake-reform-hereinfallen-kolumne-a-1258790.html
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Offline Sunflower

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #17 am: 23. März 2019, 17:16:13 »
Ich komme gerade von einer Artikel-13-Demo, wobei ich auch einige Probleme mit Artikel 11 und 12 habe. Die Demo war wirklich klasse - fast ausschließlich junge Leute, und viele von denen sahen nicht so aus, als ob sie oft auf Demos gehen würden. Allerdings waren auch viele von Fridays for Future da, soweit ich das abschätzen kann. Neben allem anderen stört mich an der Reform einfach wahnsinnig, dass der Typ, der dafür verantwortlich ist, offensichtlich keine Ahnung vom Internet hat. Auch wenn das Interview mit Axel Voss schon ein paar Tage durch die sozialen Netzwerke läuft, hier noch einmal der Link. Man kann ja unterschiedliche Meinungen haben, man kann auch eine Reform erarbeiten, die gut für Verwerter und eben nicht gut für die Urheber ist, aber man sollte doch wenigstens einen Hauch Kompetenz dafür haben, oder nicht?  :wums:
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Offline Feuertraum

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #18 am: 24. März 2019, 10:12:58 »
Hurra, Artikel 13 wird es wohl nicht mehr geben  :D Der soll in Zukunft Artikel 17 heißen ...  :wums: Uploadfilter. Die SPD will, das Artikel 13  gestrichen wird

Komisch. Warum bloß? Könnte das vielleicht daran liegen, dass in 2 Monaten Europawahlen sind?  :hmmm:

Und noch ein Edit: Nun behauptet die CDU und CSU allen Ernstes, dass die Demonstranten gekauft worden sind und jeder von ihnen 450 € Demogeld bekommt.

Hier das Video dazu Mitsamt den Twitternachrichten der CDU/CSU.
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Offline Feuertraum

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #19 am: 25. März 2019, 21:06:34 »
Entschuldigung für den Doppelpost, aber so wie es ausschaut wird die Demokratie wieder mit Füßen getreten und die Demonstranten ignoriert oder bekämpft.
Laut Julia Reda Twitternachricht soll Guy Verhofstedt sich geweigert haben, über #copyright in der ALDE-Group zu diskutieren. Er empfiehlt, auf jeden Fall FÜR Artikel 11 und 13 zu stimmen.

Der Twittertext zu finden hier: https://twitter.com/Senficon/status/1110215458312122369?s=19
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Offline Ahneun

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #20 am: 26. März 2019, 04:53:57 »
Hmm,  :hmmm:

Herrn RA Christian Solmecke verfolge ich schon seit Langem.
Seine Argumentationen und Erklärungen zur Sache finde ich glaubwürdiger als die von allen Anderen. So stellt er auch die Aussage des Herrn Caspary (CDU/CSU) in's rechte Licht der nachweislich der Lüge bezeichnet wird.
Die Glaubwürdigkeit der B-Zeitung wurde in dem Beitrag auch nocheinmal in Frage gestellt als es darum ging auf einem Bild, wo ein Demonstrant ziemlich klar das Verlagshaus der B-Zeitung mit einem Plakat kritisierte, in der aktuellen Tagesausgabe plötzlich nicht mehr zu sehen war.

Eine Zensur, so wie es hier auch schon geschrieben wurde, stellt der Artikel 13 nicht dar, da eine Zensur im eigentlichen Sinne nur über staatliche Stellen erfolgen kann.

Das Hauptproblem ist der Artikel 13, Abs.4b, hier geht es um einen Uploadfilter der die "Rechteinhaber" schützt, oder besser schützen soll.

Wobei wir schon seit jeher einen Filter im eigentlichen Sinne im Computer nutzen, schon allein wenn man eingibt, "ich will nur deutsche Beiträge lesen" - ist das bereits ein Filter. Aber was ist mit Fotos zum Beispiel. Die sind international. Sie wurden von Fotografen online gestellt. Wenn so ein Bild mehrfach kopiert wurde, müsste hier so ein "Uploadfilter" die Kopie erkennen und den "Rechteinhaber" informieren.
- Ein Rechteinhaber sind wir, wenn wir zum Beispiel Unser Buchcover posten.

Wenn Textstellen unerlaubt kopiert und verwendet wurden, sollte solch ein "Uploadfilter" das erkennen und entweder diese Textstelle sperren oder melden. Dazu muss dieser "Uploadfilter" aber in der der Lage sein, die Rechtmäßigkeit, bzw. Unrechtmäßigkeit witziger Weise zu erkennen.
Stellt Euch mal vor Ihr dreht ein Video zu Eurem Buch, im Hintergrund habt Ihr eine Begleitmusik laufen die urheberrechtlich geschützt ist. Auch hier müsste beim hochladen ins Internet der "Uploadfilter" die Musik erkennen und letztendlich entscheiden, ob diese Musik Rechte von Rechteinhabern verletzt oder nicht.
Nun müsste dieser "Uploadfilter" aber wissen was legale- und was illegale Dateien sind um aktiv zu werden. Es gibt noch verrücktere Ungereimtheiten diesbezüglich. Ein letztes Beispiel; die Musik von Bach. Hier hat "S..y-Musik" die Rechte auf das gesamte Musikwerk welches von einem Orchester gespielt wird. Wenn ich selbst mit dem Klavier ein Musikstück des Herrn Bach zu Gehör bringe, und, ich lade es in's Internet hoch, so muss dieser "Uploadfilter" erkennen, dass ich hier künstlerisch meine Version des Musikstückes dargeboten habe und nicht die, wo "S..y-Musik" die Rechte inne hat. *keine Angst, ich kann nicht Klavier spielen*

1. Schwächung des Urheberrechts und der Meinungsfreiheit: Bisher kann ich meine Sachen problemlos hochladen. Zukünftig könnten fehlerhafte Uploadfilter mir das untersagen, obwohl kein Verstoß vorliegt.

Drei Jahre lang mögen Internetseiten davon befreit sein, aber wie lange gibt es z.B. Tintenzirkel denn schon. Das Gesetz ist für mich ein Alptraum.

Ja Lino, nicht ganz. Der hier besprochene Artikel 13, des EU-Urheberrechts, sollte in seiner Eigenschaft die Rechte der Urheber stärken. Soweit, so gut. Das aber hier ein absoluter Murks herausgekommen ist, ist eigentlich schon eher peinlich. Ob man das irgendwie hin bekommt, das weiß zur Zeit Niemand. Es wird auf die Wahlen verwiesen und man soll sein Kreuz an der richtige Stelle machen.
Was nach der Wahl sein wird, ... tchja, die Erfahrung aus den vergangenen Wahlen lässt mich da nichts Gutes erahnen.

Unseren Tintenzirkel sehe ich ich im Zusammenhang mit der EU-Urheberrechtsreform nicht gefährdet. Na ja, also jetzt zur Zeit.  :hmhm?:
   Manchmal, wenn ich Ruhe brauche,                 
setze ich mich in meine Bonbonniere
und ein Gummibärchen hält mir die Hand.  :knuddel: 
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ist ein Stück Kohle
das Ausdauer hatte.

Offline Feuertraum

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #21 am: 26. März 2019, 10:42:36 »
Eine Zensur, so wie es hier auch schon geschrieben wurde, stellt der Artikel 13 nicht dar, da eine Zensur im eigentlichen Sinne nur über staatliche Stellen erfolgen kann.

Zensur, dieser Begriff wird halt deswegen immer wieder gerne in den Raum geworfen, weil die Uploadfilter eben so einiges nicht unterscheiden können (zum Beispiel Satire) und man deswegen nicht die Möglichkeit hat, Beiträge mit Meinung hochzuladen.


Zitat
Unseren Tintenzirkel sehe ich ich im Zusammenhang mit der EU-Urheberrechtsreform nicht gefährdet. Na ja, also jetzt zur Zeit.  :hmhm?:

Ich indirekt schon.
Wenn die Richtlinie beschlossen wird und in Deutschland in ein Gesetz gegossen, dann wird auch der Forenbetreiber (in diesem Falle Maja) in der Situation sein, eine von drei Möglichkeiten umzusetzen/umsetzen zu müssen:
a) Sie nutzt einen Uploadfilter, die fehlerhaft arbeiten, ausgetrickst werden können und nicht unterscheiden können, ob etwas Hochgeladenes legal oder illegal ist.
b) Sie bezahlt pauschal Lizenzen nur dafür, dass ein User etwas hochladen könnte, was unter das Urhebnerschutzrecht fällt (so wie der Rundfunkbeitrag: Man bezahlt, weil man die Möglichkeit hat, die Öffis zu hören/zu sehen, selbst wenn Tag und Nacht Privatdudler laufen).
c) Sie schließt das Forum.

Fakt ist eben, dass sie nun diejenige sein soll, die für Rechtsverstöße zur Rechenschaft gezogen werden soll, auch wenn sie die Verletzung des Urheberrechts gar nicht selbst durchgezogen hat. Es kommen manchmal Argumente wie: "Kann sich das Geld dann ja vom Verletzenden zurückholen". Klar. Aber ob das klappt, ob sich da ein Prozess für lohnt?

Nicht falsch verstehen: Ich bin auf jeden Fall für die Einhaltung des Urheberrechts. Aber ich sehe nicht ein, dass ich für etwas bestraft werden soll, was ich nicht begangen habe.

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Offline Slenderella

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #22 am: 26. März 2019, 10:59:35 »
Ich halte keines meiner Foren noch offen, wenn Artikel 13 kommt. Sorry, aber das ist mir zu riskant. DSGVO - schön und gut. Aber Uploadfilter? Nope. Das wird kaum ein Forenbetreiber leisten wollen, schon gar nicht bei einem nicht kommerziellen Forum, das zum Spaß an der Freude betrieben wird.
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Offline Rosentinte

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #23 am: 26. März 2019, 12:18:56 »
Der ursprüngliche Gedanke zu einer Anpassung des Urherberrechts ans digitale Zeitalter ist ja durchaus gut. Auch wenn die "großen Player" wie Youtube oder Facebook zur Rechenschaft gezogen werden, wenn urheberrechtlich geschütztes Material durch User verbreitet wird, finde ich persönlich nicht schlecht. Wir als Autoren und Künstler sind uns ja wohl einig, dass die Leute, die Kunst geschaffen haben, dafür auch bezahlt werden sollten, wenn sie das möchten. Da könnten vernünftige (!) Gesetze hoffentlich dafür sorgen, dass einige Anbieter endlich mal Urheberrechtsverletzungen rigoroser verfolgen (und löschen).
Momentan sieht es ja leider so aus, dass Uploadfilter von Google und co. entwickelt und für andere Anbieter von Webseiten zur Verfügung gestellt würden. Dann müsste man eine Gebühr für die Mitnutzung eines (mitunter fehlerhaften) Uploadfilter zahlen und sich so von den großen Anbietern abhängig machen.

Zensur, dieser Begriff wird halt deswegen immer wieder gerne in den Raum geworfen, weil die Uploadfilter eben so einiges nicht unterscheiden können (zum Beispiel Satire) und man deswegen nicht die Möglichkeit hat, Beiträge mit Meinung hochzuladen.
Mit Uploadfiltern wird auch eine Möglichkeit zur Zensur geschaffen. Wenn Uploadfilter für alle Webseiten Pflicht sind, dann ist es auch nicht so schwierig bei den bestehenden Uploadfiltern auch noch anzugeben, dass nicht nur Urheberrechtsverletzungen gefiltert werden, sondern auch kritische Beiträge zur Partei XY oder einer Person. Da hätte man dann ganz einfach ein Instrument zur Verzerrung der Medien.
Ich persönlich glaube nicht, dass das im deutschen Rechtsstaat wahrscheinlich ist, kann aber die Sorge verstehen, gerade wenn populistische Parteien mehr und mehr an die Macht kommen.
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Offline FeeamPC

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #24 am: 26. März 2019, 12:46:52 »
Das Forum könnte weiter bestehen, wenn es einkomplett geschlossener Bereich würde. Intern greift kein Filter. Allerdings entfällt dann jede Außenwerbung.
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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #25 am: 26. März 2019, 13:17:03 »
Artikel 13 wurde verabschiedet.
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Offline Slenderella

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #26 am: 26. März 2019, 13:28:17 »
Hat die Debatte jemand gesehen? Es war erschreckend, wie die Lobbyhuren von CDU CSU den Gegnern ins Wort gefallen sind, als wären sie im Kindergarten. Tja ... ich geh mich dann mal umgucken, wie zum Teufel ich meine Seite noch betreiben kann. Facebook sind garantiert die ersten die einknicken, weil die in letzter Zeit so viel Ärger hatten.
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Offline Churke

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #27 am: 26. März 2019, 13:56:23 »
Im Zusammenhang mit dem Brexit könnte das noch mal interessant werden.
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Offline Aphelion

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #28 am: 26. März 2019, 14:02:10 »
Jetzt wird es noch spannend, wie die Richtlinie in Deutschland umgesetzt werden soll.

Ich habe beispielsweise vollstes Vertrauen in die Verwertungsgesellschaften. Vielleicht dürfen Urheber sogar nochmal freiwillig auf ihr Geld verzichten! :wolke:

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Offline Sascha

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Re: Artikel 13 - Urheberrecht und Unsicherheit
« Antwort #29 am: 26. März 2019, 14:10:27 »
Ich persönlich glaube nicht, dass das im deutschen Rechtsstaat wahrscheinlich ist, kann aber die Sorge verstehen, gerade wenn populistische Parteien mehr und mehr an die Macht kommen.
Das ist der Punkt. Nicht, daß ich unseren Politikern und Behörden bisher blind vertraut hätte, aber im Großen und Ganzen konnte ich davon ausgehen, daß man sich schon einigen Mist leisten muß, um wirklich Ärger zu bekommen. Die Rechten nutzen das ja auch weidlich aus und gehe bis an die äußersten Grenzen der Meinungsfreiheit. Nun fallen reihenweise Nazis im Apparat auf, sogar der Rechtsauschuss des BT wird von einem Blaubraunen geleitet (So war das "Rechts" nicht gemeint …), und man sieht ja in Österreich, daß ganz schnell sogar die Polizei selbst ins Visier gerät, wenn diese Bande erst mal an den Hebeln sitzt. Wie lange dauert es noch, bis man nicht mehr offen für Anstand und Menschlichkeit sprechen darf? Hatten wir alles schon mal.
»Ich denke an manchen Tagen, dass es besser wäre, wenn wir gar keine Religionen mehr hätten. Alle Religionen und alle Heiligen Schriften bergen ein Gewaltpotenzial in sich. Deshalb brauchen wir eine säkulare Ethik jenseits aller Religionen.«
Dalai Lama

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