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Autor Thema: Fantasy-Story als wöchentlicher Blog  (Gelesen 592 mal)

Offline Aphelion

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Re: Fantasy-Story als wöchentlicher Blog
« Antwort #15 am: 07. November 2018, 12:24:09 »
Zitat von: Nick P. link=topic=23386.msg1108373#msg1108373
Magst du mir da sagen, was dich dazu bewegt hat, bei diesem spezifischen Blogroman aufzuhören?
Es gab viele Gründe, aber der Hauptgrund ist wahrscheinlich, dass die angedachte Vorgehensweise für mich einfach nicht passt. Die meisten Schwierigkeiten liefen jedenfalls auf diesen einen Grund hinaus. Der Blogroman war insofern auch ein hilfreiches formales Experiment, weil ich seitdem weiß, dass ich Episoden im Voraus schreiben muss. Komplett. Alle.

Als ich anfing, hatte ich einen kleinen Puffer, einen groben Plan, viele Ideen und die Hoffnung, dass mich das regelmäßige Posten motivieren würden, kontinuierlich an diesem einen Projekt zu schreiben. Ich hatte mich im Voraus informiert und bin immer wieder auf Aussagen gestoßen, wie gut diese Motivation bei den Betreffenden funktionieren würde. Nur: Bei mir wirkt dieser Schreib- und Veröffentlichungsrhythmus nicht motivierend ;D, weil ich dafür meine bevorzugte Arbeitsweise aufgeben müsste.

Meine Arbeitsweise ist vielleicht etwas speziell – ich bezeichne sie gern als chaotisch, aber das darf man nicht mit ineffizient oder unproduktiv verwechseln. Inzwischen weiß ich, dass ich damit am besten fahre, denn ich habe viel ausprobiert. Doch in relativ kurzem Abstand zu schreiben und genau das zu veröffentlichen, ist mit meinem Schreibprozess einfach nicht kompatibel, ohne erhebliche Nachteile in Kauf zu nehmen.

Ich mag die Blogroman-Idee immer noch und ich halte sie für das Format geeignet. Allerdings steht das Projekt im Moment überhaupt nicht mehr auf meiner Schreibliste, weil andere Projekte derzeit einfach dringender sind – wenn auch nicht unbedingt wichtiger. Vor ein paar Tagen habe ich meine "aktuellen" Schreibprojekte aufgelistet. Es sind 21. Alle mit unterschiedlichen Prioritäten, aber trotzdem alle "aktuell", d.h. ich arbeite aktiv daran. Der Blogroman taucht darin wie viele Projekte überhaupt nicht auf, weil ich irgendwo Grenzen ziehen muss.

… und deshalb sollte ich aufhören, darüber zu quatschen. Sonst komme ich noch in Versuchung, Nr. 22 auf die Liste zu setzen.  :rofl:

Edit, 9.11.18: Ich bin heute zufällig über ein Interview mit George R.R. Martin gestolpert. Es ist von 2014 und streift u.a. das Thema Druck. Natürlich ist sein enormer Erfolg eine Ausnahme, aber ich finde, das Interview passt trotzdem zu diesem Thread.

Offline MynaKaltschnee

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Re: Fantasy-Story als wöchentlicher Blog
« Antwort #16 am: 08. Dezember 2018, 23:48:44 »
Websites wie Wattpad oder Sweek (wo man meines Wissens nach auch die Geschichten als E-Books verkaufen kann; also zumindest bei Sweek) bieten einen guten Rahmen, um Geschichten einzustellen und Feedback zu erhalten. Das kann ich dir wirklich ans Herz legen.

Ich habe auch eine Weile einen Blogroman geschrieben. Der wurde sogar von ein paar Leuten gelesen. Aber irgendwann hatte ich mich in die Ecke geschrieben und das Projekt abgebrochen. Daher mein Tipp: Nur abgeschlossene Geschichten (bzw. Bände) veröffentlichen. Aber so wie es sich anhört, steht dein erster Band ja schon.

Ich selbst würde vermutlich kein so ein Mammutprojekt lesen, einfach, weil ich nicht gerne am Bildschirm lese. Aber es gibt sicher durchaus Leute, die Interesse daran haben könnten.
Ich bin nur ein schwarzer Geist, dessen Spinnerei Wort für Wort auf das Papier tröpfelt.

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