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Autor Thema: Ach, was hatten wir mal Hoffnungen!  (Gelesen 6212 mal)

Offline FeeamPC

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Re: Ach, was hatten wir mal Hoffnungen!
« Antwort #30 am: 04. April 2017, 15:18:23 »
Traume sind Aufbaufutter für die Fantasie. Also schön weiterträumen!
Biete für werdende Hexen folgende Kurse:
Giftmischen für Anfänger
Dämonenwelten für Fortgeschrittene
Total schräge Fantasie-Plots für Experten

Offline Trippelschritt

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Re: Ach, was hatten wir mal Hoffnungen!
« Antwort #31 am: 04. April 2017, 17:00:01 »
Ich gehöre wohl zu den großen Ausnahmen, dessen Träume sich erfüllt haben. Ob mich das auch glücklicher gemacht hat oder zufriedener, weiß ich allerdings nicht. Zumindest stand es meinem glück nicht im weg und vielleicht hat es auch ein wenig geholfen.
Ich hatte zwei Träume. Mit elf beschloss ich, Naturforscher zu werden. Und das wurde ich auch. In meinem Traum waren aber nicht die ganzen unangenehmen Dinge enthalten, die dieses Ziel mit sich brachte. Davon hatte mir keiner was erzählt. Aber die schönen Aspekte, die gab es tatsächlich und waren wie erträumt. Und dabei wäre mehrfach beinahe alles schief gegangen und es waren immer wieder Zufälle, die mich auf den Weg zurückbrachten. Erstaunlich.

Mein zweiter Traum war es Geschichtenerzähler zu werden. Und den habe ich mir ebenfalls erfüllt. Ich weiß aber nicht mehr, wann dieser Traum anfing. Ich glaube so richtig erst zu Beginn der achtziger Jahre, als ich ein Buch las, das mir eine Richtung gab. Aber so ganz kann das nicht stimmen, denn schreiben wollte ich schon lange vorher. Meine ersten ernsthaften Bemühungen stammen aus den späten Sechzigern.

Wichtig ist für mich Träume und Ziele zu haben, die sich nicht erschöpfen. Wäre mein Traum der Pulitzerpreis und  - stellt euch vor - ich bekäme ihn, ja, was würde ich denn dann machen, wenn ich ihn hätte. Dann träume ich doch lieber davon so richtig gut zu schreiben, dass ich selbst damit zufrieden bin. Und da könnt ihr wetten, dieser Moment wird niemal eintreten.

Liebe Grüße
Trippelschritt
(ganz großer Träumer)
Schreiben ist nichts anderes als seine Ideen zu Tisch zu bitten

Franzi M.

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Re: Ach, was hatten wir mal Hoffnungen!
« Antwort #32 am: 04. April 2017, 19:33:04 »

Dann wurde ich in den Blaustern-Bereich aufgenommen.


Ich als Neuling kann jetzt nicht einschätzen, ob einen das abschrecken oder motivieren soll, blaue Sterne zu erhalten... :D

Offline Malinche

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Re: Ach, was hatten wir mal Hoffnungen!
« Antwort #33 am: 04. April 2017, 20:12:30 »

Dann wurde ich in den Blaustern-Bereich aufgenommen.


Ich als Neuling kann jetzt nicht einschätzen, ob einen das abschrecken oder motivieren soll, blaue Sterne zu erhalten... :D

Als Obermotz kann ich dazu ganz sachlich sagen, dass wir natürlich immer bestrebt sind MUAHAHAHAHHAHAHA. :darth:

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Offline Cairiel

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Re: Ach, was hatten wir mal Hoffnungen!
« Antwort #34 am: 05. April 2017, 11:36:28 »
Im Tintenzirkel habe ich meine Hoffnungen anfangs gar nicht so geäußert, deswegen ohne Zitat: Ich wollte immer Bestseller schreiben, groß rauskommen und vom Schreiben lesen können. Ganz konkret wollte ich den Hohlbein-Preis gewinnen, nur leider gab es den genau ab dem Zeitpunkt nicht mehr, ab dem ich sagte "Beim nächsten Mal bin ich dabei!"  ::) 

Mittlerweile bin ich mehrfach veröffentlichter Autor, könnte eventuell vom Schreiben leben, wenn ich mein altes Pensum wiedererlangen und mein Pferd verkaufen würde, habe aber festgestellt, dass ich das gar nicht mehr will. Mein Brotjob macht mir Spaß, was ich niemals geglaubt hätte, und ich habe sogar Ambitionen, ein wenig die Karriereleiter hochzuklettern. Das Schreiben ist in meinem Leben ein wenig in den Hintergrund gerutscht, aber die Plotbunnys beißen mich nach wie vor und werden verhindern, dass ich jemals damit aufhören werde.

gbwolf

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Re: Ach, was hatten wir mal Hoffnungen!
« Antwort #35 am: 05. April 2017, 11:50:19 »
und vom Schreiben lesen können.
Das ist sooo ein süßer Vertipper!
Du sagst da etwas Wahres, nämlich dass es nicht für alle Menschen passt, das Hobby zum Beruf zu machen und wie viel Input und Ruhe einem ein Job bringen kann, den man neben dem Schreiben noch ausführt.

Und da sehe ich, wie unheimlich geduldig du mir damals geantwortet hast und es treibt mir gerade ein bisschen die Tränen in die Augen, weil mir gerade klar geworden ist, dass du wahrscheinlich eine der ersten warst, die mich auf meinen jetzigen Weg gebracht haben. Dein wirklich toller Post über Agenturen, Netzwerken etc. hat sich wohl bei mir so festgesetzt, dass ich das dann alles in Angriff genommen habe.  ;D
Danke, das berührt mich sehr.
Ich erinnere mich noch an deinen ersten Avatar und an den BuCon und alles und bin so verblüfft, wie engagiert und ernsthaft du diesen Beruf angegangen bist. Ich hoffe sehr, dass Alana und Lily noch viele, viele Bücher schreiben dürfen.

HauntingWitch

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Re: Ach, was hatten wir mal Hoffnungen!
« Antwort #36 am: 05. April 2017, 13:13:23 »
Du sagst da etwas Wahres, nämlich dass es nicht für alle Menschen passt, das Hobby zum Beruf zu machen und wie viel Input und Ruhe einem ein Job bringen kann, den man neben dem Schreiben noch ausführt.

Das ist auch etwas, worüber ich mir zurzeit Gedanken mache. Ich erlebe und höre in meinem Brotjob so viele Sachen, die ich als Inspiration oder Stütze zum Schreiben nutzen kann... Wenn ich das alles nicht mehr hätte, hätte ich dann noch so viele Ideen?  :hmmm: Also, ich weiss nicht mehr, ob davon leben für mich erstrebenswert ist. Vor einiger Zeit in einem Gespräch mit einer lieben Freundin (die auch im Tizi ist, aber keine Namen, ich will niemanden ungewollt exponieren ;)) sind wir zu folgendem Schluss gekommen: Entweder Millionär werden damit oder Hobby-Autor bleiben. Mittlerweile bin ich nicht einmal mehr sicher, ob ersteres sich lohnt. Woher nimmt man denn den ganzen Input, wenn man nichts anderes mehr macht? Und vor allem auch: Wenn das Schreiben ein Ausgleich ist, was ist dann der Ausgleich, wenn man nur noch schreibt? Andererseits habe ich immer noch das Gefühl, dass das der einzige "Pflichtjob" wäre, den ich langfristig mit Begeisterung machen könnte.

JarlFrank

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Re: Ach, was hatten wir mal Hoffnungen!
« Antwort #37 am: 08. April 2017, 03:24:32 »
Ich bin ein unverbesserlicher Träumer und habe immer noch die Hoffnungen von früher... könnte daran liegen dass ich noch gar nicht richtig angefangen habe und die "großen" Sachen noch vor mir liegen. Ja, ich möchte noch Millionär werden durchs Schreibe, und den Wunschtraum werde ich so schnell auch nicht aufgeben. Aber das muss ja nicht jetzt sofort geschehen - den Weg dorthin beschreite ich Schritt für Schritt, und da geht es zwar in sehr kleinen aber feinen Schritten voran.

2013 habe ich meinen ersten Roman per PoD-Anbieter selbst veröffentlicht. 2015 kamen meine ersten englischsprachigen Kurzgeschichten in Anthologien auf den Markt, 2016 wurden es dann schon mehr und auch die erste deutsche Kurzgeschichte hat es in eine Anthologie geschafft. Anfang 2017 habe ich den dritten Platz bei einem englischsprachigen Amateur-Fantasypreis erreicht. Das ist nicht viel. Eingebracht hat mir das ein paar Dollar und Euro, mehr nicht. Es ist viel weniger als das, was einige andere hier erreicht haben und regelmäßig erreichen (Romanveröffentlichungen etc).

Aber es sind kleine Schritte die mich motivieren weiterzumachen und mir zeigen: dein Traum mit dem Schriftsteller werden? Ganz so unrealistisch ist das gar nicht. Bleib dran!
Also bleib ich dran und versuche, immer wieder einen Schritt weiter zu gehen und dem Traum näher zu kommen.
Vor einer Weile habe ich sogar ein Jobangebot bekommen, für ein PC-Spiel Texte zu schreiben und Quests zu entwerfen, und das war schon seit meiner Kindheit mein absoluter Traumberuf...

So viel zum Erreichen der einelnen kleinen Schritte. Meinen Traum, der früher noch etwas unrealistisch war (superreicher Schriftsteller werden der in einer teuren Millionenvilla wohnt!), habe ich aber mittlerweile etwas umgewandelt, sodass er zu einem erreichbaren Ziel wurde:
Ich möchte mir ein Häuschen in Bulgarien kaufen und durch meine Schriftstellerei genug verdienen, um dort komfortabel leben zu können. Das ist nicht mehr der Bestsellerautor mit Millionenvilla, aber man muss es ja auch nicht übertreiben :D

Offline Pety

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Re: Ach, was hatten wir mal Hoffnungen!
« Antwort #38 am: 08. April 2017, 09:25:21 »
Ich habe mir einen Traum schon erfüllen können. Geschichten schreiben und das die von anderen gelesen werden.  :vibes:
Okay, das es doch etwas schwieriger ist, davon leben zu können, habe ich zwar geahnt, aber nicht gedacht, wie schwer. Zum Glück hatte ich es nie ernsthaft geplant.  ;)
Mein nächster Traum, Menschen zu finden, die mich wegen meiner Schreiberei weder mobben, noch auslachen, sondern die mich verstehen und mit denen ich mich auch noch austauschen kann...  Das alles habe ich hier gefunden, im TZ bei Euch, danke.  :gruppenknuddel:
Und das ich dazu tatsächlich auf meine alten Tage einen Mann finde, der a) mich nimmt wie ich bin und mit meinen Macken klarkommt und mich b) bei meiner Schreiberei unterstützt - Herz, was willst du mehr? :wolke:

Alles in allem kann ich sagen, ich bin glücklich - einige Träume wurden schon wahr und Neue sind hinzu gekommen, denn was wäre das Leben ohne sie...
Egal, wie hässlich dein Umfeld ist. Du bist es die/der daraus einen besonderen Ort macht.    (von Pety)


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