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Autor Thema: Hautfarben  (Gelesen 6940 mal)

Offline Araluen

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Re: Hautfarben
« Antwort #30 am: 11. Januar 2016, 07:13:30 »
Wie gelborange oder braun Karamell ist, kommt auf die Temperatur an, Guddy ;) Deshalb war ich bei flüssigem. Das ist warm und meist dunkler.

Ich denke auch, dass man sich als Autor über politische Korrektheit nicht zu sehr den Kopf zerbrechen sollte. Und ob man in der Beschreibung von Hautfarben etwas rassistisches entdecken könnte, ich glaube, darüber können sich auch wirklich nur Deutsche Gedanken machen, da wir Deutschen immer Angst haben in die rassistische Ecke gesteckt zu werden - danke Geschichte.
Wenn ich Fantasy lese, würde ich bei einer Hautfarbenbeschreibung ebenso wie Trippelschritt als letztes an die Kolonialzeit oder ähnliches Denken. Es ist schließlich eine völlig andere Welt. Will man wirklich jedem Autor unterstellen, dass er politische Botschaften und Ansichten verbreiten will?
Man macht ein Thema nur dann heikel, wenn man das Kind nicht beim Namen nennt und drum herum druckst. Erst das Tabu macht die Dinge unangenehm. Eines der besten Beispiele ist wohl die Sexualität. Heute ist das kein Thema mehr. Aber fragt mal eure Großeltern.
In meinen Augen ist die Hautfarbe eines Menschen oder dessen Herkunft nichts unangenehmes. Deshalb sehe ich auch keinen Grund darüber nachzudenken, die Hautfarbe nur kurz oder gar nicht zu erwähnen. Sie gehört zu deinem Charakter. Also erwähne sie auch, ob nun direkt oder indirekt spielt keine Rolle. Das sollte allein das Gefühl entscheiden. Es ist tatsächlich so, dass Leser in der Regel sich einen Charakter im eigenen ethnischen Herkunftsbereich vorstellen. Wenn der Charakter also anders aussieht, muss er auch so beschrieben werden, sonst bekommt der Leser womöglich ein falsches Bild.
Von daher, schreib, was sich für dich schön anhört und lass dich nicht von politischer Korrektheit zensieren.

Offline Guddy

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Re: Hautfarben
« Antwort #31 am: 11. Januar 2016, 09:18:38 »
Wie gelborange oder braun Karamell ist, kommt auf die Temperatur an, Guddy ;) Deshalb war ich bei flüssigem. Das ist warm und meist dunkler.
Ich dachte da jetzt an den flüssigen Karamellkern im Eis, Kuchen oder in Schokolade, und der ist so herrlich gelb-orange...  :wolke: Ehm ja.


Zitat
Ich denke auch, dass man sich als Autor über politische Korrektheit nicht zu sehr den Kopf zerbrechen sollte. Und ob man in der Beschreibung von Hautfarben etwas rassistisches entdecken könnte, ich glaube, darüber können sich auch wirklich nur Deutsche Gedanken machen(...)
Das ist nicht richtig. In den USA, aber auch vielen anderen Ländern mit zum Teil schwarzer Bevölkerung und herrschendem Rassismus, macht man sich ebenso, wenn nicht gar mehr, Gedanken über dieses Thema. Und es ist richtig und wichtig, dass man sich Gedanken darüber macht. Nicht, um sich selber eine weiße Weste zu verschaffen, sondern weil es ein Thema ist, das nach wie vor und in Deutschland gerade mehr denn je aktuell ist.

Es geht nicht um übereifrige PC, sondern darum, demjenigen Gehör zu schenken, der zu dieser Minderheit gehört und sich selber ein wenig zu sensibilisieren. Wir beide sind nicht schwarz, daher können wir nicht ahnen, wie sehr wir damit auf den Schlips treten könnten. Wir erfahren keinen Rassismus am eigenen Leib.
Und wenn ein Großteil der schwarzen Bevölkerung sagt, dass ihnen ein "Neger" in einem älteren Kinderbuch sauer aufstößt oder sie verletzt, dann kann man das, finde ich, auch respektieren. Aber ok, das ist etwas themenfremd. ;)

Im journalistischen Kontext ist die Sachlage aber natürlich auch eine andere. Ob man sich als Autor an alles halten muss? Wahrscheinlich nicht. Dafür klingen viele Formulierungen einfach zu nett und man bedient in erster Linie den Plot, die Welt und vor allem die Charaktere. Die Formulierungen sind insgesamt lyrischer als ein Pressetext und man hat keinen Auftrag zu erfüllen.
Ich persönlich finde leckere Adjektive in Verbindung mit der Hautfarbe nicht schlimm. Ich meine nur, dass man insgesamt nicht mit Scheuklappen durch die Welt gehen sollte, sondern sich auch dessen bewusst sein soll, was, wie und warum man schreibt, wie man schreibt.


Mein Prota ist ein "nord-mittelafrikanischer" Typ, die Welt um ihn herum ist schwarz. Das bekommt man auch dadurch mit, wie der einzige hellhäutige Typ seit langem beschrieben wird und wie man ihm begegnet. Und dass die andere Prota seine und ihre Haut miteinander vergleicht, einfach weil sie den zarten Kontrast liebt und das schön aussieht.
Ich finde auch, dass die Hautfarbe beschrieben werden kann und in manchen Fällen (wenn es um wichtige Charaktere geht) auch sollte. Zumindest dann, wenn man ohnehin gerne Land und Leute beschreibt.
   

Offline Slenderella

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Re: Hautfarben
« Antwort #32 am: 11. Januar 2016, 12:16:33 »
Ich gehe jedenfalls nicht erst mal vom weißen Protagonisten aus, wenn ich ein Buch aufschlage und keinerlei Vorwissen habe.
Ich muss leider sagen, unterbewusst tue ich genau das. Und zwar einfach weil 99% der Personen mit denen ich persönlich täglich zu tun habe nun einmal weiß sind. Wenn mir der Autor dann sagt, dass die Person schwarz ist wird das in meinem Kopf in die Figurenakte gelegt und gut ist. Aber trotzdem entspricht meine Grundannahme ersteinmal dem, was mein Kopf für am wahrscheinlichsten hält. Deshalb finde ich sollte ein Autor solche Dinge klarstellen, damit kein falsches Bild entsteht.

Kommt halt immer auf das Buch an und natürlich auch das Cover. Wenn ich ein Buch von Murakami aufschlage, gehe ich natürlich davon aus, dass die Protagonisten so aussehen, wie Japaner eben aussehen. Schlage ich ein Buch auf, wo vorne drauf schon weiße Frauen mit weißen Männern schmusen, gehe ich auch davon aus, dass die weiß sind. Aber so an sich, wenn ich nichts an Anhaltspunkten habe, ist der Charakter für mich erst Mal grau.

Offline Araluen

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Re: Hautfarben
« Antwort #33 am: 11. Januar 2016, 12:32:43 »
Und wenn ein Großteil der schwarzen Bevölkerung sagt, dass ihnen ein "Neger" in einem älteren Kinderbuch sauer aufstößt oder sie verletzt, dann kann man das, finde ich, auch respektieren. Aber ok, das ist etwas themenfremd. ;)
[...]
Ich persönlich finde leckere Adjektive in Verbindung mit der Hautfarbe nicht schlimm. Ich meine nur, dass man insgesamt nicht mit Scheuklappen durch die Welt gehen sollte, sondern sich auch dessen bewusst sein soll, was, wie und warum man schreibt, wie man schreibt.

Mit Scheuklappen soll ein Autor natürlich nicht durch die Welt gehen und auch verantwortungsvoll mit dem, was er tut umgehen. Ich meine nur, dass man sich in seinem Ausdruck beschneiden lassen sollte, weil man glaubt, dass es politisch inkorrekt sein könnte. Neger würde ich auch nicht schreiben. Das weiß man und es gibt andere Worte.
Nach anderen Worten suchen ist gut. Das Thema ausklammern, finde ich ist der falsche Weg. Das wollte ich eigentlich sagen :)

Offline Slenderella

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Re: Hautfarben
« Antwort #34 am: 11. Januar 2016, 13:07:54 »
Ich würde nicht ausschließen, dass ich Neger schreibe, ich habe Romane die in der Nazizeit spielen und da ist Neger einfach ein gängiges Wort.
Kommt halt immer auf den "historischen" Kontext an, von daher würde ich da niemals nie sagen.

Offline Araluen

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Re: Hautfarben
« Antwort #35 am: 11. Januar 2016, 13:41:54 »
Gut, wenn man einen Roman zur Zeit des Nationalsozialismus schreibt, dann  passt der Ausdruck natürlich und der Kontext ist klar. Wird mir persönlich aber nicht passieren ;)

Aber ich glaube, langsam entfernen wir uns ein wenig. Eigentlich wurde ja nur nach Synonymen für Hautfarben gesucht.

Offline Vic

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Re: Hautfarben
« Antwort #36 am: 11. Januar 2016, 20:11:29 »
Also diverse Charaktere sind was Gutes und ich find es deswegen auch legitim zu erwähnen, dass ein Chara schwarz, braun oder asiatisch ist, etc. Weil sonst wirklich immer der default Modus "everybody's white" einsetzt.  ::) Und das ist echt furchtbar. 
Ich bin mal von einer Leserin angekackt worden, weil ich erst im zweiten Band erwähne, dass einer der Hauptcharas schwarz ist - ich hätte das "früher klarstellen müssen".
Ach echt?
Wieso denn?
Hinterfrag doch lieber wieso du automatisch annimmst er sei weiß, wenn ich das nie behauptet habe, bzw. wieso das irgendetwas ändern oder plötzlich einen anderen Charakter aus ihm machen sollte.
     

Offline DoroMara

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Re: Hautfarben
« Antwort #37 am: 11. Januar 2016, 21:56:40 »
Es müssen auch nicht immer Synonyme sein.

Unter meiner Prota stellte ich mir eine Iranerin vor. Ich machte eine Bemerkung über ihre Vorfahren oder in einem Fantasy kann man auch etwas zum Klima sagen. Dann erwähnte ich ein paar Mal, dass sie wegen der Hautfarbe auffiel. Zu oft würde ich die Hautfarbe auch nicht betonen. Höchstens wenn die heimliche Liebe total darauf abfährt.

Offline Regentänzerin

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Re: Hautfarben
« Antwort #38 am: 12. Januar 2016, 00:19:51 »
Du könntest auch versuchen, es mit Holzfarben zu beschreiben. Gut, die kennen einige Leute vielleicht nicht, aber das ist ja relativ zeitenunabhänig. Kommt natürlich auf den Charakter an, der die Farbe nennt. Wer der nun keine Ahnung von Holz hat, wäre der Vergleich unlogisch, (ist er Tischler aber durchaus angebracht). Z.B.: Akazienholz, Pistazienholz, Poplar Holz etc. etc. Da findest du bestimmt einen Farbton, der so ist, wie du dir die Hautfarbe vorstellst :)
Ansonsten glaube ich auch, dass sich jeder etwas unter bronzefarben vorstellen kann (kupfer geht aber ja auch). Oder du bringst einen "leichten Olivstich" ein, wenn dir olivfarben zu grün ist.
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Offline K a t e

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Re: Hautfarben
« Antwort #39 am: 12. Januar 2016, 00:43:08 »
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir über die Beschreibung der Hautfarben selten Gedanken gemacht habe. Meine Protas sind in der Regel entweder "unnatürlich blass", "sonnengebräunt" oder im Falle einer Nachtelfen ähnlichen Rasse "dunkel wie ein blauschwarzer Nachthimmel".

Generell finde ich Metaphern immer sehr praktisch, so kommt man um das "weiß", "gelb" oder "schwarz" herum. Unabhängig davon ob es sich dabei um Haut-, Haar- oder Augenfarben handelt. Gerade in Fantasyromanen mit der Möglichkeit eine völlig neue Art Wesen zu erschaffen sind einem ja keine Grenzen gesetzt. Dann hat der Zwerg eben "kohlrabenschwarze" Haut oder die Haut des Kobolds "erinnert xy an einen fleckigen Waldtümpel". Oder ein "sandgelb", "feuerrot" ... Es gibt so viele Möglichkeiten. Gerade bei Metaphern kann man ja alle Arten von Metallen, Edelsteinen, eventuelle Früchte etc. benutzen um die (Haut)Farbe deutlicher zu beschreiben, ohne eventuell irgendjemandem auf den Schlips zu treten. Wobei ich wie oben bereits erwähnt mir darüber nie sonderlich viele Gedanken gemacht habe.
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Offline Sukie

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Re: Hautfarben
« Antwort #40 am: 14. Januar 2016, 21:32:09 »
Nochmals vielen Dank für eure zahlreichen Tipps :)

Also diverse Charaktere sind was Gutes und ich find es deswegen auch legitim zu erwähnen, dass ein Chara schwarz, braun oder asiatisch ist, etc. Weil sonst wirklich immer der default Modus "everybody's white" einsetzt.  ::) Und das ist echt furchtbar. 
Ich bin mal von einer Leserin angekackt worden, weil ich erst im zweiten Band erwähne, dass einer der Hauptcharas schwarz ist - ich hätte das "früher klarstellen müssen".
Ach echt?
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Also ankacken finde ich jetzt zwar absolut nicht in Ordnung, aber ich glaube es ist recht normal, dass Deutsche - die ja nun tatsächlich in einer überwiegend hellhäutigen Kultur leben - den Charakter erstmal als weiß sehen. Ich wäre eher überrascht, als genervt, wenn herauskäme, dass eine Figur schwarz ist. Eben weil ich es nicht erwarten würde. Regulär wird es halt erwähnt. Ich erwarte beispielsweise von einem afrikanischen Schriftsteller eher eine schwarze Figur. Von einem Asiaten eine asiatische. Von einem Ami würde ich es gerne spezifischer wissen wollen  ;D
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Offline JarlFrank

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Re: Hautfarben
« Antwort #41 am: 19. Januar 2016, 10:34:38 »
Was man erwartet, kommt primär auf das Setting an. Eine traditionelle mittelalterliche Welt ist nunmal üblicherweise von Gesellschaften mit homogener Ethnie bewohnt. Eine typische Fantasywelt hat also - davon geht man aus - üblicherweise weiße Bewohner. Wenn das Setting jedoch in einer Wüste spielt, und die Städte eher arabisch als mittelalterlich-europäisch angehaucht sind, geht man eher von weiß-bis-gebräunt aus. In einem Setting das an Asien erinnert von asiatisch, etc etc.

Wenn der Großteil der Charaktere weiß ist, und dann einer auftaucht der es nicht ist, sollte es erwähnt werden, weil man sonst natürlich davon ausgeht, dass er eine ähnliche Hautfarbe hat wie die anderen. Denn wenn sie anders ist, ist es eine Besonderheit, und Besonderheiten werden erwähnt, da sie ein Teil des Charakters sind, den man als Leser gerne kennen würde. Ich hab nichts gegen Diversity bei den Charakteren, würde mich aber als Leser etwas enttäuscht fühlen, wenn man mir nicht sagt, welche Charaktere denn nun wie aussehen, wenn diese Diversity ein Element in der Geschichte ist.

Es ist keinesfalls furchtbar, dass "everybody's white" der Normalmodus ist, den sich ein Leser vorstellt - es ist eben einfach so, weil wir in Europa und auch in großen Teilen der USA in Gesellschaften leben, wo es nun mal die Realität ist, dass der Großteil der Bevölkerung weiß ist. Und in früheren Epochen, vor allem im Mittelalter auf dem der Großteil der Fantasy ja basiert, ist das sogar noch mehr so als in der heutigen globalisierten Welt. Wenn also ein dunkelhäutiger Charakter vorkommt, sollte das schon einmal kurz erwähnt werden - oder eben, welchem Volk er angehört, und wenn die einzelnen Völker gut beschrieben sind, dann ist klar, wie man sich sein Aussehen vorzustellen hat.
Mила Родино,
ти си земен рай,
твойта хубост, твойта прелест,
ах, те нямат край.

Offline Evanesca Feuerblut

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Re: Hautfarben
« Antwort #42 am: 25. Februar 2016, 00:22:40 »
Ich habe mich mal im Real Life in ein riesiges Fettnäpfchen gesetzt, als ich gesagt habe, dass man bei der Person neben mir wegen blasserer Haut eher sieht, dass sie rote Wangen hat (ich bin optisch mehr südosteuropäisch und im Vergleich zur betreffenden Person eben dunkel). Dabei dachte ich mir nichts dabei und meinte nur ganz sachlich, dass L. eben blasser ist als ich. Was ja Tatsache ist.

Auch ich habe gelesen, dass man keine Vergleiche mit Lebensmitteln machen soll, weil die Menschen das als diskriminierend ansehen und versuche so, es zu vermeiden und statt dessen irgendwie anders zu lösen.
Das "irgendwie anders" ist aber nicht so einfach. Auch Holzmetaphern wollen beispielsweise sinnvoll eingesetzt werden, damit es nicht wirkt, als hätte der Mensch Haut aus Holz...

Ein Autor, der damit spielt, ist übrigens Colson Whitehead.
Spoiler (click to show/hide)
Das finde ich interessant. Denn es konfrontiert die Leser mit ihrem eigenen (Klischee)-Denken.
Für mich hatte der Protagonist übrigens bis zu der im Spoiler erwähnten Stelle gar kein Gesicht und war ebenfalls grau.

Man bedenke auch die Wellen, die es schlug, als eine nicht weiße Hermine für "The Cursed Child" gecastet wurde. Das zieht weite Kreise.
Aufpassen, wie man Hautfarbe thematisiert, ist also leider nicht nur ein Teil von PC, sondern nach wie vor oft schlicht notwendig.
  

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