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Autor Thema: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen  (Gelesen 56158 mal)

Offline Barra

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Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #120 am: 20. November 2017, 10:51:50 »
Eine Frage zu den Subgenre und Sub-Sub-Genre ;).

Im NaNo Bereich dies Jahr habe ich im Bibliothekskatalog einige schöne Kategorien gesehen, über Funtasy natürlich bis hin zu Dark Funtasy und auch das hier: "Dark Metal Romance". Leider schreibt dies Jahr wohl niemand (der sich dort hat einsortieren lassen) in diesem Bereich etwas. Also die Frage an alle: Was darf ich mir unter diesem Sub-Genre genau vorstellen?
Vielleicht hat ja von euch jemand auch ein Beispiel für mich. Meine eigenen Gedanken tendieren da grad in Richtung: Bandmitglied mit Nieten und Gitarre verknallt sich in Pink-Prinzessin, oder so was.
Wenn ich an den Film: "Ronal the barbarian" denke, dann könnte sogar das damit gemeint sein. Wer weiß. Aber zur Sicherheit, erklärt es mir doch bitte an dieser Stelle noch mal.
Barra
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Offline Dämmerungshexe

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Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #121 am: 20. November 2017, 13:33:53 »
lLso ich finde "Death Metal Romance". Das war aus dem letzten Nano das Projekt von @Christian. Psychos und solche, die es noch werden wollen in Hülle und Fülle, ein paar kaputte Twens zwischen den Fronten und Pairings aus der Hölle. Also Sex, Drugs und ne Menge Blut (und andere Körperflüssigkeiten). Sehr krank, sehr schön zu lesen.
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Offline Barra

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Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #122 am: 21. November 2017, 18:17:07 »
Ah, danke Dämmerungshexe. Das lässt mich ein wenig klarer sehen. (Auch wenn ich das betreffende Werk aus dem letzten NaNo natürlich nicht kenne), aber dann tendiert es doch in eine etwas andere Richtung, als die die mir vorschwebte. Gut zu wissen.
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Offline Christian

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Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #123 am: 04. Dezember 2017, 17:11:24 »
lLso ich finde "Death Metal Romance". Das war aus dem letzten Nano das Projekt von @Christian. Psychos und solche, die es noch werden wollen in Hülle und Fülle, ein paar kaputte Twens zwischen den Fronten und Pairings aus der Hölle. Also Sex, Drugs und ne Menge Blut (und andere Körperflüssigkeiten). Sehr krank, sehr schön zu lesen.
Hihi, dankeschön. ;D Das trifft es schon ganz gut.

Ja, Death Metal Romance ist meine Schöpfung, wenn man so will. Ich habe Ende 2014 eine Kurzgeschichte geschrieben und da kam mir die Bezeichnung in den Sinn. Letztes Jahr im November habe ich "Aus Liebe zum Fleisch" geschrieben, was letztlich die erste Death Metal Romance in Romanlänge war. Dann gab es noch "Tausend tote Nutten". Das sollte die nächste Death Metal Romance werden, aber die Dinge haben sich anders entwickelt. Das Buch hat einen neuen Titel und ist jetzt ein "rabenschwarzer Psychothriller" (so nennt es meine Agentin).

Um mich mal selbst zu zitieren:
Zitat
Death Metal Romance ist Psychothriller auf Steroiden mit mehr Gewalt, Blut, Sex, kaputten Figuren, einer verdrehten Lovestory und lauter Musik.
Ist also definitiv kein Fantasygenre. ;D
Irgendwas mit Lötkolben.     

Offline Anjana

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Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #124 am: 09. Februar 2020, 17:59:54 »
Nachdem ich das nun hier ein paar mal gelesen habe, kann mir mal jemand erklären was Contemporary Romance anderes ist als das was unter Liebesroman (also eben ohne Zusatz historisch usw) fällt? Ein Liebesroman war bis jetzt für mich immer im Jetzt (vielleicht mit Abweichung von 10-20 Jahren, je nach Entstehungszeit des Manuskripts) angesiedelt,so wie ich Contemporary eben auch für mich immer übersetzt habe.
Für alles andere gab es doch eben die Zusätze, oder nicht?
Ich kenne Contemporary sonst nur mit dem Zusatz Fantasy (und auch viel seltener als Urban Fantasy) und das irritiert mich gerade schon sehr, weil ein Wort das für mich totaler Reiz für mein Genre ist offenbar etwas enthalten kann, was mir gar nicht zusagt. :versteck:

Kann mich jemand aufklären? :bittebittebitte: ;)

Offline Wildfee

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Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #125 am: 10. Februar 2020, 07:31:38 »
Ich kann da nur für die Unterscheidung sprechen, die wir (soll heißen, ich und andere Gründungsmitglieder) vor einigen Jahren im Liebesromanforum getroffen haben (das diese Definitionen nicht in Stein gemeißelt sind, sollte klar sein ;-) )

Contemporary haben wir als "zeitgenössische" Liros bezeichnet, also Romane a la Sparks, Ahern etc.  Es sind Romane, die in der Gegenwart oder im späten 20. Jahrhundert spielen.
Wir haben "Chick Lit" als humorvolle Liros definiert, "Ladythriller/Romantic Thrill" lief unter Liros mit Krimihandlung.

Das Forum wird allerdings nicht mehr so gepflegt, wie noch vor einigen Jahren und wir haben z.B. keine eigene Abteilung für queere Romane oder Romantasy. Der Schwerpunkt bei Gründung des Forums lag bei historischen Liros.


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Offline Trippelschritt

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Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #126 am: 10. Februar 2020, 09:17:42 »
Contemporary heißt zunächst einmal nichts anderes als "zeitgemäß" oder "von heute" und hat mit Literatur nicht mehr gemeinsam als jedes andere Adjektiv. Beim Tanz ist ein Contemporay eine Neuerschaffung, die nicht auf einer festen Tradition beruht, sondern jedes Element nutzt, was ihm passt. Dass da die Grenzen nicht scharf sein können, vesteht sich von selbst. So wäre in der Musik jede Imrpovisation, die aus dem blauen Himmel kommt, ein Contemporary, aber da verwendet man andere Ausdrücke.

Ich würde all das auch nicht so wichtig nehmen. Wichtiger ist zu schreiben, was man möchte. Und auf den Weg dahin sollte man sich nicht durch solche Begriffe irritieren lassen.

Liebe Grüße
Trippelschritt
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Offline Anjana

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Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #127 am: 10. Februar 2020, 11:16:17 »
Danke @Wildfee , also verstehe ich das richtig, dass das jetzt eher eine Bezeichnung aus einem kleinen Kreis ist und kein neu definiertes Genre aus den USA. Das heißt dann für mich also bei etwaigen SP-Büchern doch genauer hinzuschauen, wenn das Wort draufsteht und nicht automatisch von einem Fantasyaspekt auszugehen.

@Trippelschritt , auch dir danke! Und aus schreiberischer Sicht stimme ich dir da absolut zu. ;)
Als Leserin hätte ich da aber schon Fehlkäufe machen können (gerade in bestimmten halbschlafzuständen, in denen ich manchmal günstige SP-Bücher kaufe weil ich grad dringend was zu lesen brauch), die dann echt ärgerlich gewesen wären. Einfach weil es für mich als Leserin erstmal nicht nachvollziehbar ist, diesen Zusatz zu nutzen für etwas, das bislang keinen Zusatz hatte und sich nicht durch etwas bestimmtes davon abhebt. Und Contemporary mir eben ausschließlich als synonym mit Urbanfantasy untergekommen ist. (auch wenn es eigentlich eine Unterscheidung gibt, die aber in der Praxis nicht wirklich gemacht zu werden scheint.) Da hätte mein Hirn gesagt: "okay, ist mit Fantasy, dann geht zur Not auch 'ne Romanze."
Grundsätzlich weiß ich aber auch nicht, ob diese immer kleineren Schubladen wirklich hilfreich sind, aber das ist ja ein ganz anderes Thema und hinfällig, da sie bereits entstehen und offenbar ja von vielen als nützlich empfunden werden. Zumindest von denen, die auch mit Schreiben zutun haben. Andere Leser schauen mich oft eher irritiert an, wenn ich Subgenres erwähne.

Offline Wildfee

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Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #128 am: 10. Februar 2020, 12:13:22 »
@Anjana Wir haben den Begriff schon übernommen, aber damals, sprich vor ca. 14 Jahren, war "Contemporary" eben NICHT irgendwie mit Urban Fantasy gleichzusetzen. Ganz im Gegenteil, Contemporary ist eigentlich frei von phantastischen Elementen.
Dass Contemporary Romance jetzt ein Synonym für Urban Romantasy sein soll, ist mir ehrlich gesagt völlig neu  :hmmm:
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Offline Anjana

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Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #129 am: 10. Februar 2020, 12:35:16 »
Ja, das ist irgendwie genau das Problem mit den ganzen kleinen Schubladen. Je nach dem wo man ihnen das erste Mal begegnet, können die Definitionen da offenbar sehr variieren.

Ich kenne halt nur Contemporary Fantasy (aber viel seltener genutzt) als Synonym zu Urban Fantasy aber nicht zu Romantasy. Da ist aus meiner Erfahrung ja eben die Unterscheidung, dass es in CF und UF entweder gar keine Romanze oder eine solche nur als Nebenstrang gibt. Der dann zwar leider doch meist weiter ausgebaut wird, aber die Storyline dreht sich nie vorrangig um das kriegen oder nicht kriegen der Figuren, sondern um andere Dinge. Oft halt irgendwelche Verbrechen oder Entwicklungen unter den Übernatürlichen, die dann gelöst werden müssen. Die Romanzen mit Fantasyelementen/Übernatürlichen werden dann als Romantasy betitelt. Zumindest ist das meinem Empfinden nach in den größeren Verlagen und im amerikanischen Raum so der Fall.

Urban Romantasy habe ich zum Beispiel überhaupt noch nie gehört/gelesen. Und Contemporary Romance (oder irgendeinen anderen Zusatz) eben auch noch nie.
Aber da ich ja keine reinen Romanzen lese, bin ich dem vielleicht auch nur noch nicht begegnet und habe deswegen die Verbindung von Contemporary = wird nur in Verbindung mit Fantasy genutzt.
Dass es von der reinen Bedeutung her nichts damit zutun hat, weiß ich schon. Meine Erklärung für mich war halt, dass Fantasy zunächst im Genre vielleicht eher nicht zeitgenössisch war und deswegen, als die ersten zeitgenössischen Romane auftauchten einen Zusatz brauchten, während bei Liebesromane vielleicht immer schon zeitgenössische geschrieben wurden und die in anderen Zeiten dann eben die entsprechenden Zusätze für die Abgrenzung brauchten.   :hmmm:
Aber zumindest ist meine Frage beantwortet und ich kann es entsprechend einschätzen. ;)

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