0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

  • Drucken

Autor Thema: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen  (Gelesen 56144 mal)

Offline Pandorah

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 2.140
  • Geschlecht: Weiblich
  • Kampfküken
    • Cover für Dich
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #90 am: 17. Januar 2014, 11:30:00 »
Das freut mich! :D

Ich kannte bis auf "Magischer Realismus" alle Subgenres irgendwie, aber wusste bei den meisten nicht so recht, was wirklich darunter fällt. Bei einigen fällt mir die Zuordnung immer noch wahnsinnig schwer, was auch daran liegt, dass es viele Überschneidungen gibt und ich das Gefühl habe, dass ab einer gewissen Schnittmenge nur das Gefühl entscheidet, wo das Werk jetzt eher reinpasst - also eine verdammt subjektive Sache.

Offline Pandorah

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 2.140
  • Geschlecht: Weiblich
  • Kampfküken
    • Cover für Dich
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #91 am: 17. Januar 2014, 13:48:15 »
Zu Hilf! Das hier habe ich für Paranormal Fantasy zusammengesammelt. Ich bin aber vollkommen verloren, weil ich den Unterschied zu Mystery nicht so richtig sehe. Ist es eher so, dass Mystery einfach stärker mit dem Krimi- und dem Horroraspekt spielt und weniger "wissenschaftlich" ist? ???

Zitat
Paranormal Fantasy
- Die Geschichten dieses Genres spielen in unserer Welt, sind jedoch nicht an die moderne Zeit gebunden.
- Es geht um Phänomene, die nicht mit unseren normalen fünf Sinnen zu fassen sind, z. B. außersinnliche Wahrnehmung (Telepathie, Hellsehen, etc.), Psychokinese (Beeinflussen von elektronischen Geräten, Telekinese, etc.),  und außergewöhnliche menschlichen Erfahrungen (Nahtoderfahrung, außerkörperliche Reisen, etc.)
- Auch übersinnliche Erscheinungen fallen darunter, die man als "Begabter" sehen und zum Beispiel durch Energiemessungen nachweisen kann.
- Diese Kräfte sind theoretisch wissenschaftlich belegbar, beruhen jedoch auf Naturgesetze, die noch nicht entdeckt wurden.
- Zu beachten ist, dass der Begriff "Paranormal Romance" im Englischen nicht dasselbe bedeutet wie im Deutschen. Paranormal Romance entspricht der hiesigen Romantasy.


Zitat
Portal Fantasy
- Bei Portal Fantasy ist das entscheidende Merkmal, dass die Protagonisten durch ein Weltentor auf die eine oder andere Art in eine andere Welt gelangen.
- Wichtig dabei ist, dass es sich wirklich um eine andere Welt handelt und nicht um geheime Bereiche unserer Welt.
- Der Übergang kann freiwillig oder durch Unfall/Zufall geschehen.
- Hierbei handelt es sich hauptsächlich um einen Einstieg in eine Geschichte, deren eigentliches Genre sich dann erst offenbart.
- Es können auch mehrere Wechsel zwischen den beiden (oder mehreren) Welten stattfinden.

Vertreter: C. S. Lewis (Der König von Narnia, Prinz Kaspian von Narnia, Die Reise auf der Morgenröte, Der Silberne Sessel)

Offline Pandorah

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 2.140
  • Geschlecht: Weiblich
  • Kampfküken
    • Cover für Dich
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #92 am: 18. Januar 2014, 20:44:36 »
Zitat
Romantasy
- Zusammengesesetzt ist der Begriff aus "Romantic" und "Fantasy". Häufig wird auch die Langform Romantic Fantasy verwendet.
- Im englischsprachigen Raum existiert dieses Genre nicht; was in Deutschland darunter verstanden wird, bezeichnet man im Englischen als "Paranormal Romance".
- Der Schwerpunkt bei Romantasy liegt auf der Romantik, wobei die Menge an Romantik stark variieren kann.
- Romantasy kann Liebesszenen enthalten, muss aber nicht.
- Sehr häufig findet man die Romantasy verbunden mit Urban Fantasy.
- Eine Hälfte des Liebespaares ist so gut wie immer ein Fantasywesen (z.B. Engel, Vampir, Werwolf), der andere Part hat oft oder entdeckt während des Romans ebenfalls übersinnliche Fähigkeiten.

Vertreter: Stephenie Meyer (Bis(s)-Reihe), Nina Blazon (Faunblut)

Offline Pandorah

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 2.140
  • Geschlecht: Weiblich
  • Kampfküken
    • Cover für Dich
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #93 am: 19. Januar 2014, 14:53:16 »
Zitat
Science Fantasy
- Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um eine Mischung aus Science Fiction und Fantasy.
- Science Fantasy nutzt die Elemente der Science Fiction - Raumschiffe, Roboter, Weltraumschlachten, etc. - und fügt dem noch eine mehr oder minder große Prise Magie hinzu.
- Während Science Fiction mit den realistischen wissenschaftlichen und technischen Möglichkeiten unserer Zukunft spielt, weitet die Science Fantasy das Spielfeld auch auf die unmöglichen Möglichkeiten aus.
- Ebenso wird gerne auf klassische Fantasy-Themen, -Völker und -Bilder zurückgegriffen, zum Beispiel Schwertkämpfe und Elfen.

Vertreter: George Lucas (Star Wars)

Ich suche immer noch jemand, der mal bei Paranormal Fantasy drüberschaut. :)

Zu Hilf! Das hier habe ich für Paranormal Fantasy zusammengesammelt. Ich bin aber vollkommen verloren, weil ich den Unterschied zu Mystery nicht so richtig sehe. Ist es eher so, dass Mystery einfach stärker mit dem Krimi- und dem Horroraspekt spielt und weniger "wissenschaftlich" ist? ???

Entropy

  • Gast
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #94 am: 05. Dezember 2014, 14:52:39 »
Ich hätte noch eine kleine Übersicht über verschiedene Steamfantasy-Genres:

- Clockpunk - Die Technologie des Settings befindet sich auf dem Fortschritt einer westlichen Zivilisation im Mittelalter bis Spätmittelalter, manchmal auch in der Viktorianischen Ära.

- Candlepunk - Clockpunk mit weniger Technologie und einer dunkleren Atmosphäre.

- Decopunk - Die Ästhetik der 1920er bis 1950er steht im Mittelpunkt, sowie die Modernisierung der Technologie.

- Biopunk - Das Setting befindet sich in der nahen Zukunft, im  Mittelpunkt stehen genetisch manipulierte Menschen, Experimente mit Menschen und Veränderungen an der DNA .

- Cyberpunk - Das Setting hat Science-Fiction-Elemente, wie eine deutlich fortgeschrittene Technologie oder künstliche Intelligenz. Dennoch befindet sich das Setting in naher Zukunft.

- Dieselpunk - Die Technologie der Steampunk-Welt befindet sich auf dem Fortschritt zwischen I. und II. Weltkrieg.

- Elfpunk - Die Steampunk-Welt mischt sich mit High oder Urban Fantasy. Es gibt allerdings keine Werwölfe und Vampire.

- Sandalpunk - Das Setting ist in der Antike (z.B. Römer), es existieren jedoch fortschrittliche Technologien.

- Western Steampunk - Die Steampunk-Welt befindet sich im Wilden Westen oder wurde an diesen angelehnt.

- Steampunk - Das Setting ist im Viktorianischen Zeitalter oder Industriezeitalter der Westlichen Welt. Dampfbetriebene Technologie steht im Mittelpunkt.

Offline Phea

  • Elite
  • ******
  • Beiträge: 3.439
  • Tintenzirkel Rulez!!!
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #95 am: 11. Oktober 2015, 21:03:51 »
Könnten wir dieses Thema irgendwo hin packen, wo es nicht unter geht? Ich greife gerne mal darauf zurück, um meine Projekte in Genres einsortieren zu können. Zum Beispiel gerade eben, als ich mein neues altes Projekt vorstellen wollte und nicht genau wusste, wo ich es einsortieren sollte.

Offline Elona

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 2.468
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #96 am: 04. Januar 2016, 16:29:49 »
Ich habs auch nicht hier vermutet und deshalb auch nicht hier gesucht ...

Wenn die Frage auch schon etwas arg älter ist:
Zitat von: Pandorah
    Zu Hilf! Das hier habe ich für Paranormal Fantasy zusammengesammelt. Ich bin aber vollkommen verloren, weil ich den Unterschied zu Mystery nicht so richtig sehe. Ist es eher so, dass Mystery einfach stärker mit dem Krimi- und dem Horroraspekt spielt und weniger "wissenschaftlich" ist? ???
Mystery hätte ich so verstanden, dass es nicht durchsichtig ist, ob es nun übernatürrlich ist oder es eine rationale Erklärung dafür gibt.
Bei Paranormal gehe ich davon aus, dass keine wissenschaftliche Erklärung möglich ist. Es eben jenseits dessen liegt (auch wenn Auswirkungen davon gemessen werden können).
Von daher würde ich den Punkt:
Zitat von: Pandorah
- Diese Kräfte sind theoretisch wissenschaftlich belegbar, beruhen jedoch auf Naturgesetze, die noch nicht entdeckt wurden.
streichen.


Offline Malinche

  • Coolibri
  • Obermotz
  • ******
  • Beiträge: 22.736
  • Geschlecht: Weiblich
  • Lamahüterin.
    • Malinches Autorenseite
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #97 am: 05. Januar 2016, 19:59:52 »
Ja, es ist echt schade, dass der Thread so untergegangen ist über die Zeit, wir konferieren mal, wo man den hinpacken könnte. :)

[EDIT] So, Thema ab jetzt hier gepinnt, damit es nicht wieder versumpft. Ich denke, Input ist nach wie vor willkommen.

   »Que no hay nada en el mundo, caramba,
que detenga tu canto rebelde ...«
- Barrio Calavera, Gallito de Pelea

Offline Trippelschritt

  • Elite
  • ******
  • Beiträge: 2.508
  • Geschlecht: Männlich
  • Logbuchschreiber
    • Wolf Awert
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #98 am: 06. Januar 2016, 07:22:00 »
Mit Mystik habe ich auch so meine Schwierigkeiten. Das mag aber daran liegen, dass Begriffe sich wandeln.
In der guten alten Zeit gab, den Siebzigern, es fast nur drei Genres: Science Fiction, Phantastik und Fantasy. Paranormal war lange ein SF-Thema. Jedenfalls wurden Romane dieser Art von Heyne und anderen Verlagen unter SF publiziert. Phantastik als eigenes Genre ist dann verschwunden, wurde aber gern noch als Oberbegriff genutzt. Utopie oder utopischer Roman verschwand ebenfalls, hatte ich den Eindruck. Vieles, was vorher als phantastische Geschichte lief, fand ich später unter Mystik wieder. Man könnte es aber auch genauso gut contemporary Fantasy nennen, einen begriff, den ich erst aus den letzten Jahren kenne. Überhaupt sind die meisten Genrenamen unterhalb der drei Hauptkategorien neueren Ursprungs. Über sie bin ich erst in den letzten zwanzig Jahren gestolpert.

Das ist aber alles nur mein Eindruck. Ich bin dieser Frage nicht systematisch nachgegangen. Vielleicht war es auch ganz anders. Sicher bin ich mir nur, dass die oft vom Marketing gesteuerten Genrebezeichnungen keine festen Definitionen haben und sich im Lauf der Zeit ändern.

Liebe Grüße
Trippelschritt
Schreiben ist nichts anderes als seine Ideen zu Tisch zu bitten

Offline Araluen

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 4.062
  • Geschlecht: Weiblich
  • KEKSE!
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #99 am: 06. Januar 2016, 13:50:03 »
Nicht gerade konstruktiv, ich weiß. Aber ich muss einfach mal sagen, dass ich gerade total von der Rolle bin, wie sehr sich das Steampunkgenre aufsplitten lässt  :hmhm?:

Veldrys

  • Gast
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #100 am: 25. Februar 2016, 05:39:56 »
Neben  Grim&Gritty lese ich auch immer wieder Grimdark. Ob es dasselbe mit anderem Namen ist oder ob es einen Unterschied gibt, weiß ich jedoch nicht.

Offline Fianna

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 6.776
  • Geschlecht: Weiblich
    • Fiannas Website
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #101 am: 25. Februar 2016, 06:17:14 »
Sind das Selfpublisher oder wo findest Du so genaue Unterscheidungen angegeben?
Das finde ich grade sehr spitzfindig. Klingt nach "Ich wollte einen coolen Namen erfinden".

Siehst Du denn überhaupt einen Unterschied in zwei Werken, die in jeweils eine dieser Schublädchen zugeordnet sind?
„Und seit wann… kannst Du Schmerzen riechen?“ fragte Sechet und schob sich vorsichtig rückwärts. (Bastets Kinder)

Offline Evanesca Feuerblut

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 4.798
  • Fledermäuschen ^^v^^
    • Meine Autorenhomepage
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #102 am: 25. Februar 2016, 16:27:08 »
Die Steampunk-Kategorien werden durchaus so gehandhabt, auch von Verlagen, aber eher im englisch- als im deutschsprachigen Raum. Im deutschsprachigen Raum - fragt mich bitte nicht, warum - veröffentlichen SP und Kleinverleger entsprechende Werke mit korrekter Unterbezeichung aus dem Steampunk-Spektrum. Die Großverlage dagegen nicht.
Für mich war z.B. Eoin Colfers "Der Quantenzauberer" eindeutig irgendwo im Steampunk-Spektrum zu verorten (z.B. aufgrund der Bauweise der Zeitmaschine), wurde aber bei Erscheinen des Romans vom Löwe-Verlag als Zeitreise-Fantasy vermarktet, der "Steampunk"-Verweis kam erst später dazu.
Mir sind auch "Teslapunk" (Die Technologien basieren auf Erfindungen von Nikola Tesla) und Solarpunk (wird auch bei Phantanews erwähnt, eine optimistisch-ökologische Zukunftsvision) bereits begegnet.
   .

Denamio

  • Gast
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #103 am: 25. Februar 2016, 16:45:09 »
Neben  Grim&Gritty lese ich auch immer wieder Grimdark. Ob es dasselbe mit anderem Namen ist oder ob es einen Unterschied gibt, weiß ich jedoch nicht.

Gerade Grimdark hat für mich ein wenig eine abschätzige Färbung, von daher könnte ich mir vorstellen, dass hier eher auf Grim&Gritty ausgewichen wird. Aber letzteres habe ich zuvor noch nie gesehen, von daher. Zumal ja König Grimdark, Warhammer, auch als normales Fantasy bzw Sci-Fi gehandelt wird.

Die Steampunk-Kategorien werden durchaus so gehandhabt, auch von Verlagen, aber eher im englisch- als im deutschsprachigen Raum. Im deutschsprachigen Raum - fragt mich bitte nicht, warum - veröffentlichen SP und Kleinverleger entsprechende Werke mit korrekter Unterbezeichung aus dem Steampunk-Spektrum. Die Großverlage dagegen nicht.

Ich frage mich ob das hier ein ähnliches Phänomen ist. Punk ist hierzulande gefühlt auch eher anrüchig, zumal die ganzen xyz-Punk Genres eh ein wenig seltsam anmuten. Im Prinzip ist das ja "Technologieniveau+Punk". Punk beschreibt in dem Fall, dass es um eine oder mehrere Personen am unteren Spektrum der Gesellschaft geht, die gegen die unfühlende Maschine antreten. Aber wo es da anfängt und wo endet, ist mir nie ganz klar. Wenn es um einen Bauernaufstand gegen Ritter Klotzetot geht, ist das dann Medieval Punk?
Gehört jetzt Cyberpunk auch dazu oder ist das dann doch wieder sein eigenes Ding? Vor allem weil Cyberpunk ja eher eine Spielart von Film Noir ist, anstatt anarchofreundliches De-Establishment. Steampunk und Cyberpunk kann ich als Genres noch verstehen, weil etabliert, aber persönlich finde ich ja, das wir bei Solarpunk und Teslapunk ein wenig zur "einmaligen Schneeflocke" werden. Wurde das tatsächlich so im Katalog notiert, oder waren es einfach Marketing Klopfer?

Offline Ryadne

  • Blaustern
  • *****
  • Beiträge: 2.201
  • Geschlecht: Weiblich
  • skeptisch überzeugt
    • FragmentAnsichten
Re: Fantasygenres und Subgenres: Unsere Schubladen
« Antwort #104 am: 25. Februar 2016, 17:07:47 »
Gehört jetzt Cyberpunk auch dazu oder ist das dann doch wieder sein eigenes Ding? Vor allem weil Cyberpunk ja eher eine Spielart von Film Noir ist, anstatt anarchofreundliches De-Establishment. Steampunk und Cyberpunk kann ich als Genres noch verstehen, weil etabliert, aber persönlich finde ich ja, das wir bei Solarpunk und Teslapunk ein wenig zur "einmaligen Schneeflocke" werden. Wurde das tatsächlich so im Katalog notiert, oder waren es einfach Marketing Klopfer?

Cyberpunk ist sozusagen der Startschuss für die "Punk"-Bewegungen gewesen und eigentlich finde ich den -punk-Nachsatz hier aufgrund der dystopischen Elemente noch am passensten. Auf die eine oder andere Art wird sich hier ja immer gegen Konzerne (=Establishment) gewehrt, Noir bietet häufig eher die passende Atmosphäre als den inhaltlichen Rahmen. Alles, was danach kam - Steampunk, Teslapunk, Stonepunk etc. pp.  - stützt sich auf die Cyberpunk-Bewegung, aber eher aus, wenn man so will "modischen" als inhaltlichen Gründen. (Trotzdem kann man auch in diesen Spielarten den Punk noch finden, wenn man ihn sucht, siehe z. B. http://neueabenteuer.com/punk-ohne-revolution-oder-was-hat-der-punk-im-steampunk-verloren/)

Was die Unterarten angeht, muss man einmal, wie schon angedeutet wurde, von der aktuellen Situation am deutschsprachigen Markt weggehen. Steampunk kommt hier gerade im Mainstream an, Cyberpunk erlebt eine Renaissance. Aber in der nigerianischen Science Fiction wird gerade beispielsweise Solarpunk als neues großes Underground-Ding gefeiert und in den USA ist das ohnehin ein relativ etabliertes Genre. Wenn man sich diese Subgenres mal genauer anschaut, merkt man auch, dass sie sich tatsächlich schwer unter bestehende fassen lassen. Cyberpunk ist beispielsweise eher dystopisch, Solarpunk utopisch und Steampunk romantisch.

Trotzdem ließe sich das eine oder andere auch einfach unter New Weird oder so fassen, zumal es für einige Subgenres nur eine Handvoll Werke gibt. Viele dieser Strömungen sind ja auch weniger Literaturgattungen als mehr avantgardistische Strömungen, die mal mehr, mal weniger populären Einzug in die Medien erhalten haben.

  • Drucken