Tintenzirkel - Das Fantasyautorenforum

Allgemeines => Tintenzirkel => Thema gestartet von: Maja am 04. Oktober 2018, 16:29:18

Titel: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Maja am 04. Oktober 2018, 16:29:18
Im Anbetracht der laufenden Diskussion interessiert mich - ohne Wertung, sondern auf rein statistischer Basis - wie die Tizi-Mitglieder zu Veröffentlichungen stehen und welchen Weg sie dazu nutzen. In Anbetracht der Tatsache, dass es dieses Forum seit über vierzehn Jahren gibt, ist es schade, dass wir so eine Umfrage noch nie gemacht haben, denn es wäre schön zu sehen, wie sich das entwickelt. Was uns nicht davon abhält, von jetzt an alle paar Jahre so eine Erfassung zu machen.

Wenn ihr mögt, könnt ihr Details dazu, wie ihr es haltet oder warum, gerne als Kommentar posten. Es geht aber wirklich nicht um einen "Wir gegen die"-Grabenkampf, mich interessiert einfach, wie sich der Markt verändert. Insbesondere interessieren mich die Beweggründe von Autoren, die Verlagsautor waren und ins Selfpublishing gewechselt sind (was in der Umfrage unter "Selfpublisher" geführt wird, auch wenn noch Verlagsveröffentlichungen am erhältlich sind) - ich sehe seit Jahren mit Beändstigung einen wachsenden Trend der Verlage, ihre Nicht-A-List-Autoren wie Dreck zu behandeln und die Konditionen immer weiter zu verschlechtern und kann jeden verstehen, den es dann ins Selfpublishing treibt, aber ich kann mir vorstellen, dass es noch ganz andere Gründe gibt, warum Autoren nach Verlagserfahrungen das Heft lieber selbst in die Hand nehmen.

"Hybdridautoren" im Sinne der Umfrage sind Autoren, die gegenwärtig sowohl im Selfpublishing aktiv sind, als auch an neuen Verlagsveröffentlichungen arbeiten. Bei der Verlagsautoren macht es keinen Unterschied, ob es große oder kleine Verlage sind oder ob die Bücher im Druck oder nur als Ebooks erhältlich sind. Es geht um einen Überblick, nicht um Auflagehöhen.

Ihr könnt auch gerne an der Umfrage teilnehmen, ohne einen Kommentar zu hinterlassen. Danke fürs Mitmachen!
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Kuddel am 04. Oktober 2018, 18:07:46
Ich bin ein Hybridautor und habe mich entschieden, SP zu machen, um die Kasse aufzubessern. Mit den luftig leichten Liebesromanen im SP verdient man (leider) einfach mehr, als mit der Phantastik über Verlage. Ich weiß, es klingt blöd, wenn ich das schreibe, aber die Romanzen sind nur dazu da, um den langfristigen Schritt in die Selbstständigkeit voranzutreiben.  :omn:
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Steffi am 04. Oktober 2018, 18:20:08
Ich bin aktuell reine Verlagsautorin, ab demnächst aber auch - mit geschlossenem Pseudonym - zusätzlich SPlerin in völlig anderem Genre. Aus demselben einfachen Grund wie Kuddel: Kasse aufbessern, um mit dem Schreiben auch mal tatsächlich ein paar Euro zu verdienen.

Hab deshalb schon mal "Hybrid" angekreuzt :)
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Maja am 04. Oktober 2018, 19:07:14
Ich bin Verlagsautorin (mit Agentur im Rücken). Es gibt Dinge, die ich am Selfpublishing toll finde: Die Gestaltung, Satz und Buchkunst, Coverart, das Formulieren fetziger Klappentexte. Wenn da bloß das Verkaufen nicht wäre … Das beste selbstveröffentlichte Buch taugt nichts, wenn der Autor es nicht an den Mann bringen kann. Ich bin vielleicht keine Null im Marketing, aber sagen wir mal, Null Komma Drei. Ich habe Ideen, die völlig an dem vorbeigehen, was den Leser anspricht.

Hinzu kommt: Ich bin Perfektionist, ich will mein Buch in der bestmöglichen Form auf den Markt bringen, und das heißt, ich will mit einem Lektor intensiv am Text arbeiten, ehe das Ganze veröffentlicht wird und es zu spät ist, noch etwas umzuformulieren. Als Selfpublisher könnte ich mir das, was ich als Autor gerne hätte, nicht leisten. Als Verlagsautor beomme ich es auch nur mit Glück - mein zweiter Roman har vom Verlag nur ein Korrektorat bekommen, das Cover war nicht gut, das Markering nicht vorhanden, und hätte ich das Buch in der Form als Selfpublisher herausgebracht, ich hätte zumindest an den verkauften Exemplaren ein bisschen verdient. So war das für mich eine Enttäuschung auf ganzer Linie.

Im Moment habe ich den Luxus, einen Verlag zu haben, dessen Programmleiter so brutalst die Finger in die strukturellen Schwächen meines Romans gelegt hat, dass ich nahezu alles komplett neu geschrieben habe, erst mit Heulen und Zähneklappern und später zunehmender Begeisterung. Es hat dem Buch extrem gut getan, vor allem aber mir, endlich einmal vom einem Verlag ein Gefühl der Wertschätzung zu bekommen, als Autorin ernstgenommen, auch gefordert zu werden, aber nicht wie eine Bittstellerin behandelt. Was leider zu selten der Fall ist.

Ich komme beurflich aus dem Buchhandel und Bibliothekswesen. Für mich war klar, dass ich meine Bücher in Buchhandlungen haben will, zum Drüberstolpern, in die Hand nehmen und spontan kaufen. Es hat lange gedauert, bis ich da gelandet bin. In der Zeit habe ich von Verlagen alle Arten von Mist erfahren. Das partnerschaftliche Verhältnis, das eigentlich existieren sollte - ich schreib es, ihr verkauft es - wurde völlig ausgehebelt, das ganze Markteting mir überlassen, Lesungen schafften es nicht mal in den Veranstaltungskalender des Verlags, und ich bekam immer ein "Gib Ruhe, Fußmatte, du bist nur ein C-Titel" zu hören. Zwischenzeitlich war ich soweit, dass ich meiner Agentin geschrieben habe, dass ich überhaupt nichts mehr veröffentlichen will, weil mich das derart fertiggemacht hat.

Dass ich über alldem auch nicht zum Selfpublisher tauge, war mir dabei schnell klar - denn ich habe ja versucht, meine Verlagsbücher an den Mann zu bringen, mit dem gleichen Elan, als hätte ich sie selbst veröffentlicht, und es kauft sie trotzdem keiner. Diese Frau kann nicht verkaufen. Hat ja seine Gründe, dass ich im Buchhandel nicht altgeworden bin. Die Agentin hat mir den Zahn natürlich gezogen - bzw. daran erinnert, dass ich zumindest das eine Buch, für das ich seit vier Jahren den Verlag in der Tasche habe, noch machen muss, sowei die beiden Fortsetzungen, weil es eine Triloigie ist.

Inzwischen läuft es, durch die positiven Erfahrunren, die ich gerade mache, wieder so gut, dass ich mich wieder als Verlagsautorin mit Leib und Seele bezeichnen würde. Aber das ist ein Verlag von vieren, in denen ich veröffentlicht habe (bzw. werde) - und das nenne ich leider einen ziemlich schlechten Schnitt.

Um die Selbständigenkasse aufzuwerten, werde ich jetzt wieder unter die Kunsthandwerker gehen. Verlagsautorendasein ist schlecht bezahlt. Ich hoffe, an meinen Teddybären verdiene ich wieder mehr.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Slenderella am 04. Oktober 2018, 19:50:36
Ich bin ein paar Sachen da oben.
Ich bin Verlagsautor mit Agentur und Selfpublisher. Ich veröffentliche im Groß und Kleinverlag. Und selbst.

Selfpublishing wähle ich immer dann, wenn ich ein Spartenthema bediene, das Buch aber machen will, oder wenn ich von irgendwas die Nase voll habe und mir denke: Ach, weißte, das kann ich auch selber. Und besser. Ich mache gerne Marketing und Cover, von daher fällt mir das leicht. Aber Buchsatz ... ich hasse Buchsatz. Bei Turfteufel und bei Turflichter bin ich wahnsinnig geworden, das habe ich erfolgreich verdrängt und stelle gerade ein Buch zum Vorbestellen ein. Vielleicht mach ich einfach kein Print.

Cash mache ich allein mit Arschlochpferd (breche ich es runter, komme ich auf etwas weniger als mein Monatsgehalt - wenn ich rechne, was ich mit Arschlochpferd im Monat verdiene). Und immer im ersten Monat mit nem Turf Buch. Okay, da krieg ich jeden Monat 20 Euro pro Buch Zigarettengeld und freu mich.

Ich befürchte ich geh auch demnächst mal in die leicht verdauliche Romance Sparte, meine ironische Haltung werden die Leser dort eh nicht verstehen und übertreiben kann ich gut. Gibt einfach zu viel Cash.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Maja am 04. Oktober 2018, 19:52:13
@Slenderella
Dann bist du Hybridautor. Du veröffentlichst in Verlagen und selbst. Ich wollte aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht auch noch die Hybdrigautoren in solche mit und ohne Agnetur aufdröseln.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Araluen am 04. Oktober 2018, 20:05:41
Ich habe bis auf eine Kurzgeschichte bisher nicht veröffentlicht einfach weil das Ende unter einem Romanmanuskript fehlt. Aber ich schreibe mit dem Ziel Veröffentlichung.
Zum Glück muss ich nicht davon leben und will es auch nicht. Dafür ist mir die Sicherheit meines Brotjobs, mit dem ich derzeit sehr zufrieden bin, für mich und meine Familie zu wichtig.
Für die Zukunft sehe ich meine Geschichten eher beim Verlag. Ich kann und will nicht alles allein stemmen, damit mein Buch an den Mann kommt. Deshalb kommt SP für mich auch nicht in Frage bzw. ist wenn überhaupt eine Notlösung. Ich sehe, was einige SPler an Marketing, Cover, Buchsatz, etc. leisten und weiß, dass ich dafür weder Zeit noch Knowhow aufbringen kann. Ich bin ja schon mit meinem privaten FB Account überfordert oder eher genervt davon und ignoriere ihn seit gut einem Jahr konsequent. Wie soll man so netzwerken und in den sozialen Medien sichtbar sein?
Eine Agentur wäre wahrscheinlich toll, aber vermutlich lohnt sich ein Autor, bei dem das Schreiben erst an dritter Stelle im Leben steht nicht für einen Agenten.
Also lautet lein Plan: fertig schreiben, Roman ausgehfertig machen und dann Klinken putzen gehen.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Linda am 04. Oktober 2018, 20:34:20
Ich bin (seit längerem) Verlagsautorin mit Agentur. Darauf habe ich seit meinem 12. Lebensjahr hingearbeitet und kann mir das nicht anders für mich vorstellen. Einfach, weil so mehr Zeit für Kreativität bleibt.  Vor 25 (urgs, schon so ewig her)  Jahren habe ich zwar schon 'selbst veröffentlicht' bzw. bei kleinen Literaturzeitschriften, aber als reines Spaßprojekt (Fanzine) ohne Gewinnabsicht.
Da ich mein Geld inzwischen auch so in der Branche verdiene, passt das schon. 
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Weberin am 04. Oktober 2018, 20:44:20
Ich habe noch keinen Fantasy-Roman veröffentlich, da es eine Trilogie werden soll und der dritte Band noch nicht geschrieben und die ersten zwei noch nicht korrigiert sind. Allerdings habe ich die beiden ersten Bände bei BoD privat ausdrucken lassen, was ziemlich Spaß macht, sie als Buch zu lesen.

Ich habe aber bei BoD ein paar Sachbücher veröffentlicht. Ich schätze die einfache Art, jederzeit das veröffentlichen zu können, was ich veröffentlichen möchte und auch keine Kompromisse machen zu müssen. Ich schreibe über sehr ungewöhnliche Themen in ungewöhnlicher Form (z.B. unter Pseudonym "Künstliche Intelligenz - werden Roboter mit KI in Zukunft Gefühle haben?"). Da wird sich kaum ein renommierter Verlag finden lassen, der das veröffentlichen mag. Aber ich weiß, dass es Menschen gibt, die meine Themen interessieren, und ab und zu verschicke ich ein Exemplar. Mir geht es nicht darum, viel Geld zu verdienen, sondern die eine oder andere Überlegung an Leute weiterzugeben, die vielleicht etwas daraus machen.

Überigens stimmt es nicht, dass man ein selbst veröffentlichtes Buch nicht mehr ändern kann. Ich kann jederzeit eine Neuauflage machen (und hab diese Möglichkeit auch schon genutzt), das kostet 19 Euro (so wie die erste Auflage bei BoD).

Allerdings finde ich es eigentlich nicht so gut, wenn Verlage mit Selfpublishing-Verlagen konkurrieren müssen. Aber wenn sie ihre Autoren schlecht behandeln, dann ist das ja auch für weniger exotische Autoren wie mich eine Alternative.

Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Waldhex am 04. Oktober 2018, 21:01:32
Ich habe mal Hybrid angekreuzt. Zwar sind alle meine Romane bisher im SP erschienen, dafür alle Kurzgeschichten bei Verlagen.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Kaeptn am 04. Oktober 2018, 21:28:20
Ich bin Hybrid-Autor, wenn auch im SP bislang nur mit einem Verlagsrückläufer unterwegs, aber 2019 will ich das mit einem neuen Roman ausbauen. Kleinverlag ist zwar ganz nett, aber finanziell einfach zum Vergessen und wenn man dann auch da schon Anfang 2018 auf 2020 vertröstet wird - nö!
Parallel will ich aber auch nochmal in einem anderen Genre eine Agentursuche starten und im Idealfall dann mal auf drei Beinen (SP, Kleinverlag und Großverlag mit Agentur) stehen, wenn mich denn eine Agentur haben will.

Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Aylis am 04. Oktober 2018, 22:08:30
Ich finde es total schön, dass du diese Umfrage mal startest, @Maja .  :jau:

Ich bin Hobbyautorin und habe es bis vor Kurzem nicht weiter als 40k geschafft. Das hängt wahrscheinlich mit ganz vielen Faktoren zusammen, aber vor allem empfinde ich, dass ich nun nicht nur das emotionale, sondern auch das Handwerk extrem verbessert habe. Deswegen fließt es einfach.
Ich möchte gerne veröffentlichen, wenn ich dann mal fertig bin und weiß aber noch gar nicht so recht, wie ich das anstellen soll. Damit will ich mich aber auch noch nicht befassen, sondern erst, wenn ich mein Projekt wirklich fertig habe, bzw. die Rohfassung. Und dann werde ich mich wieder an den TiZi wenden und mal schauen, was ihr dazu zu sagen habt/hattet. :)
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Czara am 04. Oktober 2018, 22:27:58
Bin ja schon etwas neidisch auf alle, die bereits ein oder mehrere Bücher veröffentlicht haben, weil ihr da steht, wo ich auch gerne mal seine würde.  Bitte nicht falsch verstehen, ich gönne euch den Erfolg und weiß auch, dass viel Fleiß und Arbeit, vor allem im Erstlingswerk, stecken. Es ist mein großer Traum (m)einen Roman zu veröffentlichen. Ich arbeite dran, aber in den letzten zwei Jahren musste ich krankheitsbedingt immer mal wieder längere Pausen einlegen. Mittlerweile geht es endlich bergauf.  :)
Hinzu kommt, dass ich eigentlich erst seit dem ich im Tintenzirkel bin, mich wirklich an längere Projekte rangewagt habe.  Und ich habe gemerkt, dass ich noch viel lernen muss. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich meinen Traum irgendwann die Flügel schenken kann.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Maubel am 04. Oktober 2018, 22:33:25
Ich bezeichne mich als Hybridautorin. Eine Großverlagsveröffentlichung habe ich ja bereits und mit der Agentur kommen hoffentlich noch mehr zusammen. Ansonsten habe ich aber hauptsächlich im SP veröffentlicht und das eher zufällig. Ich hatte eigentlich viel zu großen Respekt davor, was man alles stemmen muss, damit da am Ende ein gutes erfolgreiches Buch herauskommt und dann kam die Märchenspinnerei und hat mich an der Hand genommen. Mittlerweile liebe ich das Selfpublishing, weil ich im Marketing freie Hand habe. Ich kann coole Ideen einfach umsetzen und auf Bloggeraufrufe sofort reagieren. Beim Verlag muss ich oft 2 Wochen auf Bestätigung warten. Das ist in Zeiten von Social Media nicht mehr zeitgemäß. Zumindest die Bloggeraktionen entgehen einem so.

Ganz persönlich habe ich aber das Gefühl, dass manche Bücher sich besser im SP machen, während ich mit anderen meiner Werke unbedingt zu einem Verlag will. Jugendbücher/Coming of Age läuft z.B. im SP nicht gut, während meine Drehbuchserie ein Konzept ist, dass kein Verlag anfassen würde, aber gut laufen kann (dauert nur). Daher entscheide ich immer auf Basis des Buches, ob es etwas für den Verlag oder SP ist und finde, das beides seine Berechtigung hat.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Trippelschritt am 04. Oktober 2018, 23:10:09
In Belletristik Kleinverlagautor ohne Agentur. Ob sich das ändert. wird das nächste Jahr entscheiden.

Früher einmal Hybridautor, ist aber lange her.

Trippelschritt
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Arcor am 05. Oktober 2018, 09:12:52
Bis auf Kurzgeschichten bisher unveröffentlicht, würde aber gern mal. Dabei tendiere ich eher zu den Verlagen, wobei die Agenturfindung bisher auch nicht geklappt hat.

SP könnte für manche meiner Ideen sicherlich interessant sein, ich bin aber nicht gut darin, mich selbst zu verkaufen, geschweige denn mit um Cover etc. zu kümmern. Ich sehe es daher ähnlich wie Araluen. Mit einem Fulltime-Job, der den Unterhalt sichert, fehlt mir einfach die Zeit und die Energie, um mich mit Volldampf dem SP zu widmen. Und für eine reine Selbstständigkeit bin ich auch nicht der Typ. Ich mag es, zu wissen, was am Ende des Monats reinkommt, und brauche glaube ich auch dieses Sicherheitsnetz.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: moonjunkie am 05. Oktober 2018, 09:27:50
Ich war mir jetzt etwas unsicher, was ich ankreuzen soll, habe aber einfach mal "Verlagsautorin mit Agentur" genommen. Veröffentlichungen habe ich ein paar, allesamt in Kleinverlagen bzw. bei einem Imprint von Ullstein. Den Agenten habe ich allerdings erst seit dieser Woche, von daher hat er logischerweise noch nichts vermittelt, ich bin also nicht mithilfe des Agenten bei den Verlagen untergekommen, hoffe aber, das in Zukunft tun zu können.

Um mit dem Schreiben etwas zu verdienen habe ich mich dafür entschieden, einen Agenten zu suchen (lange Suche, endlich geglückt und ganz anders, als ich es erwartet hatte, nämlich durch Empfehlung). Außerdem bin ich seit kurzem Autorin unter ganz anderem Pseudonym bei einem Heftromanverlag, für den ich Mittelmeer-Liebesromane schreibe. Das ist das, womit ich in diesem Jahr endlich angefangen habe, wirklich Geld mit dem Schreiben zu verdienen (mal abgesehen von den winzigen Einnahmen davor, die mir dieses Jahr die Nachfrage seitens des Finanzamts wegen Liebhaberei beschert hat). Ich möchte (und muss) mit dem Schreiben etwas verdienen, liebe aber alles, was ich schreibe. An Self Publishing habe ich mich bisher nicht gewagt, weil ich nicht der Typ für großes Marketing und Werbung bin und mir die technische Seite noch sehr fremd ist. Falls es mit den "großen" (und mittelgroßen) Verlagen durch die Agentur nichts wird, schließe ich aber Self Publishing auch nicht aus.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Anja am 05. Oktober 2018, 09:42:10
Ich bin Selfpublisher mit Leib und Seele. Und ich bin auch nur zum Romanschreiben gekommen, weil meine Sachbücher weniger Einnahmen brachten und ich es irgendwann einfach versucht habe. Schon allein durch meine Autorenbio unterscheide ich mich vermutlich von nahezu allen anderen hier. Ich veröffentliche nur auf Amazon, weil Kindle Unlimited 50% meiner Einnahmen bringt, was Tolino niemals ausgleichen könnte. Wenn Leser auf Amazon kaufen, schicke ich auch die Epub-Datei für Tolino. Das sind aber keine 50 Verkäufe im Jahr, die ich so generiere.

Auch, wenn es hier nicht hingehört, aber ich lese immer, dass man so viel Marketing machen müsse. Ja, man muss etwas tun, aber die wichtigste Aufgabe ist, die Kombination aus Buch, Titel, Cover und Klappentext so zu optimieren, dass der Shop möglichst von selbst verkauft. Mit reinem Klinkenputzen kommt man im SP nicht weit, das braucht man nur, um erste Käufer zu gewinnen (50 bis 100) und um die gewonnenen Fans bei Laune zu halten, damit sie einen nicht vergessen.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Yamuri am 05. Oktober 2018, 09:53:21
Schwierig....also ich habe ein paar Kurzgeschichten unter Pseudonym im Rahmen einer Anthologie eines Kleinverlages veröffentlicht. Ich habe über Fanfiction Plattformen auch einiges an Fanfictions veröffentlicht, diese aber zum Teil wieder aus dem Netz genommen. Ich habe vor zu veröffentlichen, wahrscheinlich über Selfpublishing weil mich die Vorteile davon überzeugen, wäre aber einer Agentur oder einem Verlag nicht abgeneigt. Hybrid könnte ich mir also durchaus vorstellen. Bin mir jedoch nun unsicher, was ich oben ankreuzen soll? Ob die Kurzgeschichten unter Verlag laufen und die Fanfictions unter Selfpublish, weil ich sie ja über eine entsprechende Plattform on gestellt habe, oder ob Fanfictions überhaupt nicht als Veröffentlichung gelten, weil sie schließlich nicht kommerziell sind da eben Fanfictions. Auch für die Teilnahme an der Anthologie habe ich nichts bekommen. Gelte ich nun als 'hat schon was veröffentlicht' oder nicht? Das ist so meine Frage.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Aryana am 05. Oktober 2018, 09:57:29
Ich sehe mich als Hybrid mit Tendenz zum reinen SPler - ich habe mit drei Kleinverlagen gut zusammengearbeitet und möchte dort auch weiterhin Manuskripte anbieten, aber inzwischen auch drei Reihen im Sebstverlag angefangen, die ich auf jeden Fall weiter füttern möchte. Die Zusammenarbeit mit den Kleinverlagen gefällt mir gut, die Kommunikation klappt und alles ist transparent und nachvollziehbar - aber was mir am Selfpublishing so gut gefällt, ist tatsächlich die relative Freiheit. Niemand zwingt mich, mich zu verbiegen, ich schreibe, worauf ich Lust habe und finde auch für Nischenpeodukte Leser*innen.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: MonstersMagic am 05. Oktober 2018, 10:05:59
Bis auf eine Mini-Serie im Selfpublishing, die ich im Januar jetzt neu auflegen werde, weil ich einfach zu viel falsch gemacht habe (nicht inhaltlich, eher das drumherum), habe ich ein Buch in einem eLabel sowie zwei Bücher einer Dilogie in einem kleinen/mittelgroßen Verlag veröffentlich. Da mir die Verlagswelt und ihre Strukturen (und das Chaos  :psssst:) nicht zusagen und ich als Autor, der so viel an Marketing selber/alleine stemmen musste, einfach viel zu wenig am eigenen Werk verdiene, gehe ich wieder himmelhochjauchzend ins Selfpublishing zurück. Dort soll nächstes Jahr pro Quartal ein Buch erscheinen.  :prost:
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Alana am 05. Oktober 2018, 10:17:10
Ich bin Verlagsautor und ich bin es gerne. Ich mag die Zusammenarbeit mit einem Verlag, wenn alles gut läuft natürlich. Ich habe im Kleinverlag angefangen, womit ich im Nachhinein immer noch sehr happy bin und bin jetzt bei zwei großen Verlagen. Selfpublishing interessiert mich und ich schließe es für mich nicht komplett aus, aber solange ich mit meinen Verlagsbüchern weiter meinen Lebensunterhalt verdienen kann, steht ein Wechsel für mich außer Frage und um beides zu machen, fehlt mir einfach die Zeit.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Dahlia am 05. Oktober 2018, 10:43:25
Seit 2015 veröffentliche ich meine Bücher als Selfpublisher - ich hab eine handvoll Kurzgeschichten in Anthologien, fühle mich dadurch aber jetzt nicht als Hybridautorin. Auf lange Sicht würde ich es zwar nicht gänzlich ausschließen wollen, es auch mal mit einer Agentur zu versuchen, bin aber momentan sehr glücklich mit dem Weg, den ich gehe.
Ausschlaggebend war für mich auch die Freiheit, schreiben zu können, was ich will, und veröffentlichen zu können, wie und wann ich will. Ich bin auch einfach zu ungeduldig fürs Verlagsgeschäft, fürchte ich.
Das der Verdienst dabei recht gut ist, ist natürlich auch ein Faktor, der da mit reinspielt. Mein Ziel ist es, irgendwann in den nächsten Jahren vom Schreiben leben zu können - etwas, was ich nicht erreichen könnte, würde ich meine Gay Romance Bücher in Kleinverlagen herausbringen; damit in großen Verlagen zu landen (vielleicht mal von E-Book Imprints abgesehen), ist ja noch utopisch.

Auch, wenn es hier nicht hingehört, aber ich lese immer, dass man so viel Marketing machen müsse. Ja, man muss etwas tun, aber die wichtigste Aufgabe ist, die Kombination aus Buch, Titel, Cover und Klappentext so zu optimieren, dass der Shop möglichst von selbst verkauft. Mit reinem Klinkenputzen kommt man im SP nicht weit, das braucht man nur, um erste Käufer zu gewinnen (50 bis 100) und um die gewonnenen Fans bei Laune zu halten, damit sie einen nicht vergessen.
Danke! Das hab ich mir jetzt bei vielen Kommentaren, die aus dem Grund Selfpublishing für sich ausschlossen, auch gedacht. Für meine beiden erfolgreichsten Bücher habe ich Null-Komma-Nix an Marketing betrieben - die Kombi aus Cover, Titel und Klappentext hat da einfach die Zielgruppe angesprochen (wobei man dafür auch ein Händchen - oder Glück - haben muss). Wichtiger als exzessives Buchmarketing finde ich da auch, die Leserbindung aufrecht zu erhalten und insgesamt lesernah aufzutreten. Und darum kommt man auch als Verlagsautor nicht gänzlich drum herum. Ich war letzte Woche in einem Workshop eines amerikanischen Agenten, wo es um den Aufbau einer Autorenkarriere ging und da waren Markenbildung und PR zwei der zentralen Themen.
Aber ja, ich schweife ab ...
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Tintenteufel am 06. Oktober 2018, 13:53:03
Ich reihe mich mal beim "unveröffentlicht, aber würde gerne" Block ein.
Seit knapp 3 Jahren schreibe ich jetzt einigermaßen ernsthaft und regelmäßig, habe mich aber noch nicht an ein einzelnes Roman- oder auch nur Kurzgeschichtenprojekt getraut, das ich veröffentlichen wollen würde. Meine WebSerial zähle ich jetzt einfach mal nicht zu Veröffentlichungen.
Ich glaube aber, mir in den letzten Jahren so viel angeeignet zu haben, dass 2019 eine Veröffentlichung möglich ist. Der Tintenzirkel und die Mitglieder hier geben mir dabei übrigens sehr viel Mut und Zuversicht, dass ich das tatsächlich kann und ich in unglaublich froh, euch gefunden zu haben. :)

Wenn ich einmal veröffentlichen werde, möchte ich das aber gerne als Hybrid tun.
Mein aktuelles Projekt gibt zwar eine Menge her, ist aber für den klassischen Verlag zu unorthodox und unhandlich - das SelfPublishing Modell sollte mit einer Kombination aus öffentlichem Blog, Kurzgeschichten, Serien und Novellen besser klar kommen.
Das traditionelle Verlagswesen macht sich dagegen sicherlich bei einigen anderen Ideen, die ich habe, besser. Welche das sind muss ich allerdings erst noch heraus finden.  ::)
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Christopher am 06. Oktober 2018, 17:49:46
Unveröffentlicht, würde aber gerne.

Mein Problem ist, dass mein Herzensprojekt, für das ich brenne, viel zu lang ist um vom Fleck weg an irgendeinen Verlag gebracht zu werden. Die Erfahrungen die hier geteilt werden sind die, dass alles was über eine Trilogie hinaus geht praktisch unmöglich ist (Serien außen vor, die sind aber was anderes). Also müsste ich erst mal einen Haufen anderer Geschichten Produzieren, die an den Mann bringen und Erfolge vorweisen um irgendwann, jemals die Chance zu haben das Herzensprojekt veröffentlicht zu sehen.

SP würde das Problem lösen: Ich müsste gar nicht so viel Überzeugungskraft jahrelang aufbauen. Aber das Problem ist dasselbe wie bei den meisten anderen auch. Ich bin kein Verkäufer. Ich war noch niemals in irgendeinem Sozialen Netzwerk überhaupt irgendwie tätig, Netzwerke Fehlanzeige. Das fällt also völlig aus. Ein Verlag wäre für mich der Part, der genau das tut, was Verlage eben tun sollten: Den Vorschuss für Lektorat und Korrektorat, Beratung und Betreuung für Vermarktung.
Aber leider kommt sowas immer mehr aus der Mode wenn ich hier so höre was die Verlagsautoren berichten. Es läuft also vielleicht auf eine Sackgasse hinaus  :omn:
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Drachenfeder am 06. Oktober 2018, 20:31:02
Wenn es nicht darum geht, ob der Verlag groß ist und man massen veröffentlicht hat, dann bin ich
Verlagsautor ohne Agentur.
Wobei in den letzten 2 Jahren nicht viel passier ist. Was meine Zukunftsplanung betrifft und das auch klappt, dann werde ich irgendwann auch zum Hybrid.

Über eine Agentur habe ich nachgedacht, aber es dann wieder weit zur Seite geschoben.

Was ich an den Verlagen schätze ist einfach, dass man sich um "nichts" kümmern muss. Ich konnte ich darauf verlassen, dass alles was gemacht werden musste, gemacht wurde. Alles slebst in die Hand zu nehmen hatte ich mir einfach nicht zugetraut.

Mich überrascht, dass es hier doch so viele unveröffentlichte Autoren gibt. Ich dachte die ganze Zeit die meisten hier wären gut dabei. Ich finde das wirklicht toll, dass wir hier so ein Remix sind  :jau:
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Wildfee am 06. Oktober 2018, 23:45:58
Ich habe bei "will nicht veröffentlichen" geklickt, weil das meinen derzeitigen Status Quo am Besten beschreibt. Ein unfertiges Manuskript, dass erst noch diverse Überarbeitungen und Arbeitsprozesse vor sich hat. Was danach kommt, steht in den Sternen, ich für meinen Teil werde dann erst mal stolz sein, das Schätzchen endlich zur Welt gebracht zu haben.

 
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Sascha am 07. Oktober 2018, 10:18:51
Verlag ohne Agentur.
SP käme für mich nur infrage, wenn es sonst garnix wird. Erstens habe ich einfach nicht die Zeit, neben Brotjob und Familie auch noch Marketinggedöns zu wuppen. Bin ja schon froh, wenn ich zwischendrin mal Zeit und Kopf zum Schreiben hab. Zweitens bin ich in Sachen Marketing eh eine Niete. Und drittens scheint man bislang beim SP nicht um Amazon rumzukommen. Mit denen möchte ich so wenig wie möglich zu tun haben (zumindest direkt und persönlich, wenn der Verlag das macht, ist es mir relativ wurscht und wohl unumgänglich).
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Marta am 07. Oktober 2018, 12:11:33
Selfpublisher, weil es mir am meisten Spaß macht. :) Ich mag das Tempo, die Freiheit und auch die Herausforderungen. Zum Beispiel einen guten Titel zu finden, den es vorher noch nie gegeben hat.  ;D Wie @Dahlia würde ich mit Verlag weniger verdienen, da das Genre recht klein ist. Und nein, auch ich betreibe kein nennenswertes Marketing. Ich kann aber gut verstehen, dass man keine Lust auf SP hat. Wenn ich meine Bücher je bei Thalia sehen wollte, müsste ich mir doch einen Verlag (und ein anderes Genre) suchen. Gerade bin ich aber sehr glücklich, so, wie es ist.

Mini-OT zum Marketing (sorry!): Wie schon angesprochen ist Marketing als SPler weniger Marktschreierei als die Optimierung des Produkts, also Buches. Titel, genrekonformes Cover, guter Klappentext usw. Ich würde noch "Guter Einstieg in die Leseprobe" hinzufügen. Meine Romane fange ich inzwischen meist mit Dialog (Tempo!) an und werfe gleich ein paar Geheimnisse in den Raum, spreche alle Sinne (Hören, Fühlen usw.) an UND baue SOFORT einen Konflikt auf. Ich frage mich da ganz bewusst, bei welchem Anfang ich selbst weiterlesen würde und bei welchem nicht. Der Rest ist dann Spiel und Spaß. :)
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Coppelia am 07. Oktober 2018, 12:24:33
@Marta
Der letzte Absatz gilt aber eigentlich für alle, die ihre Geschichten verkaufen wollen. :) Ganz ähnlich mache ich es auch, nur dass ich (leider) wenig Genre-Optimierung mache. Anfangsoptimierung mache ich aber ähnlich und kenne auch vergleichbare Tipps aus Schreibratgebern.

Ich hab mal "Hybrid" gewählt. Ich habe Veröffentlichungen in Verlagen ohne und mit Agentur. Falls ich in Zukunft weder bei Agentur noch Verlag unterkomme, werde in Zukunft Selfpublisherin und tue auch schon ein paar Dinge dafür. Ich glaube mittlerweile, dass Selbstvermarktung bei den meisten Autoren für den Erfolg entscheidend ist und man eher nicht darum herum kommt.
Sollte beim Selfpublishing allerdings tatsächlich ausschließlich Genrekonformität zählen und Marketing dort nichts bringen, lasse ich das vielleicht auch. ^^
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Franziska am 07. Oktober 2018, 13:18:47
Ich habe mal SP angekreuzt. Mein erstes Buch war im Verlag, aber das ist länger her und jetzt mache ich nur SP. Ich würde aber nicht ausschließen, irgendwann wieder zu einem Verlag zu gehen. Grund für SP ist bei mir mehr Geld und Freiheit.  Außerdem gibt es noch Bücher, die ich gerne veröffentlichen möchte, für die mich aber noch kein Verlag überzeugt hat. Stichwort Kleinverlage für Fantasy.

Zum Thema, man braucht kein Marketing, dem würde ich widersprechen. Ihr müsst bedenken, es gibt Genre wie Gay Romance, da stimmt das. Das Genre ist klein, die Leute lesen viel und da es nicht so viele Veröffentlichungen gibt, kommt man schnell an die Spitze der Amazon-Charts. Einige von euch sind schon länger dabei und haben eine Fanbase. Früher war es einfacher aufzufallen, weil die Konkurrenz noch nicht so groß war. Aber in Genre mit viel Konkurrenz muss man erstmal auffallen und dafür muss man sich verdammt anstrengen und wirklich viel Marketing machen.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Gilwen am 07. Oktober 2018, 16:26:25
Ich hab leider noch nichts veröffentlicht, arbeite aber daran.

Wenn, dann würde ich es erst bei einem Verlag versuchen, ob mit oder ohne Agentur muss ich mir noch gut überlegen. Ich habe mal bei "meiner" Lektorin nachgefragt, für die ich ab und zu korrekturlese, und sie meint, es würde auf jeden Fall schon mehr Eindruck machen, wenn ein Lektor sieht, dass ein Buch schon mal irgendwo weitergekommen ist, sprich bei einer Agentur.
Eine Bekannte von mir hat ein Kinderbuch in SP herausgebracht, und ich sehe bei ihr, wieviel Arbeit im Marketing das nach sich zieht. Also nicht, dass ich das nicht machen möchte, aber ich halte mich nicht offensiv genug, da allein ranzugehen. Klar, bei einem Verlag muss ich auch von mir überzeugen... Ach keine Ahnung. Ich hab schon öfter drüber nachgedacht. Wahrscheinlich lasse ich nun erstmal alles auf mich zukommen.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Snöblumma am 07. Oktober 2018, 16:59:01
Ich habe einmal formal korrekt "Verlagsautor mit Agentur" angekreuzt, auch wenn die letzte Veröffentlichung nun schon etwas länger her ist und ich von der Agentur außer den Abrechnungen herzlich wenig höre ;).

Für mich käme auch künftig nur die Veröffentlichung über einen Verlag in Betracht - was bedeutet, dass es keine mehr geben wird, weil die Genres, die ich schreibe, nicht bei Verlagen ankommen (SP hat hier das Verlagsgeschäft ziemlich kaputt gemacht). Selfpublishing ist mir zu viel bürokratischer Aufwand, schlicht und ergreifend. Ich habe keinen Überblick, welche tausend Regeln man einhalten muss, kenne mich mit dem ganzen Gesetzeskrams, der dann ansteht, nicht aus und habe keine Zeit mich einzuarbeiten.

Cover und Lektorat zu besorgen, wäre noch das geringste Übel, auch in Vorkasse gehen fände ich nicht so schlimm, aber dieser bürokratische Zirkus drumherum hält mich wirklich total ab. Marketing ist für mich eher kein Argument -  ich habe gemerkt, dass ich auch als Verlagsautor mein Marketing selbst stemmen müsste, wozu mir allerdings ebenfalls die Zeit fehlt.

Also wird es wohl für alle neueren Werke auf "unveröffentlicht, würde aber gern" bleiben, auch wenn ich grundsätzlich sowohl gute Marktchancen für die Sachen sehe (im SP) als auch Lust hätte, weil ich finde, dass Geschichen einen Leser verdient haben. Aber so ist es halt...
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Sternsaphir am 07. Oktober 2018, 20:30:36
Ich habe noch nicht veröffentlicht, würde aber gern.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Hanna am 08. Oktober 2018, 21:29:19
Obwohl ich eine Kurzgeschichte im SP veröffentlicht habe, sehe ich mich nicht als Hybrid. SP liegt mir nicht. Ich bin zu faul und zu perfektionistisch und würde vermutlich nie ein Buch veröffentlichen, wenn ich alles selbst machen müsste.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Sabine am 09. Oktober 2018, 09:08:49

Ich habe mich bisher noch nie darum bemüht, einen Verlag für meine Bücher zu finden.

Verlage suchen nach Büchern, die sich gut vermarkten lassen und Gewinn abwerfen, das war mir von vornherein bewusst. Das, was ich schreibe, ist aber sehr speziell, es passt in keine Schublade. Deshalb bin ich von vornherein davon ausgegangen, dass ich meine Romane selbst veröffentlichen muss.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Cat am 22. Oktober 2018, 21:43:51
Zunächst war ich Hybridautorin, die sowohl im Verlag als auch im Selfpublishing veröffentlicht hat. Nachdem ich mich jedoch komplett aus dem Verlag rausgekauft und mich erfolgreich bei einer Agentur beworben habe, starte ich ab nächstem Jahr noch einmal ganz von vorn. Die ersten beiden Bücher sind bereits erfolgreich vermittelt und ich freue mich auf einen Neuanfang - es kann nur besser werden  ;D
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Pety am 23. Oktober 2018, 18:57:56
Als Verlagsautor fühle ich mich sehr wohl.

Leider bisher ohne Agentur. Ich hatte mich schon beworben aber kein Glück gehabt.

Ja, ich habe schon sehr intensiv über SP nachgedacht.
Die Freiheit, die man dabei hat, das Buch zu gestalten, dass gefällt mir total. Inzwischen habe auch schon meine Fühler ausgestreckt, mir einiges angelesen usw. Und ehrlich... Das ist doch nichts für mich.
Mir geht es wie Snö. Was mich abschreckt ist vor allem die Bürokratie. Bevor ich mich irgendwo so weit eingelesen habe, wie was funktioniert, gibt es schon wieder neue Bestimmungen und Gesetze, oder keine Bücher mehr.

Die Abstimmung ist eine gute Idee. Wirklich interessant, wie sich alle(s) entwickelt.
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Cat am 23. Oktober 2018, 22:34:46
Ja, ich habe schon sehr intensiv über SP nachgedacht.
Die Freiheit, die man dabei hat, das Buch zu gestalten, dass gefällt mir total. Inzwischen habe auch schon meine Fühler ausgestreckt, mir einiges angelesen usw. Und ehrlich... Das ist doch nichts für mich.
Mir geht es wie Snö. Was mich abschreckt ist vor allem die Bürokratie. Bevor ich mich irgendwo so weit eingelesen habe, wie was funktioniert, gibt es schon wieder neue Bestimmungen und Gesetze, oder keine Bücher mehr.

Zum einen das, zum anderen kommt auch der finanzielle Aufwand hinzu. Ein ordentliches Cover, das Lektorat, das Korrektorat, das Marketing... Das sind immense Kosten, die noch zusätzlich anfallen, aber auf jeden Fall notwendig sind. Und nicht jeder ist zum Marketing-Helden geboren  :-\
Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Leann am 25. Oktober 2018, 08:28:30
Den Begriff "Hybrid-Autorin" finde ich nicht schön, der erinnert mich an diese Autos. Hat sich aber wohl etabliert. Also ja, ich bin Hybrid-Autorin. Ich veröffentliche in Kleinverlagen und auch selbst. Für mich ist dieser Weg zur Zeit gut geeignet, denn er passt zu meiner Persönlichkeit und meinen Fähigkeiten (für Agentur und Großverlage schreibe ich nicht gut genug).

Meine SP-Werke schreibe und überarbeite ich zügig (mehr als drei Monate investiere ich nicht), es gibt kein Lektorat, selten Betaleser. Mein Motto: Schneller als die Zweifel sein. Mein Mantra: Es ist nur ein Roman von den vielen, die ich noch schreiben werde. Ich liebe meine Geschichten, möchte noch jede Menge schreiben. Daher kommt das Tempo meiner ungeduldigen Art entgegen, das SP meinem Eigensinn. Seit einem Jahr fröne ich dieser Art zu schreiben und zu veröffentlichen und sie bereitet mir Herzklopfen, Aufregung, Glück, Zufriedenheit und sogar Erfolgserlebnisse, die ich vorher nicht hatte. Auch meine Schreibfreude, die durch Leistungsdruck und Enttäuschung ziemlich gelitten hatte, ist zurück. Je mehr und schneller ich schreibe, desto mehr Spaß macht es mir und umso leichter fällt es mir auch.

An der Zusammenarbeit mit Verlagen gefällt mir genau das: Die Zusammenarbeit. Gemeinsam an einem Werk zu feilen, das Beste herauszuholen, finde ich befriedigend und ermutigend. Außerdem lerne ich dabei sehr viel. Bei den Kleinverlagen habe ich relativ viel Mitspracherecht, z.B. was Termine und Cover angeht.

Es ist toll, die Wahl zwischen SP und (Klein-)Verlag zu haben und ich genieße beide Veröffentlichungsarten, entscheide je nach Werk (und vermutlich oft auch Stimmungslage) welchen Weg ich nehme, welcher gerade der beste für die Geschichte und für mich ist. Bei den Verlagsbüchern bin ich mittlerweile auch viel geduldiger und gelassener, denn ich kann mich ja nebenbei im SP austoben.  ;D

Ob ich so weitermache, weiß ich nicht. Ich bin für alles offen und gespannt, was die Zukunft bringt.


Titel: Re: Umfrage 2018: Wie veröffentlicht der Tizi?
Beitrag von: Lana am 25. Oktober 2018, 09:08:15
Ich bin noch unveröffentlicht, aber mein erstes fertiges Buch wird so bald es überarbeitet ist raus kommen im Selfpublishing. Habe es aktuell beim Alphaleser liegen.
Das zweite Buch ist währenddessen mit 20.000 Wörtern schon am wachsen.

LG Lana

Leann, ich finde deinen weg ganz besonders interessant. Ich habe auch hier ein Buch liegen, dass ich im Schreibworkshop bei einem Autor fertig gestellt habe. Dieses Buch werde ich, wenn es fertig überarbeitet ist an einen Verlag schicken. Denn ich möchte auch beides erleben und nicht nur eingeschränkt auf eine Veröffentlichungsart sein.