Tintenzirkel - Das Fantasyautorenforum

Allgemeines => Tintenzirkel => Thema gestartet von: Tigermöhre am 26. Juni 2017, 12:11:58

Titel: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Tigermöhre am 26. Juni 2017, 12:11:58
Hallo ihr Lieben,

immer wieder höre/lese ich, dass betalesen kein lektorieren ist. Doch ich weiß nicht so recht, was der Unterschied genau ist. Ich nehme Texte echt gerne auseinander, doch bislang nur als Betaleserin. Dabei interessiert mich der Beruf der Lektorin sehr, aber als Nichtstudierte habe ich keine Chance, ein Volontariat oder so bei einem Verlag zu machen.
Bliebe also nur der Weg, mich selbständig zu machen. Aber bin ich gut genug dafür? Was muss ich anders oder mehr machen, als wenn ich betalese? Woran erkenne ich, dass ich gut genug bin?

Und dann auch noch die Frage, wie habt ihr als Lektorinnen angefangen? Klassisch im Studium oder anders?
Ich würde mich über Antworten und einen Austausch echt freuen.
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Eluin am 26. Juni 2017, 12:22:15
Da schließe ich mich an. Aber auch aus der Perspektive: woran erkenne ich, ob ich einen guten Lektor erwische oder nicht? Was ich teilweise als Probelektorat hatte, sah nicht viel anders aus, als mir meine sehr guten Betaleser abliefern.
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Churke am 26. Juni 2017, 13:18:57
Dazu meine Einschätzung als Autor:

Wo der Betaleser auf die Fassade blickt, sieht der Lektor den Grundriss.  Erinnern wir uns an den Deutschunterricht, wo immer durchgekaut wurde, was der Dichter alles damit sagen will?
Genau das tut ein Lektor, nur mit einer anderen Fragestellung: Nicht „Was will der Dichter damit sagen?“, sondern „Wie funktioniert die Geschichte?“
Autoren arbeiten regelmäßig intuitiv. Lektoren übersetzen diese Intuition in ein Gerüst mit klaren Regeln, und bauen den Plot neu auf, damit er besser trägt.
Soweit die Metaebene. Die zweite Aufgabe ist die Korrektur von Stil, Formulierungen, Rechtschreib- und Grammatikfehlern.

Lektoren arbeiten zielgruppenorientiert wie beim Pornodreh: Sie wissen, was die Leute wollen. Ich hatte letztens mit einer Lektorin zu tun, die Manuskripte zielsicher, fast schon brutal, vermainstreamt. Darauf beruht ihr Ruf in der Branche. Alleine ihre Analyse zu lesen, war eine echte Offenbarung. Da weiß jemand wirklich, wie der Markt funktioniert.  :o

Es gibt zwar Manuskripte, bei denen das nicht funktioniert (meine zum Beispiel), aber das kommt so selten vor, dass man den Fall scheinbar vernachlässigen kann...  ;)

Und dann auch noch die Frage, wie habt ihr als Lektorinnen angefangen? Klassisch im Studium oder anders?

Dazu ein Anekdötchen. Da die genannte Lektorin ausgebucht war, reichte sie den Auftrag nach Absprache an einen "Trainee" weiter. So kann man in den Beruf also auch einsteigen. Leider stellte sich der Trainee hinterher tot (Ausgewandert? Fremdenlegion? Überfordert?) und wurde wieder raus gekickt. Der Auftrag liegt jetzt bei einer anderen Lektorin.   :wart:

Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Lothen am 26. Juni 2017, 13:19:43
Ich sehe da erstmal einen grundlegenden Unterschied in der Konzeption.

Als Beta-Leser sehe ich mich in der Position eines Lesers. Ich sage, was mir gefällt, was mir nicht gefällt, was man schöner/besser machen könnte etc. Das alles basiert auf meinem persönlichen, subjektiven Eindruck. Das kommuniziere ich auch so. Als Beta bin ich weniger streng, weil ich mich nicht in der Position erlebe, jemanden vom Schreiben oder dem Veröffentlichungsgedanken abzubringen. Das ist nicht mein Job als Testleser. Also, zumindest nehme ich das so wahr.

Ein/e Lektor/in hingegen hat die Aufgabe, das Buch verkaufbar zu machen. Er/sie sollte nicht nach persönlichem Geschmack entscheiden - obwohl sich das bestimmt nicht gänzlich vermeiden lässt - sondern nach dem, was sich gut verkauft, was die Zielgruppe anspricht, was konventionell für das Genre notwendig oder sinnvoll ist. Die persönliche Distanz zum Autor ist wesentlich größer.

Das ist zumindest meine laienhafte Sicht auf die Dinge, aber ich hab bisher auch noch nicht viel Lektorats-Erfahrung. Die, die ich bislang gemacht habe, deckt sich aber mit diesem Eindruck.
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Aryana am 26. Juni 2017, 13:28:06

Genau das tut ein Lektor, nur mit einer anderen Fragestellung: Nicht „Was will der Dichter damit sagen?“, sondern „Wie funktioniert die Geschichte?“
Autoren arbeiten regelmäßig intuitiv. Lektoren übersetzen diese Intuition in ein Gerüst mit klaren Regeln, und bauen den Plot neu auf, damit er besser trägt.
Soweit die Metaebene. Die zweite Aufgabe ist die Korrektur von Stil, Formulierungen, Rechtschreib- und Grammatikfehlern.


Hm. So arbeite ich aber auch als Betaleserin, versuche es zumindest.
Böse gesagt: betalesen ist ein Freundschaftsdienst und als solcher für mich ohne die Entstehung von Kosten, ein Lektorat kostet entweder mich selbst (beim Selfpublishing) oder meinen Verlag Geld (es sei denn, der Verleger ist zugleich der Lektor, dann kostet es ihn erst mal nur Zeit, die aber auch Geld für ihn ist, also kommt's aufs selbe raus).

Was ich als Betaleser natürlich nicht einschätzen kann, ist diese Markt/Mainstreamgeschichte, da gehe ich schon davon aus, dass erfahrene Profilektoren einen sichereren Blick darauf haben, als es ein Autorenkollege, der für mich betaliest, ihn haben könnte. Es sei denn, der Autorenkollege ist zugleich auch Profilektor.
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Malinche am 26. Juni 2017, 13:33:48
Grundsätzlich würde ich sagen, der Unterschied besteht erst einmal in der Beziehung: Ein Betaleser leistet seine Arbeit in der Regel auf freundschaftlicher Basis in seiner Freizeit. Ein Lektor, ob jetzt frei oder angestellt, leistet sie zumindest aus seiner Sicht in professionellem Rahmen. Und da die Berufsbezeichnung ja nicht geschützt ist, kann es ebenso grundsätzlich auch passieren, dass man von einem kostenpflichtigen Lektorat enttäuscht ist, während ein Betaleser vielleicht gründlicheres oder konstruktiveres Feedback abliefert.

In meinem persönlichen Verständnis ist ein Lektorat ein Prozess, der noch tiefergeht als das Betalesen. Den entscheidenden Unterschied macht für mich persönlich die ganzheitliche Perspektive auf den Text.

Ich habe das z.B. sehr deutlich während des Lektorats für meinen Mahagonibaum gemerkt. Da hatte ich auch sehr hilfreiche Beta-Rückmeldungen bekommen, aber die Lektorin ging deutlich mit einem umfassenderen Blick an das Projekt heran. Es ging da nicht nur um konkrete Textarbeit, Stilverbesserung oder das Ausbügeln von vereinzelten Logikfehlern und Plotproblemchen, die man isoliert für sich in der jeweiligen Szene betrachtete. Es ging auch um das Gesamtprodukt und die Erzählstrukturen. Was mich damals sehr beeindruckt hat, war, wie meine Lektorin mit mir das Exposé durchging und genau den Finger auf bestimmte Punkte legen konnte, wo man Konflikte verstärken und klarer herausarbeiten konnte. Das Feedback, das ich von ihr bekommen habe, ging entsprechend weit über Kommentare im Text hinaus (die gab es auch, und das nicht zu knapp) und bezog Handlung, Charakterentwicklung, das Anlegen von inneren und äußeren Konflikten, die Funktionalität einzelner Szenen im Hinblick auf Tempo und Spannungsaufbau etc. mit ein. Mich hat das damals sehr beeindruckt, weil es von einem sehr sicheren Verständnis für erzählerische Strukturen und handwerkliche Aspekte sprach. Wobei das ja auch nichts ist, was man zwangsläufig im Rahmen eines Studiums erlernt.

Ein Lektor ist in der Regel ja auch vertraut mit dem Genre eines Buches, mit erzählerischen Konventionen und Lesererwartungen, und kann da Hilfestellung geben.

Wie gesagt, das heißt nicht, dass nicht theoretisch auch ein Betaleser ein gleichwertiges Feedback geben kann - oder dass umgekehrt ein Lektorat oberflächlicher bleibt. Aber nach meiner Erfahrung ist es im Idealfall so, dass ein Lektor umfassender und tiefergehend arbeitet als ein Betaleser, auch dadurch, dass er das in einem professionellen Rahmen tut und entsprechend mehr Zeit in diese Technik investieren kann als jemand, der mit seiner Freizeit ein begrenzteres Kontingent zur Verfügung hat, sich damit zu beschäftigen. Wie gesagt - Idealfall. In der Praxis dürften die Grenzen da auch oft verschwimmen, gerade, weil sich im Prinzip jeder selbständig machen und Lektoratsleistungen anbieten kann.

[EDIT] Da waren einige Leute schneller. :) Churkes Bild mit Fassade und Grundriss finde ich da sehr treffend.
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Trippelschritt am 26. Juni 2017, 13:41:29
Für mich ist eine Lektorin mit der Qualifikation eines guten Schriftstellers ohne die dazu erforderlichen Ideen. Die braucht sie also nicht. Und sie ist auch verantwortlich für den letzten Kommafehler, wenn der Verlag ein Korrektorat vermeidet. Aber oft arbeitet er auch mit dem Korrektor zusammen und hat dann doch wieder die letzte Verantwortung. Zusätzlich muss sie den aktuellen Markt kennen. Ich habe durchaus von Lektoren gehört, die wie Schriftsteller denken, aber das allein reicht nicht.

Ein Betaleser gibt nur einen allgemeinen Eindruck wieder und sollte mit seinem Blick von außen vor allem Plotlöcher und Logikfehler - und ganz wichtig - alles erspüren, was ihn langweilt oder langweilen könnte. Tippfehler werden nur korrigiert, wenn man darüber fällt, aber Aufbau und Handlungsablauf zu überprüfen, das wäre schon fein.

Objektivität erwarte ich weder vom Lektor noch vom Betaleser, denn die gibt es bei der Beurteilung eines Buches nicht.

Wer freiberuflich einsteigen will, muss einen sehr guten analytischen Blick für Texte haben und ein recht guter Schreibhandwerker sein. Ich habe mit Freiberuflichen sowohl gute wie auch katastrophale Erfahrungen gemacht.

Liebe Grüße
Trippelschritt
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Fianna am 26. Juni 2017, 13:51:07
Wo der Betaleser auf die Fassade blickt, sieht der Lektor den Grundriss.  Erinnern wir uns an den Deutschunterricht, wo immer durchgekaut wurde, was der Dichter alles damit sagen will?
Genau das tut ein Lektor, nur mit einer anderen Fragestellung: Nicht „Was will der Dichter damit sagen?“, sondern „Wie funktioniert die Geschichte?“
Das mache ich auch als Betaleser. Ich bleibe aber, wie Lothen, stärker in der Leserrolle. Ich kommentiere viel, teilweise auch mit konkreten Vorschlägen, wie man mehr herausholen kann - aber ich beschränke mich eher auf das, was da ist.

Wenn ich schreibe "Den Konflikt zwischen A und B müsste man anfangs stärker darstellen, sonst wirkt es in Szene C zu wenig und der Umschwung kommt auch etwas seltsam rüber", dann ist das in erster Linie ein Gesprächsangebot. Wenn der betagelesene Autor Interesse daran hat, kann er zurückfragen wie ich das meine, warum ich das meine oder ob ich konkete Ideen habe.
Die habe ich in der Regel!
Aber als Betaleser sehe ich es nicht als meine Aufgabe an, den Plot (stark) umzumodeln. Ich finde das, so ganz ungefragt, auch ein bisschen vermessen.

Wobei... ich glaube, bei Kurzgeschichten mache ich das schon ein bisschen...  :hmmm: bin mir nicht sicher. Bei längeren Sachen auf jeden Fall nicht!
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Shedzyala am 26. Juni 2017, 13:52:00
Ich arbeite auch als Lektorin (ohne Volontariat, da auch ein Studium kein Türöffner ist …), und ich finde, Lothen hat es sehr schön auf den Punkt gebracht. Wenn ich betalese, dann merke ich an, was mir gefällt oder nicht gefällt, worüber ich gestolpert bin etc. Beim Betalesen bin ich Leserin.
Bei einem Lektorat schaue ich, was der Zielgruppe gefallen könnte, auch wenn mich persönlich so etwas in Büchern stört. Es geht dabei nicht mehr darum, wie mir dieses Buch noch mehr gefallen könnte, sondern wie man es schaffen könnte, dass es möglichst vielen Lesern gefällt – ohne den Text zu sehr zu verbiegen. Denn er ist nicht meiner und muss es auch nicht werden (was mir schon öfter positiv zurückgemeldet wurde: dass ich nicht versuche, den Stil zu ändern, auch wenn ich stilistisch eingreife. Das würden wohl einige Lektoren anders machen). Auch bin ich beim Lektorat gründlicher, denn während ich beim Betalesen hier und da bei einem kurzen Stolperer auch mal zu einem "passt schon" neige, analysiere ich beim Lektorat ganz genau, woher das falsche Steinchen rührt.

Das ist jetzt natürlich alles ein subjektiver Bericht, und andere Betaleser und Lektoren werden das vermutlich auch ganz anders schildern können.
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Tigermöhre am 26. Juni 2017, 14:40:17
Danke für eure vielen Antworten.

Ich picke mir jetzt auch Churke raus, weil er es so schön auf den Punkt gebracht hat.
Wo der Betaleser auf die Fassade blickt, sieht der Lektor den Grundriss.  Erinnern wir uns an den Deutschunterricht, wo immer durchgekaut wurde, was der Dichter alles damit sagen will?
Genau das tut ein Lektor, nur mit einer anderen Fragestellung: Nicht „Was will der Dichter damit sagen?“, sondern „Wie funktioniert die Geschichte?“
Autoren arbeiten regelmäßig intuitiv. Lektoren übersetzen diese Intuition in ein Gerüst mit klaren Regeln, und bauen den Plot neu auf, damit er besser trägt.
Soweit die Metaebene. Die zweite Aufgabe ist die Korrektur von Stil, Formulierungen, Rechtschreib- und Grammatikfehlern.

So versuche ich auch als Betaleserin zu arbeiten. Doch oft halte ich mich zurück, weil ich als Betaleserin ja nicht den ganzen Plot über den Haufen werfen kann, und es, wie Fianna irgendwie vermessen finde. Aber auch bei bereits veröffentlichen Büchern und Filmen kucke ich immer hinter die Fassade. (Was viele Menschen ziemlich nervt, wenn ich beim Film kucken ständig kommentiere: "Da, ganz klar, der Wendepunkt." "Diese Szene ist nur zum Charaktervorstellen da." "Siehst du den da im Hintergrund? Der wird noch wichtig." :rofl:

Ich hatte letztes Jahr sogar eine freie Lektorin gefunden, die Praktika und Anfängerjobs anbot, aber ich hatte mich nicht getraut, mich zu bewerben, und jetzt sucht sie niemanden mehr. ::)
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: cryphos am 26. Juni 2017, 15:06:00
Eine Lektor hat die Aufgabe aus einer Textwüste ein tolles Buch zu machen, dass sich gut verkaufen lässt. Er sitzt auf seiten des Verlags und sollte dafür sorgen, dass aus einer guten Story eine klasse Story wird, die man verkaufen kann.

Als Betaleser ist man ein Dienstleister des Autors und bearbeitet das Dokument nach gewissen Vorgaben des Autors, wie suche Plotlöcher, suche Logikfehler, prüfe ob Spannungsbogen richtig konstruiert ist, u.ä.
Ein Beta kann ein Lektorat nicht ersetzen, aber dem Autor helfen, die Geschichte zu verbessern.
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Shedzyala am 26. Juni 2017, 15:13:51
Eine Lektor hat die Aufgabe aus einer Textwüste ein tolles Buch zu machen, dass sich gut verkaufen lässt. Er sitzt auf seiten des Verlags und sollte dafür sorgen, dass aus einer guten Story eine klasse Story wird, die man verkaufen kann.

Als Betaleser ist man ein Dienstleister des Autors und bearbeitet das Dokument nach gewissen Vorgaben des Autors, wie suche Plotlöcher, suche Logikfehler, prüfe ob Spannungsbogen richtig konstruiert ist, u.ä.
Das mag auf bei einem Verlag angestellte Lektoren zutreffen, aber nicht auf freie. Wenn mich ein Autor engagiert, bin ich auch als Lektorin Dienstleisterin des Autors, versuche aber dennoch ein Buch daraus zu machen, das sich verkaufen lässt.
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Churke am 26. Juni 2017, 15:47:10
Ein Betaleser leistet seine Arbeit in der Regel auf freundschaftlicher Basis in seiner Freizeit.

Ich sehe das mehr als eine Frage des Könnens und der Erfahrung an. Meine Mutter ist Theaterkritikerin. Sie schaut sich ein Stück ein (!) mal an und dann kennt sie es besser als Autor und Regisseur zusammen. Sie macht sich nie Notizen, erinnert sich aber an das kleinste Detail jeder Figur.
Ich denke, dass sie die Handlung anders wahrnimmt als meiner einer. Sie sieht kein Theaterstück auf der Bühne, sondern Figuren, Plots, Einfälle, Absichten, Motive. 
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: FeeamPC am 26. Juni 2017, 18:13:38
Für mich liegt der Unterschied in Zeit und Genauigkeit. Als Betaleserin lese ich ein Buch an einem Abend und kann dann dem Autoren sagen, was funktioniert und was nicht. Das mache ich als Lektorin zwar auch. Aber da kommt noch etwas dazu.  Als Lektorin schaffe ich kaum 10 Seiten in einer Stunde, weil ich das Buch nicht nur als Ganzes, sondern Absatz für Absatz und notfalls sogar Satz für Satz darauf durchkämme, ob Verbesserungen möglich sind, ohne die Geschichte zu verbiegen.
Oder, um ein analoges Beispiel zu geben: Betaleser sind wie der Unterlack eines Autos. Das Lektorat macht den zweiten Anstrich und die bunten Zierlinien und bringt Chrom und Glitzer an.
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Pety am 26. Juni 2017, 19:12:15
Gutes Thema, mit dem ich mich auch schon länger befasse.
Wie viele Manuskripte ich inzwischen als Beta gelesen habe, keine Ahnung. Mich deshalb als Lektorin bezeichnen - nee.
In meiner Anfangszeit habe "nur" gelesen und ab und an nachgebessert oder korrigiert. In der Zwischenzeit habe ich viel gelernt und mir vieles angeeignet. Jetzt bin ich zwar noch immer nett, aber rede Klartext, wenn etwas nicht passt wage mir auch mal ganze Absätze zu markieren. Dazu versuche ich immer eine Alternative anzubieten, die nicht die Handschrift des Autors verändert. Trotzdem scheue ich mich davor, mich als Lektorin anzubieten. Eben auch, weil mir die Ausbildung fehlt.
Wobei ich von verschiedenen Seiten bestätigt bekomme, ich sollte es machen. Ein wenig Geld verdiene ich mir zwar inzwischen damit, würde auch gern mehr in der Richtung arbeiten, aber ich trau mich nicht an andere Verlage heran. Was soll ich denen sagen? - Hey, ich habe gehört, ich bin eine gute Beta und auch ziemlich schnell, weil ich den ganzen Tag nichts anderes mache. Wie sieht es aus? Haben sie nicht was zu lesen für mich?
Bissel wenig, oder?  ;D
Zitat
Wo der Betaleser auf die Fassade blickt, sieht der Lektor den Grundriss.
Zitat
Betaleser sind wie der Unterlack eines Autos. Das Lektorat macht den zweiten Anstrich und die bunten Zierlinien und bringt Chrom und Glitzer an.
Das nenne ich mal gelungene Vergleiche.  :jau:
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: gbwolf am 26. Juni 2017, 22:15:42
Vielleicht ist diser schon ältere Thread hilfreich, auch wenn er sich mehr auf Verlagslektoren bezieht: Wie wird man eigentlich Lektor? (http://forum.tintenzirkel.de/index.php?topic=2768.0)

Ich sehe das mehr als eine Frage des Könnens und der Erfahrung an. Meine Mutter ist Theaterkritikerin. Sie schaut sich ein Stück ein (!) mal an und dann kennt sie es besser als Autor und Regisseur zusammen. Sie macht sich nie Notizen, erinnert sich aber an das kleinste Detail jeder Figur.
Ich denke, dass sie die Handlung anders wahrnimmt als meiner einer. Sie sieht kein Theaterstück auf der Bühne, sondern Figuren, Plots, Einfälle, Absichten, Motive. 

Ja, ja und ja! Das trifft es absolut! Die Lektorin, mit der ich gerade zusammenarbeite ist genauso. Die sieht Dinge, wo für mich nur Text und Emotionen sind. Sie erinnert sich an Details, auch daran, welche geändert wurden, usw.
Edit: Wenn man mal ein Rohmanuskript gelesen hat und dann einen guten Redaktionsbrief und dann das spätere Buch, weiß man wirklich, was gute Lektoren leisten.
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Tigermöhre am 27. Juni 2017, 08:57:38
Den Thread hatte ich irgendwann schon mal gelesen. Aber er hatte mir wenig gebracht, weil ich eben keinerlei Referenzen habe. Und die meisten Informationen im Internet beziehen sich halt auf den Überbau. Was so alles anfällt. Aber das genaue "Wie" finde ich nirgends.
Nur wenn es eigentlich das Gleiche wie Betalesen nur tiefergehend ist, dann kann ich damit was anfangen.

Und eine Lektorin arbeitet auch länger mit dem Text, oder? Ich habe häufig mitgekriegt, dass so ein Text mehrfach hin und her geht. Oder ist das nur beim Verlagslektorat so und als freie Lektorin schreibt man seine Kommentare, schickt den Text zurück und gut ist?
Gibt es eigentlich gute Literatur zum Handwerk der Lektorin? Und lohnen sich Seminare? Der VdLL bietet ja in Zusammenarbeit mit der Akademie der deutschen Medien ein freies-Lektorat-Zertifikat an. Ist das auch für Anfänger geeignet?
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Antigone am 27. Juni 2017, 11:01:14
Ich trenne Betalesen und Lektorieren weniger in freundschaftlich versus beruflich, sondern eher nach dem Zeitpunkt, wo es stattfindet.

Betalesen passiert bei mir viel früher. So nach der zweiten oder dritten Bearbeitsrunde. Da ist das Betalesen dann mehr der Test, ob die Geschichte als Ganzes funktioniert. Ob es spannend ist, logisch, eben all das, was eine gute Geschichte ausmacht. Eben mit Fokus auf den Inhalt. Ich brauch da noch keine Betaleser, die sich auf Füllwörter konzentrieren, sondern die das große Ganze sehen.

Das Lektorieren kommt dann, wenn ich sämtlichen Input der Betaleser eingearbeitet habe. Das ist dann für mich der Feinschliff, wo es dann auch mehr um Grammatik, REchtschreibung und Stil geht. Inhaltlich sollte da eigentlich nichts mehr geändert werden müssen.

Ich gebe aber zu, dass bei meinem bisherig ersten und einzigen professionellem Lektorat durch einen Verlag dann doch auch inhaltliche Änderungen gefordert wurden. Trotz mehrerer Betaleser-Runden davor. Allerdings nichts Grundsätzliches an der Story; mehr in der Dynamik zwischen den Figuren.

lg, A.
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: gbwolf am 27. Juni 2017, 11:22:47
Nur wenn es eigentlich das Gleiche wie Betalesen nur tiefergehend ist, dann kann ich damit was anfangen.
Meines Erachtens macht das Fachwissen dahinter den Unterschied. Auch das KleinKlein-Wissen, das man als Laie nicht hat. Wer Germanistik oder eine Sprache studiert, der setzt sich ja über Jahre grundlegend mit Dingen wie Semantik auseinander. Nicht umsonst stöhnen viele Studenten, die nie wieder Mathe sehen wollten, wenn es an die Linguistik geht. Dazu kommt die Analyse verschiedener Texte, auch jenseits des eigenen Geschmacks.
Das gibt einem ein grundsätzliches Verständnis für die Funktion von Sprache und wie Sprache von einem Autor in einer bestimmten Situation verwendet wird. Ein guter Lektor wendet dieses Verständnis so an, dass er die eigene Sprache und den eigenen Stil eines Autors fördert, einfach, weil er "versteht" und "sieht", was genau den Stil ausmacht, wie sich der Text aufbaut, wie die Konflikte laufen und wie die Figuren funktionieren.

Ich merke den Unterschied immer, wenn ich einen Redaktionsbrief meiner Lektorin erhalte. Sie sieht den Text wie ein Programmierer den Code und sie kann exakt analysieren und benennen, wo die Schwachstellen sind, wo ich Wendepunkte anders setzen sollte, wie die Spannung abflaut, etc.
Das ist ein himmelweiter Unterschied zu jedem Lektorat, das ich bislang im Kleinverlagsbereich hatte und sogar im Jugendbuch, wo meine Lektorinnen auch schon nicht schlecht waren. Irgendwie eine Mischung aus einer besonderen Gabe, harter Arbeit und viel, viel theoretischem Wissen.
Ob man sich dieses Wissen anders als durch ein Studium erarbeiten kann? Gute Frage. Du könntest dich einmal mit Büchern übers Drehbuchschreiben, mit Stilkunde, mit Waldscheidt und Co. beschäftigen und dieses Wissen auf Texte anwenden, die du als Textleser bekommst. Dann als nächster Schritt vielleicht einem Selfpublisher unter die Arme greifen, um eine Referenz zu erhalten, usw.

Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: gbwolf am 27. Juni 2017, 11:28:12
Und dann auch noch die Frage, wie habt ihr als Lektorinnen angefangen? Klassisch im Studium oder anders?
Ich würde mich über Antworten und einen Austausch echt freuen.
Dahingehend solltest du dir überlegen, die Überschrift des Threads zu ändern oder ihn neu zu starten (Oder dich an den alten "Wie wird man eigentlich ...?"-Thread anzuschließen, wobei es da ja mehr um angestellte Lektoren geht.), denn das vermutet man hinter der jetztigen Überschrift nicht.
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Churke am 27. Juni 2017, 12:36:40
Meines Erachtens macht das Fachwissen dahinter den Unterschied. Auch das KleinKlein-Wissen, das man als Laie nicht hat. Wer Germanistik oder eine Sprache studiert, der setzt sich ja über Jahre grundlegend mit Dingen wie Semantik auseinander.
Wenn ich die vielen Grammatik-Fehler bei Publikumsverlagen sehe, (falsche Zeiten, falsche Konjunktive...) dann bin ich mir nicht sicher, dass man das wirklich an der Uni "studiert".

Bei "meinen" Lektorinnen hatte ich bislang den Eindruck, dass die Stilsicherheit auf angelernten Schemata beruhte. Aus den Grenzen, die sie mir gezeigt haben, schließe ich auf ihre Arbeitsweise. Das ist überwiegend erfahrungsbasiertes Handwerk. So würde ich das auch sehen: Der erste Stuhl ist furchtbar, der zweite deutlich besser und ab dem hundertsten kann man blind im Akkord arbeiten...

Wie also wird man Lektor? Durch lektorieren, und zwar möglichst viel davon. Erst unter Anleitung, dann alleine.
Oder als Autor. Wenn ich genügend Lektorate hatte, kann ich's wahrscheinlich auch.  :)
Titel: Re: Der Unterschied zwischen Betalesen und Lektorieren
Beitrag von: Evanesca Feuerblut am 28. Juni 2017, 16:19:21
Ich mache ja beides und ich trenne das für mich persönlich so:

Privat vs. Geschäftlich

Beta lese ich für gute Freund*innen, für geschätzte Kolleg*innen u.a. hier im Tintenzirkel. Dabei ist mir bewusst, dass ich unter Umständen nicht die Einzige bin, die an dem Text arbeitet und somit ahne ich, dass die Person eventuell auch widersprüchliche Empfehlungen bekommt.
Darum begründe ich meine Änderungsvorschläge immer so, dass man nach dem "Nimm dir, was du brauchst"-Prinzip gerne auch den Vorschlag von jemand anderem bevorzugen kann, es kommen ja mehrere rein. Auch schreibe ich ausführlich hin, wenn mir etwas überhaupt nicht klar ist oder etwas keinen Sinn ergibt.
Worauf ich meist verzichte, sind lange Ausführungen zum Thema Schreibhandwerk, denn meistens weiß ich, auf welchem Wissensstand sich die Person befindet. Schließlich kenne ich sie irgendwoher (z.B. von hier), kenne ihre anderen Postings etc.
Wenn es sich nicht gerade um Rechtschreibfehler und andere Kleinigkeiten handelt, korrigiere ich nicht mit "Änderungen verfolgen", sondern schreibe überwiegend Kommentare an den Rand.
Auch wenn ich oft eine Deadline habe, bis wann die Kolleg*innen den Text wieder brauchen, lese ich überwiegend in der Freizeit, ohne darauf zu achten, wie lange ich für den Text brauche.

Wenn ich lektoriere, dann tue ich das für Kund*innen - auch wenn ich zu einigen ein freundschaftliches Verhältnis habe oder sie von woanders kenne. In diesem Moment arbeite nur ich alleine am Text (keine*r hat das Geld übrig, um mehrere Lektor*innen anzustellen, nehme ich an) und ich weiß, dass außer mir höchstens noch ein*e Korrektor*in den Text sehen wird. Und natürlich die Kund*innen.
Darum mache ich zwar deutlich, dass ich als Lektorin auch nur Vorschläge mache (ich bin Dienstleisterin, das letzte Wort am Text liegt immer bei den Kund*innen), aber ich begründe auch, warum ich meine Änderungsvorschläge für dem Texte dienlich halte.
Ich versuch dabei nicht nur, allgemeine Hilfe am Text zu leisten, sondern das Beste aus dem Text herauszuholen. Dabei bedenke ich auch die Genrekonventionen, würde sie allerdings nicht als absolute Richtlinien ohne Abweichung definieren - in der Regel habe ich Kund*innen, die das Selfpublishing gewählt haben, weil sie genau davon frei sein wollen - aber ich weiß, was Leser*innen erwarten und mache auf Stellen aufmerksam, wo diese Erwartungen z.B. clever gebrochen werden und wo man diesen cleveren Effekt noch verstärken könnte. Oder wo er abgeschwächt wird.
Ich behalte im Hinterkopf, welche Arten von Fehlern bestimmte Leser*innen tendenziell eher verzeihen als andere und mache Kompromissvorschläge.
Wenn ich - gerade bei Neukund*innen - nicht weiß, wie der theoretische Wissensstand ist, gebe ich auch schon mal Einblicke ins Schreibhandwerk, wenn ich meine Änderungen begründe, denn bei mir sollen die Kund*innen nicht nur einen besseren Text erhalten, sondern auch für den nächsten Text etwas lernen.
Ich korrigiere ausschließlich mit "Änderungen verfolgen", Kommentare nutze ich hier, um auf Hintergrundinformationen hinzuweisen oder besonders krasse Änderungen oder radikale Streichungen zu begründen. Oder auch, um darauf hinzuweisen, dass Fehler x jetzt schon zum fünften Male auftritt und es da eine Regel xy gibt, die meine Korrektur begründet.
Ich habe zwar nicht immer eine Deadline, aber da ich nach Stunden abrechne, stoppe ich beim Lektorieren akribisch die Zeit, die ich für einen Text benötige.

Was die Durchgänge angeht: Ich mache so viele Durchgänge, wie ich auch bezahlt kriege. Wenn mit einer Kundin ausgemacht ist, dass ich nach jedem Kapitel zurückschicke, sie dann die Änderungen einarbeitet und ich dann noch mal über das Überarbeitete drüberschaue, bevor ich das Nächste korrigiere, dann stelle ich diese Zeit zum Drüberschauen der Änderungen auch in Rechnung.
Wenn keine solche Staffelung ausgemacht ist und ich einfach alles einmal durcharbeiten soll, dann arbeite ich alles einmal durch, biete aber an, mich bei Fragen jederzeit per Facebook und Mail löchern zu können. Da wird auch schon mal gebrainstormt, wie man einen Vorschlag von mir am Besten umgesetzt kriegt.
Das ist für mich okay, derzeit kann ich das auch noch gut nebenher stemmen, ohne das Gefühl zu haben, mich damit auszubeuten.

Ich bin insgesamt beim Lektorieren also wesentlich präziser, punktgenauer und pingeliger, erwarte aber auch, dass der Text bereits weiter ist als beim Betalesen. Betalesen ist, einen Diamanten zu nehmen und zu zeigen, wo man am Besten feilt, damit die Facetten am Ende hübsch rauskommen.
Lektorieren ist, wenn der Diamant schon ziemlich weit ist, ich aber dem Schleier noch zeigen möchte, wie man das Ding zurechtschleifen muss, damit der Stein das richtige Feuer hat.
Aber: Seit ich freie Lektorin bin, verschwimmen die Grenzen öfter mal und ich muss mich beim Betalesen zurückpfeifen, weil ich sonst nie fertig werde und viel zu tief in Teile des Textes reingehe, die noch gar nicht so weit sind, so tiefgehend zerpflückt zu werden. Das ist so ein bisschen eine Berufskrankheit.

Wie ich freie Lektorin geworden bin: Ich lese eigentlich seit 2006 regelmäßig Beta und irgendwann bin ich dabei auf einem Niveau angekommen, bei dem ich den leisen Wunsch hatte, mit diesem Hobby Geld zu verdienen. Dann habe ich ein Verlagslektorat bekommen, dabei noch viel mehr gelernt und der Entschluss war gefasst. Es vergingen dann noch sechs Monate des Planens und der persönlichen Weiterbildung durch das Lesen von Artikeln freier Lektor*innen im Netz, Schauen von Videos, Durchdenken des Businessplans etc. Dann habe ich gegründet.
Studiert habe ich, allerdings nicht Germanistik, sondern im Bachelor Englisch und Philosophie, im Master "Weltliteratur" (ein Zweig des Studiums der vergleichenden Sprach- und Literaturwissenschaften, dabei habe ich auch ein Modul "Buchwissenschaft" belegt, um mich über den Markt zu informieren).
Interesse, Verlagslektorin zu werden, hatte ich eigentlich nie. Klar, irgendwann mal selbst das Programm eines Verlags mitzugestalten hätte schon was, aber ich liebe wirklich die Textarbeit an meinem Beruf. Und ich habe mal geleakt bekommen, wie wenig pro Normseite man z.B. bei Lübbe kriegen würde. Und naja, da bin ich als Freelancerin finanziell besser gestellt.

Zitat
Wie also wird man Lektor? Durch lektorieren, und zwar möglichst viel davon. Erst unter Anleitung, dann alleine.
Oder als Autor. Wenn ich genügend Lektorate hatte, kann ich's wahrscheinlich auch.
Exakt so :). Noch ehe ich den Berufswunsch hatte, kam bei mir auf 1 Normseite Text schon mal drei Normseiten mit meinen Anmerkungen.