Tintenzirkel - Das Fantasyautorenforum

Allgemeines => Tintenzirkel => Thema gestartet von: kathy am 04. Mai 2017, 18:28:45

Titel: Schreiben unter Stress
Beitrag von: kathy am 04. Mai 2017, 18:28:45
Hallo zusammen,
ich wollte mal fragen wie ihr Stress und Schreiben handhabt. Einigen Leuten hilft Schreiben ja bei Stressabbau.
Ich habe das Problem, dass ich zu viel Stress zum Schreiben habe  :d'oh:. Was macht ihr in solchen Situationen?

Viele Grüße,
Kathy
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Kuddel am 04. Mai 2017, 18:39:06
Ich mache dann immer kurz vorher etwas, das mich gedanklich erdet. Ein dämliches Handyspiel spielen oder kurz gedankenlos vor mich hinsurfen. Danach ist der Stress des Alltags erst mal weg und ich kann mich aufs Schreiben konzentrieren. Aber ich weiß nicht, ob das für jeden was ist.

Ich bin "leider" auch jemand, der ziemlich stressresistent ist. Es muss schon viel passieren, damit ich in Stress verfalle.  ;)
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: BiancaS am 04. Mai 2017, 19:07:31
Gerade die letzten Wochen hatte ich extrem viel Stress (Prüfungen) und musste nebenbei an 2 Exposés und einer Leseprobe arbeiten, weil die bis Ende April abgegeben werden sollten. Es gab Tage, an denen habe ich wirklich gar nichts gemacht, aber die waren vorher eingeplant. Mittlerweile kann ich generell recht gut planen, wie lange ich für eine Aufgabe brauche und wie meine Energielevel aussehen. Unvorgesehene Dinge können natürlich nicht mit eingeplant werden, aber es gab dabei ein paar Dinge, die mir geholfen haben, trotzdem alles unter einem Hut zu bekommen:

1. Monats-ToDo
Ich habe mir ganz genau aufgeschrieben, was ich noch in dem Monat machen muss. Was ich für die Prüfungen tun muss, was für den Kindergarten getan werden muss, was für das Schreiben getan werden muss und mir das vor Augen geführt. An manchen Tagen war es bisschen erdrückend, all die Aufgaben zu sehen, aber dafür habe ich mir eben auch Freizeit eingeplant, weil ich weiß, dass ich sie brauche.
Von daher:

2. Stundenplan
Klingt vielleicht doof, aber mir hat das wirklich geholfen. Ich habe mir selbst die Aufgabe gestellt an 4 von 7 Tagen in der Woche zu schreiben, die restlichen 3 Tage kann ich schreiben, muss ich aber nicht. Da ich ungefähr abschätzen kann, welche 4 Tage das zumeist sind, habe ich mir einen Stundenplan gemacht und da wirklich alles eingetragen. Von Essen, lernen und schreiben, zu Schlafzeiten und auch Freizeitzeiten zum Lesen, Zocken oder Serie schauen. Daran habe ich mich penibel gehalten. Wenn es hieß, ich mache von 14:00 - 16:00 Schreibzeugs, dann war das auch so.
Der Stundenplan hilft mir auch nicht immer und nicht in jeder Stressphase, aber ich grabe ihn immer mal wieder aus, wenn ich zu viel auf einmal machen muss und Angst habe den Überblick zu verlieren, weil ich dann auch dazu neige, irgendwann gar nichts mehr zu machen, weil ich mich erdrückt fühle.

Deswegen plane ich da eben auch die Freizeitsachen mit ein, weil ich auch dazu neige, das einfach nicht zu machen. Dann wird gepowered und gepowered und am Ende wundere ich mich, warum ich die ganze Zeit erschöpft bin.

Hierbei bin ich natürlich mehr vom "äußeren" Stress ausgegangen. Also Aufgaben, die erfüllt werden müssen etc. Bei psychischen Stress sieht es bei mir ganz anders aus, doch auch da schaffe ich es mittlerweile trotzdem zu schreiben, indem ich entweder ähnlich wie Kuddel erst mal ein bisschen "hirnlos" rumklicke oder ein Handyspiel spiele oder ich schiebe vorher eine Etappe Freewriting ein, in der ich mir alles aus dem Kopf schreiben kann, was da gerade drin ist und dann kommt der Rest. Funktioniert auch nicht immer, aber es ist auch ein bisschen Training dabei und ich merke, dass es immer öfter klappt, als nicht.

Ruhe muss man sich in beiden Situationen irgendwie schaffen, wenn man die zum Schreiben braucht. Vielleicht hilft es dir ein bestimmtes Ritual einzuführen, was dich auf deine Schreibzeit einstimmt. Ich habe schon von vielen gehört, dass ihnen das hilft.
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Elaya am 04. Mai 2017, 19:52:07
@BiancaS: Wow, dein Beitrag hat mich sehr beeindruckt - und inspiriert! Ich habe früher sehr ähnlich wie du geplant - ich liebe planen. Allerdings gingen meine Pläne nie auf, weil ich in der Regel keine Pausen eingerechnet hatte ...
Dann dachte ich, dass derartiges Durchstrukturieren des Tages total übertrieben ist und jegliche Spontanität nimmt. Aber ich glaube, ich versuche das alles noch einmal - diesmal mit Pausen!  ;D

@kathy: Wenn ich das Gefühl habe, dass mir alles zu viel wird und über den Kopf wächst, hilft mir das Tagebuch schreiben. Sich einfach alles von der Seele schreiben, was einen gerade so beschäftigt. Danach habe ich das Gefühl, innerlich aufgeräumt zu haben und bin bereit, die Herausforderungen anzunehmen - meistens jedenfalls.
Ich habe teilweise auch die romantische Vorstellung, wenn ich schreibe, müsse alles drumherum "perfekt" sein: Ruhe, kein Druck, ... Wenn das nicht gegeben ist, tendiere ich dazu, auch nicht zu schreiben, was ich nicht empfehlen kann. Ich glaube, alles ist Trainingssache. Manchmal kann unter Stress die beste Geschichte entstehen - oder doch zumindest das Gefühl, trotz widriger Umstände etwas geleistet zu haben.  :)
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: BiancaS am 04. Mai 2017, 20:02:58
@BiancaS: Wow, dein Beitrag hat mich sehr beeindruckt - und inspiriert! Ich habe früher sehr ähnlich wie du geplant - ich liebe planen. Allerdings gingen meine Pläne nie auf, weil ich in der Regel keine Pausen eingerechnet hatte ...
Dann dachte ich, dass derartiges Durchstrukturieren des Tages total übertrieben ist und jegliche Spontanität nimmt. Aber ich glaube, ich versuche das alles noch einmal - diesmal mit Pausen!  ;D

Klar, bisschen Spontanität nimmt es schon raus, aber im Endeffekt bist du die Person, die entscheidet. Wenn du total im Flow bist und die Szene/das Kapitel noch beenden willst, kannst du das trotzdem tun. Man muss sich dabei nur immer selbst im Blick behalten, weswegen ich mir die Pläne auch immer ausgedruckt habe, um abhaken zu können. Wenn ich zu viele Tage hintereinander die Freizeitsachen nicht abgehakt habe, wusste ich, dass ich schon wieder "übertreibe". Wie gesagt, ich benutz den Stundenplan auch nicht immer und nicht in jeder Stressphase ist er sinnvoll, aber ab und zu, um Struktur reinzubekommen und eben den Überblick nicht zu verlieren, hilft er mir schon. Habe ihn aber auch noch nie länger als 4 Wochen durchgezogen :D Danach hat sich das meist dann wieder alles eingependelt.
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Tinnue am 04. Mai 2017, 22:27:27
Groß "gestresst" fühle ich mich selten. Aber wenn ich eine sehr kleine Zeitspanne hab für das Schreiben, weil davor und danach immer irgendwas wartet, muss ich sagen, tue ich mir schwer, das auszublenden und ganz frei zu schreiben. Normal brauche ich da etwas Vorlaufzeit und war auch schon immer vom Typ her so, dass ich es gehasst habe, wenn ich genau wusste, ich muss noch wohin.
VIel helfen kann ich daher nicht. Aber was Kuddel sagt, funktioniert manchmal ganz gut. Etwas tun, wo man einfach stumpf etwas vor sich hin macht, den Kopf runterfährt ... und danach die Gedanken neu aufnimmt.
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Inea am 05. Mai 2017, 06:45:12
Ich gehöre auch zu denen, die sich (vor allem im Nano) die Schreibzeiten fest einplanen. Im letzten November hieß es dann: morgens vor der Arbeit eine halbe Stunde und abends, bis das Soll geschafft ist. Hat super funktioniert!
Manchmal gibt es ja auch Menschen "außen herum", die nicht verstehen können, warum man gerade mehr Zeit am PC verbringt als sonst, da habe ich gelernt, dass auch diese sich mit festen Strukturen einfacher tun.

Getreu dem Motto:
"Aah, heute Abend hast du keine Zeit, richtig, da schreibst du?"
"Ja, genau. Danke." :vibes:

Ruck Zuck ist nämlich das bisschen Freiraum, das man sich erarbeitet, verplant, weil andere Menschen denken, man "hätte da ja Zeit". So entsteht dann gerne mal Druck von außen, der in Stress enden kann. Aber auch das ist ganz sicher nicht bei allen so.
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Weberin am 05. Mai 2017, 11:17:48
Bei mir kommt es auf die Intensität des Stresses an. Etwas Stress belebt mich, und da klappt das Schreiben auch gut, vielleicht sogar besser als in ganz entspannten Zeiten. Dann tut mir Schreiben auch gut.  (Tolkien hat angeblich den "Herr der Ringe" vor allem in stressigen Zeiten geschrieben, in denen er eher überarbeitet war.)

Wenn ich aber großen Stress habe (Zeitdruck oder emotional sehr Aufwühlendes), dann geht bei mir nichts mehr mit Schreiben an größeren Texten. Und während es mich in mittelstressigen Zeiten durchaus entspannen und beleben kann, wäre es in stark stressigen Zeiten nur noch eine zusätzlich belastende Ablenkung. Selbst wenn ich mich dennoch in den Schreibfluss reinfinden würde, so fände ich es anschließend umso härter, mich wieder in die öden, aber stressenden Alltagsanforderungen einzufinden, oder mich wieder den emotional unangenehm berührenden Situationen zu stellen. In solcher Verfassung lasse ich besser die Finger vom Schreiben und vergesse, dass es noch andere Welten in mir gibt. Das sollte aber nicht zum Dauerzustand werden - sonst läuft etwas verkehrt.
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Klecks am 05. Mai 2017, 11:17:58
Mir fällt Schreiben unter Stress auch schwer, egal, ob es emotionaler oder ausbildungsmäßiger Stress ist. Ich kann mich dann nicht so gut konzentrieren und bin weniger kreativ. Ich möchte mich immer ganz aufs Schreiben einlassen, und wenn man an viele belastende Dinge denken muss, geht das natürlich nicht so leicht. Trotzdem tut mir das Schreiben immer gut und macht mir immeer Freude, gerade in solchen Situationen.  :vibes:  Umso frustrierender ist es dann allerdings, wenn stressbedingt gar nichts mehr oder nur noch wenig geht.

Edit: Was mir hilft, ist, alles stichwortartig aufzuschreiben, was mich stresst - ich liebe Listen, und die helfen dabei, den Überblick zu wahren. Leider wahr: Schoki hilft mir auch, das ist einfach so.  ;D  Ansonsten versuche ich mich erst zu entspannen (lesen, etwas Leckeres essen, etwas erledigen, das wie ein Berg vor mir steht, Musik hören, ...) und versuche es dann mit dem Schreiben, wenn ich mich wieder besser fühle.
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Jiela am 05. Mai 2017, 19:22:23
Wenn ich unter Stress bin, kann ich grundsätzlich besser schreiben, als wenn ich den ganzen Tag nichts zu tun habe. Meist läuft das vor allem in Ferien so, dass ich denke: "Oh ich schreibe diese Woche mal viel." Aber daraus wird dann nichts, weil ich zu viel Zeit habe.
Grundsätzlich halte ich das, was @BiancaS tut für sinnvoll. Gut zu planen hilft. Vor allem wenn da Zeiten zum Schreiben fest mit drin stehen. Außerdem finde ich es immer sinnvoll, gerade in Stresszeiten einen Spaziergang einzulegen, weil der wegen des Tapetenwechsels besonders gut dafür geeignet ist, den Kopf frei zu bekommen. Hinzukommt, dass ich wenn ich spazieren war nachher nicht das Gefühl habe, ich hätte nichts gemacht.
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: kathy am 05. Mai 2017, 20:43:24
Wenn ich zu viel Zeit habe, kann ich lustigerweise auch überhaupt nicht schreiben  ;D
Das mit der To-Do-Liste und die Planung klingt zwar für mich einleuchtend, aber ich komme leider nie mit Plänen klar  :wums: sie arbeiten immer gegen mich  ;D
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Nicoletta am 07. Mai 2017, 11:01:25
Also wenn ich Stress habe mag/kann ich nicht wirklich schreiben. :) In letzter Zeit zum Beispiel, habe ich am Abend nur wenig Zeit gehabt und dann war immer das Gefühl da, dass ich gleich wieder schlafen gehen muss...und dann habe ich gar nicht erst angefangen mit dem Schreiben. ;)
Das Ergebnis davon ist dann meistens leider, dass ich über längere Zeit nichts schreibe. Dazu muss ich aber auch sagen, dass mein letztes Buch nicht gut durchgeplant war und ich auch wegen Problemstellen Pausen gemacht habe.
Wenn ich das nächste Buch gleich von Anfang an gut plane, glaube ich (oder eher hoffe ich), dass dann auch das Schreiben schneller und mehr nebenbei geht... :)
Natürlich kommt das mit dem Schreiben auch phasenweise drauf an, wenn ich gerade gut im schreiben drinnen bin, kann ich auch bei stressigereren Situationen schreiben... :)
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Erdbeere am 07. Mai 2017, 11:40:18
Interessant, dass ich nicht die einzige bin, die unter Stress viel besser schreiben kann. :) Wenn ich Stress habe (also drängelnde Deadlines plus aufreibenden Arbeitstag), stehe ich unter Strom und Adrenalin. Mein Hirn läuft dann auf Hochtouren. Ich muss nur darauf achten, dass ich mich gleich ans Schreiben setze, wenn ich nach Hause komme, und nicht erst noch eine Folge einer Serie einschiebe. In dieser einen Stunde verpufft das Adrenalin nämlich weitgehend und ich werde unmotiviert.

Natürlich muss ich mir auch To-Do Listen machen, sonst könnte ich mein Pensum niemals schaffen. Meine Freizeit beschränkt sich momentan auf 1-2 freie Abende pro Woche und einen weitgehend freien Tag. Aber das ist okay, meine zwei Jobs machen sehr viel Spaß. :D
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Tinnue am 07. Mai 2017, 12:22:41
Zitat
Interessant, dass ich nicht die einzige bin, die unter Stress viel besser schreiben kann. :) Wenn ich Stress habe (also drängelnde Deadlines plus aufreibenden Arbeitstag), stehe ich unter Strom und Adrenalin. Mein Hirn läuft dann auf Hochtouren. Ich muss nur darauf achten, dass ich mich gleich ans Schreiben setze, wenn ich nach Hause komme, und nicht erst noch eine Folge einer Serie einschiebe. In dieser einen Stunde verpufft das Adrenalin nämlich weitgehend und ich werde unmotiviert.

Das ist, finde ich auch, eine gute Art von Stress. Da zieht einfach etwas und zieht einen vorwärts.  :vibes:
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: kathy am 07. Mai 2017, 12:43:48
@ Nicoletta
Das mit dem phasenweise kenne ich  ;D meistens bekomme ich wenn der Stress wieder aufhört eine Phase wo ich in einer Woche 80% der Geschichte schreibe  ;D
Bei mir sind die Termine vor allem in Stressphasen so blöd gestaltet, dass ich bis zum Abend insgesamt zwei Stunden zuhause war, danach hab ich dann keine Energie mehr zum Schreiben  ::)
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Nicoletta am 07. Mai 2017, 12:46:11
@kathy: Ja, genau. :) Das Überarbeiten habe ich mir jetzt sowieso für die Ferien aufgehoben...
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: kathy am 07. Mai 2017, 12:51:51
Wie lange brauchst du denn so zum Überarbeiten? Und überarbeitest du immer in den Ferien?
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Nicoletta am 07. Mai 2017, 12:56:02
@kathy: Ich überarbeite dann zum ersten Mal. :) Fürchte mich schon irgendwie davor weil ich es bis jetzt jedes Mal sofort wieder aufgegeben habe, sobald ich anfangen wollte. Aber ich glaube, das hängt auch mit Stress zusammen. ;)
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: kathy am 07. Mai 2017, 12:59:42
Das Überarbeiten ist nicht schlimm, du schaffst das schon  :jau:. Beim ersten Mal Überarbeiten machst du vielleicht noch ein paar Fehler und es ist vielleicht auch ein merkwürdiges Gefühl, aber das wird schon  :jau:
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Nicoletta am 07. Mai 2017, 13:06:47
Haha danke für deinen Optimismus! :D Ich tue mir vorallem so schwer, weil ich die ersten Seiten vor circa drei Jahren geschrieben habe. Und jetzt bin ich natürlich auch älter geworden und habe mich auch was das Schreiben angeht während dem Buch weiterentwickelt (glaube ich ;) ).
Ich möchte den Anfang ja nicht komplett neu schreiben, aber so wie er jetzt ist gefällt er mir auch nicht. Aber der Stil bleibt trotzdem anders auch wenn ich etwas verändere...
Es kann aber natürlich auch sein, dass ich den Anfang schon nicht mehr sehen kann, weil ich den am öftesten gelesen habe. ;D
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: kathy am 07. Mai 2017, 13:22:21
Das ging mir beim ersten Mal auch so   ;D ich hab auch erstmal einen großen Fehler gemacht und den Anfanf danach komplett neu geschrieben  ;D
Man entwickelt sich tatsächlich weiter
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Nicoletta am 07. Mai 2017, 13:25:27
Ja, mal schaun. :) Ich glaube aber, dass ich ihn gar nicht neu schreiben könnte...ich würde immer automatisch den alten Anfang noch einmal schreiben. ;D
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: kathy am 07. Mai 2017, 13:27:07
Aber vielleicht in neuem Stil  :)
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Nicoletta am 07. Mai 2017, 13:30:21
Ja, vielleicht. ;) Ich freue mich eh schon irgendwie darauf...aber irgendwie auch nicht. :D
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: kathy am 07. Mai 2017, 13:36:04
Normalerweise wird das Werk beim Korrigieren kleiner (sagte zumindest Clive Cussler) ;D dann hat man mehr Überblick
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Nicoletta am 07. Mai 2017, 13:40:05
Ok...bei mir wirds eher größer weil ich am Anfang so wenig Absätze gemacht habe. ;D
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: kathy am 07. Mai 2017, 13:42:57
Ich glaube er meinte die Wortanzahl  :)
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Nicoletta am 07. Mai 2017, 13:47:34
Wahrscheinlich... ;) So ich würde sagen, wir verlegen das in die privaten Nachrichten ;D
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Ahneun am 08. Mai 2017, 01:45:37
Also ich habe für mich festgestellt, dass ich unter Stress überhaupt nichts schreiben kann. Ich krieg nicht mal ein paar Ideen aufs elektronische Papier. Mich bringen Andere auch schnell aus dem Konzept und wenn davon Einer ein wenig Stress macht, springt das gleich auf mich über. Dann sind die tollsten Ideen für mein Projekt futsch.
In letzter Zeit, seit ungefähr Anfang April, hab ich überhaupt nix mehr geschrieben, weil ich im Job zu sehr eingespannt bin. Jetzt werde ich das machen, was ich mir schon länger vorgenommen habe. Ich werde kleine Zettelchen schreiben. Sonst wird überhaupt nix mehr bei mir.

Zum Schreiben selbst habe ich im Hintergrund eine leise Musik dudeln um mich zu konzentrieren. Ich bin zu tief in meinem Projekt drin und brauch da auch einen freien Kopf um mich da rein zu steigern.
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: TheMadZocker am 09. Mai 2017, 18:55:07
Zum Stressabbau spiele ich zumindest immer Videospiele, bevor ich irgendetwas anderes mache. Etwas essen hilft auch für Gewöhnlich, oder geh zum Fitnessstudio/mach Sport; soll ja bei einigen helfen, habe ich gehört. :engel:

Schreiben sollte ja irgendwann zur Angewohnheit werden. Ich versuch noch etwas für mich zu finden, aber ich weiß genau, was damit gemeint ist und wie man das umsetzen kann.
Bei mir ist es z.B. eine Angewohnheit, beim Mittagessen einen Film oder eine Serie zu schauen, oder bei ruhiger Musik am Abend mein Textprogramm zu öffnen und über meine Geschichte(n) zu tagträumen. Ist sowas erst einmal vorhanden, ist das ebenfalls ein wunderbarer Weg, um Stress abzubauen.
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Elaya am 09. Mai 2017, 22:09:38
Es kommt wohl auch auf die Art von Stress an ...
Da hier jetzt einige geschrieben haben, dass sie unter Stress besser schreiben können, will ich das mal testen.

In einem Monat werde ich 30 und ich habe mir gerade (auch inspiriert von meiner tollen Betreuerin hier!) zum Ziel gesetzt, bis dahin meinen aktuellen Roman fertig überarbeitet zu haben (noch 10 Kapitel). Eine Herausforderung neben Arbeitspensum, Ausbildung und einer Ferienwoche - aber nicht unmöglich!

Eine gute Planung, anfeuernder Stress und eine dahintersteckende Motivation, die mich das hoffentlich durchhalten lässt.  ::)
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Elona am 10. Mai 2017, 07:03:41
@Elaya Fürs Überarbeiten gibt es hier auch eine Editorengilde. Vielleicht bringt dir das noch zusätzliche Motivation?  ;) Für die Gruppe kannst du dich unter deinem Profil und Gruppen Mitgliedschaften anmelden. 

Zu dem eigentlichen Thema kann ich leider nicht viel beisteuern, da ich tatsächlich zu den Personen gehöre, die beim Schreiben abschalten und entspannen. Egal wie stressig der Tag auch war, sobald ich mich ans Dokument setze und anfange zu tippen, wird einmal ein Schalter umgelegt und ich tauche ab. Das klappt aber nur beim Schreiben, fürs Überarbeiten brauche ich tatsächlich einen freien Kopf.  :)
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: Archivarin am 24. Juni 2017, 19:21:54
Bei mir funktioniert oft ein Gedankentrick - wenn ich viel Stress habe und deshalb nicht viel Zeit zum Schreiben, dann wird die Schreibzeit in meinem Kopf umso "wertvoller" und ich sehe jede Gelegenheit, ein paar Zeilen aufs Papier zu bringen, als Belohnung. Und weil ich mich ja gerade belohne, bin ich dann auch schnell sehr froh und entspannt  :vibes:
Aber wichtig ist dabei für mich, dass ich am Anfang überhaupt keine Ansprüche stelle an die Anzahl Wörter oder den Inhalt meiner Wörter. Ich schreibe einfach mal meine Gedanken auf und merke dann, woran ich gerade gut arbeiten kann.

Deshalb denke ich auch manchmal, das es meiner Produktivität in gewissem Masse sogar gut tut, wenn ich kaum Zeit für's Schreiben habe - wie das hier schon einige geschrieben haben - aber sicher bin ich mir nicht. Ich finde, schwierige Szenen oder Fragen im Plot kann ich dann immer nur andenken, und ich komme meist erst zu einer Lösung, wenn ich mindestens 3 Stunden daran arbeiten kann.

Das kennen sicher alle, das man auf etwas überhaupt keine Lust hat, sobald man das Gefühl hat, man "sollte" es erledigen, es aber extrem geniesst, Dinge zu tun, die gerade nicht sehr produktiv oder wichtig sind (wie Schokolade essen  :jau: ). Im Moment kann ich noch das Schreiben als so eine Belohnung behandeln, weil ich noch kein Buch verkauft habe und niemand darauf wartet :P falls alles klappt wie ich es will und das Schreiben einmal weniger zur Privatsache wird, werde ich diesen Trick wohl leider nicht mehr brauchen können ;)
Titel: Re: Schreiben unter Stress
Beitrag von: MynaKaltschnee am 28. Juni 2017, 02:25:58
Wenn ich mich gestresst fühle, kann ich auch nicht wirklich schreiben. Mir hilft es dann meist, wenn ich mich auf die Tage konzentriere, an denen ich etwas mehr Zeit habe (z. B. dem Wochenende). Da schreibe ich dann dafür umso mehr.

Ansonsten versuche ich auch, mich erst mal zu entspannen, bevor ich mich ans Schreiben setze. Was ich demnächst ausprobieren möchte, ist vor dem Schreiben zu meditieren. Ich habe Meditation schon öfter ausprobiert und es hat mir gegen Stress sehr geholfen. Deshalb erhoffe ich mir, dass es mich auch dabei unterstützt, an stressigen Tagen schreiben zu können.

Vielleicht kannst du dir auch bestimmte Tage in der Woche herauspicken, an denen du schreibst. Ich weiß ja nicht, was du beruflich machst, aber wenn du einen normalen Job hast oder studierst, wirst du sicher irgendwann freie Zeit zur Verfügung haben. Entweder du stehst morgens etwas früher auf oder setzt dich abends nach der Arbeit/Studium ans Schreiben. Wenn du immer an den gleichen Tagen schreibst, baut sich so vielleicht eine Routine auf, die es dir ermöglicht, auch trotz Stress schreiben zu können.